• Sich Leute vom Leibe halten = mangelnde Gastfreundschaft etc.?

    Weil ich denke, es geht im weiteren Sinn um Beziehungsverhalten, stelle ich das Thema hier unter "Beziehungen" ein. Es wäre interessant für mich, zu erfahren, wie andere das Thema empfinden und dazu stehen. Ich habe immer wieder mal das Gefühl, Menschen mit ausgestrecktem Arm von mir fernhalten zu müssen. Dazu gehört für mich vor allem unerwarteter…
  • 31 Antworten
    Zitat

    Das bringe ich natürlich nicht als Vorwurf rüber oder superernst, als läge hier ein Wellensittich im Sterben

    ;-D


    Du kannst das also auch. :)^

    Zitat

    Beim ungeplanten Besuch habe ich mich total bei dir wiedergefunden :)z .

    Darf ich sagen: freut mich? ;-)

    Zitat

    Darf ich sagen: freut mich? ;-)

    Klar, lass uns Freunde werden @:) . Du klingelst nicht bei mir, ich nicht bei dir ;-D . Wenn wir Bock haben, treffen wir uns dann alle 2 Monate mal für 2 Stunden und alles ist entspannt ;-D .

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    Ich bedanke mich bei denen, die mir geantwortet haben.


    Ihr habt mir den Rücken gestärkt, und ich hab jetzt eine Strategie entwickelt, wie ich besser mit meiner Haltung umgehen kann. Supi, gutes Gefühl. :)^ *:)

    Ich schiebe noch eine Kleinigkeit nach:


    Ich habe einen stressigen Job, in dem ich den ganzen Tag mit Menschen und Kommunizieren zu tun habe. Das mach ich auch gern, meine Tür ist immer offen, man kann also auch jederzeit "unangemeldet" kommen bzw anrufen oder mich anmailen. Tagsüber unterhalte ich mich auch in den freien Zeiten (Mittags zB) gerne mit den Kollegen.


    Aber "privat" habe ich es schon immer so gehalten wie du. Nicht mal meine Familie kann bei mir unangemeldet vorbeikommen. Ich schreibe bewusst "kann nicht", denn wenn jemand bei mir klingelt und ich erwarte keinen, mach ich nicht auf. Ich bin ein planerischer Mensch und da mag ich keine ungeplanten Besuche, weil ich dann entweder eh nicht da bin oder grad was anderes mache was ich nicht unterbrechen will.


    "Einladungen" mach ich auch nicht, weil ich alleine wohne und nicht in der Küche stehen (und nachher alleine aufräumen) will während die anderen sich nett unterhalten und weil ich das dann beenden will wenn es mir reicht. Also treffe ich mich mit meinen Freunden in Restaurants oder bei denen zuhause (wenn sie zB Kinder haben auf die sie aufpassen müssen oder weil sie gerne Gäste haben).


    Bei Beziehungen finde ich getrennte Wohnungen gut, das praktiziere ich auch seit Jahren so. Ist kein Problem. Das führt zB auch dazu, dass ich gut mit Fernbeziehungen klarkomme.


    Zuhause hab ich schon seit ewigen Zeiten einen AB. Alle meine Freunde und Familie wissen, dass ich erst mal feststelle, wer dran ist, bevor ich hingehe. (Den AB hab ich mir mal wegen einem lästigen Ex-Freund angeschafft.) Natürlich kann es auch immer sein dass ich nicht da bin, so dass das dann auch kein großes Begründungsproblem im Einzelfall ist.


    Das alles schließt nicht aus, dass mich ein Freund, wenn er ein akutes Problem hat, jederzeit "stören" darf. Und es schließt auch nicht aus, dass ich mal spontan was anders mache als soeben beschrieben und dass das dann sehr schön sein kann.

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    CauteSauvage

    Das beeindruckt mich! Du machst es noch konsequenter als ich, und stehst offensichtlich auch innerlich dazu. Anders als ich bisher, hast du nie ein schlechtes Gefühl?


    Das mit dem AB mach ich auch so! Daran hat sich mein Partner etwas mühsam gewöhnen müssen, aber inzwischen findet er das sogar entlastend.


    Vor allem eine Freundin versucht mir gelegentlich noch ein schlechtes Gewissen zu vermitteln, das "Anmelden" über den AB findet sie ätzend usw. Sie fühlt sich als "Leidtragende". Klar, denn sie hat gern diejenigen um sich, die ihr zuhören und ihre ausführlichen Überlegungen möglichst stundenlang teilen, aber meistens redet sie über sich, und das bremse ich durch meine eingeschränktere Gesprächsbereitschaft schon länger aus. Ich mag vor allem diese Gesprächsschleifen nicht, wenn es sich zum hundersten Mal um dasselbe dreht ... Und das ist, je länger es dauert, um so eher gegeben.


    ":/ ???

    Ich habe mittlerweile auch den AB abgeschafft und das Telefon auf lautlos gestellt. Wer mich erreichen will, kann das über das Handy tun, aber nicht jeder hat die Nummer. 8-)

    Auch eine gute Idee!


    Dazu noch dies: Ich empfinde die ganz selbstverständige, ständige telefonische Erreichbarkeit in unserer Gesellschaft, ebenso wie die unterschwellige Pflicht zur Information (damit meine ich, man kann den täglichen, meist schlechten Nachrichten kaum ausweichen und soll es auch nicht, ob man sie hören will oder nicht) fast als Zwang. Er fällt uns nur gar nicht mehr auf als solcher.

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    Nee da hab ich nie ein schlechtes Gefühl. Das mach ich schon immer so, ich denk da gar nicht mehr drüber nach. Und Freunde, die ich irgendwie beschränken müsste weil sie mich sonst mit irgendwas vollquatschen würden was mich nicht interessiert hab ich keine.

    Das ist auch die Ausnahmefreundin. Bei ihr ist es nun mal was anderes: Ich kenne sie seit ewigen Zeiten, bin praktisch mit ihr aufgewachsen, und wir hängen beide aneinander, sozusagen treu bis zum Tod ... Ich kann sie nicht einfach abstreifen wie eine lästige Fliege. Aber eben die Gespräche beschränken, das kann ich, und das tu ich, mittlerweile hab immerhin kaum noch Skrupel, was das angeht.

    Zitat

    Das mach ich schon immer so, ich denk da gar nicht mehr drüber nach.

    Das wünsch ich mir.

    Superschön, dass ich hier auf (ganz selbstbewusst wirkende!) Menschen getroffen bin, die mich nicht auseinander gepflückt haben, sondern so unbefangen mit dem Thema umgehen, dass es mich ermutigen konnte. @:)

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    Zitat

    Ich habe mittlerweile auch den AB abgeschafft und das Telefon auf lautlos gestellt.

    ;-D dabei fällt mir eine kleine anekdote ein ;-D


    ich hatte auf meinen gesprochen: ... blablabla... wir rufen dann zurück, wenn wir lust haben!


    das fand meine mutter unmöglich und hat sich so vehement beschwert, dass ich es ersetzt habe durch: ... wir rufen zurück, auch, wenn wir keine lust haben!


    (fand sie irgendwie nicht lustig :=o

    Haha - meine Mutter und mein AB vertragen sich auch gar nicht gut. Auf meinen habe ich gesprochen: "... ich ruf dann zurück." Beschwerte sie sich, das täte ich ja mal oft gar nicht, das würde ja überhaupt nicht funktionieren ... ich sagte, nu ja, ich habe ja nicht gesagt, WANN ich das tu, aber das hat sie auch eher mittelmäßig begeistert. ;-D
    Mails funktionieren bei mir (vor allem bei Dringlichem) viel besser. Nu schrieb sie mir wohl am Sonntagmorgen eine Mail, bekam drei Stunden lang (!!!) keine Antwort, rief dann an und erklärte meinem AB, sie hätte ja kaum Hoffnungen, dass ich sie zurückrufe, das würde ja leider immerzu so gar nicht funktionieren (tiefer Seufzer). Der Kerl ging dann dran und sagte, sachma, du weißt aber schon, dass sie seit Freitag unterwegs ist und erst heute Nacht zurückkommt?
    Meine Mutter: "Ja, stimmt, sie hatte da irgendwie so was gesagt. Ach Mensch, aber wenigstens ihre Mails könnte sie von unterwegs ja mal abfragen!"
    %:|
    Das wird auch nix mehr mit ihr. Der einzige Weg, damit klarzukommen, ist, wohlwollend ihre große anekdotische Produktivität zur Kenntnis zu nehmen. ;-D

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