Ich sehe ehrlich gesagt auch keine Zukunftschance für euch. Wenn er keine offene Beziehung möchte, dann wirst du ihn auch nicht überreden können. Er ist halt glücklich, wenn du nur für ihn da bist. Du verlangst, er soll akzeptieren, daß du dich austobst. Merkst du was? Das passt nicht und wird euch Beide nicht glücklich machen.

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    Solche Clubs, hmm naja, ich weiß nicht ob ich sowas will. Aber ich könnte mir schon vorstellen das mit meinem Mann gemeinsam zu machen. Unser Sex ist eigentlich gut, aber durch die Streitsituationen momentan hab ich selten Lust drauf.

    Ganz ehrlich (und mit Cluberfahrung): du solltest das nicht machen, es ist keine Lösung.


    Clubbesuche oder eine offene Beziehung sind Dinge, für die man eine absolut stabile Beziehung und absolutes Grundvertrauen zueinander braucht. Sonst bewirken sie genau das Gegenteil. Jemand hat mal was ganz Schlaues in unserem Lieblingsclub gesagt: "So ein Club ist ein Booster - er beschleunigt die Beziehung genau in die Richtung, in die sie sowieso läuft. Entweder er bereichert euch, wenn alles zwischen euch stimmt. Wenn ihr aber eine Krise habt, wird ein Clubbesuch diese verschärfen und beschleunigen."


    Und ja - ich habe schon todunglückliche Paare im Club erlebt.


    Was du wirklich willst, ist, dass du ständig zu deinem Mann und Ehe zurückkehren kannst, aber dass die Promiskuität nach deinen Spielregeln ausgelebt wird. Er will das aber überhaupt nicht und würde es auch für sich nicht in Anspruch nehmen. Und zwingen kannst du ihn nicht, dass er dich einfach freigibt. Das muss er freiwillig tun. Dafür müssen aber - wenn überhaupt - erst eure eigentlichen Probleme bewältigt werden.


    Ist dein Leben eigentlich noch so stressig? Was macht das Promovieren und der Sport? Du solltest vielleicht auch etwas Ruhe in dein Leben bringen, dass du die Beziehungsarbeit mit einem klaren Kopf und der nötigen Zeit angehen kannst. Nichts überstürzen :)z .

    Wenn man eine Offene Beziehung führen will/möchte, dann müßte man sich vorher entscheiden oder im klaren sein was passieren könnte. Es gibt genug Beziehung wo nur der "Eine/Einer " ausbricht und dann wird sie schwanger/ er macht sie schwanger und was ist dann, durch die offenen Beziehungen entsteht auch viel Leid.

    Du wirst Dich wohl entscheiden müssen. Man kann halt nicht alles haben. Mit irgendwelchen Rollenspielchen etc dürften sich eure Probleme auch nicht lösen, da Du offensichtlich entweder das Gefühl hast, etwas zu verpassen oder konkret das Bedürfnis hast, Sex mit anderen zu haben. Zum Thema "verpassen" stellt sich mir übrigens immer wieder die Frage: Warum eigentlich ist eigentlich fast immer die Rede von verpassen oder "nachholen müssen", wenn es um Sexualität geht? Warum haben die Leute weniger das Gefühl was verpasst zu haben, wenn es beispielsweise um Bildung, den frühen Einstieg in einen Sport oder das Erlernen einer Sprache, eines Instruments geht? Da haben komischerweise die wenigsten das Gefühl, wirklich was verpasst zu haben. Aber wenns ums

    geht, kann es wohl nie viel genug sein. :=o


    Besonders blöd ist die Situation für Deinen Mann, für ihn gibt es nur zwei Aussichten:


    a) Du zwingst (aka überredest, "überzeugst") ihn zum Clubbesuch bzw gehst alleine hin gegen seinen Willen


    b) Du trennst Dich.


    Es wäre wohl fairer, wenn Du gehst, bevor er noch mehr verletzt wird, denn glücklich kann er in dieser Situation nicht sein. Noch seid ihr doch so jung, dass man jederzeit wieder etwas Neues aufbauen kann.

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    Warum eigentlich ist eigentlich fast immer die Rede von verpassen oder "nachholen müssen", wenn es um Sexualität geht?

    Überglorifizierung, "schönste Nebensache der Welt", schlechte Bums-Romane usw.


    Ich frage mich halt schon ob der Mann in dieser Geschichte hier überhaupt was machen kann. Denn wenn selbst Clubbesuche nur teilweise reizvoll für die TE wären (und ein riesen Schritt für den Mann) und sie viel lieber alleine mit anderen Kerlen was starten würde dann hat der Mann doch eigentlich schon verloren, Spielraum für Kompromisse scheint da kaum noch gegeben.

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    Warum eigentlich ist eigentlich fast immer die Rede von verpassen oder "nachholen müssen", wenn es um Sexualität geht?

    Weil wir in einer Leistungsgesellschaft leben. Da wird nur nach Quantität geurteilt. Beim Sex sind Werte wie "wie lang ist der Penis", "wer hat die größten Brüste", "wie oft ist die Frau/Mann gekommen", "wie laut hat jemand geschrien", "wer hat die meisten Sexpartner", "wer hat das meiste Spielzeug", "wer hat den ausgefallensten Sex", "wie oft wurde während des Aktes die Stellung gewechselt" .... das sind alles Fragen, die hier im Forum gestellt werden.


    Sehr schnell wird man als "altmodisch" abgestempelt, wenn man bestimmte Praktiken nicht gemacht hat oder sie in seinem Liebesspiel nicht machen möchte. Vielmehr ließt man von, das man nur dann "erfüllten Sex hat", wenn "hart stoßen", "an den Haaren reißen", "ins Gesicht spritzen", "schlagen und fesseln", "alle Köperöffnungen benutzt" drin vorkommt.


    Kaum einer fragt hier nach "Qualität". Und das ist auch verständlich, weil es hier um persönliche Vorlieben der Partner geht. Und um das herauszubekommen, muss man miteinander reden und sich ausztauschen. Und sich nicht von seinem Umfeld so sehr beeinflussen lassen.

    ach forever... ich habe irgendwie den eindruck, als wäre deine idee der offenen beziehung eine ziemlich feige lösungsidee, weil du die trennung nicht erwägen willst?


    in deinem letzten faden hatte ich nämlich den eindruck, dass sex nur ein randthema eurer beziehungsprobleme ist?


    triffst du denn diesen anderen mann noch?

    Unser Sex ist nicht schlecht, wir probieren viel aus und es gibt immer wieder Phasen wo ich auch richtig viel Lust habe. Momentan aber eher nicht, was viel auch daran liegt, dass wir oft streiten, insbesondere über dieses Thema. Ich weiß nicht, wieso ich das Verlangen habe, mit anderen zu schlafen. Ich kann es mir nicht erklären.


    Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit meinem Leben, alles läuft gut soweit. Wir werden bald umziehen und einen Neuanfang machen, aber dieses Problem wird bleiben.


    Das mit den Clubs ist eh nicht so meins, ich hab zu viel Angst vor Krankheiten. Ja und sowas wie schwanger werden von jemand anderem ist natürlich der Super-Gau. Ich weiß dass viele Probleme entstehen können in offenen Beziehungen. Ich weiß ja nichtmal ob es für mich einfach wäre... wenn er mit einer anderen schläft. Vielleicht würde das alles verändern, keine Ahnung.

    Kann es sein, dass Du extrem egoistisch bist? Gehört es nicht zu einer funktionierenden Beziehung, dass beide glücklich sind? Ich lese nur ich, ich, ich..., da ist nichts von Augenhöhe herauszulesen.


    Im anderen Faden schreibst Du, dass Du dich kurz nach der Hochzeit schon fremdverliebt hast. Da hätten doch schon sämtliche Alarmglocken schrillen müssen. Rein aus dem, was hier zu lesen ist, wage ich die Prognose, dass es für euch beide keine Chance gibt langfristig glücklich zu werden.


    Dann sei bitte so fair und lass Deinem Mann die Möglichkeit sein eigenes Glück zu finden, denn Du wirst ihn nur zerstören.


    ...und das Argument des Austobens ist ganz schwach. Es zeigt nur, dass ganz andere Probleme vorhanden sind und ihr beiden, wenn man es genau nimmt, beziehungstechnisch nicht kompatibel seid.

    Ich sags mal so, letztendlich ist derjenige, der einem am nächsten steht, man selbst. Bedürfnisse haben auch immer einen Grund. Dem würde ich tatsächlich einmal nachgehen und mir einige Fragen stellen. Sex ist da eher eine Randerscheinung, um an etwas heranzukommen, was man seelisch in sich schwer vermisst. Zumindest vermut ich das, wenn ich deinen alten Thread mir ansehe. Was könnte das sein?


    Das Gefühl begehrt zu werden? Mag man sich selbst überhaupt und will man sich selbst überhaupt haben? Und was bräuchte man denn zum glücklich sein, unabhängig von einem Mann?


    Das Gefühl von anderen angenommen zu werden? Nimmt man sich denn selbst an und was bräuchte man, um es überhaupt zu können? ect.


    Ich würde mich auch einmal fragen, welche speziellen Charaktereigenschaften die zukünftigen Männer denn haben sollen und was mich daran so fasziniert, dass ich auch körperlich ihnen so nahe kommen will. Manchmal ist es eher eine Flucht aus dem Alltag, der tatsächlich langweilig sein kann, also ganz anders als in den Büchern und Filmen. ;-) Aber letztendlich ist ein körperlicher Austausch mit anderen, meist nur für kurze Zeit möglich oder man führt mehrere Beziehungen nebeneinander, also Polyamor. Dann erlebt man aber auch die Fehler und Schwächen anderer und man wird merken, das kann anstrengend sein.

    Ich sehs wie @Die Seherin

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    Ich denke dass es daran liegen könnte, dass ich schon mehrfach in Situationen war, wo es hätte passieren können, er aber noch nie, seit wir zusammen sind. Unsere Beziehung ist leider generell ziemlich unausgewogen, bzw. nicht im Gleichgewicht. Er macht zu wenig alleine ohne mich und versucht zu sehr mir zu gefallen.

    Du hast keinen Partner sondern einen von Dir abhängigen Jungen. Das törnt ab (sexuell) und gibt Dir das ganze Gewicht, dass diese Beziehung funktioniert. Geh das an und wenns nichts wird zieh die Trennung in Erwägung.


    Der Sex ist nur der Indikator dafür, dass ihr grundsätzlich aus der Balance seid. Sein "sich anpaasen" machts nur noch schlimmer - es vermittelt Dir den Eindruck, dass alles an Dir hängt - auch seine Persönlichkeit. Supermist in dem Alter.

    Zitat

    Ich weiß nicht, wieso ich das Verlangen habe, mit anderen zu schlafen. Ich kann es mir nicht erklären.


    [...] ich hab zu viel Angst vor Krankheiten. Ja und sowas wie schwanger werden von jemand anderem ist natürlich der Super-Gau.

    Umso weniger verstehe ich deinen Wunsch.


    Das ist kein Wunsch, sondern eher eine Obsession.

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    Der Sex ist nur der Indikator dafür, dass ihr grundsätzlich aus der Balance seid. Sein "sich anpaasen" machts nur noch schlimmer - es vermittelt Dir den Eindruck, dass alles an Dir hängt - auch seine Persönlichkeit. Supermist in dem Alter.

    Das ist aber genauso ein Indikator für die eigene Persönlichkeit, denn sie hat sich nicht ohne Grund für diesen Partner entschieden. ;-) Und man entscheidet sich für jemanden, wenn man auch einen Gewinn daraus zieht.

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    Das ist aber genauso ein Indikator für die eigene Persönlichkeit, denn sie hat sich nicht ohne Grund für diesen Partner entschieden. ;-) Und man entscheidet sich für jemanden, wenn man auch einen Gewinn daraus zieht.

    Auf jeden Fall. Nur: Mit 21 entscheidest Du anders als mit 27 und es ist natürlich noch eine Phase wo man sich vollens zum Erwachsenen entwickelt. Wenn einer sich in der Zeit entwickelt und der andere nicht läufts meistens wieder auseinander - es sei denn der Partner der die Entwicklung vermieden hat zieht nach. Das wäre die Chance momentan.