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    ich denke, mein problem ist im moment, dass ich generell ein wenig angst davor habe, einer frau mein vollstes vertrauen zu schenken, wie ich es in einer beziehung tun müsste.

    Finde ich völlig normal nach einem so heftigen und nachhaltigen Griff ins Klo. Ich als Frau würde von dir auch überhaupt nicht erwarten, dass du mir gleich dein "vollstes Vertrauen" schenkst, wenn du mich noch kaum kennst. Sowas darf sich doch – beidseitig – gerne in Ruhe entwickeln. Du müsstest mir halt wenigstens grob von deiner "Historie" erzählen und welche Verhaltensweisen von mir dich triggern könnten, dann würde ich da (sofern es bei dir nicht in Kontrollwahn ausartet) entsprechend Rücksicht nehmen.

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    Finde ich völlig normal nach einem so heftigen und nachhaltigen Griff ins Klo. Ich als Frau würde von dir auch überhaupt nicht erwarten, dass du mir gleich dein "vollstes Vertrauen" schenkst, wenn du mich noch kaum kennst. Sowas darf sich doch – beidseitig – gerne in Ruhe entwickeln. Du müsstest mir halt wenigstens grob von deiner "Historie" erzählen und welche Verhaltensweisen von mir dich triggern könnten, dann würde ich da (sofern es bei dir nicht in Kontrollwahn ausartet) entsprechend Rücksicht nehmen.

    ich will dann aber auch nicht, dass es darauf hinaus läuft, dass ich dann in watte gepackt werde. ;-)


    klar, gegenseitiges verständnis ist das wichtigste bei der ganzen sache.


    aber ich würde nicht wollen, dass meine zukünftige sich verstellen oder ändern müsste, nur weil ich schlechte erfahrungen mit einer anderen frau habe. :|N

    Natürlich brauchst du nicht in Watte gepackt zu werden, und eine Beziehung, in der einer sich verstellen oder ändern müsste, bringt aus meiner Sicht überhaupt nichts. Aber man kann doch Tritte in Fettnäpfchen vermeiden und ganz normale Rücksichtnahme üben, oder? Ab einem gewissen Alter hat doch jeder so seine Empfindlichkeiten, und solange es nichts Extremes ist, habe ich kein Problem damit, über mein Verhalten vorher gelegentlich mal etwas nachzudenken.


    Ein Beispiel: Mir ist es schon öfter passiert, dass ein Mann sich einfach davongeschlichen hat, ohne richtig "Schluss zu machen". Daher bin ich da etwas empfindlich, wenn sich einer mal einfach eine Woche lang nicht meldet. Das heißt nun aber nicht, dass ich tägliche Meldungen "Ich liebe dich immer noch" brauche, um Gottes Willen. Aber halt eine gewisse Zuverlässigkeit, was den Kontakt angeht. Wenn sich einer für sowas verstellen müsste, würde er eh nicht in Frage kommen, und wenn man sich mag, sollte ein regelmäßiger Kontakt ja keine Überwindung kosten.


    Noch ein Beispiel: Ein Ex von mir war in seiner Kindheit von seiner Mutter und Oma und später dann in seiner Ehe von seiner Frau ständig für alles Mögliche, auch alberne Kleinigkeiten, kritisiert bzw angemeckert worden. Ich bin sowieso keine Meckerliese, also das war schon mal nicht das Problem. Ich mach aber manchmal etwas derbe Witze, die einer, der diese Art Humor nicht gewöhnt ist, als Kritik auffassen könnte. Ich ziehe andere auch gern mal auf, und auch das könnte als böse gemeinte Kritik ankommen. Bei diesem Ex habe ich solche Witze halt einfach nicht mehr gemacht. Deswegen fehlte mir auch nicht großartig was, weil ich diese Ader dann eben weiterhin bei meinen Kollegen ausgelebt habe ;-D

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    Aber man kann doch Tritte in Fettnäpfchen vermeiden und ganz normale Rücksichtnahme üben, oder?

    ja, das trifft natürlich zu und ich denke auch, dass man ab einem gewissen alter auch einfach kein unbeschriebenes blatt mehr ist und sachen hat, die man nicht mag oder wo man einfach schlechte erfahrungen hat. :)z


    ich bin mir nur grade noch nicht sicher, wo genau bei mir denn jetzt "nur" ein fettnäpfchen ist und wo genau ich meine schlechten erfahrungen überbewerte.


    deine beispiele kann ich beide verstehen. und ich find es toll, dass du bei dem einen ex von dir so rücksichtsvoll warst. :)^ :)=

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    ich bin mir nur grade noch nicht sicher, wo genau bei mir denn jetzt "nur" ein fettnäpfchen ist und wo genau ich meine schlechten erfahrungen überbewerte.

    Das kann man nur in der Praxis ausprobieren. Mit der richtigen Frau kannst du das ja gemeinsam herauskriegen.

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    ich find es toll, dass du bei dem einen ex von dir so rücksichtsvoll warst. :)^ :)=

    Der Mann war mir eben sehr wichtig, er konnte nichts für seine "Prägung", hat das Problem auch selber erkannt und benannt (finde ich sehr gut und wichtig), und ich habe bei der Gelegenheit festgestellt, dass "kein gemeinsamer Humor" nicht, wie ich bisher immer gedacht hatte, unbedingt ein Ausschlusskriterium ist.

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    Das kann man nur in der Praxis ausprobieren. Mit der richtigen Frau kannst du das ja gemeinsam herauskriegen.

    da stimm ich dir zu, aber die richtige frau muss ich erstmal finden. ;-D

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    Der Mann war mir eben sehr wichtig, er konnte nichts für seine "Prägung", hat das Problem auch selber erkannt und benannt (finde ich sehr gut und wichtig), und ich habe bei der Gelegenheit festgestellt, dass "kein gemeinsamer Humor" nicht, wie ich bisher immer gedacht hatte, unbedingt ein Ausschlusskriterium ist.

    naja, ich hab in punkto beziehungen ja keine grosse erfahrung, aber ich denke, ich verstehe, was du meinst.


    vor 5 oder 10 jahren gabs auch sachen, die ich für ein ausschlusskriterium gehalten hätte und dann ist es bei meiner ex damals doch anders gekommen und heute weiss ich, dass die sachen für mich kein ausschlusskriterium waren. :)z

    update

    nu sind ein paar monate vergangen und ich dachte mir, es wird mal wieder zeit für ein update. war letztens nicht oft im forum unterwegs und werd die nächste zeit auch nur peu a peu mal on kommen.


    ich frage mich in den letzten wochen immer wieder, wie das so mit liebeskummer ist. geht der irgendwann weg? wie ist es bei anderen, etwas erfahreneren hier? denkt ihr noch oft an eure ex-partner?


    bei mir ist es so, dass ich mein leben lebe und eigentlich geht es mir ganz gut und ich kann nicht klagen. ich habe gute freunde, auf die ich zählen kann und mehrere menschen, wo ich sagen würde "die haben einen platz in meinem herzen", wenn auch nur freundschaftlich.


    die uni läuft irgendwie grade vor sich hin und ich merke, dass ich auch da immer mutiger werde und leute, die ich gut leiden kann einfach anspreche und frage "wolln wer ma nen kaffee trinken gehen?".


    auch gegenüber dozenten kommt langsam meine grosse klappe von früher wieder, die schon zu schulzeiten lehrer manchmal überrascht aussehen liess. ]:D


    klingt also so weit erstmal sehr gut, würde ich sagen. im unterschied dazu, dass ich mich vor einem jahr noch umbringen wollte, geht es mir heute wirklich blendend. :-D


    aber ja, der kummer ist irgendwo noch da. ich hab sie damals einfach unheimlich in mein herz geschlossen und dass sie jetzt nicht mehr da ist, tut weh, weil etwas fehlt, von dem ich noch vor 10 jahren gar nicht gewusst hätte, dass ich es fühlen kann.


    aktuell bin ich ein wenig hin und her gerissen. einerseits ist da mein wunsch, jetzt nach 2 single-jahren mal wieder eine frau kennen zu lernen. einfach jemandem nahe zu sein. hatte letztens das erlebnis, dass eine etwas tollpatschige bekannte mir beim lernen sehr nah gekommen ist. ??um nicht zu sagen: sie hat sich an mich gedrückt??


    und ja, jemand anderem so nah zu sein, das ist ein tolles gefühl. :)z


    andererseits sind da meine bedenken: was, wenn so eine partnerin dann nur ein trostpflaster wäre? ein notnagel? was, wenn ich trotz des versuchens meine ex nicht aus dem kopf kriege?


    klar werden jetzt vermutlich einige sagen: "nimm, was du kriegen kannst!" oder "yolo" oder sowas.


    aber der punkt ist eben, dass ich nicht so jemand bin. klar, ich bin verkopft und denke viel nach. aber – auch wenn das jetzt bescheuert klingt – es hat für mich auch irgendwo nen religiösen hintergrund. ich versuche eigentlich entscheidungen im leben zu treffen, die ich vertreten kann und die ehrlich und aufrichtig sind. dafür hab ich den vorteil, dass mir alle möglichen "regelbücher" der unterschiedlichen religionen eher unwichtig sind. ]:D


    naja, und wenn ich jetzt ein nettes mädel umgarne und eine beziehung mit ihr eingehe und sie dann nur als einen notnagel benutze, wäre das was, was ich mir nicht verzeihen könnte. sozusagen eine meiner persönlichen todsünden. ;-D


    auf jeden fall steh ich im moment gedanklich an diesem punkt und überlege, wie ich wohl in zukunft mit der geschichte mit meiner ex am besten umgehe.


    denn auch, wenn die trauer, die wut und die enttäuschung mit der zeit verfliegen, wird mein erinnerungsvermögen sich ja vermutlich erst in 40-50 jahren verabschieden. die zeit bis dahin muss ich ja irgendwie damit umgehen, dass das passiert ist und dass dieser mensch mir eben damals wichtig war.


    vielleicht hilft es wirklich, sich zu sagen, dass man mehrere menschen gleichzeitig lieben kann, auch wenn man nur einen – den aktuellen partner – "richtig" liebt? ":/


    und an alle, die mir jetzt eine klatschen wollen, weil ich immernoch so melancholisch bin, was das alles angeht:


    stellt euch hinten an! ;-D ich selbst bin grade mein grösster kritiker, was das angeht. meine gedanken und gefühle sind momentan einfach nicht im einklang und das ärgert mich auch am meisten.


    aber ich sehe eigentlich positiv in die zukunft. wenn sich die lage, in der ich mich befinde auch nicht schnell ändert, so seh ich mittlerweile auf jahre zurück, in denen es mir viel schlimmer ging, in denen ich depri war und in denen ich gelitten habe.


    heute geht es mir eigentlich gut. :-D

    @:) :)* :)_


    in punkto ärzte hat sich auch was getan: habe jetzt einen termin beim endokrinologen. ich hoffe ja, dass die ein oder andere baustelle in meinem leben hormonell verursacht ist. wäre zumindest logisch. einerseits liegts in der familie, andererseits stimmen die symptome irgendwie

    . ;-D


    ich hoffe, dass da raus kommt, woran es liegt und dass ich dann irgendwann in 1-2 jahren medikamentös gut eingestellt bin und dass mein leben dann noch mehr bereichert wird.


    psychologen haben sich noch nicht zurück gemeldet, was ich etwas unschön finde. habe auch keinen gefunden, der eine sprechstundenhilfe oder dergleichen hat. %-|


    ich könnte ja auch damit leben, wenn man mir erst im juni 2014 einen termin geben könnte – aber dann hätte ich wenigstens einen termin! %-|


    habe da dann eher das gefühl, den leuten hinterher rennen zu müssen, um den therapieplatz zu kriegen, den ich einfach brauche. beim endokrinologen hatte ich den termin innerhalb von einem tag, warum können sich psychologen nicht vernünftig organisieren? %-|

    ]:D ;-D


    so viel erstmal von mir.


    LG *:)

    Zitat

    vielleicht hilft es wirklich, sich zu sagen, dass man mehrere menschen gleichzeitig lieben kann, auch wenn man nur einen – den aktuellen partner – "richtig" liebt? ":/

    Also ganz ehrlich, solange du das, was du für diese Frau empfindest, als "Liebe" bezeichnest (und das was du heute noch wegen ihr hast als "Liebeskummer") bist du in dem Punkt noch keinen Schritt weiter. Daher würde ich es an deiner Stelle auch nach wie vor lassen, dich in diesem "Zustand" mit anderen Frauen zu befassen. Das würde nur zu neuem Unglück führen.


    An meine weiter zurückliegenden Exen denke ich tendenziell überhaupt nicht mehr, und wenn, dann erfasst mich da keinerlei Gefühl. Bei meinem letzten Ex ist es etwas anders, der fehlt mir manchmal ein wenig als Mensch, außerdem ist das eben die Beziehung, die noch am wenigstens weit zurückliegt. Das empfinde ich aber nicht als problematisch.


    Dass man, wenn man da eh schon skeptisch ist, Psychotherapeuten auch noch hinterherrennen muss, finde ich total unmöglich. Vielleicht kann dir da jemand einen Tip geben, der Erfahrung damit hat.

    hi cote,

    Zitat

    Also ganz ehrlich, solange du das, was du für diese Frau empfindest, als "Liebe" bezeichnest (und das was du heute noch wegen ihr hast als "Liebeskummer") bist du in dem Punkt noch keinen Schritt weiter.

    hm, ist das schwer zu begreifen, dass man auch menschen lieben kann, die einem offensichtlich schaden?


    bevor das unglücklichsein anfing, war ich 4 jahre lang ihr bester freund und sah sie als meine kleine schwester, das erste jahr der beziehung war auch schön. nur dann fing sie eben an, unzuverlässig zu werden, mir nicht zuzuhören, mich zu verletzen und hin zu halten und ich fing an, mich in meine phantasiewelt voller romantik und aufopferung zu stürzen.


    ich liebe sie nicht mehr, wie damals, könnte ihr keine liebesgedichte oder -schwüre mehr schreiben.


    aber sie war nunmal die erste, mit der ich eine beziehung hatte. der erste kuss, das erste mal "ich liebe dich sagen", schmetterlinge im bauch, händchen haltend durch die stadt gehen – das hab ich alles mit ihr erlebt und ja, wenn ich daran zurückdenke, fühle ich etwas positives.


    mag sein, dass das was anderes als "richtige" liebe ist. aber es sind eben meine ersten und bisher einzigen erfahrungen in punkto liebe und ich hab sie sehr genossen. und auch, wenn dieses nette mädel sich dann mit der zeit mehr und mehr veränderte und mich verletzte, fühle ich doch ein angenehmes gefühl, wenn ich mal an die anfangszeit zurückdenke.


    und nur falls du das jetzt denkst: ich bin niemand, der ununterbrochen an die anfangszeit seiner jugendliebe denkt und sich was vormacht. aber manchmal denk ich daran, genauso, wie ich manchmal daran denke, wie ich dann hinterher gelitten habe.


    der kummer kommt auch nicht daher, dass ich sie immernoch als die "one and only" ansehen würde. ich weiss, dass es auch andere hübsche frauen gibt, die sehr nett und liebevoll sein können. ;-)


    aber der kummer kommt dann eben auf, wenn ich an die anfangszeit denke und dann daran, dass ich jetzt langsam auf die 27 zugehe und sowas wie liebe bisher in meinem leben nur einmal und dann auch noch so kurz erlebt habe. ich hab dann eben kummer, weil ich es schade finde, dass ich 90% meiner bisherigen lebenszeit single war, wo verliebtsein und lieben doch so schön sein kann.


    aber ich denke, ich werd deinen rat befolgen und erstmal nichts überstürzen an der frauen-front. ;-)


    werd es langsam angehen und nichts erzwingen.


    im grunde will ich ja primär ja auch keine beziehung, sondern einfach ein glückliches leben. und auch, wenn da eine beziehung dazu gehört, gibt es doch andere schwerpunkte, die meine aufmerksamkeit im moment nötiger haben.


    in punkto psychologen nervt mich das mittlerweile wirklich! auch, dass man denen nichtmal mailen kann.


    ich hab nicht den nerv dazu, da jetzt 5 mal täglich anzurufen und zu hoffen, jemanden zu erreichen, wenn ich WEISS, dass ich eh nur ein "ich habe keine freien therapieplätze!" als antwort kriegen würde.


    und auch, dass man trotz des aufsprechens auf den AB nicht zurückgerufen wird, halte ich für krass unfreundlich. >:(


    da verdienen die so viel und haben dann nichtmal den elan, sich 2 minuten zeit zu nehmen, zurück zu rufen und zu sagen "im april 2014 hätte ich einen thera-platz!". >:(


    naja, man merkt – ich könnte mich grade schon wieder darüber aufregen.


    ich find es übrigens auch toll, dass ich jetzt weiterleben will. :)_ ;-D

    Zitat

    hm, ist das schwer zu begreifen, dass man auch menschen lieben kann, die einem offensichtlich schaden?

    Für mich ist das nicht nur schwer, sondern gar nicht zu begreifen. Das ist (so wie ich das sehe) nicht Liebe, sondern irgendwas ziemlich Kaputtes.

    Zitat

    ich liebe sie nicht mehr, wie damals, könnte ihr keine liebesgedichte oder -schwüre mehr schreiben.

    Das wär ja noch schöner {:(

    Zitat

    aber sie war nunmal die erste, mit der ich eine beziehung hatte. der erste kuss, das erste mal "ich liebe dich sagen", schmetterlinge im bauch, händchen haltend durch die stadt gehen – das hab ich alles mit ihr erlebt

    Ja und ?! Jeder hatte mal eine erste Liebe, und es wäre entsetzlich wenn es irgendwie vorgegeben wäre, dass man emotional bis ans Lebensende daran festklebt.

    Zitat

    und dann daran, dass ich jetzt langsam auf die 27 zugehe und sowas wie liebe bisher in meinem leben nur einmal und dann auch noch so kurz erlebt habe. ich hab dann eben kummer, weil ich es schade finde, dass ich 90% meiner bisherigen lebenszeit single war, wo verliebtsein und lieben doch so schön sein kann.

    Das wiederum ist ganz leicht zu begreifen. Aber mit diesem "Denken an die Anfangszeit" deiner 1. Liebe machst du dir 100% deiner Lebenszeit kaputt. Kannst du diese Gedanken an die Anfangszeit denn wirklich nicht mit Gedanken an die "Endzeit" vertreiben? Ich denke wie gesagt auch ab und an an meinen letzten Freund, aber dann fällt mir automatisch wieder ein, wie und mit welcher Begründung er mich verlassen hat, und dass es richtig ist für mich, keinen Kontakt mehr mit ihm zu haben. Das war übrigens auch schon so bevor es einen "Nachfolger" gab, hat also nichts mit meinem jetzigen Freund zu tun.


    Weißt du, wenn du einfach sagen würdest "Es kann so schön sein, Liebe zu spüren (deine Liebe und die Liebe einer Frau für dich), das würde ich so gerne wieder erleben" – kein Problem. Aber dass du das immer mit deiner Ex verbindest, nachdem diese Beziehung doch ganz grandios gescheitert ist, das finde ich echt ungesund.

    hi cote,


    ich glaube, du siehst die situation einfach falsch. ;-) ich mache mir ja nicht mehr ununterbrochen gedanken um meine ex. sowas hab ich früher gemacht und ja, damit hab ich in meinem leben viel kaputt gemacht und mir im endeffekt selbst geschadet.


    im moment ist mein leben eigentlich recht zufriedenstellend. ich hab das erste mal im leben so richtig ein sozialleben, traue mich auch mal, auf menschen die ich mag zu zu gehen und so weiter.


    meine freie zeit verbringe ich deshalb aktuell viel mehr mit freunden oder eben mit uni-krams.


    aber so weit, dass ich gar nicht mehr an meine ex denke, bin ich noch nicht. mag sein, dass ich das in 10 jahren anders sehe, aber sie war für 7 jahre wichtiger teil meines lebens und 2 weitere jahre bin ich ihr auch noch hinterher gerannt.


    wenn man 26 jahre alt ist, sind 9 jahre einfach eine sehr lange zeit. keine meiner freundschaften hat bisher so lang gehalten.


    deshalb spielt die sache für mich auch noch eine rolle.


    im übrigen seh ich daran nichts komisches. ich hab mich schon mit mehreren anderen, erfahreneren menschen unterhalten, die auch schonmal unglücklich verliebt waren, abgewiesen oder verletzt wurden.


    habe zum beispiel einen mann im bekanntenkreis, dessen frau ihn vor fast 30 jahren verlassen hat – die beiden keifen heute noch, wenn es um den jw. anderen geht.


    mag sein, dass das nicht besonders gesund ist und auch nicht der cote-way-of-life, aber ich hab den eindruck, dass es zumindest menschlich ist.


    im übrigen denke ich so ja nicht nur über meine ex nach. auch über alte freunde, die ich irgendwann mal verloren habe oder über leute, die mir was bedeutet haben und die das aber nicht erwidern konnten/wollten.


    ich brauch das auch, um daraus zu lernen, wie ich mich zukünftig im leben verhalten könnte, wenn es um soziale kontakte geht. man lernt eben aus fehlern.

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    ich glaube, du siehst die situation einfach falsch. ;-)

    Das will ich ganz schwer hoffen ;-D


    Vielleicht gucke ich wirklich zu eingeschränkt auf deine Äußerungen in Bezug auf deine Ex. Stimmt, du hast schon mal sehr viel öfter an sie gedacht, und dass 9 Jahre eine sehr lange Zeit sind, stimmt natürlich auch. Schön ist auch, dass es dir sonst jetzt viel besser geht.

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    nicht der cote-way-of-life

    ;-D

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    im übrigen seh ich daran nichts komisches. ich hab mich schon mit mehreren anderen, erfahreneren menschen unterhalten, die auch schonmal unglücklich verliebt waren, abgewiesen oder verletzt wurden.


    habe zum beispiel einen mann im bekanntenkreis, dessen frau ihn vor fast 30 jahren verlassen hat – die beiden keifen heute noch, wenn es um den jw. anderen geht.


    mag sein, dass das nicht besonders gesund ist und auch nicht der cote-way-of-life, aber ich hab den eindruck, dass es zumindest menschlich ist.

    Ich finde das auch nicht "komisch", und "menschlich" – naja. Gesund ist es sicher nicht. Ich fände es halt besser, wenn man Kapitel, die man nicht mehr umschreiben kann, abschließt. Das ist nicht unmöglich. Und irgendwie liegst du mir halt am Herzen, deswegen zucke ich jedesmal zusammen wenn du wieder von deiner Ex schreibst. Das ist ... menschlich, oder? ;-)

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    Das will ich ganz schwer hoffen ;-D


    Vielleicht gucke ich wirklich zu eingeschränkt auf deine Äußerungen in Bezug auf deine Ex. Stimmt, du hast schon mal sehr viel öfter an sie gedacht, und dass 9 Jahre eine sehr lange Zeit sind, stimmt natürlich auch. Schön ist auch, dass es dir sonst jetzt viel besser geht.

    bin halt in letzter zeit seltener on hier und hab mir auch fest vorgenommen, nicht mehr ständig zu jammern. denn irgendwie ist das so eine negativ-spirale. man jammert, dann denkt man daran, jammert noch mehr, denkt noch mehr daran, usw. ;-)


    und grade hier dieser thread ist halt nur für dieses thema da und auch dazu da, dass ich mal meine gedanken ordne oder mich auskotze oder mal meine gedanken äussere, um ein feedback zu erhalten.


    aber ich glaube, grade meine engen freunde im RL kriegen es mit, dass es mir jetzt seit anfang des jahres stetig besser geht. ;-)


    und die sache meiner ex ist eben nur ein kleiner aspekt meiner verwirrenden persönlichkeit. ;-D

    Zitat

    Ich finde das auch nicht "komisch", und "menschlich" – naja. Gesund ist es sicher nicht. Ich fände es halt besser, wenn man Kapitel, die man nicht mehr umschreiben kann, abschließt. Das ist nicht unmöglich. Und irgendwie liegst du mir halt am Herzen, deswegen zucke ich jedesmal zusammen wenn du wieder von deiner Ex schreibst. Das ist ... menschlich, oder? ;-)

    auf der sachlichen ebene seh ich das genauso wie du. und wenn ich jemand anderem in meiner situation was raten würde, dann abzuschliessen und nicht mehr daran zu denken.


    normalerweise kann ich das auch recht gut. wenn menschen mir doof kommen oder der kontakt abbricht oder ich mich nicht gewürdigt fühle, sind diejenigen mir sehr schnell schnurtspiepegal. ;-)


    nur leider ist mein "befassen" mit der ex-geschichte keine bewusste kopf-entscheidung, sondern hängt mit emotionen verschiedenster art zusammen.


    das kapitel ist für mich eigentlich auch schon beendet. im moment bin ich schon im übernächsten kapitel, das da heisst "der aufstieg nach dem fall".


    ich denk nur eben ab und an noch an das letzte und vorletzte kapitel.


    warum, kann ich schlecht beschreiben. einerseits denke ich, es liegt daran, dass ich in den beiden kapiteln "erste liebe" und "das bodenlose loch" ziemlich viele intensive erlebnisse gemacht habe. andererseits ist es auch gut möglich, dass es daran liegt, dass ich hashimoto haben könnte. ob dem so ist, wird jetzt in 2 monaten getestet.


    wenn dem so ist, kann das hormonelle durcheinander womöglich dafür verantwortlich sein, dass ich einfach keinen abschluss kriege.


    und um ganz sicher zu gehen möchte ich eben auch noch eine thera machen.


    und danke für deine sorge! :)_

    Ich hab schon von hashimoto gehört, aber ich wusste gar nicht dass sich das so auf die Psyche auswirken kann. Finde ich gut dass du das abcheckst und hoffe natürlich sehr für dich dass du diese Krankheit nicht hast!