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    Beim ONS begehren beide Partner einander und besteht sexuell gesehen beiderseits komplette Freiwilligkeit und auch der Wunsch danach. Bei der Prostituierten wird Lust nur vorgegaukelt gegen Bezahlung. Der Freier nimmt in Kauf, dass die Frau sich zum Sex überwindet und findet es ok, weil er ja zahlt. Für mich besteht zwischen beiden Situationen ein himmelweiter Unterschied (auch wenn ich grundsätzlich beide nicht besonders toll finde).

    Hmmm. Die Einstellung kann ich nachvollziehen, wenn auch nicht teilen. Ich kann mir ja auch Pornos anschauen, die genau zu diesem Zweck produziert wurden: jemanden erregen. Eine Professionelle ist da auch nicht anders als Darsteller in einem Erwachsenen-Clip. Egal, ob sie Lust hat: sie spielt es halt mehr oder weniger gut und sorgt dafür, dass der Konsument/Kunde sich gut dabei fühlt.


    Das heißt aber im Umkehrschluss, dass du es vermutlich auch nicht gut findest, wenn ein Mann Pornos konsumiert, oder?

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    warum sollte man nicht dazu stehen, wenn man es nicht verwerflich findet?

    Absolute Ehrlichkeit bringt einem in aller Regel Nachteile durch Vorurteile. Man ist halt schnell stigmatisiert, Menschen differenzieren nicht so gerne. Warum soll man sich das antun?

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    Absolute Ehrlichkeit bringt einem in aller Regel Nachteile durch Vorurteile. Man ist halt schnell stigmatisiert, Menschen differenzieren nicht so gerne. Warum soll man sich das antun?

    Die Erfahrung habe ich nicht gemacht.


    Außerdem ging es in dem Zitat von mir, auf dass Ihr Euch bezieht schon gar nicht mehr um die neue Partnerin sondern um den erwachsenen Sohn in der Zukunft ;-)

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    Außerdem ging es in dem Zitat von mir, auf dass Ihr Euch bezieht schon gar nicht mehr um die neue Partnerin sondern um den erwachsenen Sohn in der Zukunft

    Bah, sorry {:( Muss mir abgewöhnen auf etwas anzuspringen, dessen Kontext ich überhaupt nicht gelesen habe...

    Du bereust es und hast es einmal gemacht - das ist nicht weiter dramatisch. Bedenken würde ich mir erst dann machen, wenn es über dieses eine Mal hinausgeht. Es kommt immer darauf an, wie man das Ganze betrachtet. Ich persönlich lehne Prostitution ab und verurteile Männer, die dort hingehen. Dementsprechend würde ich es an Deiner Stelle lassen. Lieber solltest Du mal die Initiative ergreifen und eine Frau ansprechen, die Dir gefällt. Wenn sie nämlich Lust auf Dich hat, dann kannst Du Dir sicher sein, dass es wirklich so ist und Du niemandem seelisch schadest. Das ist natürlich der "schwierigere" Weg, aber auch der ehrlichere und - vor allem - vertretbare Weg. Ich wäre als zukünftige Partnerin abgestoßen, wenn mein Freund sich darauf intensiv und mehrfach eingelassen hätte.

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    Du bereust es und hast es einmal gemacht

    Ganz so ist es nicht:

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    Habe mich davon allerdings nicht abschrecken lassen und es noch öfters ausprobiert. Fazit bis auf 1-3 (wo es ok war - nicht toll) :-/ , bleibt es so wie beim 1. Mal. Mir gefällt es einfach nicht, wenn ich merke der Frau macht es keinen wirklichen Spaß und sie wird auch nicht befriedigt. Im Grunde weiß ichs jetzt und versuche es jetzt daher möglichst zu vermeiden.

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    Lieber solltest Du mal die Initiative ergreifen und eine Frau ansprechen, die Dir gefällt. Wenn sie nämlich Lust auf Dich hat, dann kannst Du Dir sicher sein, dass es wirklich so ist und Du niemandem seelisch schadest

    Ach, ich denke, nicht mal das kann man uneingeschränkt so behaupten. Es gibt auch Leute, die sich auf ONS einlassen, um andere eifersüchtig machen. Oder um sich selbst zu bestrafen, als eine Art selbstverletzendes Verhalten.. Kommt wohl auch gar nicht sooooooo selten vor, dass Frauen nach einem ONS zu Heulen beginnen..


    Wie gesagt, die Motivation, warum Leute miteinander Sex haben, kann durchaus sehr unterschiedlich sein.

    ....ich finde immer noch, dass bei Prostitution der Mann der Bittende und die Frau die Gebende ist. Sie hat die "Macht", sie hat etwas, was er unbedingt will, so sehr, dass er dafür Geld bezahlt. Wenn mein Partner sagt, okay, ich wusste nicht wohin mit dem Trieb, ich gehe/ging zu Prostiturierten, die das freiwllig machen, ich behandele sie respektvoll, weil sie ein Mensch und eine Frau sind (die mir aus de Notlage hilft... evtl. sogar etwas wie Dankbarkeit für das Gewerbe empfindet...?), ... dann hätte ich damit kein Problem. Wenn der Partner aber die Frauen tatsächlich wie Ware behandelt (hat), möglichst schnell, möglichst billig, egal,wo, hauptsache, sie hält still... und er auch noch davon ausgeht, dass sie dankbar sein muss, dass er zu ihr kommt- no, damit hätte ich ein Problem.

    @ Comran

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    Hmmm. Die Einstellung kann ich nachvollziehen, wenn auch nicht teilen. Ich kann mir ja auch Pornos anschauen, die genau zu diesem Zweck produziert wurden: jemanden erregen. Eine Professionelle ist da auch nicht anders als Darsteller in einem Erwachsenen-Clip. Egal, ob sie Lust hat: sie spielt es halt mehr oder weniger gut und sorgt dafür, dass der Konsument/Kunde sich gut dabei fühlt.


    Das heißt aber im Umkehrschluss, dass du es vermutlich auch nicht gut findest, wenn ein Mann Pornos konsumiert, oder?

    Also aus Sicht der Prostituierten und Pornodarstellerinnen finde ich das Ganze jeweils soweit o.k., wenn diese freiwillig ihrer Tätigkeit nachgehen. Habe ich einen Partner, würde es mich wie gesagt sehr befremden, wenn er mit einer Frau Sex hat, von der er haargenau weiß, dass sie nur eine Show abzieht gegen Geld und in Wirklichkeit ihn nicht begehrt. Beim Pornokonsum ist das etwas anderes, weil es da ja um Solo-Sex geht und es eigentlich (meines Erachtens nach) keinen soooo großen Unterschied macht, ob derjenige nun das Kopfkino anwirft oder aber auf Bilder oder Filme zurückgreift (immer vorausgesetzt, dass es "seriöses" Material, basierend auf Freiwilligkeit der Darsteller/innen ist und nicht etwa Kinderpornos usw.).

    Frühaufsteher

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    Was ich mich jetzt eigtl. immer öfters frage, ob ich mir mit meinem Handeln die Chance auf zukünftige Beziehungen/Partnerschaften verbaue/verbaut habe. Auch wenn ich an eine evtl. spätere Familienplanung denke, stelle ich mir das komisch vor. Als Vater soll man ja ein Vorbild sein, was ich mit so einem Verhalten (auch wenn es dann in der Vergangenheit liegt) aus meiner Sicht nicht bin.

    Wieso das? Die meisten Männer behaupten schlicht, nie bei einer Prostituierten gewesen zu sein ]:D . Aber Spaß beiseite. Wieso sollte das überhaupt Thema in einer in der Zukunft liegenden Beziehung sein oder auf sie Einfluss nehmen?


    Ich habe auch eher den Eindruck, dass Du hier andere Erwartungen von Dir hattest und Du selbst jetzt irgendwie Deinem Anspruch nicht entsprichst.

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    Wie seht ihr das? Käme für euch ein Partner in Frage, welcher in dieser Hinsicht Erfahrungen gemacht hat?

    Naja, nachdem so ca. 80% der Männerwelt irgendwann bei einer sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt, auch oft regelmäßig, sehe ich das Problem nicht. Du bist da ja keine Ausnahme.


    Das ist eine klare Dienstleistung und wenn Du verantwortlich darauf achtest, dass es jemand ist, die nicht minderjährig ist, augenscheinlich freiwillig macht und Kondome benutzt, dann hast Du Deine Pflicht und Schuldigkeit getan. Dass es nur eine Dienstleistung ist, hast Du ja selbst gemerkt.


    Wie wäre es denn umgekehrt? Würde es für Dich eine Rolle spielen, wenn eine Partnerin in der Vergangenheit Sexdienste in Anspruch genommen hätte?

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    Naja, nachdem so ca. 80% der Männerwelt irgendwann bei einer sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt, auch oft regelmäßig, sehe ich das Problem nicht.

    Für mich hängt die Antwort auf die Frage, ob etwas für mich ein Problem ist, nicht davon ab, wie viele das machen.


    Ich denke, für die meisten Frauen ist es ein Problem, wenn ihr Partner Sex mit Prostituierten hatte (jedenfalls soweit das keine "Jugendsünde" war), ob den Männern das passt oder nicht. Da bleibt nur, das für sich zu behalten.

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    Letztlich macht man das aber genauso auch hier in Europa: Mann bezahlt die Rechnung in der Bar - ansonsten geht Frau nicht mit. Insofern, ist es nur das Frau nicht möchte das "dreckige" Geld direkt anzunehmen - bezahlen lässt sie sich aber auch.

    Nun ja, es gibt schon Beziehungen, die durchaus auf der finanziellen Leistungsfähigkeit des Partners/Partnerin beruhen - also Leistung gegen Leistung.

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    Wenn es zur eigenen Lebenssituation passt und einzig aus der Motivation ausgeübt wird, auch mal für eine halbe Stunde die Illusion der Intimität zu genießen ... warum nicht? Dass es dann unter'm Strich doch Scheiße war und nicht gefallen hat, ist ja ein anderes Problem - dann würde ich es auch lassen ;-) . Aber moralisch würde ich da keinen Strick draus drehen.

    Naja, wie in jeder Dienstleistung gibt es auch da unterschiede. Die einen können ihren Job, andere nicht, andere sind ihrer überdrüssig.

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    Beim ONS begehren beide Partner einander und besteht sexuell gesehen beiderseits komplette Freiwilligkeit und auch der Wunsch danach. Bei der Prostituierten wird Lust nur vorgegaukelt gegen Bezahlung. Der Freier nimmt in Kauf, dass die Frau sich zum Sex überwindet und findet es ok, weil er ja zahlt. Für mich besteht zwischen beiden Situationen ein himmelweiter Unterschied (auch wenn ich grundsätzlich beide nicht besonders toll finde).

    Eine Frau, die ihren Job freiwillig ausübt, übt ihn genauso aus wie Du, ich und jeder andere seinen Job ausübt. Der eine hat Spaß daran, ab und zu überwindet man sich, weil man grad keine Lust hat, geht aber trotzdem arbeiten. Es ist ein Job. Die Freiwilligkeit der Sexarbeiterin ist für mich da genauso gegeben und somit auch beidseitig komplette Freiwilligkeit, genauso wie bei einem ONS.

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    Oder anders formuliert: ein ONS ist ein "natürliches" Setting, da von beiderseitigem Begehren getrieben. Prostitution ist hingegen völlig gekünstelt - und ja: ich finde jeden Mann armselig, der daran auch nur irgendwas geil finden kann.

    Ein ONS ist für mich deswegen ein ONS, weil ich Sex will und nicht unbedingt, weil ich den Typen begehre. Das ist ja auch der Grund, warum Männer öfter für sexuelle Dienstleistungen bezahlen und Frauen nicht. Frauen haben schlichtweg weniger Probleme Sex zu bekommen, auch ohne dass sie für die Leistung zahlen müssen. Als ob jeder Mann eine Frau begehren würde, mit der er einen ONS hat. Manchmal sind sie einfach nur scharf, genauso die Frauen.

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    Naja, eine professionelle Prostotuierte wird schon überzeugend schauspielern. Mein Mann war jedenfalls total überzeugt, dass die Dame ihren Spaß hatte. Immerhin verdienen sie ihr Geld damit, da werden sie sich schon Mühe geben, dass der Kunde wieder kommt.

    So ist es. Gehört zum Handwerk.

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    Grundsätzlich ist die Vergangenheit Vergangenheit - wobei das natürlich auch Aussagekraft darüber hat, was für einen Menschen man vor sich hat. Und da finde ich es durchaus legitim, wenn Menschen mit gewissen Einstellungen für manche andere Menschen dann nicht als Partner in Frage kommen.

    Wobei die Aussage über die Vergangenheit eine Aussage über die Vergangenheit ist. Ich finde Vergangenheit auch bedingt interessant. Was und welche Erkenntnisse jemand in die Gegenwart mitgenommen hat, ist für mich von Interesse.

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    Für mich hängt die Antwort auf die Frage, ob etwas für mich ein Problem ist, nicht davon ab, wie viele das machen.

    Ich finde es nur für mich selbst relevant zu wissen, dass die meisten Männern schlicht diese Erfahrung haben und somit dann wohl 90 oder 100 % der Frauen einfach nicht einen Partner haben können, die nie eine Sexdienstleistung in Anspruch genommen haben. ;-D

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    Ich denke, für die meisten Frauen ist es ein Problem, wenn ihr Partner Sex mit Prostituierten hatte (jedenfalls soweit das keine "Jugendsünde" war), ob den Männern das passt oder nicht. Da bleibt nur, das für sich zu behalten.

    Sehe ich auch so.