@ anfangmitfreude

    In gewisser Weise bin ich noch mal aktiv geworden. Ich hatte ihn noch mal um ein Gespräch gebeten, nachdem wir uns zunächst nur schriftlich ausgetauscht hatten und wir haben uns gestern mehrere Stunden hingesetzt und geredet. Das hat mir wirklich geholfen und gut getan. Ich konnte ihm meine Vorwürfe an den Kopf werfen und klären, meine Fragen mit ihm besprechen und nach der obligatorischen Heulerei normal mit ihm reden.


    Ich weiß jetzt, dass es definitiv keine andere Frau gibt und dass ich nichts falsch gemacht habe - nun ja, zumindest nichts gravierendes, denn Fehler macht jeder und auch wir haben in unserer Beziehung Fehler gemacht. Aber ich weiß, dass ich nichts hätte anders machen können um irgendwas an seinen Gefühlen zu ändern. Er fühlte sich ganz unabhängig von mir einfach gefangen in der Beziehung, er sehnte sich einfach danach frei zu sein und sein Leben zu genießen - scheinbar hat er trotz allem Freiraum, den wir uns gegeben haben das Gefühl in einer Beziehung nicht er selbst und wirklich frei zu sein. Naja und er sehnt sich dann eben nach der großen Liebe, mit der er irgendwann mal alt werden will und ich bin es trotz aller Verbundenheit und so eben nicht. Das tut weh :°( vor allem weil es umgekehrt genau andersrum ist und eine kleine Stimme in meinem Kopf immer noch fragt, warum ich ihm nicht genug bin, warum er nicht das gleiche fühlt, aber trotzdem gibt mir dieses Wissen eine gewisse Art von Ruhe. In meinem Kopf dreht sich das Gedankenkarussel nicht mehr so schnell und es kreist nicht mehr um "Warum die Trennung?" sondern eher um "Wie kann es weitergehen?" - also schon eher zukunftsorientiert.


    Darüber haben wir auch lange gesprochen und wir sind uns einig, dass wir Freunde bleiben wollen, wie wir das schaffen und aufziehen wissen wir noch nicht, aber wir werden sicher einen Weg finden. Ich habe bei dem Gespräch einfach gemerkt, wie sehr er mir fehlt, wie sehr mir der Austausch mit ihm fehlt und wie gut es getan hat einfach mal wieder zu reden und zu hören wie es ihm geht, ihm einfach nahe zu sein. Leider war der Abstand zwischen uns (obwohl er mich in den Arm genommen und getröstet hat), der Abschied und die Zeit danach umso schwerer, weil mir dadurch natürlich wieder extrem bewusst geworden ist, was ich alles verloren habe :°( und dass davon nur ein Teil zu retten ist - irgendwann mit viel Zeit.

    Zitat

    ich hab ähnliches erlebt und habe da aber die erfahrung gemacht, dass man sich schon ein stück weit anders verhält. wenn der partner z.b. jeden tag zu einer bestimmten uhrzeit anruft und auch nur dann telefonieren kann, richtet man sich unbewusst danach und hält sich die zeit frei. oder man verbringt dann das wochenende miteinander, anstatt für sich allein etwas zu planen und durchzuführen. an sowas muss man sich dann eben auch erstmal wieder gewöhnen, auch wenn natürlich nicht so krass, wie bei einer nicht-fernbeziehung.

    Wir hatten eigentlich nur einen festen Termin in der Woche: Samstagabend bis Sonntagmittag. Ich glaube das wird der schwierigste Teil, sich dran zu gewöhnen, dass ich da wieder alleine bin und diese Zeit irgendwie zu füllen. Unter der Woche hat jeder von uns seinen Trott, seine Arbeit und Termine, da komme ich klar, auch wenn ich da ebenfalls merke, dass etwas fehlt, nämlich dass niemand mehr da ist, mit dem ich den ganzen Tag über schreibe und mich über alles mögliche austausche. Auch da muss ich mich ein Stück weit umgewöhnen.

    Zitat

    ich denke, die gefühle werden schon noch zurück kommen. so eine leere kenne ich bei mir eben auch vom trennen. dann ist man erstmal für einige tage emotional gelähmt, weil sich so viel geändert hat. grade in fernbeziehungen passt das aber nicht zum bild. in einer nah-beziehung würdest du ja jetzt nach einer neuen wohnung suchen, ihn noch jeden tag sehen, die gemeinsamen güter aufteilen usw. und könntest dich so langsam von ihm emotional lösen. aber wie du schon sagst - in einer fernbeziehung ändert sich oberflächlich erstmal wenig und vielleicht kommt die leere daher?

    Da magst du Recht haben. Ich muss mich nicht drauf konzentrieren mein Privatleben neu zu organisieren, also schon, aber anders. In erster Linie muss ich mein Gefühlsleben ordnen und reparieren und kann mich nicht damit ablenken, irgendwelche organisatorischen Dinge zu erledigen. Kann schon sein, dass daher diese Leere kommt.


    Seit dem Gespräch gestern ist sie aber auch wieder weg, war ja eigentlich klar, dass ein Treffen alles wieder aufwühlt. Allerdings sind die Gefühle jetzt durchaus anders. Es ist nicht mehr diese pure Verzweiflung, Machtlosigkeit und Unverständnis, es ist jetzt mehr eine sehr tiefe Traurigkeit und Einsamkeit und der Schmerz etwas sehr wertvolles verloren zu haben :°(


    Aber trotzdem unternehme ich schon erste Schritte, ich bekomme jetzt keine Nachrichten von "Schatz" mehr, sondern er steht mit seinem richtigen Namen in meinem Handy und am Wochenende werde ich wohl mal die heftigsten Erinnerungsstücke zusammensammeln und vorerst aus der Wohnung verbannen.


    Trotzdem fehlt mir gerade heut der Mensch, der mir Ruhe, Geborgenheit und Halt gibt und mit dem ich immer über alles reden konnte was mich bewegt, ganz besonders. Ist schon ein bisschen Ironie des Lebens oder so, dass sich ausgerechnet heute mal wieder mein Ex-Freund, mit dem ich vor dieser Beziehung kurze Zeit eine wie auch immer geartete Verbindung hatte, gemeldet hat. Der Mensch, der seit über 7 Jahren nicht loslassen kann und mir immer wieder Nachrichten schickt, obwohl er nie auch nur ein Lebenszeichen von mir erhält, meldet sich genau jetzt wieder %-| Aber das ist ein anderes Thema.


    Auf jeden Fall fehlt mir in solchen Momenten mein Partner ganz besonders, weil ich normalerweise mit ihm über sowas reden würde. Und gleichzeitig macht sich gerade die leichte Angst in mir breit, ob ich auch mal so Ende und in ein paar Jahren immer noch nicht gelernt habe loszulassen? ???

    Zitat

    Ich weiß jetzt, dass es definitiv keine andere Frau gibt und dass ich nichts falsch gemacht habe - nun ja, zumindest nichts gravierendes, denn Fehler macht jeder und auch wir haben in unserer Beziehung Fehler gemacht. Aber ich weiß, dass ich nichts hätte anders machen können um irgendwas an seinen Gefühlen zu ändern. Er fühlte sich ganz unabhängig von mir einfach gefangen in der Beziehung, er sehnte sich einfach danach frei zu sein und sein Leben zu genießen - scheinbar hat er trotz allem Freiraum, den wir uns gegeben haben das Gefühl in einer Beziehung nicht er selbst und wirklich frei zu sein. Naja und er sehnt sich dann eben nach der großen Liebe, mit der er irgendwann mal alt werden will und ich bin es trotz aller Verbundenheit und so eben nicht. Das tut weh :°( vor allem weil es umgekehrt genau andersrum ist und eine kleine Stimme in meinem Kopf immer noch fragt, warum ich ihm nicht genug bin, warum er nicht das gleiche fühlt, aber trotzdem gibt mir dieses Wissen eine gewisse Art von Ruhe. In meinem Kopf dreht sich das Gedankenkarussel nicht mehr so schnell und es kreist nicht mehr um "Warum die Trennung?" sondern eher um "Wie kann es weitergehen?" - also schon eher zukunftsorientiert.

    das klingt nach einem anstrengenden gespräch, aber es tut sicher gut, dass du das hinter dich gebracht hast! :)*

    Zitat

    Darüber haben wir auch lange gesprochen und wir sind uns einig, dass wir Freunde bleiben wollen, wie wir das schaffen und aufziehen wissen wir noch nicht, aber wir werden sicher einen Weg finden. Ich habe bei dem Gespräch einfach gemerkt, wie sehr er mir fehlt, wie sehr mir der Austausch mit ihm fehlt und wie gut es getan hat einfach mal wieder zu reden und zu hören wie es ihm geht, ihm einfach nahe zu sein. Leider war der Abstand zwischen uns (obwohl er mich in den Arm genommen und getröstet hat), der Abschied und die Zeit danach umso schwerer, weil mir dadurch natürlich wieder extrem bewusst geworden ist, was ich alles verloren habe :°( und dass davon nur ein Teil zu retten ist - irgendwann mit viel Zeit.

    ich kann verstehen, dass du das ganze jetzt als verlust siehst. aber auf lange sicht siehst du es hoffentlich als gewinn. du bist nicht mehr mit einem mann in einer beziehung, für den du nicht die richtige bist und der dich nicht (ausreichend) liebt. stattdessen bist du jetzt frei und kannst dich um dich selbst kümmern und findest dann irgendwann eben den richtigen. das würde nie passieren, wenn ihr zusammen bleiben würdet.

    Zitat

    Wir hatten eigentlich nur einen festen Termin in der Woche: Samstagabend bis Sonntagmittag. Ich glaube das wird der schwierigste Teil, sich dran zu gewöhnen, dass ich da wieder alleine bin und diese Zeit irgendwie zu füllen. Unter der Woche hat jeder von uns seinen Trott, seine Arbeit und Termine, da komme ich klar, auch wenn ich da ebenfalls merke, dass etwas fehlt, nämlich dass niemand mehr da ist, mit dem ich den ganzen Tag über schreibe und mich über alles mögliche austausche. Auch da muss ich mich ein Stück weit umgewöhnen.

    sich dann auf ein single-wochenende einzugewöhnen wird sicher erstmal nicht einfach. aber samstagabend kann man ja was unternehmen oder wie gesagt, du lungerst vor der glotze rum oder machst sonstwas, was du gern tust. ;-)


    und das tägliche schreiben ist in beziehungen immer so ein ding. ich hab das ja auch erlebt und hab es dann in der trennung als sehr befreiend erlebt, nicht mehr permanent mein handy mit mir rumschleppen zu müssen. ich hatte das ding auch auf dem klo dabei, weil es hätte ja sein können, dass sie sich meldet. ":/


    im nachhinein tut es gut, auch mal einen tag nicht erreichbar sein zu müssen, wenn man das will. :-) und in meiner aktuellen beziehung schreiben wir uns eigtl. auch nur ab und an, wenn mal was ist, denn wir leben zusammen und sehen uns daher jeden tag. also kann ich auch mal in ruhe was für mich machen, ohne ständig auf das handy achten zu müssen. ;-D

    Zitat

    Da magst du Recht haben. Ich muss mich nicht drauf konzentrieren mein Privatleben neu zu organisieren, also schon, aber anders. In erster Linie muss ich mein Gefühlsleben ordnen und reparieren und kann mich nicht damit ablenken, irgendwelche organisatorischen Dinge zu erledigen. Kann schon sein, dass daher diese Leere kommt.


    Seit dem Gespräch gestern ist sie aber auch wieder weg, war ja eigentlich klar, dass ein Treffen alles wieder aufwühlt. Allerdings sind die Gefühle jetzt durchaus anders. Es ist nicht mehr diese pure Verzweiflung, Machtlosigkeit und Unverständnis, es ist jetzt mehr eine sehr tiefe Traurigkeit und Einsamkeit und der Schmerz etwas sehr wertvolles verloren zu haben :°(

    kann ich nachvollziehen. aber wie gesagt, irgendwann siehst du diesen verlust vielleicht als gewinn. bringt dir im moment natürlich wenig, da du ihn als verlust empfindest. aber das ist eben kein weltuntergang.

    Zitat

    Trotzdem fehlt mir gerade heut der Mensch, der mir Ruhe, Geborgenheit und Halt gibt und mit dem ich immer über alles reden konnte was mich bewegt, ganz besonders. Ist schon ein bisschen Ironie des Lebens oder so, dass sich ausgerechnet heute mal wieder mein Ex-Freund, mit dem ich vor dieser Beziehung kurze Zeit eine wie auch immer geartete Verbindung hatte, gemeldet hat. Der Mensch, der seit über 7 Jahren nicht loslassen kann und mir immer wieder Nachrichten schickt, obwohl er nie auch nur ein Lebenszeichen von mir erhält, meldet sich genau jetzt wieder %-| Aber das ist ein anderes Thema.


    Auf jeden Fall fehlt mir in solchen Momenten mein Partner ganz besonders, weil ich normalerweise mit ihm über sowas reden würde. Und gleichzeitig macht sich gerade die leichte Angst in mir breit, ob ich auch mal so Ende und in ein paar Jahren immer noch nicht gelernt habe loszulassen? ???

    wenn ihr noch immer befreundet seid, könnt ihr theoretisch ja nach wie vor über ein paar dinge reden, oder möchtest du das nicht?


    kann natürlich sein, dass das loslassen dir dann ähnlich schwer fallen wird. aber erstmal abwarten. 7 jahre sind ja eine lange zeit und vielleicht stehst du in deinem leben in 7 jahren ganz woanders, als dein früherer ex. :)*

    @ anfangmitfreude

    Zitat

    ich kann verstehen, dass du das ganze jetzt als verlust siehst. aber auf lange sicht siehst du es hoffentlich als gewinn. du bist nicht mehr mit einem mann in einer beziehung, für den du nicht die richtige bist und der dich nicht (ausreichend) liebt. stattdessen bist du jetzt frei und kannst dich um dich selbst kümmern und findest dann irgendwann eben den richtigen. das würde nie passieren, wenn ihr zusammen bleiben würdet.

    Ich bin mir noch nicht sicher ob ich es auf lange Sicht wirklich als Gewinn sehen kann. Klar ist es besser für mich nicht mit einem Mann in einer Beziehung zu sein, der mich nicht genug liebt, aber da ich ihn umso mehr liebe ist es eben ein großer Verlust für mich :°( Und ich bin mir nicht sicher, ob ich mich noch mal jemandem so öffnen und jemanden so vertrauen kann wie ihm, zumal ich ja nach wie vor glaube, dass ich in ihm den Richtigen für mich gefunden hatte, so dass es mir im Moment nicht möglich erscheint noch mal so jemanden zu finden.


    Klar ich bin jetzt frei und könnte so jemanden suchen, aber diese Freiheit habe ich nicht gewollt und damit muss ich erst mal klarkommen und dann kann man immer noch weiter schauen.

    Zitat

    sich dann auf ein single-wochenende einzugewöhnen wird sicher erstmal nicht einfach. aber samstagabend kann man ja was unternehmen oder wie gesagt, du lungerst vor der glotze rum oder machst sonstwas, was du gern tust. ;-)

    Ja ich versuche was zu unternehmen und lunger auch viel vor der Glotze rum, funktioniert mal besser und mal schlechter. Wird noch ein Weilchen dauern bis mir solche Dinge wieder Spaß machen.

    Zitat

    und das tägliche schreiben ist in beziehungen immer so ein ding. ich hab das ja auch erlebt und hab es dann in der trennung als sehr befreiend erlebt, nicht mehr permanent mein handy mit mir rumschleppen zu müssen. ich hatte das ding auch auf dem klo dabei, weil es hätte ja sein können, dass sie sich meldet. ":/


    im nachhinein tut es gut, auch mal einen tag nicht erreichbar sein zu müssen, wenn man das will. :-) und in meiner aktuellen beziehung schreiben wir uns eigtl. auch nur ab und an, wenn mal was ist, denn wir leben zusammen und sehen uns daher jeden tag. also kann ich auch mal in ruhe was für mich machen, ohne ständig auf das handy achten zu müssen. ;-D

    Es war bei uns nicht so, dass wir es permanent dabei hatten und uns jede Sekunde geschrieben haben, aber man hat sich den Tag über auf dem laufenden gehalten und sich immer mal wieder Nachrichten geschrieben. Das war unsere Methode am Leben des anderen teilzunehmen, da wir uns nicht jeden Abend beim Essen vom Tag erzählen konnten. Trotzdem hatte auch jeder seine Auszeiten wo nicht geschrieben wurde, die haben wir uns auch bewusst genommen, also wir haben trotzdem Dinge in Ruhe für uns selbst getan.


    Im Moment ist es für mich eher belastend, dass das Handy den ganzen Tag still ist und ich nichts von ihm höre...

    Zitat

    kann ich nachvollziehen. aber wie gesagt, irgendwann siehst du diesen verlust vielleicht als gewinn. bringt dir im moment natürlich wenig, da du ihn als verlust empfindest. aber das ist eben kein weltuntergang.

    Dass es kein Weltuntergang ist weiß ich und das versuche ich mir auch immer wieder zu sagen. Aber es ist nunmal eine große, einschneidende Veränderung und - ob gut oder schlecht - es wird nie mehr so sein wie vorher. Möglicherweise sehe ich es mal als Gewinn, im Moment glaube ich da leider noch nicht dran :-|

    Zitat

    wenn ihr noch immer befreundet seid, könnt ihr theoretisch ja nach wie vor über ein paar dinge reden, oder möchtest du das nicht?

    Doch ich möchte das schon, habe es inzwischen auch getan und es war gut so, ich weiß nicht genau warum ich mich damit so schwer getan habe.


    Doch vielleicht weiß ich es. Er ist nach unserem Gespräch mit den Worten "wir müssen jetzt beide lernen loszulassen" gegangen und ich wollte nicht so kurz danach wieder bei ihm "ankommen". Habe ihm dann aber trotzdem geschrieben, weil ich es loswerden musste und es mir gut getan hat darüber zu reden. Außerdem konnte ich ihm dann direkt meine Meinung dazu sagen, dass ich es scheiße unsensibel finde, wenn derjenige, der sich monatelang auf die Trennung vorbereitet, mir sagt, ich solle loslassen lernen und meine neue Freiheit (die ich nicht gewollt habe) genießen :(v


    Sicherlich muss ich das irgendwann, da haben sowohl er als auch du natürlich Recht, aber das von ihm so gesagt zu bekommen war schon hart.

    Zitat

    kann natürlich sein, dass das loslassen dir dann ähnlich schwer fallen wird. aber erstmal abwarten. 7 jahre sind ja eine lange zeit und vielleicht stehst du in deinem leben in 7 jahren ganz woanders, als dein früherer ex. :)*

    Eigentlich glaube ich nicht daran, dass ich so werde wie mein Ex. Ich bin ganz anders als er, stehe mit beiden Beinen im Leben, habe mir etwas aufgebaut, achte auf mich und meine Gesundheit und lebe vor allem in der Realität - also ja, ich werde in 7 Jahren ganz woanders stehen als er, tue ich ja jetzt schon.


    Vor allem gebe ich mich nicht auf und mache mein Glück nicht von meinem Ex-Partner abhängig. Ja ich trauere und leide, aber ich konzentriere mich auch auf meine Arbeit, gönne mir weiterhin einmal die Woche meinen Wellness-Abend, gucke meine Lieblingsserien und plane gerade Urlaube mit der Familie um mich abzulenken.

    Zitat

    Ich bin mir noch nicht sicher ob ich es auf lange Sicht wirklich als Gewinn sehen kann. Klar ist es besser für mich nicht mit einem Mann in einer Beziehung zu sein, der mich nicht genug liebt, aber da ich ihn umso mehr liebe ist es eben ein großer Verlust für mich :°( Und ich bin mir nicht sicher, ob ich mich noch mal jemandem so öffnen und jemanden so vertrauen kann wie ihm, zumal ich ja nach wie vor glaube, dass ich in ihm den Richtigen für mich gefunden hatte, so dass es mir im Moment nicht möglich erscheint noch mal so jemanden zu finden.


    Klar ich bin jetzt frei und könnte so jemanden suchen, aber diese Freiheit habe ich nicht gewollt und damit muss ich erst mal klarkommen und dann kann man immer noch weiter schauen.

    ich glaube, es geht jedem nach einer trennung erstmal so. aber die allermeisten leute finden dann eigentlich doch den/die richtige und ändern die meinung.


    was man dabei eben bedenken muss: wenn so ein partner der richtige wäre, wärt ihr zusammen und glücklich und nicht getrennt und du würdest darunter leiden.

    Zitat

    Es war bei uns nicht so, dass wir es permanent dabei hatten und uns jede Sekunde geschrieben haben, aber man hat sich den Tag über auf dem laufenden gehalten und sich immer mal wieder Nachrichten geschrieben. Das war unsere Methode am Leben des anderen teilzunehmen, da wir uns nicht jeden Abend beim Essen vom Tag erzählen konnten. Trotzdem hatte auch jeder seine Auszeiten wo nicht geschrieben wurde, die haben wir uns auch bewusst genommen, also wir haben trotzdem Dinge in Ruhe für uns selbst getan.


    Im Moment ist es für mich eher belastend, dass das Handy den ganzen Tag still ist und ich nichts von ihm höre...

    eben das meine ich ja: es macht einen dann wahnsinnig, wenn das handy dauernd still steht. aber irgendwann merkt man dann - bzw. habe ich damals zumindest gemerkt, dass es eigentlich total bescheuert ist. ich meine, meine eltern-generation hat noch per brief kommuniziert! meine tante hat einen italiener geheiratet, nachdem die beiden gut 20 jahre lang eine brief-beziehung geführt haben. und für mich soll jetzt auf einmal die welt untergehen, weil ich auf ein kleines leuchtendes gerät gucke und sehe, dass morgens um 9 oder 10 noch niemand genügend an mich gedacht hat, um mir zu schreiben? ich fand den gedanken irgendwann absurd und das hat sich dann bei mir eben dadurch bemerkbar gemacht, dass mir aufgefallen ist, dass ich das handy eben immer dabei gehabt hatte.


    wie gesagt, es gibt beziehungen, die erfolgreich waren, die liefen jahrelang nur über briefe. oder man hat eben mal für eine stunde in der woche telefoniert. mehr zeit miteinander zu haben und zu verbringen macht eine fernbeziehung nicht unbedingt besser und angenehmer, sondern - meiner erfahrung nach - langweiliger. aber gut, das ist ein ganz anderes thema.


    was ich nur sagen will ist - im moment leidest du darunter, dass auch mal nix von ihm kommt. aber: irgendwann wirst du es als etwas befreiendes erfahren. zumindest hoffe ich, dass du das irgendwann so sehen kannst. :)*

    Zitat

    Dass es kein Weltuntergang ist weiß ich und das versuche ich mir auch immer wieder zu sagen. Aber es ist nunmal eine große, einschneidende Veränderung und - ob gut oder schlecht - es wird nie mehr so sein wie vorher. Möglicherweise sehe ich es mal als Gewinn, im Moment glaube ich da leider noch nicht dran :-|

    wenn ich was vom leben gelernt habe, dann dass es nie so bleibt, wie es ist. es ist immer ein in veränderung befindlicher prozess. manchmal passieren einem miese dinge, die man kaum verdauen kann und manchmal eben schöne dinge.


    behalte die zeit mit ihm doch als erinnerung. sicher war es schön und du hast es geniessen können. du kannst daraus lernen, dass du dazu in der lage bist, zu vertrauen und zu lieben und dass du auch geliebt werden möchtest. irgendwann wird dir ein neuer mann über den weg laufen und der ist dann eben anders als dein ex und mit dem wird es nicht so, aber eben anders.

    Zitat

    Doch ich möchte das schon, habe es inzwischen auch getan und es war gut so, ich weiß nicht genau warum ich mich damit so schwer getan habe.


    Doch vielleicht weiß ich es. Er ist nach unserem Gespräch mit den Worten "wir müssen jetzt beide lernen loszulassen" gegangen und ich wollte nicht so kurz danach wieder bei ihm "ankommen". Habe ihm dann aber trotzdem geschrieben, weil ich es loswerden musste und es mir gut getan hat darüber zu reden. Außerdem konnte ich ihm dann direkt meine Meinung dazu sagen, dass ich es scheiße unsensibel finde, wenn derjenige, der sich monatelang auf die Trennung vorbereitet, mir sagt, ich solle loslassen lernen und meine neue Freiheit (die ich nicht gewollt habe) genießen :(v


    Sicherlich muss ich das irgendwann, da haben sowohl er als auch du natürlich Recht, aber das von ihm so gesagt zu bekommen war schon hart.

    das verhalten kenne ich auch von mir damals. ;-D ich hab mir da auch mehrmals eine blutige nase abgeholt, weil ich dachte, es würde helfen, wenn ich mal meine forderungen und wünsche klarmache und meine bedürfnisse äussere.


    was ich dadurch gelernt habe: meine forderungen, wünsche und bedürfnisse gehen meine ex nichts mehr an, eben deshalb ist sie ja meine ex. ;-D dafür können mir ihre forderungen, wünsche und bedürfnisse aber auch am arsch vorbei gehen und das erste "nein", was sie sich von mir einfing, hat echt gut getan. ;-D


    was ich damit nur sagen will - du wirst sowas vermutlich noch ein paar mal machen müssen, um irgendwann an einen punkt zu kommen, wo dir klar wird, dass es bei euch jetzt eben nicht mehr um euch geht, sondern um zwei einzelne menschen. du willst irgendwas, aber ihm darf das eben auch egal sein, denn ihr habt euch nunmal getrennt. kannst du das nicht, könnt ihr eben erstmal nicht befreundet sein.


    ich meine, klar ist das scheisse, wenn man verlassen wird und der ex hat diese entscheidung schon monatelang mit sich rum getragen. aber er kann einem den abschied nun eben auch nicht leichter machen, indem man die beziehung langsam peu a peu auslaufen lässt. soll er mit dir zusammen bleiben, obwohl er dich nicht liebt, obwohl er vielleicht schon ein auge auf eine andere geworfen hat, nur damit es für dich angenehmer ist? das kann er nicht, also wirst du da irgendwie selbst mit fertig werden müssen, ohne ihn. ich hoffe, das forum und freunde/familie (z.b. der urlaub mit selbiger) hilft dir da!

    Zitat

    Eigentlich glaube ich nicht daran, dass ich so werde wie mein Ex. Ich bin ganz anders als er, stehe mit beiden Beinen im Leben, habe mir etwas aufgebaut, achte auf mich und meine Gesundheit und lebe vor allem in der Realität - also ja, ich werde in 7 Jahren ganz woanders stehen als er, tue ich ja jetzt schon.


    Vor allem gebe ich mich nicht auf und mache mein Glück nicht von meinem Ex-Partner abhängig. Ja ich trauere und leide, aber ich konzentriere mich auch auf meine Arbeit, gönne mir weiterhin einmal die Woche meinen Wellness-Abend, gucke meine Lieblingsserien und plane gerade Urlaube mit der Familie um mich abzulenken.

    das klingt doch gut! weiter so! :)^ :)=

    @ anfangmitfreude

    Zitat

    ich glaube, es geht jedem nach einer trennung erstmal so. aber die allermeisten leute finden dann eigentlich doch den/die richtige und ändern die meinung.


    was man dabei eben bedenken muss: wenn so ein partner der richtige wäre, wärt ihr zusammen und glücklich und nicht getrennt und du würdest darunter leiden.

    Tja die allermeisten sind aber leider nicht alle. Aber gut, das wird sich mit der Zeit zeigen.


    Prinzipiell hast du wohl Recht, aber mein Herz sagt leider, dass er der Richtige ist und es nur nicht (mehr) weiß und dass jede Beziehung auch mal schlechte Zeiten hat.


    In den letzten Jahren hat er mir immer wieder gesagt, dass ich die Richtige für ihn bin und nur weil er jetzt auf einmal komische Anwandlungen hat und meint irgendwas zu verpassen und dass da doch noch mehr sein muss, kann es doch nicht plötzlich nicht mehr passen? Ach wahrscheinlich ist das einfach das Herz, was mir einredet, dass er schon irgendwann merken wird, was er sich da zerstört hat und dass er sich aufgrund einer Krise alles kaputt geredet hat. Ich kann im Moment leider einfach noch nicht akzeptieren, dass er nicht der Richtige sein soll :°(

    Zitat

    eben das meine ich ja: es macht einen dann wahnsinnig, wenn das handy dauernd still steht. aber irgendwann merkt man dann - bzw. habe ich damals zumindest gemerkt, dass es eigentlich total bescheuert ist. ich meine, meine eltern-generation hat noch per brief kommuniziert!

    Ja das haben meine Eltern auch noch. Und klar geht das, aber irgendwie ist man in der heutigen Zeit so daran gewöhnt (und vor allem auch drauf trainiert), dass man in den meisten Fällen nicht warten muss um etwas von den Liebsten zu hören. Wenn man an jemanden denkt und ihm das mitteilen möchte, dann greift man zum Telefon und schreibt oder ruft an - in der Regel meist direkt. Das mag ein Nachteil aber auch ein Vorteil unserer Zeit sein.


    Und ich denke, wenn 'damals' dann über sehr lange Zeit kein Brief mehr kam oder aufgrund einer Trennung die Briefe ganz ausgeblieben sind, dann hat man auch was vermisst und jeden Tag sehnsüchtig in den Briefkasten geschaut - wir schauen halt heute auf kleine leuchtende Geräte.

    Zitat

    was ich nur sagen will ist - im moment leidest du darunter, dass auch mal nix von ihm kommt. aber: irgendwann wirst du es als etwas befreiendes erfahren. zumindest hoffe ich, dass du das irgendwann so sehen kannst. :)*

    Das hoffe ich auch. Ich will auf keinen Fall für immer darunter leiden.

    Zitat

    wenn ich was vom leben gelernt habe, dann dass es nie so bleibt, wie es ist. es ist immer ein in veränderung befindlicher prozess. manchmal passieren einem miese dinge, die man kaum verdauen kann und manchmal eben schöne dinge.


    behalte die zeit mit ihm doch als erinnerung. sicher war es schön und du hast es geniessen können. du kannst daraus lernen, dass du dazu in der lage bist, zu vertrauen und zu lieben und dass du auch geliebt werden möchtest. irgendwann wird dir ein neuer mann über den weg laufen und der ist dann eben anders als dein ex und mit dem wird es nicht so, aber eben anders.

    Ja das habe ich leider auch schon lernen müssen - auch schon vor der Trennung. Nur leider bin ich jemand, der sich mit Veränderungen gerne mal schwer tut, vor allem mit so großen. Und ich bin immer davon ausgegangen, dass - egal was sich verändert, auch wenn meine Beziehung sich verändert - es mit meinem Partner an meiner Seite geschieht. In meiner Vorstellung war er immmer da, auch wenn alles drumherum sich ändern sollte, auch wenn wir uns ändern sollten...


    Nun, wenn wir es wirklich schaffen eine Freundschaft aufrecht zu erhalten, dann wird er wohl auch immer da sein, nur eben anders als ich es mir vorgestellt und gewünscht habe.

    Zitat

    was ich dadurch gelernt habe: meine forderungen, wünsche und bedürfnisse gehen meine ex nichts mehr an, eben deshalb ist sie ja meine ex. ;-D dafür können mir ihre forderungen, wünsche und bedürfnisse aber auch am arsch vorbei gehen und das erste "nein", was sie sich von mir einfing, hat echt gut getan. ;-D

    Das muss ich dann wohl noch lernen. Mal sehen, wann es bei mir soweit ist, dass ich das erste "Nein" aussprechen kann. Wobei, wenn er mich auf dem falschen Fuß erwischt geht es vielleicht schneller als gedacht - ich hab im Moment immer wieder Momente wo so ein kleines Teufelchen auf meiner Schulter sitzt und ihm wünscht, dass er so richtig auf die Schnauze fällt und all das bekommt, was er nie wollte und was ihm richtig weh tut. Gemein, ich weiß, aber manchmal kann ich nichts gegen dieses Teufelchen und seine Gedanken tun.

    Zitat

    denn ihr habt euch nunmal getrennt

    Eigentlich hat er sich getrennt, ich hab es ja nicht gewollt. Aber ja, klar, wir sind nicht mehr zusammen und es gibt nur noch "er und ich" und kein "wir" mehr.

    Zitat

    ich meine, klar ist das scheisse, wenn man verlassen wird und der ex hat diese entscheidung schon monatelang mit sich rum getragen. aber er kann einem den abschied nun eben auch nicht leichter machen, indem man die beziehung langsam peu a peu auslaufen lässt. soll er mit dir zusammen bleiben, obwohl er dich nicht liebt, obwohl er vielleicht schon ein auge auf eine andere geworfen hat, nur damit es für dich angenehmer ist? das kann er nicht, also wirst du da irgendwie selbst mit fertig werden müssen, ohne ihn. ich hoffe, das forum und freunde/familie (z.b. der urlaub mit selbiger) hilft dir da!

    Nein natürlich will ich nicht, dass er mit mir zusammenbleibt obwohl er mich nicht mehr liebt und keine Chance für uns mehr sieht. Und ich glaube auch nicht, dass ein langsames auslaufen lassen für mich angenehmer wäre. Es würde den Abschied ja nur unnötig verlängern und das würde, glaube ich, noch mehr weh tun. Allein der Gedanke, dass er dabei möglicherweise schon nach einer anderen Frau Ausschau hält oder sie bereits gefunden hat - das macht mich ja jetzt schon wahnsinnig und würde mich wohl komplett zerstören, wenn wir es langsam auslaufen lassen würden.


    Ich will nur nicht gerade von ihm irgendwelche platten Sprüche und / oder Ratschläge hören, wie ich das verarbeiten soll. Ich rede gerne ernsthaft mit ihm über meine Stimmung und meine Gefühle, damit er versteht wie es mir geht und ich überlege auch gerne auf dieser Grundlage wie wir weiter miteinander umgehen können (haben wir ja letzte Woche bei unserem Gespräch gemacht), aber ich will von ihm keine Ratschläge, die ich auch tausdenfach im Internet bei irgendwelchen Trennungsratgebern lesen kann.


    Ja meine Familie hilft mir im Moment unglaublich und ich denke die Urlaube werden, wenn es dann soweit ist, auch sehr gut tun. Und das Forum, insbesondere der Austausch hier mit dir, tut auch richtig gut. Reden bzw. Schreiben tut mir einfach gut. Vielen Dank, dass du dir meine Texte immer wieder durchliest und darauf antwortest! @:)

    Zitat

    Tja die allermeisten sind aber leider nicht alle. Aber gut, das wird sich mit der Zeit zeigen.


    Prinzipiell hast du wohl Recht, aber mein Herz sagt leider, dass er der Richtige ist und es nur nicht (mehr) weiß und dass jede Beziehung auch mal schlechte Zeiten hat.


    In den letzten Jahren hat er mir immer wieder gesagt, dass ich die Richtige für ihn bin und nur weil er jetzt auf einmal komische Anwandlungen hat und meint irgendwas zu verpassen und dass da doch noch mehr sein muss, kann es doch nicht plötzlich nicht mehr passen? Ach wahrscheinlich ist das einfach das Herz, was mir einredet, dass er schon irgendwann merken wird, was er sich da zerstört hat und dass er sich aufgrund einer Krise alles kaputt geredet hat. Ich kann im Moment leider einfach noch nicht akzeptieren, dass er nicht der Richtige sein soll :°(

    die allermeisten - bis eben auf leute, wie dein früherer ex, die ihr leben lang einer trennung hinterher trauern. ;-)


    kann deine gedanken so kurz nach der trennung verstehen. aber irgendwann wird das herz da auch merken, dass es auch noch andere männer gibt und dass auch die potenzial dazu haben, die richtigen zu sein.


    und zur logik deines herzens: wenn er sich aufgrund einer krise wirklich alles kaputt redet ist er eben auch nicht der richtige. der richtige ist nicht der liebenswürdige und tolle partner der dann in der midlifecrisis mit einer frau durchbrennt, die mindestens 10 jahre jünger ist als du sondern der, der trotz midlifecrisis bei dir bleibt.

    Zitat

    Ja das haben meine Eltern auch noch. Und klar geht das, aber irgendwie ist man in der heutigen Zeit so daran gewöhnt (und vor allem auch drauf trainiert), dass man in den meisten Fällen nicht warten muss um etwas von den Liebsten zu hören. Wenn man an jemanden denkt und ihm das mitteilen möchte, dann greift man zum Telefon und schreibt oder ruft an - in der Regel meist direkt. Das mag ein Nachteil aber auch ein Vorteil unserer Zeit sein.


    Und ich denke, wenn 'damals' dann über sehr lange Zeit kein Brief mehr kam oder aufgrund einer Trennung die Briefe ganz ausgeblieben sind, dann hat man auch was vermisst und jeden Tag sehnsüchtig in den Briefkasten geschaut - wir schauen halt heute auf kleine leuchtende Geräte.

    eben, es ist trainiert und kann also auch wieder abtrainiert werden. ich hab mich damals, als es ganz schlimm war zum beispiel gezwungen, einfach mal einen tag nicht aufs handy zu achten. hab es ausgeschaltet und weg gelegt. die ersten male war das schwer, aber irgendwann ging es. dann hab ich mich dazu gezwungen, mal ein ganzes wochenenede ohne handy zu verbringen usw.


    klar konnte man früher auch jeden tag zum briefkasten rennen und nachsehen. der punkt ist aber: die post kommt nur einmal am tag und wenn dann nix dabei ist, muss man sich eben irgendwie bis zum nächsten tag beschäftigen. da lernt man automatisch frustrationstoleranz. heute will man - wie du ja schreibst - sofort eine antwort und benimmt sich dann wie ein zweijähriger, wenn man nicht kriegt, was man will.


    schnelle und kostengünstige kommunikation sind natürlich vorteile, solange sie eben nicht dazu führen, dass die menschen absolut keine frustrationstoleranz mehr haben und sich wie kleinkinder benehmen.


    zumindest ist das die lehre, die ich damals draus gezogen habe.

    Zitat

    Ja das habe ich leider auch schon lernen müssen - auch schon vor der Trennung. Nur leider bin ich jemand, der sich mit Veränderungen gerne mal schwer tut, vor allem mit so großen. Und ich bin immer davon ausgegangen, dass - egal was sich verändert, auch wenn meine Beziehung sich verändert - es mit meinem Partner an meiner Seite geschieht. In meiner Vorstellung war er immmer da, auch wenn alles drumherum sich ändern sollte, auch wenn wir uns ändern sollten...


    Nun, wenn wir es wirklich schaffen eine Freundschaft aufrecht zu erhalten, dann wird er wohl auch immer da sein, nur eben anders als ich es mir vorgestellt und gewünscht habe.

    hm, also da sehe ich ein stück weit, warum er sich getrennt haben könnte. ich meine, versteh mich nicht falsch, ich kann solche symbiotischen beziehungsansätze verstehen. nur muss man eben auch wissen, was das mit dem partner anrichtet. der will dann nämlich irgendwann freiraum. durch deine denkweise kommt bei mir an, dass du deinem ex die verantwortung für alles übergeben und dich total von ihm abhängig gemacht hast. ich für meinen teil würde nicht wollen, dass jemand an meiner seite total von mir abhängig ist. man will doch eine gleichberechtigte beziehung auf augenhöhe und eine, wo man das gefühl hat, der partner kann auch mal eine weile ohne einen auskommen.


    abgesehen davon ist dein ansatz auch nicht nett ggü. dann deinem irgendwann auftauchenden neuen freund - wenn da dann der expartner der beste freund ist, mit dem permanent über alles gesmst wird, dann wird es das für den potenziellen neuen freund auch schnell gewesen sein. ":/


    heisst jetzt nicht, dass paare nach einer trennung nicht befreundet sein können. aber die frage ist für mich eben immer, wie diese freundschaft aussieht und worauf sie basiert. wenn z.b. kinder da sind, ist es natürlich schön, wenn die bei mama und papa gleichermassen willkommen sind und wenn mama, papa und kinder trotz trennung auch mal noch was zusammen machen können, ohne dass mama und papa sich im rosenkrieg an die gurgel gehen.


    bei einem paar, das nah beieinander lebt und einen gemeinsamen freundeskreis hat, seh ich das auch so: sie gehen zusammen feiern oder lernen zusammen in der uni und treffen sich mit den selben freunden, da ist es für alle beteiligten angenehmer, wenn die expartner freundlich miteinander reden und klarkommen können.


    oder wenn man zum beispiel zusammen arbeitet, die firma zusammen leitet, dann ist es natürlich auch gut, wenn man nach wie vor einen guten draht zueinander hat.


    aber bei einer fernbeziehung? der wesentliche grund dafür, regelmässig kontakt zu haben und sich zu besuchen war da ja, dass man zusammen war. wenn der nun weg fällt, wo trifft man sich denn dann noch und unter welchen bedingungen? wo zeigt man sich da noch die freundschaft? da muss man sich ja bewusst treffen, um sich zu treffen und muss bewusst kontakt suchen, um kontakt zu haben. man kann nicht mal eben über die kinder, die freunde, die uni oder die arbeit reden oder sich mal eben gemeinsam zum grillen treffen, wenn man nebeneinander lebt. ":/

    Zitat

    Das muss ich dann wohl noch lernen. Mal sehen, wann es bei mir soweit ist, dass ich das erste "Nein" aussprechen kann. Wobei, wenn er mich auf dem falschen Fuß erwischt geht es vielleicht schneller als gedacht - ich hab im Moment immer wieder Momente wo so ein kleines Teufelchen auf meiner Schulter sitzt und ihm wünscht, dass er so richtig auf die Schnauze fällt und all das bekommt, was er nie wollte und was ihm richtig weh tut. Gemein, ich weiß, aber manchmal kann ich nichts gegen dieses Teufelchen und seine Gedanken tun.

    das teufelchen kenn ich. ]:D


    das musst du unterstützen, hegen und pflegen, denn genau das ist es, was ich meinte. ;-) das ist quasi das, was du dir innerlich wünschst. natürlich sollst du ihm jetzt nicht in den briefkasten scheissen, zucker in den tank füllen oder ihn von der klippe schubsen, nur weil das teufelchen dir das sagt. ;-D


    aber: hör dir dieses stimmchen mal an und erlaube dir auch, so zu denken und zu fühlen. :)z


    denn das ist dein selbstwertgefühl, was sich da meldet. :)^

    Zitat

    Nein natürlich will ich nicht, dass er mit mir zusammenbleibt obwohl er mich nicht mehr liebt und keine Chance für uns mehr sieht. Und ich glaube auch nicht, dass ein langsames auslaufen lassen für mich angenehmer wäre. Es würde den Abschied ja nur unnötig verlängern und das würde, glaube ich, noch mehr weh tun. Allein der Gedanke, dass er dabei möglicherweise schon nach einer anderen Frau Ausschau hält oder sie bereits gefunden hat - das macht mich ja jetzt schon wahnsinnig und würde mich wohl komplett zerstören, wenn wir es langsam auslaufen lassen würden.

    ein gedanke der dir vielleicht hilft ist, dass menschen immer wieder auf die nase fallen. will sagen: vielleicht findet er bald eine andere oder hat sie sogar schon. aber richtig glücklich werden wird er mit ihr auch nicht. in den nächsten jahren wird er vielleicht ein dutzend partnerinnen eine nach der anderen haben und dabei nach irgendwas suchen und du wirst vielleicht glück haben und den richtigen finden und glücklich werden.


    versuche, es positiv zu sehen.


    und - ich weiss noch nicht, ob du so weit bist - irgendwann wird das kleine schultermännchen dir sagen, was dich an ihm genervt hat. irgendwas an seinem benehmen oder an seiner art wird dir negativ ins gedächtnis kommen und dann wird dir klar, dass jede andere frau nach dir mit genau diesem negativen aspekt leben werden muss und du wirst stolz auf dich sein können, dass du trotzdem so lange bei ihm ausgehalten hast.


    aber das ist zukunftsmusik.

    Zitat

    Ich will nur nicht gerade von ihm irgendwelche platten Sprüche und / oder Ratschläge hören, wie ich das verarbeiten soll. Ich rede gerne ernsthaft mit ihm über meine Stimmung und meine Gefühle, damit er versteht wie es mir geht und ich überlege auch gerne auf dieser Grundlage wie wir weiter miteinander umgehen können (haben wir ja letzte Woche bei unserem Gespräch gemacht), aber ich will von ihm keine Ratschläge, die ich auch tausdenfach im Internet bei irgendwelchen Trennungsratgebern lesen kann.

    das ist verständlich. solche sprüche bringen einen auf die palme. >:( zumal dann noch vom ex. ":/


    aber umgekehrt ist eben auch die frage, was ein ex sonst sagen soll?

    Zitat

    Ja meine Familie hilft mir im Moment unglaublich und ich denke die Urlaube werden, wenn es dann soweit ist, auch sehr gut tun. Und das Forum, insbesondere der Austausch hier mit dir, tut auch richtig gut. Reden bzw. Schreiben tut mir einfach gut. Vielen Dank, dass du dir meine Texte immer wieder durchliest und darauf antwortest! @:)

    das freut mich! @:)


    nix zu danken, mache ich doch gerne! :)*

    @ anfangmitfreude

    Zitat

    die allermeisten - bis eben auf leute, wie dein früherer ex, die ihr leben lang einer trennung hinterher trauern. ;-)

    Ja bis auf die und Leute, die zwar über die Trennung und den Ex hinweg sind, aber eben trotzdem nicht den Richtigen finden - habe ich durchaus im Bekanntenkreis auch schon gesehen. Aber ich denke jetzt für mich erst mal positiv.

    Zitat

    und zur logik deines herzens: wenn er sich aufgrund einer krise wirklich alles kaputt redet ist er eben auch nicht der richtige. der richtige ist nicht der liebenswürdige und tolle partner der dann in der midlifecrisis mit einer frau durchbrennt, die mindestens 10 jahre jünger ist als du sondern der, der trotz midlifecrisis bei dir bleibt.

    So habe ich das noch gar nicht gesehen, da magst du durchaus Recht haben. Wäre er der Richtige, hätte er mit mir zusammen einen Weg aus der Krise gesucht und nicht für sich allein den Weg aus der Beziehung genommen.


    Aber subjektiv fühlt man das ja immer ein bisschen anders und glaubt eben doch, dass er der Richtige ist ;-)

    Zitat

    schnelle und kostengünstige kommunikation sind natürlich vorteile, solange sie eben nicht dazu führen, dass die menschen absolut keine frustrationstoleranz mehr haben und sich wie kleinkinder benehmen.

    Ich würde mich jetzt nicht als Kleinkind bezeichnen und denke auch nicht, dass ich mich so benehme ;-)


    Ich vermisse halt einfach etwas, dass bis vor kurzem noch da war und jetzt fehlt, aber ich schreie und tobe deswegen nicht rum, sondern versuche damit klarzukommen.

    Zitat

    hm, also da sehe ich ein stück weit, warum er sich getrennt haben könnte. ich meine, versteh mich nicht falsch, ich kann solche symbiotischen beziehungsansätze verstehen. nur muss man eben auch wissen, was das mit dem partner anrichtet. der will dann nämlich irgendwann freiraum. durch deine denkweise kommt bei mir an, dass du deinem ex die verantwortung für alles übergeben und dich total von ihm abhängig gemacht hast. ich für meinen teil würde nicht wollen, dass jemand an meiner seite total von mir abhängig ist. man will doch eine gleichberechtigte beziehung auf augenhöhe und eine, wo man das gefühl hat, der partner kann auch mal eine weile ohne einen auskommen.

    Hm aber er hatte doch Freiraum? Wir haben uns mehr Freiraum gegeben als in jeder anderen Beziehung, die ich kenne. Selbst als wir noch nah beieinander gewohnt haben, hat jeder seine Zeit für sich bekommen, seine eigenen Routinen ohne den Partner gehabt.


    Er hat keineswegs die Verantwortung für mein Leben gehabt. Ich habe meine Entscheidungen immer noch selber getroffen, klar habe ich mir vor manchen Entscheidungen seinen Rat (und auch den von anderen) eingeholt, aber am Ende habe ich das gemacht, was mir richtig erschien. Und wir waren eigentlich immer beide der Meinung eine gleichberechtigte Partnerschaft zu führen.


    Und nur, weil er für mich der Partner ist, mit dem ich alt werden wollte, bin ich doch nicht abhängig? Zumindest hab ich es nie so gesehen. Genau wie meine Familie war er eben in meiner Vorstellung meiner Zukunft immer präsent, aber deswegen ist man doch nicht abhängig, oder? Ich mein ich bin ja auch nicht von meiner Familie abhängig, obwohl ich davon ausgehe, dass sie immer in meinem Leben sein werden ":/


    Das ist etwas über das ich noch mal nachdenken muss ":/

    Zitat

    abgesehen davon ist dein ansatz auch nicht nett ggü. dann deinem irgendwann auftauchenden neuen freund - wenn da dann der expartner der beste freund ist, mit dem permanent über alles gesmst wird, dann wird es das für den potenziellen neuen freund auch schnell gewesen sein. ":/

    Nun wir wissen ja noch nicht in welcher Art und Weise wir eine Freundschaft führen werden, bisher war noch nicht die Rede davon, dass wir uns dauernd über jeden Kleinkram simsen. Das wird sich dann zeigen.


    Und wie das dann mal irgendwann mit einem potentiellen neuen Mann sein wird, nun das wird sich zeigen. Sollte er der Richtige sein, dann müsste er damit ja klarkommen, dass es da eben einen besten Freund gibt oder aber der Kontakt zum besten Freund wird dann automatisch weniger. Aber das ist Zukunftsmusik, das wird die Zeit zeigen.

    Zitat

    aber bei einer fernbeziehung? der wesentliche grund dafür, regelmässig kontakt zu haben und sich zu besuchen war da ja, dass man zusammen war. wenn der nun weg fällt, wo trifft man sich denn dann noch und unter welchen bedingungen? wo zeigt man sich da noch die freundschaft? da muss man sich ja bewusst treffen, um sich zu treffen und muss bewusst kontakt suchen, um kontakt zu haben.

    Nun wir haben ein paar gemeinsame Freunde, die durchaus 2-3mal im Jahr ein Grund für ein Treffen wären und ansonsten macht es doch eine Freundschaft aus, dass man sich bewusst trifft und bewusst den Kontakt hält, oder nicht? So ist es zumindest bei meinen anderen Freundschaften, mit denen halte ich auch ganz bewusst Kontakt und vereinbare ganz bewusst treffen (ok die wohnen ~500km weg, da muss man das bewusst machen). Da trifft man sich doch dann bewusst zum Kaffee, Sport oder so ":/

    Hm, irgendwie glaube ich nicht wirklich, dass ich mir innerlich wünsche, dass es ihm schlecht geht. Ich erlaube mir trotzdem ab und an da dran zu denken, glaube aber nicht, dass ich mir auf Dauer mein Selbstwertgefühl aufbauen kann, wenn ich ihm etwas schlechtes an den Hals wünsche. Ich kann mich nicht gut fühlen, wenn die Basis ist, dass es anderen Menschen, die mir wichtig sind, schlecht geht. Natürlich soll es mir gut gehen, aber geht es mir gut, wenn jemand, der mir etwas bedeutet, leidet? Ich glaube nicht.


    Ich glaube, das Teufelchen wird sich schon noch ab und an zeigen und ich werde es dann sicherlich auch nicht vertreiben, aber durchsetzen und dauerhaft da sein wird es wohl eher nicht.

    Zitat

    ein gedanke der dir vielleicht hilft ist, dass menschen immer wieder auf die nase fallen. will sagen: vielleicht findet er bald eine andere oder hat sie sogar schon. aber richtig glücklich werden wird er mit ihr auch nicht. in den nächsten jahren wird er vielleicht ein dutzend partnerinnen eine nach der anderen haben und dabei nach irgendwas suchen und du wirst vielleicht glück haben und den richtigen finden und glücklich werden.


    versuche, es positiv zu sehen.

    Ja vielleicht wird er das, aber spätestens wenn ich wieder glücklich sein sollte, dann wird es mir leid tun, dass er so viel Pech hat und nicht das findet, was er sucht. Wir werden sehen...

    Zitat

    und - ich weiss noch nicht, ob du so weit bist - irgendwann wird das kleine schultermännchen dir sagen, was dich an ihm genervt hat. irgendwas an seinem benehmen oder an seiner art wird dir negativ ins gedächtnis kommen und dann wird dir klar, dass jede andere frau nach dir mit genau diesem negativen aspekt leben werden muss und du wirst stolz auf dich sein können, dass du trotzdem so lange bei ihm ausgehalten hast.

    Ach solche Dinge kommen mir jetzt schon ins Gedächtnis, ich weiß womit er mich genervt hat und ich weiß womit ich ihn genervt habe. Wir haben ja schon lange keine rosarote Brille mehr aufgehabt und durchaus auch die Ecken und Kanten des anderen gesehen und auch darüber gesprochen. Nur finde ich diese Ecken und Kanten einfach liebenswert. Klar hat es mich manchmal genervt, aber am Ende des Tages waren es eben auch genau diese Dinge, die ihn zu dem Mann gemacht haben, den ich liebe. Da kann ich eigentlich nur hoffen, dass jede andere Frau diese Dinge nur nervend und nicht liebenswert findet.

    Zitat

    aber umgekehrt ist eben auch die frage, was ein ex sonst sagen soll?

    Genau das, was er davor gesagt hat. Dass es ihm Leid tut wie weh er mir getan hat und dass das nie seine Absicht war. Dass er einfach auch Verständnis für meine Situation zeigt ohne irgendwelche platten Sprüche zu bringen.


    Klar das ändert nichts an der Situation, deswegen hat er mir immer noch das Herz gebrochen und deswegen kommt er trotzdem nicht zurück, aber ich hab dann wenigstens das Gefühl, dass er meine Gefühle nicht mit einem Schulterzucken abtut, sondern wahrnimmt, was seine Entscheidung, so richtig sie für ihn zu sein scheint, bei mir auslöst.

    Zitat

    das freut mich! @:)


    nix zu danken, mache ich doch gerne! :)*

    Trotzdem danke. Ich weiß deine Hilfe wirklich zu schätzen! @:)

    Zitat

    Ja bis auf die und Leute, die zwar über die Trennung und den Ex hinweg sind, aber eben trotzdem nicht den Richtigen finden - habe ich durchaus im Bekanntenkreis auch schon gesehen. Aber ich denke jetzt für mich erst mal positiv.

    ja, erstmal positiv denken. negativ denken kann man hinterher immernoch.

    Zitat

    So habe ich das noch gar nicht gesehen, da magst du durchaus Recht haben. Wäre er der Richtige, hätte er mit mir zusammen einen Weg aus der Krise gesucht und nicht für sich allein den Weg aus der Beziehung genommen.


    Aber subjektiv fühlt man das ja immer ein bisschen anders und glaubt eben doch, dass er der Richtige ist ;-)

    ja, da hatte ich recht. ;-D


    natürlich denkt man sowas erstmal. man hat sich ja jahrelang selbst davon überzeugt, dass er der richtige war. jemand ist eben so lange der richtige, bis er sich als der falsche erweist und dann muss man das erstmal verarbeiten.

    ich sehe es so:


    "bis das der tod uns scheidet" wurde erfunden, als frauen oft im kindbett starben und männer auch nur so ca. 35-40 wurden. fand man da mit 18, 19 oder 20 einen partner, konnte es durchaus sein, dass der tod einen nach 2, 3 jahren schon schied. sei es im kindbett oder wegen einer krankheit.


    heute werden die menschen jedoch wesentlich älter, ergo möchten sie mehr von ihrem leben erleben. das heisst nicht unbedingt, dass sie mehr erleben, aber der wunsch danach ist zumindest da. mitte 20 ist aber noch ein alter, wo vieles sich erst heraus kristallisiert. man schaut, in welche richtung es beruflich mit einem geht, man baut sich grade so sein eigenes leben auf. sich dort dann ewig binden zu müssen, bis man 80, 90, 100 oder älter ist, ist für viele eben schwierig. das heisst nicht, dass du so nicht denken darfst, denn der gedanke an sich ist ja was schönes. ;-)


    aber es ist eben auch wichtig, zu wissen wie solche gedanken auf den partner wirken. ich meine, wie wäre es umgekehrt für dich, wenn er sein ganzes leben schon mit dir geplant hätte?


    mich für meinen teil bringt sowas in eine gewisse ambivalenz. einerseits finde ich den gedanken eben schön, aber andererseits will ich einfach nur weglaufen. und ich bin schon über mitte 20 hinaus. ;-D


    man will heutzutage eben vor allem erstmal sein leben geniessen. das kann natürlich in einer einzigen monogamen beziehung der fall sein. aber eine, die so stark symbiotisch ist, ist in etwa als würde ich dich mit waffengewalt zwingen wollen, in disneyland deinen spass zu haben. ;-)

    Zitat

    Nun wir haben ein paar gemeinsame Freunde, die durchaus 2-3mal im Jahr ein Grund für ein Treffen wären und ansonsten macht es doch eine Freundschaft aus, dass man sich bewusst trifft und bewusst den Kontakt hält, oder nicht? So ist es zumindest bei meinen anderen Freundschaften, mit denen halte ich auch ganz bewusst Kontakt und vereinbare ganz bewusst treffen (ok die wohnen ~500km weg, da muss man das bewusst machen). Da trifft man sich doch dann bewusst zum Kaffee, Sport oder so ":/

    wenn das ganze dann in eine freundschaft übergegangen ist und ihr beide gut damit leben könnt, kann man sich durchaus einfach aus gründen der freundschaft treffen, das stimmt. :)z

    Zitat

    Genau das, was er davor gesagt hat. Dass es ihm Leid tut wie weh er mir getan hat und dass das nie seine Absicht war. Dass er einfach auch Verständnis für meine Situation zeigt ohne irgendwelche platten Sprüche zu bringen.


    Klar das ändert nichts an der Situation, deswegen hat er mir immer noch das Herz gebrochen und deswegen kommt er trotzdem nicht zurück, aber ich hab dann wenigstens das Gefühl, dass er meine Gefühle nicht mit einem Schulterzucken abtut, sondern wahrnimmt, was seine Entscheidung, so richtig sie für ihn zu sein scheint, bei mir auslöst.

    ja, das versteh ich. aber ich denke mir, dass er vermutlich emotional auch darunter leiden wird. ich meine, klar - er hat ewig zeit gehabt, sich zu entscheiden und alles vorzubereiten und zu durchzugehen. aber für ihn war es auch sicher kein pappenstiel, die beziehung zu beenden.

    Zitat

    Trotzdem danke. Ich weiß deine Hilfe wirklich zu schätzen! @:)

    gerne! @:)

    @ anfangmitfreude

    Zitat

    heute werden die menschen jedoch wesentlich älter, ergo möchten sie mehr von ihrem leben erleben. das heisst nicht unbedingt, dass sie mehr erleben, aber der wunsch danach ist zumindest da. mitte 20 ist aber noch ein alter, wo vieles sich erst heraus kristallisiert. man schaut, in welche richtung es beruflich mit einem geht, man baut sich grade so sein eigenes leben auf. sich dort dann ewig binden zu müssen, bis man 80, 90, 100 oder älter ist, ist für viele eben schwierig. das heisst nicht, dass du so nicht denken darfst, denn der gedanke an sich ist ja was schönes. ;-)

    Ich verstehe was du meinst, aber auf mich hat es eigentlich immer den Eindruck gemacht als ob er das auch möchte. Man kann sich ja auch beruflich orientieren und sein Leben aufbauen, wenn man in einer Beziehung ist. Und so wie er es mir gesagt hat, sucht er ja nach der Frau, mit der sein Leben verbringen und alt werden will, also er will sich ja schon binden - nur nicht jetzt und eben nicht mit mir. Ich glaube unsere Vorstellungen und Wünsche unterscheiden sich da gar nicht so enorm, nur die zeitliche Einordnung und der Mensch mit dem wir uns das wünschen sind leider unterschiedlich.

    Zitat

    aber es ist eben auch wichtig, zu wissen wie solche gedanken auf den partner wirken. ich meine, wie wäre es umgekehrt für dich, wenn er sein ganzes leben schon mit dir geplant hätte?

    Ganz ehrlich, das erschreckt mich nicht im geringsten. Ist ja nicht so, dass wir nie darüber gesprochen haben wie unsere Zukunft aussehen soll. Wir haben viel 'geplant', alles noch rein hypothetisch, aber eben darüber gesprochen wie wir uns die Zukunft zusammen vorstellen und ich fand die Vorstellung immer schön. Auf mich wirkte es immer so, als wären wir beide angekommen und glücklich.

    Zitat

    man will heutzutage eben vor allem erstmal sein leben geniessen. das kann natürlich in einer einzigen monogamen beziehung der fall sein. aber eine, die so stark symbiotisch ist, ist in etwa als würde ich dich mit waffengewalt zwingen wollen, in disneyland deinen spass zu haben. ;-)

    Wie kommst du darauf, dass unsere Beziehung extrem symbiotisch war? ":/

    Zitat

    ja, das versteh ich. aber ich denke mir, dass er vermutlich emotional auch darunter leiden wird. ich meine, klar - er hat ewig zeit gehabt, sich zu entscheiden und alles vorzubereiten und zu durchzugehen. aber für ihn war es auch sicher kein pappenstiel, die beziehung zu beenden.

    Nein sicher war und ist es für ihn auch nicht einfach, aber trotzdem geht es ihm jetzt besser als mir. Er hat das was er wollte, seine Freiheit und kann sich ausleben. Auch wenn die Entscheidung für ihn nicht leicht war, fühlt er sich jetzt trotzdem erleichtert und glücklich - ganz im Gegensatz zu mir. :°(

    sorry, dass ich erst jetzt antworte - bin in den letzten tagen hitzebedingt nicht ganz auf der höhe. %:|

    Zitat

    Ich verstehe was du meinst, aber auf mich hat es eigentlich immer den Eindruck gemacht als ob er das auch möchte. Man kann sich ja auch beruflich orientieren und sein Leben aufbauen, wenn man in einer Beziehung ist. Und so wie er es mir gesagt hat, sucht er ja nach der Frau, mit der sein Leben verbringen und alt werden will, also er will sich ja schon binden - nur nicht jetzt und eben nicht mit mir. Ich glaube unsere Vorstellungen und Wünsche unterscheiden sich da gar nicht so enorm, nur die zeitliche Einordnung und der Mensch mit dem wir uns das wünschen sind leider unterschiedlich.

    ich glaube, da reden wir etwas aneinander vorbei. ;-)


    ich meinte es eher so, dass ich ihm durchaus zutraue, dass er das auch mit dir wollte. und wie gesagt, vor 500 jahren wärt ihr glücklich und zufrieden geworden, hättet vor 5 jahren geheiratet und du wärst vor 4 jahren im kindbett gestorben und er wäre jetzt an einem punkt, wo er wieder nach einer neuen lebensliebe sucht.


    das konzept der lebenslangen liebe/partnerschaft ist ja schön und wenn es funktioniert ist es ja auch super. aber menschen werden heute eben sehr, sehr alt und verbringen dementsprechend sehr viel zeit mit dieser lebenslangen liebe. dementsprechend wird dann der druck umso höher, sich irgendwann eine neue lebenslange liebe zu suchen, weil man mal was neues braucht.


    letzten endes könnt ihr da beide nix für.


    er denkt eben, dass das gras auf der anderen wiese grüner ist und du bist das vergilbte gras auf dieser wiese an dem er schon jeden halm kennt.

    Zitat

    Ganz ehrlich, das erschreckt mich nicht im geringsten. Ist ja nicht so, dass wir nie darüber gesprochen haben wie unsere Zukunft aussehen soll. Wir haben viel 'geplant', alles noch rein hypothetisch, aber eben darüber gesprochen wie wir uns die Zukunft zusammen vorstellen und ich fand die Vorstellung immer schön. Auf mich wirkte es immer so, als wären wir beide angekommen und glücklich.

    ganz ehrlich? ich wäre da auch irgendwann weg. über die zukunft reden und dinge planen ist ja schön und gut. aber ihr wart doch schon über 6 jahre zusammen. warum hat sich da noch nix getan mit euren gemeinsamen plänen? mit mitte 20 kann man doch beieinander studieren, kann sich ausbildungs- oder arbeitsstellen in der selben stadt suchen, zusammen ziehen, die erste gemeinsame wohnung einrichten und lauter solche sachen.


    ich verstehe, dass man am anfang natürlich nicht nach 1-2 wochen zueinander zieht. ;-D aber irgendwann hätte doch der punkt kommen können, an dem ihr zusammenzieht. was hat euch denn davon abgehalten gehabt? ":/

    Zitat

    Wie kommst du darauf, dass unsere Beziehung extrem symbiotisch war? ":/

    daraus lese ich das etwas heraus:

    Zitat

    Und das verstehe ich einfach nicht, oder nur zum Teil. Ja ich kann nachvollziehen, dass man sich die große Liebe wünscht, den perfekten Partner mit dem man alt werden will. Das will ich auch, nur hatte ich ihn in meinem Partner bereits gefunden.

    auch aus deinem bedürfnis, nach der trennung noch mit ihm in kontakt zu bleiben und mit ihm befreundet zu sein. symbiotisch seh ich da gar nicht negativ konnotiert, sondern eher neutral. gibt eben paare die sich nach der trennung total zerstreiten, die sich auch schon in der beziehung scheissegal waren und die selbst zu den besten zeiten gar nicht miteinander geredet haben. die sind dann eben das gegenteil von symbiotisch. ihr hattet viel und engen kontakt trotz fernbeziehung, habt euch wöchentlich gesehen, eure zukunft miteinander geplant usw.


    kann natürlich sein, dass ich mich irre.

    Zitat

    Nein sicher war und ist es für ihn auch nicht einfach, aber trotzdem geht es ihm jetzt besser als mir. Er hat das was er wollte, seine Freiheit und kann sich ausleben. Auch wenn die Entscheidung für ihn nicht leicht war, fühlt er sich jetzt trotzdem erleichtert und glücklich - ganz im Gegensatz zu mir. :°(

    ja, das stimmt natürlich. :°_

    @ anfangmitfreude

    Zitat

    sorry, dass ich erst jetzt antworte - bin in den letzten tagen hitzebedingt nicht ganz auf der höhe. %:|

    Kein Problem, das kann ich vollkommen nachvollziehen - bei dieser Hitze kann man gar nicht auf der Höhe sein.


    Und außerdem bist du ja nicht dazu verpflichtet mir zu antworten oder innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ;-)

    Zitat

    ich meinte es eher so, dass ich ihm durchaus zutraue, dass er das auch mit dir wollte. und wie gesagt, vor 500 jahren wärt ihr glücklich und zufrieden geworden, hättet vor 5 jahren geheiratet und du wärst vor 4 jahren im kindbett gestorben und er wäre jetzt an einem punkt, wo er wieder nach einer neuen lebensliebe sucht.


    das konzept der lebenslangen liebe/partnerschaft ist ja schön und wenn es funktioniert ist es ja auch super. aber menschen werden heute eben sehr, sehr alt und verbringen dementsprechend sehr viel zeit mit dieser lebenslangen liebe. dementsprechend wird dann der druck umso höher, sich irgendwann eine neue lebenslange liebe zu suchen, weil man mal was neues braucht.

    Ja, dass er das mal mit mir wollte hat er mir zumindest in den letzten Jahren so vermittelt.


    Ich glaube aber trotzdem an das Konzept der lebenslangen Liebe/Partnerschaft, denn das habe ich selbst schon gesehen (meine Großtante und mein Großonkel sind seit über 60 Jahren glücklich verheiratet :)z ). Klar das passt nicht für jeden, aber ich glaube nicht, dass das etwas mit der hohen Lebenserwartung zu tun hat. Ich denke eher, dass es Menschen gibt, die einfach immer was Neues wollen und sich nur schwer mit dem zufrieden geben können was sie haben, dass da eben immer der Wunsch ist, etwas anderes zu erleben, weil sie sich selbst nie sicher sein können bereits alles erreicht/erlebt zu haben. Und dann gibt es eben Menschen, die diese Sehnsucht nach etwas Neuem nicht oder nicht so intensiv haben.


    Ist halt nur doof und schmerzhaft, wenn zwei Menschen in einer Beziehung aufeinander treffen, die da unterschiedlich sind :°(

    Zitat

    er denkt eben, dass das gras auf der anderen wiese grüner ist und du bist das vergilbte gras auf dieser wiese an dem er schon jeden halm kennt.

    Ja ungefähr so hat er mir das auch erklärt, nur dass ich für ihn nicht das vergilbte Gras bin, sondern er sich einfach fragt, ob es auf einer anderen Wiese noch grüneres Gras gibt, dass er noch nicht kennt, dass aber für ihn passender wäre.

    Zitat

    ganz ehrlich? ich wäre da auch irgendwann weg. über die zukunft reden und dinge planen ist ja schön und gut. aber ihr wart doch schon über 6 jahre zusammen. warum hat sich da noch nix getan mit euren gemeinsamen plänen? mit mitte 20 kann man doch beieinander studieren, kann sich ausbildungs- oder arbeitsstellen in der selben stadt suchen, zusammen ziehen, die erste gemeinsame wohnung einrichten und lauter solche sachen.


    ich verstehe, dass man am anfang natürlich nicht nach 1-2 wochen zueinander zieht. ;-D aber irgendwann hätte doch der punkt kommen können, an dem ihr zusammenzieht. was hat euch denn davon abgehalten gehabt? ":/

    Nun wir haben uns über die Arbeit kennengelernt und haben etwa 4 Jahre im gleichen Betrieb, die meiste Zeit davon sogar im gleichen Büro, gearbeitet. Wir hatten also durchaus Arbeitsstellen in der gleichen Stadt und haben auch nur ne knappe Viertelstunde voneinander entfernt gewohnt - auch noch nach dem ersten Jobwechsel. Wirklich weit voneinander weggezogen sind wir erst vor wenigen Monaten, als er wegen des zweiten Jobwechsels einen anderen Wohnort brauchte. Und da ich, unabhängig von dieser Situation, schon länger einen neuen Job suche, wollte ich mir in seiner neuen Stadt etwas suchen um die Distanz wieder zu verringern. Er hat mich dabei sogar unterstützt - der Wille sich Arbeitsstellen in der gleichen Stadt zu suchen war also da.


    Zusammenziehen kam für uns beide nicht in Frage. Er hat es immer ein bisschen mehr abgelehnt als ich, aber im Grunde sind wir eben beide Menschen, die viel Zeit für sich brauchen, ohne dass da jemand um einen rum ist. Wir brauchen beide unseren individuellen Rückzugsort und haben uns deswegen bisher immer bewusst gegen das Zusammenziehen entschieden.

    Zitat

    auch aus deinem bedürfnis, nach der trennung noch mit ihm in kontakt zu bleiben und mit ihm befreundet zu sein. symbiotisch seh ich da gar nicht negativ konnotiert, sondern eher neutral. gibt eben paare die sich nach der trennung total zerstreiten, die sich auch schon in der beziehung scheissegal waren und die selbst zu den besten zeiten gar nicht miteinander geredet haben. die sind dann eben das gegenteil von symbiotisch. ihr hattet viel und engen kontakt trotz fernbeziehung, habt euch wöchentlich gesehen, eure zukunft miteinander geplant usw.


    kann natürlich sein, dass ich mich irre.

    Hm vielleicht ist symbiotisch das falsche Wort. Für mich bedeutet symbiotisch nämlich eher, dass man quasi miteinander verschmilzt, alles zusammen macht und sich bei Dingen, die man nicht kann oder mag voll darauf verlässt, dass der andere es schon für einen machen wird und dass man einfach nicht mehr ohne den anderen kann, dass man also so ein bisschen seine Selbstständigkeit aufgibt. Ich sehe das bei meiner Cousine, die kann kaum ohne ihren Partner sein, wenn der sich mal ein Wochenende mit seinem Freunden trifft, dann klingelt, sobald er die Wohnung verlassen hat, mein Handy und meine Cousine fragt ob ich spontan Zeit habe, weil sie allein ist und sich sonst langweilt.


    Ich hingegen genieße durchaus die Zeit alleine, unternehme auch mal was alleine und bin selbständig und unabhängig - und mein Ex-Partner ist da genauso. Wir haben die Zeit zu zweit natürlich trotzdem immer genossen und uns gerne gesehen, nur eben keine 24h an / Tagen die Woche (selbst bei längeren Urlauben haben wir uns individuelle Auszeiten genommen). Ich hätte unsere Beziehung daher eher als harmonisch, liebevoll und ergänzend beschrieben. Vielleicht meinen wir aber auch sehr ähnliche Dinge und geben ihnen nur unterschiedliche Namen. :-)


    Der Wunsch auch nach der Trennung in Kontakt zu bleiben geht übrigens von uns beiden aus, wobei er ihn zuerst geäußert hat. Im Moment ist es auch so, dass er seit Anfang der Woche komischerweise mehr den Kontakt sucht und deutlich öfter schreibt. Und ich weiß gerade nicht was ich davon halten soll ??? Auf der einen Seite tut es mir gut von ihm zu hören und zu wissen wie es ihm geht und auf der anderen Seite frage ich mich, ob es nicht vielleicht kontraproduktiv ist, wenn ich eigentlich die Trennung und meine Gefühle verarbeiten müsste ":/ Denn jetzt gerade wirkt die Trennung wieder total unwirklich, da sich für mich nicht viel geändert hat, außer, dass wir uns am Wochenende nicht sehen und dass wir weniger und etwas anders Kommunizieren. Wenn da nicht diese Trauer, der Schmerz und die Leere in mir drin wären, dann könnte man fast meinen es wäre nichts passiert :°( Aber wenn ich gar keinen Kontakt zu ihm habe, dann geht es mir erst Recht schlecht. Ach das ist keine leichte Situation und ich weiß leider absolut nicht was richtig ist ???

    Zitat

    Kein Problem, das kann ich vollkommen nachvollziehen - bei dieser Hitze kann man gar nicht auf der Höhe sein.


    Und außerdem bist du ja nicht dazu verpflichtet mir zu antworten oder innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ;-)

    ja, das weiss ich ja auch. @:)


    aber ich versuch eben trotzdem immer, relativ zeitnah zu antworten. grade zu themen, die einen so mitreissen oder mitnehmen wie deines. :)*


    ??allerdings bin ich nächste und übernächste woche nicht da, also nicht wundern, dass ich da nicht schreibe?? @:)

    Zitat

    Ja, dass er das mal mit mir wollte hat er mir zumindest in den letzten Jahren so vermittelt.


    Ich glaube aber trotzdem an das Konzept der lebenslangen Liebe/Partnerschaft, denn das habe ich selbst schon gesehen (meine Großtante und mein Großonkel sind seit über 60 Jahren glücklich verheiratet :)z ). Klar das passt nicht für jeden, aber ich glaube nicht, dass das etwas mit der hohen Lebenserwartung zu tun hat. Ich denke eher, dass es Menschen gibt, die einfach immer was Neues wollen und sich nur schwer mit dem zufrieden geben können was sie haben, dass da eben immer der Wunsch ist, etwas anderes zu erleben, weil sie sich selbst nie sicher sein können bereits alles erreicht/erlebt zu haben. Und dann gibt es eben Menschen, die diese Sehnsucht nach etwas Neuem nicht oder nicht so intensiv haben.


    Ist halt nur doof und schmerzhaft, wenn zwei Menschen in einer Beziehung aufeinander treffen, die da unterschiedlich sind :°(

    klar, es gibt auch paare, die ein leben lang zusammen waren. hab ich auch in meiner verwandtschaft miterlebt. meine opa ist z.b. auch sehr früh gestorben und meine oma hatte danach nie wieder einen anderen.


    aber ich denke mir, dass solche paare nochmal was anderes durchgemacht haben. wenn ich mit jemandem den krieg überstanden habe und die schlimme zeit nach dem krieg mit hunger, bitterer armut und extremer unsicherheit oder die gefahr eines atomkrieges in den 60ern, dann schweisst das irgendwo zusammen. auch gibt es bei solchen paaren in meinem umfeld oft eine genaue teilung der aufgaben. jeder hat irgendwie seinen "job", den er/sie gut erledigt. bei einem meiner opas war es "nur" der garten. da hat er dann immer bergeweise gemüse angeschleppt und umgekehrt hat meine oma sich dann um den haushalt gekümmert. heute sind diese grenzen eher verschwommen. das seh ich nicht unbedingt negativ, sondern eher positiv. gleichberechtigung ist ja was gutes. :)z


    ich denke mir nur, dass man unter umständen länger zusammen bleibt, wenn der partner absolut wichtig fürs eigene (über)leben war oder noch ist. wie gesagt, das hat nix mit antiquierten rollenbildern zu tun. bei meinen grosseltern ist z.b. meine oma arbeiten gegangen und mein opa war zuhause und hat sich dann eben um die kinder und um den garten gekümmert.


    heute ist das eben oft anders, hab ich den eindruck. wie du ja selbst schreibst: man ist eher selbstständig und "braucht" eigentlich keinen partner. man kriegt sein leben selbst gewuppt und da ist man eben auch sehr schnell mal dabei, sich zu trennen.

    Zitat

    Ja ungefähr so hat er mir das auch erklärt, nur dass ich für ihn nicht das vergilbte Gras bin, sondern er sich einfach fragt, ob es auf einer anderen Wiese noch grüneres Gras gibt, dass er noch nicht kennt, dass aber für ihn passender wäre.

    naja, aber genau das sagt der spruch doch aus. das gras auf den anderen wiesen ist eben grüner oder sieht zumindest von weitem hoffnungsvoll gesehen so aus - damit siehst du eben vergilbter aus.

    Zitat

    Zusammenziehen kam für uns beide nicht in Frage. Er hat es immer ein bisschen mehr abgelehnt als ich, aber im Grunde sind wir eben beide Menschen, die viel Zeit für sich brauchen, ohne dass da jemand um einen rum ist. Wir brauchen beide unseren individuellen Rückzugsort und haben uns deswegen bisher immer bewusst gegen das Zusammenziehen entschieden.

    hm, aber wie habt ihr euch dann eure zukunft vorgestellt? oder mal umgekehrt: kannst du dir deine grosstante und deinen grossonkel vorstellen, wie sie jahrelang zwar auf der selben stelle arbeiten und im selben ort wohnen, aber nicht zusammen ziehen? ;-)


    ich meine, ich kann deine sichtweise da durchaus verstehen. ich hab auch schon eine langfristige fernbeziehung (3 jahre) hinter mir und bin aktuell in einer nahbeziehung (nun auch schon einige jahre). ich weiss, dass man auch einfach mal alleine sein will, grade wenn man den partner auch den ganzen tag über sieht. :=o ;-D


    allerdings wäre es mir zu viel distanz, in getrennten wohnungen zu leben. das maximum wäre für mich zwei wohnungen in einem haus zu haben oder 2 wohnungen in direkter nachbarschaft (sagen wir mal 2-3 minuten zu fuss).


    ABER: eine dauerlösung wäre das für mich auch nicht. ich will in meinem leben doch irgendwann mal kinder oder auch nur haustiere, ein gemeinsames leben usw. - und da ist zusammenziehen und -leben dann eben schon ein wichtiges thema.


    daher wundere ich mich eben darüber, dass ihr 6 jahre so gelebt habt. ein wenig erklärt das für mich auch die trennung - er ist weg gezogen und hat dann vermutlich gar nicht mal so sehr gemerkt, dass du ihm fehlst. denn irgendwie ist ja ein umzug auch ein neuanfang im leben. wenn man den alleine macht ohne den partner mit einzuschliessen, schliesst man ihn aus und das schadet dann der beziehung.


    aber gut, ist nur meine sicht der dinge.

    Zitat

    Hm vielleicht ist symbiotisch das falsche Wort. Für mich bedeutet symbiotisch nämlich eher, dass man quasi miteinander verschmilzt, alles zusammen macht und sich bei Dingen, die man nicht kann oder mag voll darauf verlässt, dass der andere es schon für einen machen wird und dass man einfach nicht mehr ohne den anderen kann, dass man also so ein bisschen seine Selbstständigkeit aufgibt.

    wie gesagt, mein opa hat auf sämtlichen arbeitsstellen seinen mund zu weit aufgemacht, politisch unerwünschtes geäussert und wurde gefeuert, weil er sich auf meine oma verlassen konnte. umgekehrt konnte sie sich darauf verlassen, dass er ihr im sommer bergeweise gemüse anbringt. genervt voneinander waren beide und doch waren sie ein leben lang zusammen. :)z


    ich für meinen teil könnte nicht in so einer abhängigkeits-beziehung stecken. aber grade solche beziehungen dauern eben am längsten.


    aber ja, ich würde das eben nicht als symbiose sehen, sondern eher als gegenseitige abhängigkeit.

    Zitat

    Ich sehe das bei meiner Cousine, die kann kaum ohne ihren Partner sein, wenn der sich mal ein Wochenende mit seinem Freunden trifft, dann klingelt, sobald er die Wohnung verlassen hat, mein Handy und meine Cousine fragt ob ich spontan Zeit habe, weil sie allein ist und sich sonst langweilt.

    ja, das kenne ich auch. allerdings glaube ich eher, dass das ein stück weit ein modernes phänomen ist. die leute wissen mit ihrer zeit eben nicht mehr viel anzufangen. ich hab noch nie leute genervt, weil mir langweilig ist. im gegenteil: wenn mir langweilig ist, überlege ich mir selbst was, wie ich mich beschäftige und manchmal komme ich auf ganz gute ideen.


    aber ich glaube kaum, dass das primär was mit der art der beziehung zu tun hat, in der man ist.

    Zitat

    Ich hingegen genieße durchaus die Zeit alleine, unternehme auch mal was alleine und bin selbständig und unabhängig - und mein Ex-Partner ist da genauso. Wir haben die Zeit zu zweit natürlich trotzdem immer genossen und uns gerne gesehen, nur eben keine 24h an / Tagen die Woche (selbst bei längeren Urlauben haben wir uns individuelle Auszeiten genommen). Ich hätte unsere Beziehung daher eher als harmonisch, liebevoll und ergänzend beschrieben. Vielleicht meinen wir aber auch sehr ähnliche Dinge und geben ihnen nur unterschiedliche Namen. :-)

    naja, so sehe ich eigtl. auch eine gut funktionierende beziehung - nur dass man in meiner perfekten welt eben auch noch zusammen wohnt und das irgendwie unter einen hut kriegt. ;-D


    aber was ich mit der symbiose-thematik meinte war was ganz anderes. nicht so sehr das aufeinander-hocken sondern eher dass es mir so vorkam, als seiest du sehr stark auf ihn fixiert und er eben nicht so sehr auf dich. es schien mir so, dass du sehr stark auf eine freundschaft drängen würdest, während er das gar nicht wollte und dass du dir da evtl. dadurch ein blaues auge abholen würdest - aber das ist nun ja nicht passiert.

    Zitat

    Wenn da nicht diese Trauer, der Schmerz und die Leere in mir drin wären, dann könnte man fast meinen es wäre nichts passiert :°( Aber wenn ich gar keinen Kontakt zu ihm habe, dann geht es mir erst Recht schlecht. Ach das ist keine leichte Situation und ich weiß leider absolut nicht was richtig ist ???

    daher plädiere ich bei sowas eigtl. immer für einen kontaktabbruch. zumindest erstmal für eine gewisse zeit, bis man sich geordnet hat. "da" ist er ja auch noch in 2 wochen oder 4 monaten, denn platzen oder auf den mars fliegen wird er nicht. daher wäre sowas vielleicht eine möglichkeit - er könnte sich erstmal austoben, ohne dass du aus erster hand wind davon kriegst und du könntest mit deiner trauer und deinem schmerz klarkommen, ohne dass es sich eben so unreal anfühlt und dich verwirrt. :)*


    aber gut, das muss jeder selbst für sich wissen. @:)

    @ anfangmitfreude

    Zitat

    ja, das weiss ich ja auch. @:)


    aber ich versuch eben trotzdem immer, relativ zeitnah zu antworten. grade zu themen, die einen so mitreissen oder mitnehmen wie deines. :)*

    Danke! @:)

    Zitat

    aber ich denke mir, dass solche paare nochmal was anderes durchgemacht haben. wenn ich mit jemandem den krieg überstanden habe und die schlimme zeit nach dem krieg mit hunger, bitterer armut und extremer unsicherheit oder die gefahr eines atomkrieges in den 60ern, dann schweisst das irgendwo zusammen. auch gibt es bei solchen paaren in meinem umfeld oft eine genaue teilung der aufgaben.

    Zitat

    ich denke mir nur, dass man unter umständen länger zusammen bleibt, wenn der partner absolut wichtig fürs eigene (über)leben war oder noch ist. wie gesagt, das hat nix mit antiquierten rollenbildern zu tun. bei meinen grosseltern ist z.b. meine oma arbeiten gegangen und mein opa war zuhause und hat sich dann eben um die kinder und um den garten gekümmert.

    Ja das stimmt schon, solche Erlebnisse bringen die Menschen natürlich enger zusammen, als das vielleicht heute der Fall ist. Und sicherlich trennt man sich nicht so schnell, wenn man auf den Partner angewiesen ist, aber ist es dann nicht eher eine Zweckgemeinschaft? Klar ist da sicherlich auch Zuneigung und Liebe im Spiel, aber ob das dann meist die große Liebe ist? ":/


    Da bin ich wohl eine hoffnungslose Romantikerin, ich will wegen der großen Liebe, wegen Zuneigung, Verbundenheit und Vertrauen eine lebenslange Beziehung führen und nicht, weil ich meinen Partner unbedingt zum überleben brauche...

    Zitat

    heute ist das eben oft anders, hab ich den eindruck. wie du ja selbst schreibst: man ist eher selbstständig und "braucht" eigentlich keinen partner. man kriegt sein leben selbst gewuppt und da ist man eben auch sehr schnell mal dabei, sich zu trennen.

    Und genau das finde ich so schade, dass man so schnell dabei ist sich zu trennen, dass man nicht mal um etwas kämpft. Natürlich will ich keine Partnerschaft, bei der man nur zusammen ist, weil man voneinander abhängig ist und den anderen braucht, aber in der Regel geht man ja eine Partnerschaft ein, weil da Gefühle sind. Dass man dann den anderen vielleicht braucht um zu leben, das entwickelt sich ja meist erst mit der Zeit. Aber das war ja bei uns eigentlich nicht so. Ich hätte eher gedacht, bzw bei mir war das so, dass sich mit der Zeit immer tiefere Gefühle entwickelt haben anstelle einer Abhängigkeit, wobei vielleicht ist das dann eine emotionale Abhängigkeit.

    Zitat

    naja, aber genau das sagt der spruch doch aus. das gras auf den anderen wiesen ist eben grüner oder sieht zumindest von weitem hoffnungsvoll gesehen so aus - damit siehst du eben vergilbter aus.

    Autsch. Das tut weh, auch wenn es wohl leider so ist und ich mir selbst etwas einreden würde, wenn ich versuchen würde diesen Spruch anders zu sehen :°(

    Zitat

    hm, aber wie habt ihr euch dann eure zukunft vorgestellt? oder mal umgekehrt: kannst du dir deine grosstante und deinen grossonkel vorstellen, wie sie jahrelang zwar auf der selben stelle arbeiten und im selben ort wohnen, aber nicht zusammen ziehen? ;-)

    Zitat

    ABER: eine dauerlösung wäre das für mich auch nicht. ich will in meinem leben doch irgendwann mal kinder oder auch nur haustiere, ein gemeinsames leben usw. - und da ist zusammenziehen und -leben dann eben schon ein wichtiges thema.


    daher wundere ich mich eben darüber, dass ihr 6 jahre so gelebt habt. ein wenig erklärt das für mich auch die trennung - er ist weg gezogen und hat dann vermutlich gar nicht mal so sehr gemerkt, dass du ihm fehlst. denn irgendwie ist ja ein umzug auch ein neuanfang im leben. wenn man den alleine macht ohne den partner mit einzuschliessen, schliesst man ihn aus und das schadet dann der beziehung.

    Nein meine Großtante und meinen Großonkel könnte ich mir so nicht vorstellen, aber die sind auch ganz andere Menschen und haben eine ganz andere Beziehung mit ganz anderen Bedürfnissen.


    Kinder wollten wir beide nicht und Haustiere waren schwierig - er hat leider sehr viele (Tierhaar-)Allergien, daher war das natürlich mal Thema, aber nichts was man hätte umsetzen können. Und für die Zukunft haben wir uns schon vorgestellt vielleicht mal 2 Wohnungen im selben Haus zu haben oder auch ein sehr großes Haus für uns zwei, aber eben immer mit der Möglichkeit, dass jeder seinen Rückzugsort hat und den anderen nicht einengt, wobei das im Moment alles sehr unkonkret und eher so Zukunftsphantasien waren.


    Und das wir 6 Jahre so gelebt haben, lag auch daran, dass er erst vor 1,5Jahren aus seinem Elternhaus ausgezogen ist und natürlich auch mal alleine wohnen wollte.


    Den Umzug musste er ja Job-bedingt erst mal alleine machen und eigentlich hat er nach dem Umzug sogar öfter gesagt / gemerkt, dass ich ihm fehle.

    Zitat

    ich für meinen teil könnte nicht in so einer abhängigkeits-beziehung stecken. aber grade solche beziehungen dauern eben am längsten.


    aber ja, ich würde das eben nicht als symbiose sehen, sondern eher als gegenseitige abhängigkeit.

    Und ich möchte das auch nicht. Ich habe schon immer gesagt, dass ich mich nie von einem Mann abhängig machen werde und dass ich mich nicht für einen Mann verbiege und genauso möchte ich auch nicht, dass jemand von mir abhängig ist. Wer weiß ob meine Beziehung länger gehalten hätte, wenn es anders gewesen wäre.


    Wobei ich mich auch immer wieder frage, ob ich mich vielleicht nicht doch für ihn verbogen habe und - falls ja - ob die Beziehung schon früher zu Ende gewesen wäre, wenn ich es nicht gemacht hätte ":/

    Zitat

    ja, das kenne ich auch. allerdings glaube ich eher, dass das ein stück weit ein modernes phänomen ist. die leute wissen mit ihrer zeit eben nicht mehr viel anzufangen. ich hab noch nie leute genervt, weil mir langweilig ist.

    Hm ja vielleicht ist es auch eher die Langeweile. Aber das kann ich absolut nicht nachvollziehen, mir ist ganz selten mal langweilig, weil ich immer was zu tun finde und wenn es nur 'ein Buch lesen' ist, ich gehe dann eigentlich auch niemandem auf die Nerven. Möglicherweise habe ich meine Cousine da immer falsch eingeschätzt, aber dieses Phänomen tritt eben erst auf seitdem sie in einer Beziehung ist, davor war sie sehr oft und viel allein und wusste sich auch zu beschäftigen ":/ (zumindest glaube ich das)

    Zitat

    naja, so sehe ich eigtl. auch eine gut funktionierende beziehung - nur dass man in meiner perfekten welt eben auch noch zusammen wohnt und das irgendwie unter einen hut kriegt. ;-D


    aber was ich mit der symbiose-thematik meinte war was ganz anderes. nicht so sehr das aufeinander-hocken sondern eher dass es mir so vorkam, als seiest du sehr stark auf ihn fixiert und er eben nicht so sehr auf dich. es schien mir so, dass du sehr stark auf eine freundschaft drängen würdest, während er das gar nicht wollte und dass du dir da evtl. dadurch ein blaues auge abholen würdest - aber das ist nun ja nicht passiert.

    Jeder hat ja eine andere Vorstellung von einer perfekten Welt ;-)


    Hm vielleicht bin ich echt sehr stark auf ihn fixiert ":/ Also jetzt gar nicht auf die Freundschaft bezogen, denn das ging ja wie gesagt zuerst von ihm aus, aber so im Allgemeinen. Ich bin vor 7 Jahren wegen des Jobs an meinen jetztigen Wohnort gezogen - 500km von meiner Familie und meinen Freunden weg. Am ersten Arbeitstag haben wir uns direkt kennengelernt, waren voll auf einer Wellenlänge und wurden gute Freunde und dann ein halbes Jahr später auch ein Paar. Ich hab in all den Jahren hier nie wirlich einen eigenen Freundeskreis aufgebaut sondern bin ein Stück weit in seinen mit reingerutscht und war ansonsten ein glücklicher Stubenhocker. Also ja, irgendwie bin und war ich wohl sehr auf ihn fixiert.

    Zitat

    daher plädiere ich bei sowas eigtl. immer für einen kontaktabbruch. zumindest erstmal für eine gewisse zeit, bis man sich geordnet hat. "da" ist er ja auch noch in 2 wochen oder 4 monaten, denn platzen oder auf den mars fliegen wird er nicht. daher wäre sowas vielleicht eine möglichkeit - er könnte sich erstmal austoben, ohne dass du aus erster hand wind davon kriegst und du könntest mit deiner trauer und deinem schmerz klarkommen, ohne dass es sich eben so unreal anfühlt und dich verwirrt. :)*


    aber gut, das muss jeder selbst für sich wissen. @:)

    Da bist du nicht der Einzige, überall wird nach einer Trennung erst mal zu einem kompletten Kontaktabbruch geraten, aber die Vorstellung ihn eben für einige Zeit, und sei es nur ein paar Wochen, vollständig aus meinem Leben zu streichen, tut einfach unglaublich weh. Und wenn ich vollkommen ehrlich bin, dann wünscht sich mein Herz eben immer noch, dass er sich doch noch mal umentscheidet und merkt, dass die Trennung ein Fehler war. Wahrscheinlich sind wir da wieder an dem Punkt der "Fixierung", dass ich eben einfach nicht loslassen kann.


    Wirklich mitkriegen tue ich im Moment auch nicht, ob und wie er sich auslebt, denn durch die Entfernung sehe ich es ja nicht und das ist jetzt auch kein Thema über das wir im Moment schreiben.


    Das schlimme ist, dass ich eben nicht weiß was für mich im Moment das richtige ist. Ich versuche da irgendwie durchzukommen und das zu verarbeiten und es tut mir eben gut von ihm zu hören, auf der anderen Seite macht es mich aber auch verrückt, wenn dann mal nix kommt. Ach es ist doch eine scheiß verzwickte Situation :°(

    Zitat

    Ja das stimmt schon, solche Erlebnisse bringen die Menschen natürlich enger zusammen, als das vielleicht heute der Fall ist. Und sicherlich trennt man sich nicht so schnell, wenn man auf den Partner angewiesen ist, aber ist es dann nicht eher eine Zweckgemeinschaft? Klar ist da sicherlich auch Zuneigung und Liebe im Spiel, aber ob das dann meist die große Liebe ist? ":/


    Da bin ich wohl eine hoffnungslose Romantikerin, ich will wegen der großen Liebe, wegen Zuneigung, Verbundenheit und Vertrauen eine lebenslange Beziehung führen und nicht, weil ich meinen Partner unbedingt zum überleben brauche...

    ich glaube, dass es bei solchen zweckgemeinschaften schon liebe ist. ich meine, würdest du den rest deines lebens mit jemandem zusamme leben wollen, den du gar nicht liebst? die liebe ist dann sogar so gross, dass man die persönlichen differenzen erträgt.


    ich würde sagen, dass das ganze keine entweder-oder-frage ist. klar, es gibt auch miese zweckgemeinschaften bei denen beide sich nur ausnutzen und darunter leiden.


    aber wenn ich mir solche lebenslänglichen beziehungen ansehe, dann ist es oft einerseits eine zweckgemeinschaft aber andererseits eben auch liebe.

    Zitat

    Und genau das finde ich so schade, dass man so schnell dabei ist sich zu trennen, dass man nicht mal um etwas kämpft. Natürlich will ich keine Partnerschaft, bei der man nur zusammen ist, weil man voneinander abhängig ist und den anderen braucht, aber in der Regel geht man ja eine Partnerschaft ein, weil da Gefühle sind. Dass man dann den anderen vielleicht braucht um zu leben, das entwickelt sich ja meist erst mit der Zeit. Aber das war ja bei uns eigentlich nicht so. Ich hätte eher gedacht, bzw bei mir war das so, dass sich mit der Zeit immer tiefere Gefühle entwickelt haben anstelle einer Abhängigkeit, wobei vielleicht ist das dann eine emotionale Abhängigkeit.

    hm, wenn man sich eigtl. trennen will bringt es meiner meinung nach nichts, zu kämpfen. dann lieber klare zustände schaffen, anstatt rum zu eiern.


    aber beziehungen bedeuten eben arbeit. man muss viel miteinander kommunizieren, grenzen und differenzen besprechen und gegenseitige wünsche äussern und gemeinsam daran arbeiten.


    ich hab das gefühl, bei vielen leuten läuft es heute eher so, dass sie ihre beziehung auskosten bis das erste problem kommt. und anstatt dieses dann anzugehen trennt man sich eben und sucht sich jemand anderen, bis eben wieder das erste problem auftaucht. man ist schnell dabei, sich innerlich zu entlieben und zu trennen, anstatt sich erstmal zu fragen, was sich denn ändern müsste, damit man glücklicher zusammen ist.

    Zitat

    Nein meine Großtante und meinen Großonkel könnte ich mir so nicht vorstellen, aber die sind auch ganz andere Menschen und haben eine ganz andere Beziehung mit ganz anderen Bedürfnissen.

    ja, eben deshalb sind sie ja auch zusammen - sie erfüllen sich gegenseitig ihre bedürfnisse. aber zwei menschen, die vor allem das bedürfnis haben, getrennt voneinander zu leben kann ich mir eben ehrlich gesagt schlecht vorstellen für das modell "lebenslange partnerschaft".

    Zitat

    Kinder wollten wir beide nicht und Haustiere waren schwierig - er hat leider sehr viele (Tierhaar-)Allergien, daher war das natürlich mal Thema, aber nichts was man hätte umsetzen können. Und für die Zukunft haben wir uns schon vorgestellt vielleicht mal 2 Wohnungen im selben Haus zu haben oder auch ein sehr großes Haus für uns zwei, aber eben immer mit der Möglichkeit, dass jeder seinen Rückzugsort hat und den anderen nicht einengt, wobei das im Moment alles sehr unkonkret und eher so Zukunftsphantasien waren.


    Und das wir 6 Jahre so gelebt haben, lag auch daran, dass er erst vor 1,5Jahren aus seinem Elternhaus ausgezogen ist und natürlich auch mal alleine wohnen wollte.


    Den Umzug musste er ja Job-bedingt erst mal alleine machen und eigentlich hat er nach dem Umzug sogar öfter gesagt / gemerkt, dass ich ihm fehle.

    aus deinem "leider" entziehe ich, dass du gerne tiere gehabt hättest?


    hm, wie gesagt - ich hab nix gegen deinen lebensentwurf. ich meine, grundsätzlich darf und kann jeder gern so leben wie er will. aber wenn du mich fragst, ist so ein lebensentwurf eben nix, was du mit deiner grosstante und deinem grossonkel vergleichen kannst. bei solchen paaren sind die lebensentwürfe eben ganz anders und sehr viel partnerschaftlicher.


    und er hat die ersten fast 5 jahre bei seinen eltern gewohnt? ":/ hat das denn dann nicht gestört, wenn ihr euch getroffen habt? und dass er dann erstmal alleine leben wollte, kann ich verstehen - aber hallo? ihr wart seit jahren zusammen. rechnerisch betrachtet seit 1/5 eures lebens, also schon sehr lang. da hätte er sich das mit dem alleine leben dann eben früher überlegen müssen und hätte dann mal nägeln mit köppen machen müssen.


    mich für meinen teil würde das zumindest immens verletzen, wenn meine freundin erst fast 5 jahre bei ihren eltern lebt und dann dort auszieht aber nichtmal mit mir zusammen. aber gut, jeder ist da anders. @:)

    Zitat

    Und ich möchte das auch nicht. Ich habe schon immer gesagt, dass ich mich nie von einem Mann abhängig machen werde und dass ich mich nicht für einen Mann verbiege und genauso möchte ich auch nicht, dass jemand von mir abhängig ist. Wer weiß ob meine Beziehung länger gehalten hätte, wenn es anders gewesen wäre.


    Wobei ich mich auch immer wieder frage, ob ich mich vielleicht nicht doch für ihn verbogen habe und - falls ja - ob die Beziehung schon früher zu Ende gewesen wäre, wenn ich es nicht gemacht hätte ":/

    wenn du dich das fragst, ist vermutlich ein quäntchen wahrheit dran. :°_

    Zitat

    Hm ja vielleicht ist es auch eher die Langeweile. Aber das kann ich absolut nicht nachvollziehen, mir ist ganz selten mal langweilig, weil ich immer was zu tun finde und wenn es nur 'ein Buch lesen' ist, ich gehe dann eigentlich auch niemandem auf die Nerven. Möglicherweise habe ich meine Cousine da immer falsch eingeschätzt, aber dieses Phänomen tritt eben erst auf seitdem sie in einer Beziehung ist, davor war sie sehr oft und viel allein und wusste sich auch zu beschäftigen ":/ (zumindest glaube ich das)

    ich denke, das ist bei vielen einfach die moderne kommunikationswelt mit social media und co. da gibt es immer wieder was neues und deshalb haben die leute nur noch eine aufmerksamkeitsspanne von 5 minuten und ihnen wird vom buchlesen zu schnell langweilig, weil nichts spannendes passiert, das sie kommentieren oder liken können. ;-D


    ich meine, klar gibt es auch viele leute die das relativ normal nutzen. aber viele sind eben auch regelrecht süchtig danach und sitzen dann z.b. in der schule und sind permanent am chatten oder lesen auf dem handy.

    Zitat

    Jeder hat ja eine andere Vorstellung von einer perfekten Welt ;-)


    Hm vielleicht bin ich echt sehr stark auf ihn fixiert ":/ Also jetzt gar nicht auf die Freundschaft bezogen, denn das ging ja wie gesagt zuerst von ihm aus, aber so im Allgemeinen. Ich bin vor 7 Jahren wegen des Jobs an meinen jetztigen Wohnort gezogen - 500km von meiner Familie und meinen Freunden weg. Am ersten Arbeitstag haben wir uns direkt kennengelernt, waren voll auf einer Wellenlänge und wurden gute Freunde und dann ein halbes Jahr später auch ein Paar. Ich hab in all den Jahren hier nie wirlich einen eigenen Freundeskreis aufgebaut sondern bin ein Stück weit in seinen mit reingerutscht und war ansonsten ein glücklicher Stubenhocker. Also ja, irgendwie bin und war ich wohl sehr auf ihn fixiert.

    allerdings. in meiner perfekten welt hab ich einen riesigen mech-anzug, mit dem ich die menschheit unterjochen und die welt beherrschen kann. x:) ;-D


    ja, das klingt schon stark nach fixierung. ich merk das bei mir auch oft. bin auch eher der stubenhocker, vor 2-3 jahren in eine neue stadt gezogen (waren bei mir auch ca. 500 km) und ausser meiner freundin kenne ich hier noch nicht so richtig viele leute. :=o ich glaube, da würde mir der arsch auch ganz schön auf grundeis gehen, wenn wir und trennen würden.


    allerdings muss ich dazu anmerken, dass ich mich als sozial eher einsamer stubenhocker und lone wolf bisher eigtl. immer wohl gefühlt habe. war nie jemand, der viele menschen um sich rum brauchte oder wollte.


    aber nach so einer trennung braucht man natürlich erstmal ein soziales netz, um sich etwas aufzufangen. :)*

    Zitat

    Da bist du nicht der Einzige, überall wird nach einer Trennung erst mal zu einem kompletten Kontaktabbruch geraten, aber die Vorstellung ihn eben für einige Zeit, und sei es nur ein paar Wochen, vollständig aus meinem Leben zu streichen, tut einfach unglaublich weh. Und wenn ich vollkommen ehrlich bin, dann wünscht sich mein Herz eben immer noch, dass er sich doch noch mal umentscheidet und merkt, dass die Trennung ein Fehler war. Wahrscheinlich sind wir da wieder an dem Punkt der "Fixierung", dass ich eben einfach nicht loslassen kann.

    frag dich doch mal, was dir schlimmes widerfahren würde, wenn du morgen den kontakt abbrächest? wo liegt da für dich das problem oder das, wovor du angst hast? dann kannst du ja genau das angehen.

    Zitat

    Das schlimme ist, dass ich eben nicht weiß was für mich im Moment das richtige ist. Ich versuche da irgendwie durchzukommen und das zu verarbeiten und es tut mir eben gut von ihm zu hören, auf der anderen Seite macht es mich aber auch verrückt, wenn dann mal nix kommt. Ach es ist doch eine scheiß verzwickte Situation :°(

    das richtige ist im moment, erstmal die sache zu akzeptieren. er hat sich getrennt. du kannst da nicht viel dran ändern, sondern es nur akzeptieren. je eher du das tust, desto besser für dich selbst ist es. wenn du aber noch kontakt mit ihm suchst, um sozusagen noch den fuss in der tür zu haben in der hoffnung, dass da nochmal was läuft, dann verleugnest du die wahrheit und respektierst auch nicht ihn und seine ansagen: er will nicht mit dir zusammen sein. ist schwer zu akzeptieren, aber vielleicht schaffst du es ja. :)* @:)

    @ anfangmitfreude

    Zitat

    ich glaube, dass es bei solchen zweckgemeinschaften schon liebe ist. ich meine, würdest du den rest deines lebens mit jemandem zusamme leben wollen, den du gar nicht liebst? die liebe ist dann sogar so gross, dass man die persönlichen differenzen erträgt.

    Nein ich würde nicht ewig mit jemandem leben wollen, den ich nicht liebe, das wäre schrecklich, wie eine WG und das ist nun wirklich nicht das, was ich will. Also ja, es wird wahrscheinlich bei solchen Zweckgemeinschaften auch Liebe sein - zumindest würde ich das den Beteiligten wünschen ;-)

    Zitat

    hm, wenn man sich eigtl. trennen will bringt es meiner meinung nach nichts, zu kämpfen. dann lieber klare zustände schaffen, anstatt rum zu eiern.


    aber beziehungen bedeuten eben arbeit. man muss viel miteinander kommunizieren, grenzen und differenzen besprechen und gegenseitige wünsche äussern und gemeinsam daran arbeiten.


    ich hab das gefühl, bei vielen leuten läuft es heute eher so, dass sie ihre beziehung auskosten bis das erste problem kommt. und anstatt dieses dann anzugehen trennt man sich eben und sucht sich jemand anderen, bis eben wieder das erste problem auftaucht. man ist schnell dabei, sich innerlich zu entlieben und zu trennen, anstatt sich erstmal zu fragen, was sich denn ändern müsste, damit man glücklicher zusammen ist.

    Klar, wenn man sich wirklich die Trennung wünscht und keinen anderen Weg mehr sieht, dann muss man irgendwann klare Verhälnisse schaffen und nicht ewig rumeiern. Aber ich finde eben, dass man vorher schon kämpfen sollte und das heißt nicht, zwanghaft an einer Beziehung festhalten und alles schön reden, sondern mit seinem Partner reden über Probleme und das was fehlt und gemeinsam eine Lösung suchen. Ich sehe das in meinem Bekanntenkreis, da wird sich auch eher getrennt, als mal zusammen an der Beziehung zu arbeiten.


    Wir haben (eigentlich) immer über unsere Bedürfnisse gesprochen, was uns fehlt, was wir uns wünschen würden und haben dann daran gearbeitet, dass wir zusammen glücklicher werden. Deswegen trifft mich die Trennung ja so hart, weil er dieses Mal nicht mit mir geredet hat, weil er plötzlich nicht mehr bereit ist mit mir zusammen daran zu arbeiten, weil er bei diesem Problem plötzlich einfach wegrennt :°( Das ist einfach nicht mehr der Mann, den ich kennengelernt habe. Sein Verhalten und das was er sich seiner Aussage nach wünscht passt so absolut nicht zu dem Menschen, den ich kenne. Er hat sich in den letzten Jahren einfach immer ganz anders verhalten und gegeben.

    Zitat

    ja, eben deshalb sind sie ja auch zusammen - sie erfüllen sich gegenseitig ihre bedürfnisse. aber zwei menschen, die vor allem das bedürfnis haben, getrennt voneinander zu leben kann ich mir eben ehrlich gesagt schlecht vorstellen für das modell "lebenslange partnerschaft".

    Aber wenn beide das Bedürfnis haben eher für sich zu sein und sich diesen Freiraum auch geben, dann erfüllen sie sich ja ihre Bedürfnisse und ich glaube schon, dass auch so eine lebenslange Partnerschaft möglich ist. Lebenslange Partnerschaft heißt ja nicht, dass man immmer zusammenziehen muss, sondern dass man immer miteinander glücklich ist, sich respektiert, auf die Bedürfnisse des anderen Rücksicht nimmt und sie erfüllt und ich glaube das ist auch möglich, wenn man getrennt voneinander lebt.

    Zitat

    aus deinem "leider" entziehe ich, dass du gerne tiere gehabt hättest?

    Ja ich wünsche mir schon seit Kindertagen ein Haustier. Leider hat immer irgendwas nicht gepasst, die Allergien meines Partners sind da jetzt nur ein kleiner Punkt. Ich hätte am liebsten einen Hund und da kann man ja auch problemlos einen Allergikerhund nehmen (zumal seine Allergie bei Hunden nur schwach ausgeprägt ist), aber es passt leider beruflich und von der Wohnsituation im Moment nicht, da müsste ich zuerst etwas ändern. Von daher bezieht sich das "leider" nicht nur auf ihn/seine Allergien.

    Zitat

    hm, wie gesagt - ich hab nix gegen deinen lebensentwurf. ich meine, grundsätzlich darf und kann jeder gern so leben wie er will. aber wenn du mich fragst, ist so ein lebensentwurf eben nix, was du mit deiner grosstante und deinem grossonkel vergleichen kannst. bei solchen paaren sind die lebensentwürfe eben ganz anders und sehr viel partnerschaftlicher.

    Ich will das auch nicht mit den beiden vergleichen, ich denke jeder hat eine andere Vorstellung von seinem Lebensentwurf und "partnerschaftlich" und nicht für jeden bedeutet es, dass man zusammenwohnt und immer zusammen ist. Wichtig ist doch nur, dass beide Partner innerhalb einer Partnerschaft da gleich ticken.

    Zitat

    und er hat die ersten fast 5 jahre bei seinen eltern gewohnt? ":/ hat das denn dann nicht gestört, wenn ihr euch getroffen habt? und dass er dann erstmal alleine leben wollte, kann ich verstehen - aber hallo? ihr wart seit jahren zusammen. rechnerisch betrachtet seit 1/5 eures lebens, also schon sehr lang. da hätte er sich das mit dem alleine leben dann eben früher überlegen müssen und hätte dann mal nägeln mit köppen machen müssen.


    mich für meinen teil würde das zumindest immens verletzen, wenn meine freundin erst fast 5 jahre bei ihren eltern lebt und dann dort auszieht aber nichtmal mit mir zusammen. aber gut, jeder ist da anders. @:)

    Ne das hat gar nicht gestört, wir haben uns meist bei mir getroffen und selbst wenn wir bei ihm (seinen Eltern) waren, war das kein Problem. Ich verstehe mich super mit ihnen und ich wurde so herzlich aufgenommen und integriert in die Familie, dass es für mich einfach schön war und ich gerne da war. Und ich hab auch immer verstanden warum er noch zuhause gewohnt hat, hätte ich an seiner Stelle wohl auch gemacht, von daher war das kein Problem.


    Hm nein verletzt hat es mich nicht, dass er erst mal alleine wohnen wollte. Ich kann diesen Wunsch nämlich zu 100% nachvollziehen. Als ich zuhause ausgezogen bin - und ich liebe meine Familie wirklich - war ich einfach nur froh endlich mal meine Ruhe zu haben, für mich zu sein und niemanden um mich rum zu haben und genau das wollte er auch und das kann ich ihm nicht verübeln. Außerdem habe ich meine eigene Routine entwickelt und will mich noch nicht umstellen, ich will meine eigene Wohnung und Freiheit noch nicht aufgeben. Und zu guter Letzt wollte ich nicht mit jemanden zusammenziehen, der sich noch nie selbst um einen Haushalt und so kümmern musste.

    Zitat

    wenn du dich das fragst, ist vermutlich ein quäntchen wahrheit dran. :°_

    Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich weiß es eben nicht. Vielleicht habe ich mich verbogen, vielleicht ist es aber auch einfach meine ganz normale Entwicklung gewesen, denn man verändert sich ja auch mit der Zeit ":/

    Zitat

    und ihnen wird vom buchlesen zu schnell langweilig, weil nichts spannendes passiert, das sie kommentieren oder liken können. ;-D

    Wie kann einem denn vom Lesen langweilig werden? Das kann ich ja mal gar nicht verstehen. Ich lese für mein Leben gerne und könnte nicht ohne Bücher. ;-D

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    ja, das klingt schon stark nach fixierung. ich merk das bei mir auch oft. bin auch eher der stubenhocker, vor 2-3 jahren in eine neue stadt gezogen (waren bei mir auch ca. 500 km) und ausser meiner freundin kenne ich hier noch nicht so richtig viele leute. :=o ich glaube, da würde mir der arsch auch ganz schön auf grundeis gehen, wenn wir und trennen würden.


    allerdings muss ich dazu anmerken, dass ich mich als sozial eher einsamer stubenhocker und lone wolf bisher eigtl. immer wohl gefühlt habe. war nie jemand, der viele menschen um sich rum brauchte oder wollte.


    aber nach so einer trennung braucht man natürlich erstmal ein soziales netz, um sich etwas aufzufangen. :)*

    Das ist bei mir halt auch so. Ich bin gerne Stubenhocker und allein. Ich brauche nicht dauernd andere Menschen um mich rum, sondern bin sogar eher gestresst, wenn ich nicht meine Zeiten für mich allein bekomme. Für mich war es völlig ausreichend, ab und an mal was mit anderen zu machen, die meiste Zeit allein zu sein und dann eben die Zeit am Wochenende mit meinem Partner zu verbringen. Und es ist auch immer noch vollkommen ok für mich, dass ich meine Zeit allein vebringe, aber mein Partner fehlt mir halt trotzdem unglaublich (in allen Belangen) :°(