das tue ich bereits Purpelike ich bin sportlich sehr aktiv :)^ eben als Stressabbau nebst Spaß was mir der Sport auch macht.


    Ende mit Schrecken wäre natürlich eine Möglichkeit ich weis bzw. hab ich ja schon den Kontakt eingeschränkt... und selbst bei dem wenigen Kontakt den es gibt......kommen eben diese Aussagen. Vermutlich hast du Recht - Kontakt noch mehr einschränken bzw. abbrechen oder was weis ich. ":/

    Frühlingskind5,


    wenn du auch ein Ende mit Schrecken, also einen Kontaktabbruch, in Kauf nehmen würdest, dann könntest du auch einen Brief schreiben. Allerdings würde ich nicht die erste Fassung direkt zuschicken oder zustellen, ohne darüber geschlafen zu haben. Im Zorn und wenn aufgestaute, verletzte Gefühle so hoch kochen, sagt oder schreibt man manchmal ja Dinge, die man hinterher doch bereut.


    Mein Rat wäre, dass du trotz allem respektvoll schreibst und bei deinen Gefühlen bleibst- ausdrückst welche Verhaltensweisen und Situationen dich verletzt haben und was deine Konsequenzen für die Zukunft daraus sind. Lass dich bitte nicht verleiten deinen Pflegevater sprachlich abzuwerten, ihm Bezeichnungen zuzuschreiben. Du willst dich ja nicht verhalten wie er und ihn mit Worten "entwerten".


    Du bist eine absolut mutige, starke Frau, die nach so einer Kindheit ihren eigenen Weg geht und mit jedem Tag stärker wird. Du lässt ihn gerade Stück für Stück zurück und willst dich nicht jetzt von ihm wieder auf sein Niveau herunter ziehen lassen.


    Ob er jemals darauf reagiert, vor allem so wie du es wünscht, kann niemand vorhersagen. Aber du hättest es niedergeschrieben und dir Luft gemacht- in erster Linie für dich selbst. Natürlich kann man solhe Briefe auch zum dampfablassen unzensiert lassen, wenn man sich im Vorfeld entschieden hat sie nicht abzuschicken. Dann ist es Sozialhygiene.


    Das mit dem Sport zum abreagieren ist vielleicht ein guter Tipp von purplelike- sofern du es gerade gesundheitlich kannst- du sprachst ja von Reha.

    danke Strawberry @:)


    ich bin eher der "direkte" Mensch der in Konflikten auch alles sagt was sich staut - was ich erst lernen musste manche Dinge auszusprechen. Auf dieses Niveau von ihm lass ich mich natürlich nicht herab - das bin ich nicht.


    Ja wiegesagt sportlich bin ich sehr aktiv, das mit der Reha ist schon länger her und nicht mehr aktuell, dennoch wurmt mich die Aussage nach wie vor weil es ja nicht nur bei dieser Aussage blieb/bleibt und immer wieder diese Sticheleien kommen.

    Hallo Frühlingskind,


    so sehr sich das wunderlich lesen mag, würde ich den Kontakt noch nicht abbrechen.


    Ich glaube nämlich, dass diese Dinge, diese hässliche Vergangenheit bei Dir gerade erst so nach und nach an die Oberfläche kommt. Dieser Prozess beginnt erst so langsam, kann das sein? Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass Du diese Vergangenheit recht zeitnah mit professioneller Unterstützung aufarbeiten solltest, bevor es zum Trauma wird. Zur Aufarbeitung könnte aber ggf. auch eine Konfrontation mit Deinem Pflegevater nötig werden, das halte ich zumindest für möglich. Daher solltest Du noch Zugang zu dem Menschen haben.


    Alles Gute

    Wie alt ist denn der Pflegevater?


    Bei mir bekommen Menschen ab 60 Jahren einen Altersbonus und ich sehe über viele Dinge einfach hinweg. Bei jüngeren Leuten gehe ich dagegen in die Diskussion.


    Menschen wie dein Pflegevater, die einem nicht wohlgesonnen sind, braucht man im Leben nicht. Ignorieren und das eigene Leben geht weiter.


    Mein Stiefvater verhält sich ähnlich wie dein Pflegevater. Er sucht jedes Haar in der Suppe bei mir. Soll er das tun, mich interessiert es schon lange nicht mehr. Seine Meinung ist mir komplett egal. Das weiss er mit der Zeit und schweigt vor sich hin in meiner Anwesenheit ;-D

    Hallo Frühlingskind5,


    der Gravensteiner hat da interessanten Rat gegeben, bin selbst über 50 Jahre alt und blicke zurück auf etliche Baustellen. Wenn ich zugelassen habe (mit Hilfe meiner Therapeutin) den Menschen in meinem Leben, die mir Schwierigkeiten ohne Ende machten standzuhalten und mein eigenes Verhalten zu ändern, dann war sofortiger Kontaktabbruch unnötig. Hören die Verletzungen nicht auf, ist er immer noch eine Option.


    Alles nicht leicht.


    Viel Kraft :)*

    @ heute-hier:

    Wenns so einfach wäre, würde ich auch raten, den Kontakt einfach abzubrechen. Die Pflegefamilie hat aber m.E. bei Frühlingskind mehr angerichtet, als ihr nur einfach nicht wohlgesonnen zu sein. Das ist mein Eindruck und daher sollte man sich die Option für einen Zugang offen halten. Damit meine ich nicht, mit aller Gewalt den bestehenden (miesen) Kontakt zum Pflegevater aufrecht zu erhalten. Ich rate davor ab, in sich selbst eine möglicherweise unüberwindbare Barriere zum Pflegevater aufzubauen. Wenn es später mal einer Konfrontation bedarf, sollte man nicht auch noch diese zusätzliche Schranke in sich tragen.


    Mir gehts nicht um den alten Mann, der ist als Mensch nicht mehr wichtig. Aber ggf. als Werkzeug, um Frühlingskinds Vergangenheit aufzuarbeiten.

    @ Gravensteiner

    Zitat

    Mir gehts nicht um den alten Mann, der ist als Mensch nicht mehr wichtig. Aber ggf. als Werkzeug, um Frühlingskinds Vergangenheit aufzuarbeiten.

    ein guter Satz der mir zu denken gibt - danke @:)

    Zitat

    ich denke, es wäre in der Tat das beste, wenn du für dich den Kontakt total abbrichst.

    :)z


    Genau so.


    Schaue in die Zukunft, die kannst du dir schön gestalten, vergiss die Vergangenheit, die kannst du nicht ändern und in diesem Fall für dich auch nichts lernen. Was bringt der Blick zurück? Nichts. Wem bringt das was? -, Niemandem ...


    Lebe dein Leben und gestalte es schön- jetzt und in Zukunft.