@ sensibelman

    Ich hätte das "aber" in dem von dir zitierten Satz besser durch ein "und" ersetzen sollen. Denn natürlich ist man beides. Und keines sollte stärker als das andere wiegen. Dann erreicht man Balance.


    Soweit...


    Was mich an deinen Beiträgen stört ist die Art wie du sie hier einstellst. Oft kommen sie mir sehr überheblich im wahrsten Sinne des Wortes vor. Über die anderen Erfahrungen gehoben. Ich freue mich, wenn deine Frau und du eine nahezu friedliche Symbiose miteinander habt. Ich freue mich aber auch über meinen Mann und mich, wenn er mir sagen kann: Du, ich brauche mal Zeit für mich - ohne deine Anwesenheit. Das kränkt mich nicht (ich habe solche Momente auch), sondern ich freue mich an der Offenheit.


    Manchmal habe ich das Gefühl, dass es dir schwer fällt die Meinungen und Erfahrungen anderer einfach stehen zu lassen. Neben deinen wertvollen Erfahrungen.


    Ich möchte deine Erfahrungen lesen können, ohne dass sie über meine gehoben werden und sie dadurch eine Abwertung erfahren.

    @ TE

    Mir würde es schwer fallen, wenn mein Partner beleidigt reagiert und mir durch dieses Verhalten Schuld suggeriert. Das würde mich eher noch forttreiben.

    @ Seherin

    Ja, empfinde es auch so. Seit wir zusammen wohnen ergibt sich eine natürliche Nähe und es ist (meistens ;-)) stressfreier. Allerdings wohnen wir seit 10 Jahren zusammen...

    Zitat

    Ich möchte deine Erfahrungen lesen können, ohne dass sie über meine gehoben werden und sie dadurch eine Abwertung erfahren.

    Wenn das bei dir so ankommt, so ist das keineswegs so gemeint.

    @ sensibelman

    Deiner Beschreibung entnehme ich, dass Du (mehr oder weniger) von Zuhause aus arbeitest (freie Zeiteinteilung, zwischendurch die Möglichkeit mal hier zu lesen und zu schreiben usw.). Demnach hast Du ja ausreichend "Mich-Zeit", weil Du diese ja immer wieder zwischen Deiner Arbeitszeit nehmen kannst. Desweiteren wohnt ihr zusammen und seid entsprechend daran gewöhnt, auch mal nebeneinander für sich zu sein. Und womöglich arbeitet Deine Frau wiederum außerhalb oder jemand von euch macht auch so mal was alleine: die Kinder abholen, einkaufen gehen, Bankgeschäfte erledigen oder aufs Klo gehen.


    Die TE ist aber den ganzen Tag bis abends unter Menschen (auswärts) und ihr Freund will dann noch jeden Abend die uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Sie hat also 100% ihrer Zeit in Gesellschaft und 0% alleine. Na gut, vielleicht 2%, wenn sie mal aufs Klo geht. Das ist schon eine ziemliche Dauerbelastung und es ist völlig legitim, das nicht zu wollen. Und es ist mir völlig unverständlich, wie Du ihr hier quasi unterstellst, dass was mit ihr oder ihrer Beziehung nicht stimmt, wenn sie das nicht aushält bzw. möchte. Vorallem vor dem Hintergrund, dass ich der Meinung bin, Du dies bei genauerer Betrachtung nichtmal selbst lebst. :(v

    Zitat

    wie Du ihr hier quasi unterstellst, dass was mit ihr oder ihrer Beziehung nicht stimmt

    Ich habe lediglich behauptet, dass sie wahrscheinlich nach der Arbeit nur übermüdet ist. Wenn ihr Freund sie besucht, bedeutet noch lange nicht, dass die beiden permanent aneinander backen müssen, auch wenn sie einander nah sind und das glaube ich auch nicht. Wie geschrieben, kann man sich nah sein und dennoch teilweise eigene Dinge tun und teilweise gemeinsames erleben und tun.


    Vielleicht liegt hier das Missverständnis. Wenn ich Nähe meine, dann heißt das erst mal nur Nähe- ob man etwas Eigenes tut oder Gemeinsames erlebt, ist damit nicht gesagt- das lässt sich auch nicht unbedingt in jedem Fall klar trennen. Es wäre vielleicht interessant von der TE zu erfahren, wie sie die Zeit verbringen, wenn der Freund bei ihr ist.

    sensibelmann


    Warum soll die TE lediglich übermüdet sein, wenn sie konkret benennt und schreibt, dass es ihr zu viel ist nach der Arbeit mit viel Menschenkontakt jeden Tag ihren Freund zu treffen und sie gerne einen Abend alleine hätte?

    Zitat

    Es wäre vielleicht interessant von der TE zu erfahren, wie sie die Zeit verbringen, wenn der Freund bei ihr ist.

    Das hat sie bereits geschrieben:

    Zitat

    Aber Zusammenwohnen wäre noch mal was anderes für mich, da macht man ja auch oft Sachen für sich allein, aber wenn wir uns verabreden, klappt das meist nicht, dass jeder was für sich macht, dann unterhalten wir uns doch wieder und sind aufeinander fixiert. Und dass er dann lernt und ich nebenher auch was eigenes mache, klappt leider auch nicht.

    L.vanPelt hat also recht, die TE hat überschlagen 0% Zeit für sich alleine und da du es ja damit genau nimmst: ich rede von der Zeit, in der sie wach ist. Toilettengänge und die Fahrt zur Arbeit zähle ich nicht zu r qualitativen Freizeit. Ist es wirklich so unverständlich, dass sie sich nach einem Abend für sich alleine sehnt?


    Achso, vergessen: dir geht es ja gar nicht darum, zu verstehen und darauf mit deinen Antworten Bezug zu nehmen. Dir geht es lediglich um Selbstdarstellung und -verherrlichung. :p>

    Zitat

    Ich würde so weit gehen und sagen: Frauen, die keine Freundinnen haben, haben ein ernsthaftes soziales Problem und sollten da mal einen Profi (Therapeuten) drauf gucken lassen - gesund ist das jedenfalls nicht.

    Na wenn Du meinst! :=o


    Aber danke, dass Du dich um das Wohl der Frauen sorgst, die meinen keine Freundinnen zu brauchen. Ich verbringe tatsächlich fast meine gesamte Freizeit mit meinem Mann bzw. in seiner Nähe.


    ??Ich wurde zwar nicht angesprochen, aber was Freundinnen alles so miteinander machen, das ödet auch mich einfach nur an. Und die typischen Frauenthemen…. Mein Mann ist mein bester Freund und Quatschpartner.??


    Ich kann ich die TE verstehen, dass zu viel Nähe erdrückend sein kann. Das hätte ich bis vor 2 Jahren selbst nicht für möglich gehalten.


    Da war mein Mann länger krank, immer zu Hause und ihm fiel quasi die Decke auf den Kopf. Ich wurde beim Nachhause kommen regelrecht überfallen, jedes Zuspätkommen wurde registriert. Selbst während meiner Arbeitszeit hat er angerufen. Er war das Nichtstun einfach nicht gewohnt und hat regelrecht einen Kontrollzwang entwickelt. DAS war selbst mir zu viel und ich war froh, als er dann wieder arbeiten gehen konnte.


    Selbst wenn man seine freie Zeit gemeinsam verbringt, man braucht schon einen gewissen Freiraum, wo man einfach mal nichts tut, seinen Gedanken nachhängen kann oder was auch immer – ohne das der andere das gleich kommentieren muss.

    Zitat

    Na wenn Du meinst! :=o


    Aber danke, dass Du dich um das Wohl der Frauen sorgst, die meinen keine Freundinnen zu brauchen. Ich verbringe tatsächlich fast meine gesamte Freizeit mit meinem Mann bzw. in seiner Nähe.

    Naja, was heißt sorgen, ich kenne euch ja nicht persönlich. Ich glaube einfach nur, dass es zur gesunden Entwicklung eines Menschen gehört, Freundschaften und Interessen außerhalb der Beziehung zu pflegen. Zum einen, um sich selbst als eigenständiger Mensch nicht zu verlieren, und zum anderen, um der Beziehung Luft zum Atmen zu lassen.


    Es ist immer besser wenn man eine Last auf verschiedene Schultern verteilt: Wenn man nur einen einzigen Menschen hat, der einem nah steht, ist man extrem abhängig von diesem. Wenn dieser dann wegfällt, sei es durch Trennung oder, was ja garantiert ist, durch den Tod irgendwann, bricht für solche Menschen der komplette emotionale Halt weg. Ich halte es für gefährlich, sich so auf einen einzigen Menschen zu fixieren.

    Zitat

    Da war mein Mann länger krank, immer zu Hause und ihm fiel quasi die Decke auf den Kopf. Ich wurde beim Nachhause kommen regelrecht überfallen, jedes Zuspätkommen wurde registriert. Selbst während meiner Arbeitszeit hat er angerufen. Er war das Nichtstun einfach nicht gewohnt und hat regelrecht einen Kontrollzwang entwickelt. DAS war selbst mir zu viel und ich war froh, als er dann wieder arbeiten gehen konnte.

    Das spricht ja auch dafür, dass ihr wenig auf verschiedene Schultern verteilt in euer Ehe.


    Genauso wie du es beschreibst stelle ich mir das vor, wenn man außer seinem Ehepartner niemanden hat.


    Hätte dein Mann x Kollegen gehabt, mit denen er sich gut versteht und die ihn alle paar Tage anrufen um zu fragen, wie es ihm geht, und noch 3 enge Freunde, die ihn gerne am Krankenbett besuchen, so wäre ihm kaum langweilig genug gewesen, dir den ganzen Tag auf die Nerven zu gehen. Vielleicht ist das etwas, was man verändern kann und sollte - spätestens wenn die Rente kommt, kann es sonst für dich sehr eng werden Zuhause.


    Ich kann dieses Kleben am Partner nicht gut verstehen und stelle es mir auch einengend vor - ich möchte jedenfalls nicht täglich zu 100% für das seelische Wohlergehen eines anderen Menschen verantwortlich sein - egal wie sehr ich ihn liebe.

    @ Sommerkind44

    Wir haben natürlich Kontakte zu langjährigen Freunden (nur eben keine weiblichen), die sind aber mittlerweile über das ganze Bundesgebiet verstreut, dann sind da noch unsere Kinder, unsere Hobbybekanntschaften, sind durch die Arbeit 10 -12 h täglich außer Haus…

    Zitat

    Hätte dein Mann…

    Die konkreten Umstände

    habe ich nicht erwähnt, weil sie hier nichts zur Sache tun.

    Zitat

    Warum soll die TE lediglich übermüdet sein, wenn sie konkret benennt und schreibt, dass es ihr zu viel ist nach der Arbeit mit viel Menschenkontakt jeden Tag ihren Freund zu treffen und sie gerne einen Abend alleine hätte?

    Wenn ein Mensch schlecht ausgeruht und schlecht entspannt ist, dann geht im schnell alles Mögliche auf den "Senkel", was im ausgeruhten Fall nicht unbedingt so wäre (das passiert bei vielen Menschen übrigens auch, wenn sie sehr hungrig sind- ohne jetzt unbedingt auf die entsprechende Werbung bezugzunehmen).

    Zitat

    Ach, du schon wieder. zzz

    Zitat

    Wer bist du, dass du das so behaupten kannst?

    Zitat

    Dir geht es lediglich um Selbstdarstellung und -verherrlichung

    Könntest du dich bitte an einem Forum auch ohne persönliche Herabwürdigungen beteiligen? Danke.

    Zitat

    Wenn ein Mensch schlecht ausgeruht und schlecht entspannt ist, dann geht im schnell alles Mögliche auf den "Senkel", was im ausgeruhten Fall nicht unbedingt so wäre (das passiert bei vielen Menschen übrigens auch, wenn sie sehr hungrig sind- ohne jetzt unbedingt auf die entsprechende Werbung bezugzunehmen).

    Also ich hab auch gerne mal ne Stunde Ruhe nach der Arbeit, wenn ich weder müde, noch hungrig bin :=o


    Liebe TE, ich kann dein Bedürfnis nach Zeit für dich sehr gut verstehen. Wie jemand schon geschrieben hat, die Zeit steht dir zu, du solltest nicht darum kämpfen müssen. Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass man sich Auszeiten nimmt, wann immer man das Bedürfnis danach hat und es sich aufgrund von Job und diversen anderen Verpflichtungen einrichten lässt :-)


    Mir würde es die Luft abschnüren, würde mein Partner nach Feierabend direkt bei mir auf der Matte stehen. Anfangs war mein Partner auch so, dass er mich am liebsten jede freie Minute gesehen hätte, da sein Nähebedürfnis auch recht ausgeprägt ist/war. Das hat sich aber zum Glück schnell gelegt und wenn ich Zeit für mich allein brauche, ist er nie beleidigt, wenn ich sie mir auch nehme. Wäre das anders, wären wir vermutlich nicht mehr zusammen.


    Rede auf jeden Fall Klartext mit ihm und lass dich nicht von beleidigten Sprüchen davon abhalten, deine Zeit allein oder mit Freundinnen zu genießen.


    Alles Gute dabei *:)