• Triebverhalten...

    Guten Tag und Hallo :) seit mehren Jahren habe ich ein Problem das ich einfach nicht kontrollieren oder in griff kriege kann... Ich weiß nicht mal wie ich es genau formulieren soll, aber ich versuch es einfach mal in der Hoffnung das ihr mir helfen könnt, selbst wenn es nur ein stoß in die richtige Richtung ist. Alles hat angefangen damit das ich erkannt…
  • 35 Antworten

    was würde denn passieren wenn du das Verhalten sein lässt und auch nicht mehr das Verlangen hättest? was bleibt dann übrig bzw wie möchtest du deine Zeit verbringen und deine Beziehungen gestalten?


    es ist schwer etwas zu raten in deinem Fall, und schwer einzuschätzen wie hoch der Leidensdruck ist und ob es tatsächlich eine Sucht im klassischen Sinne ist, hier wäre ein Psychotherapeut der richtige Ansprechpartner


    du treibst auch exzessiv Sport, wäre interessant zu wissen ob das evtl. deinen Trieb verstärkt

    Madame Charenton schrieb:

    du treibst auch exzessiv Sport, wäre interessant zu wissen ob das evtl. deinen Trieb verstärkt

    Ja. Und woher wiederum dieser Antrieb kommt. Auch da gibt es ja ganz verschiedene Motivationen.

    mnef schrieb:

    Ja. Und woher wiederum dieser Antrieb kommt. Auch da gibt es ja ganz verschiedene Motivationen.

    Vielleicht Hormonüberschuß? Ärztlich abklären lassen, dann ist man schlauer.

    Ich verletzte Frauen nicht indem ich sie anlüge ich bin da eher brutal ehrlich und sag auch wenn sie nen Notnagel ist, auch wenn ich das vllt etwas Humorvoll verpacke...

    Mein Pornokonsum kann auch mal ne Woche aussetzten, ich weiß das Pornos schädlich sind sie haben schon ne Beziehung aufn gewissen, deswegen hab ich da reagiert und find ich jetzt auch nicht schlimm mal ne woche zu verzichten...


    Und mit über Leichen gehen meine ich ich verrate mich selber oder hintergehe meine Werte oder Ziele.


    Zitat

    was würde denn passieren wenn du das Verhalten sein lässt und auch nicht mehr das Verlangen hättest? was bleibt dann übrig bzw wie möchtest du deine Zeit verbringen und deine Beziehungen gestalten?

    Wenn ich nicht mehr das verlangen hätte, ich hätte einfach Frieden mit mir selber Die Zeit würde ich in was sinnvolles investieren..


    Durch Corona und Selbstisolation ist mir diese Thematik weswegen ich den Thread aufgemacht hab erst mal richtig bewusst geworden davor hab ich ihn einfach verdrängt, ich hatte mehr Zeit für mich selbst in Punkt Selbstreflektion.


    "ich brauch immer von allem Viel" so würde ich mich beschreiben

    Zitat

    Vielleicht Hormonüberschuß? Ärztlich abklären lassen, dann ist man schlauer.

    Als Diabetiker ( Typ unbekannt ) mach ich häufiger Bluttest's und mein Testosteron wert ist eher im niedrig normalen Bereich.

    mumpel89 schrieb:

    ich hoffe ihr könnt mir nen Tipp oder Ansatz geben damit ich endlich ruhe hab.....

    Also mein erster Tipp wäre ja, mal deine Sprache zu entdramatisieren. Unter keinen Umständen sind Begriffe wie "Frauenjagd" akzeptabel. Oder "über Leichen gehen". Also nennen wir es mal zum "Trieb zum Sex mit Frauen". Der Wunsch nach Nähe, der Wunsch nach Kontakt, auch zu Exfreundinnen und auch in sexueller Absicht ist erstmal nix, was ich irgendwie verurteilen würde. Aber das ist der Wunsch an sich. Was anderes wird das, wenn das zu richtigem Verhalten wird, das sich in Stalking ausdrückt: beharrlicher Nachstellung, die wirklich auch gemacht wird mit Telefonterror, Nachrichten-Terror, Aufsuchen der Person in hochfrequenter, bedrängender Weise. Und wo es dann z.B. keine Selbstregulation mehr gäbe, wenn diese Frau den Wunsch ablehnt.


    Siehst du denn für dich selbst das Risiko, potenziell zu einem Stalker, Vergewaltiger oder Sexualstraftäter zu werden? Oder achtest du auch auf das Einverständnis dieser Frauen, also die explizite Bereitschaft und den Willen zu sexuellen Handlungen?


    Warum hast du mit "No Fap" angefangen? Das ist ja Unsinn. Der zwanghafte Verzicht auf Selbstbefriedigung ("No Fap") als Maßnahme der Selbstgeißelung und Selbstkontrolle ohne oder mit Beziehung ist in jedem Fall keine gesunde Lebensweise.


    Du solltest wieder in eine kontrollierbare Masturbationsfrequenz zu kommen, die sich gut mit deinem Alltag und deinem Sozialleben verbinden lässt. Ohne Beziehung und auch in einer Beziehung. Mit um 1x alle 1-2 Tage ist da sicherlich eine brauchbare Grundfrequenz, und von da kann man ja testen, was sich passend anfühlt. Ohne dass ein Masturbations-Leidensdruck entsteht. Den kann es auch geben, aber bis das wirklich krankhaft wird, muss schon echt viel passieren, also sich dann beispielsweise in sozialen Kontexten äußern, wo es echt nicht mehr akzeptabel ist.


    Auch in einer Beziehung finde ich es normal, neben dem Sex mit der Freundin/Frau die Momente zu haben, wo eben die Selbstbefriedigung eine bestimmte, besondere Form der Befriedigung schafft. Auch das würde ich also an deiner Stelle nicht verurteilen. Ist wieder eine Frage der Regulierung, Frequenz und Kommunikation.


    Pornokonsum in übersteigerter Form finde ich dann nochmal ein Thema getrennt davon. Es ist halt der Holzhammer auf die männliche Vorstellungskraft. Weg von Fantasie, hin zu einem einfachen optischer Reiz => Reaktionsschema. Und optischen Reizen, die sich dann konsumieren lassen. Zu jeder Tageszeit, in beliebiger Frequenz.


    Ruhe vor dem Sexualtrieb bekommst du, wenn du tot bist. Bis dahin wirst du dein Auskommen damit irgendwie finden müssen, und die Kombination mit einem angemessenen Sozialverhalten. Natürlich gibt es Medikamente, die das Triebverhalten über Wirkungen auf den Hormonstoffwechsel hemmen oder verstärken, aber bevor ich da irgendwas wirklich Behandelnswertes reininterpretiere, versuch doch nochmal die Gelassenheit, die oben steht.

    Zitat

    "ich brauch immer von allem Viel" so würde ich mich beschreiben

    Das ergibt so keinen Sinn.


    Denn das Bedürfnis kann ja auch nach viel Ruhe oder viel Entspannung ausgelegt werden.

    Du wirst also das, was du mit "alles" meinst, irgendwie konkretisieren müssen.


    Wenn es aber der Wunsch wäre nach viel Essen, dann wieder nach Erbrechen oder viel Sport/Bewegung, viel Geld, dann wieder finanzielle Askese/extreme Sparsamkeit, viel Koks/Alkohol/Haschisch, dann wieder Entzug, und viel Sex, extreme Arten des Sex, viele immer neue Kontakte, und dann wieder soziale Isolation, oder Verlangen luxuriösesten Wohnraums, dann wieder obdachlos auf der Straße, oder Wechsel zwischen Arbeitsmanie und Entlastungsmanie, dann gäbe es diverse Persönlichkeitsstörungen, die da passen könnten:

    Borderline-Persönlichkeitsstörung

    oder manisch-depressive Persönlichkeitsstörung (bipolare Persönlichkeitsstörung).


    Aber diese extremen Formen, die sich dann ja auch auf viel mehr Lebensbereiche beziehen, fehlen aus meiner Sicht in deinen Texten. Sondern da scheint es nur der eine Bereich um den Sexualtrieb halt zu sein, den du thematisierst.

    Danke erst mal so weit für Eure Worte....

    Ich denk mal mit dem Punkt Gelassenheit hast du nicht ganz unrecht, vllt ist es tatsächlich mehr drama als ich dass selber sehe bzw. fehlt mir da die Sichtweise....


    Ich wollte es ja sowieso mal mit Meditieren versuchen ;-D

    mumpel89 schrieb:

    Als Diabetiker ( Typ unbekannt ) mach ich häufiger Bluttest's und mein Testosteron wert ist eher im niedrig normalen Bereich.

    In Wechselwirkung zu Diabetes kann ich mir gut vorstellen, dass das (über den Hormonhaushalt) einen Einfluss auf den Sexualtrieb haben kann. Typ unbekannt klingt aber recht unspezifisch in der Diagnose. Die Wirkung von Testosteron kann man ringsrum auch an sowas wie Körperbehaarung, Bartwuchs nachvollziehen. Neben vielen anderen Stellen, wo es eine Wirkung hat.


    Für eine komplette Anamnese wird es hier im Forum halt nicht reichen. Da würde dann mehr dazu gehören: deine Vorerkrankungen, die der Eltern und Geschwister, Medikamente (Insulin?) und Dosierungen, Körpergewicht und Verlauf dessen, Ergebnisse aus Blutbildern. Ist nur dann aus meiner Sicht im Forum nicht mehr zu leisten.

    mumpel89 schrieb:

    Ich wollte es ja sowieso mal mit Meditieren versuchen ;-D

    Meditieren fände ich gleich wieder so eine irgendwie zwangs-ritualisierte Form der Gelassenheit ;-), die ich eigentlich nicht meinte. Geht nicht einfach "normale" Gelassenheit bei dir? Ablenkung, Zerstreuung, Lenken des Fokus auf die Dinge, die dich nicht belasten ...

    DarkerShark schrieb:

    Also mein erster Tipp wäre ja, mal deine Sprache zu entdramatisieren. Unter keinen Umständen sind Begriffe wie "Frauenjagd" akzeptabel.

    Wenn er das so empfindet oder auch nur fürchtet, dass es so sein könnte, ist es natürlich akzeptabel, dass er seine Gedanken dazu so beschreibt, wie sie sind. Eben auch mit den Wörtern. Das ist wenigstens aussagekräftig, anstatt irgendwelcher Verklausulierungen. Ich finde jetzt den Umstand, dass er den Frauen brutal ehrlich sagt, wozu sie ihm dienen und wozu nicht, erstmal positiv. Das lässt ihnen wenigstens die Wahl, sich drauf einzulassen, ohne böses Blut am Ende, weil Hoffnungen auf mehr bestanden.
    Ansich moralisch okay. Aber wenn das für den TE ein Über Leichen Gehen ist, entspricht es vielleicht trotzdem einfach nicht seinen Werten und Vorstellungen, so durchs Leben zu rennen.

    mumpel89 schrieb:

    Ich wollte es ja sowieso mal mit Meditieren versuchen ;-D

    Versuch macht Kluch ;-D Wobei der Versuch eher nicht so gut läuft, wenn man das bewusst tut, um etwas anderes loszuwerden. Absichtslosigkeit wäre vielversprechender, aber schwer zu erreichen. Nimm also auch da Druck raus ;-)

    Aaaalso, ich sehe da nun wirklich kaum Handlungsbedarf.

    Außer SB zu machen wenn Dir danach ist, das Umfeld es zulässt und niemand anderes dadurch gestört wird.

    Ich finde Dein Verhalten total in Ordnung. Dass Du Dich gedanklich (Gewissenskonflikte) damit intensiv befasst, zeichnet Dich aus.


    Meine SB-Tätigkeit begann als Dreizehn-/Vierzehnjähriger vor ungefähr sechzig Jahren. Allein, aber auf Jugendfreizeiten und im Schulkollegenkreis auch gelegentlich in der Gruppe. Pornofilme hatten wir damals nicht. Aber auch ohne Filme hab' ich es an manchen Tagen bis zu fünf mal gemacht.

    Ähnlich wie Du, hatte ich schwere Gewissenskonflikte, weil "Wichser" in meinem Umfeld auf dem platten Land (Dorf) mitleidig belächelt wurden. Ganz schlimm war's für den Betroffenen, wenn er mal überraschend beobachtet und erwischt wurde. Das ging dann durch's Dorf.

    Nur mit meinem engsten Freundeskreis konnte ich mich austauschen.


    Bei mir war's so, dass ich mehrfach versucht habe, mit der SB aufzuhören, aber der Vorsatz hatte meist nur maximal eine Woche Bestand.


    Langer Rede, kurzer Sinn: Ich war früher, in jungen Jahren ein Wichser, dem es in erster Linie um den schnellen Druckabbau ging. Dann, im mittleren Abschnitt des Lebens - so zwischen fünfundzwanzig und fünfzig - ließ die Häufigkeit etwas nach und der Genuss nahm zu. :)z

    Seit etwa zehn Jahren bin ich Rentner. Ich führe eine Fernbeziehung und wenn ich alleine bin, zelebriere ich es täglich nach dem Aufwachen über Stunden beim Stöbern im Rechner. Meine Liebste weiß davon. Sie ist auch bekennende Masturbantin.


    Kurzum: Ich bin dankbar für jeden Absch(l)uss, den ich herbeigeführt habe.


    Sorge Dich nicht, genieße! Ein schlechtes Gewissen musst Du Dir nicht machen, solange Deine alltäglichen Verpflichtungen nicht darunter leiden.


    Bleib gesund! *:)

    Zitat

    Bei mir war's so, dass ich mehrfach versucht habe, mit der SB aufzuhören, aber der Vorsatz hatte meist nur maximal eine Woche Bestand.

    Wozu damit aufhören, was ist der Sinn?

    • Neu

    Ja eben,wozu aufhören?Den ersten Höhepunkt des Tages habe ich meist schon vor dem Aufstehen.Im übrigen lässt der Druck im Laufe der Zeit nach,aber das erwähnte tantra1948 ja schon.