Zitat

    Das würde mich auch interessieren. Ob da irgendwelche Sicherungen durchbrennen ???


    Man wünscht sich ja immer irgendetwas. Der Wunsch nach einem Partner, Hund, Haus, Geld, Urlaub etc.


    Was ist bei einem Kinderwunsch anders? Warum kann man da nicht abwarten?

    Ich kann mir schon vorstellen dass es Frauen gibt bei denen es ganz heftig ist mit dem Kinderwunsch. Der Wunsch nach einem Kind ist das natürlichste und existenziellste der Welt. Wenn es nicht ab und zu mal ein paar Frauen gäbe bei denen es "dringend" ist, dann wäre die Menschheit wohl vor lauter Bequemlichkeit mancher Menschen schon lange ausgestorben. ;-D


    Nein mal im Ernst ich glaube nicht das der Wunsch nach einem Kind mit dem nach einem Urlaub, Haus usw. gleichgesetzt werden kann.


    Eine Freundin von mir, die einen heftigen Kinderwunsch hatte, hat es mit einem Gefühl wie Hunger oder Durst verglichen. Es war eine körperlicher Schmerz, warten zu müssen.


    Jemandem der jetzt Durst hast sagst du ja auch nicht: Stell dich nicht an, du kriegst in 3 Tagen etwas zu trinken.


    Sie, eigentlich gestandene Karrierefrau die sie war, hatte sogar das Gefühl, plötzlich mit Scheuklappen herumzulaufen. Es wurde alles andere zweirangig, unwichtig.


    Vielleicht ist es wirklich naturgewollt bei manchen Frauen. Die Natur blendet alles andere aus (rationale Gründe, Befindlichkeiten des Partners, ...), damit es zur Fortpflanzung des Menschen kommt.


    Oder aber es sind einfachere Gründe wie z.B. ein unbefriedigender Beruf, wenig andere Perspektiven im Leben gerade, Wunsch nach einem neuen "Projekt", das Heilen wollen irgendwelcher Kindheitstraumata durch ein eigenes Kind....


    Aber was nützt es, das WARUM zu wissen, wenn der Wunsch da ist und so stark?

    Zitat

    In meinem Bekanntenkreis gibt es recht viele Frauen, die über 35 noch schwanger werden wollten.


    Etwa bei der Hälfte klappte es entweder mit ärztlicher Hilfe oder es klappte gar nicht mehr. Nicht jeder ist bereit solche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch über dieses Thema solltet ihr sprechen. Was, wenn es auf natürlichem Wege nicht klappt? Immerhin betrifft das etwa 25% aller Paare.

    Jap das ist finde ich ein WICHTIGR Punkt. Ich selbst bin Mitte 20 - meine Schwestern sind aber schon Anfang/Mitte 30. Wir dachte immer, dass man auch als Frau noch realtiv spät schwanger werden kann - und das ohne Probleme. "Das machen doch alle so". Denkt man. Auch bei mir an der Uni merke ich, dass die Mädels oft meinen, dass sie ewig Zeit haben. Wenn man nur ein Kind haben möchte, dann reicht es uu. wirklich erst ab 30 zu beginnen.


    Ich empfehle den Artikel aus der Zeit: http://www.zeit.de/2015/36/fruchtbarkeit-alter-zeugungskraft

    Zitat

    Möchte sie nur ein Kind haben, sollte sie mit 32 beginnen. Mit 27, wenn sie sich zwei Kinder wünscht. Und bei dreien bereits mit 23 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft sinkt mit jedem Lebensjahr und auch immer schneller.

    Meine Schwester hat nun über 2 Jahre benötigt um schwanger zu werden. Sie möchte eigentlich unbedingt ein zweites Kind - aber sie haben wirklich Angst, dass es nicht mehr klappen könnte. In ihrem Freundeskreis sind sehr sehr viele, die nur mit künstlicher Befruchtung schwanger werden konnten (mit Anfang 30). Ich dachte früher auch immer, dass künstliche Befruchtungen gar nicht so schlimm sind. Allerdings habe ich nun an den ganzen Erfahrungen bemerkt, dass das psychisch und physisch wirklich sehr hart ist. Mal davon abgesehen, dass die betroffenen Kinder meistens Frühchen waren und auch die Schwangerschaft beschwerlich war.


    Was ich damit sagen will: ich kann verstehen, dass du denkst noch ewig Zeit zu haben. Ich kann aber auch deine Freundin verstehen. Wenn Familie und Kinder sehr wichtig sind und man auf jeden Fall 2 Kinder haben möchte dann ist sie tatsächlich in dem richtigen Alter. Vielleicht solltest du dir das auch mal bewusst machen. Ich weiß nicht, ob du viele Pärchen kennst, die über 30 sind, aber mich und meinem Freund haben die Leidensgeschichten schon auch berührt und wir haben beschlossen, dass wir damit beginnen wenn wir mit dem Studium fertig sind und einen sicheren Job haben. Wir wollen nämlich beide auf JEDEN Fall Kinder haben - und das nicht nur eines.


    Im übrigen würde ich auch dazu empfehlen die Pille mal abzusetzen. Immerhin bist du der einzige der davon profitiert und du hast mit dem Gebrauch von Kondomen auch mehr die "Sicherheit" und die eigene Kontrolle. Außerdem halte ich es immer für sinnvoll die Pille abzusetzen wenn man in absehbarer Zeit Kinder haben möchte - auch wenn das erst in 3 Jahren ist.

    Da fällt mir gerade noch auf: Diese Diskussionen über das "Kinder jetzt - ja oder nein", die ja in manchen Partnerschaften richtiggehend zum Eklat führen, sind natürlich schon auch der an sich löblichen Tatsache zu verdanken, dass es Verhütung gibt.


    Wenn man davon ausgeht, dass der Mann/die Frau weiß, wie sehr die Partnerin/der Partner sich ein Kind wünscht, ihr/ihm diesen aber verwehrt, könnte man ihn/sie durchaus als Rosinenpicker bezeichnen. Denn früher war es so - wer den Spaß haben wollte, der mit Sex einher geht, der musste mit den Kindern, die daraus entstehen, leben. Nicht umsonst hat die Natur es so eingerichtet, dass Sex so viel Spaß macht. Perfide, eigentlich. ;-D


    Das man den Genuss/Spaß nun genießen kann/darf, ohne danach 20 Jahre mit den Konsequenzen leben zu dürfen bzw. müssen, ist ein Verdienst der Verhütung - eine tolle Sache, die aber eben die endlosen Diskussionen hervorbringt.


    Würde eine Frau mit Kinderwunsch heute sagen: "Sex gerne aber nur ohne Verhütung", würde ihr das als Erpressung ausgelegt, ein Aufschrei würde durchs Forum gehen.


    Verhütung ist also durchaus ein bisschen so wie wenn man sich gerne der Völlerei hingibt, aber bloß nicht zunehmen will. ;-)

    Seit nicht mal 4 Jahren zusammen und unbedingt Kinder wollen, ohwei.


    Also ich sehe mal das Schlechte in der Frau: Sie will Kinder, heute, jetzt. Egal ob ihr zusammen seid oder nicht. Nen Zahlungspflichtigen hat sie dann in der Hinterhand. Das ist ihr vielleicht auch nur unterbewußt erst einmal völlig egal, sie hat das primäre Ziel Kinder zu bekommen. Dazu passt auch ihr Satz ala "Männer können noch mit 50"

    Zitat

    Würde eine Frau mit Kinderwunsch heute sagen: "Sex gerne aber nur ohne Verhütung", würde ihr das als Erpressung ausgelegt, ein Aufschrei würde durchs Forum gehen.


    Verhütung ist also durchaus ein bisschen so wie wenn man sich gerne der Völlerei hingibt, aber bloß nicht zunehmen will. ;-)

    Ja ich verstehe was du meinst ;-D Ich finde es im übrigen auch irgendwie.....wie soll ich sagen, "bemerkenswert", dass der TE weder die Verantwortung für Kinder noch die Verantwortung für die Verhütung übernehmen (will?).


    Solange die Frau selbst keine Kinder will und unbedingt die Pille nehmen möchte finde ich das ja noch i.O. aber aktuell ist es für die Freundin ja wirklich eine doofe Konstellation.

    Zitat

    Seit nicht mal 4 Jahren zusammen und unbedingt Kinder wollen, ohwei.


    Also ich sehe mal das Schlechte in der Frau: Sie will Kinder, heute, jetzt. Egal ob ihr zusammen seid oder nicht. Nen Zahlungspflichtigen hat sie dann in der Hinterhand. Das ist ihr vielleicht auch nur unterbewußt erst einmal völlig egal, sie hat das primäre Ziel Kinder zu bekommen. Dazu passt auch ihr Satz ala "Männer können noch mit 50"

    na obs ihm lieber wäre, sie würde sich nen Samenspender suchen, damit er nicht zahlen muss, wage ich mal zu bezweifeln.


    Es geht ganz ehrlich, den wenigsten Frauen darum, dass ein zahlmeister da ist.


    Da ist so ne innere Uhr, ein innerer Plan und der wird sogar konkreter, wenn man verheiratet ist.


    ich bin mit meinem Freund jetzt 2 jahre zusammen und wir reden über Kinder.

    Es gibt auch Männer, die sich sehnlichst ein Kind wünschen. Am liebsten heute noch.


    Deshalb denke ich, dass der TE einfach die falsche (?) Partnerin an seiner Seite hat.


    Wenn wir mal ehrlich sind, ist es ganz schon nachlässig vom TE, einerseits zu sagen, dass man gerade keine Kinder möchte, andererseits die Frau verhüten zu lassen. Ich kenne so viele Fälle - sei es im eigenen Freundeskreis oder hier im Forum - wo dann hier und da ein Pillchen "vergessen" wird.

    Zitat

    Solange die Frau selbst keine Kinder will und unbedingt die Pille nehmen möchte finde ich das ja noch i.O. aber aktuell ist es für die Freundin ja wirklich eine doofe Konstellation.

    Sehe ich auch so. Dann soll man sich aber bitte nicht beschweren, wenn die Dame dann doch plötzlich schwanger ist.


    Lieber TE, wenn du gerade kein Kind möchtest, dann solltest du verhüten. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit doch ziemlich groß, dass dir ein Ei ins Nest gelegt und als Unfall verkauft wird.


    Ich würde an deiner Stelle Klartext sprechen. Das ist fair. So hat sie die Chance, sich einen anderen Mann zu suchen. Eine Hochzeit ist undenkbar, solange ihr diesen Konflikt nicht ausgestanden habt. Sonst kommt die Scheidung schneller, als man gucken kann.


    Auch solltest du die Verantwortung für die Verhütung übernommen. Zum einen ist das nur fair, zum anderen schützt es dich vor einem Betrug.

    Zitat

    Lieber TE, wenn du gerade kein Kind möchtest, dann solltest du verhüten. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit doch ziemlich groß, dass dir ein Ei ins Nest gelegt und als Unfall verkauft wird.

    Ja, die Männer sind mir immer am liebsten. Bequem die Verantwortung der Verhütung an die Frau abscheben aber dann die Verantwortung dafür nicht tragen wollen.


    Ich muss aber auch sagen, dass ich es durchaus kenne, dass man die Pille eher vergisst wenn man keinen Nutzen darin sieht bzw. wenn man sie ungern nimmt.


    Als ich noch die Pille nahm und ich sie eigentlich nehmen wollte hat sich innerlich einfach mein Körper dagegen gestreubt diese zu nehmen - mit dem Effekt, dass ich sie gerne vergessen habe. Und das obwohl ich damals absolut keine Kinder wollte. Diesen Effekt habe ich schon mehrmals beobachtet.

    Mal aus der Sicht einer kinderlosen Mittdreißigerin.


    Irgendwie wollte ich nie Kinder. Ich fand es sogar bis ca. 22 ganz schlimm, wenn Frauen in meinem Alter schwanger wurden. Weiß nicht, ich fand das immer so schrecklich irgendwie. Und so ab 23 habe ich mir dann gesagt, gut das scheint jetzt so langsam das Alter zu sein, wo es nicht schlimm ist, schwanger zu werden. Ich bin mit 24 mit meinen Exmann zusammengekommen und mit 26 hatten wir geheiratet. Da hat natürlich jeder gefragt was denn nun mal mit Kindern wäre. und es gab immer so rationale Gründe, die ich vorschieben konnte. Erst mal heiraten, dann eine größere Wohnung, vllt ein Haus, noch ein bisschen Sparen, dann hatte er eine Beförderung, danach ich, dann musste ein neues Auto bezahlt werden, alles so Dinge die sich hauptsächlich um Materielles drehten. Mit 25 habe ich gesagt, dass ich mit 28 ein Kind will, mit 28 habe ich gesagt mit 30 und mit 30 habe ich gesagt......... ok jetzt könnte man es mal probieren. War aber alles eher so mit halbem arsch, weil ich keinen großartigen Kinderwunsch hatte, eher weil man es so macht. Da wir ja nun auch schon ein Weilchen zusammen waren, hatten große ETW, gute Jobs, finanziell passte es und da war sogar das neue große Auto. Es gab also keine objektiven Gründe mehr kein Kind zu bekommen. Dass ich irgendwie keine Lust drauf hatte zählte ja nicht. Naja wir haben es versucht und es hat nicht geklappt. Und ein Jahr später war die Ehe aus anderen Gründen kaputt und da war ich erleichtert, dass es nicht geklappt hatte. Damit war das Kinderkriegen für mich durch. Weil ich mir gesagt hatte, wenn ich bis 35 keins habe, dann kriege ich auch keins mehr. Die 35 habe ich überschritten, ich habe seit 5 jahren einen anderen tollen Mann an meiner Seite, der aber steril ist und ich finde es ganz toll, dass wir uns darüber keine Gedanken machen müssen und zudem dass ich für mich objektiv betrachtet aus dem Alter raus bin, dass Leute fragen, was denn mal mit Kindern sei. Mir fehlt nichts ! Heute kann ich ehrlich zu mir selber sein, dass die objektiven Gründe damals nur vorgeschoben waren. Denn ich glaube auch, dass es nie den richtigen Zeitpunkt für Kinder gibt. Klar eine gewisse Grundsicherheit sollte man schon bieten können. Aber ansonsten findet man wenn man will, immer Gründe, die es einem grade nicht ermöglichen, ein Kind zu bekommen. Sei es, dass man grade erst die Festanstellung hat, oder die Beförderung grade mal ein paar Monate her ist, sei es dass man noch kein Haus hat, und hat man eins, sind die Schulden noch zu hoch - generell ist Geld immer son Thema was vorgeschoben werden kann wenns ums Kinderkriegen verschieben geht. Man hat noch nicht x tausend Euro gespart, man verdient noch nicht x Euro, das Haus ist noch nicht zur Hälfte abbezahlt. Alles vorgeschoben. Wenn man nämlich nach diesen Gründen geht, ist da immer was, dass noch perfekter sein könnte. Heute bin ich der Meinung, dass jeder der diese Gründe anführt (also natürlich gesetzt den Fall, dass eine gewisse Grundsicherheit geboten werden kann) sich ersnthaft fragen sollte, ob das nicht nur vorgeschoben ist und ob da nicht der Wunsch nach Kinderlosigkeit dahinter steckt.


    Solltest Du lieber TE Dir sicher sein, dass Du wirklich Kinder willst, dann stelle Dir die Frage auf die andere schon hingewiesen haben, nämlich was genau denn in 2-3 Jahren anders ist. Und ob man das nicht schon in sagen wir mal einem Jahr genauso haben könnte. Denn bei Frauen tickt die Uhr. Aus einem Jahr werden schnell 3, aus 3 werden schnell 5 und so weiter. Auf einmal ist sie 33 und Du sagst, ach...weißt Du... bisher kamen wir ganz gut ohne Kinder aus, jetzt möchte ich auch keines mehr. Dann steht sie da mit ihrem Kinderwunsch. Die Wahrscheinlichkeit dann noch einen Partner zu finden mit dem sie Kinder haben kann, ist nämlich nicht so groß.

    hmmm... auch, wenn es bestimmt einige wenige frauen gibt, die einem mann ein kind unterjubeln, oder einen zahlungskräftigen samenspender suchen... ich glaube eher, dass bei frauen das thema sehr viel emotionaler (und hormoneller ;-) ) belegt ist - ganz davon abgesehen, dass ja die sozaile prägung immer noch ehr so tickt, dass der lebenszweck der frau ist, mutter zu sein.


    und genau deswegen habe ich das gefühl, dass die beiden zunächst mal die art des diskutierens anschauen sollten und dann in ruhe gemeinsam abwägen könnten :)_

    Mal die Sicht einer Frau, bei der die Konstellation andersherum war. Er mit großem Kinderwunsch, sie mit "mit dir ja, aber nicht jetzt".


    Zunächst: Ich bin meinem Freund, ja, wir sind noch zusammen, dass er mich nicht unter Druck gesetzt hat, wir das Thema immer offen besprechen konnten und auch nie Sätze wie "dann liebst du mich nicht" oder "das wird schon alles" gefallen sind. Und genau diesen Rahmenbedingungen ist es zu verdanken, dass wir jetzt nicht mehr verhüten und die Kinderplanung aktiver verfolgen.


    Ich habe meinen Freund immer geliebt und mir war klar, dass nur er als Vater in Frage käme. Aber mir war immer klar, dass ich Wünsche habe, die größer waren als ein Schwangerschaft. Ich wollte mit ihm eine große Reise unternehmen, zu zweit die Beziehung genießen und einfach das Geld so ausgeben, wie ich wollte. Verzeiht mir die offenen Worte, ich hätte gekotzt, wenn ich vor zwei Jahren schwanger geworden wäre. Der Verlust der Freiheit hätte wahrscheinlich auch sehr die beziehungsdynamik gestört oder zerstört. Wir haben nun gemeinsam das erlebt, was mir wichtig war, und nun fühle ich mich frei für eine Familie.


    Und was das Thema Verantwortung angeht: Ein Kind zu zeugen, hat per se erst mal nur mit Sex, Fortpflanzungsdrang und auch einer gewissen Portion Egoismus zu tun und nichts mit großer Verantwortung. Wie das Kind aufwächst und wie man erzieht, da zeigt sich, ob man die Verantwortung wahrnimmt. Und in manchen Fällen klappt es eben nicht. Ich halte es daher für sehr verantwortlich, wenn man die Rahmenbedingungen einschätzt und sagt "ja, es passt" oder eben nicht.


    Für euch beide: Setzt euch in Ruhe hin, klärt das noch einmal und übereilt die Hochzeit. Wenn deine Freundin keine Gründe von dir akzeptiert, halte ich die Beziehung tatsächlich nicht für dauerhaft. Da musst du dir jedoch nicht den Schuh anziehen, dass du als verantwortungsloser Mann ja kein Kind wolltest, sondern dass jetzt in dein Leben eben nicht passt. Bei mir hat es vor wenigen Jahren auch nicht gepasst, nun passt es.

    @ Hatschepsut

    Danke für Deinen Beitrag. Danke.


    Ich habe hier etwas mitgelesen und an manchen Stellen noch stumm den Kopf geschüttelt.


    Mir geht's so wie Dir - nur, dass mein Mann und ich noch nicht aktiv die Kinderplanung angegangen sind, aber von der emotionalen Entwicklung ist es bei mir sehr ähnlich, auch, dass mein Mann immer schon den größeren KiWu hatte.


    Den Kopf schütteln musste ich darüber, dass hier zur Trennung geraten wird oder die Hochzeit abzublasen....


    Okay, wenn die beiden es nicht schaffen, vernünftig, sachlich und lösungsorientiert (= Kompromiss finden) miteinander zu reden, dann wäre das vielleicht tatsächlich besser - aber nicht wegen dem KiWu, sondern weil sie dann ein massives Kommunikationsproblem in ihrer Beziehung haben, das sicherlich sehr viel schwerwiegender als die Kinderfrage ist.


    Liebe bedeutet für mich nämlich, dass die Wünsche und Bedürfnisse beider Partner gleich viel zählen und man sich, wenn diese mal nicht zu 100% kongruent sind, miteinander bemüht (sachlich, lösungsorientiert miteinander reden) einen gemeinsamen Weg zu finden. Und genau das ist imho eine der wichtigsten Dinge überhaupt, die in einer Beziehung gegeben sein müssen, damit sie funktioniert. Es kann aber nicht funktionieren, wenn einer plötzlich meint, dass seine Bedürfnisse wichtiger seien, als die des Partners.


    Genauso falsch finde ich es, ihm direkt zu unterstellen, er wolle eigentlich tatsächlich keine Kinder, nur, weil er sich JETZT noch nicht bereit fühlt. Meint Ihr nicht, dass kann der TE selbst schon am besten beurteilen, wie das bei ihm ist? Es wird ihm damit ja unterstellt, er würde (sich selbst und seine Verlobte) (be)lügen.

    Zitat

    Verzeiht mir die offenen Worte, ich hätte gekotzt, wenn ich vor zwei Jahren schwanger geworden wäre.

    Japp, das ging mir sehr ähnlich vor dem Kind - lange hätte es nicht gepasst (und das weniger wegen der äußeren als wegen der inneren Umstände, denn wenn man es wirklich will, passt es immer irgendwie, und wenn man nicht will, irgendwie nie). Und dann war irgendwann der Zeitpunkt, da wir uns zwar immer noch nicht aktiv dafür entscheiden wollten, aber schlampiger bei der Verhütung geworden sind.
    Und jetzt ein zweites würde uns beiden GAR nicht passen, dabei haben wir ja schon eins, und das sehr gern - es ist also durchaus nicht immer eine so allumfassende grundsätzliche Frage.


    Unter Druck gesetzt werden fänd ich sehr doof, ebenso wie komplett abgeblockt werden. Da würde ich auch noch mal das Gespräch suchen. Übrigens nicht, indem ich noch mal meine Gründe dafür darlege, weshalb ich gerade nicht will, sondern vermutlich eher, indem ich mal frage, wie sich der Partner das vorstellt und wie sich der Kinderwunsch für ihn eigentlich genau anfühlt. Keine Argumentation für und wider, sondern ein Gespräch darüber, wie es gerade aussieht, optimalerweise mit gegenseitigem Interesse und ergebnisoffen.

    Zitat

    Er hat ja geschrieben, dass sie seine Gründe gar nicht hören und erst recht nicht akzeptieren will. Wenn man einen starken Kinderwunsch hat, spielt das auch eine untergeordnete Rolle. Kann mir schon vorstellen, dass sie gar nicht bereit ist, darauf einzugehen.

    Wer Eltern werden will, sollte bereit und fähig sein, auf die Bedürnisse des Partners einzugehen. Wenn sie (was ich nicht unbedingt glaube!) wirklich nur stur ihren Wunsch verfolgen sollte und nicht bereit wäre auf die Bedürnisse des potentiellen Vaters des gemeinsamen Kindes einzugehen, wäre sie m.E. nicht sonderlich gut geeignet, Mutter zu sein. Vielleicht wird sie über diese Perspektive gesprächsbereiter?