Traumbeziehung, dann der Knacks und jetzt ?!

    Hallo Zusammen,


    ich schreibe hier, weil ich das Gefühl habe dringend mit jemanden über all das was gerade passiert Reden zu müssen, ich aber in meinem Umfeld niemanden habe, mit dem ich sowas besprechen kann :-(


    Seit Anfang November 2017 habe ich angefangen in einer neuen Firma zu arbeiten, dort habe ich meinen jetzigen Freund (30) kennengelernt - er arbeitet in einer anderen Abteilung, dennoch haben wir ab und zu dort miteinander zu tun.


    Wir beide steckten zu dem Zeitpunkt noch in gerade "endenden" Beziehungen (Ich 2 Jahre Beziehung, er 6 Jahre), so dass wir gleich eine Gemeinsamkeit hatte und uns gegenseitig bei den Trennungen unterstützten.


    Anfang Dezember 2017 war dann soweit alles geklärt, wir waren beiden "frei" und kamen dann am 02.12 zusammen. Wir verliebten uns heftig und malten uns ein gemeinsames Leben aus. Anfangs war ich noch etwas zurückhaltend da ich mich nicht wieder hals über Kopf in eine neue Beziehung "stürzen" wollte, aber er war einfach so lieb und hat mir nicht einmal das Gefühl gegeben dass er es nicht ernst meint oder nicht wüsste was er tut.


    Ab Mitte Dezember wohnten wir zusammen im Hotel, da wir beide aus den Wohnungen unserer Expartner raus musste. Wir verbrachten also jeden Tag zusammen und waren wahnsinnig Glücklich, er trug mich auf Händen, fragte sogar "wann heiraten wir?", - "Du wirst bald meinen Namen tragen". Sogar bei der Verhütung waren wir etwas nachlässig da es einfach so gut gepasst hat und wir uns alles vorstellen konnte. Zu dieser Zeit sagte er auch immer wieder wie schnell das alles ginge, aber dass er sich so wohl fühlt wie noch nie zuvor. Anfang Januar fanden wir zusammen eine Wohnung, viel zu teuer, aber besser als nichts und noch länger im Hotel zu wohnen.


    Wir zogen gemeinsam dort ein, da wir sowieso beide eine Wohnung finden musste und wir in erster Linie erstmal ein Dach über dem Kopf (mit Hund etwas zu finden ist echt mega schwer!) zu haben. Am Tag des Umzugs war er merkwürdig, er meinte er weiß nicht was er macht, er braucht bisschen Zeit, er fährt heim und ruft seinen besten Freund an...dann stundenlang Funkstille und später eine SMS "ich hasse mich zur Zeit so sehr, dass ich dich nicht lieben kann und dir nur weh tue, das wird sich auch erstmal nicht ändern. Und das tut mir leid, ändern kann ich es aber nicht. Und ich kann dich da nicht einfach so mitnehmen, so bin ich einfach. Ich werde heute Nacht im Auto oder so schlafen und brauche einfach Zeit für mich. Ich habe gerade das Gefühl zu sterben."


    Ich war schockiert, habe geweint und Ihn gebete mit mir zu sprechen. Wir trafen uns an dem Abend und redeten. Er sagte auch dass er Moment am liebsten keine Beziehung hätte, er aber weiß dass er in einer ist.


    Seither hat es sich etwas beruhigt. Er ist immer wieder krankgeschrieben, bleibt tagelang zuhause, spielt Playstation oder schaut Filme ohne auch nur 1x das Haus zu verlassen. Er geht zum Psychologen, aber nur 1 mal alles 2 Wochen und bisher ist es noch nicht wirklich besser geworden. Er ist manchmal wahnsinnig distanziert, kann mich nicht an sich heranlassen.


    An anderen Tagen kommt er von sich aus, umarmt mich, küsst mich und sagt mir liebe Dinge. Aber dieses auf und ab macht mich so fertig und er sagt es setzt ihn extrem unter Druck dass er mich so leiden sieht. Er möchte dass wir beide uns getrennte Wohnungen suchen, bis dahin wohnen wir zusammen, was eigentlich gut funktioniert.


    Er sagte neulich "Du bist die richtige Frau zum falschen Zeitpunkt". Ich verstehe dass er gerade eine Krise hat, aber was hat das denn mit der Beziehung zu tun? Ich war gerade dabei mich richtig fallen zu lassen, als sich alles für mich von einem Tag auf den anderen geändert hat. Ich habe Verlustängste und weiß nicht so recht wie ich mit der Situation umgehen soll.... :°(


    Vor ein paar Tagen habe ich in einem Anflug von Trauer/Wut gefragt "Wieso machst du nicht einfach schluss ?"


    Er gab mir zu verstehen dass er das gar nicht möchte, dass es Ihm am liebsten wäre wir würden getrennt wohnen, er könnte sein Zeug regeln und mich ab und zu sehen. Nur zum Verständnis, ich klammere absolut nicht - und wenn ich merke dass zuhause seine Ruhe braucht habe ich durchaus kein Problem damit ihn alleine zulassen und für mich etwas zu machen....


    Ich verstehe die Welt nicht mehr, komme an manchen Tagen besser klar und an manchen könnte ich nur weinen...

  • 30 Antworten

    @ lupus86

    Nein, jetzt leider nicht mehr. Die Wochen davor waren für mich nicht nur Verliebtheit. Ich habe seine Freunde und seine Familie kennengelernt. Alles war toll und ich habe mich mit allen auf anhieb verstanden. Ich hatte mich noch nie so angenommen gefühlt und auch er hat mir immer das Gefühl gegeben, dass es mit uns etwas ganz besonderes ist.

    Es klingt sehr danach, als hättet ihr euch beide aus (mehr oder weniger) langen Beziehungen gleich aufeinandergestützt und versucht da weiter zu machen, wo ihr bei euren Expartner aufgehört habt - nach wenigen Tagen lernt ihr die Familie kennen, feiert Weihnachten, redet von Hochzeit und Kindern, mietet eine gemeinsame Wohnung?


    Und dann kommt man irgendwann in der Realität an und merkt, dass man die vorherige Beziehung doch nicht einfach so ersetzen kann, sondern dass man von vorn anfangen muss. Dass da die baldige Ernüchterung kommt, war doch vorhersehbar.

    @ MrsHide

    Gerade deshalb war ich die erste Zeit auch sehr reserviert und wollte nicht gleich alles zulassen. Er hat mir aber ein wahninnig gutes Gefühl gegeben, so dass ich nach und nach "locker" lassen konnte.


    Die gemeinsame Wohnung war quasi aus der Not geboren, da wir einfach raus mussteun und uns zusammen eine teurere leisten können. Ich habe auch kein Problem damit einen Gang zurück zu fahren, aber im Moment verstehe ich rein gar nichts mehr. Auch weil er sagt, es liegt nicht an seiner Ex-Beziehung oder oder. Er ist mir auch wichtig, wir haben viele gemeinsame Interessen und ergänzen uns Menschlich gut. Normalerweise hätte ich eine solch schwere Beziehung schon beendet, aber ich hänge daran und kann es nicht und er wohl scheinbar ja auch nicht...

    Wow, ihr habt aber wirklich den Turbo eingelegt - beide warm gewechselt, große Liebe (oder eher Projektion aufgrund von nicht erfüllten Bedürfnissen in den Ursprungsbeziehungen), zusammenziehen, Heiratenpläne, Drama & drohende Trennung innerhalb von genau 2 Monaten. Das muss man erstmal schaffen.


    Wie alt bist du? Mir scheint dein "Freund" rutscht gerade nach dem Ende seiner Langzeitbeziehung in eine große emotionale Krise - was verständlich ist und normal. Ihr seid das ganze sehr überstürzt angegangen.


    Beide Trennung, ausgezogen, sich sofort auf einen anderen Menschen einstellen, usw. innerhalb von wenigen Wochen. Das kann kaum jemand nervlich wuppen. Lass ihm Zeit, lass dir Zeit, komm erst mal zu dir nach dem Chaos. Er scheint völlig instabil zu sein - ob sich das wider ändert, ist zur Zeit nicht absehbar.


    Pass auf dich und dein emotionales Gleichgewicht auf. @:)

    Ergänzend dazu vielleicht noch:


    Vorgestern hatten wir ein gutes Gespräch, er sagte mir dass gerade weil alles so schnell und so schön war, möchte er sein Zeug geregelt bekommen - für mich. Dass ich es nicht negativ sondern als quasi "Kompliment" sehen soll. Dass er mich sehr sehr mag und ich nach wie vor perfekt für mich bin und dass es null an mir liegt dass er gerade so ist, sondern nur an ihm.

    @ Sommerkind44

    Ich glaube du hast das ziemlich gut zusammengefasst. Das was wir empfunden haben war definitiv keine Einbildung, aber alles ging so schnell und ich habe mich einfach mitreißen lassen. Ich bin 27 Jahre geworden. Er sagt auch dass sich sein ganzes Leben gerade ändert, beruflich ist er in der Firma nicht mehr glücklich (differenzen mit dem Chef) und ich habe das Gefühl er weiß gerade einfach nicht wo im Leben er steht und wo er hin will.


    Ich versuche ihm und mir freiraum zu lassen, manchmal bin ich aber einfach sehr traurig, das bekommt er natürlich mit... :-(

    Zitat

    Vorgestern hatten wir ein gutes Gespräch, er sagte mir dass gerade weil alles so schnell und so schön war, möchte er sein Zeug geregelt bekommen - für mich. Dass ich es nicht negativ sondern als quasi "Kompliment" sehen soll. Dass er mich sehr sehr mag und ich nach wie vor perfekt für mich bin und dass es null an mir liegt dass er gerade so ist, sondern nur an ihm.

    Und das stimmt wahrscheinlich auch. Was denn für "Zeug" will er geregelt kriegen? Er ist völlig durch den Wind, hat sich gerade von seiner Langzeitfreundin getrennt. Er kann gar nicht offen sein für eure Liebe, er ist gerade völlig im Gefühlschaos.


    Tut mir leid, aber es klingt so als wärst du, egal wie groß die Verliebtheitsgefühle anfangs waren, eher die Übergangsfrau.


    Wenn er sich wieder gefangen hat in 1-2 Jahren und wieder weiß er wer er eigentlich ohne diese andere Frau ist, dann wird er wahrscheinlich eine neue Frau kennenlernen, die ihn nicht an diese Unschöne Zeit erinnert, in der er sich selbst hasst, weil er seiner Exfreundin das Herz gebrochen hat. :-/

    @ Sommerkind

    diese Befürchtung hatte ich leider auch schon, aber er sagt immer wieder dass er gar keine andere will.


    Mit Zeug meint er, eine richtige Wohnung finden (die in der wir jetzt wohnen ist echt mega kacke!), Jobtechnisch etc...


    Ich will nicht nur die Übergangsfrau sein :°(

    Zitat

    diese Befürchtung hatte ich leider auch schon, aber er sagt immer wieder dass er gar keine andere will.

    Es weiß gerade nicht was er will. Merkst du doch. Einen Tag so, einen Tag so. Er ist im Stadium der aufbrechenden Gefühle.


    Ich kann dir nur raten, weniger auf seine Worte als eher auf seine Taten zu achten.

    Zitat

    Mit Zeug meint er, eine richtige Wohnung finden (die in der wir jetzt wohnen ist echt mega kacke!), Jobtechnisch etc...


    Ich will nicht nur die Übergangsfrau sein :°(

    Dann lass ihn die Dinge regeln. Dräng dich nicht auf. Lass ihm Raum, zu sich zu kommen. Er muss von sich aus wieder einen Schritt auf dich zumachen jetzt. Konzentrier dich auf dich selbst, deine Arbeit, Freundschaften, Hobbies.


    Und richte dich darauf ein das dich die Sache sehr viel Kraft und Nerven kosten wird in den nächsten Monaten.

    Ich glaube, wenn du die Beziehung retten willst, solltest du dir sehr schnell ein eigenes Zimmer, eine kleine Wohnung suchen oder zu einer Freundin ziehen.


    Und vor allem solltest du nicht traurig sein, sondern dich wieder sammeln.


    Er hat mehr als deutlich gemacht, wie sehr ihn das schlechte Gewissen dir gegenüber belastet.


    Das wird auch zu Lasten seiner Liebe zu dir gehen.

    Der Alltag ist eingekehrt, eigentlich soweit alles normal bei Deiner Beschreibung. Der Verstand hat das Herz abgelöst. Eine eigene kleine Wohnung für jeden für Euch wäre die bessere Lösung gewesen. Ein Typ, der aus fadenscheinigen Gründen der Arbeit fernbleibt und statt dessen lieber Playstation spielt, hat keine Beziehungskriese, sondern schwerwiegende andere Macken.

    Ihr kennt euch etwas mehr als 3 Monate und habt einfach Alles überstürzt. Ist doch völlig klar, daß sowas selten gut gehen kann.


    Jeder Mensch muß doch erstmal die alte Beziehung und die Trennungsgründe verrbeiten. Sich sofort in eine neue Beziehung zu stürzen und sogar von Heirat zu sprechen, sowas klingt wie Teenagerträume.

    @ Sommerkind

    Was er sagt ist eins, aber er ist auch so sehr liebevoll ab und zu, streichelt mir über die Wange oder küsst mich. Es ist mal so mal so.


    An manchen Tagen kommt er ganz von sich auf mich zu, umarmt mich oder sagt etwas liebes, an anderen wirkt er abwesend und distanziert. Für mich ist dieser Wechsel schwer zu ertragen aber ich versuche es mir nicht anmerken zu lassen und Sachen zu machen die mich ablenken.


    Dass es nicht leicht wird die nächste Zeit weiß ich, ich hoffe nur er fängt sich irgendwann wieder und dass ich es solange "ertrage".

    @ Hanca

    Eine eigene Wohnung suche ich schon, leider ist es im Raum Stuttgart sehr schwer eine kleine, bezahlbare Wohnung mit Hund zu finden ":/ , auch aufgrund des Hundes ist es schwer für mich bei Freunden unterzukommen.

    @ Ani48

    Wie gesagt, haben wir übergangsweiße sogar im Hotel gewohnt da unsere beiden expartner in den Wohnungen blieben und wir somit raus mussten. DIe Wohnung die wir jetzt haben war quasi "der einzige Ausweg".


    Er bleibt auch nicht einfach so der Arbeit fern, er hat Probleme bei der Arbeit, es stresst ihn sehr. Er hat starke Kopfschmerzen, kann aber keine Tabletten nehmen da er gegen nahezu jedes Schmerzmittel allergisch reagiert. Er fühlt sich ausgelaugt und müde, kann aber nicht schlafen.

    @ TheBlackWidow

    Wir waren uns zu jedem Zeitpunkt völlig bewusst, dass das Tempo nicht normal ist. Haben uns absichtlich versucht zu "bremsen".


    Wir waren bei in der ähnliche Lage, lange Beziehungen die eigentlich schon lange zu ende waren, nur eben nicht "offiziell". Bei uns beiden war auch klar dass für die Expartner keine Gefühle mehr da sind, sonst hätten wir nichts miteinander angefangen.

    Vor wenigen Monaten seid ihr beide noch in mehrjährigen Beziehungen gesteckt. Diese fanden dann ein Ende und seit guten zwei Monaten seid ihr ein Paar.


    In einem solchen Stadium, in dem man sich noch nicht mal richtig kennt, schon von einer Traumbeziehung zu sprechen, finde ich auch ein wenig weit her geholt. Dass man schnell stark verknallt sein kann, das glaube ich gerne. Da fahren die Emotionen und die Gehirnchemie ordentlich Achterbahn, was eine Art gutes Rauschgefühl auslösen kann.


    Das alleine muss jedoch nicht notwendigerweise eine Aussagekraft darüber haben, wie gut eine Beziehung wirklich ist und sein kann. Weil dafür noch ganz andere Dinge passen müssen und Verknalltheit alleine in den seltensten Fällen genug ist.


    Nach dem Ende, gerade von langen Beziehungen, ist es aber meiner Erfahrung nach oft so, dass man sich selbst erst einmal wieder finden muss. Selbst wenn die letzte Beziehung im Guten geendet hat, muss man sich dennoch erst einmal von den bisherigen Zukunftsvorstellungen und Träumen lösen und gegebenenfalls auch um den Verlust trauern. Erst einmal wieder herausfinden, wer man ohne den oder die Ex ist und wer man eigentlich sein möchte. Was man sich, so ganz allgemein, vom Leben wünscht und welche Bedürfnisse unbedingt befriedigt sein müssen, damit es einem gut gehen kann.


    Und wenn man es dann geschafft hat sich selbst wieder zusammenzusetzen und stabilen Boden unter den Füßen zu haben, kann es auch mit einer neuen Beziehung klappen.


    Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass dein Freund gerade an dem Punkt angekommen ist, wo er (auch) Zeit und Raum für sich alleine braucht, um sich selbst wieder finden zu können. Dass er da nicht gleich mit dir zusammenleben will, kann ich verstehen.


    Als ich nach meiner letzten Beziehung bei meinem Ex ausgezogen war, habe ich am einen Tag Luftsprünge gemacht und am nächsten Tag geheult, weil es nun endgültig war, dass manche Zukunftsvorstellungen, die ich hatte, so niemals wahr werden würden. Das war für mich schon anstrengend genug, da hätte ich keinen neuen Partner permanent um mich rum haben wollen.


    Du bist wahrscheinlich in einer anderen Phase der Verarbeitung deiner letzten Beziehung. Bitte vergleiche dich da aber nicht mit ihm. Jeder hat da ein anderes Tempo und solche Verarbeitungen finden oft auch eher in Wellen, statt geradlinig statt.


    Ich würde dir raten, die Wünsche deines Partners nicht als Ablehnung von dir zu interpretieren. Vielleicht gelingt es dir sogar, den Schritt zurück als Chance zu sehen. Weil auch du dadurch die Möglichkeit bekommst für dich selbst herauszufinden, wer du als Einzelperson bist, um anschließend herausfinden zu können, welcher Partner der richtige für dich ist.


    Wenn ihr beide nun also einen Schritt zurück geht, ist das nicht unbedingt ein Versagen, sondern kann auch eine Chance sein. Ihr könnt euch sammeln und wieder, jeder für sich, auf die Reihe kriegen, um euch dann noch besser kennenzulernen und überprüfen zu können, ob es zwischen euch wirklich passt. 

Bis jetzt war es "nur" Verliebtheit und überbordende Gehirnchemie. Wenn ihr euch Zeit und Raum für die Verarbeitung der Vergangenheit gebt, könnt ihr aber mit Glück auch eine stabile Basis für eine gemeinsame Zukunft schaffen.


    Dazu finde ich es aber wichtig, dass du die Wünsche und Bedürfnisse deines Partners ernst nimmst und es ihm zugestehst, Zeit und Raum für sich zu brauchen. Einfach so und ohne dass du ihn noch zusätzlich mit deiner Trauer und Wut belastest.


    Wenn eine Beziehung zwischen euch Bestand haben soll, ist es wichtig, den anderen so nehmen zu können, wie er ist. Ohne, dass man traurig und wütend ist, weil man den anderen gerne anders und passender hätte.

    @ Graógramán

    Danke für deinen tollen Beitrag!

    Zitat

    Ich würde dir raten, die Wünsche deines Partners nicht als Ablehnung von dir zu interpretieren. Vielleicht gelingt es dir sogar, den Schritt zurück als Chance zu sehen. Weil auch du dadurch die Möglichkeit bekommst für dich selbst herauszufinden, wer du als Einzelperson bist, um anschließend herausfinden zu können, welcher Partner der richtige für dich ist.

    Eigentlich sehe ich es auch so, verstehe dass es nicht "gegen mich" gemeint ist, aber oft macht es mich auch einfach traurig weil ich ihm gerne nah sein möchte und die Distanz mich dann unabsichtlich verletzt.


    



    Zitat

    Bis jetzt war es "nur" Verliebtheit und überbordende Gehirnchemie. Wenn ihr euch Zeit und Raum für die Verarbeitung der Vergangenheit gebt, könnt ihr aber mit Glück auch eine stabile Basis für eine gemeinsame Zukunft schaffen.

    Genau das ist meine Hoffnung :)*

    Zitat

    Dazu finde ich es aber wichtig, dass du die Wünsche und Bedürfnisse deines Partners ernst nimmst und es ihm zugestehst, Zeit und Raum für sich zu brauchen. Einfach so und ohne dass du ihn noch zusätzlich mit deiner Trauer und Wut belastest.


    Wenn eine Beziehung zwischen euch Bestand haben soll, ist es wichtig, den anderen so nehmen zu können, wie er ist. Ohne, dass man traurig und wütend ist, weil man den anderen gerne anders und passender hätte.

    Ich möchte ihm gerne vermitteln, dass ich ihm den Rücken stärke, dass ich da bin und ihm keine Vorwürfe mache. Aber manchmal trifft es mich einfach unvorbereitet und ich werde traurig oder zurückgezogen, das merkt er dann auch. Passender möchte ich Ihn nicht, er passt schon so und ich kann voll verstehen in welcher Situation er gerade steckt. Aber die Situation ist für mich eben nicht leicht. :°(

    Gestern hatten wir ein Gespräch bei dem ich etwas mehr verstehen konnte, wie es ihm gerade geht.


    Er sagt dass das alles Null mit mir zu tun hat, er auch nicht mit mir in dieser Wohnung wäre wenn ich Ihm egal wäre. Er sagt auch immer "Ich bin hier". Er sagt auch wenn wir getrennte Wohnungen haben würden wir trotzdem noch Zeit miteinander verbringen, aber er hätte dann eben mehr den Freiraum den er momentan braucht um sein Zeug zu regeln. Er sagt er war davor in einer Beziehung in der er sehr viele Dinge getan hat, die er eigentlich nicht wollte, das will er nicht wieder (Stichwort: Emotionale Abhängigkeit). Er will nach wie vor die Beziehung nicht beenden, auf die Frage ob er wirklich denkt dass es noch eine Chance gibt das hinzubekommen kam nur "ich weiß es nicht". Er sagt er genießt die Zeit mit mir, hat Spaß mit mir und natürlich ist das körperliche schön für ihn, nur eben nicht so wie für mich. Dass er mir gerade nicht das geben kann was ich brauche. Er sagt immer wenn er sein Zeug auf die Reihe bekomme hat könnte man ja schauen wie was blabla, aber für mich klingt das alles falsch. Kann sein dass ich gerade auch einfach alles schwarz sehe.


    Nacht kuschelt er sich immer an mich im Schlaf, streichelt meine Hand etc. ohne dass ich irgendwas dazu tue...manchmal frage ich mich ob das unterbewusst von ihm ist?!


    Tut mir leid wenn ich euch zuspame, ich habe nur aktuell niemanden mit dem ich reden kann und das macht mich schirr irre. :°(

    Lass ihm Zeit. Lass dir Zeit. Tritt ein paar Schritte zurück und sieh zu, was passiert. In der Ruhe liegt die Kraft. Und aus Erfahrung weiß ich, dass alles ohnehin so kommt, wie es kommen soll.


    Sucht zusammen nach Lösungen, ohne den anderen zu überfordern. Und: Ihr habt beide noch nicht mit euren alten Beziehungen abgeschlossen, so wie es aussieht. Er versucht das gerade. Mach du das auch. Dann wird das auch.


    Viel Glück euch beiden.

    @ parazellnuss

    Genau das versuche ich, ihm und mir Freiraum zu geben. Aber so recht gelingen tut das nicht immer, einfach weil er merkt wenn ich verstimmt/traurig/wütend bin & er natürlich auch weiß dass das aufgrund von ihm so ist.


    Ich will eigentlich mit mir selbst klarkommen, aber es fällt mir wahnsinnig schwer, keine Hoffnung zu haben. Ich klammere mich immer an den Halm dass es doch noch wird, aber am Ende werde ich vermutlich sowieso enttäuscht.


    Ich für meinen Teil habe mit meiner alten Beziehung abgeschlossen, ich hatte aber auch mehrere Monate Zeit mich darauf vorzubereiten.


    Bei Ihm bin ich mir nicht ganz sicher, er sagte auch dass er schon lange damit hadert und sich auch sicher war. Keine Gefühle mehr etc.


    Bilder auf Facebook, dem PC etc. hat er aber noch nicht gelöscht....Grund mir Sorgen zu machen?