@ TE

    Ich habe absichtlich DICH gefragt was für dich der konkrete Trennungsgrund war.


    Auf mich wirkst du gerade reichlich kopflos, was ich eigenartig finde angesichts der Tatsache dass du so lang mit dieser Entscheidung gerungen hast.


    Was waren es für Aspekte die du in diesem Jahr gegeneinander abgewogen hast? Oder war es tatsächlich so dass auf einmal oder schleichend das Gefühl weg war ohne dass du einen Anhaltspunkt dafür hast warum?


    Dass das Absetzen der Pille ein Schwinden der Gefühle für den Partner bewirken kann wird in Foren immer wieder geschrieben. Ich kenne keinen realen Fall wo das so war - Fälle von Depressionen aufgrund der Pille dagegen sehr wohl.

    Ich kann hier, ehrlich gesagt, auch noch nicht so richtig folgen, weswegen ich bisher nichts geschrieben habe.


    Ich kann noch nicht erkennen, wo jetzt ein Trennungsgrund vorlag. Die Gefühle waren "einfach so" weg? Ohne Ursache? Habt ihr oft gestritten? Oder habt ihr vielleicht nie gestritten? Sich selten zu streiten ist toll, sich aber niemals zu streiten, ja nicht mal zu diskutieren, halte ich genauso für ein Symptom einer dysfunktionalen Partnerschaft wie ständiges Streiten. Denn unterschiedliche Standpunkte kommen immer vor und es ist auch wichtig, diese offen diskutieren zu können, selbst wenn es dann mal zum Streit kommt. Um sich gegenseitig anziehend zu finden braucht es neben dem Gemeinsamen nämlich auch immernoch das Gefühl "DAS bin ich und DIES ist mein Partner", ein Gefühl der gegenseitigen Individualität. Erst das Zusammenspiel dieser beiden Gefühle, dass man teils unterschiedlich ist und es TROTZDEM geht, weil beide es wollen, dass macht meiner Erfahrung nach das Kribbeln in einer Beziehung aus.


    Vielleicht magst du, Kamille, ja noch mehr dazu schreiben. Bisher ist es schwer, dir etwas zu raten.


    Das Thema "Verhütung" kam ja schon auf - da wäre auch die Frage, wie das zeitlich Alles zusammenpasst, ob es da einen Zusammenhang geben könnte.

    Warum ich mich getrennt habe?! Ich habe schon für über einem Jahr gemerkt, dass ich nicht richtig glücklich bin. Wie gesagt, er ist ein toller Mann. Er sieht gut aus, ist sportlich, lieb, unkompliziert, familiär, intelligent, fürsorglich,...


    Ich habe aber trotzdem vieles vermisst. Er schaut zB sehr gerne Fußball. Also wirklich Fr Abend, Sa+So und wenn unter der Woche Spiele sind. Es hat mich einfach gestört, dass jedes Wochenende vom Fußball geprägt war. Dazu steht er am Wochenende immer erst gegen 12 Uhr auf, weil er erst gegen 4 oder 5 Uhr ins Bett geht. Auch unter der Woche kommt er erst gegen 19 oder 20 Uhr von der Arbeit, weil er morgens spät aufsteht (er hat Gleitzeit). Ich hingegen muss um 7 Uh auf der Arbeit sein und bin dann abends gegen 21/22 Uhr schon müde. Am Wochenende möchte ich gerne den Tag nutzen. Wir haben fast nie etwas zu zweit unternommen, wenn dann war es die Ausnahme.


    Dazu war dann die körperliche Anziehung weg. Ich habe gern mit ihm auf der Couch gekuschelt. Aber ich wollte ihn nicht küssen und hatte wirklich keine Lust auf Sex mit ihm...generell aber schon.


    Ich habe immer mehr Kleinigkeiten gefunden, die mir an ihm fehlen oder mich nerven.


    Ich habe mit Freunden über all das gesprochen und alle meinten, ich hätte mich innerlich doch schon von ihm getrennt.


    Das blöde ist, ich möchte kein Single sein, oder mich austoben. Ich möchte eine glückliche Beziehung, Kinder etc.

    Wie hat dein Ex reagiert, als du ihm gesagt hast ,was dich an ihn/eurer bezeihung stört?


    Ich gehe mal davon aus, du hast ihm gesagt,was dich stört.


    Was hat dein Freund an dir kritisiert?


    Wollte dein Freund auch die Trennung, oder ging sie alleine von dir aus?


    Es ist schweirig dir einen Rat zu geben, wenn man dir die Informationen aus der Nase zeihen muss (sorry für den Ausdruck).


    Sofern du noch immer überzeugt bist, dass die Trennung richtig war, musst du das normale Heimweh nun ertragen.


    Du vermisst Gewohnheiten und das wirft dich aus der Bahn. Du hast wahrscheinlich gehofft, dass die Trennung die große Befreiung ist, dir aber nicht ausgemalt, was sie für dein tägliches Leben bedeutet.


    War der rauswurf aus der Wohnung etwas womit du nicht gerechnet hast?

    Für mich hört sich das eher so an, als wärst du einfach nicht darauf vorbereitet gewesen, dass er dich aus der Bude schmeißt. Das kann einen im Alltag schon aus der Bahn werfen.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn du eine neue Bude hast und die schön einrichstet, du dann wieder "Wurzeln schlagen" kannst und dich nicht mehr so heimatlos fühlst.


    Gib dir etwas Zeit, nach einer Woche darf man keine Wunder erwarten. Dein Alltag hat sich nunmal verändert. @:)

    Kamille, das was Du schreibst, ist der Wunsch nach Sorglosigkeit, Bequemlichkeit. Das ist etwas, was viele Paare noch zusammen leben lässt, obwohl die Liebe, die Sehnsucht, die Leidenschaft längst erloschen sind. Glücklich sind diese Paare vermutlich nicht. Insofern war Dein Schritt richtig.


    Dass Du viel von dem was Du hattest vermisst, ist logisch. Das Leben besteht ja nicht nur aus dem Freund, Du hast mehr aufgegeben. Warum bist eigentlich Du ausgezogen, nicht er? Na egal, einer muss ja raus...


    Wenn die Liebe noch da gewesen wäre, hätte man an all dem, was Dich stört sicher eine Menge ändern können. Fussball gucken statt die Beziehung zu leben, da hätte man massiv reingrätschen können. Du hättest ihn viel mehr fordern müssen, sich für Dich zu interessieren, sich um Dich zu kümmern, sich zu engagieren, sich Mühe zu geben in der Beziehung. Eine Beziehung braucht es, dass beide sich Mühe geben, permanent, für immer. Wenn einer sich aufgibt und meint, der Rest läuft schon von ganz alleine so, dann scheitert das früher oder später. Da muss man rechtzeitig gegensteuern, das habt ihr versäumt. Es kann gut sein, dass Deine Gefühle an diesem Gefühl nicht begehrt zu werden auch gestorben sind. Sie wieder zu beleben ist extrem schwierig, das müssen beide wollen und das kostet viel Kraft und Mühe. Ob ihr das gemeinsam noch mal versuchen wollt müsst ihr wissen. Aber frag Dich vorher, überlege sorgfältig, ob Du das machst, weil Du IHN möchtest, oder weil Du die Bequemlichkeit einer Beziehung allgemein vermisst.


    Und hör auf, Schlaftabletten zu nehmen. Die machen schneller abhängig, als Dir lieb ist. Mach Sport, power Dich aus, komm auf andere Gedanken.