Mein Beitrag hat nichts mit Rudelverhalten zu tun. Ich dachte tatsächlich schon die ganze Zeit an dieses Buch. Fand es einfach witzig, dass es noch jemandem so ging wie mir. Ich sehe einfach gewisse Paralellen.


    Das war auch auf keinen Fall in irgend einer Weise wertend gemeint.


    Ich finde übrigens, du schreibst viel besser als die Verfasserin dieses Schrott-Buches, erst recht da es nicht deine Muttersprache ist, das ist jetzt wertend gemeint.

    Eine Äffäre, wie sie tausendfach vorkommt.


    Da ist nichts Besonderes dran, leider.


    Da wird gelogen und betrogen wie überall, bei dir ist es etwas Besonderes.


    Etwas das zu schade ist für den Alltag? Oder würde diese kleine Geschichte den Alltag einfach nicht


    überleben?


    Anna weiss wohl sehr genau warum sie lieber bei ihrem Mann bleibt, dich so als kleines Extra nebenher,


    warum nicht.


    Erstaunlich finde ich was du daraus machst. Drama Baby.


    Du bist sehr bemüht dich darzustellen als der große Macher, der den Ton vorgibt, kreativ, gutaussehend, nur nicht alltäglich sein, Frauenschwarm ......usw. Merkst du was?


    Ich denke du hast ein ganz anderes Problem.


    Sympatisch kommst du nicht rüber und das liegt nicht nur an der Geschichte mit der Freundin von Anna.


    Ach ja, ob nun wahr oder angelehnt an Shades of Gray oder ein bißchen von beiden ist da auch schon egal.

    Zitat

    Anna sagt immer "nur Menschen mit scheinbar unlösbaren Problemen treiben sich in Foren rum, alle anderen lösen ihr Problem und leben ihr Leben!"

    Ja, sicher doch. Und die, die in den Foren schreiben/chatten sind eher alle pervers.


    "Schublade auf - Schublade zu" %-|


    Irgendwie finde ich es schade, dass diese Geschichte so eine Entwicklung genommen hat. Ja, beinah enttäuschend. Auch finde ich schade, dass Du Dich mit dem zufrieden gibst, was Du von Anna an Brocken der Aufmerksamkeit hingeschmissen bekommst. Am Anfang warst Du ziemlich unglücklich, weil Du mit ihr eine vernünftige Beziehung haben wolltest und das hat Dich ..hmm...wie soll ich es sagen...ja, normal und menschlich gemacht. Jetzt, wo Du eingesehen hast, dass von Anna in dieser Richtung nichts kommt, hast Du resigniert. Und versuchst jetzt "zu verkaufen" wie glücklich Du bist und der Alltag wäre ja so öde etc. Aber ich glaube Dir da nicht so wirklich. Aber ich verstehe Dich. Du versuchst aus dieser Situation das Beste zu meistern. Du hast geschrieben, dass manche in diesem Forum haben versucht Dich zu ändern, aber Du möchtest so bleiben wie Du bist (oder so ähnlich). Aber bitte gern. Keiner wollte das. Manche haben versucht Dir die Sachen aufzuzeigen, die Dich zum nachdenken bringen sollten. Nun, ich glaube, es ist ihnen gelungen. Und Du hast Deinen Weg gewählt. Ich bezweifle, dass Du damit auf Dauer glücklich wirst, denn Du wirst nicht jünger... Und genau diesen öden Alltag wirst Du Dir wünschen. Aber jedem das Seine. @:)

    Zitat

    erst recht da es nicht deine Muttersprache ist

    "Er" schreibt sogar besser als die meisten Muttersprachler. :=o


    Zitat

    Irgendwie finde ich es schade, dass diese Geschichte so eine Entwicklung genommen hat.

    Vielleicht werden ja noch Wünsche angenommen, wie es weitergehen soll. :-D

    Ich sehe es genauso wie Eistropfen!

    Zitat

    Am Anfang warst Du ziemlich unglücklich, weil Du mit ihr eine vernünftige Beziehung haben wolltest und das hat Dich ..hmm...wie soll ich es sagen...ja, normal und menschlich gemacht. Jetzt, wo Du eingesehen hast, dass von Anna in dieser Richtung nichts kommt, hast Du resigniert. Und versuchst jetzt "zu verkaufen" wie glücklich Du bist und der Alltag wäre ja so öde etc. Aber ich glaube Dir da nicht so wirklich. Aber ich verstehe Dich.

    Genau ab dieser Wendung wirkt nämlich Alles unauthentisch. Verstehen kann ich ebenso, dass man sich die Situation nun irgendwie "schön redet", aber im Grunde ist es ja nicht das, was Du eigentlich willst, Basil. Das wurde ja durch deine eigenen Beschreibungen zu Anfang ziemlich klar. Wer schon einmal richtig geliebt hat, versteht dieses Verhalten...aber auf Ewig wird dieses "Vorgeben, wie toll doch Alles ist" und Drumherumgewinde nicht funktionieren. Daher befürchte ich, dass es eines Tages genauso enden wird, wie es schon einmal zwischendurch der Fall war. ??Ich persönlich glaube auch, dass Du Dich damals wieder drauf eingelassen hast, war ein großer Fehler. Nach einem halben Jahr "Abstinenz" hätte ich wohl einfach den (Trennungs-)Schmerz noch eine Weile ausgehalten und es wäre irgendwann besser geworden, aber so hast Du Dich wieder in die Höhle des Löwen begeben und somit - meine ich - die absehbare Trennung nur aufgeschoben.??

    Ergänzung zu meinem Beitrag:


    Zudem finde ich es unfair und teilweise ziemlich unverschämt, wie hier "normale" Beziehungen, zu denen nun mal ein (gut funktionierender) Alltag gehört, nun so abgewertet werden. Zumal Du Dir ja anfangs selbst Nichts anderes mit Anna gewünscht hast!


    Btw: Alltag heißt nicht gleich Langeweile, Struktur und Eintönigkeit! Man kann sich seinen Alltag ebenso aufregend gestalten. Deinen Schilderungen nach, Basil, ist Alltag plötzlich so negativ behaftet... ??ggf., weil für Dich nun mit Anna unerreichbar??

    Chance

    Zitat

    "Er" schreibt sogar besser als die meisten Muttersprachler. :=o

    ...es gibt die Möglichkeit, dass er eine das fördernde Ausbildung durchlaufen ist .....


    Aber sowas zieht man als kritische Leserin sicher nicht in den Betracht, eine kritische Leserin würde auch nie fragen, wie diese Deutschkenntnisse erlernt wurden. Nichts für ungut.


    Aber eine @:) bekommst du für deinen letzten Beitrag von mir nicht.


    Und was sollen diese affigen Sternchen?


    Schreib ruhig offen - lesen kann ich es doch.


    Ich frage dich, wieso liest du etwas, dessen Inhalt du nicht magst?


    Diese Frage war rhetorisch - weißt du, was das heißt?

    Eistropfen

    Zitat

    Auch finde ich schade, dass Du Dich mit dem zufrieden gibst, was Du von Anna an Brocken der Aufmerksamkeit hingeschmissen bekommst.

    Ja, ich weiß wie du es meinst.


    Ich erkenne mich in dieser Aussage.


    Aber was soll ich tun? Ich kann es jetzt nehmen, wie es ist und mich darüber freuen (manch einer würde sage, es schön reden, auch dem stimme ich mich doch sträubend zu) oder ich muss es mit ihr sein lassen. Letzteres habe ich wirklich versucht, doch es gelingt mir nicht. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie ganz oder gar nicht will (gelogen ist es, jedenfalls, was den gar nicht part betrifft) und wir hatten eine Trennung und es war so schlimm für mich und es wurde auch nicht besser als die Zeit kam und ging.


    Auf der anderen Seite - es ist noch Zeit. Ich hoffe wirklich auf die Zeit und dass vielleicht irgendetwas passiert und ich schaffe sie doch noch zu überzeugen, sich zu mir zu bekennen.


    Im Moment ist das, was ich betreibe, ein genießerischer Selbstschutz - weil ich keine andere Option habe.


    Denn ich liebe sie und möchte sie bei mir haben.

    Zitat

    Jetzt, wo Du eingesehen hast, dass von Anna in dieser Richtung nichts kommt, hast Du resigniert. Und versuchst jetzt "zu verkaufen" wie glücklich Du bist und der Alltag wäre ja so öde etc. Aber ich glaube Dir da nicht so wirklich.

    Resigniert fühle ich mich nicht. Sage wir - ich mache das für mich Beste aus der Situation.


    Dass ich Angst vor einem Alltag habe, ist aber nicht erst, seit dem mir klar ist, dass es so schnell und einfach mit Anna keinen geben wird. Vor Alltag habe ich mich schon immer ein bisschen gefürchtet. Er war mir schon immer suspekt. :-)


    Seit Anna sind diese Bedenken in mir nur gewachsen.


    Ich habe, bedingt durch meinen Beruf, keinen Umgang mit Alltag, keine Erfahrung. Vielleicht bin ich deswegen voreingenommen und sehe es als furchtbar weil ich mit einen eingefahrenen Alltag sehr öde vorstelle und ich räume ein, dass ich diese Abneigung als Grund sehe es mit Anna bei dem, was jetzt ist zu belassen. Ich habe aber auch Angst davor, es mit eben ihr auf einen Versuch ankommen zu lassen - ich habe Angst, dass es nicht funktioniert, dass wir zu einem Paar werden, wie man hier viele liest. Oder, bedingt durch meinen Beruf, ein Paar werden bzw. sich heraus stellt, dass ich ein Mann bin, mit dem es völlig unmöglich ist, einen Alltag zu leben. Ich weiß nicht, wie ich sagen soll - du gehst auch nicht mit deinen schönsten Kleid und in deinen schönsten Schuhe zur Gartenarbeit. Es ist ja nicht so, dass wir es mal versuchen können und zu dem, was wir jetzt haben zurück kehren, falls es nicht funktioniert. Es würde kompliziert werden und scheitern diese Rückkehr.


    Resümiert gesagt ist unsere jetzige Situation eine Kombination aus meiner Angst vor dem Verlust und ihrem Entschluss einen Alltag mit ihrem Mann zu führen. Dieser, ihr, Entschluss hat aber auch u.A. den selben Grund wie meine Angst.

    Zitat

    Du hast geschrieben, dass manche in diesem Forum haben versucht Dich zu ändern, aber Du möchtest so bleiben wie Du bist (oder so ähnlich). Aber bitte gern. Keiner wollte das.

    Das widerspreche ich - mir wurde schon u.A. dazu geraten bodenständiger zu werden.


    Abgesehen davon, dass ich meine Füße am Boden habe, empfinde ich das schon als Anmaßung und diese Aussage (andere auch) gehen für meine Empfinden schon in die Richtung die Persönlichkeit zu ändern.

    Zitat

    Manche haben versucht Dir die Sachen aufzuzeigen, die Dich zum nachdenken bringen sollten. Nun, ich glaube, es ist ihnen gelungen. Und Du hast Deinen Weg gewählt.

    Ja, es waren sehr gute Punkte dabei. Auch Mut hat es mir gegeben.

    Zitat

    Ich bezweifle, dass Du damit auf Dauer glücklich wirst, denn Du wirst nicht jünger... Und genau diesen öden Alltag wirst Du Dir wünschen. Aber jedem das Seine. @:)

    Es geht mir gut damit.


    Anna ist in meinem Leben. Sicher nicht im klassischen Sinne aber sie ist täglich präsent, wir haben eine täglichen Austausch und nehmen Anteil am Leben des anderen. So, wie diese Beziehung ist, ist sie auch gut mit meinem Leben vereinbarbar. (gibt es das Wort???)


    Denn spönne ich es mal anders herum - nehmen wir an, sie würde sich zu mir bekennen und wir lebten zusammen mit ihren Kindern, ich habe meine Beruf, ich bin mehr zu Hause als noch vor ein paar Jahren, aber dennoch ist mein Tag nicht ein klassischer Arbeitstag. Ich unterrichte, ich trainiere, ich probe ich trete auf oder begleite Auftritte. Ich schlafe morgens etwas länger und arbeite abends und auch viel an Wochenenden. Auch sitze ich oft bis in die Nacht und schreibe an der Professur oder sichte Videos.


    Momentan wüsste ich nicht, wie ich eine Beziehung im klassischen Sinne in mein Leben tackten könnte. Und schon gar nicht, wenn die Frau es nicht verstünde. Ich brauche eine Frau, die mich nicht braucht um einen Alltag zu bewältigen.


    Und die habe ich doch in Anna.


    Indem ich von ihr verlangen würde, dass sie sich von ihrem Mann trennt um mit Kind und Kegel zu mir zu kommen, würde ich ihr ein Leben mit mir versprechen. Und dieses Versprechen könnte ich nicht halten.


    Ich weiß nicht, ob das zu verstehen ist.


    Wenn ich lese, wie ich hadere dann fällt mir diese erschreckende Unentschlossenheit aus. Ich beleuchte von allen Seiten und kann mich doch nicht so richtig für eine entscheiden......das ist etwas, was mir sehr die Kraft raubt. Denn eigentlich bin ich ein Mann, der Entscheidungen trifft und sie dann konsequent lebt und auch nicht davon abrückt. Diese Ambivalenz in Bezug auf Anna und der Beziehung und die ständige Frage, ob doch mehr möglich werde, und was möglich ist und wie - es ist ermüdend und an manchen Tagen macht es mich auch unglücklich. Mein eigenen, sicher auch von meiner Stimmung abhängiges "heute so" und "morgen so" ist mir selbst zuwider und eigentlich erkenne ich mich darin nicht.


    Eigentlich bin ich sehr geordnet und wanke nicht.

    Ich habe, bedingt durch meinen Beruf, keinen Umgang mit Alltag, keine Erfahrung. Vielleicht bin ich deswegen voreingenommen und sehe es als furchtbar weil ich mit einen eingefahrenen Alltag sehr öde vorstelle und ich räume ein, dass ich diese Abneigung als Grund sehe es mit Anna bei dem, was jetzt ist zu belassen. Ich habe aber auch Angst davor, es mit eben ihr auf einen Versuch ankommen zu lassen - ich habe Angst, dass es nicht funktioniert, dass wir zu einem Paar werden, wie man hier viele liest. Oder, bedingt durch meinen Beruf, ein Paar werden bzw. sich heraus stellt, dass ich ein Mann bin, mit dem es völlig unmöglich ist, einen Alltag zu leben. Ich weiß nicht, wie ich sagen soll - du gehst auch nicht mit deinen schönsten Kleid und in deinen schönsten Schuhe zur Gartenarbeit. Es ist ja nicht so, dass wir es mal versuchen können und zu dem, was wir jetzt haben zurück kehren, falls es nicht funktioniert. Es würde kompliziert werden und scheitern diese Rückkehr.


    Und ist nicht genau dies der Punkt, der Anna vllt. doch nicht soo "besonders" macht, sondern sie doch auch zu einem "normalen" Menschen werden lässt? Versteh' mich bitte nicht falsch. Wenn man geliebt wird, ist man für Denjenigen der liebt ja immer etwas Besonderes! Nur ist es in deinem Fall (gefühlt) noch eine Spur stärker...


    Lass' es mich kurz erklären:


    So wie Du hier über Anna schreibst, man hat als Leser das Gefühl, sie ist so eine Art "übernatürliches Wesen" Du stellst sie so auf ein Podest, lobst sie himmelhoch.

    Im Endeffekt ist sie doch nur eine (gewöhnliche) Frau, die ebenfalls einen Alltag führt, ihre Kinder erzieht und auch so ihre Problemchen haben wird wie viele Andere auch ??und zudem noch ihren Mann betrügt??.


    Dass meine ich Alles nicht abwertend Anna gegenüber, sie ist sicherlich eine tolle (und für Dich besondere) Frau, aber im Hinblick dessen, dass ich nach wie vor keine gemeinsame Zukunft für Euch sehe, weise ich einfach darauf hin. Wer weiß, vllt. hilft Dir diese Erkenntnis, Dich früher oder später mit dem Gedanken abzufinden, dass eine Trennung für Dich/Euch doch das Beste ist!?

    Basil

    ich lese hier immer mit! Ich mag dich und ich finde dich nicht unsympathisch. Aber jetzt reicht es.....


    jeany_wob schrieb

    Zitat

    Und ist nicht genau dies der Punkt, der Anna vllt. doch nicht soo "besonders" macht, sondern sie doch auch zu einem "normalen" Menschen werden lässt?

    Vielleicht hat Anna davor aber auch Angst.


    Basil, wenn ich diese Anna wäre, und du mich nur halb so abgöttisch behandeln würdest, wie du hier über sie schreibst, dann hätte ich richtig Angst vor einem Alltag mit dir. Nicht davor, dass er langweilig wird, sondern davor, dass ich, wenn du mich tagtäglich siehst, plötzlich für dich weniger begehrenswert bin.


    Mir scheint, als wenn Anna nur den kleinen Finger bewegen muss - für dich jedoch ist es die anmutigste und erotischste Bewegung, die eine Frau machen kann.


    Hast du mal in Betracht gezogen, welchen Druck du auf diese Frau ausübst indem du sie so anhimmelst.


    Der Stress einen Ehemann zu betrügen ist ja Peanuts dagegen.


    Ist Anna aus dem selben Geschäft wie du? Bewegt sie sich beruflich auch unter Künstlern?


    Ich glaube wirklich, dass sie Angst hat, dir im realen Leben nicht zu genügen bzw. dass du Dinge an ihr sehen könntest, die so gar nicht einer Göttin entsprechen und sie Angst hat, dass dein Aufmerksamkeit schwindet, dein Interesse an ihr abkühlt.


    Weil wenn dem so ist, dann hat sie auf absehbare Zeit mit dir das, was sie jetzt mit ihrem Mann hat. Und den Ärger geht sie natürlich aus dem Weg.

    Zitat

    Diese Ambivalenz in Bezug auf Anna und der Beziehung und die ständige Frage, ob doch mehr möglich werde, und was möglich ist und wie - es ist ermüdend und an manchen Tagen macht es mich auch unglücklich.

    Nur Anna kann dir daraus helfen.


    Sie muss dir sagen, wo ihr steht, und was möglich ist. Und wie ihr wirklich und ohne dramatischen, erotischen und verblendenden Schnickschnack zueinander steht. Ihr müsst euch, um euch dessen mal klar zu sein, mal auf eine sachliche Ebene bringen und die Fakten auf den Tisch bringen. Erwartungen, Befürchtungen und Ängste müssen benannt werden.


    Ich habe das Gefühl, dass ihr an dem Punkt die Augen voreinander verschließt und diese Themen aus Angst vor der Realität verschließt bzw. die Erotik, das Dolce Vita und einfach das Schöne vorschiebt.


    Sprecht ihr das an, dann werdet ihr merken, dass da zwei Menschen sitzen - keine Wesen. Ich kann mir nämlich vorstellen, dass Anna dich ebenso empor hebt wie du sie.


    Ich glaube, ihr könnt nur zueinander finden, wenn ihr mal anfangt, euch als Menschen mit Sorgen, Nöten, Ängsten und Selbstzweifeln zu sehen. Du verbannst mal die anbetungswürdige Göttin und sie soll den dramatischen Balletttänzer vor die Tür sperren und dann werdet euch EUER klar.


    Ich glaube nämlich, ihr zwei lebt, wenn ihr miteinander kommuniziert, euch trefft, Zeit miteinander verbringt, in einer Traumwelt wo alles aufregend und perfekt ist. Und solange ihr nicht erkennt, dass das Leben so nicht läuft, man sich diese Welt aber auch als Paar bewahren kann und sie besuchen kann um dann als Paar wieder zurück zu kehren, werdet ihr kein Paar - und du nicht glücklich!

    Im Gegensatz zu einigen, die geschrieben haben, empfinde ich die Änderungen in Deiner Sichtweise auf die Beziehung mit Anna als sehr gut. Warum? Ich denke, es ist ein großer Schritt dahin, im Jetzt zu leben – im einzigen Leben, dass es wirklich gibt.


    In vielen Lebensbereichen ist es sicherlich sinnvoll, an die Zukunft zu denken, z. B. jetzt zu lernen, damit man später eine sinnvolle Arbeit ausüben kann, jetzt ein Haus zu bauen, damit man wenn es später regnet nicht nass wird und man im Winter einen beheizbaren Raum hat, jetzt zu säen, damit man später ernten kann, und so weiter. Aber im Bereich von Beziehungen halte ich – zumindest in einer in dieser Hinsicht doch fast völlig freien Gesellschaft – es nicht für so besonders sinnvoll, im "Hinblick auf die Zukunft" oder gar "für die Zukunft" zu leben. Wer von uns weiß denn, ob er/sie in 5 Jahren noch mit dem selben Partner zusammen ist (selbst wenn beide es wollen, einer könnte auch sterben ...). Wer von uns will denn wirklich versprechen: "Bis dass der Tod uns scheidet" (unter allen Umständen!). Die meisten, die ich kenne, verstehen darunter: "Also eigentlich will ich mit Dir zusammenbleiben, aber natürlich nur, wenn Du halbwegs so bist und verhältst, wie ich mir das vorstelle (oder dann in der Zukunft jeweils vorstellen werde)."


    Also finde ich es einen großen und richtigen Schritt, Dein Leben mit Anna jetzt, so wie es ist, anzunehmen und Dich daran zu freuen. Und ein guter und richtiger Schritt weg von dem Besitzdenken, das wir vielleicht von Natur aus haben, oder das uns anerzogen wurde (wahrscheinlich beides), von diesem Besitzdenken, das – so empfinde ich es – das Gegenteil ist von echter Freundschaft. Du hast für Dich herausgefunden, dass Du weiter Dein Leben mit Anna verbringen willst – in der jetzt möglichen Weise, ohne Besitzanspruch, ohne besonderen Blick auf die Zukunft. Ich finde das nur positiv!


    Was ich nicht verstehe: Warum soll das weniger gut und weniger erstrebenswert sein, als eine Beziehung, in der man sich täglich sieht, und in der jeder nur mit einem Partner zusammen ist? (Außer, das lasse ich jetzt mal weg, dass Anna ihren Mann betrügt, aber nicht mal das wissen wir ja sicher: Es ist zwar nicht wahrscheinlich, aber es könnte ja sogar sein, dass ihr Mann es weiß oder ahnt und stillschweigend duldet, dann gäbe es ihm gegenüber überhaupt keinen Betrug. Wir sollten hier also vorsichtig mit Verurteilungen sein.) Ich glaube gerne, dass die meisten das als weniger erstrebenswert empfinden. Aber das heißt doch nicht, dass das für alle gelten muss!


    Basil, zu etwas, das ich in meinem letzten Beitrag geschrieben habe:

    Zitat

    Finde es hochinteressant, was und wie Du schreibst, und lerne daraus über das Leben.

    und Deiner Antwort

    Zitat

    Oh ha - such dir besser einen anderen Meister .... ;-)

    wollte ich noch etwas loswerden. Vielleicht war das ein Missverständnis: Ich lerne daraus weniger für mein Leben, sondern ich habe das Gefühl, über das Leben als solches zu lernen. Vielleicht in dem Sinne, dass mir bewusst ist, dass mein Leben nur eines der unzähligen Leben ist, das ich leben könnte. In dem Sinne, dass mir bewusst ist, dass ich unter anderen Umständen vielleicht ähnlich wie Du leben würde. Ein Leben reicht bei weitem nicht aus, die ganzen Möglichkeiten des Lebens kennenzulernen, denn viele schließen sich gegenseitig aus. Und so freue ich mich, dass Du uns/mich auf diesem Weg teilhaben lässt an Deinen Erlebnissen und Deinem Innenleben - beides finde ich sehr interessant und inspirierend.

    Zitat

    Ich will keine Beziehung, wo ich in den Job gehe, nach Hause komme, esse, mich mit der Frau unterhalte, Kinderkram, Abend froh, dass die die Kinder im Bett sind, TV schauen oder lesen und mich freuen, wenn wir 1 x im Monat Zeit für uns haben.

    Das verstehe ich, zumindest ich will das auch nicht. Aber ich glaube: Egal, wie man (äußerlich) lebt, es kommt auf einen selbst an, wie man das Leben gestaltet, auch in einem scheinbaren Alltag kann man so leben, dass es einem nicht vorkommt wie Alltag. Und wenn einem Gespräche und Erlebnisse zu zweit wirklich wichtig sind, gibt es immer irgendwie Zeit dafür - viele müssten einfach nur mal den Fernseher aus lassen. Nachrichten schauen zum Beispiel ist meiner Meinung nach reine Zeitverschwendung.


    Was ich also sagen will: Nein, ich glaube nicht, dass Du Dich vor einem "Alltag" mit Anna fürchten müsstest ... aber das wird die Zeit zeigen. Kinder werden größer, die Zeiten ändern uns, nichts wird bleiben, wie es ist ...

    Basil

    Deinen Beitrag von heute morgen, 8:59, hatte ich leider noch nicht gelesen, besonders das:

    Zitat

    Wenn ich lese, wie ich hadere dann fällt mir diese erschreckende Unentschlossenheit aus. Ich beleuchte von allen Seiten und kann mich doch nicht so richtig für eine entscheiden......das ist etwas, was mir sehr die Kraft raubt. Denn eigentlich bin ich ein Mann, der Entscheidungen trifft und sie dann konsequent lebt und auch nicht davon abrückt. Diese Ambivalenz in Bezug auf Anna und der Beziehung und die ständige Frage, ob doch mehr möglich werde, und was möglich ist und wie - es ist ermüdend und an manchen Tagen macht es mich auch unglücklich. Mein eigenen, sicher auch von meiner Stimmung abhängiges "heute so" und "morgen so" ist mir selbst zuwider und eigentlich erkenne ich mich darin nicht.

    Könnte es nicht auch eine Entscheidung sein (die Du dann konsequent leben könntest), die Situation, wie sie jetzt ist, anzunehmen und sich - einfach für den Moment und die absehbare Zeit - innerlich davon verabschieden, etwas ändern zu wollen, bis sich Änderungen abzeichnen, sozusagen von alleine? Ich glaube, es ist gut, wenn wir erkennen, dass wir unser Leben ohnehin niemals vollkommen selbst gestalten (und ich bin in keiner Weise gläubig oder religiös, ich glaube eben nur, dass wir extrem vieles einfach viel weniger beeinflussen können, als wir gerne hätten oder vorgeben).


    Davon, die Beziehung mit Anna mit ihr jetzt "ein für alle mal" zu diskutieren, halte ich nicht viel. Sie hat doch ausreichend deutlich gemacht, was sie jetzt will und was nicht. Warum sollte man ihr das nicht glauben, bzw. ihr nicht zutrauen, Dir das, was sie will, zu kommunizieren? Und ihr zutrauen, zu sagen, wenn sie etwas ändern möchte.


    Na ja, für heute höre ich auf Dich mit Text zuzudecken, ich glaube, meine Sichtweise ist deutlich genug geworden :-)

    @ TwisterSister

    Zitat

    Hast du mal in Betracht gezogen, welchen Druck du auf diese Frau ausübst indem du sie so anhimmelst.

    Nein, das habe ich nie.


    Aber ich verstehe, was du meinst.


    Vielleicht schlage ich mal ein Jogginghose-Couch-Pizza-aus-dem-Karton-Wochenende vor ;-)

    Zitat

    Ist Anna aus dem selben Geschäft wie du? Bewegt sie sich beruflich auch unter Künstlern?

    Nein, sie ist Medizinerin.


    Mir haben die Anmerkungen von Kaffeemonster sehr geholfen, die werde ich wirklich verinnerlichen und momentan sehe ich mich persönlich mehr in seiner Darstellung der Situation. Aber irgendwie ist es noch nicht ich so wie du es siehst.


    Aber trotzdem ... @:) @:) *:) *:) @:) @:)


    Deine, liebe TwisterSister werde ich sicher im Kopf haben, wenn ich doch meine, die Sache mit Anna in Richtung feste Beziehung zu schieben.

    Kaffeemonster

    Vielen Dank für deine letzten Beiträge. Du hast keine Ahnung, wie viel Mut sie mir gemacht haben.


    Weißt du, nach den Meinungen der letzten Seite habe ich so sehr an mir und meiner Sichtweise auf die Situation gezweifelt, dass ich mir schon überlegt habe, Anna die "Entweder, oder" Frage zu stellen wenn sie morgen bei mir ist.


    Aber das sind nicht wir, die Antwort wäre klar.


    Außerdem hast du es richtig gesagt:

    Zitat

    Sie hat doch ausreichend deutlich gemacht, was sie jetzt will und was nicht. Warum sollte man ihr das nicht glauben, bzw. ihr nicht zutrauen, Dir das, was sie will, zu kommunizieren? Und ihr zutrauen, zu sagen, wenn sie etwas ändern möchte.

    So ist es sehr richtig. Sie hat es mehrmals und deutlich gesagt. Es ihr wieder ausreden zu wollen, sie wieder ander zu überzeugen - da hätte ich Verständnis, wenn sie sich irgendwann nicht mehr Ernst genommen fühlt. Und ich nehme sie sehr Ernst. Im Übrigen auch, wenn sie sagt, dass sie mich liebt. Was auch angezweifelt wurde. Ich glaube ihr, respektiere sie und ihre Stellung.


    Wie gesagt, dein Beitrag war eine Offenbarung, es war Balsam auf meiner Seele. Ich habe so sehr gezweifelt.


    Wie kann das sein, ich zweifle eigentlich nie an mir?


    Am liebsten würde ich jeden deiner Sätze zitieren und kommentieren, doch ich tue es nicht.

    Zitat

    (Außer, das lasse ich jetzt mal weg, dass Anna ihren Mann betrügt, aber nicht mal das wissen wir ja sicher: Es ist zwar nicht wahrscheinlich, aber es könnte ja sogar sein, dass ihr Mann es weiß oder ahnt und stillschweigend duldet, dann gäbe es ihm gegenüber überhaupt keinen Betrug. Wir sollten hier also vorsichtig mit Verurteilungen sein.)

    Natürlich weiß ich einiges über die Ehe. Ich weiß, warum Anna so lange und so tief bei mir ist.


    Aber mir käme es einem Verrat gleich, es hier zu verbreiten. Ich käme mir vor, als würde ich ihr Vertrauen missbrauchen und ihre Gefühle und das, was ihr in der Ehe nicht gegeben ist, nutzen um mir einen Vorteil im Ansehen zu verschaffen.

    Zitat

    Basil, zu etwas, das ich in meinem letzten Beitrag geschrieben habe:

    Zitat

    Finde es hochinteressant, was und wie Du schreibst, und lerne daraus über das Leben.

    und Deiner Antwort

    Zitat

    Oh ha - such dir besser einen anderen Meister .... ;-)

    wollte ich noch etwas loswerden. Vielleicht war das ein Missverständnis: Ich lerne daraus weniger für mein Leben, sondern ich habe das Gefühl, über das Leben als solches zu lernen.

    Ja, es war tatsächlich ein Missverständnis - aber ein nettes.


    Touché!!!

    Zitat

    Könnte es nicht auch eine Entscheidung sein (die Du dann konsequent leben könntest), die Situation, wie sie jetzt ist, anzunehmen und sich - einfach für den Moment und die absehbare Zeit - innerlich davon verabschieden, etwas ändern zu wollen, bis sich Änderungen abzeichnen, sozusagen von alleine?

    Ja, es ist ein guter Zeitpunkt für genau diese Entscheidung.


    Das letzte Wochenende war nicht gut, es hat Spaß gemacht. Es war aufregend und erregend.


    Jedoch glaube ich, dass es uns nicht gut getan hat. Es fühlt sich etwas entfremdet an - mit ein paar Tagen Abstand.


    Ich denke, ein guter Punkt ist jetzt in das zwischen uns Bestehende etwas Ruhe zu bringen, wir müssen miteinander zur Ruhe kommen (da fließen auch die Gedanken von TwisterSister mit hinein). Ich glaube, Anna und ich sind an einem Punkt sowohl zeitlich als auch vom Gefühl und der jetzigen Situation her) wo wir wirklich zu uns finden können ohne die Art der Beziehung zu ändern.


    Ich glaube, das kommende Wochenende wird sehr schön und ich kann mich bei ihr und in dieser Beziehung finden.


    Danke!

    Auf der einen Seite eine verheiratete, moralisch sparsame, MILF und auf der anderen Seite ein leicht infantiler Ü40 Mann, der irgendwie vergessen hat in seinem Leben Prioritäten zu setzen. Warum macht der TE aus dieser Affäre so eine big-drama-show, verstehe ich nicht, die Geschichte ist doch so alt wie die Welt.


    Ich persönlich finde die Story schwer leserlich (habe auch nicht alle Beiträge gelesen), das liest sich für mich irgendwie zu romantisch, zu süß…. und mit dem berühmten russischen Spruch "краткость сестра таланта" (in der Kürze liegt die Würze- so etwa auf deutsch) ist der TE, glaube ich, auch nicht vertraut. Das könnte eine Frau schreiben.


    Wenn ich dir Basil75 einen Rat geben darf, dann würde ich sagen du sollst dein eigenes Leben leben und nicht Anna ihres. Ich glaube sie kommt ohne dich gut zurecht und mit Sicherheit bist du nicht der erste und wirst auch nicht der Letzte sein, mit dem die verheiratete Anna ihren Spaß hat. Da draußen laufen viele interessante und schöne Frauen unter denen du auch irgendwann mal deine Hälfte findest. Viel Glück.