Sich zum Sex überwinden (müssen)

    Liebes Forum,


    Meine Beziehung leidet aktuell unter meiner Abneigung gegenüber Zärtlichkeiten und Sex.


    Mein Mann und ich haben vor einem halben Jahr eine Tochter bekommen und seit der Geburt (spontan, mit Scheiden- und Dammriss, Mann war dabei) habe ich keine Lust auf Sex, Zärtlichkeiten und Berührungen. Vor der Geburt war ich ein sehr körperlicher Mensch. Kuscheln, Sex, sich berühren waren mir sehr wichtig.


    Seitdem die Kleine da ist, mag ich nicht mehr, dass mein Mann mich berührt, weder sexuell noch zärtlich :-( Es nervt mich regelrecht, wenn er mich anfassen oder küssen möchte.


    Ich stille noch voll. Ich vermute, dass ich (unbewusst) wegen des ständigen Genuckels an meinen Nippeln keine Lust darauf habe, dass mich noch jemand betatscht. Auf der anderen Seite tut mir mein Mann Leid und ich habe Angst, meiner Beziehung zu schaden, wenn ich keine Zärtlichkeiten zulasse. Aus diesem Grund überwinde ich mich oft dazu, dass ich mich küssen lasse oder auf sexuelle Avancen eingehe. Der Sex schmerzt mich. Ich denke, durch das Stillen und die Nähte ist meine Scheide trocken und empfindlich geworden. Im Sinne einer self-fulfilling prophecy tut es mir schon weh, wenn ich nur an eine Penetration denke :-( Trotzdem lasse ich sie zu, weil ich eben Angst habe, dass mir der Mann davon läuft.


    Mein Mann drängt mich nicht, er zeigt Verständnis für meine Unlust. Doch wie lange noch? Ein Ende meines Widerwillens ist nicht abzusehen.


    Am liebsten würde ich jeglicher Berührungen entziehen, außer der meiner Tochter. Dabei möchte ich so gern, dass mir Berührungen wieder Freude bereiten und ich den Sex genießen kann.


    Ob es richtig ist, dass ich mich überwinde und mit Widerwillen Berührungen / Sex über mich ergehen lasse? Sollte ich meinem Mann gegenüber ehrlich(er) sein und sagen, dass er mich nicht anfassen soll. Auch auf die Gefahr hin, dass er mich verlässt?


    Was ist besser? Ich weiß es nicht :-(

  • 55 Antworten

    Ich denke da "über sich ergehen lassen" genau so schlecht ist wie zu sagen "berühr mich nicht" und dann nicht an dem Problem zu arbeiten. Denn ja, sowas ist in meinen Augen ein Problem, Sex ist einfach ein wichtiger Bestandteil einer Beziehung. Das du im Moment keine Lust darauf hast ist völlig in Ordnung, ihr müsst das Problem nur offen ansprechen und auch angehen, ggf. mit Beratung durch Ärzte.


    Wenn du deinem Mann jetzt sagst das er dich auf unbestimmte Zeit nicht anfassen soll, dann aber nicht selbst aktiv versuchst die Situation zu verbessern, dürfte er in meinen Augen zu recht sauer sein.

    Ich kann hier aus Erfahrung sprechen, weil meine Partnerin bei allen drei Kids (verständlicher Weise!) nach der Geburt diese "Phasen" hatte.


    Beim ersten Mal war das Schlimmste für mich, dass sie nicht richtig mit mir gesprochen hat. Meine (vorsichtigen) Annäherungsversuche wurden zwar geblockt, aber es wurde mir nicht gesagt, wieso eigentlich. Sie war dann meistens sehr genervt und ich war ratlos.


    Beim zweiten und dritten Kind war es mir dann einerseits schon bewusst, was Sache ist. Das machte das Ganze leichter für uns beide. Noch dazu kam aber, dass meine Partnerin mit mir darüber sprach und mich mit ins Boot geholt hat. Wir haben dann gemeinsam daran gearbeitet. Ich wartete in dieser Zeit darauf, bis sie wieder soweit war und durch unsere Gespräche kam kein Frust auf.


    Das Schlimmste wäre für mich persönlich, wenn ich in irgendeiner Weise merkte, dass meine Partnerin den Sex nur mir zuliebe "erträgt"... das geht in meinen Augen gar nicht.


    Bitte sprecht drüber. Es kann nur eine gemeinsame Lösung geben. Ich wünsche Euch beiden, dass Ihr Sex/Zärtlichkeiten bald wieder genießen könnt!

    Zitat

    Sollte ich meinem Mann gegenüber ehrlich(er) sein und sagen, dass er mich nicht anfassen soll.

    Puhhh, das mag dir in der jetztigen Situation sicherlich willkommen erscheinen, aber kannst du dir vorstellen, wie ablehnend das auf deinen Mann wirkt?


    Du schriebst, dass dein Mann Verständnis für die Unlust hat. Wie genau kennt er denn dein Stimmungsleben diesbezüglich? Offenbar weiß er ja nicht alles, sonst würdest du die obige Frage nicht stellen.


    Auf Dauer ist pauschale Lustlosigkeit in einer Beziehung natürlich keine Lösung. Und einfach von ihm zu verlangen, er soll bitte komplett zurückstecken, ist für mich kein konstruktiver Weg. Was könntest du denn dafür tun, dich wieder den Körperlichkeiten zu nähern? Was könntest du ihm für Perspektiven bieten?

    Zitat

    Dabei möchte ich so gern, dass mir Berührungen wieder Freude bereiten und ich den Sex genießen kann.

    Genau das sollte die Motivation sein, tief in dich zu horchen und dir kleine Schritte zu überlegen, wie du dich wieder dieser partnerschaftlichen Körperlichkeit nähern kannst. Und dies genau so mit deinem Partner besprechen. Und auch mit einem medizinischen Ansprechpartner.


    Ich erlebe es, dass manche Frauen nach der Geburt von Kindern komplett in die Rolle "Mutter" schalten und viele Aspekte des Frau-Seins aufgeben. Sie achten nicht mehr auf die Figur, legen sich einen bequemen Haarschnitt zu, verlieren den Pepp und die Ausstrahlung. Alles ist auf "Funktionieren" umgepolt und die Kinder zu beglucken. Als Mann kann ich dir sagen, dass so eine Wandlung ein grauenvoller Abtörner ist. Am Ende stehen da oft Ehen, deren größter Aufreger der jährliche Urlaub an der Nordsee ist. Und der duldsame Mann sucht seine Ablenkung in Hobbies, Kumpels, oder er geiert anderen Frauen nach. Schlimmstenfalls geht er irgendwann in den Puff oder hat eine Affäre. Gegen das eigene Empfinden kann man nur sehr schwer etwas ausrichten, aber betrachte dich selbst so gut es geht aus einer objektiven Sicht und versuche zu reflektieren, was du bist und für den Partner darstellst. Dass es nach der Geburt erst mal ein paar Monate "nicht rund" läuft ist wohl völlig normal. Ob es 6 Monate so sein muss, das weiß ich nicht. Aber auf keinen Fall sollte es ab sofort bis auf Weiteres so bleiben. Sonst weißt du nicht, wo dieser Weg euch als Paar hinführt. Totale Offenheit ist da angesagt, gemeinsame Lösungsfindungen und gemeinsames Verständnis für die gegenseitigen Bedürfnisse. Gemeinsam bedeutet aber auch, dass du deinen Teil so gut es geht dazu beitragen musst, so dass ihr spürt, dass ihr auch an dem Ziel zusammen arbeitet.

    Welche Beziehung hat dein Mann zu eurem Kind? Welchen Anteil hat er bei der Betreuung eures Kindes?

    Zitat

    Ich vermute, dass ich (unbewusst) wegen des ständigen Genuckels an meinen Nippeln keine Lust darauf habe, dass mich noch jemand betatscht.

    Das halte ich für unwahrscheinlich.

    Zitat

    Sie achten nicht mehr auf die Figur, legen sich einen bequemen Haarschnitt zu, verlieren den Pepp und die Ausstrahlung. Alles ist auf "Funktionieren" umgepolt und die Kinder zu beglucken.

    Ich glaube, wenn meine Frau so gewesen wäre, hätte ich sie verlassen.


    Aus Berichten anderer Ehen konnte ich auch öfter "herauslesen", dass nicht selten das Kind mehr oder weniger dem Vater entzogen wird- die Mutter sieht das Kind nicht als unser Kind, sondern als ihr Kind. Nicht selten hing das auch mit dem Verhalten des Vaters zusammen, der eher weniger Interesse am Kind und dessen Entwicklung zeigte (schon während der Schwangerschaft) und auch sonst dem Baby eher passiv gegenüberstand.




    Keineswegs unbedeutend halte ich die Ernährung der Mutter- gerade in Hinsicht auf die Hormonproduktion. Eiweiß gerade aus Fisch, Hühnerei und Leguminosen (Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen, ...- Blähungen danach sollten eher als etwas Normales genommen werden- Bauchkneipen bekommt man oft schon durch Bewegung wie z.B. Laufen weg, zusätzlich verringern Doldenblütler wie Dill oder Fenchel die Blähungen nicht unerheblich, beim Baby kann man vorsichtig den Bauch massieren) sind sehr bedeutsam.




    Auch aus Beobachtungen: Manche Mütter scheinen sich in das Zentrum des Universums zu stellen und meinen, ohne sie geht mit dem Kind gar nichts und widmen ihrem Kind vollkommen übertriebene Aufmerksamkeit- die Versorgung des Babys (Füttern, Wickeln, Schlafen) wird zu stark in den Fokus gerückt und die sinnlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten des Babys vernachlässigt- nicht selten werden dabei dem Kind Möglichkeiten genommen, die Welt zu entdecken- das Kind benötigt Anregungen, die Welt zu entdecken- es braucht Möglichkeiten unterschiedlichster Sinneseindrücke verbunden mit Erklärungen durch Erwachsene- dabei ist nicht unbedingt nur die Mutter von Bedeutung. Ich denke auch, das die Mutter Entlastung vom Baby benötigt- d.h. es kann durchaus auch der Vater Wickeln oder das Baby zum Schlafen bringen (z.B. nach dem Stillen). Der Vater kann mit dem Baby auch auf Weltentdeckungstour gehen.

    Zitat

    Ob es richtig ist, dass ich mich überwinde und mit Widerwillen Berührungen / Sex über mich ergehen lasse?

    Das wäre nicht gut. Besser ist es, offen über die Probleme zu sprechen. Einfach anzusprechen, was gerade geht und was eben nicht.


    Lies dir das mal durch: http://www.rund-ums-baby.de/hebamme/Schmerzen-beim-Sex-nach-der-Geburt_108125.htm


    Ich hoffe, dir geht es bald besser. Aber manche Dinge brauchen eben Zeit.

    Zitat

    Ich stille noch voll. Ich vermute, dass ich (unbewusst) wegen des ständigen Genuckels an meinen Nippeln keine Lust darauf habe, dass mich noch jemand betatscht. Auf der anderen Seite tut mir mein Mann Leid und ich habe Angst, meiner Beziehung zu schaden, wenn ich keine Zärtlichkeiten zulasse. Aus diesem Grund überwinde ich mich oft dazu, dass ich mich küssen lasse oder auf sexuelle Avancen eingehe. Der Sex schmerzt mich. Ich denke, durch das Stillen und die Nähte ist meine Scheide trocken und empfindlich geworden. Im Sinne einer self-fulfilling prophecy tut es mir schon weh, wenn ich nur an eine Penetration denke :-( Trotzdem lasse ich sie zu, weil ich eben Angst habe, dass mir der Mann davon läuft.

    Und dein Mann merkt das nicht? Also ich meine, er penetriert dich dann (weiter), obwohl du Schmerzen hast? Du schreibst, dass er dich nicht drängt und Verständnis hat, aber ich hätte ernsthaft Sorge, dass es die Beziehung nachhaltig negativ prägt, wenn du das weiter so praktizierst, denn unbewusst sorgt es sicher nicht für eine positive Verknüpfung, wenn du Schmerzen beim Verkehr hast und dein Mann das überhaupt nicht mitkriegt (was ich ehrlich gesagt ziemlich erschreckend fände :-o).


    Ich würde die Karten komplett auf den Tisch legen, alles andere schädigt in meinen Augen die Beziehung zueinander.

    Liebe Alias,


    ich fing an, deinen Faden zu lesen und dachte, huch, bist du ich oder was ist hier los?


    Meine Tochter ist sechs Monate alt und seit der Geburt bin ich zum Großteil genervt von körperlicher Nähe zu meinem Freund. Vor der Geburt konnte ich davon nicht genug bekommen. So ;-D .


    Mein Freund weiß um meinen Widerwillen. Andrerseits habe ich auch etwas Angst, dass wir auseinander driften. Unsere Lösung: Wir haben einen Paarabend pro Woche vereinbart (wobei das auch nicht immer hinhaut), an dem wir nicht über das Baby sprechen, der Fernseher ausbleibt und wir uns einander widmen - Nackenmassage, Kuscheln oder Sex oder oder oder. Den Schmerz kenne ich, wird allerdings besser und ist wohl normal, wenn man stillt.


    Ob das auch für dich eine Lösung ist, weiß ich nicht - an mir habe ich gemerkt, dass es besser ist, sich ein wenig zu überwinden, dass es mir damit besser geht als mit dem Abstand, der durch fehlende körperliche Nähe entsteht.


    Es ist ein Kompromiss, für uns beide. Wir beide hoffen, dass es irgendwann wieder anders wird!


    Alles Liebe!

    Zitat
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    Ich vermute, dass ich (unbewusst) wegen des ständigen Genuckels an meinen Nippeln keine Lust darauf habe, dass mich noch jemand betatscht.

    Das halte ich für unwahrscheinlich

    Es ist ja auch nicht dein Körper. Als ich vollgestillt habe, hat es auch gedauert und mein Freund musste zurückstecken. Das war bei beiden Kindern so.


    Es wird besser! :)z

    Zitat

    Es ist ja auch nicht dein Körper.

    Ich glaube nicht, dass das etwas mit dem Körper zu tun hat. Vielmehr hat es etwas mit einer (übertrieben) starken Fokussierung auf das Baby zu tun. Es ist vielmehr eine sehr mentale Sache und weniger eine körperliche Sache.




    Meine Frau hatte auch sehr intensiv gestillt und mich nicht zurückgewiesen, sondern vielmehr sogar den Bedürfnis nach Berührung meinerseits gehabt. Ich glaube nicht, dass das Stillen eine Ursache ist.

    Zitat

    Es ist ja auch nicht dein Körper. Als ich vollgestillt habe, hat es auch gedauert und mein Freund musste zurückstecken. Das war bei beiden Kindern so.


    Es wird besser! :)z

    Wenn das die allgemeine Erfahrung abdeckt, dann wäre das ja eine freudige Nachricht für die TE. Abwarten, bis es besser wird. Ich hoffe, dem ist auch so, dass diese Hoffnung auf belastbaren breiten Beobachtungen fußt ;-) .

    Hi,


    drüber sprechen ist das aller aller wichtigste. Sag ihm wie du fühlst, sag ihm das es weh tut.


    So verkrampfst du dich immer mehr und dadurch wird das auch nicht besser. Nur ihm zu liebe


    Sex zu haben ist jedenfalls ein totaler Beziehungskiller.


    Das Sex nach einem Dammriss weh tut ist wohl relativ normal. Das Stillen verändert auch die


    Lust auf Sex, alles ist verändert. Bis alles wieder so ist wie vor einer Schwangerschaft vergeht


    Zeit. Das die Narbe jetzt noch so stark weh tut ist aber sicher auch weil du dich verkrampfst.


    Ehrlich über alles miteinander sprechen ist das erste.


    Und dann kannst du mal versuchen mit einem Damm Massageöl die Narbe zu massieren. Das soll helfen sie


    elastischer zu machen - es hilft aber vor allem dir wenn du dich berührst und merkst was weh tut und was nicht.


    Geburtsverletzungen heilen an sich recht schnell. Versuch mal mit einem Spiegel die Narbe


    genauer anzuschauen. Mir hat es geholfen - ich dachte nach der 4ten Geburt meine Schamlippe würde


    furchbar aussehen weil sie gerissen ist. Im Spiegel betrachtet ist das alles total harmlos.


    LG


    Karima

    Danke für eure Antworten.


    Also: ich habe bereits mit meinem Mann geredet. Er merkt ja, dass ich von allein nicht auf ihn zukomme und kuscheln / küssen möchte. Ich habe ihm erklärt, dass mir momentan nicht nach Zärtlichkeiten ist. Er wollte verständlicherweise eine Erklärung dafür und mir fiel keine "bessere" ein als "die Kleine nuckelt ständig an mir und das dämpft meine Lust auf Körperkontakt".


    Mein Mann zeigt sich verständnisvoll, versucht in ruhigen Momenten (wenn die Kleine schläft) jedoch immer wieder, mich zu umarmem, küssen oder anzufassen. Nicht so drängend, wie sich das liest, aber schon immer wieder. Einfach, weil wir das vor der Geburt ständig getan haben und weil er mich gern nah bei sich hat. Und hier beginnt das "über sich ergehen lassen". Denn eigentlich habe ich keine Lust und will bloß meine Ruhe, mache aber trotzdem mit, damit er nicht unter meiner Lustlosigkeit leiden muss. Beim Sex mache ich auch mit, obwohl es mir stellenweise weh tut. Ich kann es sehr gut verbergen, dass ich Schmerzen habe. Wenn er merkt, dass er mir weh tut, bricht er sofort ab.


    Mein Mann ist nicht schuld. Er ist ein liebevoller, verständnisvoller Mann und Vater. Und deshalb hat er es nicht verdient, dass seine Frau keine Lust auf ihn hat.


    Ich wüsste nicht, wie ich ein offenes Gespräch mit ihm gestalten sollte. "Du Schatz, am liebsten wäre mir, du fasst mich gar nicht mehr an, denn mir wird das zuviel mit dem Kind und mit dir". Und was soll er dann sagen? "Okay, Alias, dann lassen wir das und leben glücklich und froh weiter"? Ein offenes Gespräch beinhaltet ja, dass beide sagen, was sie möchten. Der eine (ich) will gar nicht angefasst werden, der andere (er) möchte weiterhin Kuscheln und Sex. Wie soll man da einen Kompromiss finden, der nichts damit zu tun hat, dass ich mich zu Zärtlichkeiten überwinde?

    Hmmm... das ist natürlich schwierig und ich weiß nicht, wie Dein Mann tickt.


    Ich kann nur von mir sprechen: wir hatten diese Vereinbarung glasklar, dass sie "zur Zeit" keinerlei Zärtlichkeiten mag.


    Nachdem wir offen darüber gesprochen hatten und mir dann auch vollkommen klar war, dass es weder an mir persönlich liegt, noch daran, dass sie an unserer Beziehung zweifelt, war das kein Problem mehr für mich.


    Klar: meine Sexualität konnte ich deshalb nicht völlig abstellen... aber sie ließ ich dann so lange "in Ruhe", bis sie von selbst wieder auf mich zukam. Das Ganze hat sich bei uns auch jeweils viele Monate hingezogen und diese lange "Durststrecke" hat uns nicht auseinander getrieben. --> wie gesagt, das kann ich von mir sagen. Was Dein Mann dazu meint, weiß ich natürlich nicht.


    Ich finde zwei Dinge wichtig:


    - darüber sprechen und das auch wirklich offen sagen. Du solltest Dir natürlich vorher genau zurecht legen, was Du sagst - und es ihm schonend beibringen


    - ergründen, warum genau Du so überhaupt keinen Kontakt magst - und daran arbeiten. Hier ist es sicherlich schwierig, einen Mittelweg zwischen "ist mir alles egal, Hauptsache dem Kind geht's gut" VS. "ich MUSS sobald wie möglich wieder Spaß an Zärtlichkeiten haben" zu finden.


    Bürde Dir das jedenfalls nicht alleine auf, sondern nimm Deinen Mann mit! ;-)