• Spezielle Vorlieben, wie damit umgehen?

    Hallo liebes Forum! Ich bin neu hier und brauche "offene Ohren" und vielleicht auch gute Ratschläge. Ich poste dies hier im Beziehungsforum, obwohl es einen sexuellen Hintergrund hat. Jedoch ist die Beziehungsebene die, im die es mir hier geht. Hintergrund: Lebe seit 2,5 Jahren in einer harmonischen Beziehung x:) , wir sind beide Mitte 30. Denke, er "ist…
  • 56 Antworten
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    Aber es könnte ja auch sein, dass der Partner nicht gleich nach dem Geständnis Schluss macht, sondern dass er dann einfach den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf kriegt, dass seine Partnerin auf Windeln steht und dass er sie dann einfach mit anderen Augen sieht und es dann nicht mehr so geil mit ihr findet beim Sex, weil er weiß, sie möchte eigentlich was ganz anderes. Ich denke nicht, dass man ihm dann vorwerfen könnte, dass er solche Gedanken hat, denn dafür kann er genau so wenig, wie seine Freundin für ihren Fetisch. Aber irgendwann führt das dann vielleicht zur Trennung, weil es nicht mehr passt.

    das sehe ich ähnlich. es geht ja nicht darum,, ob man den Fetisch des Partners nur uninteressant, nicht prikelnd oder abstossend findet, es reicht erstmal die Feststellung, dass man selbst das nicht mit dem Pertner ausprobieren möchte. Und dann sitzt man da....mit dem Gedanken im Kopf, dass der Partner ein sexuelles Verlangen hat, dass man nicht erfüllen will/kann. Das heißt, dieses "wir haben ganz tollen, für beide erfüllenden Sex" kann man eigentlich nie wieder so annehmen, da man ja weiß, dass der Partner ein unterfülltes Bedürfnis hat. Dann kommen nagende Zweifel, ob es fair ist, dem geliebten Menschen einen Teil seiner Sexalität zu versagen....und das Kopfkino dreht und dreht sich......

    Aiyana89

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    Ein Partner, der wegen einem solchen Geständnis gleich Schluss macht, wäre für mich ohnehin kein Partner mit dem ich weiterhin zusammenbleiben möchte. Man muss nicht jeden Fetish toll finden, aber man kann es doch wenigstens neutral einfach akzeptieren? Naja anscheinend "kann man" wohl nicht, wie ich das hier so lese.

    melliebellie und DieKruemi haben dazu schon zwei wichtige Gedanken angeführt. Aber es geht ja nicht nur darum; es geht auch darum, dass man selbst mit bestem Willen keinen Einfluss darauf hat, wie sich das Bild von einer Person ändern kann, wenn man bestimmte Aspekte seiner Lebenswelt, Psyche, Fantasie vorgesetzt bekommt. Das sind diese Verunsicherungen à la "Mein Freund hat mir gestanden, dass er gerne Frauenwäsche trägt. (ist er jetzt schwul?)", "Meine Freundin macht gern Kaviarspiele (wie pervers und eklig ist das denn?)" und "Mein Partner würde mich beim Sex gern schlagen, demütigen und wehrlos machen (ist er ein niveauloser Sadist und Frauenverachter?", die natürlich zum Teil aufgeklärt werden können - und trotzdem, je nachdem, einen schalen Nachgeschmack hinterlassen, ein Bild verschieben und unstimmig werden lassen, weil die neue Facette so gar nicht in das bekannte Gesamtgemälde passt. Ich hab's oben ja schon versucht zu erläutern: auf so etwas hat man nur bedingt Einfluss. Und dass das Tragen einer Windel bei den meisten die Assoziation von dysfunktionalen Ausscheidungsorganen hervorruft, was wiederum mit Krankheit und/oder entsprechendem Alter in Verbindung steht, ist ja nun nicht ihrer Boshaftigkeit zuzuschreiben. Genausowenig wie der Bruch in der Darstellung, wenn der Beschützer an meiner Seite mir plötzlich gesteht, dass er in meinen Arm gekuschelt in eine Windel einnässen möchte.
    Du sagtest ja selbst:

    Zitat

    Und im Endeffekt: entweder er kann damit leben oder nicht.

    , was ebenfalls die Option einer Trennung impliziert. Und das hat eben nicht unbedingt etwas mit Intoleranz oder mangelnder Liebe oder Boshaftigkeit zu tun.

    Antonialila meldet sich ja leider nicht mehr - aber mir drängt sich ganz dringen die Frage auf: Relität und Phantasie - ist das in real dann auch so "geil" wie im Kopfkinoß


    Hast du es schon mal (für dich allein) ausprobiert?


    Ich denke wenn du das noch nicht gemacht hast, kann es ja unter Umständen ganz ander sein als man es sich vorstellt.


    Auch ich habe durchaus ein paar Fantasien die mich anmachen, von denen ich aber absolut sicher bin dass ich sie nicht umsetzen möchte.

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    Hast du es schon mal (für dich allein) ausprobiert?

    sie hat es wohl vor Jahren schon mal ausprobiert

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    Ich habe allerdings eine spezielle Vorliebe, die ich bis dato (von einer Affaire in jungen Jahren abgesehen..) nur gedanklich ausleben kann.

    Fetische gibt es viele und meist haben sie die Eigenschaft, dass sie für diejenigen, die den Fetisch nicht haben, "etwas befremdlich anmuten". Auch Fetische mit Urin oder Windeln gibt es verschiedene, man möge nur mal z.B. unter dem Begriff "Golden Shower" googeln. Solange er aber niemand explizit schadet, sollte er aber auch OK sein.


    Einen Fetisch wirst du nicht auf Dauer unterdrücken können. Entweder du wirst unglücklich, oder die Beziehung wird zerbrechen.


    Was tun?


    Ich denke, dass ein offenes Wort mit dem Partner die beste Lösung ist. Oft sind die Mitmenschen dann doch erstaunlich aufgeschlossen. Vielleicht hat ja auch der Partner geheime Träume und es fällt ihm nun leichter darüber zu kommunizieren. Vielleicht findet sich gemeinsam ein Weg, damit umzugehen.


    Was kann ein offenes Wort schaden? Der Partner könnte die Vorlieben entsetzt ablehnen und die Beziehung beenden. Doch das würde sowieso über kurz oder lang geschehen, wenn der Fetisch geheim bliebe...

    Hallo,


    wenn der Fetisch wirklich nur darin besteht, sich eine Windel anzulegen, zu kuscheln und dabei einzunaessen, kann die TE das ja schon fast unbemerkt tun, wenn sie die entsprechende Ueberkleidung traegt.


    Mich stoeren weder die Windel (damit habe ich tagtaeglich seit 10 Jahren mit 5 Kindern hinreichend Umgang, und das wird auch noch ein Weilchen so bleiben ;-D ) noch der Urin oder auch das, was man sonst noch so in einer Windel finden kann ;-) (ich fasse jeden Tag derartig oft in den Schiet, wenn ich den naechsten allerwertesten Hintern ueber dem Waschbecken oder in der Dusche saeubere), aber womit ich ein Problem habe: Wie geht's dann weiter – beendet man das Kuscheln zum Zeitpunkt x, so wie frueher in der Schule das Knutschen mit dem Klingeln endete, und jeder geht wieder zur Tagesordnung ueber, oder soll dann noch mehr an Zweisamkeit folgen?


    Uebertragen auf die Kinder: Auf das Einnaessen folgt der Windelwechsel – oder das Warten, bis auch die Firma Pampers & Co. mit ihren Geheimrezepten am Ende sind. Es wird dann leicht feucht, etwas feuchter, noch etwas feuchter, ..., und wenn man das Kind sich auf den Schoss setzt, spuert man nach einiger Zeit eine nette Feuchte auf den Oberschenkeln. :-D – Soll das oder aehnliches auch noch Teil des Szenarios sein?


    Dann sind wir bei einem Ausschnitt aus Spielen a la "Vater, Mutter, Kind" in der Variante fuer Erwachsene, wobei die TE offenbar die Rolle des Kindes/Babys uebernimmt. Bei derartigen Rollenspielen koennen noch andere Dinge hinzukommen wie Fuettern usw. – Naja, da gaebe es dann viele Varianten, die das Liebesspiel nehmen koennte, denn auch ohne explizites "Mutter, Vater, Kind"-Spiel kann man ja mit Essen ganz schoen erotischen Unsinn treiben ;-)


    Die TE muesste uns nochmal "Input" geben, damit wir die Richtung noch ein bisschen besser abschaetzen koennen ;-)

    Darüber reden ich sicherlich wichtig – aber wenn, dann sollte es recht bald beim Beginn einer neuen Beziehung erfolgen; die TE berichtet, sie wäre schon ca. 2,5 Jahre mit ihrem Freund zusammen, da ist die Gefahr schon sehr groß, dass bei so einem späten outing bzw. bei Nicht-Akzeptanz eines solchen Fetisch'die Beziehung mittelfristig in die Brüche geht.


    Was bleibt? Ich glaube, die meisten Menschen müssen ihren Fetisch (der sie ein ganzes Leben lang begleiten wird und den man sich nicht aussuchen kann) für sich alleine im stillen Kämmerlein oder gegen entsprechende Kohle bei einer/einem Profesionellen ausleben.

    Zitat

    ür sich alleine im stillen Kämmerlein oder gegen entsprechende Kohle bei einer/einem Profesionellen ausleben.

    Ach nein, das glaube ich nicht mal. "Auf jeden Topf passt ein Deckel!" und es gibt durchaus eine Reihe von Clubs, Communities oder Ähnliches, wo Mann und Frau auf Gleichgesinnte, bzw. wenn nicht Gleichgesinnt, dann doch wenigstens tolerante, Partner trifft. "Wer suchet, der findet."

    @ Wolfgang

    klar gibt es entspr. Communities, wo Gleichgesinnte sich finden können – aber aus Sicht der TE war das in ihrer derzeitigen Situation ja wohl keine aktuelle Option – sie möchte ihre "spezielle Vorliebe" ja mit ihrem Partner ausleben!

    Zitat

    Darüber reden ich sicherlich wichtig – aber wenn, dann sollte es recht bald beim Beginn einer neuen Beziehung erfolgen; (othello)

    Stimmt, weiterer Punkt. Einerseits wieder verständlich und auch irgendwie logisch und nachvollziehbar, dass man erst tiefes Vertrauen fasst oder fassen möchte, bevor man solche Fantasien dem Partner unterbreitet. Andererseits: nach mehreren Jahren ist eine Beziehung und auch in gewisser Weise das Bild vom Partner soweit gefestigt, dass man mit derlei Überraschungen vermutlich nicht (mehr) rechnet. Und dann - das greift allerdings wieder den von mir schon erwähnten Punkt auf - könnte man die Frage in den Raum stellen, inwieweit das (anfängliche) Verschweigen einer solchen Vorliebe nicht tatsächlich auch "unfair" ist - im Sinne eines "ich warte mal ab, bis du mich liebst. und wenn du mich liebst, zeige ich dir Seiten von mir, die du nie erwartet hättest.". Überspitzt, ja, und vielleicht auch übertrieben, wenn die TE ihren Fetisch offenbar als nicht so drängend empfindet, als sie ihn bisher großartig ausgelebt hätte.


    Schon zu Beginn einer sich abzeichnenden neuen Beziehung in dieser Hinsicht relativ offen zu sein, hätte zumindest den Vorteil, dass Personen, die sich damit nicht anfreunden können, als Beziehungspartner vermutlich ausscheiden würden. Und den Nachteil, dass sie sich trotz aller anderen passenden Ebenen nie näher kennengelernt hätten. Hm. Bleibt schwierig.

    Ich weiß nicht. Das Drama, in das der Freund der TE stürzen soll, sehe ich so nicht. Laut Aussage der TE gibts seit zweieinhalb Jahren erfülltes (!) Sexualleben ohne Windeln. Da scheinen alle mit klarzukommen. Wenn er denn mit Windeln nix anfangen kann und will, bleibt das halt so und ist immer noch erfülltes Sexualleben. Aus vielen anderen Beziehungen hört man unbefriedigteres.


    Davon, dass niemandem ein Zacken aus der Krone bricht, wenn man den Windelteil halt auslagert, fange ich mal vorsichtshalber gar nicht erst an.