Was die Zukunft bringt weiß keiner. Ich wünsche ihnen eine glückliche Zukunft. Mehr kann man aktuell nicht, alles andere ist nur Spekulation. Und auch jede "normal" entstandene Beziehung - mit oder ohne Kinder - kann zerbrechen.


    Ich finde es auch sehr unglücklich im Hinblick auf den Ehemann und die Kinder, aber ich kann es auch verstehen.

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    Aber sie hat Jahre versucht

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    die Missstände

    zu ändern, sie hat geredet, gestritten, eingefordert, geweint, ist aktiv geworden.

    Naja, was für Missstände waren das überhaupt - wurde Anna von ihrem Mann regelmäßig geschlagen/betrogen? Oder vielleicht ist ihr Mann ein Alkoholiker? Ein dauerhafter Hartz4-Empfänger?


    Kann es sein, dass die Beziehung zu ihrem Mann für Anna einfach nur ein wenig langweilig geworden ist – ich kenne in meinem Freundeskreis ein paar so Kandidaten, die "irgendwas geredet, gestritten etc." haben und dann doch zu ihren Männern zurückwollten.

    Entschuldigt die Dauer meiner Antwort, aber es gibt im Moment sowohl beruflich als auch privat einfach sehr viel zu tun.


    Ich danke allen, die sich mit mir freuen. Es hat mich gefreut. Ich empfand dieses positive Mitgefühl nach 3 Jahren "Kampf" als eine große Wohltat. Ich könnte es in die Welt schreien, noch immer. Also ich danke euch.


    Ich danke auch den kritischen Anmerkungen, obwohl einige sehr hypothetisch sind, wirklich hypothetisch, oft musst ich über so viel "Weitsicht" bzw. über so viel dem Teufel entgegen rennen den Kopf schütteln.


    Ich kann nicht jeden einzelnen Antworten, da mehrere User gleiche Themen angesprochen haben, antworte ich den Themen nach.

    Scheidung & Kinder

    Nun, ich bin der Überzeugung, dass nicht eine Scheidung die Entwicklung und die Reifung der Persönlichkeit von Kindern negativen Einfluss hat sondern einzig und allein, wie beteiligten Erwachsenen mit der Scheidung umgehen.


    Ja, früher wurde weniger geschieden, jedoch bin ich sicher, dass es für viele Kinder von damals besser gewesen wäre, hätte die Eltern sich scheiden lassen.


    Es ist nicht so, dass die Kinder, deren Eltern immer verheiratet waren, auch immer die Glücklicheren sind. Und es hat nichts damit zu tun, ob jemand fähig ist ein Beziehung zu führen. Das ist unweitsichtiger und naiver Emotionsblödsinn!


    Wir werden alles, und dazu gehört auch Annas Mann, daran setzen, dass die Kinder so wenig wie möglich leiden. Einfach wird es nicht, aber wir sind drei vernünftige, erfahrene und intelligente Erwachsene, wir führen sie hindurch.


    Dass ihr Mann enttäuscht und böse ist, ist nicht überraschend. Aber Anna wird es lösen. Ich kann nur unterstützend da sein.


    Eines Tages wird er akzeptieren, vielleicht nicht verstehen, aber akzeptieren. Dem ist sie sich sicher und ich vertraue.

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    Ich werde nie verstehen, warum man handelt, wie hier Anna. Die Beziehung zum Ehemann ist nicht perfekt, aber offenbar immer noch so erträglich, dass eine Trennung nicht in Frage kommt. Aber anstatt die Energie darauf zu verwenden, die Ehe irgendwie neu zu beleben, wird alle Energie in eine Affäre gesteckt, an der letztlich die Familie zerbricht.

    Ja, man muss kämpfen. Das ist man dem anderen Schuldig, aber - wie heißt es so salopp - man muss auch wissen, wann Schluss ist. Und das war es nun.


    Man kann nicht, nur weil man schon lange zusammen ist für etwas kämpfen, das tot ist. Es wäre gegangen, aber es wäre pure bequeme gut funktionierende Bequemlichkeit und gegenseitige Gewohnheit gewesen. Manch einem reicht das, manch einem ist damit Genüge getan, damit die Ehe gerettet. Anna, so wie ist, war es zu wenig. Und das war ein Ende.

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    War die Ehe nicht zu retten? Da mag man seine Zweifel haben, denn ohne Basil wäre da von einer Trennung nie die Rede gewesen.

    Ich denke, sie hätte noch länger gedauert. Ich denke, ich war ein Katalysator.

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    Ich schliesse mich der Meinung meiner beiden Vorredner an, wenn ich Annas mangelnde Kommunikationsfähigkeit mit ihrem Ehemann anschaue. Sie wäre es ihm und den Kindern schuldig gewesen.

    Bist du bei jedem Gespräch, dass sie geführt hat, neben ihr gestanden. Nein! Gut, dann bitte halt den Mund!

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    Mich persoenlich wuerde es, wenn ich Anna so umwerfend wie Basil finden wuerde, unglaublich reizen, sie zu schwaengern (und mich auf den gemeinsamen Nachwuchs zu freuen).

    Nie habe ich das Bedürfnis gehabt, eine Frau, die ich umwerfend fand, zu schwängern. Und schon gar nicht, wenn sie es selbst nicht wollte. :-)

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    In einem Faden hat Basil woertlich von sich gegeben, dass er keine Kinder will. - Mit Anna bekommt er zusaetzlich zu seinem Sohn, auch wenn dieser im Alltag weit weg in Petersburg ist, noch 2 weitere als "Dreingabe".

    Falsch! Ich will keine Kinder mehr!


    Ich bin 41, gerade bei der Frau angekommen, die ich liebe. Ich will kein Baby mehr, ich bin dafür zu alt, habe darauf keine Lust. Das Elegante an der Sache ist - Anna möchte auch keine Kinder mehr - für nichts auf der Welt.


    Die beiden von Anna, die sind toll. Die finde ich spannend. Da muss ich auch kein Vater mehr sein, da darf ich der Begleiter sein. Ich freue mich auf sie und verbringe gern Zeit mit ihnen, wäre lieber ein Freund als ein "Erzieher".


    Jemand fragte, ob sie ihrem Mann je gesagt hätte, dass sie an Scheidung denkt.


    Das habe ich sie auch gefragt, und sie sagte: "Ich kann ihn doch nicht mit dir zu einem Lebenswandel erpressen"


    Außerdem glaube ich, dass von dem Moment an, an dem sie wirklich an Trennung dachte, ernsthaft daran dachte, die Entscheidung schon getroffen war. Dass es mich gab hat aus dem Gedanken eine Entscheidung gemacht.

    Thema Beruf & Finanzen

    Sehr hypothetisch!

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    Ein anderes ist die finanzielle Ausstattung, die vermutlich bei dem gehoernten Ehemann besser war und sein wird.

    Wie kommst du darauf? Habe ich irgendwann meinen Gehaltszettel beschrieben - oder seinen. Es geht darum auch nicht.


    Er hat gut verdient, es hat an nichts gemangelt. Ich werde sehr gut bezahlt. Es mangelt auch an nichts.

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    Die Frage, ob Basil als aelterer Taenzer noch die grossen Gagen bekommen wird, ist sicherlich offen, auch wenn er sich um eine Zukunft nach der aktiven Zeit ja schon Gedanken gemacht zu haben scheint. Ein Report im Deutschlandfunk, den ich neulich gehoert habe, kam zu einem erschreckend-ernuechternden Urteil, was die wirtschaftliche Situation von Kuenstlern betrifft. Harz IV als Standard, ein paar ganz wenige, die "richtig Geld" verdienen, ganz wenige noch irgendwo dazwischen. Da muss die sicherlich von D/S-Elementen gepraegte Abhaengigkeit der beiden schon sehr gross sein, um alle Hindernisse "bis dass der Tod sie scheidet" zu meistern.

    Antonio, das ich echt an den Haaren herbei gezogen. Du redest von denen, die man in den Medien sieht - die dort hin müssen um ihre Sozialhilfe zu erhöhen.


    Aber auch ich als älterer Tänzer habe Rollen, ich beginne gerade neue Proben und ich tanze die Hauptrolle, ich habe eine Dozentenstelle und stehe kurz vor der Professur. Es gibt eine 3-jähhrige Warteliste für meine Ferienkurse, ich bin Choreograph und habe Anfragen aus Japan ect.


    Und, liebe Antonio, wenn das alles nichts mehr bringt und es keine Rollen mehr gibt, keiner mehr von mir unterrichtet werden will und keiner mich als Choreographen mehr möchte oder ich nicht mehr möchte habe ich immer noch einen Universitätsabschluss auf dem Gebiet Sport und Literatur im Lehramt für die Oberstufe. Das habe ich damals gemacht falls es mit dem Ballett nicht funktioniert.


    Ich habe Perspektiven. Und man bietet mir hinter der Bühne noch keinen Stuhl an.


    Oh, und in Russland sind Künstler staatlich sehr gut abgesichert.

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    Hat denn Anna auch einen eigenen Beruf, ist wirtschaftlich unabhängig?

    Ja, hat sie und ist sie.

    Annas Ehe

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    Naja, was für Missstände waren das überhaupt - wurde Anna von ihrem Mann regelmäßig geschlagen/betrogen? Oder vielleicht ist ihr Mann ein Alkoholiker? Ein dauerhafter Hartz4-Empfänger?

    Bambiene hat es treffend ausgedrückt:

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    Für ihren Mann war sie wohl schon lange zur pflegeleichten Selbstverständlichkeit geworden.

    So ist es. Das ist der Punkt. Die Quintessenz die alles beinhaltet!


    Und es gingen einfach die Interessen sehr auseinander und konnten wohl auch nicht zur Zufriedenheit in eine Gemeinsamkeit gebracht werden.

    unsere Zukunft

    Was es bringt weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass das was jetzt ist, nicht Hals über Kopf passiert ist. Wir kennen und lieben uns seit drei Jahren, wir kennen uns gut, wir kennen unser Leben. Sie hat mit mir keinen völlig Unbekannten, dessen Vita sie nicht kennt, neben sich. Wir sind sehr enge Vertraute, haben 3 Jahre ein Geheimnis gehalten und uns nicht verraten.


    Ja, es war nicht das klassische Kennenlernen, aber das, was wir in den letzten drei Jahren füreinander ausgehalten haben, ist auch nicht von der Hand zu weisen, oder.


    Es ist eine Sache der Sicht. Und ich fühle es stabil.

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    Die Weltreisen und Begegnungen mit so vielen, vermutlich oft reizenden Damen stellen fuer einen Schwerenoeter wie Basil sicherlich immer wieder eine Herausforderung dar. Was in den letzten Monaten ein spannendes, immer wieder erotisch-prickelndes Ueberschreiten von Grenzen war, kann Anna morgen schon zuviel sein. Ein gegenseitiges Vertrauen in die moralische Stabilitaet und Treue des anderen ist weder auf der einen noch der anderen Seite gegeben.

    Ich bin kein Schwerenöter. Habe ich irgendwo gesagt, dass ich die Damen nehme wir sie mir entgegen kommen?


    Antonio, ich sollte dich mit auf Reisen nehmen, du wirst sehen, es ist schrecklich langweilig.


    Besonders für Herren unseren Alters, die eine gewisse Alterswürde wahren müssen. ;-)


    Ernsthaft: Ja, ich bin immer mit Frauen zusammen, ja ich habe Verehrerinnen. Dass ich viel Zeit mit Frauen verbringe, das weiß Anna. Und sie selbst weiß genug um zu wissen, dass es so ist und ein Teil meines Berufes ist.


    Sie kann mir trauen, und sie weiß es. Es ist Vertrauen da.


    Und sie möchte, dass ich meinen Beruf weiter mache wie bisher. So viel Reisen ist es nicht mehr.


    Ich glaube, es gibt Männer mit gewöhnlicheren Berufen, die Reisen mehr.


    Und ernsthaft, eine Frau, die sich in jeder Minute meiner Abwesenheit Gedanken macht, was ich mit wem mache, mir Affären unterstellt oder jeder anderen Frau eine Bedrohung sieht und ihr stutenbissig begegnet, wäre für mich nichts Besonders gewesen. So etwas ist würdelos und ich verabscheue diese Art von Würdelosigkeit.


    Angst vor Vertrauensbruch wäre unter Annas Würde. Und sie brauch es auch nicht haben.


    Aber sie hat nicht Angst, weil sie weiß, dass ich immer nur sie im Bett liebe. Sie hat nicht Angst, weil sie weiß, dass ich mir im Klaren bin, was ich wieder verlieren, wenn ich andere Frauen im Bett liebe.


    Und ich habe kein Interesse und auch keine Angst.


    Ich will einfach nicht die anderen Frauen.


    Man kann jetzt viel interpretieren oder vermuten oder schließen, den Stern unter den Annas und mein Leben nun stehen, den haben wir uns gut ausgesucht. Sie hat dafür länger gebraucht als ich. Aber Alles in Allem sollte Treue, Liebe, Leidenschaft und wenn es euch wichtig ist, auch das Geld, nicht problematisch sein. Und das mit den Kindern haben wir in der Hand - da drüber wacht kein Stern und kein Scheidungsfluch, das ist in unseren Händen.

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    Angst vor Vertrauensbruch wäre unter Annas Würde

    Bei einer Betrügerin? Vielleicht nimmt sie möglichen Betrug einfach nur viel gelassener, weil sie selbst betrügt?


    Ich vermute, dass Anna nicht zu dir zurückkehrt, weil sie vermutlich wieder zu Hause erfüllenden Sex hat, mit dir als Freund das Loch mit fehlender Freizeitgestaltung ausgefüllt wird und du ohnehin nicht unbedingt als geeigneter Familienmensch als Alternative zu ihrem Mann in Frage kommst (deines Reisens wegen)- sie braucht einen vertrauten Mann auch für die Kinder. Ich habe ansonsten den Eindruck, dass du relativ schnell den Worten von Menschen vertraust (deiner Ex-Frau, Anna), ohne hinter die Motive für diese Worte zu schauen.


    Und ich glaube, dass du deine väterlichen Fähigkeiten höher einschätzt als sie sind, weil die Frauen (deine Ex-Frau und Anna) für alles andere Sorgen, was du kaum registrierst. Kinder benötigen meistens nicht nur Briefe oder Computerverbindung- sondern sehr oft auch körperliche reale Nähe- wenn man mit ihnen spielt, wenn man mit ihnen etwas baut, wenn sie zuschauen, wie etwas gebaut wird, wenn man sie ins Bett bringt, wenn man mit ihnen auch gelegentlich bei den Hausaufgaben hilft, etwas vorliest, ..., gemeinsam den Haushalt erledigt, gemeinsam isst, sich auch mal drückt, streichelt oder tröstet, ... Das geht nicht aus der Ferne.

    sensibelman

    Anna ist nicht bei ihrem Mann, sie hat ihm alles gesagt und ist mit den Kindern bei mir.


    Wir planen ein Leben. Das ist nicht leicht, es ist anstrengend, es braucht Entscheidungen und ja, du hast Recht, es erfordert auch eine Neuorientierung von mit.


    Aber nur, weil ich bis jetzt nicht wirklich Vater war heißt es nicht, dass ich nicht besser werden kann.

    DieSeherin

    Das weiß ich nicht. Ich hatte sie bis jetzt nicht bedacht. Anna hat auch nicht mehr etwas gesagt.

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    Anna ist nicht bei ihrem Mann, sie hat ihm alles gesagt und ist mit den Kindern bei mir.

    OK, entschuldige, das hatte ich überlesen.

    Zitat

    Aber nur, weil ich bis jetzt nicht wirklich Vater war heißt es nicht, dass ich nicht besser werden kann.

    Wenn du es willst, wirst du es auch sein können. :)* :)*


    Ich wünsche dir und Anna viel Spaß im weiteren Leben- versaue es nicht ...

    @ Basil

    Zitat

    Bambiene hat es treffend ausgedrückt:

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    Für ihren Mann war sie wohl schon lange zur pflegeleichten Selbstverständlichkeit geworden.

    Ach, das ist doch eine leere Floskel - pflegeleichte Selbstverständlichkeit – das ist mir alles sehr abstrakt und relativ. Die meisten Frauen wissen doch selbst nicht was sie wollen, das ist das Problem, und ich vermute stark, dass Anna genauso eine ist.


    Ja, jede Frau würde sich einen erfolgreichen, gutaussehenden Top-Manager mit einem 20 cm Schniedel wünschen, der zu Hause einen liebevollen Familienvater gibt, sie regelmäßig ausführt und immer wieder mit seinem tollen Humor beeindruckt. Sorry, aber so einen findet man im Kino vielleicht. Man sollte sich schon seine Prioritäten im Leben setzen und auch mal Abstriche machen, sonst klappt es nicht.

    "Nun, ich bin der Überzeugung, dass nicht eine Scheidung die Entwicklung und die Reifung der Persönlichkeit von Kindern negativen Einfluss hat sondern einzig und allein, wie beteiligten Erwachsenen mit der Scheidung umgehen". schreib Basil


    Vielleicht gehst Du in Deiner sehr positiven Sichtweise von Deinem momentanen Glücksgefühl aus. Um den Einfluss eines Zusammenbrechens der Urfamilie auf die Kinder zu beurteilen, müsstest Du die Psychologie ( hier: Entwicklungspsychologie ) befragen.

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    "Nun, ich bin der Überzeugung, dass nicht eine Scheidung die Entwicklung und die Reifung der Persönlichkeit von Kindern negativen Einfluss hat sondern einzig und allein, wie beteiligten Erwachsenen mit der Scheidung umgehen". schreib Basil


    Vielleicht gehst Du in Deiner sehr positiven Sichtweise von Deinem momentanen Glücksgefühl aus.

    Ich halte seine Sichtweise für sehr realistisch.

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    sondern einzig und allein, wie beteiligten Erwachsenen mit der Scheidung umgehen

    nein halte ich nicht für sehr realistisch, sondern eher für oberflächlich. %-| Eine Trennung der Eltern tut den Kindern weh, sie kann Schaden verursachen (auch wenn die Erwachsenen gut damit umgehen und nicht zusätzlich weitere Fehler machen) und die Folgen für die Kinder sich schön zu reden, halte ich für unrealistisch. :(v

    Basil schrieb es kürzlich und ich konnte nur nicken: viele Kinder, deren Eltern aus den diversesten Gründen NICHT geschieden haben, wären froh, die Eltern hätten geschieden...


    ICH bin auch so ein Kind gewesen. Zuhause war immer dicke Luft, Streit und Zank gehörten zum täglichen Brot, eisiges Elternschweigen auch. Mein Bruder und ich wären froh gewesen, das alles hätte ein Ende gehabt. Die Scheidung der Eltern hätte für uns etwas Befreiendes gehabt.


    Ich lese hier seit Anbeginn still mit - aus "privatem Interesse", denn auch ich lebe ein schwieriges Glück. Dieses Glück ist nach über 40 Jahren immer noch jeden Tag von Neuem ein Glück.


    Basil und Anna werden es auch schaffen, daran zweifle ich nicht.

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    Eine Trennung der Eltern tut den Kindern weh, sie kann Schaden verursachen (auch wenn die Erwachsenen gut damit umgehen und nicht zusätzlich weitere Fehler machen) und die Folgen für die Kinder sich schön zu reden, halte ich für unrealistisch

    Ich bin selbst Scheidungskind gewesen und ich kenne viele Scheidungskinder. In der Regel ist es wesentlich unproblematischer als viele Eltern es sich ausmalen. Klar ist es zum Anfang schwer, aber das gibt sich schnell. Schwierig ist es für Kinder, die emotional zu eng an die Eltern gebunden wurden (die im späteren Lebenslauf dann auch oft Probleme mit eigenständigen, selbstbestimmten Leben haben werden und Probleme mit dem Abnabeln von den Eltern haben werden).