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    Den Eindruck eines Ventils habe ich auch. Da wird einmal gewaltiger Leidensdruck abgelassen und dann wird, wie beim Romeo und Julia Effekt, wieder verteidigt.

    Zitat

    Manchmal kann ich mich dem Eindruck wirklich kaum noch erwehren, unter irgendeiner Form der "Beobachtung" zu stehen?


    Also ich persönlich kontrolliere keine Listen, wer sich wann wie oft, oder über bestimmte Zeiträume auch mal nicht einloggt?! ":/


    Gruselig.

    Da musst du dich nicht gruseln. Immerhin eröffnest du in den gleichen Foren immer wieder Themen. Das immer wieder die selben leute in den selben Themenbereichen lesen ist keine Überraschung und wenn einem jemand so regelmäßig über den Weg läuft wie du, dann merkt man sich das.


    Du sagst dich verbindet viel fundiertes mit deinem Mann. Mh. Kann das wirklich Gewalt aufwiegen? Was wiegt in deinen Augen schwerer, die Angst zu gehen oder die Liebe und die Hoffnung?


    Und wieviel Anteil hat bei all dem dein Idealbild von einer Mutter? Also davon wie ein Mutter zu sein hat? Könnte es sein, dass deine strikten Ansichten zu Fremdbetreuung und soweiter, dich gerade mit einzementieren, weil du in deinen Augen keine "schlechte" Mutter sein willst? Und wie passt das zu deinen rigorosen Ratschlägen, wenn andere Frauen von Gewalt in ihren beziehungen berichten? Da unterstreichst du regelmäßig wie schädlich diese Erfahrungen für das Kind sind, bist du also wirklich der Meinung dein kind würde unter der Kita mehr leiden als unter einem Elternhaus in dem Gewalt ausgeübt wird?


    Ich hab schon verstanden, du möchtest nicht gehen. In Ordnung, aber dann überlege dir zumindest in welchem Rahmen du dein Kind schützen kannst. Denn natürlich baut er sich sein Bild davon, wie die Beziehung zwischen Mann und Frau zu sein hat auch schon heute, indem er euch beobachtet. Wenn dein Sohn nicht irgendwann deine Schwiegertochter treten soll, dann wird es Zeit sich einen Plan zurecht zulegen.

    Zitat

    Dass sie immer wieder Fäden eröffnet, in denen solche Hämmer thematisiert und dann wieder relativiert werden, braucht sie als Ventil, wer könnte es ihr verdenken.

    Wobei da, meiner bescheidenen Meinung nach, gerade in einem Gesundheitsforum wie med1, durchaus überlegt werden sollte, ob man das Ventil sein möchte, das es überhaupt erst mit ermöglicht eine solche ungesunde Beziehungsdynamik weiter am laufen zu halten.

    Zitat

    gerade in einem Gesundheitsforum wie med1, durchaus überlegt werden sollte, ob man das Ventil sein möchte, das es überhaupt erst mit ermöglicht eine solche ungesunde Beziehungsdynamik weiter am laufen zu halten.

    Ich würde mir halt wünschen, dass - für die Lesbarkeit und die Nachvollziehbarkeit - die Fäden zusammengelegt würden.


    Sheilagh sucht ja hier nach Hilfe/Rat/offenen Ohren. Ich würde mich da gerne dementsprechend einbringen. Aber es ist einfach kompliziert, die verschiedenen Themen/Fragen/noch zu beantwortenden Rückfragen im Kopf zu behalten, wenn die gleiche Beziehung in 2 Fäden gleichzeitig diskutiert wird.


    Sheilagh, könntest du dir vorstellen, deine Fäden zusammenzulegen?

    @ Sheilagh

    Du schreibst, dass du bewußt die Entscheidung triffst mit deinem Partner zusammen zu bleiben. Dass du bleibst aus freien Stücken und nicht weil du nicht weißt, wie du da raustkomnst.


    Du hast Verantwortung deinem Kind gegenüber, der die Mißhandlungen mitbekommt. Unbewusst jetzt schon und bald auch bewusst. Diesen Schaden an der Seele deines Kindes nimmst du billigend in Kauf, weil dir dein Leben wichtiger ist als seins.


    An der Stelle bist du nicht Opfer. Du bist Täterin.


    Ähnliches hat meine Mutter gemacht. Sie hat mich regelrecht geopfert und ich habe sie zutiefst gehasst dafür. Das sie sich zu diesem Zeitpunkt für ihre Vorstellung von einem tollen Leben ??was es ähnlich wie bei dir objektiv nicht war, sie wurde genau wie du von ihrem Mann misshandelt?? und damit gegen mich entschieden hat, war der tiefste Verrat.

    Vielleicht liegt eine dieser tiefen Diskrepanzen ja tatsächlich in deinem Idealbild einer Beziehung und dem tatsächlichen Leben. Gefühlt sagst du "Lieber drei behütete erste Jahre in einem schönen Haus als frühe (vemeintlich nicht gute) Fremdbetreuung für mein Kind". Diese Wahl hast du gar nicht.


    Tatsächlich triffst du die Entscheidung zwischen Fremdbetreuung incl einem Leben in kleiner Wohnung und dem Aufwachsen in einer dysfunktionalen Beziehung, die von schwerem psychischen und auch physischen Missbrauch gekennzeichnet ist, der im Anschluss tot geschwiegen wird. So hat euer Kleiner verloren. Im Bestfall wird er nicht zum Opfer deines Freundes. Dann hat er entweder gelernt, dass es ok ist andere respektlos zu demütigen und zu schlagen oder dass es ist ok ist, sich das gefallen zu lassen. Die Option in einer liebevollen Umgebung aufzuwachsen hat er nicht. Auch wenn ihr ihn beide liebt. Und das ist doch echt mal traurig, oder?


    Ich finde übrigens nicht, dass du den Wunsch die ersten Jahre mit dem zu Hause zu sein immer damit begründen musst Pädagogin zu sein. Das ist auch einfach als Mutter ok. Aber schau dir die Realität an.


    Was ich ehrlich gesagt noch mehr als schräg finde, ist die Begründung mit dem Frauenhass als Entschuldigung wegen seiner Mutter. Stell dir mal vor, ihr zieht das durch und das nächste Kind wird ein Mädchen. Es kommt in die Pubertät und raubt ihm den letzten Nerv wie Teenies das halt so machen. Darf er das dann auch fertig machen und umtreten, weil er Probleme mit seiner Mutter hatte? Das ist doch echt schräg.


    Wenn du dich nun also entschieden hast, in der Beziehung zu bleiben, dann bleib mit offenen Augen- und da schließe ich mich danae an- finde heraus wie du dein Kind vor eurem Beziehungsmuster schützen kannst.

    Graógramán

    Zitat

    gerade in einem Gesundheitsforum wie med1, durchaus überlegt werden sollte, ob man das Ventil sein möchte, das es überhaupt erst mit ermöglicht eine solche ungesunde Beziehungsdynamik weiter am laufen zu halten.

    med1 ist eine Gemeinschaft von Menschen, zur gegenseitigen Hilfestellung und Unter­stützung. Jeder kann und darf sich mit seinem Problem an das Forum bzw diese Gemeinschaft wenden um nach Rat zu fragen oder sich mit anderen auszutauschen.


    Die Entscheidung liegt einzig allein bei Sheilagh, wie sie mit ihrem Beziehungsproblem umgeht und welche Veränderungen sie bzgl. der schwierigen Situation mit dem Partner machen möchte oder kann.


    Die Aufgabe des Forums sollte es sein, zu begleiten, zuzuhören, Hilfestellungen zu geben.

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    Zitat

    med1 ist eine Gemeinschaft von Menschen, zur gegenseitigen Hilfestellung und Unter­stützung. Jeder kann und darf sich mit seinem Problem an das Forum bzw diese Gemeinschaft wenden um nach Rat zu fragen oder sich mit anderen auszutauschen.


    Die Entscheidung liegt einzig allein bei Sheilagh, wie sie mit ihrem Beziehungsproblem umgeht und welche Veränderungen sie bzgl. der schwierigen Situation mit dem Partner machen möchte oder kann.


    Die Aufgabe des Forums sollte es sein, zu begleiten, zuzuhören, Hilfestellungen zu geben.

    Ja, das sehe ich auch so.


    Wie ist das in Fällen von Magersüchtigen, die unter dem Vorwand sich über vernünftige, gesunde Portionsgrößen austauschen zu wollen, mit Unterstützung der anderen User immer und immer wieder um's Thema Essen drehen? Da wurden in der Vergangenheit wegen schädlichen Dynamiken ja durchaus auch schon Fäden geschlossen. Weil man die TEs nicht dabei unterstützen wollte sich immer weiter in ihrem Teufelskreis zu bewegen.

    Zitat

    Netiquette

    Medizinisch bedenkliche Inhalte

    Dieses Forum dient der gegen­seitigen Hilfe, es kann deshalb nicht im Interesse von med1 liegen, wenn medizinisch bedenk­liche Inhalte beför­dert werden. Das betrifft haupt­säch­lich (aber nicht aus­schließ­lich) die Ver­harm­losung, Relati­vierung oder gar Ver­herr­lichung von Drogen­konsum jeder Art (legal wie illegal, inkl. Cannabis- oder Nikotin­konsum und Alkohol­rausch) sowie andere medizinisch bedenk­liche Verhaltens­weisen wie z.B. Ess­störungen oder krank­haftes Unter- oder Über­gewicht. Diese krank­haften Zustände und Ver­haltens­weisen dürfen im Forum nur diskutiert werden, wenn deren Krank­haftigkeit nicht in Frage gestellt und eine Änderung des krank­haften Zustandes bzw. der krank­haften Verhaltens­weise angestrebt wird. Auf Mengen­angaben sollte im Forum "Untergewicht" bzw. in Fäden, die inhaltlich in dieses Forum passen, generell verzichtet werden.

    Hier geht es zwar nicht um Magersucht oder Drogenkonsum. Aber ich würde sagen, dass psychische Gesundheit durchaus auch zur Gesundheit gehört. Vor allem geht es hier ja nicht ausschließlich um das psychische und physische Wohlergehen eines erwachsenen Menschen, sondern auch um die psychische und physische Unversehrtheit eines hilflosen Babys :°(


    tatua beschreibt das hier ja ganz schön:

    ..und ich sehe in dem Fall dieses Threads beziehungsweise der vorherigen Threads ehrlich gesagt keine Einsicht der TE, dass eine (um die Netiquette zu zitieren) "Änderung [...] der krank­haften Verhaltens­weise angestrebt wird".


    Sie entscheidet nicht nur für sich in einer psychisch und körperlich krankmachenden Umgebung zu bleiben. Sie entscheidet das auch für ihr noch nicht einmal einjährigen Säugling!


    Wo ist denn da bitte die Einsicht, dass nicht nur das Verhalten ihres Partners, sondern auch ihr eigenes Krankheitswert haben? Sie schreibt ja selbst, dass ein Auszug und eine Veränderung der Lebensbedingungen für sie nicht in Frage kommen..


    Und ich sehe es schon so, dass wir als Forum durch das Bieten einer Plattform zur Aufrechterhaltung dieser Missstände beitragen. Und das ist in meinen Augen genau das Gegenteil von Helfen.

    Ich bitte darum, an dieser Stelle keine Metadiskussion zum Forum zu führen und alle Beteiligten, die sich nicht mehr thematisch beteiligen wollen, bitte einfach rauszuhalten. Deine Fragen, @Graógramán, können wir gerne an anderer Stelle diskutieren.

    Zitat

    Gefühlt sagst du "Lieber drei behütete erste Jahre in einem schönen Haus als frühe (vemeintlich nicht gute) Fremdbetreuung für mein Kind". Diese Wahl hast du gar nicht.

    Ich habe meine Mutter Jahre später mal gefragt, warum sie geblieben ist. Als Antwort bekam ich zu hören, dass sie wegen mir nicht gehen konnte, sie wollte mir ein Dach über dem Kopf bieten. Noch heute ist ganz viel Wut in mir, wenn ich daran denke. Und ja, zuerst wurde meine Mutter verprügelt und irgendwann dann ich. Und ich lebte als Kind und Jugendliche in ständiger Anspannung, weil ich immer auf der Hut war.


    Und genau deshalb machen mich solche Frauen einfach nur wütend. Da wird nicht ans Kind gedacht, denn dann gäbe es nur eine Entscheidung.

    @ Andrusch

    Wie nett, dann wurde Dir als Kind auch noch quasi die "Schuld" gegeben - man konnte nicht, weil man ja Dir ein Dach über dem Kopf geben wollte… Wärest Du nicht gewesen, wäre sie ja gegangen… Ganz geil.

    @ Hyperion

    Wenn man jemandem gerade so viel hilft, dass er es in einer destruktiven Situation weiter aushalten kann, dann stützt man die zugrunde liegende Dynamik. In der Suchtszene nennt man solche Menschen 'enabler'.


    Da kann begleiten und zuhören manchmal das falsche Signal sein.


    Was nicht bedeutet, grob oder gemein zu der Person zu sein. Aber die Frage nach der Intention mit der Sheilagh hier schreibt, sollte im Raum stehen.


    Sie selbst schreibt auf die Frage wofür ihr thread hier sein soll:

    Zitat

    Ich wollte damit nicht ganz alleine sein.

    Wenn wir hier mit ihr sind, sie begleiten und ihr zuhören, wird es leichter aushaltbar für Sheilagh, in einer gewalttätigen Beziehung zu sein. Ist das gut?