• Single-Frauen Mitte 30, kinderlos und oft enttäuscht worden

    Ich bin jetzt seit fast 2 Jahren nach einer sehr schweren Enttäuschung wieder Single und gerade zur Weihnachtszeit geht es mir nicht gut und ich fühle mich einsam und traurig. Sicher ist es schön, tun und lassen zu können, was man will und ich habe ja auch alles, bin selbstständig und es läuft gut, aber was Beziehungen betrifft, geht alles nur schief.…
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    Bevor ich mich hier ausklinke: Vielleicht hat es ja sogar einen "übergeordneten" Grund, wieso jemand erst sehr spät seinen Lebenspartner findet, schon mal dran gedacht? ;-)


    Stichwort "persönliche Reife". :=o

    Zitat

    Stichwort "persönliche Reife".

    naja was heißt schon Reife. Die meisten Menschen haben ein bestimmtes Bild wie "es sich gehört" das jemand mit 20, 30, 40 usw zu sein hat und wenn er dem entspricht dann ist r Reif und wenn nicht, dann ist er unreif und muss noch erwachsen werden.


    Ich halte davon nichts, eil da jeder Mensch ein anderes Bild im Kopf hat.

    Nein, nein – offenbar hab ich mich unklar ausgedrückt. Ich meine die EIGENE Reife.


    Ich selbst war erst nach Vierzig so weit, mich dauerhaft auf eine Beziehung einlassen zu können. Vorher buchte ich das ebenfalls unter "Enttäuschung".


    Das ist durchaus konstruktiv gemeint: Wir sehen tatsächlich häufig den Balken im eigenen Auge nicht und forschen ständig nach Splittern in den Augen anderer.

    Zitat

    " Na, wann ist es denn bei dir endlich soweit?" " Wird Zeit, das du dir einen suchst."

    Einfach weghören, ignorieren oder wenn man es nicht mehr hören kann einfach sagen:


    Was geht dich das eigentlich an?

    Zitat

    Bin von Männern so schwer enttäuscht worden

    Ich von Frauen auch... :=o

    Zitat

    Ich bin mit meinen 33 einfach nur frustriert

    Bei dir steht aber 1980 als Geburtsjahr. Wie kannst du dann schon 33 sein?

    Zitat

    Ich habe irgendwie das Gefühl,das war´s bei mir und der Zug ist abgefahren

    So schnell würd ich die Hoffnung an deiner Stelle nicht aufgeben.


    Natürlich wird es mit zunehmendem Alter nicht einfacher, da man eben weiß, was man will und sich nicht mehr so leicht auf Kompromisse einlassen will.


    Aber damit bist du nicht allein und es gibt so viele Leute, die sich erst etwas später kennenlernen und trotzdem noch eine glückliche Familie werden. Also nicht verzweifeln und aufgeben, sondern aktiv weitersuchen.


    Auch einfach mal Männer ansprechen und nicht erst warten, bis man angesprochen wird.


    Viele Männer warten nur darauf!


    Wie vielen Frauen ist schon so viel entgangen, nur weil sie nicht über ihren Schatten springen und die Initiative ergreifen konnten!

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    Nein, nein – offenbar hab ich mich unklar ausgedrückt. Ich meine die EIGENE Reife.

    Das sehe ich genau so.

    Zitat

    Die meisten Menschen haben ein bestimmtes Bild wie "es sich gehört" das jemand mit 20, 30, 40 usw zu sein hat und wenn er dem entspricht dann ist r Reif und wenn nicht, dann ist er unreif und muss noch erwachsen werden.

    Also ich glaub nicht, dass jemand, der nun das Schema F gut erfüllt, unbedingt reif ist. Meiner Meinung nach leben viele Menschen ja auch ein fremdbestimmtes Leben, Hauptsache, sie haben es geschafft, einen Partner zu finden und event. eine Familie zu gründen und ein Häuschen zu bauen. Als ob es nur dann ein "gelungenes" Leben ist.... Mich nervt es manchmal ein wenig, wenn Leute (z.B. ehemalige Schulkolleginnen) dann nur noch im Doppelpack auftreten, da heißt es dann im Standardweihnachts-SMS nur noch "... wünschen Martina und Andreas." Und diesen Andreas kenne ich persönlich überhaupt nicht, also was interessiert mich das dann?


    Bei manchen Frauen habe ich manchmal den Eindruck, als ob sie sich nur mit einem "Mann" vollständig fühlen. Aber das nur so am Rande.


    Ich fühl mich von dem Thema auch betroffen, bin nämlich auch eine Frau in diesem kritischen Alter. Hab wenige längere schwierige Beziehungen hinter mir und seit eingen Jahren nur mehr kürzere Beziehungen.


    Meiner Meinung nach ist es durchaus ein Entwicklungsweg, beziehungsfähig und reif zu werden. Ich bin da auch durch einige Erfahrungen durchgegangen, auch schmerzhafte. Ich brauchte eben Zeit, herauszufinden, worauf es mir ankommt. Außerdem hab ich einige Experimente gemacht. ;-D Auf die Art von Beziehung, die ich in meinen frühen Zwanzigern durchmachte, würde ich mich heute vermutlich nicht mehr einlassen. Dort, wo ich früher jahrelang gekämpft und festgehalten habe, würde ich heute viel früher loslassen- weil mir einfach schneller klar wird, wenn die Perspektive fehlt. Weil ich einfach auch schneller spüre, wenn ich leide. Auch die Partnerpreferenz hat sich etwas geändert, Gott sei Dank.


    Insofern hoffe ich, auf einem guten Weg zu sein, um irgendwann auch eine Beziehung führen zu können die mich erfüllt.


    Eine gute Partnerschaft fällt nämlich nicht jedem Menschen einfach zu. Meist wiederholen sich doch in den Liebesbeziehungen Muster aus der Kindheit. Bestimmte Erfahrungen wiederholen sich, das ist kein Zufall, sondern hängt mit der eigenen Prägung zusammen.


    Als Extrembeispiel gelten hier natürlich z.B. Frauen, die Gewalt in ihren Beziehungen erleben. Die haben meist auch in der Kindheit diese Gewalt schon erfahren bzw. an den Eltern erlebt. Man sucht eben das, was man kennt und einem vertraut ist. Aber abseits dieser extremen Beispiele erlebt man das natürlich auch in anderen Formen, z.B. man gerät an Partner, die emotional unzugänglich sind- eine frustrierende Erfahrung! Aber wenn man ehrlich zu sich ist, stellt man fest, dass die Gefühle, die ein solcher Partner in einem auslösen, doch irgendwie schon bekannte Erfahrungen sind.


    Wie soll also ein Mensch, der zu wenig "gesunde" Beziehungsmuster am Beispiel der Eltern oder seiner Umgebung erfahren hat, nun diese Ressourcen plötzlich als Erwachsener aufbringen? Da muss dann erst ein Reifeweg durchgemacht werden. Klingt jetzt vielleicht alles sehr plakativ....


    Aber ich denke schon, dass solche inneren Schemata massiv mitwirken.


    Ich halte es für wenig sinnvoll, sich hinzustellen und "die Männer" oder "die Frauen" verantwortlich zu machen. Man ist für sich selbst verantwortlich, aber ein bißchen Glück braucht man auch und manches kann man auch nicht einfach so ändern, das sollte so akzeptiert werden. Gerade in der Zustimmung, dass es so ist wie es ist, liegt oft eine irrsinnige Kraft. Ich glaube, die wichtigste Sache, die man beitragen kann ist die, dass man seinen Frieden mit sich und den Dingen macht- das sind doch hohe Qualitäten und erzeugen auch eine sehr angenehme Aura, die sehr einladend auf andere Menschen wirkt.

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    Natürlich wird es mit zunehmendem Alter nicht einfacher, da man eben weiß, was man will und sich nicht mehr so leicht auf Kompromisse einlassen will.

    Gerade das ist der entscheidene Punkt. Mit zunehmenden Alter muß man als Frau zu mehr Kompromissen bereit sein. Und die Lebenserfahrung zeigt, dass das in der Praxis genau umgekehrt ist. Deswegen ist das auch so schwierig, als Single Frau Mitte 30 einen Partner zu finden. Und nicht, weil es die Partner nicht gibt.

    Zitat

    Aber damit bist du nicht allein und es gibt so viele Leute, die sich erst etwas später kennenlernen und trotzdem noch eine glückliche Familie werden. Also nicht verzweifeln und aufgeben, sondern aktiv weitersuchen.

    Genau so ist es. Es gibt heutzutage Singles ohne Ende – in jedem Alter. Leider finden die aber irgendwie nicht zueinander, weil zu hohe Anforderungen gestellt werden.

    Zitat

    Auch einfach mal Männer ansprechen und nicht erst warten, bis man angesprochen wird. Viele Männer warten nur darauf!

    Das kann ich nur bestätigen.


    Weiter vorn wurde empfohlen, generell von verheirateten Partnern Abstand zu nehmen. Das würde so nicht sehen wollen. Mir ist der Fehler unterlaufen, dass ich auf eine tolle Frau nicht angesprungen bin, weil sie verheiratet war und Kinder hatte. Für mich kam aus religiösen Gründen nicht in Frage, als Single etwas mit einer verheirateten Frau anzufangen. Wiederholt schlug ich eindeutige Avancen Ihrerseits aus. Bis sie sich schließlich trennte, weil Ihr Partner eine andere Frau hatte. Leider war es da auch für mich zu spät, da sie anderweitig vorgesorgt hatte. Viele Ehen bestehen nur noch auf dem Papier und gehen früher oder später eh kaputt. Bei 65 % Scheidungsquote ist Scheidung der anzunehmende "Normalfall". Man sollte daher verheiratete Partner nicht von vorn herein ausschließen, wenn die Chemie stimmt.

    Zitat

    Mir ist der Fehler unterlaufen, dass ich auf eine tolle Frau nicht angesprungen bin, weil sie verheiratet war und Kinder hatte ... Bis sie sich schließlich trennte, ... Leider war es da auch für mich zu spät, da sie anderweitig vorgesorgt hatte.

    Das sehe ich nicht so. Es war kein Fehler. Wäre sie nämlich für Dich geschaffen gewesen, hätte sie NICHT "anderweitig vorgesorgt", sondern auf Dich, genau auf Dich gewartet!


    Hat sie nicht, und deshalb solltest Du nicht denken, Du hättest Deine Chance verpasst. Aus meiner Sicht: Mit dieser Frau gab es in Wirklichkeit nie eine, sonst hättet Ihr sie beide ergriffen.


    Ebenso hättest Du Dir mit ihr eine fatale Sache einhandeln können; wie oft wird eine endlose Qual daraus, sich auf einen verheirateten Partner einzulassen?


    Wenn es dennoch der oder die Richtige ist, werden sich eines Tages beide finden, so oder so. Aber niemand der beiden muss sich schuldig fühlen, dass er in eine Ehe eingedrungen ist, wenn er erst einmal Abstand sucht.


    Ich kenne die These, dass Ehen nur dort durch einen Dritten zerbrechen können, wo sie eh schon kaputt sind, das mag sein. Und dennoch sollte der betreffende Ehepartner, der einen Dritten liebt, die Kraft finden, sich aus eigenem Antrieb zu lösen.


    Für Dich dürfte das, gerade wenn Du religiös bist, doch sonst besonders schwierig – Schuldgefühle und so ...

    Werde jetzt 30 und hatte noch überhaupt nie einen Freund. In meinem Familien- und Freundeskreis sind alle längst verheiratet und haben kleine Kinder. Ich kenn das Gefühl das du beschreibst und es ist einfach zum Kotzen.

    Zitat

    Wenn es dennoch der oder die Richtige ist, werden sich eines Tages beide finden, so oder so.

    Nein, dass sehe ich ganz anders.


    Es sind oft nur ganz kleine zeitliche "Korridore", wo man zu einander findet.


    Glaubst Du den ernsthaft, o.g. Frau hätte, nachdem ich sie mehrmals zurückgewiesen habe, noch irgendwas von mir wissen wollen? Ist doch umgekehrt genau so. Wenn mir eine 2 oder 3 x sagt, dass es nichts wird, dann akzeptiere ich das und das Leben geht weiter.


    Ich glaube, dass viel zu oft verkannt wird, dass die Chancen nur in einem ganz kleinen Zeitfenster genutzt werden können. Wer dann nicht so weit ist und die Chance ergreift, verliert sie. Und muß sich um neue Möglichkeiten kümmern.

    Zitat

    Werde jetzt 30 und hatte noch überhaupt nie einen Freund.

    Geh unter Leute. Geh in Vereine. Werde aktiv. Wer nichts einsetzt, kann nichts gewinnen.


    Schreib einfach mal ledige Männer aus Deiner Umgebung auf eine Liste auf – die gibt es ohne Ende – und sprech mal einen an, wo Du meinst, dass der ziemlich sicher anbeißen könnte, ob Ihr mal zusammen ins Kino wollt oder sonst was machen wollt. Aber nicht zu verbindlich, sondern auf neutralem Boden und vollkommen unverbindlich. Und dann den nächsten und den nächsten.


    Wichtig ist, dass Du erst noch nicht den unerreichbaren Traummann ansprichst, sondern den, von dem Du meinst, dass der am ehesten mitmacht.

    Zitat

    Es sind oft nur ganz kleine zeitliche "Korridore", wo man zu einander findet.


    Glaubst Du den ernsthaft, o.g. Frau hätte, nachdem ich sie mehrmals zurückgewiesen habe, noch irgendwas von mir wissen wollen? Ist doch umgekehrt genau so. Wenn mir eine 2 oder 3 x sagt, dass es nichts wird, dann akzeptiere ich das und das Leben geht weiter.


    Ich glaube, dass viel zu oft verkannt wird, dass die Chancen nur in einem ganz kleinen Zeitfenster genutzt werden können. Wer dann nicht so weit ist und die Chance ergreift, verliert sie. Und muß sich um neue Möglichkeiten kümmern.

    Wenn ich Diuch richtig verstanden habe, dann hast Du sie zurückgewiesen, weil sie verheiratet war? Als beantworte ich Deine Frage mit "Ja": Ja, ich glaube ernsthaft, wenn sie echtes Interesse an Dir gehabt bzw. Dich geliebt hätte, dann wäre Deine Abweisung von ihr dahingehend interpretiert worden und sie hätte es nicht nur verstanden, sondern es geachtet bzw. Dich dafür geachtet.


    Ich will Dir nichts einreden, nur glaube ich fest daran, dass es so etwas wie Schicksal gibt, und nichts ist so schicksalhaft wie der Partner, der uns zugedacht ist. Wir können zwar Umwege gehen, aber unserem Schicksal werden wir immer begegnen.


    Mit dem Zeitfenster stimme ich Dir zu – ich hätte meinen Mann nicht vorher kennen lernen können, da er vorher auch noch gebunden war; zeigt aber eben auch auf, dass selbst das Zeitfenster so oder so ausgelegt werden kann.

    Ich schliesse mich der Zeitfensterhypothese an. Es gibt nicht nur einen Deckel pro Topf, es gibt sogar erstaunlich viele, die in Fragen kämen. Irgendwann trifft man aber eine Entscheidung für einen bestimmten Menschen, und bemüht sich, die weiteren Deckel, die man in den kommenden Jahrzehnten zwangsläufig noch trifft, als Freundschaften einzusortieren.

    Hallo zusammen...


    Ich mische mich mal hier ein weil ich auch Ü30 bin und zum Thema "kinderlos" was sagen möchte...


    Also wenn Frauen hier frustriert sind weil sie den richtigen Partner einfach nicht zu finden scheinen, dann versteh ich das zu deren Bedauern..


    Zur Sache "kinderlos" kann ich nur sagen: Das muss nicht so bleiben !! Das kann man sich auch ohne Partner erfüllen - sogar ohne sexuelle Notwendigkeit. Ganz schlicht und einfach mit privater Samenspende. (hat nichts mit Samenraub zu tun ]:D )

    Zitat

    Zur Sache "kinderlos" kann ich nur sagen: Das muss nicht so bleiben !! Das kann man sich auch ohne Partner erfüllen – sogar ohne sexuelle Notwendigkeit. Ganz schlicht und einfach mit privater Samenspende. (hat nichts mit Samenraub zu tun )

    Schön und gut. Aber den Frauen hier geht es ja eigentlich nicht darum, ein Kind um jeden Preis zu haben und dann alleinerziehende Mütter zu sein, sondern darum, den richtigen Mann zu finden, mit dem man eine Familie gründen kann. Sie wollen ja nicht ohne Partner sein.


    Und welcher Mann spendet schon privat seinen Samen, damit er dann Unterhalt für Kinder bezahlen darf, von denen er nichts hat?


    Außerdem, deine Idee mag gut für überzeugte Single-Frauen mit Kinderwunsch geeignet sein.


    Hast du eine vergleichbare Idee auch für überzeugte Single-Männer?

    Also ich weiß nicht.... für mich würde dann doch an erster Stelle die Partnerschaft stehen- wenn daraus dann noch ein Kind entspringt wäre es sicherlich eine große Freude.


    Aber um jeden Preis ein Kind? Das wäre für mich nichts.


    Aber wer weiß, was ich in 5 Jahren dazu sage. ;-D