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    ICh bin einfach der Meinung dass Menschen, die auf diesem Gebiet nicht gleich ticken, nicht zusammen passen.


    Grundlegende dinge sollten keine verhandlungssache sein.

    Ja, aber das wäre eher der Fall, wenn der TE gar keine Kinder will (was ich nicht rauslesen kann, auch keine Verzögerungstaktik).


    Sollen sich nun alle Paare trennen, die nicht aufs Jahr genau zum gleichen Zeitpunkt Kinder wollen?


    Ich wiederhole es nochmal: 2-3 Jahre sind gar nichts. Außer, man versteift sich auf seine Unzufriedenheit, das ist dann aber ein hausgemachtes Problem.


    Dann auch noch mit recht perfiden Mitteln zu arbeiten ist doch einfach hinterhältig; das macht man nicht mit einem Mann, mit dem man eine Familie gründen will. Dass die Freundin des TE es tut, ist nicht raus und ich unterstelle es ihr ausdrücklich nicht. Aber laut deinen und anderen Beiträgen hier würden einige Frauen so argumentieren:


    Mit 27 schon an Risikoschwangerschaft und Fehlgeburtrisiko zu erinnern, der Partner also indirekt schuld wäre, wenn er noch warten will + dem Partner indirekt androhen (und auch indirekt die Schule dafür geben), dass man ohne Kind depressiv werden könnte - Bitte? Das kann doch nicht wahr sein. Als Mann wäre das für mich der Punkt, wo ich die Beziehung zügig beenden würde. Das ist emotionale Erpressung. "Wenn du mir jetzt kein Kind machst, werde ich noch krank oder unser Ungeborenes stirbt dann!!!" - :-o Mal ganz davon abgesehen, dass es sachlich falsch ist.


    Die hier erwähnten erlebten Fehlgeburten und jahrelanger unerfüllter Kinderwunsch können sicher psychisch krank machen, ohne dass man vorher groß labil war. Das ist aber eine komplett andere Dimension als die des TEs und seiner Freundin.



    Danke :)z

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    Die Zahlen gelten aber nicht mehr für Frauen ab 40.

    Wozu auch - es geht um eine 27-jährige. Wie es mit Ü40 aussieht, ist vollkommen irrelevant (bzw. wäre eine Grundsatzdiskussion, die hier nicht hergehört).

    mnef


    Mir ging es nur darum klar zustellen, dass man aber nicht bis 40 auf die volle Fruchtbarkeit zurückgreifen kann, weil sich das bei PowerPuffi so las. So nachdem Motto:"bis zum Eintritt der Menopause alles kein Problem." Das ist ja aber so nicht richtig.


    Klar, die Frau hier ist 27 und da kann man sicher nochmal 2-3 Jahre warten, wenn man sich dann sicher sein kann, dass es dann losgeht. Nur, solange das Gegenüber schwammig ist und aufgrund eines Gefühls nicht will, kann man sich da ja gar nicht sicher sein. Eigentlich heißt es dann ja, in 2-3 Jahren gucken wir nochmal und da muss man sich ja schon bewusst drauf einlassen. Denn wenn man 30 ist, dann nochmal ganz neu Suchen, da muss man bei sehr starkem Kinderwunsch schon abwägen und ich fände es nur fair da dann sich und dem Partner gegenüber ehrlich zu sein.

    Sicher sein kann man sich nie. Vielleicht ist auch in nem Jahr Schluss, weil sie sich halsüberkopf in einen anderen verliebt oder oder oder. 100% Garantie, dass in 2 Jahren die Zeugung beginnt, kann ihr niemand geben, auch nach bestem Gewissen nicht, selbst wenn er sich aktuell todsicher wäre, dass es in 2 Jahren garantiert los geht. Und so eine Vereinbarung wäre auch ziemliches Pistole-auf-die-Brust setzen. Ich glaube nicht, dass das dem Beziehungsleben so förderlich wäre, wenn die Uhr bis "Jetzt musst du aber!" tickt.

    Da hier ja immer Eventualitäten argumentiert wird: Keiner kann dem Partner versprechen, dass die Schwangerschaft gut verläuft. Vielleicht muss die Partnerin Monate liegen? Vielleicht bekommt sie einen Wochenbettdepression? Vielleicht nimmt sie sich danach nur noch als Mutter wahr und nicht mehr als Partnerin?


    Auch für den Mann kann es bedeuten, dass sich alles ändert und da die zitierten Oma und Opa nicht helfen können und möglicherweise die Beziehung von vorher nicht mehr existiert. Dass die Beziehung sich völlig ändert - und zwar in eine Richtung, die Mann nicht möchte - darf daher auch gerne berücksichtigt werden. Für mich war das übrigens mit der Grund, war ich mit unserer jetzigen Beziehungdynamik noch einiges erleben wollte.


    Wie bereits geschrieben, dem Partner die eigenen Bedürfnisse und Egoismus vorzuwerfen, obwohl Frau in diesem Fall nicht anders handelt, führt meistens nicht zum Ziel.

    tja, dass nennt man wohl normales Lebensrisiko..... nichts bleibt, wie es ist.


    Auch wenn man keine Kind bekommt, verändert sich die Beziehung ständig und ev. gerade dadurch, dass man sich mit der Entscheidung so schwer tut ;-)

    Genau. Dann können es ja die Frauen mit Kinderwunsch unter "Lebensrisiko" verbuchen, ein oder zwei Jahre zu warten.


    Und schwer macht es sich gerade nur die Partnerin mit dem Kinderwunsch, der sofort umgesetzt werden soll.


    Und genau das stört mich: Alles, was der Partner, der gerade keine Kinder haben möchte, vorbringt, wird abgewertet, "egoistisch", "Bequemlichkeit", "tja, Lebensrisiko", "verantwortungslos" etc. Ich hatte ja oben schon geschrieben, dass Komfortzone und Egoismus auch beim Partner mit Kinderwunsch stark ausgeprägt ist.


    Es wundert mich nicht, dass Beziehungen an diesem Punkt scheitern, wenn die Bedürfnisse des anderen in beide Richtungen als so wenig legitim angesehen werden.

    Und noch ein anderer Gedanke: Wenn man tatsächlich auf einmal alle diese Attribute mit dem eigenen Partner in Verbindung bringt - was reitet einen, dennoch genau mit diesem bequemen, verantwortungslosen, empathiebefreiten, egoistischen, freiheitsliebenden, lebensriskoaversen Menschen dennoch ein Kind zeugen zu wollen? Sind diese Attribute nicht eigentlich nicht alles Argumente gegen eine lebenslange Beziehung, sondern eigentlich jedes einzelne von ihnen ein Trennungsgrund?

    Natürlich gibt es ein normales Lebensrisiko und keine Garantien. Aber das Risiko da ist ein anderes, als wenn jemand generell nicht weiß. Mir gehts doch nur darum, dass man sowas für sich selbst klären sollte, bevor man in diese Art von Auseinandersetzung startet, damit alle Beteiligten selbst entscheiden können welches Risiko sie eingehen wollen. Die einen entscheiden sich für das Risiko kein Kind mehr zu bekommen, die anderen für das Risiko einen neuen Partner suchen zu müssen. Wie auch immer. Das sollte man schon selbst entscheiden dürfen und nicht mit wischiwaschi Kram hingehalten werden.


    Genauso wenn man zum Beispiel eine Stelle weiter weg annehmen will, die einen versuchen eine Fernbeziehung, andere lassen es ganz, aber das geht doch nur wenn beide wissen wo sie selbst konkret stehen.

    Der TE scheint es mit sich geklärt zu haben: Jetzt nicht. In 2-3 Jahren gerne, alle Angaben ohne Gewähr.


    Mir scheint hier eher seine Freundin am Zug zu sein. Ernstenehmen, dass er sich nicht respektiert und überrumpelt fühlt. Sich fragen, ob sie und das Kind und überhaupt alle ein "Durchsetzen" langfristig glücklich macht. Was genau sich für sie verschlimmert, wenn sie wartet. Über Gründe etc. haben sie ja gesprochen. Sie kann sie nicht nachvollziehen - das sollte sie schleunigst nachholen. Denn sie sind nachvollziehbar. Natürlich kann sie trotzdem zu dem Schluss kommen, nicht auf den TE warten zu wollen, bei aller Nachvollziehbarkeit. Aber wenigstens auf die Gründe einlassen sollte drin sein.

    Die Diskussion dreht sich im Kreis.


    Der TE wird wohl nicht mehr antworten und hier besteht jeder auf seiner Meinung. Verständlich, denn Kinderkriegen und der richtige Zeitpunkt ist für jeden höchst individuell. Man kann nur hoffen, dass junge Paare sich da untereinander einig sind....

    Schade, dass der TE nichts mehr schreibt....


    Ich kann nur meine Erfahrung dazu beitragen.


    Ich konnte mit Kindern überhaupt nichts anfangen. Hatte auch keinen Kinderwunsch. Dann war ich 28 und hatte den Verdacht auf eine Eierstockentzündung. Hab natürlich gegoogelt. Unfruchtbarkeit kann eine Folge davon sein. Zum Glück war es im Endeffekt der Blinddarm. Aber dieser eine Tag Angst, ich könnte eventuell keine Kinder bekommen, hat einen dermaßen riesigen Kinderwunsch ausgelöst.... Hab erstmal abgewartet ob er so dringlich bleibt und ob ich es wirklich möchte. Fast ein halbes Jahr bis ich es meinem Mann gesagt habe . Ich wusste er wollte erstmal Haus bauen, eine Meisterstelle usw. Klar war er etwas überrascht, als ich ihm das gesagt hab, aber er hat mich einfach nur darum gebeten, sich an den Gedanken zu gewöhnen und darüber nachzudenken. Ich hatte schließlich auch schon ein halbes Jahr darüber nachgedacht. Paar Monate später haben wir dann vernünftig darüber gesprochen. Für und Widers überlegt. Es ging aber nie darum, ob wir ein Kind wollen, sondern wann. Wir haben uns auf sofort geeignet. Jetzt bin ich 31 und mein Kind ist ein halbes Jahr alt. Ich bereue im Nachhinein erst so "spät" Mutter geworden zu sein. Mir ist jetzt erst klar geworden, dass ich auf jedenfall drei Kinder haben möchte. Und jetzt stehe ich da und werde bei dem dritten Kind wahrscheinlich schon Ende dreißig sein. :-(


    Ein Kind verändert vieles. Das stimmt. Aber nicht ins negative! Es ist eine große Herausforderung in einer Beziehung und sollte vielleicht erst angegangen werden, wenn man eine stabile Basis hat.

    Hallo zusammen,


    ja, doch im melde mich nochmal :)


    Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, ich hatte erst wenig Zeit und dann versucht, hier halbwegs beim MITLESEN hinterher zu kommen..


    Ich muss gestehen ich bin bis Ende Seite 5 gekommen, hole den Rest noch nach! :D


    Zum Teil entwickelt so ein Thema halt sein Eigenleben...über 11 Seiten - Ihr seid irre ;-D


    Aber: Ein großes DANKESCHÖN! für ALLE Beiträge!


    Ich habe nun schon viel gelesen und mache mir viele Gedanken.


    Kurzer Zwischenstand:


    Am Vorletzten WE hatte es ja ordentlich geknallt, als sie Mitten im schönen Samstag abend beim essen das Thema anfing, während ich noch beim letzten Bissen und Gedanklich beim ersten Schluck am Cocktail war %:|


    Das konnte nur schief gehen.


    Ich habe dann ein paar Tage Gras drüber wachsen lassen, hier geschrieben und gelesen, und ihr dann Mitte letzter Woche gesagt, dass wir reden müssen und ich auch reden will.

    Zitat

    >In einem entsprechenden Rahmen

    <


    Sie war von der Nachricht regelrecht begeistert und beflügelt. Es war auch seit dem kein Thema zwischen uns mehr.


    Letztes WE war schon bis unter die Decke verplant, das kommende haben wir "frei" und werden uns samstag nachmittag unterhalten.


    Was ich nochmal sagen kann/möchte:


    Warum ich "warten will": Ich will zum einen noch gewisse "greifbare" Ziele erreichen und ich will auch sichergehen, dass ich in das "Kindekriegen" nicht "hineinstolpere", sondern das BEWUSST wahrnehmen kann.


    Unsere ganze Geschichte kann ich hier jetzt nicht dargeben, obwohl die in meiner Entscheidung und Empfinden eine sehr große Rolle spielt.


    Dazu könnte ich jetzt hier Seiten füllen, aber das lasse ich mal - mit der Lücke müsst ihr leider klar kommen, weil die "Kurzform" zu viele (falsche) Vermutungen hervorruft, die das Thema dann wieder entgleisen lassen.


    Wie gesagt, Fakt ist wir werden REDEN!


    Fakt ist für mich, den Schritt, den sie von "Ihrer Position" zum Kompromiss abkommen muss, wird ihr schwerer fallen, als mir..


    Ich bin durchaus selbstkritisch, sowohl hier als auch im Gespräch mit meiner Verlobten.


    Mir kommt es nicht auf das blinde "Feilschen um Monate" an.


    Oder dass ich mich "unter buttern lasse"..."obwohl ich der Mann bin"...so ein Ego bin ich nicht - ich lasse mit mir reden, aber das muss in beide Richtungen klappen.


    Den Kinderwunsch lasse ich nicht in Frage stellen!


    Es sind noch viele Gedanken die ich sammeln muss bis Samstag...ich muss mir auch selbst klar darin werden, was ich eigentlich will.


    Wir Heiraten


    Was bleibt an Geld nach der Hochzeit übrig?


    Wird es "bei Seite" gelegt, machen wir nochmal einen großen Urlaub, müssten wir darauf evtl nochmal ein paar Monate sparen und buchen dann eh erst für 2018?


    Was ist mit Geld allgemein - Sie ist keinen Monat im neuen Job, weniger Geld aber mehr Freizeit, wie pendelt sich das ein?


    Bleibt es bei dem Job bis zur/nach der Hochzeit?


    Bekomme ich nächstes Jahr meine Gehaltserhöhung, die ich verdient und nötig hätte, oder wechsle ich die Firma?


    Holt sie Ihren Führerschein noch nach? Wäre praktisch ein zweiter Fahrer, wenn auch nur ein Auto..


    Für all das gibt es nur eine richtige Antwort, und das ist die, die wir im Dialog finden müssen.


    Ich halte Euch auf dem Laufenden ^^


    Ich lese hier auch noch die restliche Beiträge und schreibe bei gelegenheit nochmal!