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    Ich glaube, dass du ihm nicht weh tun willst, das ist vergebliche Liebesmüh. Es tut ihm ja auch weh, wenn er merkt, dass irgendwas bei euch nicht im Reinen ist. Wenn er sich nach Sex sehnt und du da nicht so recht mitmachst/mitmachen kannst.


    Außerdem ist es ja nun mal so: Ändern wird es so (direkt) auch nichts. Das muss dann schon aus ihm heraus kommen. Aber ich hielte es für fair, ihm da wirklich offen dazulegen, was eigentlich Sache ist. Dann muss er immer noch für sich selbst entscheiden, ob ihm das wichtig genug ist, um die eigene innere Haltung zu verändern. Es ist ja auch sein gutes Recht, zu sagen: Ok, danke, aber ist mir dennoch Wurscht, ob es dir gefällt oder nicht. Aber er hätte wenigstens die Chance gehabt, sich mal zu positionieren (und wenn nur in seinen Gedanken, denn auch Schweigen ist eine Positionierung).


    Ich will damit nicht sagen: Knall es ihm schön im nächsten Streit vor die Füße. Aber ich denke, auch unbequeme Wahrheiten kann man so sagen, dass sie zumindest mit einem gewissen Maß an Respekt rübergebracht werden.

    Ich denk ich werde es ansprechen, ich werde einen neuen Versuch starten zu fragen wie er sich fühlt. Mal schauen wie er reagiert.

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    Wer 170 cm groß ist und 90 kg schwer grenzt an Fettleibigkeit (30er BMI). Das sagt ein BMI Rechner wie er im Netz für jeden zu finden ist. Und ja, ich weiß dass das nicht zu 100% stimmt, da die Muskulatur und das Alter (was ich nicht kenne) berücksichtigt werden muss.

    Ich weiß dass das an Adipositas grenzt. Allerdings sieht man ihm das wirklich nicht an, vor allem nicht angezogen, ja da sieht man einen Bauch und Hüftspeck, aber er ist insgesamt recht kompackt/muskulös gebaut.


    Er ist übrigens Anfang 40.

    Ne, ich würde ihn NICHT fragen, wie er sich fühlt. Es geht doch gar nicht darum. Dein Anliegen ist es, dass es DIR damit schlecht geht. Also musst du überlegen, ob du das so ausdrückst, oder du lässt es halt. Dieses "aber eigentlich geht es dir doch damit auch schlecht, oder" ist viel verletzender, als einfach mal ne klare (aber respektvolle) Ansage.


    Das ist genauso, wie wenn bei einer Trennung der Sich-Trennende dem anderen einzureden versucht, derjenige wisse doch eigentlich auch, dass es zu Ende ist. Das ist ein Argumentationsschlenker, den du gar nicht brauchst.

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    Sicher könnte man weniger am Haus machen, aber ich denke dass ihn das erfüllt im Moment.

    Deswegen ist das ja so wichtig mit ihm da offen zu reden, vielleicht ist das garnicht der Fall.

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    Er hat immer Auszeiten am Wochenende, auch abends hat er mehrere Stunden Zeit für sich.

    Wenn es denn wirklich in Richtung psychischer Probleme gehen sollte dann helfen ihm die mehreren Stunden nicht, dadurch würde sein Zustand nicht besser werden. Ebenso durch die Kurzurlaube usw., auch das ist auf der einen Seite Stress und auf der anderen Seite weiß er das die Baustelle so oder so Zuhause wartet.


    Sicher muss hinter alle dem nichts psychisches stecken, du hast das Thema aber selbst ins Spiel gebracht. Wenn du wirklich den Verdacht hast das da was faul sein könnte dann informier dich darüber, dann ist es nämlich was völlig anderes als wenn er schlicht aus Langeweile zuviel isst.

    En Reichsparteitag ist unvermeidbar. Sowieso wird sein Verhalten ihn teuer, teuer zu stehen kommen wenn er älter wird. Und die Vorwürfe von wegen "Reduktion auf das Äußere" sind schon rein logisch unhaltbar - das Fett, liebe Brüder und Schwestern, liegt UNTER der Haut, wissenschaftlich unwiderlegbar! Die Heuchelei und das vorgetragene Gutmenschentum ("daaaas geht abba' nich'") machen mich krank %-|

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    Die Heuchelei und das vorgetragene Gutmenschentum ("daaaas geht abba' nich'") machen mich krank %-|

    Wenn du dich von Dingen, die dich und dein persönliches Leben rein gar nichts angehen, unwohl fühlst, mach doch nen eigenen Thread auf?


    Oder such' dir halt ne Partnerin, die null oberflächlich ist und der dein Gewicht herzlich egal ist @:) Ich gebe gerne zu, dass ich ein Stück weit oberflächlich bin. Da ich aber ohnehin schon vergeben bin, ist meine Oberflächlichkeit ja nicht dein Problem, hm?


    Und Alias geht's ja, so wie ich das hier verstanden habe, nicht ausschließlich darum, dass ihr Partner aussehen soll wie Barbies Ken, sondern zu einem großen Teil auch darum, dass bei ihr in der Beziehung teilweise der Wurm drinnen ist und sie sich gemeinsam mit ihrem Partner wieder wohler fühlen möchte. Sie sucht zudem hier ja auch Ansätze, wie sie ihn unterstützen kann, damit er wieder mehr ins Gleichgewicht kommt.

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    Warum genau komme ich als nörgelnd herüber?

    Bei mir ist Dein Eingangspost nicht nörgelnd angekommen.


    Du hast geschrieben, dass das Übergewicht Deines Mannes Dir nicht gefällt, und du würdest gerne etwas daran ändern. Mir nörgeln hat das in meinen Augen nichts zu tun.


    Deswegen würde ich es als Frage stellen: Was bist Du für eine Ehefrau? Wie kommt es wohl bei ihm an, wenn Du ihn darauf ansprichst?


    Deine Neigung zur Oberflächlichkeit finde ich übrigens sehr menschlich. Ich bin da vermutlich nicht anders, und ich meine, daran gibt es nichts zu kritisieren.


    Die Neigung zur Oberflächlichkeit auf der einen Seite schließt ja die Fähigkeit zu tiefen Gefühlen auf der anderen Seite nicht aus.

    @ :) *:)

    Ich finde manche hier ziemlich heuchlerisch. Euch würde es also gefallen wenn der Partner 20 oder mehr Kilo zunimmt und nichts sagen? Des glaubt ihr ja wohl selbst nicht.


    Ausserdem schrieb sie mit keiner silbe, dass sie ihn jetzt verlassen will, sondern nur, dass es ihr so nicht gefällt und gern mit ihm was dran ändern will.


    Finde also den Vorwurf der oberflächlichkeit unangebracht


    Mein Partner hat auch zugenommen, mich stört es nicht, allerdings hat mir seine alte Figur besser gefallen. Aber des ist jetzt sicher auch wieder oberflächlich von mir

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    Ich finde manche hier ziemlich heuchlerisch. Euch würde es also gefallen wenn der Partner 20 oder mehr Kilo zunimmt und nichts sagen?

    Ja, das meinte ich auch. Ich bin aber dafür schon beschumpfen geworden :_D

    auch nach langer Ehe muss man sich icht so gehen lassen, dass es den Partner stört und Erotik lässt sich nun mal nicht steuern.


    Ich bin auch über 20 Jahre verheiratet und mein Mann hatte jetzt über eine längere Zeit trotzdem eine Eigenschaft an den Tag gelegt, die ihn für mich so etwas von unerotisch werden ließt (breiteste Gossensprache bzw. Dialekt) - das war gar nicht mehr "er".


    Klar habe ich ihm das gesagt und seitdem reisst er sich wieder zusammen.

    So lange sind wir noch nicht mal zusammen, keine 10 Jahre. Ja vermutlich stört mich auch, dass ich mir wirklich immer viel Mühe gebe, gut auszusehen und bekomme öfter mal Komplimente von anderen (aber auch von ihm). Ich schminke mich täglich und bin immer gut angezogen, was ihm auch sehr gut gefällt. Allerdings tue ich das vor allem für mich, aber natürlich auch für ihn.


    Ich danke euch auf jeden Fall für eure Ratschläge. Ich werde es demnächst ansprechen, wenn sich die Gelegenheit bietet.