Aber wenn es endgültig vorbei ist, ist es auch egal, wo er die Scchuld sieht. Das wäre vielleicht relevant, wenn man sich nochmal zusammenraufen will, aber so scheint es nicht auszusehen.


    Ist natürlich ärgerlich für dich, zu wissen, dass einer nur dir die Schuld gibt, aber rational betrachtet völlig egal.


    Vielleicht seid ihr auch beide zu weit in entgegengesetzten Richtungen. Du hältst zu lange an einer 'schlechten' Beziehung fest, er zu kurz. Verständlich ist beides, passt nur leider umso schlechter zusammen.


    Persönlich kann ich zwar überhaupt nicht nachvollziehen, bei jeder Krise sofort Schluss zu machen, allerdings klingt es bei deiner Beschreibung so, als hättet ihr mehr schlechte als gute Phasen gehabt. Und da würde ich mir wahrscheinlich auchs sagen: Das ist nicht das Richtige.


    Ich glaube, du quältst dich nur, wenn du ihn versuchst umzustimmen. Lass ihn seine Sachen holen, sieh vielleicht nicht noch dabei zu. Dann ist erstmal Ruhe, für dich und für ihn.


    Mit Umstimmungsversuchen drängst du ihn von dir weg und quältst dich selbst, weil du dir immer wieder vor Augen führst, dass es doch vorbei ist. Eigentlich weißt du das aber. Ich denke jeder Verlassene kennt diesen Drang, noch irgendwas retten zu wollen, immer wieder reden zu wollen, Angst zu haben, dass die Verbindung erstrecht abreißt, wenn man das nicht tut (aus den Augen, aus dem Sinn). Aber meist bringt es nichts, wenn alles gesagt ist, ist das so. Wenn er kein dummer Typ ist, hat er dir zugehört und weiß alles, was du zu sagen hast, längst. @:)

    Naja ich habe gehofft, dass wir uns nochmal zusammen raufen aber umsonst.


    Er war gestern vier Stunden hier und wir haben geredet.


    Als er weg war kamen weitere Erkenntnisse aber auch Fragen auf die er mir nicht beantwortet. Ich bin ihm weiter hinterhergelaufen, habe mich selbst erniedrigt und werde nun aufgeben.


    Seine Mutter hat es heute passend geschrieben: Seine Entscheidungen entwickeln sich und bei Stress öffnet sich seine "Muschel" und dann gibt es kein Zurück mehr.


    So ist das wohl bei ihm wenn er sich krank oder depressiv fühlt. Selbst sie hat das schon mehrfach mit ihm durch.


    Es ist sehr traurig aber ich versuche jetzt nach vorne zu gucken auch wenn es sehr weh tut.


    Danke dir für deine Hilfe @:)

    Probleme nach Trennung. Komme nicht damit zurecht

    [Dieser Beitrag war ursprünglich der Beginn eines eigenständigen Fadens]


    Hallo,


    ich brauche eure Hilfe. Mein Freund hat mich letzte Woche verlassen http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/730526/


    und mir zieht es eben den Boden unter den Füssen weg.


    Meine Freunde und Familie sind schon genervt aber ich kann es einfach nicht wahr haben, dass er nicht mehr Teil meines Lebens ist.


    Er war gestern noch einmal da wegen ein paar Dingen und er sagt zwar dass er mich vermisst und auch noch Gefühle hat aber sich seiner Sache ganz sicher ist.


    Wir schreiben auch noch täglich und langsam nerve ich ihn. Ich weiss dass ich das lassen muss und werde ich auch.


    Ich weiss einfach nicht wie es weitergehen soll. Ich habe seit 6 Wochen einen neuen Job der mir nicht so gefällt und ich weiss nicht wo ich hinziehen soll. Er wird in dem Ort bleiben aber ich kann nicht abschliessen wenn er in der Nähe wohnt und ich noch Hoffnung habe.


    Meine Arbeit ist auch hier.


    Ich weiss einfach nicht wohin ich ziehen soll weil Familie und Freunde sind überall verstreut.


    Ich bin total heimatlos.


    Ich bin echt kurz vorm Zusammenbruch weil alles so plötzlich kam.


    Danke für eure Hilfe

    Fühl dich gedrückt, du armes Wesen. Manchmal glaubt man einfach nicht mehr daran, dass alles weiter geht. Aber ich kann dir versichern, dass es weiter geht. Ich kenne diese Phasen auch und hab sie alle überlebt. Bleib erst einmal bei deinem Job und in deinem Dorf. Eventuell hat dir dein Partner sogar einen Gefallen getan sich zu trennen. Das weiß man erst nach einer gewissen Zeit. Schnauf durch und lerne dich neu kennen. Du wirst sehen dass alles nicht so tragisch ist. Es gibt kein Ende ohne einen Anfang. Das ist so. Das ist Gesetz.

    Hallo Jessie84!


    Ich kann dich super verstehen. Ich bin mit meinem langjährigen Freund 1000km von zuhause weggezogen und er hat sich dann nach einigen Wochen von mir getrennt.


    Die neue Arbeit hat mir anfangs auch keinen Spaß gemacht und ich kannte hier niemanden.


    Die erste Woche konnte ich noch nicht mal essen und habe seit der Trennung 10kg abgenommen. Nach Wochen der Trauer und des Selbstmitleids habe ich es als neue Chance wahrgenommen. Ich mache jetzt Dinge, die mir guttun - und wenn es nur Kleinigkeiten sind, wie sich im Supermarkt gezielt einen Schokopudding auszusuchen.


    Zu meinem Exfreund habe ich noch sehr viel Kontakt. Anfangs haben wir sogar an den Wochenenden noch gemeinsam Dinge unternommen. Als sehr gute Freunde. Teilweise ging es mir danach erst richtig schlecht und ich habe diesen Weg angezweifelt. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich noch nie so ehrlich sein konnte wie jetzt.


    Ich habe auch wieder angefangen andere Männer zu daten. Das gibt mir ein neues Selbstbewusstsein und das Gefühl, dass man sein Leben auch durch andere Menschen bereichern kann, als durch den einen Partner.


    Du stehst noch ganz am Anfang der Trennungsbewältigung. Tu dir selbst viel Gutes und heul dich hier ruhig weiter aus. Das hat mir in der Phase der Bodenlosigkeit auch sehr geholfen.

    Liebe Jessie84,


    ich kann dich voll verstehen wie du dich fühlst. Ich rate dir, bleib erst mal in dem Ort wo du wohnst. Wenn ich


    das richtig verstanden habe, hast du eine eigene Wohnung--aus der er jetzt ausgezogen ist-- und du kommst


    mit dieser Situation schwerlich zurecht.


    Vor allem, schreib ihn nicht mehr an, trauere nicht um ihn, sondern sei dir bewußt, daß es ..für dich...das


    Richtige war. So hast Du die Chance dein Leben grundsätzlich neu zu erfinden. Solltest eigentlich


    dankbar dafür sein, mit ihm hätte das nie aufgehört, du wärst immer die Verliererin gewesen.


    Jetzt kümmere dich mal um dich selbst, such dir neue Beschäftigungen (nicht beruflich), neue Horizonte,


    neue Interessen, neue Vereine und mehr. Vielleicht hast du eine Freundin, die dich stützt.


    Das wird alles nicht so einfach sein, ich wünsche dir viel Mut, beiß dich durch und es wird dich lohnen.


    Und wenn alles so hoffnungslos erscheint, schreib mich an, ich höre dir zu.

    Danke euch für eure aufbauenden Worte.


    Ich habe bisher auch schon 5kg abgenommen :-/


    Ich schreibe ihn irgendwie auch als an was ich unbedingt sein lassen muss.


    Heute wurde mein Auto abgeschleppt weil ich so durch bin, dass ich die Baustellenschilder nicht gesehen habe %:|


    Habe ihm dann schreiben müssen und war kurz vorm Zusammenbruch.


    Es tut ihm weh, er ist sehr geduldig aber ich verstehe es nach wie vor nicht, weil er mir eine heile Welt vorgespielt hat mit Kinderwunsch usw.


    Die Wohnung ist uns nicht mir. Wir wohnen hier erst seit einem Jahr und sie ist für mich allein zu teuer und zu gross. Ausserdem will ich weg von den Erinnerungen.


    Das macht es alles nicht einfach weil er einfach weg ist. Er wird aber zahlen bis ich was gefunden habe und wir einen Nachmieter haben. Was das betrifft ist er fair.


    Ich habe Freundinnen aber weiter weg und sie sind zwar da aber auch mit ihren eigenen Familien beschäftigt

    Die Einsamkeit hier in der Wohnung ist wirklich sehr schlimm. Überall "seh" ich ihn. Ich bin vorhin kurz aufgewacht und habe "Schatz" gerufen und zu seinem Büro geguckt :�(


    Ich realisiere es einfach nicht und würde ihm am Liebsten schon wieder schreiben


    (was ich lasse)


    Ich will ihn umstimmen. Ihn wieder haben.


    Sowas Heftiges ist mir noch nie passiert obwohl ich schon einige Trennungen erlebt habe

    Die Nacht war wieder sehr schlimm. Ich kann kaum schlafen und kann es immer noch nicht fassen.


    Ich bin aber stolz auf mich. Ich habe ihm nicht mehr geschrieben obwohl der Drang nach wie vor da ist.


    Ich habe aber mit seinem besten Freund geschrieben. Er macht mir leider auch keine grosse Hoffnung mehr :-(


    Es tut einfach nur weh und ich fühle mich sehr allein. Keiner hat Zeit für mich

    Er hat mich angeschrieben wegen dem Mietvertrag usw und wir sind gerade wieder in dieser Spirale drin :-( wir schreiben.


    Ich frage ihn wieder warum er so kalt ist und von ihm kommt, dass er halt kaputt ist, rational, ein feiger Arsch und dass es keine Hoffnung mehr gibt und ihm leid tut

    Jessi, du mußt aus der Spirale raus. Schreib ihn nicht mehr an, du bist schließlich 32 Jahre alt und hast


    es nicht nötig, dir seine physischen Probleme aufzuladen.


    Klar tut es weh, sogar unendlich, aber du wirst das bewältigen, Schritt für Schritt.


    Daß er selbst sagt, daß es keine Hoffnung mehr gibt, kann dich nur bestätigen.


    Sei eine starke Frau, kümmere dich um andere Dinge, such dir eine kleinere Wohnung und laß das mit


    der Schreiberei !

    Ich schenke mir solche Floskeln wie "Die Zeit heilt alle Wunden" und nehm dich einfach in den Arm. :)_


    Trauern ist ok; lass dich aber nicht langfristig in dein Selbstmitleid fallen. Du bist ein eigenständiger Mensch. Du musst dir selbst genügen. Und das wirst du auch bald wieder.


    Also: Nicht am Boden liegen bleiben; aufstehen, die Kleider ausschütteln und abklopfen und auf geht's in ein neues, spannendes Leben mit ganz vielen neuen Erfahrungen, Eindrücken, und was sonst noch so dazu gehört. @:)

    @ Jessie

    Oh je, das ist eine schlimme Lage für dich, ich kenne das leider auch.

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    Ich will ihn umstimmen. Ihn wieder haben.

    Dieser Gedanke ist verständlich, weil es sich so anfühlt, als wäre dann alles wieder gut. Auch dein wiederkehrender Wunsch, ihn zu kontaktieren, noch mal zu reden, einfach besser zu verstehen. Und es ist sehr anstrengend, wieder und wieder gegen die Handlungsimpulse anzukämpfen. Deshalb habe ich einiges aus deinem anderen Faden kopiert, damit du dir das in Summe immer wieder durchlesen kannst, und es dir vielleicht jedes Mal hilft, nicht zum Hörer oder Handy zu greifen.

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    aber nach und nach hat er sich immer mal wieder zurückgezogen , so dass ich nie wusste woran ich bin.

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    Er ist der Meinung, dass es die perfekte Beziehungen gibt ohne Streit und will einfach nur seine Ruhe haben.

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    Je mehr er sich zurück zog umso mehr klammerte ich.

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    er war zwar da für mich aber ich musste mich immer entschuldigen für diese Situation weil ich merkte er kommt damit nicht zurecht.

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    Er war so kalt.

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    er mag nicht wie ich Auto fahre, Fahrrad fahre... Er weiss nicht ob alles an ihm hängen geblieben wäre wenn wir ein Kind bekommen hätten und er müsste dann nachts aufstehen.

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    Er hat mir sie letzten Wochen sehr viel vorgespielt laut seiner Aussage.

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    Ich weiss dass es eigentl nicht gepasst hat.

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    Wenn der andere aber mauert, so tut als ob alles (wieder) ok ist und dir was vormacht, hat man so gut wie keine Chance.

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    Er ist immer an den PC geflüchtet.

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    Ich komme damit nicht zurecht, dass er lieber was vorgespielt hat und die Schuld immer nur bei anderen sieht.

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    Er sagte auch, dass er nie um eine Frau kämpfen wird.

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    dass er Dinge nie offen anspricht und ich absolut keine Chance hatte.

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    Ich habe mich oft verstellt aus Angst dass er nicht belastbar ist.

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    In allen Beziehungen hat er sich irgendwann eingeengt gefühlt sobald es ernster wurde oder mal unangenehm.

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    Ich habe es auf mich zukommen sehen bzw. hatte immer Angst davor.

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    Es ist als ob ich mit zwei Menschen zusammen gewesen bin. Also von seiner Persönlichkeit her

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    Wenn er z.B. mal was vor hatte und ich erst mal nicht gleich begeistert war oder reagiert habe wie er es gerne gehabt hätte dann hat er es gar nicht mehr gemacht. Gar nie mehr. Er hat gedacht wenn ich was nicht gut finde hängt der Haussegen gleich schief und da er keinen Streit, Diskissionen oder sowas nicht ab kann hat er lieber immer klein beigegeben. Solche Dinge hat er mir nun vorgehalten

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    Aber leider sieht er die Probleme nicht bei sich selbst und dass WIR versagt haben sondern ausschließlich bei mir.

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    es ist echt krass, was er für Ansichten hat. Ich hätte nie gedacht, dass man so emotionslos sein kann.

    **


    Du hast jetzt Liebeskummer, und der tut einfach nur weh. Jedoch denke ich, dass das nicht alles ist, was es dir gerade so schwer macht. Deshalb finde ich folgenden Satz wichtig,...

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    und ich habe den Absprung einfach nicht geschafft. Bis zu dem Tag als ich mich in einen Kollegen verliebte.

    ...denn er sagt etwas darüber aus, dass es dir schwerfällt, dich rechtzeitig aus destruktiven Beziehungen zu lösen bzw. dir das da erst gelungen ist, als ein neuer Mann auftauchte, und du somit (vermeintlich) sicher warst, nicht allein sein zu müssen.


    Und auch hier, obwohl es sehr viele Punkte gab, die gegen eine glückliche Beziehung sprachen, bist du bei deinem Partner geblieben und hast dich verbogen. Aus Angst vor dem Verlust, der Trennung, dem Alleinsein, der Einsamkeit, dem Zustand des Verlassenseins, dem Gefühl, nicht mehr "vollständig" zu sein. All diese Gefühle sind jedoch deine. Sie haben nichts mit dem jeweiligen Partner zu tun. Die nimmst du immer mit in eine neue Beziehung. Und gerade hier sehe ich die Chance für dich, aus dieser Trennung etwas für dich mitzunehmen, dich mit diesen tiefsitzenden Ängsten zu befassen. Vielleicht gelingt dir das alleine, vielleicht wäre eine Therapie hilfreich.


    Auch wenn das Jammertal im Moment nie vorbeizugehen scheint, vertraue darauf, dass es irgendwann besser wird. Nicht heute, nicht morgen, aber es wird besser. Versprochen! :)*