Stehe immer auf den selben Typ Mann

    Ich habe ein Problem. Vielleicht könnt ihr helfen oder es euch erklären.


    Ich stehe immer auf den selben Typ Mann. Meist sogar das selbe Sternzeichen (ich glaube eigentlich nicht an sowas). Und das ist genau der Punkt, was mich total nervt. Es kommt nicht mal aufs Aussehen an, sogar es sind immer die, die ich nicht haben kann. Also keine Stars oder so, aber die Männer haben immer eine kühle Art an sich und genau ab dann, wenn sie mir kein riesiges Interesse signalisieren, wird es für mich erst interessant.


    Generell bekomme ich im Alltag sehr viel Bestätigung, jedoch habe ich nicht das größte Selbstbewusstsein (wurde in meiner Kindheit oft gemobbt).


    Wenn ich mich mit jmd. treffe und er sich nicht sofort meldet (also am nächsten Tag), dann bin ich total traurig und habe eine Art "Liebeskummer", weil ich mir ständig Gedanken mache, woran es liegen könnte. Männer, die mir hinterherlaufen und Blumen schenken, die möchte ich nicht.


    Ich will immer kämpfen... Und langsam mache ich mir Sorgen, weil ich a) diesen Typ Mann anziehe oder b) eventuell suche? Eigentlich suche ich dann nur nach Anerkennung von besagter Person. Vielleicht liegt es auch an meiner Kindheit, da mein Vater immer sehr kühl und abweisend zu mir war und ich mir meine Aufmerksamkeit generell nur durch Leistung aufbauen konnte. Ich bin auch nicht so ein herzlicher Mensch wie viele andere. Im Beruf bin ich hingegen sehr erfolgreich und komme mit jedem gut klar. Mich belastet das gerade wirklich, weil so eine Situation erst vor kurzem wieder aufgetreten ist...

  • 5 Antworten

    Ich kann dir nur den Ratschlag geben, die Beziehung zu deinem Vater zu suchen und aufzubauen. Du wirst viele Dinge erkennen, die dir unbestimmt oder schräg erscheinen. Hast du eine dominante Mutter?

    Ich sage mal spontan, Du bist eine Leistungstochter.


    https://lebenshungrig.de/2011/vatermaenner-beziehungsprobleme-julia-onken/


    Und ja, das Verhältnis zum Vater spiegelt sich ganz oft in den Männern wieder, die man sich als erwachsene Frau aussucht!

    Kantenmechnaniker,


    siehe meinen anderen Thread, da geht es um meinen Vater. (Leider) kann ich die Beziehung nicht mehr aufbauen, da andere Probleme aufgetreten sind. Diese Probleme, von denen ich hier schildere, sind aber aus meiner ursprünglichen Kindheit (0-16 Jahre). Ich war immer ein sehr ängstliches Mädchen und meine Eltern konnten mir meine Probleme nie nehmen, da sie sie nicht verstanden und sich nicht interessierten. Mein Vater war nur gut in Verboten, oder im Tagebuch lesen und mein Vertrauen somit zu hintergehen. Er war immer sehr autoritär in meinen Augen. Ich hatte sogar oft Angst vor ihm.


    Meine Mutter ist 0 dominant. Sie kennt das Wort glaube ich gar nicht. Hat sich immer alles gefallen lassen. Sie sind inzwischen getrennt.

    @ Linea

    Ja, genau so fühlt es sich an, ein Mischtyp aus I und II. Umso weniger Bestätigung ich bekomme, desto mehr will ich. Ich stehe auch in Beziehungen immer an Punkt II, weil ich mich total aufopfere und immer 100% meines Ichs gebe, hingegen mein Partner immer nur die Hälfte gegeben hat. Ich will auch immer alles richtig machen, bin für meinen Partner über meine Grenzen gegangen. Es ist schwer zu erklären. Einen direkten Zusammenhang zu meinem Vater habe ich nie gefunden, aber irgendwoher muss es ja kommen.


    Es ist wirklich immer so:


    -Mann und ich haben Kontakt (ich denke mir nichts bei) er macht mir Komplimente etc. alles gut


    -Dann haben wir ein "Date" und wenn danach nicht direkt etwas kommt, versteife ich mich total auf besagte Person und fühle mich quasi "verliebt" und hoffe so sehr auf Bestätigung, dass er mich auch mögen könnte. Wenn dann immer noch nichts kommt, male ich mir tausend Gründe aus, was ich falsch gemacht haben könnte..Fühle mich wertlos.

    Die 'fehlerhafte' Eltern-Kind-Beziehung wird sich nicht mehr korrigieren lassen. Das 'Kind' ist in den Brunnen gefallen. Was sich aber ändern lässt ist, dass Du durch falsch gesetzte Prioritäten aufhörst zwischen dem inneren Kind aus der Vergangenheit und dem Anspruch einer erwachsen Frau hin und her zu springen.


    Es ist nicht ungewöhnlich, dass Frauen wie Männer aus den erworbenen Kindheitsmustern später in die Partnerwahl gehen. Man "vertraut" eher den Dingen die man kennt, wider besseren Wissens das es so nicht funktionieren kann.


    Du hast Angst davor, dass ein Mann Dich empahtisch als Mensch und Frau lieben kann. Du hälst es nicht für aufrichtig, weil Du es in Deiner Kindheit nicht objektiv erlebt hast um Deiner selbst Willen anerkannt und geliebt zu werden.


    Die schlechte Nachricht ist, dass Du diesen 'Ballast' nicht einfach abwerfen kannst, wie eine zu klein gewordene Schlangenhaut. Das ist ein Prozess der seine Zeit dauert. Du brauchst Geduld mit Dir selbst. Aber diese Zeit kann belohnt werden, wenn Du bereit bist sie investieren.


    Das Positive am Ende steht, wenn Du diese alten Muster durchbrichst, dass Du eine partnerschaftliche Beziehungen führen kannst. Du Deiner Persönlichkeit Züge verleihst die Dich weniger angreifbar werden lassen, dass Du innere Augenhöhe zu Dir selbst erlangst. Das ist nicht für alle Zeit ausgeschlossen. ;-)


    Wie sieht Dein Leben außerhalb der Partnersuche aus? Hast Du Freunde, die Dich im Umgang respektieren, Dich bestärken in Deinen Wünschen und Träumen? Die Dich in besonderen Situationen auch mal kritischer hinterfragen, aber nicht "runter" machen dabei.


    Wie sieht es in Deinem Arbeitsumfeld aus? Bist Du dort konfliktscheu oder kannst Du gut Grenzen setzen?


    Kannst Du zulassen, dass in einer Beziehung Geben und Nehmen sich die Waage halten bzw. der Umgang damit ausgewogen ist? Oder schlüpfst Du dann sofort wieder in das junge Kind, dass es allen recht machen will damit die Stimmung gut ist/bleibt?


    Wichtig für Dich ist, dass Du Situationen und Schlüsselmomente erkennst bevor Du handelst. Die Ursachen wahrnimmst, warum Du lieber zu einem "unerreichbaren" Mann emotional investieren willst, statt Dich auf eine Zuneigung einlässt die mit Dir selbst als Persönlichkeit zu tun hat.