tach ihr beiden,


    irgendwie habt ihr ja recht. ich war nur verliebt und sowas passiert und verliebte menschen machen die komischsten dinge. :=o


    KP hat aber auch recht, denn im moment hacke ich so ziemlich auf mir selber herum, im übrigen auch viele andere leute in meinem leben. :-|


    ich hab letzte nacht nur 3 stunden geschlafen, hab dann zwischen halb 1 und morgens wach gelegen und bin mal wieder in gedanken versunken. ich will das nicht mehr!


    ich werd den rat ernst nehmen, den mir irgendwer gegeben hat und johanniskraut nehmen, als leichter "stimmungsaufheller"... und zum besseren einschlafen und nicht-gedankenmachen werd ich mir baldrian besorgen! ich weiss, dass das auch keine dauerlösung sein kann, aber ich will einfach mal einen freien kopf haben. wisst ihr, die trennung ist jetzt beinahe 1,5 jahre her und ich hab seitdem nicht einen tag gehabt, an dem ich nicht drunter gelitten und mir irgendwelche gedanken gemacht hätte. :(v


    langfristig muss ich wirklich was an meinem leben ändern, aber im moment geht es mir irgendwie so suboptimal, dass ich manchmal stunden brauche, um morgens aus dem bett zu kommen und mich anzuziehen, weil ich ständig in diesen miesen gedanken gefangen bin. wenn das mal los geht, fühl ich mich wie in nem ICE, der erst in 200 kilometern wieder hält und in den ich eigentlich gar nicht einsteigen wollte.


    so viel dazu...


    dann wollte ich euch noch was fragen. ":/


    es geht um eine frage, die gestern bei mir aufkommt und wo ich gern eure meinung wüsste. im grunde geht es um die dünne rote linie, die nicht überschritten werden sollte. sagen wir mal so: ihr lernt jemanden kennen, verliebt euch in denjenigen und dann "habt" ihr diesen menschen endlich und wähnt euch im siebten himmel.


    dann, nach ein paar wochen oder monaten fügt euch dieser jemand kleine verletzungen zu, indem er dinge tut oder sagt, die für euch eigentlich nicht OK sind und die euch eben verletzen.


    aber da ihr denjenigen ja liebt und da ihr dem menschen wegen eurer liebe auch vertraut, glaubt ihr jedesmal den entschuldigungen und denkt euch, dass es ja eigentlich keine schläge waren, sondern vielleicht nur kleine bienenstiche und dass ihr eigentlich – auch nach sicht eures partners – gar kein recht dazu habt, euch aufzuregen, sondern es nur tut, weil ihr so verbohrt, eifersüchtig oder engstirnig seid.


    jetzt ist es aber so, dass derjenige ja aber eben bei euch eine grenze überschritten hat und es auch wieder tut und kein problem darin sieht.


    jetzt zu meiner frage: wo sollte da die liebe aufhören? sollte ich in zukunft vor jeder frau wegrennen, bei der mir irgendwas nicht geheuer vorkommt? dann wäre ich wohl nur noch auf der flucht... ;-D


    ich weiss nicht, wo ich da zukünftig die grenze setzen soll. ich hab den fehler gemacht, keine grenze zu setzen und nicht zu sagen "bis hierhin und nicht weiter!", weil ich dachte, ich müsse das aus liebe tun und müsse die kleinen verletzungen ertragen und das sei sozusagen mein "opfer", für das ich dann irgendwann in ein paar jahren belohnt würde, wenn sie zu mir zieht und mich heiratet. im endeffekt hab ich mich selbst verleugnet und mich eingeschleimt, um ihr zu gefallen.


    aber was mache ich in der zukufnt? irgendwann wird da wieder mal eine sein und die wird dann wieder was tun oder sagen, was mich verletzt. nichts "grosses", wie fremdgehen, wo ich natürlich sofort schluss machen würde, sondern eher so kleine, winzige überschreitungen einer von mir gedachten roten linie, die umreisst, wie eine beziehung aus meiner sich abzulaufen hat, bzw. wie meine partnerin sich zu verhalten hat.


    am liebsten würde ich ja sagen: ich stehe zu meinen anforderungen, ich stehe zu meinen werten und ich fordere meine bedingungen ein! wer die nicht erfüllt, egal wie klein die grenzüberschreitung sein mag, ist weg vom fenster.


    aber dann befürchte ich wiederrum, dass ich niemals jemanden finden kann, der in mein "muster" passt. ":/


    etwas wirr, der gedanke, aber viellicht könnt ihr das nachvollziehen und mir irgendwie eure meinung dazu sagen? wäre super. *:)


    übrigends: super toll und lieb, wie ihr beide hier in den letzten wochen für mich da wart! @:) :)* :)^

    Zitat

    übrigends: super toll und lieb, wie ihr beide hier in den letzten wochen für mich da wart

    Ich für mich hab's gern gemacht, mir hilft das Schreiben und Geschriebenbekommen hier im Forum grad ja auch ziemlich.

    Zitat

    hacke ich so ziemlich auf mir selber herum, im übrigen auch viele andere leute in meinem leben.

    Kannst du diesen Einfluss nicht minimieren? So kannst du ja gar nicht wieder auf die Beine kommen. Du hast nämlich meiner meinung nach schon eine handfeste Depression, wenn du so was schreibst:

    Zitat

    aber im moment geht es mir irgendwie so suboptimal, dass ich manchmal stunden brauche, um morgens aus dem bett zu kommen und mich anzuziehen, weil ich ständig in diesen miesen gedanken gefangen bin

    Und der Grübelzwang, von dem du berichtest, passt da auch gut ins Bild. Aber ich bin ja nicht in der Lage so was zu diagnostizieren, ist nur mein Eindruck. Das Johanniskraut kann da schon mal ein Schritt in die richtige Richtung sein. Und dann solltest du dich systematisch von den Gedanken um ungelegte Eier, die du dir grade macsht, ablenken. Ich glaube, du musst echt mal wieder mehr raus unter die Leute, du hast doch schon mal ein paar Ideen geäußert, was du in nächster Zeit machen könntest. Bei mir sorgt zum Glück mein Job dafür, dass ich unheimlich viel unter Leute komme; und wenn man mal 'ne Runde mit anderen menschen gelacht und blödsinn erzählt hat, oder auch mal deren teilweise gravierende Sorgen und Probleme mitbekommen hat, kann man auf einmal wieder über das dumme zeug lachen, das einem im Kopf rumgeht :)z


    Wenn du merkst, dass du das nicht mehr kannst, also mal unbeschwert unter menschen gehen, dann solltest du nicht zögern, weitergehende Hilfe von außen anzunehmen. Hab das auch schon durch. Ist echt kein Spaß, wenn die Psyche nach längerer Überlastung auf Not-Aus geht :-/


    Aber die gedanken, die du dir um zukünftige beziehungen macsht, bringen dich echt nicht weiter. Es kommt ja doch ganz anders. Gutes beispiel:

    Zitat

    nichts "grosses", wie fremdgehen, wo ich natürlich sofort schluss machen würde

    Haben schon viele so gesagt;-) Und wenn's dann passiert, sieht's ganz anders aus. ;-D Gibt aber m.E. viel Schlimmeres in beziehungen, z.B. systematische Missachtung und fertigmachen des anderen. Vielleicht ist das, was dir passiert ist, auch viel schlimmer als betrogen zu werden? Lass den gedanken doch mal zu, dass die Beziehung unterm Strich sch...war, und im Großen und ganzen eine Illusion. Du wirst im leben noch so oft enttäuscht werden, das kannst du eh nicht verhindern. Du kannst dich höchstens von der Vorstellung lösen, das ein einzelner mensch (deine zukünftige partnerin) so einen enormen raum in deinem Leben einnehmen soll, dann bist du auch nicht mehr so verletzlich.


    Halt die Ohren steif !:)_

    Zitat

    aber was mache ich in der zukufnt?

    du solltest auf alle fälle offen und vertrauensvoll auf die neue liebe zugehen. es ist in meinen augen schrecklich, wenn der neue partner das ausbaden muss, was der vorherige angestellt hat!


    und ich bin ja fest überzeugt, dass man diese große tiefe liebe, verbunden mit unglaublicher leidenschaft nur erleben kann, wenn man sich traut, auch das risiko einzugehen, wahnsinnig verletzt zu werden!

    @ kurpfälzer:

    Zitat

    Kannst du diesen Einfluss nicht minimieren? So kannst du ja gar nicht wieder auf die Beine kommen. Du hast nämlich meiner meinung nach schon eine handfeste Depression, wenn du so was schreibst:

    dass ich in ner handfesten depri bin, ist mir eigentlich klar. :-| aber ich möchte da raus und zwar aus eigener kraft. sonst sag ich mir hinterher nur wieder, dass ich es ja alleine nicht gepackt habe.


    ausserdem war ich vor einigen jahren schonmal bei nem thera und wirklich helfen konnte der mir nicht. sorry, aber da bringt mir das forum irgendwie mehr. denn hier sind keine leute, bei denen ich das gefühl haben, die sind nur aufgrund ihrer ausbildung und weil sie kohle kriegen nett zu mir und waren heute schon nett zu 8 anderen und haben eigentlich keine lust mehr darauf, nett zu mir zu sein. ;-D die leute hier sind eben offener und direkter und auch ehrlicher und diese ehrlichkeit hilft mir irgendwie.


    und aus meiner erfahrung: das, was hier so zu mir geschrieben wird, ist auch nicht viel unterschiedlich wie das, was der thera damals alles so von sich gab.


    aber ich werd das ganze nu auch wirklich in die hand nehmen: mit johanniskraut, baldrian und positiv-tagebuch für ein besseres leben. ;-D


    wie das schon klingt... ;-D

    Zitat

    Haben schon viele so gesagt ;-) Und wenn's dann passiert, sieht's ganz anders aus. ;-D Gibt aber m.E. viel Schlimmeres in beziehungen, z.B. systematische Missachtung und fertigmachen des anderen. Vielleicht ist das, was dir passiert ist, auch viel schlimmer als betrogen zu werden? Lass den gedanken doch mal zu, dass die Beziehung unterm Strich sch...war, und im Großen und ganzen eine Illusion. Du wirst im leben noch so oft enttäuscht werden, das kannst du eh nicht verhindern. Du kannst dich höchstens von der Vorstellung lösen, das ein einzelner mensch (deine zukünftige partnerin) so einen enormen raum in deinem Leben einnehmen soll, dann bist du auch nicht mehr so verletzlich.

    weisst du, ganz ehrlich hab ich mir irgendwie gewünscht, dass sie mich betrügt, damit ich endlich weiss, woran ich bin und nen schlussstrich ziehen könnte. stattdessen dann diese lieblose art und die gefühlskälte und immer wieder die info, dass sie ja mal nen anderen heiraten wird, die wie ein damoklesschwert über mir hing. ich hätte mir gewünscht, sie verletzt mich einfach einmal "so richtig", damit ich meinen stolz wiederfinde. aber dieses leicht unterschwellige macht einen echt fertig.


    hm, und vielleicht hast du recht und es kommt wirklich anders. aber darum gehts mir nu auch nicht. mom, ich beschreibe das in der antwort auf die seherin, dann muss ich das nicht zwomal erklären hier.

    @ die seherin:

    schön von dir zu lesen. *:)


    ja, offenheit und vertrauen sind in punkto liebe das a und o. daher sag ich mir eben auch, dass ich noch nicht bereit für ne neue liebe bin, denn vertrauen kann ich noch nicht. das muss ich erst langsam wieder lernen.


    eben, weil ich nicht will, dass meine zukünftige dann den mist ausbaden muss, den ich mit meiner ex erlebt hab.


    irgendwo schreibst du mir aus der seele. aber der kurpfälzer auch. %:| einerseits seh ich das, wie du: nur wenn man riskiert, kann man was gewinnen. nur, wenn man vertraut, kann man geliebt werden und wirklich glücklich sein. aber dann hab ich eben auch wieder angst, die der kurpfälzer ganz gut formuliert: was, wenn ich mich irgendwann, und sei es in jahren, neu verliebe, dann wieder alles riskiere und voll vertraue und verletzt werde?


    ich WILL ja das risiko eingehen, verletzt zu werden. aber irgendwie habe ich in meinem leben nichts und niemanden, der mich auffängt, wenn ich falle. versteht mich nicht falsch, ihr im forum seid super. :)^ aber meinen eltern, freunden und verwandten geht sowas ziemlich am popo vorbei. da wird mal kurz oberflächlich interesse gezeigt und das wars dann. daher muss ich mir erstmal selbst was aufbauen, was mich auffängt. ein job irgendwann, vielleicht nette kollegen, ein hobby oder einfach ne beschäftigung, die ich gern mache.


    das ist jetzt erstmal meine priorität.


    aber gut, ich wollte ja noch schreiben, wie ich die frage meine, weil ich eben doch denke, dass es wichtig ist und weil ich echt gern eure meinung dazu hören würde. geht da nun wirklich nicht um meine gescheiterte beziehung und um meine leidensgeschichte.


    einfach darum, dass ich im moment versuche, mehr zu mir zu stehen und ich frage mich eben, wie viel "zu mit stehen" ist in einer beziehung okay?


    ich will bei meiner zukünftigen eben gern einiges besser machen und aus der vergangenheit lernen.


    daher sollte ich die sache vielleicht konkretisieren? sagen wir mal, ich verlieb mich in 2 jahren neu in X... X und ich sind überglücklich und irgendwie ist alles wölckchen...


    dann fängt X an, immer wieder von ihrem BF zu erzählen und schwärmt auch ein bisschen für ihn... was mach ich dann? in mir würden dann alarmglocken schellen und ich würde verletzt werden, wenn sie mir nur noch mit ihm im ohr liegt... es würde mir weh tun, nicht mal ihre aufmerksamkeit zu haben, wenn sie neben mir sitzt oder gar im bett liegt, sondern nur noch ihr BF in ihrem kopf und in ihrem herzen ist...


    unbeholfen und unerfahren, wie ich bin, würde ich dann vermutlich irgendwann mal sagen, dass mir das stinkt, dass sie gerne nen BF haben kann, aber dass ich nicht jeden tag in der kurzen zeit, die wir miteinander haben, hören will, wie lustig, nett, freundlich, spassig, witzig und süss er ist oder dass alle anderen freunde von ihm und ihr schon denken, die beiden wären ein paar, weil sie immer so viel abhängen und eben auf eine partnerschaftliche art miteinander kommunizieren...


    so, nun meine (zugegeben sehr hypotetische) frage: würde zukunfts-anfangmitfreude da eurer meinung richtig reagieren und "zu sich stehen", indem er die grenze aufzeigt und sagt "du kannst so viele männliche freunde haben, wie du willst, aber ich will nicht jeden tag ne stunde lang hören, wie toll sie sind, weil ich mir sonst irgendwie doof vorkomme, sondern will selbst der tolle hecht in deinem leben sein, von dem du anderen erzählst!" oder handelt er vollkommen falsch, weil er misstraut, überreagiert, usw.? ":/


    ich weiss es nicht, denn ich bin eben in so was total unerfahren und hab einfach keinen plan, was denn angebracht wäre und im grunde hab ich das gefühl, beide alternativen sind nicht wirklich super. aber womit schiesse ich mir weniger ins bein?

    Zitat

    was, wenn ich mich irgendwann, und sei es in jahren, neu verliebe, dann wieder alles riskiere und voll vertraue und verletzt werde?

    dann ist das so... hey, so ist das leben! sorry, wenn meine antwort so platt klingt, aber das ist einfach mal so! aber vielleicht hast du – wenn z.b. diese beziehung nach 5 tollen jahren und 2 mageren jahren endgültig den bach runtergeht – dann 5 geile jahre gehabt! viele vergessen in meinen augen einfach, das schöne nicht vom bitteren wegfegen zu lassen. beziehungen waren fast nie einfach nur scheiße!!!

    Zitat

    aber irgendwie habe ich in meinem leben nichts und niemanden, der mich auffängt, wenn ich falle

    du hast dich selber! besinn dich mal bitte auf deine stärken...

    Zitat

    unbeholfen und unerfahren, wie ich bin

    ... und ruh dich nicht auf deinen schwächen aus! zefix... sorry, aber manchmal, wenn ich deine beiträge lese, dann bricht die mama in mir durch |-o

    Zitat

    so, nun meine (zugegeben sehr hypotetische) frage: würde zukunfts-anfangmitfreude da eurer meinung richtig reagieren und "zu sich stehen", indem er die grenze aufzeigt und sagt "du kannst so viele männliche freunde haben, wie du willst, aber ich will nicht jeden tag ne stunde lang hören, wie toll sie sind, weil ich mir sonst irgendwie doof vorkomme, sondern will selbst der tolle hecht in deinem leben sein, von dem du anderen erzählst!" oder handelt er vollkommen falsch, weil er misstraut, überreagiert, usw.?

    hmmm... das käme doch ganz darauf an, wie deine künftige so drauf ist!? ich habe am anfang der beziehung zu meinem mann auch viel mit ihm darüber geredet, welche empfindlichkeiten wir aus der vergangenheit mitbringen... aber er hat nicht die eigenschaften meines ex-mannes und ich nicht die seiner ex-frau!

    Deine Frage ist schwierig, die beantworte ich im 2. Durchgang ;-)

    Zitat

    dass ich in ner handfesten depri bin, ist mir eigentlich klar. :-| aber ich möchte da raus und zwar aus eigener kraft. sonst sag ich mir hinterher nur wieder, dass ich es ja alleine nicht gepackt habe.

    Sorry, aber das ist unvernünftig. Aus einer handfesten Depri kommt man ebensowenig alleine raus wie ich mir einen gebrochenen Arm selber operieren könnte. Es ist nicht peinlich, erniedrigend oder sonstwas, wenn man sich dafür Hilfe holt. Da reicht es auch nicht, dass wir "nett" zu dir sind. Da gehts u.a. um die richtigen Medikamente. Bei der Ehefrau von meinem Ex hat es Jahre gedauert, bis sie richtig "eingestellt" war, das lag aber nicht daran, dass der Arzt doof war, sondern dass Depression offenbar eine sehr schwierig zu behandelnde Krankheit ist.

    Zitat

    aber irgendwie habe ich in meinem leben nichts und niemanden, der mich auffängt, wenn ich falle. versteht mich nicht falsch, ihr im forum seid super. :)^ aber meinen eltern, freunden und verwandten geht sowas ziemlich am popo vorbei. da wird mal kurz oberflächlich interesse gezeigt und das wars dann. daher muss ich mir erstmal selbst was aufbauen, was mich auffängt. ein job irgendwann, vielleicht nette kollegen, ein hobby oder einfach ne beschäftigung, die ich gern mache.


    das ist jetzt erstmal meine priorität.

    Deine Lösungsvorschläge und Prioritätensetzungen finde ich gut. Wenn du niemanden und nichts hast was dich auffängt, ist das in der Tat schwierig. Da sind genau die "Posten", die du aufgezählt hast, von Bedeutung.

    Jetzt zu deiner Frage:


    Ich glaube, man muss selber erfühlen und ausprobieren, wo die eigenen wichtigen Grenzen sind. Eine gewisse Erfahrung (wie du sie jetzt leider mit deiner Ex gemacht hast) schadet dabei nicht, auch ist es gut, wenn man sich selber gut kennt.


    Zu deinem Beispiel: Ein Exfreund von mir hatte noch Kontakt zu seiner Ehefrau (waren frisch getrennt). Ich war mir ziemlich sicher, dass er nichts mehr mit ihr hat, aber es hat mich einfach genervt, wenn er mir dauernd von ihr erzählt hat – sie hatte sich auf besonders krasse Art von ihm getrennt, nachdem er jahrelang ihre Depris und Eskapaden ertragen hatte, und nun nutzte sie ihn (nach meiner Einschätzung) weiterhin aus. Es hat mich genervt, dass er danach immer noch über sie nachdachte und versuchte ihr beizustehen, obwohl mir schon klar war, dass man jemanden, mit dem man sehr lange zusammen war, nicht einfach so aus seinem Leben streichen kann. Ich weiß nicht mehr wie, aber irgendwie sind wir übereingekommen, dass er mit seiner Frau einfach macht, was er für richtig hält (außer Sex und zu viel Nähe, was ich nicht für richtig hielt und was er wusste) und mich mit dem Thema in Ruhe lässt, es sei denn es gäbe was Relevantes zu berichten.


    Ansonsten ist das mit der Bedeutung von Vertrauen Ansichtssache. Ich vertraue eigentlich niemanden so wirklich (das kommt aus meiner Lebenserfahrung ;-) ), kann aber trotzdem innig lieben und harmonische Beziehungen führen. Ich bin auch, auch wenn das widersprüchlich klingt, nicht besonders eifersüchtig. Sprich: Ich finde, mein mangelndes Vertrauen "stört" in einer Beziehung nicht.

    @ seherin:

    Zitat

    dann ist das so... hey, so ist das leben! sorry, wenn meine antwort so platt klingt, aber das ist einfach mal so! aber vielleicht hast du – wenn z.b. diese beziehung nach 5 tollen jahren und 2 mageren jahren endgültig den bach runtergeht – dann 5 geile jahre gehabt! viele vergessen in meinen augen einfach, das schöne nicht vom bitteren wegfegen zu lassen. beziehungen waren fast nie einfach nur scheiße!!!

    hm, ja, das klingt irgendwie platt. ;-D


    aber ich kann nachvollziehen, was du meinst. klar hatte ich in meiner vergangenen beziehung auch schöne zeiten. klar war nicht alles scheisse. nur am ende wurde der umgang miteinander eben besch...ssen...


    ich kann deine denkweise ja nachvollziehen, liebe seherin... nur schau mal: ich bin nu 25 und jedesmal, wenn irgendwer in meinem leben "glück" hatte, war es jemand anderes, mit ausnahme der schönen tage in der beziehung...


    wenn ihr mir hier jetzt sagt, dass ich irgendwann mal wieder glück haben werde, dann WILL ich das gerne glauben... ich will ja irgendwann wieder glücklich sein und eine frau küssen und umarmen und händchenhalten und die ganzen sachen... :-D


    nur irgendwie schau ich auf mein leben zurück und da seh ich, dass ich eigentlich nie ein grossartiger glückspilz war... fing schon bei meiner geburt an, hatte die nabelschnur um den hals und war wohl mehr tod als lebendig, als ich raus kam und meine mutter durfte mich erst nach 3 tagen sehen...


    grade eben dachte ich mir das wieder: war ja bei meinen eltern für ein paar tage und im zug auf der rückfahrt dann ein paar gesehen, entweder beide oder einer von beiden gehörlos... haben sooo glücklich ausgesehen und sich die ganze zeit mit ihren händen unterhalten... ;-D da dacht ich mir wieder: wieso kann ich nichtmal so ein glück erleben? ":/


    ich weiss, dass das jetzt alles sehr negativ und niedergeschlagen klingt und dass ich wohl eher positiv denken sollte... aber noch kann ich das nich... da muss ich noch dran arbeiten...

    Zitat

    du hast dich selber! besinn dich mal bitte auf deine stärken...

    hm, heute bin ich wirklich ein bisschen stolz auf mich... wurde in der tram von einem älteren herrn mit behinderung angesprochen, der wohl falsch zugestiegen ist... bin dann noch mit ihm zur richtigen haltestelle, hab ihm über die strasse geholfen und dort auf ihn aufgepasst, weil er alleine etwas angst hatte... haben uns dabei ganz nett unterhalten...


    aber dabei ist eben DAS immer etwas, wo mir alle sagen, es sei eine schwäche von mir... egal, wer mich auf der strasse anhaut, ich helfe gern... gebe manchmal auch bettlern geld, wenn sie mir sympathisch sind auch gern mal mehr als nur 10 oder 20 cent... ich denke mir eben, die haben es noch schlimmer erwischt, als ich und stünde ich irgendwann mal ohne dach über dem kopp da, würde mich das freuen, wenn mir irgendein fremder, den ich mal nach 10 cent frage nen euro geben würde... ":/

    Zitat

    ... und ruh dich nicht auf deinen schwächen aus! zefix... sorry, aber manchmal, wenn ich deine beiträge lese, dann bricht die mama in mir durch

    jaaa, mama... ]:D


    meinste denn, dass ich irgendwann mal nicht mehr so furchtbar naiv und unbeholfen bin? ":/

    Zitat

    hmmm... das käme doch ganz darauf an, wie deine künftige so drauf ist!? ich habe am anfang der beziehung zu meinem mann auch viel mit ihm darüber geredet, welche empfindlichkeiten wir aus der vergangenheit mitbringen... aber er hat nicht die eigenschaften meines ex-mannes und ich nicht die seiner ex-frau!

    hm... da hast du auch wieder recht! ;-D mehr kann ich dazu gar nicht sagen...^^

    Zitat

    Sorry, aber das ist unvernünftig. Aus einer handfesten Depri kommt man ebensowenig alleine raus wie ich mir einen gebrochenen Arm selber operieren könnte. Es ist nicht peinlich, erniedrigend oder sonstwas, wenn man sich dafür Hilfe holt. Da reicht es auch nicht, dass wir "nett" zu dir sind. Da gehts u.a. um die richtigen Medikamente. Bei der Ehefrau von meinem Ex hat es Jahre gedauert, bis sie richtig "eingestellt" war, das lag aber nicht daran, dass der Arzt doof war, sondern dass Depression offenbar eine sehr schwierig zu behandelnde Krankheit ist.

    es geht mir auch darum, dass ich mir damit evtl. meine berufliche zukunft verbauen würde. ;-)


    und medis würde ich eigentlich sehr ungern nehmen. ich hab nen sehr guten freund, der seit vielen jahren mit medis vollgepumpt wird und bei dem man manchmal gar nicht mehr weiss, ob seine erkrankung wirklich immernoch da ist oder ob er einfach mal wieder wegen den medis durchdreht. ":/


    wie gesagt, werds jetzt erstmal mit baldrian und johanniskraut versuchen... baldrian hat mir schon früher geholfen, johanniskraut auch ein wenig, aber irgendwann hab ich es mal abgesetzt, weil ich wohl mein schicksal akzeptieren wollte oder so nen unsinn... ":/

    Zitat

    Deine Lösungsvorschläge und Prioritätensetzungen finde ich gut. Wenn du niemanden und nichts hast was dich auffängt, ist das in der Tat schwierig. Da sind genau die "Posten", die du aufgezählt hast, von Bedeutung.

    schankedön... @:)


    eben, eben... ich muss erstmal sehen, dass ich "alleine" glücklich bin, denn sonst bringe ich ja meine miese laune auch wieder nur in ne beziehung mit ein...

    Zitat

    Ich glaube, man muss selber erfühlen und ausprobieren, wo die eigenen wichtigen Grenzen sind. Eine gewisse Erfahrung (wie du sie jetzt leider mit deiner Ex gemacht hast) schadet dabei nicht, auch ist es gut, wenn man sich selber gut kennt.

    das denke ich mir ja irgendwie auch... vielleicht ist der trick, zu vertrauen, aber nicht naiv und treudoof zu sein?

    Zitat

    Ansonsten ist das mit der Bedeutung von Vertrauen Ansichtssache. Ich vertraue eigentlich niemanden so wirklich (das kommt aus meiner Lebenserfahrung ), kann aber trotzdem innig lieben und harmonische Beziehungen führen. Ich bin auch, auch wenn das widersprüchlich klingt, nicht besonders eifersüchtig. Sprich: Ich finde, mein mangelndes Vertrauen "stört" in einer Beziehung nicht.

    was wäre z.b. gewesen, wenn es deinen damaligen exfreund gestört hätte? wenn er gesagt hätte "sie ist doch nur meine ex und ich fang mit ihr nichts an und du vertraust mir nicht und das verletzt mich!"?


    LG an euch beide... *:)

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    was wäre z.b. gewesen, wenn es deinen damaligen exfreund gestört hätte? wenn er gesagt hätte "sie ist doch nur meine ex und ich fang mit ihr nichts an und du vertraust mir nicht und das verletzt mich!"?

    Vielleicht habe ich einfach eine andere Definition von Vertrauen als andere Menschen, deswegen ist das, was ich über Vertrauen sage, evtl schwer zu verstehen.


    Ich bin davon ausgegangen, dass mein Ex nichts mehr mit seiner Ehefrau hat, aber die Hand hätte ich dafür nichts ins Feuer gelegt. Ich hatte auch keinen Drang danach, das zu verifizieren. Soviel zum Thema "Vertrauen". Erörtert haben wir beide das nicht weiter, nachdem die Rahmenbedingungen geklärt waren. Mein Ex war außerdem ein pragmatischer Typ, wir kannten uns ziemlich gut, also auch er mich. Er wusste wie ich denke, und es hat ihn nicht gestört. Wir konnten über sowas ganz sachlich diskutieren.

    hm, also klingt im grunde irgendwie sehr gut, was du beschreibst. wenn man darüber reden kann, super und irgendwie würde ich das, was du als nicht-vertrauen definierst schon irgendwo als vertrauen mit ner gesunden portion misstrauen sehen. :)z


    NUR misstrauen wäre wohl schlimm, ebenso wie grenzenloses vertrauen. tja, und ich muss noch die balance finden. ^^

    grade heut abend hab ich wohl wieder so nen kleinen rückfall. %-|


    ich frag mich andauernd, was das sollte. ich meine, wenn ich ein mädel kennenlerne und sie nett finde und da ne anziehung ist, sie aber nach ner zeit einfach nicht mehr an mir interessiert ist, dann versteh ich, was das zu bedeuten hat und kann auch damit leben. dann weiss ich: sie ist doch nicht an mir interessiert oder war es nie.


    aber wenn man ein mädel kennenlernt, sich verliebt und dann ist man irgendwann "zusammen" und dann fängt sie an, einen zu vergessen, ignorieren und nicht zu beachten, dann ist das aus meiner sicht einfach nicht okay.


    und irgendwo erwarte ich von meiner ex bis heute noch sowas, wie ne entschuldigung oder zumindest ne erklärung, auch wenn ich weiss, dass sie niemals zurückblicken und sich für mist entschuldigen würde, den sie gebaut hat. sie vergisst mist eigentlich recht schnell und will auch gar nicht mehr daran denken.


    aber es ärgert mich total, dass ich das so lange mitgemacht habe. ja, ich hab ihr mehrmals die trennung angeboten, für den fall, dass sie mich nicht mehr gewollt hätte. aber sie wollte mich (angeblich!) ja und wollte keine trennung. und trotzdem dieses missachtende und desinteressierte verhalten von ihr. ich werd da einfach nicht schlau draus. wieso macht jemand sowas?


    mir bleibt irgendwo nur der gedanke übrig, dass das von ihr aus niemals richtige liebe war. oder zumindest nicht auf dem niveau, wie ich sie gefühlt habe.


    ich war ein guter ratgeber und hilfsbereit und hatte ein grosses herz. deshalb hat sie mich geliebt, hat sie immer gesagt. ich war für sie da, als es ihr schlecht ging und sie war für mich da, als es mir schlecht ging. nur haben wir uns eben unterschiedlich ineinander verliebt. sie hat sich vielleicht aus der schwäche heraus in den erstbesten verliebt, der mal halbwegs dauerhaft freundlich und hilfsbereit zu ihr war und der ihre marotten ertragen hat.


    ich hab mich auf ne andere art verliebt. ihre hilfsbereitschaft und ihre fähigkeiten als ratgeberin waren ja schön und gut, aber wegen sowas liebt man jemanden doch nicht. ich hab ihr haar geliebt, ihren geruch, den geschmack ihrer lippen und das gefühl, ihr in die augen zu blicken. der tag, als ich sie zum ersten mal sah, ist jetzt etwa 4 jahre her. trotzdem erinner ich mich noch an jede einzelne sekunde in den momenten, in denen ich sie das erste mal sah und es ist wie ein film in meinem kopf.


    ich hab sie damals das erste mal gesehen und dachte mir nicht grossartig was von "sie ist die eine" oder sowas... ich dachte mir nur, dass ich sie liebe... :-(


    aber gut, wie gesagt glaub ich mittlerweile gar nicht mehr daran, dass sie diese gefühle irgendwie erwiedert hätte... nen netten typen... nen "lebensabschnittsgefährten"... mehr hat sie wohl nie in mir gesehen...


    aber ich bin verletzt und enttäuscht, dass man nach einem jahr glücklicher beziehung nichtmal sagen kann "pass auf, es tut mir leid, aber ich will nicht mehr mit dir zusammen sein" und stattdessen dann anfängt, seinen angeblichen "partner" zu missachten, zu vergessen, ihn wie den letzten dreck zu behandeln, zu belügen und am ende auch noch absichtlich und wissentlich zu verletzen und ihm narben zuzufügen, die er in seinem leben vielleicht nie wieder aus seiner seele bekommen kann... :(v


    und irgendwo glaub ich auch, dass ich mich in ihr geirrt habe. sicher, sie hat die ein oder andere tolle charaktereigenschaft, aber mir gegenüber hat sie ihr wahres gesicht gezeigt... sie hat mir gezeigt, wie kalt, arrogant, gefühllos und egoistisch sie sein kann... und sie hat mir gezeigt, wie egal ihr andere menschen sind, wenn es ihr darum geht, irgendwas durchzusetzen, was sie sich in den kopf gesetzt hat...


    im grunde ist sie wohl gar nicht in der lage zu lieben... denn um zu lieben, muss man geben können... jemand anderem total vertrauen... doch ihr ging es immer nur darum, zu nehmen und darum, dass die anderen auch ja ihr vertrauten... geben und selbst anderen vertrauen kann sie nicht... ich werd irgendwann eine neue liebe finden und wenn es dann an der zeit ist, werd ich wieder geben und ich werd auch wieder vertrauen... vielleicht klappt es diesmal, vielleicht geht es wieder schief... aber wenigstens weiss ich, dass meine ex niemals in dieser intensität lieben können wird, weil es ihr nur um oberflächlichkeiten geht und darum, zu nehmen und weil sie nicht geben will...

    mal wieder ein kurzer zwischenstandsbericht.


    es geht mir nun wesentlich besser. :)z ich hab in den letzten tagen noch mehr mit allem abschliessen können. manchmal kommen die erinnerungen noch hoch, aber ich will mich ehrlich gesagt auch gar nicht mehr mit meiner ex befassen.


    jetzt, fast anderthalb jahre nach der trennung bin ich endlich so weit, sagen zu können, dass es eben passiert ist und dass das leben weiter geht, auch ohne sie. sie ist vergangenheit und ich schaue nach vorne und will auch nicht mehr zurück blicken.

    Das klingt jetzt wirklich nach einem großen Schritt nach vorn. Ein Schritt zum Loslassen.


    Am Besten druckst du dir deinen letzten beitrag aus und hängst ihn dir übers Klo; für den nächsten Rückfall, der mit sicherheit kommen wird, aber den du auch in den Griff kriegst!


    Vor allem diesen satz:

    Zitat

    ich will mich ehrlich gesagt auch gar nicht mehr mit meiner ex befassen.

    kannst du dir bei Bedarf selbst aufsagen. Das hast du schon richtig formuliert: Ich will nicht mehr! :)^


    Hast auch PN.

    grade könnte ich vor wut und hass wieder in die tischkannte beissen. wieso? es gibt nichtmal nen konkreten anlass, einfach nur das gefühl, 7-8 jahre lang verarscht und belogen worden zu sein (und das mit sich machen lassen zu haben).


    aber: ich will das nicht mehr! ich will nicht mehr vor wut kochen und mir denken, was ich ihr am liebsten sagen würde, stünde sie vor mir. führt zu nüscht, ausser zu erhöhtem blutdruck und zu mieser laune.


    zum glück hilft musik.