Mnef


    ICh bin einfach der Meinung dass Menschen, die auf diesem Gebiet nicht gleich ticken, nicht zusammen passen.


    Grundlegende dinge sollten keine verhandlungssache sein.


    Wenn ein partner unglücklich damit ist (und ein unerfüllter Kinderwunsch kann nicht nur traurig machen sondern sogar depressiv) ist doch beiden nicht geholfen. Ähnlich wäre es natürlich auch wenn einer in die Elternrolle gedrängt wird! Beides wird die Beziehung belasten.


    Ich hätte mir zumindest keine feste Partnerschaft auf dauer mit jemandem vorstellen können der erst mit 30 kinder möchte. Einfach weil es für mich andere proritäten gab.


    Ich reise nicht gerne, halte nix von Party und co, dafür stand Familie immer An 1. stelle.


    Und dann sucht man sich eben einen Partner für den das ähnlich ist.


    Manche Menschen schieben Dinge auch auf ohne die Absicht es je zu erledigen/ zu wollen.

    Zitat

    (und ein unerfüllter Kinderwunsch kann nicht nur traurig machen sondern sogar depressiv)

    Ich glaube nicht, dass gerade der unerfüllte Kinderwunsch krank machen kann. Menschen, die aufgrund von unerfüllten Wünschen depressiv werden, haben schon vorher die Neigung dazu. Ob nun unerfüllter Kinderwunsch, eine schiefe Nase oder keine Freunde macht letztendlich keinen Unterschied.


    Ein psychisch stabiler Mensch überlebt unerfüllten Kinderwunsch normalerweise problemlos bzw. sucht sich eine Alternative.


    Man hat immer die Wahl, ob man an etwas zerbricht oder daran wächst.

    Zitat

    Jaja, das Argument kommt dann immer - dem Mann suggerieren, dass er locker bleiben kann, das werde waaaahrscheinlich eh nicht sofort was, man müsse schonmal "hibbeln", denn es gibt ja diesen laaaangen Vorlauf. Normfall? Aha. Kann sein, kann nicht sein. Kann auch direkt im ersten Monat klappen.

    Knallen wir doch mal die Zahlen auf den Tisch:


    Die "böse" Menopause kommt bei dem Großteil der Frauen zwischen dem 40.-50. Lebensjahr. Nur ein ganz kleiner Teil von mageren 5% kommt verfrüht in die Wechseljahre.


    Bei gezielter Beobachtung des Zyklus mittels NFP werden in einem halben Jahr 81% aller Paare schwanger. Nach einem Jahr sind es sogar 92%.


    Auch hier haben wir nur einen mageren Anteil von 8%, bei denen es nicht im ersten Jahr klappt.


    Die Zahlen sind sehr vielversprechend. Ich verstehe gar nicht, warum man so eine Panik verbreiten muss ":/


    Bei manchen Schreiberlingen klingt es so, als sei eine vorzeitige Menopause und eine Wartezeit von Jahren ganz normal. Die Fakten sehen aber anders aus.

    Wenn du aber unter die 8 oder 5% fällst dann sind dir auch die Zahlen scheiss egal weil es für dich eben 100% zutrifft ;-)


    Lies mal hier in Kinderwunsch Fäden was einige mitmachen und wie sehr sie darunter leiden.

    Zitat

    Ob nun 27 oder 30, das ist nun wirklich kein schlimmer Kompromiss für die Freundin des TE.

    Wenn man sich schon so versteift wie die Verlobte des TEs, dann wäre das schlimm.


    Sie ist anscheinend überzeugt, dass er, wie auch immer, mitzieht bei der Sache und in ihrem Kopf scheint das sicher zu sein. Auch oder Obwohl er noch nie 100 % Ja dazu gesagt hat.


    Ich schätze für sie wäre das ein herber Rückschlag.

    Zitat

    Wenn du aber unter die 8 oder 5% fällst dann sind dir auch die Zahlen scheiss egal weil es für dich eben 100% zutrifft

    Selbst wenn man zu den 8% gehört, kann man immer noch im zweiten Jahr schwanger werden. Selbst wenn man zu den 5% gehört, kann man immer noch mittels Eizellenspende und künstlicher Befruchtung schwanger werden etc.


    Genau das meine ich. Nur Menschen, die in solchen Mustern denken, werden deswegen depressiv, weil sie nur in schwarz-weiß, in 0% oder 100% denken. Für sie gibt es dazwischen nichts.


    Das macht sie so gefährlich für sich selbst.


    Ich finde das zum Beispiel überhaupt nicht erschreckend. Selbst wenn man Probleme hat, heißt das doch noch lange nicht, dass es ausgeschlossen ist und dass es keine anderen Optionen gibt?


    Und das sage ich dir als Frau, die selber zwei chronische Krankheiten hat, die die Fruchtbarkeit einschränken und die Fehlgeburtenrate erhöhen. Würde ich mir so in die Hose pissen, bräuchte ich morgens gar nicht mehr aus dem Bett zu steigen.

    Zitat

    Ich glaube nicht, dass gerade der unerfüllte Kinderwunsch krank machen kann. Menschen, die aufgrund von unerfüllten Wünschen depressiv werden, haben schon vorher die Neigung dazu. Ob nun unerfüllter Kinderwunsch, eine schiefe Nase oder keine Freunde macht letztendlich keinen Unterschied.


    Ein psychisch stabiler Mensch überlebt unerfüllten Kinderwunsch normalerweise problemlos bzw. sucht sich eine Alternative.

    Ich finde nicht, dass man einen Kinderwunsch mit irgendetwas anderem vergleichen kann. Im Gegenteil, es ist ziemlich unfair, dass einer Frau gleich der generelle Hang zur Depression unterstellt wird, nur weil sie ein paar Jahre lang auf ein Kind verzichten soll.


    Abgesehen davon, dass du keinerlei Zahlen und Beweise liefern kannst, unterstellst du genau das.


    Einen Kinderwunsch kann man nicht vergleichen mit einem Wunsch nach irgendetwas anderem. Und wie will man sich eine Alternative suchen? Die berühmten 20 Katzen?


    Es gibt keine Alternative zu einem Baby. Nur Ja oder Nein.


    Und vielleicht einen ganz kleinen beschränken Spielraum von wenigen Monaten oder Jahren, wo man unsichere Kompromisse auf ein unsicheres "Später mal" einigt.

    PowerPuffi


    Die Zahlen gelten aber nicht mehr für Frauen ab 40. Die Fruchtbarkeit fällt ja nicht mit der Menopause von 100% auf 0 sondern sinkt langsam ab. http://www.babycenter.de/a9998…ers-auf-die-fruchtbarkeit


    Mit 35 Jahren dauert es, laut Wissenschaftler, im Schnitt doppelt so lange, weil der Körper nur noch halb so empfängnisbereit wie mit 25 und der Wert halbiert sich bis 40 nochmal. Das ist schon eine ziemlich rapide Abnahme. Wenn es einem also wirklich wichtig ist, Kinder zu bekommen, dann sollte man nicht ewig zappeln und warten.


    Ich glaube es ist einfach ein Unterschied ob jemand so ganz schwammig sagt:"Ja ne, mh, weiß nicht, gerade fühl ich mich nicht so danach, später nochmal gucken" oder ob da klar kommt: "Ich will diese und diese Reise noch machen, dann können wir loslegen." Letzteres würde mir zeigen, dass mein Gegenüber ganz sicher Kinder will und eben nur noch diese Punkte abarbeiten will, bei ersterem wäre ich mir nicht sicher, denn wer weiß schon wann er/sie sich "danach fühlt"?


    Und wenn der Kinderwunsch sehr wichtig wäre, in meinem Leben, dann würde ich dann auch nicht warten, einfach weil man dann ja mit 30 nicht plötzlich jemand neuen am Start hätte. Da müsste man erstmal Wunden lecken, wen Neues finden, sich als Paar zumindest ein wenig erproben und dann ist man schnell 38 und damit steigt die Chance rapide gar keine Kinder mehr zu bekommen oder nur mit hohem Aufwand, medizinischer Art. Dazu die steigenden Wahrscheinlichkeiten auf ekelige Extras in der Schwangerschaft wie ein Schwangerschaftsdiabetis und Behinderungen am Kind. Das wären für mich alles valide Gründe. (http://www.babycenter.de/a8540…chaft-und-geburt-auswirkt


    Man soll niemanden zu einem Kind drängen, ganz klar, aber das man auf einer klaren Ansage besteht, wenn man dringend ein Kind will, egal ob man Mann oder Frau ist, dass kann ich gut nachvollziehen. Hab mehr als eine Frau kennengelernt, so mittlerweile, die dank ewigen Wartens auf seine Bereitschaft nun keine Kinder mehr haben wird. Die Männer dazu haben übriengs alle Kinder bekommen, nur halt nicht mit dieser Frau.

    Entschuldigung, dass ich mich hier einmische, und vermutlich passt es auch nicht zum Thema, aber die generelle Aussage, ein unerfüllter Kinderwunsch könne nicht depressiv machen und falls man das nicht mal ebenso verkraften kann und sich dann halt einen anderen Ausweg sucht, wäre man schon vorher depressiv gewesen - das stimmt so einfach nicht.


    Ich bin eine Frau mit inzwischen vier Fehlgeburten und unerfülltem Kinderwunsch. Ich würde nicht sagen, dass ich vorher sehr depressiv war. Ich hatte immer wieder mal Probleme, das schon, zumal mir das Leben insgesamt sehr übel mitgespielt hat, aber ich habe das irgenwie in den Griff bekommen. Der unerfüllte Kinderwunsch ist eine ganz andere Nummer, weil er ein ganzes Lebenskonzept zerstört und weil die Sehnsucht nach einem Kind viel größer sein kann als alles andere auf der Welt. Seit mir klar geworden ist, dass ich nie ein Kind haben werde, bin ich am Boden zerstört und ich kenne eine ältere Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht, die auch kein Kind haben durfte und sagte, dass sie das nie verwunden hat.


    Ich habe meinen Mann relativ spät kennengelernt und war von daher zum Warten verdammt. Wen man die Chance hat, früher Kinder zu bekommen, ich würde keinen Moment zögern. Dass es so schlimm ist wie bei mir, ist vielleicht die Ausnahme, aber dass es immer so einfach ist, dass es innerhalb eines Jahres schon klappt und dann auch bleibt, ist eben auch nicht die Regel.

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    Auch wenn Man(n) das vielleicht nicht so auffasst: eine Fehlgeburt ist für eine Frau etwas dramatisches. Auch wenn das Baby nur ein kleiner zellhaufen war.

    Eine Fehlgeburt kann aber prinzipiell jede (auch junge Frauen) treffen. Und ich glaube, dass auch nicht jede Frau da gleich mit umgeht. Die eine wirft es völlig aus der Bahn, die andere kann sich sagen, dass es einen guten Grund gibt, warum dieser Embryo sich nicht entwickeln durfte.

    Zitat

    Es ist einfach traurig wenn man einen Herzenswunsch hat und alle um einen herum diesen Traum leben, man selbst aber zurück stecken muss.

    Das stimmt, aber nicht mehr ganz so traurig ist es, wenn man weiß, dass der Partner mit einem eine Familie gründen möchte - nur eben nicht jetzt sofort, oder? Ich würde mich da eher auf das Gefühl der Vorfreude konzentrieren. Grundvoraussetzung ist da natürlich, dass man in einer Beziehung lebt, wo man vernünftig miteinander redet und dem Wort des Partners auch Vertrauen + Glauben schenkt. Wie ich schon sagte, wenn das nicht der Fall ist, dann gibt es in der Beziehung sowieso ein massives Problem, wogegen die nicht völlige Übereinstimmung bei der Frage, wann man den Kinderwunsch nun umsetzt, sicher das kleinere ist.

    Zitat

    Schwanger wird man im Normalfall auch nicht von heute auf morgen. Das kann Wochen, Monate, Jahre dauern.

    Kann, muss aber nicht. Es kann aber eben auch sofort klappen. Und dann? Dann steht der Part da, der gehofft hatte, es dauert noch....ich würde unter solchen Zeichen kein Kind angehen wollen. Erst, wenn beide wirklich ganz "Ja" dazu sagen können und auch der Gedanke, dass es sofort klappen könnte, sich nicht mehr blöd, sondern schön und richtig anfühlt.

    Es ist ja so, dass Frauen, was den Kinderwunsch angeht, etwas anders ticken als Männer. Das ist biologisch bedingt und auch grundsätzlich gut so.


    In Anbetracht dessen, gehen funktionierende Beziehungen Kompromisse ein, verständigen sich auf das, was sie jeweilig als wichtig erachten und finden eine Lösung, die beiden Seiten gerecht wird.


    Das ist kein Hexenwerk. Das ist nicht egoistisch. Es ist vernünftig!


    Hier in diesem Faden handelt es sich um einen jungen Mann, der seine zukünftige Frau liebt und mit ihr Kinder bekommen möchte. Nur eben nicht jetzt, sondern in zwei, drei Jahren, weil er, endlich im Berufsleben angekommen, gerne die Welt sehen möchte und nun die finanziellen Mittel dazu hat.


    Ich finde, es gibt gar keinen Grund, auch als Frau mit 27 und ausgeprägtem Kinderwunsch, hier die Ego-Schiene zu fahren:"Ich will! Ich will! Ich will! JETZT!"


    Wenn die Frau das Gefühl haben sollte, dass der Mann sie am Haken verhungern lassen will und sie kann diesen Verdacht durch Gespräche nicht ausräumen, DANN ist eine Konsequenz erforderlich.


    Wenn es nur darum geht, dass das Kinderkriegen um 2 Jahre aufgeschoben wird, damit BEIDE zufrieden sind und im Konsens sich um das wichtige Kapitel "Baby" gemeinsam kümmern werden, dann finde ich, dass Druck und emotionale Erpressung unreif, unüberlegt und schlicht dumm ist.

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    Und das sage ich dir als Frau, die selber zwei chronische Krankheiten hat, die die Fruchtbarkeit einschränken und die Fehlgeburtenrate erhöhen. Würde ich mir so in die Hose pissen, bräuchte ich morgens gar nicht mehr aus dem Bett zu steigen.

    Du kannst nicht erwarten, dass alle anderen es so meistern wie Du. Menschen sind nun mal verschieden. Und der Kinderwunsch ist ein ganz heikles Thema.


    Wenn ich mich selbst mal sehe: Bei mir war es nie so, dass ich UNBEDINGT Kinder wollte. Ich wusste nur, wenn dann kein Einzelkind. Dss wusste auch mein Mann, dem wiederum eins gereicht hätte.


    Mit +-25 passten die Rahmenbedingungen perfekt, ich schnitt das Thema mal vorsichtig an, er war da aber sehr direkt mit der Antwort (jetzt nicht, zu früh). Für mich ok, da es eben nicht dringend war. Ich dachte nur, es könnte passen, und wir hatten ja auch früher schon über Kinder gesprochen.


    Es gingen Jahre ins Land, wir heirateten als wir 10 Jahre zusammen waren (mit 27). Die ganze Umgebung nervte wegen Nachwuchs, zwischen uns war es kein Thema. Unsere Eltern hatten irgendwann wohl damit abgeschlossen.


    Dann bekamen Freunde ein Kind. Und meine beste Freundin arbeitete auch daran. Das Thema kam auf, und wir entschieden gemeinsam, wann ich die Pille absetzen würde (ein Jahr später).


    Alles war entspannt. Nachdem ich die Pille abgesetzt hatte gewann das Thema eine Dynamik, die ich mir nicht hätte vorstellen können. Diese Ungewissheit, ob und wann es klappt war nicht mein Ding. Die Enttäuschung nach jedem Zyklus war groß, auch wenn ich versuchte, Ruhe zu bewahren.


    Nach ca. 13 erfolglosen Zyklen wollte ich, dass wir uns checken lassen. Gar nicht unbedingt, weil ich mir ein Leben ohne Kinder nicht hätte vorstellen können. Ich wollte nur wissen, woran ich bin. Denn da meine Freundin letztlich zur künstlichen Befruchtung greifen musste und nach dem ersten erfolglosen Versuch am Boden zerstört war (trotz aller rationalen Gedanken) war ich mir recht sicher, dass das für mich nicht in Frage kommt. Aber ich wollte einfach wissen, ob wir entspannt weiter versuchen oder uns eben anders orientieren sollten.


    Genau in dem Zyklus bin ich schwanger geworden (da haben wohl noch andere Dinge rein gespielt, die mich da gerade abgelenkt hatten).


    Was ich sagen will ist, jeder ist anders, jeder geht anders damit um. Nur dass ivh mich auch ohne Kinder hatte arrangieren können bedeutet nicht, dass andere es können. Es ist ein sensibles Thema. Ich hätte mir beispielsweise auch vorstellen können, ein oder zwei Kinder zu adoptieren. Für meinen Mann hatten eigene Kinder absolute Priorität. Wenn das nicht geklappt hätte, hätten wir auch neu verhandeln müssen.


    Jedenfalls gibt es nicht schwarz und weiß. Den Kiwu kann man nicht mit Vernunft abstellen. Und auch ablenken klappt nur bedingt. Sich quasi aus Vernunft abzulenken dürfte gar nicht funktionieren. Nur wenn das Leben sich quasi von selbst ändert und man sich umstellen will/muss, kann das klappen. Abr nicht unbedingt wenn ich mir sage "ich wünsche mir zwar eigentlich Kinder, aber ich setze jetzt mal die Prioritäten anders.." Das ist nichts anderes als Selbstbetrug, das Thema ist einfach trotzdem präsent.


    Aber nicht alle, die damit sehr entspannt umgehen können, können nachvollziehen, dass es eben auch andere Typen Mensch gibt.

    PS: Und mit Kompromissen meine ich, dass der TE seiner Frau auch ruhig entgegenkommen könnte, in dem er beispielsweise vorschlägt, nächstes Jahr im Sommer eine richtig schöne lange Urlaubsreise zu machen und sich dann, wenn es wieder winterlich und kalt wird, im kuschligen Bett um das bemühen, was seiner Herzallerliebsten so wichtig ist. x:) :)-