@ Nico_Robin:

    Ich wusste nicht, dass ihr euch so nahe steht.


    anfangmitfreude: Dir hat hier eben jemand, dem du etwas bedeutest, etwas ganz wunderschönes gesagt. So etwas bekommt man nicht so oft gesagt. Hoffentlich können die Worte dieses menschen bei dir mehr bewirken als vielleicht meine harsche Kritik.

    @ KP:

    Zitat

    Dein Wunsch nach Verbeamtung um jeden Preis kommt bei mir nämlich grade als ziemlich egoistisch an.

    im grunde ist es das. ":/

    @ Nico_robin:

    :°_ :)_


    ich bin hier jetzt auch erstmal raus.


    vielen dank für deine/eure hilfe. ich muss mir jetzt erstmal so meine gedanken machen. mir schwirrt grade ziemlich der schädel, weil vieles von dem, was ihr geschrieben habt irgendwo wahr zu sein scheint und ich grade erstmal zeit brauche, um das so für mich anzunehmen und um auch mein eigenes "fehlkonzept" abzuwickeln. %:|


    vielen dank nochmal an euch alle!

    Mist, dass jetzt fast jeder hier raus ist, nachdem ich mal ein paar Minuten lang nicht reingeguckt habe ;-)


    Aber wenigstens Kurpfälzer scheint ja noch da zu sein, also schreib ichs halt damit er es liest ;-D

    Zitat

    ich würde mich grade wirklich gerne einer therapie stellen, einfach um mich selbst besser zu fühlen. aber dafür die letzten fast 7 jahre meines lebens weg zu werfen, das kann ich nicht. ich würde damit nicht nur alles zerstören, was ich mir bisher erarbeitet habe (was noch das geringste übel für mich wäre), ich würde auch meine eltern gewaltig enttäuschen, die mich von anfang an finanziell unterstützt haben.

    Und wenn du so weiter machst, gehst du KAPUTT, und zwar demnächst.


    Willst du lieber die nächsten 50 Jahre wegwerfen?


    Da nützt dir auch die schönste Verbeamtung nichts, falls du die dann noch geschafft haben solltest.


    Wenn ich mich recht erinnere, war/ ist das mit dem Lehramt auch nicht wirklich so dein Ding, auch wenn du, als du das berichtet hast, nicht wusstest, was du stattdessen machen könntest.


    Was das "sich Auswachsen" angeht: Klar kann man, wenn man mental stabil ist (das ist Anfangmitfreude leider nicht) und kurz vor einem Abschluss steht, das Ganze noch bis zum Ende durchziehen, damit man wenigstens irgendeine abgeschlossene Ausbildung hat. Wenn einer aber gerade dabei ist, in einem Jahre währenden (Selbst-)Zerstörungsprozess vor die Hunde zu gehen, ist der sofortige formale Abschluss einer offenbar sowieso nicht passenden Ausbildung vielleicht nicht unbedingt das prioritäre Ziel. Und wenn er es schafft, die Ausbildung zuende zu machen (so ein Referendariat im Lehramt ist kein Zuckerschlecken, das beansprucht einen auch mental ziemlich stark), und dann trotzdem Lehrer werden möchte, fällt es für mich nicht maßgeblich ins Gewicht, wenn er dann tatsächlich "nur" Angestellter ist, dafür aber mit sich und seinem Leben klarkommt.


    Was deine Eltern angeht, hab ich dir meine Meinung ja schon gesagt. Die scheißen sich einen Dreck um dich so wie du nunmal bist und auch bleiben wirst. Wenn du deine Ausbildung fertig machst, fällt ihnen was anderes ein, was ihnen an dir nicht passt. Damit kann man leben, glaubs mir. Wenn man sich von diesem hündischen, sinnlosen Wunsch, es seinen Eltern um den Preis der Selbstzerstörung Recht zu machen, einmal verabschiedet hat, ist das ein unglaubliches Gefühl von Freiheit. Der Freiheit, sein Leben zu leben so wie man SELBER ES WILL.

    Zitat

    Wenn man sich von diesem hündischen, sinnlosen Wunsch, es seinen Eltern um den Preis der Selbstzerstörung Recht zu machen, einmal verabschiedet hat, ist das ein unglaubliches Gefühl von Freiheit. Der Freiheit, sein Leben zu leben so wie man SELBER ES WILL.

    Kann ich bestätigen :)z .


    Bin selber gerade in dem Prozess ;-D !


    Und evtl. lese ich noch mit, schreibe nur nicht mehr so viel :=o .


    Mir geht das auch Alles gerade ganz schön nahe und ich habe selber mit mir zu kämpfen.


    Das klingt irgendwie herzlos, aber ich muss auch an mich denken.


    Ich bin froh, dass anfang so tolle Leute wie euch, Cote und Kurpfälzer, um sich hat, und wenn ich mental dazu in der Lage bin, schaue ich auch mal rein um beim Rücken zu helfen ;-) .


    *:)

    Zitat

    Das klingt irgendwie herzlos, aber ich muss auch an mich denken.

    Finde ich überhaupt nicht – herzlos, meine ich. Dadurch dass du in einer ähnlichen Lage bist wie er, kannst du anfang besonders gut verstehen, und das liest man auch heraus aus deinen Zeilen. Und Selbstschutz ist der Anfang ( ;-) ) von allem, das ist was eminent Bedeutsames!

    so, da bin ich wieder. *:)


    ja, mit dem studium ist es eben so, dass ich dann schon etwas hätte, was ich gern erreichen würde. dass man LA studiert hat, heisst ja nicht, dass man dann langfristig bis in alle ewigkeit auch lehrer ist.


    und unzufrieden war ich damit im grunde vor allem wegen dem theoretischen teil.


    es geht mir eben auch darum, dass das im grunde mein grosser wunsch war, seit ich denken kann: geschichte studieren. jetzt studiere ich geschichte und soll kurz vor schluss aufhören?


    das zu akzeptieren fällt mir eben irgendwo schwer.


    hm, und irgendwo geht es darum, ob man mit dem studium "aufhört" oder nicht. ich werde hinterher nicht weiter studieren können, denn das kostet nunmal geld. die wohnung, die semesterbeiträge, die kosten für die lebenshaltung, für bücher, sonstigen uni-kram sind einfach ziemlich hoch. ":/


    und ich kann mir nicht vorstellen, dass meine eltern mir das weiter finanzieren, wenn ich für eine zeit in einer klinik bin, weil sie dafür wohl wenig verständnis hätten.


    es geht mir nicht darum, es meinen eltern hündisch und selbstlos recht zu machen! :|N %-|


    es ist nur einfach ein beschissener teufelskreislauf, in dem ich mich befinde. mir gehts im moment nicht gut genug, um mir einfach einen nebenjob zu suchen, um mein studium zu finanzieren und mein leben zu leben.


    ergo bin ich für meinen lebensunterhalt nunmal auf biegen und brechen auf meine eltern angewiesen, ob ich will, oder nicht.

    Zitat

    Und wenn du so weiter machst, gehst du KAPUTT, und zwar demnächst.


    Willst du lieber die nächsten 50 Jahre wegwerfen?

    ich weiss grade absolut nicht, was ich will. %:|


    ich muss über das alles erstmal noch 1-2 nächte schlafen.


    hat denn jemand von euch ahnung, wie genau ich mir die hilfe suchen kann? sprich, stationär? weil ich nicht glaube, dass ein 45-minütiger termin in der woche mit einem psychologen ausreichen wird. ":/


    geh ich da zum hausarzt? oder direkt zur klinik? komme ich auf eine warteliste? wie lange muss man da warten?


    wüsste ich gern, damit ich weiss, wie ich das denn mache, wenn ich mich jetzt wirklich dazu entscheide, das durch zu ziehen.

    Zitat

    und ich kann mir nicht vorstellen, dass meine eltern mir das weiter finanzieren, wenn ich für eine zeit in einer klinik bin, weil sie dafür wohl wenig verständnis hätten.

    Ich schätze mal, dass sie dazu rechtlich verpflichtet wären, noch dazu wenn du dein Studium nur deswegen unterbrichst, weil du krank bist. Aber juristische Streitereien mit Eltern kosten natürlich auch Kraft, die du gerade nicht hast ... Wahrscheinlich musst du das Studium gar nicht unterbrechen und kannst begleitend was für deine Gesundheit tun. Ich hoffe, dass dir hier noch jemand Tips geben kann, wie du das angehen kannst, leider kenn ich mich da gar nicht aus.

    Zitat

    hm, und irgendwo geht es darum, ob man mit dem studium "aufhört" oder nicht. ich werde hinterher nicht weiter studieren können, denn das kostet nunmal geld. die wohnung, die semesterbeiträge, die kosten für die lebenshaltung, für bücher, sonstigen uni-kram sind einfach ziemlich hoch.

    Hm... dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:


    Die schlechtere:


    Du ziehst das Studium jetzt noch auf Biegen und Brechen durch, schaffst gerade so deinen Abschluss und hoffst, dass es dann noch nicht zu spät ist, etwas für dich zu tun.


    Die bessere:


    Du lässt es insofern darauf ankommen, dass du in die Klinik gehst und versuchst, deine Eltern zu überzeugen, dass es das Richtige ist – evtl. mit psychologischer Hilfe. (Auch sowas kannst du bei einem "Schnupper"-Termin ansprechen.)


    Gelingt das nicht, wissen die da garantiert auch, was du tun musst, um dein Studium nicht abbrechen zu müssen. Es gibt doch BaFög und HartzIV.


    Und da du 26 bist, müssen deine Eltern nicht mehr zahlen.


    Und wenn du dann noch anbringst, dass deine Eltern den Rest deiner Ausbildung nicht bezahlen wollen, weil du aus einem Krankheitsfall heraus pausieren musst, zahlen die sicherlich.


    Im Zweifelsfall kann ein Psychologe da auch durch Gutachten was drehen.


    Es kann sein, dass es nicht einfach wird, aber ich würde mich einfach beim Amt informieren, also (Ich muss in eine Klinik und meine Eltern drohen mir, die Zahlungen einzustellen deswegen, was kann ich tun, können Sie mir helfen?) und in der Klinik bei einem Vorgespräch, ob die dir auch helfen.

    Zitat

    geh ich da zum hausarzt? oder direkt zur klinik? komme ich auf eine warteliste? wie lange muss man da warten?

    Das kommt ganz drauf an. Wenn du akut gefährdet bist, dir was anzutun, geh zur Klinik, sage denen das, dann wirst du sofort aufgenommen.


    Ansonsten geht man zum Hausarzt, glaube ich. Und dann meldet man sich bei einer Klinik und kommt auf eine Warteliste. Vorgespräche kann man aber eben schon vorher machen und würde ich auch empfehlen, einfach, um zu schauen, ob dir das Konzept der Klinik zusagt.

    Zitat

    hat denn jemand von euch ahnung, wie genau ich mir die hilfe suchen kann? sprich, stationär? weil ich nicht glaube, dass ein 45-minütiger termin in der woche mit einem psychologen ausreichen wird. ":/

    Glaube ich auch nicht :-| :)* .

    Zitat

    und ich kann mir nicht vorstellen, dass meine eltern mir das weiter finanzieren, wenn ich für eine zeit in einer klinik bin, weil sie dafür wohl wenig verständnis hätten.


    es geht mir nicht darum, es meinen eltern hündisch und selbstlos recht zu machen!

    Das hörst du jetzt bestimmt nicht gerne, aber zum Teil ist es schon so.


    Außerdem bist du schon irgendwo ihr "Sklave".


    Du nimmst Geld dafür, und im Gegenzug bestimmen sie komplett über dein Leben, sogar darüber, wann du krank zu sein hast und was eine Krankheit überhaupt ist.


    Egal, was du tust, es wäre sicherlich sinnvoll, die Situation beim Amt zu schildern und um Hilfe zu bitten, da deine Eltern dich über die finanzielle Abhängigkeit kontrollieren und manipulieren.

    Zitat

    Gelingt das nicht, wissen die Psychologen da garantiert auch, was du tun musst, um dein Studium nicht abbrechen zu müssen. Es gibt doch BaFög und HartzIV.

    Zitat

    Und wenn du dann noch anbringst, dass deine Eltern den Rest deiner Ausbildung nicht bezahlen wollen, weil du aus einem Krankheitsfall heraus pausieren musst, zahlen die vom Amt sicherlich.

    Zitat

    Vorgespräche kann man aber eben schon vorher machen und würde ich auch empfehlen, einfach, um zu schauen, ob dir das Konzept der Klinik zusagt.

    Also ich würde mich schon erstmal bei allen Kliniken im Umkreis auf die Warteliste setzen lassen!, aber in der Wartezeit kann man ja schon mal Vorgespräch führen und wenn du dann irgendwo sagst, dass das gar nicht passt, dann kannst du dich ja wieder streichen lassen.

    Zitat

    Ich schätze mal, dass sie dazu rechtlich verpflichtet wären, noch dazu wenn du dein Studium nur deswegen unterbrichst, weil du krank bist.

    So weit ich weiß sind die Eltern nur bis 26 verpflichtet, danach ist es der Staat.


    Das kann man ja bei einem Beratungsgespräch klären.

    Zitat

    Finde ich überhaupt nicht – herzlos, meine ich.

    Das ist lieb von dir :-) !

    Zitat

    Dadurch dass du in einer ähnlichen Lage bist wie er, kannst du anfang besonders gut verstehen, und das liest man auch heraus aus deinen Zeilen.

    Und DAS auch |-o !

    Zitat

    Und Selbstschutz ist der Anfang ( ;-) ) von allem, das ist was eminent Bedeutsames!

    Ja, das stimmt :)^ !


    Ich versuche ihm/dir auch immer wieder zu erklären, dass gesunder Egoismus wichtig ist, aber naja ]:D .

    @ finanzierung:

    das ist eben der punkt: hartz 4 kriegst du nur, wenn du arbeitssuchend bist. da ich aber student bin, bin ich nicht arbeitssuchend. ergo auch kein H4. :-(


    fürs bafög müsste ich noch einige sachen für die zwischenprüfung nachreichen, die ich noch nicht habe, weil ich mein studium wie kraut und rüben durcheinander studieren muss, weil die fächer zeitlich nicht aufeinander abgestimmt sind.


    also bliebe dann nur entweder selbst jobben oder eben doch irgendwie die eltern überzeugen, dass sie mich danach weiter finanzieren.

    @ eltern-thematik:

    ja, ich fühle mich ein stück weit, wie ein sklave. aber ein sklave ist jemand, dem fesseln auferlegt sind, der tun MUSS, auch wenn er nicht WILL. so geht es mir im bezug auf meine eltern oft.

    @ psychiatrie:

    gut, dann werde ich diese thematik beim hausarzt ansprechen.


    ich frage auch, weil ich im august eine uni-exkursion nach auschwitz hätte. da würde ich eigentlich schon gern mit, denn man bekommt ja selten eine chance dazu. ":/ wenn ich jetzt vorher wochen oder gar monate in dem seminar fehle, dann hätte sich das aber auch erledigt. ":/


    darauf würde ich sehr ungern verzichten. ":/


    aber am besten bespreche ich das dann auch mit dem HA.


    danke euch allen, ganz besonders dir, nico_robin, dass ihr mir so zur seite steht! @:) *:)


    ist echt lieb und super von euch!

    Ja, ich kann dazu was sagen, ich hab sowas ja selber schon durch.


    Der Gang zum Hausarzt ist in jedem fall sinnvoll. Wenn Du ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihm hast, kannst du ihm das ganze schonungslos schildern. Ansonsten lässt du dir einfach eine überweisung zu einem Neurologen/Psychiater geben. Das wird er wahrscheinlich eh auch nach einem Gespräch mit ihm tun. Das klingt erstmal schlimmer als es ist, das ist eben ein Facharzt für nerven- und seelische leiden. Wenn dein hausarzt da ein bisschen Druck macht, weil es dringlich ist, bekommst du mit ein bisschen Glück auch ganz schnell einen termin.


    Dieser facharzt kann dann mit dir beraten, wie dir am besten geholfen werden kann. Das kann auch eine ambulante Therapie sein; unterschätze die Wirksamkeit nicht! Ziemlich wahrscheinlich wird auch eine medikamentöse Therapie erwogen; sträube dich nicht gleich dagegen. Das kann dir erstmal sehr gut mit deiner Stimmungslage helfen und dich erstmal therapiefähig machen. Unter Umständen erspart dir das auch die Klinik. Ich war mit medikamentöser unterstützung und einer zeitnah beginnenden Gesprächstherapie nicht mal eine Woche krankgeschrieben und schnell (vielleicht zu schnell, höre da auch auf dich selbst) wieder "funktionsfähig".


    Wenn doch eine Klinik oder tagesklinik das Mittel der Wahl sein sollte: Oft ist man da nicht länger als 3 oder 4 Wochen und macht anschließend eine ambulante Therapie weiter. In einer Klinik war ich nie, wie da der Ablauf ist, weiß ich nicht genau. Aber auch da solltest du nicht mehr als ein Semester verlieren. Und wenn du eine offizielle Überweisung bzw. Einweisung eines Arztes hast, bleibt auch deinen Eltern nichts übrig, als, wenn wohl auch zähneknirschend, die tatsache zu akzeptieren, dass du nun mal akut erkrankt bist.


    Exmatrikuliert wirst du in keinem fall wenn du krankgeschrieben bist. Und wenn es dir zusehends besser geht (und das tut es, wenn die Therapie die richtige ist und nach einer harten Anfangsphase zu greifen beginnt!), dann hast du auch wieder die Kraft und Energie, deine finanzielle Situation und die Abhängigkeit von deinen Eltern zu regeln.


    Viel Erfolg!