Meine Meinung wird hier jetzt garantiert alles andere als positive Reaktionen hervorrufen, aber ich sehe es so:


    Wer Mitte 30 ist und nur "schwer enttäuscht" vom anderen Geschlecht, bei dem liegt es nicht am anderen Geschlecht, sondern bei dem liegt es an einem selbst.


    Ich schreibe hier ja meist in den "Jammermänner-Threads", in denen sich z.b. 30 jährige Jungmänner darüber auskotzen, was für übertriebene Ansprüche Frauen angeblich hätten, dass das alles Männermordende Bestien seien etc. Wenn man dann mal genauer nachfragt, merkt man aber, dass diese Männer viele Eigenschaften an sich haben, die wahnsinnig unattraktiv sind und Frauen signalisieren "lauf weg! Schnell!" oder nicht mal den Arsch in der Hose haben, einer Frau ein Kompliment zu machen oder sie anzusprechen, sondern diese Typen versauern zu Hause und beschweren sich, dass keine Frau magischerweise vor ihrer Türe erscheint und sie auf mysteriöse Weise rettet. Soll heißen: Diese Typen sind selber Schuld.


    Genauso trifft man auf Frauen im selben Alter, die angeblich nur Pech mit den Männern hatten. Wieder und immerwieder. Da frage ich mich doch: wenn es immerwieder verschiedene Männer sind, die eine Frau angeblich enttäuschen, was ist die Konstante bei dieser Konstellation? Ist es die Tatsache, dass "alle" Männer einfach scheiße sind, oder ist es viel mehr so, dass unter diesen vielen Enttäuschungen auch garantiert ein paar super Kerle dabei waren, während die einzige Konstante in dieser Sache die Frau ist? Ich bin mir sicher: Es liegt an dir, liebe TE. Keine Ahnung was dein Problem ist, vll bist du zu besitzergreifend und kontrollierend, was alle Männer in die Flucht schlägt, vll hast du einen Helferkomplex und suchst dir immer die Problemfälle und bist dann enttäuscht, wenn diese ihre heilige Retterin nicht verehren, vll überfrachtest du die Männer immer mit Anforderungen und überzogenen Erwartungen, vll ist es was Sexuelles (z.b. dass du die Männer sexuell verhungern lässt, nie Lust hast), KA, ich weiß es nicht, es gibt viele mögliche Gründe und aus deinem kurzen Text kann man dazu nicht genug herauslesen, aber meine Meinung ist: Wer in einem gewissen Alter von anderen Geschlecht "nur enttäuscht" und frustriert ist, bei dem liegt es sicherlich nicht an den unzähligen Vertretern des anderen Geschlechts (wo definitiv auf beiden Seiten viele tolle Exemplare dabei sind), sondern bei demjenigen liegen die Probleme bei einem selbst.


    Ich weiß, ich mache mich damit nicht beliebt, aber: Die ewig-Frustrierten beider Geschlechter sind normalerweise selbst schuld.


    Also, wenn du hier Hilfe bekommen willst, dann mal Karten auf den Tisch. Was läuft bei dir falsch? oder willst du hier nur Mitleid und Zustimmung, aber keine Kritik?

    Zitat

    bin 31 jahre, kinderlos und seit april 2011 singel

    Wie furchtbar! %-| *ironie off*


    Ich denke mal ein paar Monate Single zu sein bringt niemand um. Man muß doch auch erst mal die Trennung verarbeiten um dann vielleicht bereit zu sein für was neues.


    Ich habs in dem anderen ähnlichen Thread auch schon geschrieben, habt ihr alle keine Freunde? Familie? Hängt euer Glück im Leben nur von einem Partner ab? Wenn ja, sorry, aber dann seid ihr wirklich ganz arm dran. Es gibt soviel mehr im Leben das einen glücklich werden lassen kann als ein Partner! Und verbissen zu suchen oder irgendjemand zu nehmen nur damit man nicht alleine ist, ist doch auch keine Lösung. ;-)

    Frau entscheidet i.d.R. ob es zu einer Beziehung kommt oder nicht.


    Die Anforderungen von Frauen, insbesondere von Akademikerinnen sind derart hoch, dass Sie von Männern nicht erfüllt werden können. Viele Akademiker-Männer suchen sich einfache und liebe Frauen und fahren sehr gut damit. Umgekehrt sind Akademikerinnen aber nicht bereit, sich einen einfacheren Partner zu suchen. Die nehmen sich mit 25 – 35 dann lieber einen 20-30 Jahre ältern Akademiker, bei dem sie Zweitfrau machen. Und wundern sich, wenn dieser Mann Sie mit spätestens 45 abschießt und sich wieder eine jüngere sucht.


    Ich erlebe es beruflich bedingt immer wieder, in was für Illusionen viele 30 – 45 jährige weibliche Singles sich befinden. Gerade in einer Zeit, wo sie noch gut einen Mann abgekommen können, sind die nicht zu kleinsten Kompromissen bereit. Weil Sie sich dann eingestehen müssen, dass mit 23 Jahren der Philipp, mit 27 der Martin und mit 32 der Christian, die Sie allesamt abgelehnt hat, viel bessere Fänge gewesen wären.


    Ich kann nur jeder Single-Frau empfehlen, Abstriche/Kompromisse zu machen und auf Männer zuzugehen. Die meisten Männer trauen sich überhaupt nicht, eine wie Euch anzusprechen, weil sie aus Erfahrung schon genügend Abfuhren von solchen Frauen erhalten haben.


    Erstaunlich ist für mich, wie hartnäckig Singles Single bleiben und wie schnell Geschiedene bzw. in Verbindung lebende, wieder einen Partner finden.


    LG

    @ Narras

    Das was du geschrieben hast kam mir auch selber in den Sinn, als ich den Satz gelesen habe "ich bin von Männern immer so schwer enttäuscht worden". Aber es ändert nichts daran das die TE unzufrieden ist. Wenn man immer nur enttäuscht wurde von Männern, liegt es eigentlich meistens an einem selbst, weil man entweder selber nicht sehr beziehungstauglich ist oder sich immer wieder Arschlöcher sucht.


    Aber bei der TE muss dies ja nicht der Fall sein. Ihre Beziehung ist vor 2 Jahren auseinander gegangen, dass kann jedem passieren.


    Da würde ich nun nicht so weit gehen und sagen, dass das wohl ihre Schuld ist, weil sie irgendein Problem hat, dass ihr die Männer davon laufen.

    @ TE

    Vielleicht würde es ja etwas bringen, wenn du mal genauer etwas aus deinem bisherigen Leben erzählst und mal darüber nachdenkst, was deine Exfreunde gemeinsam hatten, und was nicht? Was waren die Gründe für eine Trennung?

    Zitat

    Die meisten Männer trauen sich überhaupt nicht, eine wie Euch anzusprechen,

    Womöglich ist das aber nur eine gute Möglichkeit, sich mangels Helfersyndrom die Problemfälle vom Hals zu halten, wie Narras so schön schrieb:

    Zitat

    vll hast du einen Helferkomplex und suchst dir immer die Problemfälle

    @ Mike

    Zitat

    Die Anforderungen von Frauen, insbesondere von Akademikerinnen sind derart hoch, dass Sie von Männern nicht erfüllt werden können.

    Zitat

    Die nehmen sich mit 25 – 35 dann lieber einen 20-30 Jahre ältern Akademiker, bei dem sie Zweitfrau machen. Und wundern sich, wenn dieser Mann Sie mit spätestens 45 abschießt und sich wieder eine jüngere sucht.

    Irgendwie passt das für mich nicht so ganz zusammen. Oder beziehst du die hohen Anforderungen nur auf den beruflichen Status? also eine Frau die was auf sich hält und hohe Anforderungen hat, gibt sich doch nicht damit zufrieden das Betthäschen eines alternden Mannes zu sein?


    Also ich als Akademikerin habe selbst sehr hohe Anforderungen an einen Mann, aber diese sind nun nicht beruflicher Natur, sondern eher charakterlicher.

    Zitat

    Ich kann nur jeder Single-Frau empfehlen, Abstriche/Kompromisse zu machen und auf Männer zuzugehen. Die meisten Männer trauen sich überhaupt nicht, eine wie Euch anzusprechen, weil sie aus Erfahrung schon genügend Abfuhren von solchen Frauen erhalten haben.

    Also das sehe ich ja nun gar nicht sein. Wieso sollte man sich denn unter Wert verkaufen? Also Da ich selber schließlich auch einiges zu bieten habe, warum sollte ich mir dann einen Mann suchen der meinen Ansprüchen nur zu 50% nachkommt? Glücklich wird man damit dann doch auch nicht....

    das, was man hier zu lesen bekommt, finde ich ziemlich gruselig. glücklich sein hat herzlich wenig mit den äußeren umständen zu tun, sondern eine ganze menge damit, was man daraus macht. warum sollte eine kinderlose singlefrau glücklicher oder unglücklicher sein als eine singlefrau mit kindern, eine verheiratete kinderlose oder eine verheiratete mutter??? mit jeder dieser konstellationen kann man unglücklich oder glücklich sein. glück ist eine lebenseinstellung, kein spiegel der umweltbedingungen :)*


    ich mag ja die grundeinstellung, dass man die dinge ändern sollte, die einen stören und die man ändern kann und sich mit den dingen abfinden sollte, die man nicht änder kann.


    was ich nicht mag ist die schuld für dinge, die nicht rund laufen, nach außen zu schieben. damit verbaut man sich einfach ganz schlimm den weg zum glücklich sein.

    Berryfina,


    mit deiner Antwort an Mike stimme ich dir zu 100% zu. Ich selber date ja großteils Akademikerinnen oder Studentinnen und ich merke NICHTS von überzogenen Anforderungen. Die haben einfach nur die selben Anforderungen wie anderen Frauen auch, bzw meist intellektuell mehr zu bieten und deshalb auf diesem Gebiet (und auch was Lifestyle angeht, aber auch da haben die mehr zu bieten), etwas höhere Ansprüche, aber diese Ansprüche sind keineswegs überhöht oder unerfüllbar.


    Auch diese Behauptung, mit den 30 jährigen Akademikerinnen, die sich damit begnügen, das Zweitfrauchen vom 50 jährigen Professor Superwichtig zu sein, kann ich nicht bestätigen. In dieser "Zielgruppe" kenne ich viele Frauen, die nach "unten daten". Ich habe mehrere Kumpels die gerademal einen Bachelor oder Dipl. haben und deren Freundin 4, 5 Jahre älter ist und nen Dr. oder PhD hat. Gerade diese Frauen sind doch nicht auf den Kopf gefallen und wissen, dass, wenn sie nur vom Status her "nach oben" daten, wohl einsam bleiben werden. Nene, gerade diese Frauen daten, was den beruflichen Status angeht, sehr oft nach unten (sind dann aber weniger bereit, charakterliche Kompromisse einzugehen – was ich aber auch durchaus sinnvoll finde).

    Zitat
    Zitat

    Die meisten Männer trauen sich überhaupt nicht, eine wie Euch anzusprechen,

    Womöglich ist das aber nur eine gute Möglichkeit, sich mangels Helfersyndrom die Problemfälle vom Hals zu halten, wie Narras so schön schrieb:

    Zitat

    vll hast du einen Helferkomplex und suchst dir immer die Problemfälle

    Sehe ich genauso. Dass ein Mann den Arsch in der Hose hat, eine Frau anzusprechen, ist ja wohl nicht zu viel verlangt. Und dass er dann nach einer netten oder weniger netten Abfuhr (80% der Frauen sind in der Lage, einem Mann eine nette Abfuhr zu erteilen) nicht gleich in Selbstmitleid versinkt und sich nicht mehr an Frauen herantraut, kann man von einem charakterlich gefestigten Mann wohl auch verlangen. Wer das nicht kann, den sehe ich auch als Problemfall.

    Also ich bin schon eine Weile lang Single und es liegt klar an mir. Ich hatte sehr viele Chancen und habe diese nicht wahrgenommen.


    Den Leidensdruck mancher Frauen in meinem Alter kann ich nachvollziehen, ich kenne einige Männer, die erst mit 40 Jahren Vater geworden sind. Das ist für uns Männer kein Problem, für Frauen allerdings sinkt die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden immer weiter ab.


    Allerdings finde ich es schon arg, wenn eine Anfang 30er Frau einen schon beim ersten Date als Vater ihrer Kinder sieht. Ich bin momentan auf dem Zug, ich werde jetzt seßhaft werden und dafür suche ich mir eine geeignete Partnerin aus.


    So machen es auch die Frauen und was die Kompromisse angeht, es gibt auch genug Single-Männer, die totale Nullen sind und daran nichts ändern wollen. Die hängen dann noch bei Muttern rum oder sie sind totale Spießer oder Langweiler oder sie haben Bindungsangst. Ich kann da die Frauen verstehen, was nützt es mit solchen Spinnern eine Beziehung zu führen und das Gegenüber jeden Tag ertragen zu müssen (obwohl viele Frauen schon echt leidensfähig sind).


    Allgemein sollten wir die Menschen als Individuen betrachten und das ist bei schlechten Erfahrungen schwer. Da fangen viele an zu pauschalisieren "alle Männer sind..." oder "Frauen sind...", was eine Neuanbahnung mit einem Menschen schwer werden lässt.

    Zitat

    Ich kann nur jeder Single-Frau empfehlen, Abstriche/Kompromisse zu machen und auf Männer zuzugehen.


    Also das sehe ich ja nun gar nicht sein. Wieso sollte man sich denn unter Wert verkaufen?

    Der Marktwert einer Frau ist viel stärker als bei Männern an die Jugend der Frau geknüpft. Gleichzeitig nimmt der Marktwert von Männern mit steigendem Einkommen zu und ist weniger altersabhängig. Nun steigt mit Mitte 30 das Einkommen der Männer und die Jugendlichkeit der Frauen ist verloren.


    Beides zusammen führt dazu, dass Frauen ab diesem Alter nicht mehr wie bis dahin gewohnt entspannt abwarten können, bis sich attraktive Verehrer nähern.


    Viele Frauen bekommen den steilen Sinkflug des eigenen Marktwertes allerdings nicht mit und verhalten sich weiterhin, als seien sie extrem reizvolle Twens. Dieser Realitätsverlust führt ins Single-Dasein.

    @ Narras

    Zitat

    Wer das nicht kann, den sehe ich auch als Problemfall.

    Weil diese Menschen vor dem Ansprechen zuviel nachdenken. Es werden irgendwelche Geschichten um Kopf ausgemalt, anstatt im Moment zu leben und diesen zu genießen.


    Im Übrigen stimme ich dir auch zu mit den Akademikerinnen, die haben einen schlechteren Ruf als sie wirklich sind. Außerdem würde ich, wenn ich eine Frau wäre, keinen Dorftrottel als Mann nehmen wollen, nur damit ich einen Partner habe.


    Ich als Mann möchte eine Frau, die reiselustig ist, denn eine, die nur zuhause rumhocken will oder vor allem Neuen Angst hat, darauf hätte ich keine Lust.

    Zitat

    Ich als Mann möchte eine Frau, die reiselustig ist, denn eine, die nur zuhause rumhocken will oder vor allem Neuen Angst hat, darauf hätte ich keine Lust.

    Reiselustig und weltoffen, neugierig auf Neues und Abenteuerlustig, sind auch für mich absolute must-haves! :)^

    Zitat

    Weil diese Menschen vor dem Ansprechen zuviel nachdenken. Es werden irgendwelche Geschichten um Kopf ausgemalt, anstatt im Moment zu leben und diesen zu genießen.

    Wenn es nur das wäre, wäre es ja kaum problematisch. Aber meistens hängt da noch ein riesen Rattenschwanz an anderen Problemen mit dran.

    @ Berrylina

    Zitat

    Da kann ich glaube ich keinen richtigen geben, außer dass man versucht nicht verbittert zu werden und weiterhin mit offenem Herzen auf die Menschen zugeht. Natürlich sollte man nicht naiv sein und sein Herz an jeden verschenken, ich meine eher damit, das man nicht alles so Ernst nehmen sollte und vielleicht ein bisschen mehr in den Tag hinein leben.

    Gut gebrüllt, Löwe!! So sehe ich das auch.. aber sowas funktioniert auf Dauer nur mit Kompromissen und nicht mit Sturheit und Starköpfigkeit..

    Ist ein offenes Wort gestattet?


    Nun denn: Frauen, die quasi "auf Enttäuschung eingestellt sind", davon gibts in der Tat eine Menge. Aber eine Frage: habt Ihr (Frauen) Euch mal selbst gelauscht, an den "Mädels-Abenden" oder beim Treffen auf einen Kaffee, wie und in welcher Weise die Männer da oft niedergemacht werden? Geschlechtsgenossinnen, da können einem die Ohren klingeln, wie fies bei solchen Gelegenheiten über "die Männer" so hergezogen wird ...


    Es gibt demnach anscheinend nur (ich lass mal besser die entsprechenden Adjektive weg) enttäuschende Männer und natürlich nur taffe und super gute Frauen, die ungerechterweise ... Ich hab sowohl mit als auch ohne Beziehung gelebt, und ich muss sagen, ich habe IMMER sehr nette und tolle Männer, ebenso wie sehr nette und tolle Frauen, getroffen. Die GIBTS, und die gibts auch immer wieder frei und ungebunden.


    Aber all die Einteilungen von wegen "ach ... jammer ... die guten Männer sind vergeben oder schwul" und "ich kann nicht mehr vertrauen, weil ..." – sollten schnellstens abgelegt werden. Aus meiner Sicht haben die hier ganz Recht, die sagen: "Nein, es liegt nicht "an denen", sondern an denjenigen, die sich selbst lauter abwertende oder sehnsüchtige Schächtelchen bauen, in die sie fleißig Männer oder auch Frauen stecken."


    Wie eine Schutzmaßnahme kommt mir das vor, dass man nur nicht bei sich selber hinschauen muss, dass es ja wohl doch mehr mit der eigenen Person zu tun haben könnte, wenn man "immer auf die Falschen" trifft, als einem lieb ist. Meine Empfehlung: Nicht einteilen, nicht Vorurteile noch pflegen, sondern OFFEN bleiben, besonders für Überraschungen!


    Da schließe ich nur eine einzige Konstellation aus: Die der Gebundenen, ob Mann oder Frau. Hier gilt, so schnell wie nur möglich die Flucht ergreifen, wie verlockend die Frucht in Nachbars Garten auch aussehen möge. Ansonsten hat JEDE/R die Chance, jederzeit auf DEN / DIE richtige zu treffen. Wie gesagt, wenn keine Riesenmauern aus vorauseilenden Urteilen aufgebaut wurde.