Er sagt dann meistens Ja okay, ABER.... ( und dann folgen seine Argumente) Er ist schon sehr festgefahren in seiner Sichtweise. Sagen wir es so: Er lässt mir meine Meinung, aber er würde seine nicht verändern und bleibt dabei

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    Er sagt dann meistens Ja okay, ABER.... ( und dann folgen seine Argumente) Er ist schon sehr festgefahren in seiner Sichtweise. Sagen wir es so: Er lässt mir meine Meinung, aber er würde seine nicht verändern und bleibt dabei

    Du scheinst aber ja auch bei deiner Meinung zu bleiben und diese nicht zu verändern, oder? ;-)


    Sofern man seine Meinung mit Argumenten begründen kann, finde ich es eigentlich immer ganz spannend, wenn man nicht oder nicht gleich einer Meinung ist. Wenn man sich nicht auf persönlicher Ebene von anderen Meinungen angegriffen fühlt, sondern auf rationaler Ebene über verschiedene Dinge diskutieren kann, kann das ja auch ein sehr fruchtbarer Austausch sein.


    Die meisten Dinge im Leben haben mehr als nur eine Seite und ich finde genau das reizvoll. Weil man eben voneinander lernen und andere Standpunkte zumindest mal anhören kann. Bietet ja auch das Potential selbst durch Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten wachsen zu können.


    Ich selbst lasse mich gerne durch Argumente überzeugen und meinen Horizont erweitern. Mein Freund zum Glück auch. In sehr vielen Dingen sind wir einer Meinung, in manchen nicht. Aber in den Belangen, in denen wir nicht einer Meinung sind, ist es dennoch so, dass wir die Sichtweise des jeweils anderen nachvollziehen und respektieren können. Wie gesagt, Medaillen haben nicht nur eine Seite und man kann Dinge auch verschieden sehen.


    Mir ist es wichtig, dass Meinungen fundiert sind und nicht nur auf einem diffusen Bauchgefühl beruhen. Dann kann ich es auch gut aushalten, wenn man in gewissen Dingen verschiedener Meinung ist.

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    Er sagt dann meistens Ja okay, ABER.... ( und dann folgen seine Argumente) Er ist schon sehr festgefahren in seiner Sichtweise. Sagen wir es so: Er lässt mir meine Meinung, aber er würde seine nicht verändern und bleibt dabei

    und genügt das nicht ":/

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    und genügt das nicht ":/

    Wenn es einem wichtig ist, dass der Partner die aus der höchstpersönlichen Perspektive richtige Meinung hat, dann wahrscheinlich nicht.


    Wenn man sich selbst nicht als Maß aller Dinge nimmt, ist es, glaube ich, auch leichter andere mit Argumenten untermauerte Meinungen schlicht hinzunehmen, auch wenn man sie vom eigenen mit anderen Argumenten untermauerten Standpunkt aus, nicht teilt.

    Na, also hört mal! Ihr wollt doch nicht der TE nun Intoleranz einreden, nur weil sie einige Aussagen nicht gut findet und es schwierig findet, wenn ihr Freund solche Sachen über einen Rollstuhlfahrer sagt, oder?


    Liebe Skyscraper: du hast durchaus das Recht, dir Menschen in deinem Umfeld auszusuchen, die ein ähnliches Normen- und Wertekonzept haben, wie du. Du hast natürlich kein "Recht" darauf, das Konzept deines Freundes zu verändern. Aber mit ihm diskutieren, ihn kritisieren und letztlich auch möglicherweise Konsequenzen daraus ziehen, das darfst du natürlich schon.

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    Es wühlt mich irgendwie auf, dass er so komplett anders denkt als ich

    Oh, das geht natürlich überhaupt nicht.


    Und sowas in den Zeiten wo man alles gefälligst zu tollerieren hat, sonst bracht man sich nicht wundern, wenn man selber nicht tolleriert wird.


    Ich rate dir dringend, dich von diesem Denuzianten zu trennen. Lauf liebe TE, lauf...


    %-|

    Solange es nur um dieses Thema geht und ihr, was euer Zusammensein angeht, einig seid, ist es doch nicht schlimm. Ich kenne genug in meinem Bekanntenkreis, die dagegen sind. Ist doch egal, was sie denken. Darüber würde ich mich nicht aufregen und meine Nerven für wichtige Dinge schonen. :-)

    Toleranz ist keine Einbahnstraße! Die Dinge, die man bei anderen tolerieren muss, dürfen durchaus auch eingeschränkt werden. Ich nenne da nur mal Grenzen des Rechtsstaates etc. Und wenn im Grundgesetz die gleiche Würde aller Menschen, auch derjenigen im Rollstuhl, zugesichert wird, brauch man ein inneres Unwohlsein an solch dämlichen Aussagen nicht als "Intoleranz" abstempeln, sondern könnte durchaus sagen, dass da ein recht vernünftiges Unrechtsbewusstsein vorherrscht.

    Habe ich da was überlesen? Wo hat der Freund der TE denn was über den Rollstuhlfahrer als Menschen gesagt? Es ging da ja "nur" über den Platz, der für eingeschränkte Menschen freigehalten wurde. Im Endeffekt wie ein Behindertenparkplatz.


    Behindertenparkplätze stehen bei uns in der Stadt zumindest oft leer. Nicht immer, aber eben oft. Auch dann, wenn man sonst nirgendwo einen Parkplatz findet. Ich selbst finde das gut und richtig so, ich habe bei meiner Mama und auch bei meinem Bruder phasenweise schon erlebt, dass solche Parkplätze für die beiden in gesundheitlich schwierigen Situationen eine große Erleichterung waren. Dennoch kann man das mit den frei stehenden Behindertenparkplätzen bei gleichzeitigem Parkplatzmangel durchaus auch kritischer sehen, wenn man will. Durch die Regelung der Behindertenparkplätze hat eine relativ kleine Gruppe an Menschen Sonderrechte. Die anderen, nicht behinderten Menschen, also die Mehrheit, wird dadurch benachteiligt. Man kann sich da nun die Frage stellen, ob der Nutzen der verhältnismäßig deutlich kleineren Gruppe den "Schaden" der verhältnismäßig deutlich größeren Gruppe überwiegt. Und die Kino-Situation könnte man, wenn man wollte, auf der gleichen Ebene diskutieren. Das hätte aber lange noch nichts damit zu tun, ob man was gegen diesen einen Rollstuhlfahrer persönlich hat, oder eben auch nicht.

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    Aber mit ihm diskutieren, ihn kritisieren und letztlich auch möglicherweise Konsequenzen daraus ziehen, das darfst du natürlich schon.

    Sicher. In einer Beziehung muss man sich ja auch wohl fühlen können. Ich könnte zB niemals einen Partner haben, der es nicht schafft Tieren ganz (oder zumindest fast) auf Augenhöhe zu begegnen. Kann man viel drüber diskutieren, aber Kompromisse wären da bei mir keine möglich.


    Generell sehe ich es aber so, dass in einer Beziehung zwei Personen mit teilweise unterschiedlichen Standpunkten zusammenfinden. Da muss man auch einen Umgang damit finden, der für beide passt.

    das sind doch Kleinigkeiten ....wenn ihr euch liebt ,sollte das schon funktionieren mit den unterschiedlichen Meinungen..meine Freundin geht zb einmal die Woche ins Asylheim ,ich dagegen engagier mich in der AfD ..gut ,wir wohnen nicht zusammen,aber bis jetzt funktionier es..man muss gewisse Themen eben ausklammern..und das trifft für beide zu..