@ mond+sterne

    Naja, das man(n) mal mehr, mal weniger Lust hat, ist auch mir bekannt bzw. nicht ungewöhnlich. Aber wir reden hier von Zeiträumen über Wochen. Wahrscheinlich kommen wir auch zu keinen anderen Ansätzen mehr. Ich finde, dass es lieblos von ihm ist, wie er mit der Situation und mir umgeht und erwartet, dass ich ebenso stillschweigend akzeptiere, wenn er mir mal ne Woche im Urlaub ein paar Brocken hinwirft, von denen ich dann übern Herbst kommen muss (so fühlt es sich gerade an!).


    Ich musste echt schmunzeln, sah heute den Film "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" (glaube so hieß er, basierend auf gleichlautenden Buch). Da scheint sich mein Freund entgegen der Evolution entwickelt zu haben :|N

    @ Sommerkind

    Wenn man in einer Partnerschaft auf etwas Anspruch hat, dann wohl auf Respekt und Ehrlichkeit und auf ein Gespräch. Das macht mich am meisten traurig und wütend zugleich. Und mich macht sauer, wenn man mich für blöd verkaufen will und das Offensichtliche abstreitet.

    @ Verhueter

    Kann ich nicht nachvollziehen. Jeder hat da sicher andere Vorstellungen von, aber ich weiß aus Erfahrung, dass tägliches Sehen (= Glucken) sich eher negativ auswirkt. Mir ist Quality-Time wichtiger, als Quantität, wo man sich nur zum Essen müde vorm TV und schlafen gehen trifft.

    Zitat

    Wenn man in einer Partnerschaft auf etwas Anspruch hat, dann wohl auf Respekt und Ehrlichkeit und auf ein Gespräch. Das macht mich am meisten traurig und wütend zugleich. Und mich macht sauer, wenn man mich für blöd verkaufen will und das Offensichtliche abstreitet

    Was ist denn das offensichtliche? Das er nur selten Lust hat auf Sex? Und was verstehst du unter Respekt und Ehrlichkeit?


    Respekt gegenüber den Bedürfnissen des anderen? Du möchtest das er deinen Wunsch auf mehr Sex respektiert. Hast du auch Respekt vor seinem Bedürfnis nach wenig/seltenem Sex? Wo ist er unehrlich? Wo verkauft er dich für blöd und was streitet er ab?


    Das fühlt sich für dich alles so an - weil deine Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Er hingehen lebt einfach entsprechend seinem Naturell - dabei verkauft er niemanden für blöd. Er kann dir nicht erklären, WARUM er so wenig Lust hat, genauso wenig wie du dich dafür rechtfertigen möchtest, warum du so viel Lust hast.


    Ich kann wirklich nicht verstehen warum du das nicht akzeptieren kannst.

    Für mich offensichtlich ist, dass wir ein sexuelles Problem haben -> er bestreitet es. Und mag es auch in DEINEN Augen nur darin bestehen, dass er weniger will und ich häufiger, selbst das wird ja von ihm bestritten (total surreal!). Ich vermute aber andere Hintergründe. Es war ja schließlich mal anders und hörte plötzlich auf!


    Dann bestreitet er, dass sein Pornokonsum ungeheuer hoch ist bzw. keine Auswirkungen habe bzw. streitet ab, sich anzufassen allein...allein das ist schon blöd verkaufen meiner Person. Ich fasse mich ja auch an, wir sind doch keine Nonnen und Mönche! Wenn es derart simpel sein sollte, dass er einfach zu der Sorte Mensch gehört, die nach einem Jahr die Lust am Paarsex mangels Dopamin oder sonstewas verliert oder ihm was fehlt (eine ältere Frau hö hö) dann soll er bitte auch das einfach mal SAGEN...!!! die Sache mit seiner vielleicht MILF-Vergangenheit / Fantasie steht auch kaum besprochen im Raum. Bei der Therapie scheint er ja auch eher Malen nach Zahlen zu praktizieren...anstatt dort mal Tacheles zu reden... wo lässt dieser Mensch denn bitte seine Sorgen, wenn ich angeblich die bin, die so viel von ihm weiß und er dennoch ein Rätsel für mich ist?


    bin gerade ziemlich gereizt und könnte ihn gegen die Wand klatschen :)=

    Sissi31

    Zitat

    Für mich offensichtlich ist, dass wir ein sexuelles Problem haben -> er bestreitet es. Und mag es auch in DEINEN Augen nur darin bestehen, dass er weniger will und ich häufiger, selbst das wird ja von ihm bestritten (total surreal!). Ich vermute aber andere Hintergründe. Es war ja schließlich mal anders und hörte plötzlich auf!

    Die Erkenntnis, dass es in vielen Beziehungen deutliche Veränderungen zwischen den Anfängen in der reinen Kennenlernphase und der späteren Alltagsbeziehung gibt, trifft viele spät, aber oft unausbleiblich und wieder andere mit voller Härte der Fakten.


    Hab eine gute Freundin, die 14 Jahre lang hoffte den Typen der ersten zwei tollen Jahre irgendwann wieder zu bekommen. Die Zeit in denen alles ohne Diskussionen, Verzicht, Krampf und Kampf funktionierte. Sie ist jetzt seit wenigen Monaten wieder Single, trifft sich mit verschiedenen Männern und lotet dieses Mal sorgfältiger aus wer für ihre Wünsche und Bedürfnisse innerhalb der Beziehung die besten Voraussetzungen mitbringt. Allerdings auch im Auge behaltend, dass die Anfänge im Hormon-Hoch einiges verschleiern das sich erst später deutlicher zeigen wird, wenn beide Seiten wieder mehr in ihrem Alltagsverhalten angekommen sind.


    Dir wird es nichts bringen, Dich nach Jahren voller Probleme an die romantische Zeit der Anfänge fest zu krallen, ......da war doch mal was. Es wird auch nicht funktionieren, aus Deinem Freund mittels Therapie den Wunschpartner "zimmern" zu lassen. Was ein Mensch, Mann wie Frau nicht aus eigenem Empfinden und Bedürfnis heraus tun möchte, wird ihm auch kein anderer "bei bringen" können. Ab einem gewissen Alter ist die Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit der Persönlichkeit mit gewissen Beschränkungen versehen. Ob es dann eigene Trägheit, fehlender Ehrgeiz oder 'nur' aus dem simplen Grund besteht, mit sich und dem eigenen Leben überwiegend zufrieden zu sein, sodass keine Änderungswünsche entstehen ist am Ende egal.


    Dein Freund ist nicht so, wie Du Dir den Lebenspartner an Deiner Seite vorstellst und das seit geraumer Zeit. Statt all Deinen Ärger, Frust und Desillusion in die Änderbarkeit eurer Situation zu investieren, wäre der in meinen Augen richtige Weg sich die selbstkritische Frage zu stellen, wo sehe ich mich in dieser Beziehung in einigen Wochen oder Monaten, unter den Ist-Bedingungen von heute.

    Zitat

    Bei der Therapie scheint er ja auch eher Malen nach Zahlen zu praktizieren...anstatt dort mal Tacheles zu reden... wo lässt dieser Mensch denn bitte seine Sorgen, wenn ich angeblich die bin, die so viel von ihm weiß und er dennoch ein Rätsel für mich ist?

    Wenn ihr euch einander nicht verständlich machen könnt, und das nun bereits seit Jahren als beständige Situation, könnte langsam die Erkenntnis heran reifen - das rum philosophieren WAS könnte es sein ...nicht DEINE Lösung ist. Dein Partner ist mit der Situation wie sie ist offenbar für sich gesehen zufrieden, verspürt weniger Motivation aktiv etwas zu (ver)ändern für sich/euch. Diese Freiheit der Entscheidung hat er, und häufig ist es eher die Angst vor neuen Herausfordernungen im Leben, die Menschen in destruktiven Beziehungen aushalten lässt, beide zunehmend unglücklich und stetiger unzufrieden macht.


    Die Angst danach kommt nichts anderes oder besseres - lähmt immament, meist sogar beide Seiten.

    Zitat

    bin gerade ziemlich gereizt und könnte ihn gegen die Wand klatschen :)=

    Dann nutze diese Wut für Dich, um Dir darüber klar zu werden was Dich noch in dieser Beziehung hält. Und bitte sage nicht - es ist die große Liebe. Darunter würdest Du nicht so stark leiden, und das nach eigener Einlassung seit vielen Jahren trotz bereits vollzogener Trennungsphase zwischendurch.


    Wenn Du Deinen Freund nicht annehmen und akzeptieren kannst wie er als Mann, Mensch und Persönlichkeit ist, er erst ein anderer werden muss um Dir und Deinen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist er nicht der zu Dir passende Lebenspartner. Diese Erkenntnis mag bitter sein, zumal es Menschen gibt die von sich glauben investierte Lebenszeit für den Menschen neben sich, sei die Legitimation schlecht hin um die eigene Zufriedenheit irgendwie herbei kämpfen zu müssen ist überdenkenswert.

    Zitat

    Dann bestreitet er, dass sein Pornokonsum ungeheuer hoch ist bzw. keine Auswirkungen habe bzw. streitet ab, sich anzufassen allein...allein das ist schon blöd verkaufen meiner Person. Ich fasse mich ja auch an, wir sind doch keine Nonnen und Mönche! Wenn es derart simpel sein sollte, dass er einfach zu der Sorte Mensch gehört, die nach einem Jahr die Lust am Paarsex mangels Dopamin oder sonstewas verliert oder ihm was fehlt (eine ältere Frau hö hö) dann soll er bitte auch das einfach mal SAGEN...!!! die Sache mit seiner vielleicht MILF-Vergangenheit / Fantasie steht auch kaum besprochen im Raum.


    Auch, wenn es Dir nicht richtig schmecken wird, seine Fantasie sein geistiges Eigentum. Er entscheidet mit wem er diese gedanklich teilen und besprechen will. Darauf gibt es auch innerhalb einer Paarbeziehung keinen einzufordernden Anspruch. Ein Mann wird es umso mehr vermeiden, desto wahrscheinlicher die Gefahr von Unverständnis und Ablehnung durch die Partnerin zu erwarten ist.


    Es ist egal WAS für ihn erregender ist, so lange er nicht von sich aus das Bedürfnis hat mit Dir häufiger Sex und seine Fantasie zu teilen, werden all Deine Vorwürfe, Leidensdruck und Verzweiflung keine Veränderung bringen. Wenn Du Dich mit dem Ist-Zustand nicht arrangieren kannst und willst, bleibt nicht viel Spielraum für eure Beziehungsqualität, die seit langem auf einem gerissenen Fundament steht. Der zu selten stattfindende Paarsex ist in meinem Empfinden mehr ein Synonym für etwas das grundlegend nicht stimmig zwischen euch ist. Statt Deinen Partner gedanklich an die "Wand zu klatschen", hinterfrage Deine Motivation selbstkritischer warum Du eine Beziehung weiter führst, die Du schon lange als unerträglich empfindest.

    @ sissi

    wenn ixh deine problematik lese, muss ich daran denken.


    und deine schilderung klingt für mich nicht nach liebe, ich frage mich, warum ihr überhaupt noch zusammen seid (abgesehen von dem grund das es dir zu wenig sex gibt)?

    @ :)

    Das ist ein Beitrag von Dir aus einem anderen Thread, in dem eine Userin beschrieb, dass sie sich vom Partner sexualisiert fühlt und bedrängt.

    Zitat

    Da MilaKao schrieb, dass ihr das bereits in anderen Beziehungen auffiel oder missfiel, scheint es mir eher, dass SIE einfach ein anderes sexuelles Bedürfnis hat bzw. sich Männer suchen sollte, die das gleiche (niedrige) sexuelle Verlangen verspüren wie sie.

    Wenn Du diesen Ratschlag auf eure Beziehungskrise anwenden würdest, hieße es für euch beide, sich den passenden Partner bzw. Partnerin zu suchen die zu den eigenen elementaren Bedürfnissen stimmig verhält. Wenn es aus Liebe und Toleranz keine Akzeptanz auf beiden Seiten gibt, und die Kompromisslösung nur das kleinste gemeinsame Vielfache sein kann, eng zeitlich begrenzt wie die letzte Urlaubssituation, um danach wieder komplett zu entgleiten, wird die Basis für so eine Beziehung sehr eingeschränkt und am Ende steht auf beiden Seiten nur Frust.

    Zitat

    Was sie beschrieb, finde ich keineswegs schlimm. Solange ein Mann nicht Grenzen überschreitet wie gegen den Willen oder verbal jemanden nieder macht, sollte man sich doch als Frau freuen über dessen Potenz, Interesse und Komplimenten. Kann Männer verstehen, wenn sie sagen, dass man es Frauen nicht recht machen kann, wenn man hier manche Kommentare liest

    Schmunzelt, ich denke so Erkenntnisse werden immer dann sehr schwierig und kompliziert, wenn sich der Blickwinkel im eigenen Fall umdrehen lässt. Dein Noch-Freund hat vermutlich auch das Gefühl, egal was er versucht es seiner Noch-Freundin recht machen ist ein Ding der Unmöglichkeit, und Du empfindest es aus Deiner Perspektive in Bezug auf seine Art des Seins vermutlich sehr analog.


    Versteh mich bitte nicht als vorwürflich oder verurteilend. Nein, so ist es keineswegs gemeint. Für eine Frau, der Sex ein elementares Grundbedürfnis innerhalb der Beziehung ist (sei Dir gewiss Du stehst mit diesem Bedürfnis nach sehr häufigem/täglichem Sex nicht allein als Frau) für die wird es schwer 'nur' eine emotionale Kuschelbeziehung zu führen, in der vielleicht? vieles andere überein stimmt, aber in einem ihr sehr wichtigen Bereich kein Konsens erreicht werden kann.


    Es gibt durchaus einige Frauen, die für ein erfülltes Sexleben beim Partner andere charakterliche und emotionale Defizite hinnehmen, weil 100 Prozent Wunscherfüllung an den Partner nicht zu finden ist. Du steckst in einem Dilemma, aber in einem zu dem es wie es mometan bei Dir rüber kommt, wenig konstruktive Lösungen gibt. Dein Freund mit seinem Bedürfnis nach weniger ist mehr ist neben Deinen Bedürfnissen mehr ist das mehr von morgen ....gleichberechtigt, ohne das es dafür irgendeine Art von Schuld oder Verantwortung gibt. Ihr habt beide unglücklicher Weise sehr unterschiedlich geprägte Wünsche an eure Beziehung, die gegen die eigene Natur und Sozialisierung gelebt wird.


    Ihr habt beide die Wahl euch einzugestehen, dass dieser Widerspruch unüberwindbar ist und langfristig immer wieder an die Grenzen des Hinnehmbaren gerät. Ja, es ist schade, wenn eine hoffnungsvolle Beziehung scheitert, aber wer den Mut hatte sich zu lieben kann es dennoch schaffen sich aus Respekt und Anstand zu trennen. Sicher mit Wehmut im Herzen, aber gleichzeitig der Chance es beim nächsten Mal erfüllender für sich selbst zu leben. :)z

    @ DieDosismachtdasgift

    Zitat

    Was ein Mensch, Mann wie Frau nicht aus eigenem Empfinden und Bedürfnis heraus tun möchte, wird ihm auch kein anderer "bei bringen" können. (...)


    Diese Freiheit der Entscheidung hat er, und häufig ist es eher die Angst vor neuen Herausfordernungen im Leben, die Menschen in destruktiven Beziehungen aushalten lässt, beide zunehmend unglücklich und stetiger unzufrieden macht.


    Die Angst danach kommt nichts anderes oder besseres - lähmt immament, meist sogar beide Seiten.

    In der Zeit der Trennung habe ich mich viel mit mir selbst beschäftigt und dabei bin ich auch auf das "Gelassenheitsgebet" gestoßen:


    gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,


    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,


    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden...


    Das hat mir über manch schweren Tag geholfen, wenn auch nicht über jeden. Und darin ist so viel Wahres. Nur fällt es , wie Du schon sagst, unglaublich schwer, nach Jahren sich selbst eizugestehen, dass man um etwas kämpft und auf etwas hofft, dass man, strengt man sich noch so sehr an, nicht erreichen bzw. bekommen wird (nämlich seine Veränderung/Verwandlung zu dem Mann, den ich in ihm sah), weil das Gegenüber es nicht will oder kann...


    Dein Text trifft in vielen Dingen wahrscheinlich den Kern. Das Verharren in einer seit zwei Jahren zum großen Teil destruktiven Beziehung, trotz der Trennung, macht krank und unglücklich. Angst vor Einsamkeit ist kein unwesentlicher Faktor.


    Über meinen Beitrag aus der genau gegenteiligen Situation einer Userin muss ich auch manchmal schmunzeln...Aber das zeigt nur, wie unterschiedlich die Menschen und deren Bedürfnisse sind...vielleicht sollten wir die Partner einfach tauschen :=o


    Bin gerade emotional sehr aufgewühlt, gestern war ich voller Wut und Hass und heute bin ich tieftraurig und verzweifelt... So fühle ich mich seit Jahren in dieser Beziehung und es bringt mich keinen Schritt voran.

    Zitat

    Nur fällt es , wie Du schon sagst, unglaublich schwer, nach Jahren sich selbst eizugestehen, dass man um etwas kämpft und auf etwas hofft, dass man, strengt man sich noch so sehr an, nicht erreichen bzw. bekommen wird (nämlich seine Veränderung/Verwandlung zu dem Mann, den ich in ihm sah), weil das Gegenüber es nicht will oder kann...

    Nein, und er war wohl nie der Mann, den du in ihm sahst. Am Anfang einer Beziehung, in der Verliebtheitsphase, projiziert man all Vorstellungen eines idealen Partners (die ja bei jedem verschieden sind) auf den Mann. Er ist perfekt. Die anderen Anteile werden ausgeblendet. Ist von der Natur so gewollt, damit man den Nerv hat, dauernd zu vögeln und Kinder zu zeugen, bis die rosa Brille langsam abfällt und einem immer mehr Dinge anderen auffallen, die eben nicht genau dem einen Idealbild eines Partners entsprechen.


    Wenn das dann eintritt, und das tritt immer ein, dann lässt bei vielen die Liebe nach und damit oft auch die Lust auf Sex. Und dann kommt die Umerziehungsphase: Warum kannst du nicht mehr so sein wie ich dich gerne hätte? Warum kannst du nicht anders sein?


    Und am besten noch: Warum bist du nicht mehr so wie am Anfang?


    Nur: Der andere war am Anfang nicht anders. Es war unsere eigene Wahrnehmung, die am Anfang eher auf das Positive, die Gemeinsamkeiten, die Gleichheit, gerichtet war, die uns "getäuscht" hat. Der andere war so, wie er eben ist: Mit vielen schönen, liebenswerten Seiten, Eigenschaften die zu uns passen und solchen, die eben nicht zu uns passen, anders sind, stören.


    Du kämpfst noch darum, ihn zu dem Mann zu kneten den du in ihm am Anfang in deiner Verliebtheit gesehen hast. Aber der war er nie, und er wird er nie werden. Die Frage ist: Kannst du ihn so lieben, wie er ist? Und darauf scheint es eine klare Antwort zu geben.


    DieDosisMachtDasGift hat das sehr schön ausgedrückt in ihren Beiträgen. @:)

    @ Sommerkind44

    endlich mal was Produktives von Dir ;-)


    Ist ja nicht so, als wäre mir das gänzlich unbekannt. Hab so einige Ratgeber bereits gelesen, den Klassiker von Robert Betz und "Wenn Frauen zu sehr lieben: Die heimliche Sucht gebraucht zu werden". Hab einige Kapitel davon auf mich/ihn/uns beziehen können.


    Nur klingt es bei Dir so, als sei von vorn herein jede Beziehung zum Scheitern verurteilt und als würden stets immer die Hormone uns täuschen, so als würde es kein glückliches Langzeitpaar geben? Das sind ja traurige Aussichten! würde mir das Deiner Meinung nach auch bei künftigen Männern so ergehen?


    Fakt ist, dass ich viele Dinge schon anfänglich sah und dennoch tolerierte, weil ich in ihm einen Seelenverwandten sah (zwei verletzte Kinder trafen aufeinander) und daher immer wieder zum Kopfschütteln meiner Freunde und Familie entschied, bei ihm zu bleiben. Wie bitter und verletzend war dann auch noch der immer wieder von ihm einseitig beschlossene Sexentzug nach einem Jahr Beziehungszeit. Das soll nicht so verstanden werden, als würde ich reduzieren, nur war das die eine Sache, auf der wir uns sonst, auch im größten Streit, immer verstanden, Stichwort Versöhnungssex.