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    Märchen der Königskinder

    ist das jetzt iironisch gemeint ":/ , bin mir nicht sicher, da einige hier völlig verklärt jubeln, dass eine neue Famlie zerbrochen ist, dass wieder Kinder die Leidtragenden sein werden, dass jemand ziemlich unreif für eine dauerhafte Beziehung zu sein scheint .....


    Das Leben ist leider oft harte Realität, in der Worte nur Schall und Rauch sind und Taten zählen werden.

    Familien zerbrechen manchmal. Das ist nicht schön, aber es passiert. Die Garantie für eine glückliche langfristige Beziehung gibt es ja leider nicht.


    Hätte Anna weiterhin unglücklich sein sollen, ihren Mann betrügen sollen und den Kindern zu Liebe den Schein einer glücklichen Ehe bewahren sollen? Ich finde nein.


    Ich finde auch, dass ihr Mann die Wahrheit verdient hat. So hat er nun auch die Gelegenheit irgendwann wieder glücklich zu sein und evtl vieles besser/anders zu machen.

    Hallo Basil,


    ich habe hier still mitgelesen und möchte mich nun auch kurz zu Wort melden.


    Ich finde es sehr gut, dass Anna endlich den Schritt gemacht hat, der schon viel früher hätte gemacht werden müssen.


    Das finde ich sehr mutig von ihr. Das hat Respekt verdient.


    Ohne jegliche moralische Wertung der ganzen Situation:


    bei aller Freude und Euphorie möchte ich Euch beide bitten: nehmt Rücksicht auf die Kinder UND den Noch-Ehemann.


    Aus Deinen Schilderungen geht hervor, dass Anna nicht versteht, wieso der Mann seine Fehler nicht einsieht und eingesteht.


    Ich sage: dafür braucht er Zeit! Er ist gerade von seiner Ehefrau verlassen worden. Das muss er sicherlich ersteinmal verdauen.


    Er verliert gerade sehr viel: seine "heile" (für ihn war sie heil) Familie im Ganzen, seine Ehefrau, teilweise seine Kinder. Das ist nichts, was man mal eben so nach 1x drüber schlafen realisiert hat.


    Nur das wollte ich Euch mit auf den Weg geben. ;-)


    Ich wünsche Euch allen alles Gute.

    Als Familenvater kann ich die Freude über die neue Konstellation nur bedingt teilen. Ja, vermutlich ist es traurige Realität, dass sowas inzwischen "normal" ist, wenn man sich die Scheidungsraten in Deutschland so ansieht. In drücke fest die Daumen, dass alle Beteiligten das gemeinsam so regeln können, dass die Kinder da nicht untergehen.


    Ich werde nie verstehen, warum man handelt, wie hier Anna. Die Beziehung zum Ehemann ist nicht perfekt, aber offenbar immer noch so erträglich, dass eine Trennung nicht in Frage kommt. Aber anstatt die Energie darauf zu verwenden, die Ehe irgendwie neu zu beleben, wird alle Energie in eine Affäre gesteckt, an der letztlich die Familie zerbricht. War die Ehe nicht zu retten? Da mag man seine Zweifel haben, denn ohne Basil wäre da von einer Trennung nie die Rede gewesen.


    Aber die "moralisch vertretbarere" Variante, dass man sich erst trennt und dann offen ist für eine neue Liebe ist wohl eine Illusion. Oft genug merkt man ja erst durch eine Affäre, dass in der Beziehung irgendwas existenzielles doch sehr heftig fehlt.


    Viel Glück Euch allen!

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    da einige hier völlig verklärt jubeln

    äh, das ist nun mal der Faden von Basil und nicht der von Anna, ihrem Ehemann oder den Kindern.

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    nehmt Rücksicht auf die Kinder UND den Noch-Ehemann.

    Ich denke, das ist für Basil klar. Der Ehemann steht jetzt vor einem Trümmerfeld. Er hat vor kurzem erfahren, dass seine Frau sich trennen will und einen anderen hat und er verliert seine Kinder. Das muss der erstmal verdauen und es müssen Lösungen gefunden werden. Und, dass man mit den Kindern behutsam umgehen muss und auch für sie eine Welt zusammen bricht, das weiß Basil sicher auch und wird entsprechend handeln.

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    Ich werde nie verstehen, warum man handelt, wie hier Anna.

    Das können und müssen wir auch nicht verstehen. Basil versteht es.

    Zu Wintersonne01 und zu Ralph_HH :


    " Das Märchen", wie ich das filmreife Happy-end bezeichnete, ist noch lange nicht zu Ende. Ja, es ist der Boden des Alltags, auf dem es nun weiterspielen wird. Ich schliesse mich der Meinung meiner beiden Vorredner an, wenn ich Annas mangelnde Kommunikationsfähigkeit mit ihrem Ehemann anschaue. Sie wäre es ihm und den Kindern schuldig gewesen. Man weiss nicht ( noch nicht) , wie diese Gespräche Basil gegenüber ausfallen werden, wenn im neuen " Märchen" mit den Jahren ebensolche Ermüdungserscheinungen auftreten sollten. Es spielt das Leben und nicht die Affairen-Träumerei, und das verlangt viel Energie und Biss auch mal Hindernisse anzupacken.... letztlich auch für die Kinder.

    In einem Faden hat Basil woertlich von sich gegeben, dass er keine Kinder will. - Mit Anna bekommt er zusaetzlich zu seinem Sohn, auch wenn dieser im Alltag weit weg in Petersburg ist, noch 2 weitere als "Dreingabe".


    Mich persoenlich wuerde es, wenn ich Anna so umwerfend wie Basil finden wuerde, unglaublich reizen, sie zu schwaengern (und mich auf den gemeinsamen Nachwuchs zu freuen).


    Je nach individuellem Charakter wird Anna sicherlich auch in Zukunft so manches Mal ins Gruebeln kommen, wie sie in die neue Beziehung hineingeraten ist, und das kann durchaus eine Belastung sein.


    Ich denke, dass es ein etwas ungleicher Kampf der Maenner war, da der Ehemann offensichtlich nichts ahnte und daher ueberhaupt nicht kaempfen konnte, waehrend Basil die Klaviatur aus geistvollem Gespraechspartner und spannendem Affairenpartner mit aller Macht ausspielen konnte. Wenn ich Basils Aeusserungen in anderen Faeden richtig verstehe, hat er eine dominant-erotische Ader, die einer dafuer offensichtlich empfaenglichen Frau wie Anna nur wenig Luft laesst, um nicht darauf einzugehen.


    Gerade auch in dieser Hinsicht wird die Zukunft spannend sein, ob er naemlich dieses besondere sexuelle Moment mit der entsprechenden Art von Spannung wird dauerhaft halten koennen, wenn die Kinder und die Alltagsprobleme das Geschehen wesentlich bestimmen duerften. Da koennten sich dann durchaus ein Basil 2.0 oder eine Anna 2.0 eines Tages ins Geschehen mischen, und die Geschichte koennte sich mit anderen Vorzeichen wiederholen.

    ich denke Basil hat Anna vor allem Beachtung geschenkt. Aufmerksamkeit. Sie als Mensch UND als Frau wahrgenommen. Für ihren Mann war sie wohl schon lange zur pflegeleichten Selbstverständlichkeit geworden.

    http://auch in dieser Hinsicht wird die Zukunft spannend sein, ob er naemlich dieses besondere sexuelle Moment mit der entsprechenden Art von Spannung wird dauerhaft halten koennen, wenn die Kinder und die Alltagsprobleme das Geschehen wesentlich bestimmen duerften Antonia Vivaldi


    Würde er das schaffen, wäre der Protagonist zum Märchenprinzen mutiert. Ich kenne bislang keinen Menschen, der Schneewittchen über Jahrzehnte so sexuell- rosa küsst. Kann ein Paar das schaffen ?

    Moeglich ist viel. Aber es gibt auch durchaus einige Punkte, die nicht fuer einen dauerhaften Erfolg dieser Beziehung sprechen. Das Thema mit den Kindern ist eines. Ein anderes ist die finanzielle Ausstattung, die vermutlich bei dem gehoernten Ehemann besser war und sein wird. Sodann ist es der luegenbehafte Anfang der Beziehung, der weder von Basil noch von Anna fair war. Es gibt zusaetzliche Belastungen durch die bleibende Beziehung der Kinder zu ihrem Vater, einmal abgesehen von der "Altlast" in Petersburg.


    Die Weltreisen und Begegnungen mit so vielen, vermutlich oft reizenden Damen stellen fuer einen Schwerenoeter wie Basil sicherlich immer wieder eine Herausforderung dar. Was in den letzten Monaten ein spannendes, immer wieder erotisch-prickelndes Ueberschreiten von Grenzen war, kann Anna morgen schon zuviel sein. Ein gegenseitiges Vertrauen in die moralische Stabilitaet und Treue des anderen ist weder auf der einen noch der anderen Seite gegeben.


    Die Frage, ob Basil als aelterer Taenzer noch die grossen Gagen bekommen wird, ist sicherlich offen, auch wenn er sich um eine Zukunft nach der aktiven Zeit ja schon Gedanken gemacht zu haben scheint. Ein Report im Deutschlandfunk, den ich neulich gehoert habe, kam zu einem erschreckend-ernuechternden Urteil, was die wirtschaftliche Situation von Kuenstlern betrifft. Harz IV als Standard, ein paar ganz wenige, die "richtig Geld" verdienen, ganz wenige noch irgendwo dazwischen. Da muss die sicherlich von D/S-Elementen gepraegte Abhaengigkeit der beiden schon sehr gross sein, um alle Hindernisse "bis dass der Tod sie scheidet" zu meistern.


    Beide muessen sich in stillen Stunden jedenfalls gewaltig die Frage stellen, ob das alles gegenueber dem Ehemann fair war - und gegenueber den Kindern ebenso. Da haette man Anna doch gewuenscht, sich zuerst einmal mit ihrem Mann und einer tauglichen Eheberatung (und sei es auch nur med1 :-D ) ueber ihre gefuehlten Probleme auszutauschen.

    @ Vivaldi,

    Auch wenn ich das Verhalten beiderseits nicht gutheißen kann, muss ich hier doch mal für Basil in die Bresche springen.


    Ich fragte vor einigen Seiten bereits, ob Anna ihrem Mann denn jemals mitgeteilt hat, wie unglücklich sie innerhalb/mit der Ehe ist. Ich hab Dir seine Antwort mal herausgesucht:

    Zitat

    jeany

    Zitat

    Es ist definitiv NICHT anständig, seinen Mann zu betrügen, nicht mit offenen Gesprächen versuchen die Ehe zu retten, sondern sich stattdessen in eine Affaire zu flüchten.

    Ja, das mit der Affäre kann man kritisch sehen, daran gibt es für viele Außenstehende nicht viel schön zu reden.


    Aber sie hat Jahre versucht die Missstände zu ändern, sie hat geredet, gestritten, eingefordert, geweint, ist aktiv geworden. Es wurde aber nicht besser. Die Alternative wurden Alleingänge, dass sie die Dinge für die sie Interesse hat, allein oder mit Freundinnen unternimmt. Und das Resultat haben wir ja nun auf der Hand.

    Nur um das noch einmal zu erwähnen, da Du in deinen letzten Beiträgen wiederholt betonst, dass dem angeblich nicht so war. :-|

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    Ich denke, dass es ein etwas ungleicher Kampf der Maenner war, da der Ehemann offensichtlich nichts ahnte und daher ueberhaupt nicht kaempfen konnte,

    Nur, um das nochmal aufzuklären! ;-)

    Vielleicht hat Anna ihrem Mann nicht zu verstehen gegeben, dass sie tatsächlich eine Trennung in Erwägung ziehen würde, wenn sich nichts ändert. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ihr Mann mit einer Trennung gerechnet hat.


    Es wurde ja auch öfters von Basil geschrieben, dass ihr Mann davon ausgeht, dass Anna glücklich ist.


    Das passt zumindest mit diesem hier:

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    Aber sie hat Jahre versucht die Missstände zu ändern, sie hat geredet, gestritten, eingefordert, geweint, ist aktiv geworden.

    nicht zusammen.

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    Es wurde ja auch öfters von Basil geschrieben, dass ihr Mann davon ausgeht, dass Anna glücklich ist.

    Unter anderem DESWEGEN hakte ich damals nach. ;-)


    Also so ganz aus allen Wolken kann er ja nun nicht gefallen sein, sofern das hier

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    Aber sie hat Jahre versucht die Missstände zu ändern, sie hat geredet, gestritten, eingefordert, geweint, ist aktiv geworden.

    stimmt. ;-)


    Und wie auch zuletzt Jemand schrieb, denke ich auch, ohne Basil hätte sie eine Trennung eben nicht in Betracht (bzw. durch-)gezogen. Das ist eben der Punkt, den ich als kritisch/nicht ganz fair/whatever betrachte.


    ??Und ja ich weiß, dass man oft erst merkt, dass eine Beziehung nicht mehr ganz so gut läuft, wenn Jemand anderes daher kommt bzw. man dann erst die richtige Motivation hat zu gehen. Trotzdem denke ich, man hätte es irgendwie anders angehen bzw. vorher einlenken müssen.??

    Hat denn Anna auch einen eigenen Beruf, ist wirtschaftlich unabhängig? Denn , wenn der Alltag ersteinmal einkehrt ist dies sicher nicht ganz unwichtig, zumal die Perspektive vom TE ev. nicht so ganz sicher sein wird ":/


    was Antonio Vivaldi hier schrieb ist sicher auch nicht von der Hand zu weisen:

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    Ein gegenseitiges Vertrauen in die moralische Stabilitaet und Treue des anderen ist weder auf der einen noch der anderen Seite gegeben.

    und wo sollte die auch plötzlich herkommen?, wenn man nicht ganz blauäugig ist ;-)