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    Mein Problem ist allerdings, dass ich die gleiche Souveränität von dem potentiellen Partner erwarte – und das ist ein Fehler glaube ich....

    Wieso sollte man das nicht erwarten können?

    Genau das ist das Problem. Wenn ich einen Partner liebe, sehe ich Ihm viele Sachen nach. Ich rechne nicht genau mit, wann und wie oft mir auf den Fuß getreten wurde und trage das meinem Partner nicht nach.


    Exkurs:


    Bei meiner Frau habe ich inzwischen den Eindruck, dass in Ihrem Kopf ein Notizbuch existiert, in dem alle negativen Verhaltensweisen/Vorkommnisse aufgeschrieben werden und immer wieder als Rechtfertigung unfairen Verhaltens Ihrerseits herbei gezogen werden.


    Ich bin das so leid. Da kann nicht einfach mal ein Strich gezogen werden. Oder zum neuen Jahr ein neuer Start gemacht werden. Nein, als immer wieder auf die Mütze drauf mit alten Kamellen. Das schlimmsten sind noch Sachen, wo sie so tut, als machten die Ihr nichts aus. Da fragt man vorher noch: Ist es in Ordnung, wenn ich z.B. zum Fußball gehe. Antwort: Kein Problem, mach nur. Und dann gehts hinterher richtig zur Sache. Ich habe den Eindruck, dass sie mich bewußt in so Fallen laufen läßt, damit sie hinterher Kanonenfutter hat, um mich fertig zu machen.


    Was hat eine Frau davon, Ihren Mann permanent fertig zu machen? Permanent zu demotivieren? Permanent vorzuführen und vor Anderen lächerlich zu machen? Vor dem eigenen Kind immer wieder als Deppen darstehen zu lassen?

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    Was hat eine Frau davon, Ihren Mann permanent fertig zu machen? Permanent zu demotivieren? Permanent vorzuführen und vor Anderen lächerlich zu machen? Vor dem eigenen Kind immer wieder als Deppen darstehen zu lassen?

    Was hat ein Mann davon, diese Muster immer wieder mitzuspielen?

    Taalke

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    Das kann meiner Ansicht nach sogar so weit gehen, dass ich den Partner unbewusst in die Flucht schlage

    Diese Art der Selbstboykottierung war jahrelang meine "Meisterleistung". Seit dem Ende meiner letzten langen Beziehung (vor 7 Jahren). Ich war völlig durcheinander, ich glaube, ich suchte noch immer die Bestätigung, dass es an mir lag, dass es schief ging – weil es mir schwerer fiel, mir mehr weh tat, zu erkennen, dass ich jahrelang in die "Falle" eines Gefühlstäters getappt war.


    Also boykottierte ich, kam mit Männern zusammen bei denen ich eigentlich wußte, dass sie emotional nicht zu mir passten, selbst genug Altlasten oder sonstige Lasten hatten.....vor 5 Jahren sagte ich mir dann, dass es nicht so weitergehen kann und hatte seitdem keine wirkliche Beziehung mehr.


    Und heute habe ich noch immer Angst vor zu viel Nähe, verletzt zu werden. Aber ich gehe wesentlich bewußter damit um.

    Mike


    Ich schließe mich fiammas Frage an...obwohl ich selbst ja auch schon in solch einer Struktur gesteckt habe.

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    in dem alle negativen Verhaltensweisen/Vorkommnisse aufgeschrieben werden und immer wieder als Rechtfertigung unfairen Verhaltens Ihrerseits herbei gezogen werden.

    Das ist das Schlimmste an all' dem. Weil man da hilflos gegenüber steht, sich schuldig fühlt – denn was da vorgeworfen wird, stimmt ja.


    Aber wichtig ist es an diesem Punkt zu erkennen: Egal was man selber getan hat – es rechtfertigt eben nicht das Verhalten des Anderen. Man muß eventuelle Konsequenzen seinerseits akzeptieren – das ja. Aber die Verantwortung für sein Verhalten trägt immer noch er selbst.


    Ich habe vor Jahren mal irgendwo gelesen/gehört (ich weiß echt nicht mehr wo das war):


    "Wenn Dich was stört an mir. Wenn ich irgendwas getan habe was Du nicht gut findest – dann hast Du 24 Stunden um es mir mitzuteilen. Es aber in einem Streit als Rechtfertigung/Entschuldigung für ein Handeln Deinerseits ein halbes Jahr später erst herzunehmen ohne vorher irgendwas gesagt zu haben: Das ist nicht drin. Es ist verjährt."

    Isabell

    Ja, ich kann Dich voll verstehen.


    Bei mir war es so, dass ich mir zuerst gebundene Partner ausgesucht habe, danach jemanden, der selbst nicht beziehungsreif war. Erst danach war ich innerlich bereit, mich wirklich mit Haut und Haar auf einen Mann einzulassen.


    Aber es ist ein großer Fortschritt, wenn man die Sicht auf diese Dinge zulassen kann :)^

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    gemacht werden. Nein, als immer wieder auf die Mütze drauf mit alten Kamellen. Das schlimmsten sind noch Sachen, wo sie so tut, als machten die Ihr nichts aus. Da fragt man vorher noch: Ist es in Ordnung, wenn ich z.B. zum Fußball gehe. Antwort: Kein Problem, mach nur. Und dann gehts hinterher richtig zur Sache. Ich habe den Eindruck, dass sie mich bewußt in so Fallen laufen läßt, damit sie hinterher Kanonenfutter hat, um mich fertig zu machen.


    Was hat eine Frau davon, Ihren Mann permanent fertig zu machen? Permanent zu demotivieren? Permanent vorzuführen und vor Anderen lächerlich zu machen? Vor dem eigenen Kind immer wieder als Deppen darstehen zu lassen?

    Es gibt eine recht einfache Frage auf das "Warum?", warum sich deine Frau so verhält. Das hier jetzt auszuführen ist mir aber zu viel, ich hab heute keine Lust, zu tippen.


    Nur so viel: Eine Frau "testet" dich immer unterbewusst, ob du noch in der Beziehung der integre, zuverlässige Mann bist, den sie lieben gelernt hat und den sie attraktiv findet. Z.b. durch haltlose Vorwürfe, Manipulationsspielchen. Auch selbstbewusste Frauen tun dies, nur eben dann total subtil und kaum bemerkbar (und die wenigsten Frauen sind sich diesem Prozess bewusst). Wenn du dabei "durchfällst", büst du an Attraktivität und Ansehen für die Frau ein, sie respektiert dich weniger. Das ist jetzt keine Sache, die ich mir im stillen Kämmerlein ausgedacht habe, sondern du findest diesen Prozess beschrieben in der unterschiedlichsten Literatur – nur halt unter anderen Namen, je nachdem, auch welcher Ecke der Autor kommt.


    Ich empfehl dir das Buch von Björn Leimbach, da steht anscheinend viel Gutes über das Thema drin (habe es selber nur überflogen, aber ich fand es gut, Freunde von mir sind begeistert): http://www.amazon.de/Männlichkeit-leben-Die-Stärkung-Maskulinen/dp/3831902852/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1325523487&sr=8-1 Les dir nurmal die Kommentare durch, auch die von Frauen, die sich zum ganz ganz großen Teil positiv über das Buch äußern und schon genau diesen Prozess ansprechen.


    Bei dir ist es schon so weit, dass du vollkommen unter ihrer Fuchtel bist, du bist ihr winselndes Schoßhündchne das für alles um Erlaubnis fragt. Sie genießt diesen Umstand aber sicherlich keineswegs, sondern hasst dich dafür, dass du es soweit hast kommen lassen, so schwach geworden bist. DESHALB macht sie dich öffentlich fertig, deshalb stellt sie dich blos. Das ist nurnoch ein verzweifelter Hilfeschrei "verdammt, werde endlich mal wieder zu einem MANN den ich respektieren kann und der so etwas wie Integrität, Rückgrat und Mut besitzt und nicht schon wegen einem popeligen Fußballabend bei mir angekrochen kommt und um Erlaubnis winselt". DAS ist dein Problem in der Bezieung. Ich führe das jetzt nicht weiter aus, du wirst mir ja eh widersprechen und das Verhalten deiner Frau anders rationalisieren. Les Leimbach (oder David Deida oder einen Autor aus der proll-Alpha-Pickup-Ecke, die drücken sich zwar alle unterschiedlich aus, inhaltlich beschreiben die alle den selben Prozess) und dann lernst du vll was über die ganze Sache.

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    Permanent vorzuführen und vor Anderen lächerlich zu machen? Vor dem eigenen Kind immer wieder als Deppen darstehen zu lassen?//

    Ich würde auch sagen, dass das ein lauter Ruf nach deutlicher Grenzsetzung ist. Du bist ihr gegenüber zu schwach, lässt dir zu viel gefallen und dann bist du letztlich auch der Depp, als den sie dich vor den Kindern hinstellt. Ist ein mieser Schachzug, gerade letzteres. Vielleicht braucht sie das aber auch, um sich selbst zu beweisen, wie toll sie ist, dass kein Mann sie unterbuttern kann. Das könnte auch sein, manche Frauen suchen sich schwache Männer. Hängt vielleicht mit ihrem eigenen Vater zusammen.


    Wie auch immer, es ist an dir, das nicht mehr zuzulassen.

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    Nur so viel: Eine Frau "testet" dich immer unterbewusst, ob du noch in der Beziehung der integre, zuverlässige Mann bist, den sie lieben gelernt hat und den sie attraktiv findet.

    etc...etc...etc...


    Ich glaube, es gibt durchaus Frauen, bei denen diese Spielchen ablaufen....bei einigen sehr extrem, bei einigen etwas subtiler, wie Du schreibst. Ich habe aber auch schon Frauen kennengelernt, die diese Spielchen garnicht abziehen. Natürlich wollen diese Frauen auch keinen unselbstständigen Mann oder jemanden, dem Sie jede Entscheidung abnehmen müssen. Wer will das schon?


    Bei dieser ganzen einschlägigen Literatur habe ich aber immer mehr den Eindruck, dass die nur auf eine bestimmte Gruppe an Frauen gemünzt sind. Diese ganzen Pickup-Spielchen funktionieren sicher bei vielen Frauen ganz hervorragend. Ich bin aber überzeugt, dass es etliche Frauen gibt, die man damit nicht einmal ansatzweise beeindruckt und die wirklich normal und auf Augenhöhe mit einem Mann umgehen können.


    Genauso albern ist es ja auch zu behaupten, alle Frauen wünschen sich einen Mann, der Sie sexuell dominiert. Da habe ich schon ganz gegenteilige Erfahrungen gemacht. Natürlich gibt es devote Frauen, es gibt aber genauso Frauen, die all dem nichts abgewinnen können. Was nicht heisst, dass Sie nicht einen Mann zu schätzen wissen, der sich seiner Sexualität nicht schämt und offen damit umgeht.


    Meiner Meinung nach ist Pickup für eine bestimmte Sorte Frauen und Männer gemacht. Eine bestimmte Sorte Frauen springt hervorragend darauf an und eine bestimmte Sorte Männer kommt mit den Pickup-Prinzipien gut zurecht. Solange sich die passenden Partner dann finden, passt ja alles und alle sind zufrieden. :-)

    @ Narras:

    Trotzdem Danke für den Buchtipp. Ich werde mir das Buch bestellen und lesen. Vielleicht hat der Autor ja einen anderen Blickwinkel und ich habe bis jetzt bloss einiges falsch verstanden.


    Man(n) wird sehen... ;-)

    @ Narras & Monika65

    Danke!


    Ich werde mir das empfohlene Buch bestellen.


    Ihr eigener Vater war auch schwach und flüchtete nach Feierabend täglich in die Kneipe, weil er es zu Hause nicht aushielt. War kein Säufer oder Alki, sondern ging halt jeden Abend weg.


    Das Grundproblem ist halt: Menschen ändert man nicht.


    Nur habe ich den Eindruck, dass das meine Frau immer schlimmer wird und sich alles immer mehr hochschaukelt. Davor habe ich Angst. Natürlich wird sie nicht akzeptieren, dass ich Ihr Gegenwehr biete. Ich denke, ich halte noch ein bischen durch, bis meine Tochter älter ist und in 1 1/2 Jahren der Schulwechsel ansteht. Dann trenne ich mich.

    Stimpy,


    kein Ding, das Buch scheint was zu taugen, auch wenn ich es nur überflogen habe, aber wie gesagt, es schien gut zu sein und meine Freunde sind begeistert. Iwann lese ich es auch, aber davor hab ich noch ganz viel anderes zu lesen was weiter oben auf der Agenda steht. Sag mir nach dem Lesen, wie du es fandest.


    Aber 2 Dinge stören mich. 1. Deine Kritik an PU ist zu pauschal und weder David Deida (als anerkannter Wissenschaftler und jetzt Sexualtherapeut und Autor) noch Leimbach haben etwas mit der Pickup-Szene zu tun.


    2. Selbst wenn es viele Frauen gibt, auf die das Geschilderte nicht zutrifft, dann gehört Mikes Frau nicht zu denen. Sondern auf diese Frau trifft diese Dynamik sicherlich zu und nur darum ging es hier, um Mikes Situation.

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    Das Grundproblem ist halt: Menschen ändert man nicht.

    Oh doch, du kannst zum Beispiel dich selber ändern ;-) Andere zu ändern ist eher schwer und wenig sinnvoll, wenig ertragreich und meist ist schon der Versuch unsinnig, aber sich selber kann man ändern.

    Mike

    Wovor hast du Angst? Könnte sie ausrasten und handgreiflich werden?? Ich verstehe, dass du des Kindes wegen ruhig bleiben willst, aber doch nicht so extrem! Und du hast auch eine Verantwortung gegenüber dem Kind, sollen sie dich ständig so erleben, als Deppen?? Wie verhält sie sich den Kindern gegenüber?


    Ich denke auch, dass Menschen sich nicht so grundsätzlich ändern, aber in diesem Fall, wenn DU etwas anders machst, wird sich etwas ändern. Gegenwehr muss jetzt nicht heißen, dass du schreist und streitest, sondern dass du dich einfach mal mehr als Fels erweist, um den sie nicht herumkommt. Und wenn sie dich vor anderen schlecht machst, dann verbiete dir das und verlasse dann den Raum, geh einfach. Die meisten Menschen, also eure Freunde zum Beispiel, finden solche herabwürdigenden Kommentare, wie deine Frau zu macht, zum Kotzen, damit macht sie sich nicht beliebt, insbesondere wenn du sie damit dann im Regen stehen lässt und nicht womöglich gute Miene machst. Das wirft dann ein ganz schlechtes Licht auf ihr Verhalten.


    Und frag um Himmels willen nicht so viel. Sich absprechen und fragen, ob man "darf" sind zwei verschiedene Stiefel.