Zitat

    ich weiss nicht, wie leute es schaffen, nach einer trennung ihren ex immernoch zu mögen oder ihm viel glück zu wünschen.

    Wenn vor und bei der Trennung keiner den anderen hintergangen und verarscht hat? Wenn beide wissen, dass die Trennung das beste ist, und wenn man dabei versucht, (endlich mal wieder) fair und ehrlich zu sein? Wenn das körperliche Begehren gegenseitig bis auf Null runtergefahren ist? Wenn man immer noch das Gefühl hat, das der andere ein liebenswerter, anständiger Mensch ist, nur als beziehung geht's halt ums Verrecken nicht mehr? Dann sollte es doch selbstverständlich sein, dem Ex-Partner ohne Groll hinterhersehen zu können.


    Aber bei dir ist das eine ganz andere Geschichte, das weiß ich ja auch aus deinen Fäden. Aber nicht jede Trennung ist gleich, genauso wie jede Beziehung anders ist, auch die, die du noch haben wirst (und die ich noch haben werde;-) ) können ganz anders sein als alles davor. Find ich tröstlich :-)

    gut, wenn das so verläuft, wie du das beschreibst, dann ist so eine trennung natürlich viel easier und es ist dann auch möglich, danach befreundet zu bleiben.


    und ja, du hast recht. irgendwie ist es tröstlich, dass die nächste(n) beziehung(en) anders verlaufen werden. vielleicht nicht unbedingt besser, aber auf jeden fall anders. ;-D


    irgendwie hoffe ich immernoch, dass irgendwann mal "die richtige" darunter ist. auch, wenn es im moment für mich undenkbar ist, einfach weil das vertrauen fehlt. :-/

    grade geht es mir mal wieder suboptimal. :-(


    vorhin in der tram einen heulkrampf bekommen, konnte zum glück noch aussteigen, bevor es los ging und es regnete, also wars glücklicherweise nicht so peinlich.


    ich fühl mich scheisse. ich hab diesem blöden mädel alles gegeben. ich war dazu bereit, alles mit ihr zu teilen und ihr sogar noch die grössere hälfte von allem zu geben.


    ich hab ihr mein herz geschenkt und sie hat es weggeworfen, ich gab ihr mein vertrauen und sie hat es missbraucht, ich gab ihr meine liebe und sie sagte nur "ich vermisse dich nur als kumpel".


    ich hab dieser doofen kuh 7 jahre meines lebens geschenkt. hab jeden einzelnen tag an sie gedacht. hab versucht, für sie da zu sein, wenn es nötig war, egal ob am hellichten tag oder mitten in der nacht. und als ich ihre hilfe brauchte, hat sie sich verpisst.


    ich wollte von ihr nichts besonderes. ich wollte keine grossen, überschwenglichen taten oder worte. ich wollte doch einfach nur, was jeder andere auch will: nach 3 jahren beziehung eine aussicht auf eine zukunft. ich wollte zusammenziehen, kinder kriegen und vielleicht auch heiraten. ja, ich, der vorher nie im leben ans heiraten gedacht hat, der heiraten spiessig und uncool fand, wollte sie heiraten! hätte sie es gewollt, hätte ich es wohl getan und hätte nicht mal ein schlechtes gefühl dabei gehabt.


    doch sie wollte weg. weg von deutschland und weg von mir. ich hab 3 jahre alles getan, damit sie sich wohl fühlte und sie hat sich benommen, wie eine prinzessin auf der erbse.


    alles, wofür ich gelebt habe, war eine erinnerung an bessere zeiten, als sie mir kosenamen gab, so süss über meine witze kicherte, sich meinen namen in gedanken auf den arm schrieb und mir einfach ständig und ununterbrochen sagen musste, was sie grade dachte und was sie tat.


    ich wollte doch nur, dass es ein bisschen wieder so würde, wie damals. nicht 100 prozent, nichtmal 50, sondern vielleicht nur 10 oder 20 prozent. aber ich hab umsonst gehofft und mein traumschloss auf sand gebaut.


    jetzt sitz ich hier und heule und frag mich immer wieder "warum?"


    warum hat sie sich damals 3-4 jahre zeit genommen, hat mich immer wieder umworben, mit mir geflirtet? nur um mich dann fallen zu lassen??


    warum wollte sie mich auf einmal nicht mehr, ich bin doch immernoch der gleiche, der ich vorher war! warum war alles, was ich geben konnte nicht genug für sie? warum wollte sie immer mehr? und warum hat sie mir dann auch noch vorwürfe gemacht, als ich nicht mehr konnte, als ich melancholisch wurde und selber nicht mehr weiter wusste? warum hat sie mir da nicht den rücken gestärkt, ich hätte sie doch gebraucht!? warum hat sie sich dann in ihr leben mit ihren tollen, lustigen und coolen freunden verzogen und sich von mir entliebt, anstatt den mann, den sie zuerst traurig und depri gemacht hat, wieder aufzurichten?


    ich weiss nicht mal, wieso es mir grade heute so dreckig geht. eigentlich denke ich seltener an sie und eigentlich tut es auch nicht mehr weh. eigentlich weiss ich auch, dass sie mich emotional erpresst hat und dass sie mir mehr geschadet hat, als gut zu tun.


    ich muss grade an dieses früher denken, als sie noch verliebt war. damals, als sie "uns" selbst noch eine chance gab und noch nicht resigniert hatte und die beziehung nur noch als auslaufmodell sah. ich frag mich, ob ich jemals wieder jemanden finden werde, der sich so heftig in mich verlieben wird? :°( ja, ich hab angst, dass ich so eine schöne zeit nie wieder erleben werde! :-(


    naja, jetzt hab ich mir alles von der seele geschrieben und werd sehen, dass ich irgendwie auf andere gedanken komme und mir die tränen aus dem gesicht wische.


    das musste grade einfach alles mal raus...

    ich kann grade mal wieder überhaupt nicht mehr. :°(


    wieso kann sie mich nicht lieben? wieso muss sie mir immer so weh tun? wieso lasse ich dummer hund das auch noch mit mir machen?


    warum bin ich so doof und öffne anderen menschen mein herz? :°(


    ich geh heute nicht zur uni, ich kann einfach nicht. ich will mich ins bett verkriechen und nur noch heulen.


    ich kann nicht mehr... ich weiss echt nicht mehr weiter...


    die trennung ist über ein jahr her und ich dachte, ich sei darüber hinweg und jetzt hat sie sich vor ein paar tagen gemeldet und *baaaam* sind all die gefühle wieder da... :°( ich lieb sie doch so sehr... aber sie mich nicht... wieso geht es mir so dreckig? :-(


    warum hab ich immer das gefühl, dass glück nur was ist, was die anderen leute immer haben und ich nie? warum kann ich nicht auch einfach mal glück haben? warum kann sich meine exfreundin nicht einfach bei mir melden und sagen "du fehlst mir, weil ich dich liebe" oder nur "ich will dich gern zurück"? warum will sie mich nicht mehr? ja, weil ich ein weinerlicher, depressiver trauriger hund bin... so einen will niemand auf der welt...


    ich kann echt nicht mehr... alle meine freunde, meine familie, einfach alle sagen: schlag sie dir aus dem kopf, sieh nach vorn, du wirst eine andere finden, eine die deine liebe erwiedert... und ich versuch es und versuch es und versuch es und immer, wenn ich das gefühl habe, es zu haben, dann *baaam* kommen die gefühle zurück und die sehnsucht und der ganze kummer... :°(


    ich leg mich jetzt ins bett... will nicht mehr am leben teilhaben... die welt soll sich meinetwegen ohne mich weiter drehen, mir doch egal...

    kann ich nicht und will ich nicht.


    grade setzt bei mir auch wieder die ernüchterung ein. z.b. wollte sie mit mir nie spass haben, feiern, was unternehmen, alkohol trinken oder sonstwas. unsere "unternehmungen" beschränkten sich meist darauf, mal zusammen einzukaufen oder zusammen nen döner zu holen oder höchstens mal spazieren zu gehen.


    nichtmal in der stadt shoppen gehen wollte sie mit mir. aber mich dann anmotzen, dass ich ewig mit den gleichen klamotten rumrenne und mir nie mal was neues kaufe.


    nein, feiern, alk trinken, tanzen, "abgehen", all das konnte sie immer nur mit anderen und nie mit mir. bei mir war sie da fast schon verklemmt, hab ich den eindruck. nichtmal auf den weihnachtsmarkt wollte sie mit mir, dabei hatte ich mich damals so sehr darauf gefreut. selbst zum kino musste ich sie überreden.


    klar, wenn man jemanden liebt, dann braucht man keine besondere location oder keinen anlass, um glücklich zu sein. doch wäre sie mir gegenüber auch mal ein bisschen feierlauniger gewesen, hätte ich sie mal mit zu freunden genommen, wir hätten zusammen nen DVD-abend gemacht, hätten mal mit anderen freunden (und deren freundinnen) was unternehmen können, anstatt praktisch jeden abend zuhause zu versauern.


    genau das hat mir gefehlt: das soziale leben MIT meiner freundin. das gefühl, dass sie sich mit meinen freunden gut versteht, so wie ich doch auch mit den freundinnen meiner freunde gut klar komme.


    wie gesagt, ich ernüchtere langsam wieder. das mit ihr hätte wohl nie geklappt. nicht mit dieser einstellung von ihrer seite her. mit anderen remmidemmi machen, aber bei mir dann die traditionelle und ruhige raushängen lassen. ich brauche auch nicht jeden tag party und spass und action. doch mit mir nichts zu trinken, aber mit anderen, das wundert mich dann schon. das gab mir immer das gefühl, dass sie angst hat, dass ich ihr im suff an die wäsche gehe oder sonstwas mache, was sie nicht will. toll, wie sie mir da vertraut hat. >:(


    hab jetzt den tag mit heulen im bett verbracht und werde mich jetzt aufmachen, um mir doch noch was zu essen zu kaufen. auch schokolade, denn die hab ich grade nötig.


    ich bin hoffentlich morgen wieder besser "beisammen". es zieht mich im moment einfach so viel runter. hab das gefühl, alle welt will mir nur auf den keks gehen und absolut gar nichts läuft so, wie ich es gerne hätte.


    professionelle hilfe, das ist so eine sache, wenn man später irgendwann gerne verbeamtet werden möchte. es geht mir aber auch darum, dass ich eigentlich nicht davon ausgehe, "verrückt" zu sein. ich geh einfach davon aus, dass meine eltern, meine ex, meine profs und dozenten und alle anderen, die mich grade so verwirren einfach verrückt sind. ]:D


    ich möchte sooo gerne hier weg. ja, auswandern, das war schon immer mein grosser traum. egal, in welches land, hauptsache weit weg von all den leuten, die nur an sich denken und mich dabei herumschubsen und mir auf den keks gehen.


    nur doof, dass ich den falschen beruf gewählt habe. bald gehts ans staatsexamen lehramt geschichte und powi. :-/ da könnte ich mich manchmal in den hintern beissen, dass ich nicht irgendwas anderes gelernt habe, womit ich im ausland besser was anfangen könnte.


    naja, aber jetzt muss ich erstmal die nächsten semester rumkriegen, dann examen machen und dann sehe ich weiter, was wird. ich würde so gerne irgendwohin gehen, wo niemand mich kennt, wo ich mir selber ein neues leben aufbauen kann und wo ich so sein kann und darf, wie ich möchte, ohne dass mir ständig alle welt ein schlechtes gewissen einredet.


    tja, professionelle hilfe, was könnte ein therapeut mir schon sagen? dass es nicht an den anderen liegt, sondern an meinem umgang mit den anderen? einige leute aus meinem umfeld wurden von ihren eigenen therapeuten nach jahren der vergeblichen thera als "untherapierbar" eingestuft. glaubt ihr wirklich, es liegt da nur an mir?


    nein, ich bin einfach zur falschen zeit und ins falsche umfeld geboren. ;-D


    naja, ich schaue jetzt nach vorne, konzentrier mich auf das grosse ziel examen. und wenn ich das habe, dann will ich nur weg aus diesem land voller verrückter, irgendwohin, wo ein geisteswissenschaftler/lehrer mit meinen qualifikationen was reissen kann, wo ich mir selbst was beweisen kann und wo ich auch all die menschen aus dem kopf kriegen kann, die an mir herumziehen und mich ständig zu irgendwas bringen und überzeugen wollen und mich nicht einfach so mögen können, wie ich bin. denn ich hab es verdient, so gemocht zu werden, wie ich bin. jeder hat das verdient.

    Hey endemitschrecken,


    das gefällt mir ja gar nicht so, was du da schreibst. Du drehst dich ganz schön im Kreis, das weißt du sicher selbst. Ich will nicht sagen, dass deine Gefühlslage über ein Jahr nach der Trennung nicht normal ist, und das tut dir ja dabei auch nicht gut:

    Zitat

    jetzt hat sie sich vor ein paar tagen gemeldet

    Für dich wäre ein kompletter Kontaktabbruch wohl wirklich besser.


    Und was Hasimuff86 rät:

    Zitat

    Lass dir helfen Also professionell

    würde ich wirklich mal in betracht ziehen, denn du tust dir so schwer abzuschließen und nach vorn zu schauen, dass dir nur noch Frust bleibt.


    Das mit der Verbeamtung ist natürlich schwierig, das hab ich auch schon gehört. Vielleicht gibt es noch andere möglichkeiten, privat und nicht auf Verschreibung oder so?


    Aber das hier sollte kein Grund dagegen sein:

    Zitat

    es geht mir aber auch darum, dass ich eigentlich nicht davon ausgehe, "verrückt" zu sein

    Professionelle Hilfe bedeutet nicht, dass man verrückt ist, sondern, dass man aus einem eingefahrenen, schädlichen Denk- oder Verhaltensschema herauskommen möchte und dabei Unterstützung braucht. Und ich glaube dass trifft auf dich nicht zu knapp zu.


    Denn das

    Zitat

    wo ich so sein kann und darf, wie ich möchte

    kannst du so ziemlich überall oder nirgends erreichen, das fängt erstmal bei dir selber an, dass du es dir erlaubst;-)


    Pass auf dich auf, ja?

    Hab grad noch deine Beiträge im "Expartner"-Thread gesehen. Das sprang mir ins Auge:

    Zitat

    ich war mal gefühlskrüppel, wollte niemanden auf der welt an mich ran lassen und in ruhe leiden. dann kamst du und nahmst dir zeit für mich. hast mich aufgebaut, mir mut gemacht, mir das gefühl gegeben, dass es wenigstens einen menschen auf der welt gäbe, der mein vertrauen und meine liebe verdient hätte – dich

    Ich kann dir echt nur nahelegen: Lass dir helfen! Du hast so viel mehr aufzuarbeiten als deine vergangene Beziehung. Du schleppst viel mit dir rum, und wenn du nicht ein gutes Stück von dem Ballast hinter dir lassen kannst, wird dich das wahrscheinlich immer wieder hindern, richtig zufrieden zu leben.


    Sorry wenn das bevormundend klingt, aber du scheinst ein netter, gefühlvoller und reflektierter Kerl zu sein; warum sollst du dich selber so unnötig quälen?

    hallo kurpfälzer,


    nett, von dir zu lesen. ;-)


    ja, mir ist bewusst, dass ich mich im kreis drehe. trotzdem hoffe ich, dass ich mit diesen rückschritten mit der zeit besser klar komme. grade heute morgen und gestern abend ging es mir ja sehr dreckig und vor einem jahr hätte ich mir heute wohl eine flasche obstler rein gehauen, um den kummer einfach zu betäuben.


    heute bin ich stolz auf mich, ich bin nüchtern geblieben, hab mir nur ein paar Ü-eier und giotto's "gegönnt"... :-D auch wenn mir bei den Ü-eiern der probate gedanke aufkam, man könne aus den Ü-eierhälften, wenn man sie vorsichtig trennt und ganz lässt ja auch alkoholische getränke konsumieren und danach die eierhälften essen. sozusagen ein schoko-shot. muss ich beim nächsten treffen mit meinen saufbrüdern mal ausprobieren – aber ich hab mich nicht alleine und zuhause betrunken und allein darauf bin ich schon stolz wie bolle.


    ausserdem hab ich das gefühl, ich komme irgendwie etwas besser mit allem klar mit der zeit. soll heissen: je öfter ich diese kummer-phasen durchmache, desto kürzer sind sie dann insgesammt.


    jetzt bin ich heut abend an einem punkt, wo ich eigentlich wieder sehr gefasst bin. hab aufgehört, zu flennen und den kopf wieder angestellt.


    eine thera ist da wirklich keine gute möglichkeit. du musst wissen, ich hatte schonmal eine, für etwa ein halbes jahr. ;-) da ging es eben um meine vorgeschichte, kindheit, eltern, usw. und dort hab ich einiges aufgearbeitet. der rat, den mir aber der therapeut gegeben hat war, ich solle doch einfach mal für ein jahr komplett jeden kontakt zu meinen eltern einstellen, dann würde schon alles super werden, denn er war auch der meinung, ich sei ein

    Zitat

    netter, gefühlvoller und reflektierter Kerl

    das ist aber nunmal bei mir der casus knaxus: ich bin im moment finanziell von meinen eltern abhängig und auch das zieht mich psychisch sehr runter. denn meine eltern sind nicht von der sorte, die ihren kindern mal eben 1000 euro im monat überweisen und sagen "mach damit, was du willst", sondern sind von der calvinistisch-asketischen sorte. das heisst, ich muss mit ihnen alle paar wochen ausdiskutieren, wieso ich überhaupt einen internetanschluss brauche und wieso der so teuer ist und wenn ich mal mit ein paar kumpels ins kino gehen will, muss ich sogar dafür um finanzierung bitten, weil mir das geld wirklich knapp berechnet in kleinen schüben überwiesen wird.


    sozusagen fühle ich mich wie griechenland in diesem punkt. kann keine wirkliche investition in meine zukunft tätigen und bin in einer – nicht nur wirtschaftlichen – depression.


    ich weiss, dass man im grunde an jedem ort der welt glücklich sein kann. doch bitte glaube mir, wenn ich dir sage, dass das mit meinen eltern so nicht geht. auch heute wieder: 2 anrufe, tagesthema heute: wenn ich hoch und heilig verspreche, mir nach jedem duschen die haare zu föhnen, überweisen meine eltern mir etwas geld. grund: ich bin gestern und heute etwas kränklich, habe mich wohl erkältet – meine mutter stilisiert meine gelegentlichen erkältungen oder schnuppen schon seit meiner kindheit zu "chronischen nasennebenhöhlenentzündungen" herauf, wofür keinerlei medizinische grundlage besteht (wurde auf verlangen meiner mutter X mal untersucht, nie wurde was gefunden, doch meine mutter weiss es besser und sowieso ist jeder arzt doof und versteht sein handwerk nicht, der bei ihrem sohn nicht mindestens eine chronische, schlimme krankheit finden kann).


    in so weit weiss ich eigentlich, was mir helfen würde. ich muss nur eben endlich finanziell auf eigenen beinen stehen.


    jobben ist für mich im moment auch nicht einfach. bin (das ist auch "familiär") übergewichtig und schwere körperliche arbeiten fallen daher schonmal weg. hinzu kommt eine beinlängendifferenz, das heisst, sobald ich 10 minuten irgendwo stehe, tut mein kreuz höllisch weh, weil mein becken und auch meine schulter schief sind.


    tja, und dann finde mal als student eine tätigkeit im sitzen, die neben dem studium ausführbar ist und genug geld einbringt, um eine 2-ZKB-Whg und die lebenshaltungskosten zu decken.


    ich hab mich schon auf einige jobangebote beworben, doch noch ist nichts dabei herum gekommen. im moment setze ich darauf, wenigstens bald wieder bafög beziehen zu können, das wären wenigstens einige euronen mehr im monat.


    auf jeden fall ist das bei mir ein verzwickter fall.


    ich empfinde es auch nicht als bevormundend, wenn man mir eine therapie anrät, aber wie gesagt, ich weiss ja im grunde, was zu tun ist. ;-)


    die trennung beschäftigt mich eben auch deshalb so sehr, verstehst du? auf der einen seite hab ich das gefühl, meine freundin hat mich vor einem jahr allein gelassen, in so einer schlimmen lebensphase, wo ich sie so sehr gebraucht habe, wie wohl nie zuvor oder danach.


    auf der anderen seite ist mir natürlich bewusst, dass ich meine miese laune auch sehr oft an ihr ausgelassen oder sie dafür verantwortlich gemacht hab, wenn es mir schlecht ging und das hat sie natürlich nicht verdient und deshalb ist da eben nicht nur die enttäuschung über ihr wegsein, sondern auch das gefühl selber unheimlich viel mist gebaut zu haben.


    auf jeden fall muss ich noch 2 oder 3 semester die arschbacken zusammenkneifen, im studium power geben und dann ein hoffentlich gutes examen schreiben. danach geht es dann auf jobsuche. wenn ich dann mein eigenes einkommen habe, kann ich auch den kontakt zu meinen eltern auf ein erträgliches mass reduzieren und kann endlich mein leben leben, so wie ich es gerne möchte. sicher, reich sein werde ich dann auch nicht. aber dann bin ich endlich der chef meiner finanzen und hätte nicht das gefühl, ich verprasse das geld meiner eltern.


    und wie genau das bei der verbeamtung ist, weiss ich nicht, ob eine private thera eine möglichkeit wäre. doch leisten kann ich mir das eben im moment nicht. und meines wissens muss man bei der verbeamtung angeben, ob man jemals länger in thera war und wieso. wenn ich dort dann lüge und das hinterher raus kommt, will ich gar nicht wissen, was dann los ist. ;-)


    und da ich eben im grunde schlau genug bin und WEISS, was ich tun muss, brauch ich da auch im moment niemanden, der mir sagt, was zu tun ist.


    ich bräuchte eben nur meine freundin, weil ich die zeit bis zum ende des studiums eben irgendwie "überstehen" muss und weil ich weiss, dass es sehr hart werden wird, ohne ihre liebe.


    ja, ich passe auf mich auf, lieber kurpfälzer. *:)


    ich wollte heute morgen wirklich mal wieder nicht mehr leben. aber weisst du, ich wollte schon so oft nicht mehr leben. das erste mal mit 7 oder 8. jetzt bin ich 25 und ich hab es bis hierher geschafft und wirklich alle, die mich kennen und die meine eltern kennen sind der meinung, ich sei vollkommen in ordnung nur meine eltern wären das problem. ;-D


    ich tu mir doch nicht was an, nur wegen meinen eltern und deren eigenen nicht aufgearbeiteten problemen, zwängen und depressionen. ;-D


    nehme mir doch nicht das leben, bevor es begonnen hat, nur weil meine eltern ihre eigenen verkorkst haben und das nun an mir auslassen.


    ich weiss nicht, ob schokolade wirklich glücklich macht oder ob es einfach mal wieder nötig war, mich hier im forum "auszukotzen", aber mir geht es heute abend schon besser, also keine sorge. ;-)


    mir ist auch klar, wie meine weigerung zu einer therapie rüberkommen muss: der typ fragt um rat und nimmt ihn dann nicht an!! ;-D


    aber wie gesagt, würde ich nicht eine verbeamtung als mögliche zukunft sehen, hätte ich schon längst hilfe angenommen. denn mir ist ja klar, dass man nicht plemplem sein muss, nur um einen psychologen zu besuchen, aber der staat sieht das eben etwas anders. ;-) kann ja auch verstehen, dass man psychisch gestörte vielleicht nicht unbedingt als lehrer auf kinder loslässt. ;-D


    LG

    Guten Morgen!


    Ja, das mit den Eltern kann ich gut nachvollziehen...Nicht ohne Grund habe ich den Kontakt zu meiner "Familie", oder wie man den Haufen untereinander zerstrittener Menschen nennen will, weitestgehend eingestellt. Ich glaub dir aufs Wort, dass dir der Kontakt zu deinen Eltern nicht gut tut.


    Hm, ich kann mich ganz gut in deine Situation hineinversetzen, aber ich weiß nicht was ich dir raten könnte. ":/

    Zitat

    auf jeden fall muss ich noch 2 oder 3 semester die arschbacken zusammenkneifen,

    Für solche Augen-zu-und-durch-Aktionen brauchst du jede Menge Kraft. Grade wenn's am Schluss sehr stressig wird. Ich plädiere nicht immer so fürs Aushalten. Manchmal muss man auch mal einen neuen Weg in betracht ziehen,wenn der bisherige einem zu viele Opfer abverlangt. Aber dazu gleich noch was.

    Zitat

    ich wollte heute morgen wirklich mal wieder nicht mehr leben

    Wenn du schon bei solchen Gedankengängen bist, dann solltest du ehrlich schauen, wie viel du noch aushalten kannst. Wenn sich dieser "Lösungsansatz" in deinem Denken über längere Zeit verfestigt, wirst du das später nur schwer wieder los. Es geht mir hier also nicht nur um die Gefahr einer Kurzschlusshandlung, sondern auch darum, dass dich solche Gedanken irgendwann ständig begleiten können, was nicht besonders toll ist.

    Zitat

    ich bin im moment finanziell von meinen eltern abhängig

    Abhängigkeiten kann man ändern. Ich rate dir jetzt nicht zu, dein Studium dringend zu überdenken, aber eine Frage sei mir doch erlaubt: Deine Berufswahl, und das zugehörige Studium, ist das auf deinem Mist gewachsen und dein ureigener Wunsch?


    Zu "neue Wege" erzähle ich dir jetzt noch kurz was von mir. Vielleicht kannst du was damit anfangen:


    Mit 24 habe ich mein erstes Studium, das ich gleich nach dem Zivildienst begonnen hatte, nach einigen Semestern abgebrochen und eine Ausbildung angefangen. Die Gründe waren zum einen die finanzen, und zu anderen ein nicht mehr auszuhaltender Frust über das trockene Studium. Diese Entscheidung hat zu gewaltigen Widerständen mit Teilen meiner Familie geführt, aber ich konnte nicht anders.


    Nach Abschluss der Ausbildung habe ich mich letztendlich entschlossen, mein Studuim wieder aufzunehmen und war dann, mit 31 Jahren, doch noch fertig damit. Einen Job habe ich trotz des hohen Alters noch gefunden;-) Und dank meiner abgeschlossenen berufsausbildung konnte ich beim zweiten teil meines Studiums problemlos halbwegs gut bezahlte Ferien- und Nebenjobs finden.


    Ich habe diesen Schritt nie bereut. Ich habe in meiner ausbildung mehr gelernt wie im Studium;-) Und viele wollten mir damals einreden, dass das der Anfang vom Ende ist, und dass ich doch einfach nur "Augen zu und durch" in meinem Studium machen müsste.


    Gibt es bei dir an der Uni eigentlich kostenlose Psychologische bzw. Lebensberatung für Studenten? Wir hatten damals so was, und die konnten einem gute Tipps geben, wenn man nicht weiter gewusst hat.

    morgen, kurpfälzer... ;-)


    schön, dass du die verzwickte lage irgendwie nachvollziehen kannst. ich weiss ja auch nicht, was ich da im moment tun soll. ;-)


    ja, und zum thema alternative wege: ist nicht so, dass ich daran noch nie gedacht hätte. meine eltern haben mir aber nie eingeimpft, dass ich studieren müsse. ja, sicher gibt es da auch sehr indirekte wege der beeinflussung und meine eltern haben auf diesen wegen sicher auch unbewusst das ihre zu meiner entscheidung beigetragen, jedoch war das für mich schon in der 4. klasse klar: ich wollte aufs gymnasium, um später mal zu studieren.


    mich nervt auch nicht die trockenheit des studiums. mich nervt eher das sterben der bildungslandschaft deutschland. gehst du heutzutage in die forschung, hast du praktisch keine chance darauf, sowas wie eine feste anstellung zu bekommen. einige "wissenschaftler" arbeiten, während sie H4 bekommen und offiziell arbeitslos sind, um irgendwann wenigstens einen auf ein paar monate oder ein jahr befristeten arbeitsvertrag zu bekommen.


    geschichte war immer mein faible, schon seit ich klein bin, in so weit fühle ich mich da SEHR wohl. momentan bin ich nur an einem punkt, wo ich mit geschichte so gut wie durch bin und wo ich nun vermehrt powi studiere, was eben doch sehr trocken und vor allem sehr viel dummes geschwätz ist.


    daher überlege ich schon – soll ich den studiengang wechseln? vielleicht geschichte bachelor? vielleicht ja auch was anderes, wie ur- und frühgeschichte, archäologie oder altorientalistik?


    der punkt ist eben nur, dass das alles brotlose wissenschaften sind. als lehramtsstudent hat man wenigstens eine chance darauf, lehrer zu werden und irgendwann mal verbeamtet zu werden.


    tja, und eine ausbildung als alternative kam mir auch in den sinn, allerdings gibt es da für mich kein berufsbild, das mir zusagen würde, um ehrlich zu sein. am liebsten arbeite ich nunmal mit historischen quellen. ;-)


    ich kann mir aber auch eine ganz andere richtung vorstellen: mich in Powi auf irgendeinen bereich spezialisieren, der mir zusagt (die gibt es, auch wenn selten) und dann ab in die wirtschaft nach dem studium. aber auch das ist extrem verklausuliert, denn wirkliche unterstützung durch die uni kriegen auch da nur die powi-bachelor leute, denn die "haben es ja nötig, um nach dem studium nicht arbeitslos zu werden".


    im grunde habe ich also durchaus verschiedene alternativen:


    1. studiengang auf bachelor wechseln, meine BA-arbeit schreiben, dann in 2-3 semestern den master hinterherjagen und dann eben sehen, als was ich irgendwann mal arbeite.


    2. studiengang auf altorientalistik und/oder altorientalistik wechseln, würde mich sehr interessieren (auch wenn du das sicher sehr trocken finden würdest ;-D ) und dann nach dem studium damit leben, dass man wohl kaum eine berufliche chance hat.


    3. arschbacken zusammenkneifen.


    4. mich auf wirtschaftswissenschaftliche bereiche in Powi konzentrieren und meine examensarbeit bei/über irgendeinem unternehmen schreiben, um dann später mal vielleicht übernommen zu werden.


    alles in allem sind das alles alternativen, die mich einerseits reizen, aber andererseits auch alle ihre fehler haben.


    problem ist, dass meine mutter davon ausgeht, dass sie mich noch maximal 2-3 semester unterstützen muss. wenn ich ihr nun sage, ich fange ein neues studium an, kann ich selbst sehen, wie ich das finanziere. das heisst, dass 2. schonmal wegfällt, da es einfach für mich unfinanzierbar ist. sicher, man könnte einschnitte machen, eine günstigere wohnung, ein nebenjob, vielleicht auch nur ein WG-zimmer, aber bereits sowas kostet ja dank gentrifizierung und immobilienspekulantentum heute schon um die 300 euro kalt. hiesse, um studieren zu können, müsste ich einen 400-euro-job annehmen und das würde wieder bedeuten, dass enorm viel zeit fürs arbeiten drauf geht und dass die zeit fürs lernen eher minimal ist.


    wo sind die zeiten hin, als studenten sich für 150 mark eine bude mieten konnten? ":/


    hinzu kommen ja auch noch ausgaben für lebensmittel, und studienmaterial. ob ich bei einem solchen "zweitstudium" dann bafög kriegen würde, ist fraglich. auf jeden fall müsste ich mir jede menge dummer fragen stellen lassen, wieso ich unbedingt wechseln will.


    im grunde steh ich da also wirklich vor einer schwierigen wahl. will ich mit dem kopf durch die wand, um was zu studieren, was ich interessant finde, womit ich aber kaum arbeit finde?


    bei mir an der uni müsste es solche beratungsstellen geben, ja. vielleicht sollte ich da wirklich mal hin gehen.


    naja, lange rede, kurzer sinn: es ist zum haareraufen.


    dieses semester hab ich wenigstens nen sprachkurs portugiesisch angefangen und würde diesen auch gern im nächsten semester weiterführen.


    nicht, weil mich portugiesisch besonders reizt, sondern einfach, um mal wieder was zu lernen, was nicht mit sehr viel blabla und interpretation zu tun hat. ;-D


    ich finde, dass dieser kurs ein anfang ist. er kostet mich allerdings auch 120 euro (kursgebühr plus materialien), was eben auch wieder so eine bescheuerte sache ist, da er für viele studiengänge kostenlos und über die semesterbeiträge finanziert ist, nur eben für uns lehrämtler nicht, denn wir brauchen sowas ja eigentlich nicht. %-|


    vielleicht sehe ich das ganze mit dem arbeit finden auch einfach sehr negativ? wie ist es denn aktuell auf dem arbeitsmarkt bestellt? generell?


    alles, was ich da mitkriege ist das von meiner mutter und die arbeitet bei einer sozialen einrichtung und versucht menschen mit behinderung in den 1. arbeitsmarkt zu integrieren und da höre ich von morgens bis abends nur, dass der arbeitsmarkt "zu" ist und dass man eher im lotto gewinnt, als eine festanstellung zu kriegen.


    LG *:)

    Hallo endemitschrecken,


    hoffe es geht dir soweit einigermaßen. Du hast mir ja eine Menge Fragen gestellt, die ich nicht unbeantwortet lassen möchte. Sorry, dass es so lange gedauert hat, aber ein anstrengendes Wochenende und die Vorbereitungen darauf hatten mich voll im Griff.


    Weil ich auf deine Fragen doch eher im speziellen eingehen muss, schreib ich dir 'ne PN.


    Hier nur so viel:

    Zitat

    wie ist es denn aktuell auf dem arbeitsmarkt bestellt? generell?

    Gerade generell kann man das nicht beantworten. Das hängt sehr stark davon ab, was für eine Qualifikation jemand anzubieten hat, in welcher Gegend man Arbeit sucht, was man verdienen möchte etc.

    Zitat

    alles, was ich da mitkriege ist das von meiner mutter und die arbeitet bei einer sozialen einrichtung und versucht menschen mit behinderung in den 1. arbeitsmarkt zu integrieren und da höre ich von morgens bis abends nur, dass der arbeitsmarkt "zu" ist und dass man eher im lotto gewinnt, als eine festanstellung zu kriegen.

    Davon solltest du dich jedenfalls nicht sonderlich beeinflussen lassen. Erstens geht es hier um Menschen mit Behinderung; das ist schon mal eine viel schwerere Aufgabe. Zweitens ist das in vielen Sparten schlicht und ergreifend falsch:

    Zitat

    dass der arbeitsmarkt "zu" ist

    Außerdem, mit Verlaub, scheint deine Mutter kein Mensch mit einer besonders positiven Erwartung dem Leben gegenüber zu sein...

    Ich lese nun schon eine Weile in deinen Threads herum und finde vor allem, dass du eine sehr intensive Art zu schreiben hast, dass du mit Worten gut umgehen kannst – lässt sich daraus nicht was machen?


    Beim Lesen deiner letzten Beiträge sind mir 2 Fragen gekommen:


    Zu der Geschichte, dass man nicht verbeamtet werden kann, wenn man mal in Therapie war. Glaub ich nicht – da hätten alle Leute, von denen ich weiß, dass sie in Therapie waren/ sind und Beamte sind, gelogen. Da würde ich mich an deiner Stelle erst mal besser informieren (aber du willst ja keine Therapie, stimmts ;-) ? ). Außerdem warst du doch bereits mal in Therapie, wie du geschrieben hast, da ist es doch nun wurscht, ob du noch eine 2. machst, oder?


    Deine Argumentation zu deiner körperlichen Konstitution und Nebenjobs versteh ich auch nicht so ganz. Als Lehrer – das ist doch der Hauptjob, auf den du hinstudierst – muss man doch auch meist stehen ?

    Also die ersten 5 "Sitzungen" erscheinen nicht in der Akte, weil das sogenannte Probesitzungen sind. Erst danach wird das ganze dann der Krankenkasse geschickt, wenn ich das damals richtig verstanden habe. Und oftmals reichen auch schon 5x, ich war insgesamt nur 4 Monate beim Doc und das waren vielleicht 7 oder 8 Gespräche, danach war's dann aber auch wirklich gut!

    @ Kurpfälzer:

    danke für deine PN, die hat mir ein stück weit ein anderes bild vermitteln können. gewissermassen ein positiveres. ;-)


    mir geht es heute besser. bin die letzten tage etwas abgekühlt. ich hab das gefühl, ich laufe einfach manchmal heiss und dann explodiere ich fast und nach einer weile kühle ich mich wieder ab. ist keine gute eigenschaft von mir, aber wird seit 3 generationen in der familie weitergegeben und wird in jeder generation etwas schwächer, also ist hoffnung da, dass ich irgendwann mal kinder haben werde, die nicht so sind. ^^

    @ cotesauvage:

    wie meinst du das mit dem etwas daraus machen? ;-) meinst du schriftstellerisch tätig werden?


    überlegt habe ich es mir ja schonmal, das muss ich gestehen.


    hm, also so wie ich das mit der verbeamtung und der thera mitbekommen habe, ist es so: du gehst vor der verbeamtung zu einem amtsarzt und der untersucht dich und will dann eben auch solche sachen wissen. wenn du nun mal in thera war, weil deine oma gestorben ist, wird er dir das womöglich noch durchgehen lassen. auch vielleicht eine eher kurzzeitige thera (wie bei mir damals) zur "selbstfindung".


    wenn ich nun aber eine thera mache, weil ich manchmal einfach depris habe, dann klingeln bei ihm alle alarmglocken. einerseits aus kostengründen, aber andererseits eben auch, weil man solche leute nicht unbedingt auf kinder loslassen sollte.


    dass ich das eine vom andern trennen kann und den ganzen kram mit der trennung auch vergessen kann, wenn ich in der schule bin, das interessiert ihn dann ja erstmal nicht. ;-)


    so, und dann kann es natürlich sein, dass mir 3 tage nach der verbeamtung auffällt, oh, ich brauch ne therapie!


    allerdings wäre ich dann als beamter ja unkündbar und so müsste die schule eben damit umgehen. darum gibt es recht viele lehrer, die nur wenige stunden in der woche geben oder die manchmal jahrelang nicht arbeiten, weil man ja bei einer verbeamtung mit mitte/ende 20 nicht feststellen kann, ob jemand vielleicht mit 50 mal nen nervenzusammenbruch haben wird. und die kann man dann eben als beamte nicht rauswerfen, wie das jedes normale wirtschaftsunternehmen tun würde.


    achja, und zur körperlichen konstitution: natürlich steht man auch als lehrer recht viel, das stimmt. aber da sind es eher kurze, für mich leicht erträgliche stehzeiten und der rettende stuhl ist auch immer in der nähe, für den fall, dass ich mal wieder das gefühl hab, mir bricht der rücken entzwei.


    schliesslich kommt es auch auf die unterrichtsmethoden an, die man anwendet. in meinen fächern hab ich glück und viele themen eignen sich für gruppenarbeit, etc. das heisst, es gibt recht wenige themen, wo ich dann oberlehrerhaft vorne stehen und vorträge halten muss.


    aber das kommt eben alles im grunde auf den lehrer an sich an: manche stehen die ganze zeit über, manche sitzen ständige, manche mischen es, manche gehen umher. auf jeden fall hat man dort mehr gelegenheit, seinen rücken mal kurz zu schonen, als wenn man irgendeinen job hat, bei dem man stehen MUSS.

    @ hasimuff:

    ja, an sowas erinnere ich mich auch dunkel.


    aber grade geht es mir gut. vielleicht ja wegen dem schulpraktikum, vielleicht, weil ich die letzten tage wirklich einige entscheidungen für mich in der ganzen sache getroffen habe und dadurch irgendwie besser klarkomme.


    LG