Trennung nach 20 Ehejahren auf Grund von unerfülltem Sexleben

    wie würdet Ihr das als Außenstehende bewerten, wenn in Eurem Bekanntenkreis, ein Mann sich von seiner Frau (Familie, zwei Kinder) trennen würde, auf Grund von zu wenig und langweiligem Sex. Und das obwohl, die Ehe harmonisch, liebevoll und lebendig ist.


    Eine Hoffnung auf Veränderung des Sexlebens besteht nicht, da Frau zu wenig und Mann zu viele Sexualhormone hat und die Frau eben wenig Interesse an Sex hat. Dieses Desinteresse an Sex besteht schon immer.


    Ist Sexfrust ein trifftiger Trennungsgrund? Auch nach so vielen Jahren und gemeinsamen Kindern? Oder sollte Mann hier sich und seine Sexualtiät nicht wichtig nehmen?

  • 66 Antworten

    Wie alt sind die Kinder denn?


    Ich bin für 20 Jahre Ehe noch jung (bin gerade mal so alt wie eure Ehe ;-D ), aber für mich wäre es auf jeden Fall ein Grund gründlichst über die Ehe nachzudenken.


    Inwiefern beeinträchtigt, dich die 'Sex-ist-langweilig'-Haltung?


    Also wenn ich damit todunglücklich wäre, dann würde ich mich trennen.


    Ist doch heute nichts abnormales mehr, dass sich die Leute scheiden lassen.


    Meine Eltern haben sich auch nach 18 Jahren Ehe scheiden lassen – nicht auf Grund sexueller Schwierigkeiten (hoffe, ich jetzt mal, bzw. ich will es so genau gar nicht wissen :=o ).


    Ich war damals 13 und mein Bruder 11.


    Also in dem Alter 'checkt' man als Kind schon einigermaßen, wenn's bei den Eltern nicht mehr läuft und dass eine Scheidung kein Wiedersehen bedeutet.

    Zitat

    Also in dem Alter 'checkt' man als Kind schon einigermaßen, wenn's bei den Eltern nicht mehr läuft und dass eine Scheidung kein Wiedersehen bedeutet.

    Blöd ausgedrückt, sorry..


    Also ich meine, dass eine Scheidung keine Trennung für die Kinder zu einem Elternteil auf Ewigkeit bedeuten muss.


    P.S.


    Gibts hier keine Editfunktion?

    Wenn das Desinteresse schon immer bei der Frau bestand, warum hat dann der Mann, wenn es ihm schon immer wichtig war, eine Familie mit der Frau gegründet :=o


    Der Mann sollte sich überlegen, ob er den Sex vor das Wohl seiner Kinder stellt, denn die Kinder sind im Endeffekt immer die Leidtragenden. Wie alt sind denn die Kinder? Könnte es nicht möglich sein, dass die Frau irgendetwas Pflanzliches einnimmt, um die Sexualhormone in Schwung zu bringen? Da gibt es, glaube ich, auch einige Möglichkeiten.

    Zitat

    Ist Sexfrust ein trifftiger Trennungsgrund? Auch nach so vielen Jahren und gemeinsamen Kindern? Oder sollte Mann hier sich und seine Sexualtiät nicht wichtig nehmen?

    Was für den einen ein "trifftiger" Grund ist, ist für den anderen pillepalle.


    Wichtig ist einzig und allein das persönliche Empfinden. Je nachdem wie stark die D.fferenzen ausgeprägt sind, empfinde ICH es als möglichen Grund.


    Das unter einer solchen trennung die Kinder IMMER die Leidtragenden sind, ist Blödsinn.


    Wenn in einer Beziehung andauernde und fühlbare Disharmonien sind, kann das Kidner noch viel mehr belasten als eine "geordnete" Trennung.


    Deine Frage ist insofern nicht zu beantworten. Das kannst nur Du für Dich alleine beantworten, da auch nur Du Dich in erster Linie vor Dir selbst zu verantworten hast (und in erst zweiter Linie vor Deiner Frau und Deinen Kindern).


    Jeder ist der Architekt seines eigenen Lebens!

    jean.balut

    Zitat

    Oder sollte Mann hier sich und seine Sexualtiät nicht wichtig nehmen?

    Das hat "dieser Mann" ja nun gut 20 Jahre getan.

    Zitat

    Dieses Desinteresse an Sex besteht schon immer.

    Ich gehe davon aus, dass ihr es in den letzten 20 Jahren schon das ein oder andere mal thematisiert habt und auch versucht habt eine gemeinsame und erfüllende Sexualität zu entwickeln?

    @ Theresia69sb

    Möglicherweise war es das Prinzip Hoffnung, dass sich der Sex irgendwann mal einspielt und es dann passt.

    Zitat

    Möglicherweise war es das Prinzip Hoffnung, dass sich der Sex irgendwann mal einspielt und es dann passt.

    Nach 20 Jahren?


    Nichts ist unmöglich, scheint mir hier aber wenig wahrscheinlich, wenn ihr nicht BEIDE die veranlassung seht etwas zu ändern.


    Man kann(!) etwas ändern und auch sowas wieder in Schwung bringen (gibt so Fälle), allerdings ist da der unbedingte Wunsch von Beiden notwendig .. und dann eventuell als erstes mal ein Termin bei einem Sexual- oder Paartherapeuten.


    Sollte es aber tatsächlich so sein, dass grundsätzlich die Libido Deiner Frau dramatisch weniger ist, wie Deine, das dauerhaft istund da kein Kompromis denkabr, sehe ich da wenig chance für eine Hoffnung, dass ihr irgendwann sexuell gleich schwingt.


    Wie sieht denn Deine Frau die Situation? Wie würde sie auf Deine Ankündigung reagieren?

    Hallo,


    so traurig es klingt, wenn ein Partner dauerhaft unzufrieden, und unglücklich ist, dann hilft alles Zusammenreißen nichts ...schade.


    Nein, aus meiner Sicht besteht das Leben nicht aus dauerhafter Entsagung, Askese und Altruismus.


    Es gibt so viele Möglichkeiten, die einmal angefangene Aufgabe: "Kinder großziehen" gemeinsam zu erledigen, auch wenn die Partnerschaft im Bereich Sex sich als nicht tragfähig erweist. Dauerhafter Frust ist sehr schädlich für das Zusammenleben, das maht alles kaputt, es wird die Hölle!!!


    Seit ich und meine Frau sexuell getrennte Wege gehen, läuft das restliche Familienleben recht harmonisch und Freundschaflich ab.


    Uns geht es gut, wird sind "beste Freunde" füreinander, den Kindern geht es gut, da ich noch im Hause wohne (Kellerwohnung).


    Wir planen, das wir das noch so lange wie möglich durchhalten, zumindest bis die Kinder 18 sind und sowieso zu Studium oder sonstwie aus dem Hause gehen.


    Wünsche Euch Mut und Glück, Eure Situation in den Griff zu bekommen ...


    Lieben Gruß


    bmed

    @ jean.balut

    Zitat

    Oder sollte Mann hier sich und seine Sexualtiät nicht wichtig nehmen?

    Nicht nur Mann sondern auch Frau sollte ihre Sexualität wichtig nehmen. Sicherlich gibt es Menschen, denen reicht es 2 x im Jahr sexuell aktiv zu werden, aber wenn der Gegenpart 2 x in der Woche Sex möchte, dann kann das auf beiden Seiten zu Frust führen. Der Minimalist fühlt sich von in seinen Augen "sexbessenen Partner" unter Druck gesetzt und als Gebrauchsgegenstand herabgesetzt, während der sexaktivere ständig schlechte Laune hat, sich unverstanden und zurückgestoßen fühlt.


    Man kann darüber reden. Sollte es sogar. Aber meist bringt das nichts. Man kann ja einem Menschen nicht mehr Sexlust einreden oder selbige ausreden. Gute Vorsätze halten nur bis zum nächsten Neumond und dann stellt sich der alte Frust wieder ein. Meist sogar verstärkt, weil man ja gehofft hatte, dass es zu einer Veränderung kommen würde.


    Es gibt noch die Möglichkeit, dass der Partner mit mehr Bedürfnis nach Sex, seine Lust außerhalb befriedigt. Mit oder ohne Wissen des anderen. Aber auch diese Lösung ist meist eher ein Sargnagel, der den Deckel dieser Eheleiche vollends verschließt. Denn selbst wenn man den anderen nicht ranlässt, teilen will man ihn trotzdem nicht. Sei still und leide genauso lautlos vor Dich hin als Liebesbeweis für mich.


    Als Außenstehender kann man solche Entscheidungen oft nicht nachvollziehen. Ja, von außen erscheint diese Ehe harmonisch, friedlich und erfolgreich, aber für wenigsten einen von beiden ist sie zum goldenen Käfig mutiert. Würdest Du es ertragen können, wenn Du mit Deinem Partner bzw. Partnerin wie richtig gute Freunde zusammenlebst, ihr habt viel Spaß und erreicht beide zusammen viel, aber Du darfst kaum noch Sex haben? Wie lange würde es dauern, bis Du ans Ausbrechen denken würdest?

    Zitat

    Ist Sexfrust ein trifftiger Trennungsgrund?

    Für mich wäre definitiv es einer (Ausnahme: eine schwere Krankheit).


    Und was die Kinder betrifft: die leiden weniger unter einer Trennung der Eltern als vielmehr unter unzufriedenen gefrusteten Eltern (selbst wenn die Eltern versuchen das zu vertuschen).

    Hallo,


    hmmm, Partnerschaft hier, Sexlust und -bedürfnisse dort ...


    Die Ehe an sich war wohl schon seit alters her eine "Versorgungsinstitution". Mit Liebe, Lust, Erotik hatte das nichts zu tun. Das tat man "wann anders".


    (Planet Wissen, WDR)


    Wenn es mit dem Sex nicht stimmt, "ist was anderes im Busch" sage ich mal so.


    Ich dachte auch erst, meine Frau wollte nicht, ich war ständig "rattig".


    Aber irgendwie war es mir dann auch egal, wenn es nicht zum Sex kam. Ja ich fühlte mich am Morgen nach "verweigertem" Sex, eigentlich viel besser als lange Zeit davor. ("... bitte kümmere Dich doch selbst um Deine Befriedigung ...")


    Meine Erfahrung (aber wirklich meine ganz persönliche Erfahrung) ist: "Eine Frau will nur, wenn der Mann wirklich will, wirklich auf sie abfährt, sie wirklich begehrt!!!" (bloß der Wunsch nach Triebbefriedigung reicht da nicht.)


    Eine Frau spürt unterbewusst das "Wollen" des Mannes, und nur, wenn das echt ist, ..... will sie auch ....


    Wenn man so weiterlebt wie bisher, dann hat man noch 20, 30, 40 Jahre ein echt ödes Sexual- und Liebesleben ... NEIN, das kann es doch nicht sein, da leidet alles, Privat-, Berufs- und Gesellschaftsleben. Kein Bock zu nichts, Zigaretten holen und nie wiedergekommen .... weg .... futsch ..... aus ....


    So wüst es sich anhört, ein Ende mit Schrecken ist da besser als ein Schrecken ohne Ende ...


    Mann erzält doch nicht jedem, warum man sich trennt. Von daher bekommt es doch niemand mit.


    Meine Frau hat einen Freund, und wir gehen offen damit um. Ich habe meine Freiheiten ... und wir sind damit glücklicher und zufriedener als zuvor (hat allerdings ein hartes Jahr gedauert, bis wir "da durch" waren )


    Lieben Gruß


    bmed

    Wie alt sind denn die Kinder? Wenn Ihr schon 20 Jahre verheiratet sind, sind die Kinder wahscheinlich nicht mehr ganz klein, oder? Da würde ich persönlich zuwarten, bis die Kinder aus dem Gröbsten raus sind und dann einen Abgang machen. Und ich würde das bereits heute mit meinem Partner besprechen, damit dieser sich auf den bevorstehenden neuen Lebensabschnitt ebenfalls vorbereiten kann.


    So könntet Ihr beide nochmals durchstarten. Auch Deine Frau. Die hat ja wahrscheinlich auch ihre verborgenen und unausgelebten Sehnsüchte.

    Zitat

    Meine Erfahrung (aber wirklich meine ganz persönliche Erfahrung) ist: "Eine Frau will nur, wenn der Mann wirklich will, wirklich auf sie abfährt, sie wirklich begehrt!!!" (bloß der Wunsch nach Triebbefriedigung reicht da nicht.)

    Was ist das Spezielle an dieser Aussage? ":/ Wieso sollte eine Frau Sex mit einem Mann wollen, der nicht will, der nicht auf sie abfährt und sie nicht begehrt? Freudloser kann Sex ja gar nicht mehr sein.

    Hallo,


    das spezielle an der Aussage ist die Erkenntnis, das nicht die Frau die Ursache des Problems ist, und auch somit nicht zur Lösung des Problems beitragen kann.


    Bei ihr äußert sich bloß ("kein Bock") etwas, was andere Ursachen hat.


    Bei mir hat es sehr sehr lange gedauert, bis ich merkte, dass ich eigentlich auf Männer stehe ... dann kam ich drauf, das sie eigentlich garnicht wollen kann ... peng, damit ist plötzlich alles erklärt ...


    ...