@ hikleines

    Zitatanfang-


    Toleranz bedeutet aber nicht, dass man menschenverachtende Aussagen akzeptieren muss. Nicht in der eigenen Gegenwart.


    Zitatende


    Also legst du fest was Toleranz bedeutet und was menschenverachtende Aussagen sind. Und was dir nicht passt, möchtest du in deiner Gegenwart nicht hören.


    In deiner sicherlich unendlichen Güte und Großherzigkeit bist du natürlich auch tolerant gegenüber anderen Meinungen. Solange sie deiner Meinung entsprechen. Falls nicht, siehe diesen Tread.

    Zitat

    Durch die Regelung der Behindertenparkplätze hat eine relativ kleine Gruppe an Menschen Sonderrechte. Die anderen, nicht behinderten Menschen, also die Mehrheit, wird dadurch benachteiligt. Man kann sich da nun die Frage stellen, ob der Nutzen der verhältnismäßig deutlich kleineren Gruppe den "Schaden" der verhältnismäßig deutlich größeren Gruppe überwiegt.

    Nein. Diese Regelung sichert das "Recht auf Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft" von behinderten Menschen. Nichtbehinderte sind in diesem Recht idR nicht eingeschränkt, wenn sie einen längeren Fussweg in Kauf nehmen müssen. Vielleicht mal versuchen, da drüber nachzudenken.

    @ blackheartedqueen

    Zitat

    Durch die Regelung der Behindertenparkplätze hat eine relativ kleine Gruppe an Menschen Sonderrechte. Die anderen, nicht behinderten Menschen, also die Mehrheit, wird dadurch benachteiligt. Man kann sich da nun die Frage stellen, ob der Nutzen der verhältnismäßig deutlich kleineren Gruppe den "Schaden" der verhältnismäßig deutlich größeren Gruppe überwiegt.

    Echt jetzt? Ich bin entsetzt. Keinem Gesunden schaden ein paar Schritte mehr, jeder Behinderte ist froh um kurze Wege. Daran sollte es nun wirklich nicht scheitern. %:|

    Ich zitiere mich mal selbst, aus dem gleichen Post:

    Zitat

    Behindertenparkplätze stehen bei uns in der Stadt zumindest oft leer. Nicht immer, aber eben oft. Auch dann, wenn man sonst nirgendwo einen Parkplatz findet. Ich selbst finde das gut und richtig so, ich habe bei meiner Mama und auch bei meinem Bruder phasenweise schon erlebt, dass solche Parkplätze für die beiden in gesundheitlich schwierigen Situationen eine große Erleichterung waren.

    Darf, dürfen, verpflichtend und Grundgesetz, sind natürlich die Begrifflichkeiten die bei jedem Meinungsaustausch das Salz in der Suppe sind. Besonders in Beziehungen. Da hat man (Mann) richtig Spaß an einer Diskussion.


    Wobei es ja gar nicht um eine Diskussion ging, sondern nur um die Verurteilung einer anderen Person mit abweichender Meinung.

    Auch wenn ich mich jetzt Oute


    Ich bin auch gegen Ehen zwischen gleichen Geschlechtern , die Ehe sollte Mann und Frau vorbehalten bleiben , wobei ich jetzt nichts gegen Lebensgemeinschaften von Mann und Mann oder Frau und Frau habe , das ist mir im Grunde egal wer mit wem und wieso nur der Begriff als solcher sollte der Tradition vorbehalten bleiben


    Ich selber bin nicht Traditions-Linien gebunden im Alltag interessieren mich althergebrachte Traditionen eigentlich nicht , mir persönlich geht es dann nur um die Wortgebung in diesen Beziehungen .


    Auch wieder auf das Eingangsthema einzugehen , auch hier stimme ich mit dem Herren des Hauses überein , auch ich bin für Trump


    Ob es die gute und die Non-Plus Ultra Lösung ist , weis ich nicht , aber weder in den USA noch in Deutschland kann und darf diese Weichspülerei nicht weiter gehen .


    Momentan machen die Tchechei und Ungarn geradelinige Politik , die sagen NEIN und zeigen Rückrad , was ich in Deutschland und in den USA vermisse


    Was die Behinderungen betrifft , mhhhm , Im Kino einen besseren Platz , sage ich nichts , ist Ok , Behinderte haben es oft schwerer in unserer Gesellschaft , da gönne ich ihnen diese kleine Bevorzugung


    Aber ich gehe auf die Palme wenn Behinderte aus Ihrer Behinderung daraus eine Bevorzugung erzwingen wollen oder sich Rechte erzwingen wollen


    Hier ein Fall wo mich eine ca 50 Jährige Dame mit ca 190 kg auf 2 Krücken gehend auf die Palme gebracht hat


    Am Ausgang eines Supermarktes ging sie im Schneckentempo mitten im Gang , niemand konnte rechts oder links an Ihr vorbei weil sie sich auch noch mit Ihren Krücken zusätzlich breit machte und zog so nach und nach über 20 Kunden hinter sich her die nicht an Ihr vorbei konnten weil sie genau mittig im Gang ging , wäre sie ca 50 cm weiter rechts gegangen hätte es gepasst und brauchte für die ca 50 Meter die zwischen Kassen des Lebensmittelmarktes und dem Hauptausgang lagen gute 20 Minuten und alle Kunden wie Ameisen hinter ihr dran


    Eine andere Kundin die wohl auch genervt war und mir die Worte aus dem Munde nahm und sie fragte ob sie nicht etwas weiter rechts gehen könne wurde blöckent und unwirsch beantwortet : Sehen sie nicht das ich behindert bin


    ( wohl auch Geistig , war dann mein Gedanke )


    bei sowas komme ich auch an die Grenzen der Rücksichtsnahme gegenüber Behinderten

    Also auf Toleranz könnte ich Partnerschaft nicht aufbauen. Ich bin froh in einer Demokratie mit vielfältigen Meinungen und Sichtweisen zu leben und toleriere diese auch, aber mit dem Partner möchte ich auf einer Wellenlänge liegen, mich verbunden fühlen. Das würde für mich bei so konträren Sichtweisen nicht funktionieren. Das finde ich aber eigentlich auch schon heraus, bevor ich mit jemandem eine Partnerschaft eingehe. Einmal habe ich es im Rahmen einer Freundschaft erlebt, dass jemand seine politische Einstellung sehr veränderte. Da habe ich mich ganz automatisch distanziert, also die Gefühle haben nachgelassen und ich hatte dann einfach keine Lust mehr mit der Person Zeit zu verbringen. Mit einem Partner ginge es mir sicher ähnlich.

    Zitat

    mich wundert es direkt, dass die scheidungsrate nicht noch höher liegt, wenn ich mir so manche ansichten durchlese

    ;-D Genaugenommen wäre das Ganze ohne Ehekonstrukt leichter- man kann zusammenleben, wenn es zusammenpasst und sich trennen, wenn man merkt, dass es nicht mehr passt. Ohne irgendwelchen zwischengeschalteten Institutionen des Staates oder der Kirche.


    Es gäbe keine Scheidungen mehr. OK, die Scheidungsanwälte, Priester, Standesbeamten würden ihre Arbeit ganz oder teilweise verlieren. Auch die steuerlichen Berechnungen könnten sich vereinfachen, viele gesetzlichen Regelwerke könnten sich vereinfachen, weil keine Unterscheidung zwischen verheiratet oder nicht verheiratet mehr gemacht werden müsste.


    Gerade die hohen Scheidungsraten stellen die Ehe wichtiges Kriterium für mich mehr als genug in Frage. Und die Ehe als Versorgungsgemeinschaft, wo der Vater für die Versorgung von Frau und Kinder zuständig ist und die Frau für Kinderbetreuung und Dienstleister für den Mann- ein Kostrukt, bei dem die Frau stark abhängig vom Ehemann ist und deswegen kaum in der Lage ist, sich von diesem zu trennen, ist das Gegenteil von Freiheit- es bedeutet tiefe Abhängigkeit vom Mann- ohne Mann keine Versorgung. Da ist die Ehe ziemlich archaisch.


    Das bedeutet noch lange nicht, dass man eine Beziehung leichtfertig oder vorschnell aufgibt. Genaugenommen war die Ehe mal als Versorgungsgemeinschaft vorgesehen- heute in moderneren Gesellschaften eher überflüssig bzw. Nostalgie. Insofern halte ich die Forderung homosexueller Paare eher ein Ruf in die Vergangenheit, als ein Ruf in die Zukunft. Man will die Vergangenheit auch für sich "retten".


    Und ja, ich bin verheiratet- aber nicht weil ich großen Wert auf das Ehekonstrukt legte, sondern eher deswegen, weil der Staat es nicht zuließ, mich mit meiner damaligen Freundin und heutiger Frau in einem Wohnheimzimmer wohnen zu lassen, ohne verheiratet zu sein. Ich bin mir sicher, dass ich auch ohne Ehe mit meiner Frau noch zusammen wäre. Die Ehe hatte für unsere Beziehung keine Rolle gespielt- alles was uns wichtig war und ist, ist die Liebe- und die lässt sich weder staatlich noch religiös verordnen, kontrollieren oder festlegen.


    Das ist zunächst unabhängig von Kindern, für die in jedem Fall Verantwortung zu tragen ist- auch vollkommen unabhängig von Ehekonstrukten (und nicht nur von den Eltern).


    Ich halte die Frage nach der Verantwortung der Erwachsenen für die Kinder für viel wesentlicher und als das eigentliche Problem, als die Frage nach irgendwelchen Eheproblematiken. Wer sollte Verantwortung für Kinder tragen, wenn diese keine verantwortungsvollen Erwachsenen mehr "zugewiesen" haben?


    Wenn man also die Ehe auf den traditionellen Hintergrund bringt, ist die Ehe tatsächlich nur zwischen Mann und Frau gegeben (also entspricht der Meinung des Mannes der TE). Verzichtet man auf den traditionellen Hintergrund, wird die Ehe obsolet.




    Der Umgang mit Behinderten ist eine Frage, inwieweit solidarisches Denken bei einem Menschen verwurzelt ist- und das beginnt mit der Überlegung, sich in die Lage des Behinderten hineinzuversetzen und der gleichzeitigen Überlegung, dass jeder Mensch von Behinderung betroffen sein kann. Insofern halte ich die Frage von Nächstenliebe in einer friedlichen und sozialen Gesellschaft für elementar: Menschen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können und dafür zu sorgen, dass sie wenigstens ähnliche Lebensbedingungen erreichen können, wie nichthilfsbedürftige Menschen.


    Wenn meine Frau keine oder eine geringentwickelte solidarische Denkweise hätte, wäre das für unsere Beziehung genauso problematisch, wie wenn ich nicht solidarisch denken würde- ich glaube, da hätte unsere Beziehung nie lange Bestand gehabt, weil es Phasen in unserer Beziehung gab, wo meine Frau auf meine Hilfe angewiesen war als auch Phasen, wo ich auf ihre Hilfe angewiesen war- wir konnten da stark aufeinander Vertrauen. Ich sehe solidarisches Deken aber nicht nur im partnerschaftlichen Miteinander für sehr wesentlich an, sondern auch im allgemeinen gesellschaftlichen Miteinander.

    Zitat

    Sehen sie nicht das ich behindert bin

    Behinderung rechtfertigt keine Rücksichtslosigkeit.

    Zitat

    Es heiraten aber auch viele Heteros, um weniger Steuern zu bezahlen und bekommen keine Kinder.

    Wir haben geheiratet und sparen nicht einmal Steuern ;-D . Immer diese Unterstellungen ... :=o

    Skyscraper8123:

    Vielleicht ist dein Freund in der Beziehung ja so ein kleiner Troll, der gerne provokante Thesen sammelt, um dann empörte Reaktionen zu sammeln und sich klammheimlich darüber zu freuen. Ich meine, er sammelt sämtliche Reizthemen - Homo-Ehe doof, Trump toll, keine Extrawurst für Rollis ... man muss schon lange suchen, um so ein Exemplar zu finden.

    Zitat

    Für ihn ist nur das traditionelle normal, dass er kennt, und welches von dem Großteil der Gesellschaft legitimiert wird.

    Eben das ist völlig unlogisch. Mit seinem Meinungskonglomerat steht er sicherlich nicht mit dem Großteil der Gesellschaft in Meinungsübereinstimmung. Also keine Sorge, das ist bestimmt nicht alles so echt, wie du glaubst. ;-)

    @ sensibelman99

    :)^ :)=


    Das ist doch mal wieder ein richtig toller Beitrag von Dir!


    Ein "Ja, aber" habe ich dann aber dennoch: Auch, wenn Homosexuelle in ihrer Partnerwahl "unkonventionell" sind, sind sie ja aber dennoch in der hiesigen Gesellschaft groß geworden und von dieser geprägt. Der (irationale) Ehewunsch kann also bei ihnen genauso gegeben sein, wie bei Heterosexuellen. Und auch, die Auslegung der Ehe als arbeitsteilige Versorgungsgesmeinschaft schließt ja einen ähnlichen Wunsch bei Homosexuellen nicht aus und wir sind ja - gottseidank - endlich weitestgehend über die Zeit hinaus, dass in der arbeitsteiligen Versorgungsgemeinschaft es quasi gesetzt ist, dass die Frau zuhause bleibt.


    Die Ehe mit der Begründung "Keimzelle der Familie" Heterosexuellen vorzubehalten würde mit dieser Argumentation auch Menschen ohne Kinderwunsch, Unfruchtbare und vorallem Ältere ausschließen. Es wäre dann ja absolut verpönt, dass eine Ü40jährige Frau (nochmal) heiratet, ist es aber nicht.


    Und zu guter Letzt: es entsteht tatsächlich niemandem ein Schaden daraus, denn Heterosexuellen wird ja nichts weggenommen.


    Liebe TE,


    für mich stellt sich die Frage, wie lange ihr euch schon kennt. In der Kennenlernphase wäre es für mich(!) definitiv ein Grund, die Beziehung infrage zu stellen, wenn Aussagen getroffen werden, die meinem Wertesystem absolut entgegen stehen (da ich gemeinsame Werte als Beziehungsgrundlage sehe, tun aber nicht alle) und/oder ich die Haltung/Meinung für dumm/unreflektiert halte. Bis zu einem gewissen Grad kann man sich da sicher mit Diskussionen gegenseitig bereichern und persönlich daran wachsen, bei vielen (vor allem "konservativen") Haltungen ist in der Person da aber oftmals wenig bis gar kein Potential. So zumindest meine Erfahrung.