Trennungsjahr - und viele Fragen

    Liebe Forumsmitglieder,


    ich hoffe, mein Beitrag gehört hierhin, ansonsten verschiebt ihn bitte.


    Ich habe in den letzten Tagen viel gelesen und versucht, mir meine Fragen selbst zu beantworten. Bei einigen hat es geklappt, bei anderen nicht. Daher und weil meine Rechtsanwältin gerade sehr passend 14 Tage im Urlaub ist, wende ich mich nun an Euch und hoffe, ihr könnt mir helfen.

    Vor drei Wochen ist mein Mann ausgezogen. (die Gründe dafür lasse ich nun erst einmal weg, da der Beitrag sonst einfach zu lang wäre, aber ich schreibe auf Anfragen natürlich gerne) Wir waren lange verheiratet, haben zwei Kinder. Wir wohnen zur Miete. Nun hat er sich über den ganzen letzten Zeitraum nicht gemeldet, es sei denn, er wollte etwas von seinen Sachen (Kleidung), diese habe ich ihm heraus gegeben. Es ist noch nicht alles, hier ist der Schrank noch voll. Gestern nun wollte ich wissen, wann er seine restlichen Sachen abholen kommt und da fragt er mich nach der Hausstandsteilung.

    Nun kommen wir zu dem, was mich beschäftigt. Mir wurde gesagt, dass der Hausstand während des Trennungsjahres nicht verändert werden muss und das habe ich ihm auch so gesagt. Mein Noch-Mann ist zu seiner neuen Freundin in die Wohnung gezogen, also in einen intakten Haushalt, mit Kindern. Es ist nicht so, dass er auf der Straße sitzt oder keine Wohnungseinrichtung hat.

    Daher stellt sich mir die Frage: Was muss ich rausgeben (ausser Kleidung, Schmuck, Pflegeartikeln, Hobbysachen, die nur seine sind und Dingen, die ihm schon vor der Ehe gehört haben)? Muss ich ausser diesen Dingen überhaupt etwas herausgeben im Trennungsjahr? Wie verhält sich das mit den Sachen/Elektrogeräten/Möbeln der Kinder? Was ist mit Schenkungen,die gezielt nur an mich gerichtet waren?

    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen. Die Situation ist hier zu Hause derzeit für die Kinder schon sehr schwer zu ertragen. Zum einen ist der Vater von jetzt auf gleich weg, womit niemand gerechnet hatte, zum anderen steht noch nicht fest, ob sie ihre gewohnte Umgebung durch Umzug verlieren werden, nun haben sie auch noch Angst, dass ihnen die Möbel etc. weggenommen werden.

  • 7 Antworten
    Sonnenaufgang_11 schrieb:

    Daher stellt sich mir die Frage: Was muss ich rausgeben (ausser Kleidung, Schmuck, Pflegeartikeln, Hobbysachen, die nur seine sind und Dingen, die ihm schon vor der Ehe gehört haben)? Muss ich ausser diesen Dingen überhaupt etwas herausgeben im Trennungsjahr? Wie verhält sich das mit den Sachen/Elektrogeräten/Möbeln der Kinder? Was ist mit Schenkungen,die gezielt nur an mich gerichtet waren?

    Seine persönlichen Sachen hat er ja bereits erhalten. Zu mehr bist Du erstmal nicht verpflichtet. Warte die Rückkehr deiner Anwältin ab. Es kommen noch mehr Dinge in Betracht, die Du jetzt nicht überschauen kannst. Für die Zukunft würde ich dir raten wollen, alles nur über die jeweiligen Anwälte klären zu lassen.


    Er ist ausgezogen, Du brauchst dich auf seine Argumente privat nicht einlassen, erst recht nicht, wenn Du - wie fast alle - keine Ahnung von der Rechtsprechung haben.

    Fizzlypuzzly

    Danke für die schnelle Antwort.

    Ja, einen Teil seiner Kleidung hat er bekommen. Den Rest (den er nun Jahre nicht getragen hat) packe ich gerade ein. Auch seine pernölichen Unterlagen, Sportgeräte, Hobbysachen uws. soll er gerne haben. Ich hatte ihm geschrieben, er soll mir einen Tag nennen für die Übergabe. Ich sperre mich ja nicht dagegen, ihm seine Sachen zu geben, aber eben auch nur seine...

    Sonnenaufgang_11 schrieb:

    Ich hatte ihm geschrieben, er soll mir einen Tag nennen für die Übergabe. Ich sperre mich ja nicht dagegen, ihm seine Sachen zu geben, aber eben auch nur seine...

    Ist so auch vollkommen iO. Wenn ihr den Termin ausgemacht habt, würde ich ihn jetzt auch nicht mehr in die Wohnung lassen, denn ihr seid ja getrennt durch seinen Auszug. Sollte er noch Wohnungsschlüssel besitzen, muss er dir diese aushändigen. Mein damaliger meinte, er könne immer noch kommen und gehen wann er will. Den Zahn habe ich ihm aber ganz schnell gezogen;-D.


    Ich hoffe Du überstehst das Ganze mit viel Kraft.

    Alles Gute für dich und halt die Öhrkes steif.

    Sonnenaufgang_11 schrieb:

    weil meine Rechtsanwältin gerade sehr passend 14 Tage im Urlaub ist

    Das ändert nichts daran, dass Rechtsberatung hier unzulässig ist.

    Gib ihm seine Sachen raus und wenn er hartnäckig wird bzgl. anderen Dingen: Freundlich drauf hinweisen, dass Du Rücksprache mit Deiner Anwältin halten wirst und er oder sein Anwalt sich nach deren Urlaubsrückkehr mit ihr in Verbindung setzen können.

    Schlüsselherausgabe fordern und quittieren lassen. Oder Schloß austauschen, wenn Vermieter/allg. Haussituation es ermöglichen.

    Und freundlich an seine emotionale Verpflichtung den Kindern gegenüber erinnern. Vielleicht kommt dann was bei ihm an.


    Er ist versorgt, es eilt nicht, also muss es warten, bis die Anwältin zurück ist.


    Bitte achte bei der Herausgabe von Unterlagen darauf, dass Du nichts rausgibst, was bspw. belegen könnte, was Du gekauft/gezahlt hast. Kopien machen oder leserlich abfotografieren. Auch Fotos der letzten Gehaltsabrechnungen könnten nicht schaden. Wenn aktuell Kurzarbeit, dann auch die letzten ohne Kurzarbeit.


    Alles kein (verbotener) juristischer Rat, sondern allg. wichtige Aspekte.


    Darüber hinaus Zugang zu DEINEN Konten sperren lassen. Ggf. Passwort bei Amazon, Netflix,... ändern, wenn Dein Bankkonto dort verknüpft ist. Und ggf. schauen, ob Versicherungen umgestellt werden müssen. Ob der Telefonanschluss geädert werden muss (Abbuchung von Deinem Konto,...).

    Also nach und nach in Ruhe wirklich alle Verträge etc. durchgehen und deutlich anpassen.


    Alles Gute!

    CoteSauvage schrieb:
    Sonnenaufgang_11 schrieb:

    weil meine Rechtsanwältin gerade sehr passend 14 Tage im Urlaub ist

    Das ändert nichts daran, dass Rechtsberatung hier unzulässig ist.

    Es tut mir leid, wenn das so rübergekommen ist. Darum geht es mir nicht. Ich hatte auf jemanden gehofft, der schreibt, wie es bei ihm/ihr gewesen ist, nichts anderes.

    Es ist erforderlich geworden den Thread an dieser Stelle zu schließen, da es nicht ausgeschlossen werden kann, dass es hier zu einer Rechtsberatung kommt.

    Der TE sollte sich weiterhin mit seinem Anwalt über das Thema beraten.

  • Hyperion

    Hat das Thema geschlossen