Also sie braucht auf jedenfall psychologischen Beratung.


    Aber wenn sie danach nicht einssieht damit sie was ändern muss, nix wie weg.


    Ich denke sie hat sich ihr Leben anders vorgestellt, aber mit Kind gehen ein paar sachen evtl auch nicht mehr so einfach.


    Und wenn sie nur jammert sie schafft es nicht das soll sie das Studium beenden und arbeiten gehen und wenn es nur halbtags ist.

    @ BlackforestMan

    Okay dann hast du ihr ja angeboten mit dem Kind zu helfen, was ich O.K. finde.


    Das dich das Jammern nervt, kenne ich aus eigener Erfahrung mit meiner Freundin. Ich empfinde dann acuh extreme Undankbarkeit.


    Ich kann dir nur raten ihr klar zu machen, dass du nicht für ihre "Fehler" (so würde ich ein Kind nicht bezeichnen, aber sie scheint es bisweilen vielleicht so zu sehen) der Vergangenheit verantwortlich bist.


    Du kannst ihr in der Gegenwart und Zukunft helfen. Wenn sie nicht in der Lage ist dies zu trennen und sich anstatt helfen zu lassen lieber über die von ihr gewählten Lebensumstände jammert, würde ich ihr wirklich sagen, dass du es so nicht mehr mitmachst.


    Die Gute weiß nicht, was sie an dir hat und das solltest dir ihr mal deutlich vor Augen führen.

    Ich würde nur das mit ihr tun, worauf Du Lust hast. Nichts mehr, um ihr zu "helfen". Und wenn Du gar keine Lust auf sie hast, dann würde ich eine Zeit lang mein Ding machen. Dann bist Du auch nicht enttäuscht.

    Hallo BlackforestMan,


    vielleicht ist es bei ihr auch ähnlich wie bei mir:


    ich empfinde meine derzeitige Situation als sehr schwierig und teilweise abartig schlimm und habe auch ein erhöhtes Jammerbedürfnis, welchem ich zwar nicht so ausgiebig nachgebe, wie Deine Freundin, aber immerhin habe ich jetzt schon ein, zwei mal versucht, mich bei meinem Mann und einer sehr engen Freundin auszujammern. Bei beiden sprang sofort der Reflex an, meine Sorgen abzumildern, freundlich zu relativieren, mir aufzuzeigen, was ich schon alles geschafft habe und Möglichkeiten zu finden, wie ich meine Situation verbessern kann.


    Ich habe das bei Beiden als sehr liebe, einfühlsame und aufmerksame Art und Weise empfunden, auf mich einzugehen, aber trotzdem hat es mir kein bisschen geholfen.


    Geholfen hätte mir "Boah, ja, du steckst da gerade in einem richtig üblen Scheiß! Ich wüsste mir an deiner Stelle auch kaum noch zu helfen. Und das hast du jeden Tag!! Du meine Güte, du Arme, das tut mir richtig leid!.." und so weiter.


    Das Ding ist: den ganzen rationaleren Kram, also das Bewerten, das Relativieren, das Lösungen suchen und auch das Mich-anspornen habe ich alles schon selbst erledigt. Ich kenne meinen Fahrplan für die nächste Zeit sehr gut, weil ich mich viel damit beschäftige.


    Was mir fehlt, ist jemand, der kurz mal mitleidet. Der das Emotionale einmal komplett mit mir mitträgt, der auch einmal kurz so verzweifelt ist wie ich, die gleichen Zweifel aufwirft, das ganze Ausmaß kaum aushaltbar findet etc. Das brauche ich sicher nicht die ganze Zeit über, aber für einen bestimmten Moment jemanden zu haben, der einfach nur da ist und mitfühlt, wäre eine große Erleichterung!


    Du schreibst, Du seist eher der Macher, vielleicht suchst Du auch bei den Problemen Deiner Freundin sofort nach Lösungen, obwohl Ihr Bedürfnis viel eher ist, dass Jemand im bestmöglichen Sinne mit ihr mitleidet.