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    Danke für die Ehrlichkeit!!

    Was hat es mit Ehrlichkeit zu tun, Pauschalaussagen (vermeintlich) zu bestätigen?


    Jo, ich probiere meine Sachen auch oft nochmal an. Und nein, natürlich nicht, weil sich was geändert haben darf, sondern weil man Dinge, die einem gefallen - nicht nur Kleidung - und erfreuen nunmal nutzt und nicht erstmal in die Ecke stellt.

    Was genau ist daran jetzt anstrengend?


    Und du meinst wirklich, bei Männern gäbe es das tendentiell weniger?


    Es gibt exakt genauso aktive Männer und gemütlicher Zuhause-bleiber,


    Rammer oder Kuscheltypen,


    Entspannte wie auch leicht zu kränkende Kerle,


    Morgenmuffel oder um-6-uhr-morgens-Strahlemänner,


    Typen die nur Fitnessfrauen wollen oder eher auf den Typ "kurvig" stehen.


    In jedem deiner Punkte gibt es bei beiden Geschlechtern dieselben Spannbreiten und das ist nichtmal Erbsenzählerei.

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    Mag sein, das wir da ähnlich kompliziert sind.

    Was ist an der Erkenntnis, dass jeder Mensch anders ist und auf anderes steht, kompliziert?


    Wenn einen das schon anstrengt, würde ich doch eher den Kauf einer Reallife-Doll empfehlen :=o

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    Ich glaube nicht das Frauen bei uns Männern eine solche Vielfalt an Eventualitäten abzuwiegen haben.

    Da stellst du deine Geschlechtsgenossen aber als ziemlich eintönige Langweiler dar.

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    Ich weiß ja auch, das ich die gekaufte Hose zu Hause nicht nochmal anziehen muss, weil sie sich nicht verändert hat auf dem Weg. Im Gegensatz zu meiner Ex

    Man probiert ja auch nicht an, weil man nicht wüsste, dass es passt. Das ist so eine typische "Hihihi, Frauen!"-Einstellung, für die man krampfhaft ignoriert, dass es eben einfach Freude an was Neuem ist. Ich tus, Millionen andere Frauen tuns nicht.

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    Er unterstützt mich wo er nur kann, ist einfach immer für mich da, ich kann mit ihm über alles reden, wir lachen sehr viel zusammen und es ist einfach sehr harmonisch mit ihm.

    Das klingt schön, aber um dich damit zu begnügen bist du noch nicht alt genug. So wie du euer Sexleben beschreibst kannst du komplett vergessen dass ihr auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Such dir einen anderen, oder einen zweiten, für den Spaß? Vielleicht einen zuverlässigen ExLover reaktivieren? Mein ich ernst. Wär doch schade um all die schöne Geilheit.

    Das, was Du beschreibst, klingt für mich nicht nach einfach:"Wenn er bloß ein besserer/leidenschaftlicherer/versierterer Liebhaber wäre..", sondern nach einem handfesten (sexuellem/psychischen?) Problem. Über dieses "sehr schnell Kommen" (über die jugendliche Ungestümtheit/Unerfahrenheit hinaus) habe ich mal etwas gelesen, was in Richtung "Erektionsstörung mit umgekehrten Vorzeichen" geht - also mehr oder weniger die gleichen Probleme/ÄngsteStörungen etc. dahinter stecken, sich diese bloß im anderen Extrem ausdrücken.


    Ich glaube auch nicht, dass, wenn Du bloß cleverer/empathischer/geschickter oder sonstwas wärest, ihr dieses Problem bereits gelöst haben könntet - womöglich hast Du eben durch Deine Empathie erspürt, dass es für ihn komplizierter (peinlicher?) etc. ist, als dass es mit einem "..wir können ja mal dieses und jenes ausprobieren.." von Deiner Seite erledigt gewesen wäre - wahrscheinlich hätte es nur Druck aufgebaut.


    Es ist ja nicht nur davon abhängig, wie kommunikationswillig, offen, ehrlich etc. man selbst ist, sondern auch davon, wie und ob der andere überhaupt in der Lage ist, damit um- und darauf einzugehen. Gespräche werden ja nicht diktiert, sie entwickeln sich. Und wenn man da quasi allein die Regie übernimmt, führt das womöglich nur dazu, dass man den anderen nieder redet, ihn verletzt oder ähnliches, zumindest aber nicht weiter kommt.


    Was Du sagen könntest wäre, dass Du die Qualität eurer Beziehung schätzt, Du Dir aber wünschst, dass sich diese Qualität auch im Sexuellen widerspiegelt und sie das aktuell für Dich nicht tut. Und dann erfragen, wie er das empfindet. Dann weißt Du erstmal, welche Basis ihr da habt, also, ob ihm das genauso geht oder er das völlig anders sieht und ob er bereit ist, an seine performanten Probleme/Hemmungen ran zu gehen oder - falls er es nicht als defizitär empfindet - zumindest bereit ist, auf Dich zuzugehen.


    Und vielleicht findet ihr dann gemeinsam Wege, euer Sexleben erotischer und für Dich befriedigender zu gestalten. Eine Haltung, die, bloß weil der Sex bisher nicht berauschend war, dennoch davon ausgeht, dass es in Zukunft auch ganz anders kommen kann, ist da gewiss von Vorteil.


    Leider kann keiner hier wissen, was bei ihm dahinter steckt und womöglich weiß er das selbst nicht und/oder will da nicht dran. Vielleicht ist ihm aber die Beziehung zu Dir wichtig und wert genug, sich damit auseinanderzusetzen. Das gelingt ihm bestimmt leichter mit einer Frau, die ihn liebt, ihn nicht be- oder abwertet, sondern ihn annehmen kann.


    Sein Vorschlag mit den Kondomen lässt doch zumindest hoffen, dass er bereit ist, sich konstruktiv damit auseinanderzusetzen. Er muss es aber auch von sich aus wollen. Sonst wird das nichts.

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    Was Du sagen könntest wäre, dass Du die Qualität eurer Beziehung schätzt, Du Dir aber wünschst, dass sich diese Qualität auch im Sexuellen widerspiegelt und sie das aktuell für Dich nicht tut.

    Ich finde, alles was in diese Richtung geht (sachliche Analyse, konstruktive Kritik, Gespräche), setzt einen Schlusspunkt unter so eine Beziehung. Wenn man sich nicht spielerisch gemeinsam guten Sex "angewöhnen" kann - und nach 1 Jahr Rumprobieren sollte es mal soweit sein -, kann man das alles glatt vergessen. Allein der Tonfall in dem die TE ihren Freund hier beschreibt - wie soll daraus jemals (wieder) was Liebevolles werden?!

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    Über dieses "sehr schnell Kommen" ... habe ich mal etwas gelesen, was in Richtung "Erektionsstörung mit umgekehrten Vorzeichen" geht ... also mehr oder weniger die gleichen Probleme/ÄngsteStörungen etc. dahinter stecken, ...

    Mein erster Gedanke ...

    @ Achatina

    So wie Du es schilderst, genießt er es nicht, sich mit Deinem Körper zu befassen.


    Vielleicht findet er Dich körperlich einfach nicht attraktiv genug?


    Du bist ein toller Kumpel, Ihr versteht Euch ansonsten sehr gut, seid auf einer Wellenlänge, aber auf dem Gebiet reicht es nicht für ihn?


    Will er überhaupt von sich aus Sex, GV? Oder macht er es nur, weil er denkt, er müsste es machen?

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    Wenn man sich nicht spielerisch gemeinsam guten Sex "angewöhnen" kann - und nach 1 Jahr Rumprobieren sollte es mal soweit sein -, kann man das alles glatt vergessen. Allein der Tonfall in dem die TE ihren Freund hier beschreibt - wie soll daraus jemals (wieder) was Liebevolles werden?!

    Genau meine Meinung... und nicht nur der Sex an sich selbst, Leidenschaft will ich doch schon spüren, wenn das Gegenüber mich nur berührt. Hier hört es sich so an, als wenn nicht mal gegenseitiges Begehren da wäre und man nur mechanisch rumrödelt ":/

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    ... als sei er vollkommen lustlos bei der Sache. Je eher daran, je eher davon.


    Er scheint nicht richtig scharf auf sie zu sein.

    Warum stutze ich gerade ein wenig?


    Völlige Lustlosigkeit würde bei mir "kein schnelles kommen" nach sich ziehen, und selbst bei der Erektion hätte ich wohl Probleme.

    Ich sehe hier trotz meiner eigenen Erkenntnis, dass aus den beiden wohl kein stabiles Paar für die Zukunft werden wird, auch etwas viel Spekulation und Fantasyland in einigen Beiträgen.


    Vorzeitiger Samenerguss hat nun wirklich überhaupt nichts damit zu tun, dass der Partner der TE gelangweilt, lustlos oder nicht erregt auf sie reagiert. Hier wäre eher die Frage zu stellen, ob er dieses Problem bereits in früheren Partnerschaften mit anderen Frauen hatte. Ob er bis heute jemals etwas dagegen unternommen hat, weil es ihn persönlich belastet und stört.


    Ich gehe sehr stark davon aus, dass er selbst weiß und spürt, dass das was er der Freundin an sexueller Hinwendung geben kann für sie nicht erfüllend ist. Um diesen Zustand ausblenden und ignorant aufrechterhalten zu können, müsste ein Mann sehr wenig partnerschaftlich eingestellt sein. Das passt wiederum nicht so ganz zu den Beschreibungen der TE über ihre Beziehung.


    Natürlich ist es einem Mann peinlich, wenn das sexuelle Miteinander sich eher wenig zufriedenstellend für beide gestaltet, und das nicht nur selten bis gelegentlich, sondern mit der Tendenz der Regelmäßigkeit. Schade ist natürlich, dass die beiden es als Paar zu selten oder noch gar nicht versucht/geschafft haben mit Geduld, Empathie und Verständnis füreinander den Weg zum Gespräch und eventueller Hilfe von außen geschafft haben.


    Es reicht hier nicht aus, als Partnerin traurig, enttäuscht und grantig unzufrieden zu sein/werden. Vielleicht ist es auch schwer, jemand egal wie man es als Frau formuliert und anbringt klar zu machen, 'Du es reicht mir nicht aus, was ich mit Dir erlebe'. Wir müssen uns alle nichts vormachen, selbst mit liebevoll konstruktiver Kritik tut sowas weh, baut weiter inneren Druck auf und führt auch dazu, dass man in die Vermeidungshaltung geht irgendwann.


    Man muss kein großer Visionär sein, um zu erkennen das gerade nach dem ersten Funkenflug, dem intensiven Gefühl der Verliebtheit genauer hingesehen wird, was ist, da was uns verbindet und gern zusammen sein lässt. Das ist ein normaler Prozess, der bei einigen sehr früh einsetzt, bei anderen später, je nach eigener Zufriedenheit mit der Paarsituation. Ob man für ein gemeinsames Leben in Respekt, Achtung, Liebe, Zuwendung und der Geduld für die Schwächen des Gegenübers gewappnet und empfänglich ist, stellt sich meist erst raus, wenn die ersten Schmetterlinge verflogen sind. Erst danach entscheidet sich, was ein Paar aus der momentanen Ist-Situation für sich ausbauen kann.


    Hier scheint es bereits so zu sein, dass auf beiden Seiten eine gewisse Unfähigkeit vorhanden ist sich einem tieferliegenden Problem gemeinsam zu stellen. Sich darüber offen und ehrlich auszutauschen und auch aushalten zu können, wenn nicht auf Knopfdruck sofort die Lösung aus dem Zauberhut springt. Das ist einerseits schade, aber zeugt auch davon das eben nicht sooo viel Gemeinsamkeit und Potenzial vorhanden ist, um mit den Themen die beiden beschäftigen umgehen zu können. Es ist der Zeitraum in dem Spreu und Weizen sich trennen.


    Es mag manches in den Formulierungen der TE härter rüber gekommen sein, als sie es selbst sieht und empfindet. Das ist die Dynamik eines Forums, in dem sich die Ratsuchenden ungeschönt und direkt dem Problem widmen wollen. Das ist insofern auch komplett in Ordnung, nur so wissen wir als die virtuellen Ratgeber worum es genau geht.


    Leider hat sich die TE bisher nicht wieder gemeldet und somit wissen wir im Forum nicht, wie sich für die beiden das Problem weiter darstellen wird. Einerseits verstehe ich, dass die Meinungen zu Verunsicherung und dem Hinterfragen der Paar-Dynamik führt. Ich für meinen Teil werde abwarten, ob und in welcher Form hier noch ein Beitrag geschrieben wird. Weiteres Spekulieren und was wäre wenn falls – wird an dieser Stelle nichts Konstruktives an Lösungspotenzial entfalten für diese Beziehung.

    Als ehemals Betroffener weiß Ich selbst, wie belastend das ist und das da vor allem ein Schalter im Kopf umgelegt werden muß.


    Kommt er denn immer in der selben Stellung? Manche Stellungen sind für den Mann sehr unbequem, so daß man sich da gar nicht so auf das eigenen Feeling konzentrieren kann. Ablenkung ist ohnehin immer praktisch. Ein spannender Film/Spiel im Fernsehen während des Aktes und schwups, die Zeit verrinnt von alleine. Ist zwar unromantisch, aber sehr hilfreich.


    Legt Ihr keine 2.Runde ein? Das man beim ersten Mal schnell kommt, bedeutet nicht, daß man dann fertig ist oder nicht ein zweites Mal kann. Der erste Druck ist abgebaut, nun sollte es länger dauern.


    Bist Du beim Sex sehr laut am stöhnen? Präsentierst Du Dich immer in Deiner vollen nackten Pracht? Visuelle und optische Dingen führen schnell zu Reizsteigerung.


    Habt Ihr immer ein langes Vorspiel und/oder bläst Du z.B. erstmal ausführlich? Wenn man dann schon so angeheizt ist, dauert der Akt niemals lange. Ein Kaltstart ohne großes Drumherum wäre dann mal ein Versuch wert.


    Genauso die Frage, wie es ist, wenn er denn ziemlich angetrunken mit Dir schläft. Die Reizminderung und das Denken (Kopf) ist verlangsamt, Hemmungen sind eher abgebaut.


    Ansonsten helfen ggf. auch Hilfsmittel. Ich hatte z.B. mal sehr erfolgreich Xylocain genutzt, um ein positives Erlebnis zu haben.

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    Ein spannender Film/Spiel im Fernsehen während des Aktes und schwups, die Zeit verrinnt von alleine. Ist zwar unromantisch, aber sehr hilfreich.

    Hä? Auf diesen "Akt" würde ich gern verzichten. %-|

    gäbs ne einfache Lösung dafür: Polygamie^^


    Ansonsten bin ich eigentlich der Meinung dass selbst weniger sexkompatible Menschen ne Schnittmenge finden können in der sie jede Menge Spaß am Sex haben könnten, scheitert halt eher am Wollen als an sonstwas, in dem Fall wohl bei euch beiden gleichermaßen. Wenn's euch (beiden) damit ernst wär, hättet ihr schon längst Spaß an eurem Sex, vllt gibt's da ja Sexualpaartherapien oder so wenn ihr das net allein hinkriegt.


    Dominanzunfähigkeit zu beseitigen dürfte aber jedenfalls extrem schwierig sein.

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    Warum fragen Männer sowas nie?

    (Gemeint war die Frage des Mannes, ob die Frau auch "gekommen" ist.


    "Den" Frauen kann man es irgendswie nicht recht machen. Diese Frage gilt sogar bei "den" Frauen als verpönt.

    echt hey! Hab mir genau das gleiche gedacht ;-D