Vassilissa,


    bei deinen Ausführungen sehe ich im Grundsatz dieselben Gegebenheiten wie bei mir. Nur dass eben du hier die Frau bist, die arbeiten geht und nach allem schaut und bei meinen Gegebenheiten bin ich nun mal der Mann der zahlt und alles im Lot hällt.


    Also nix mit "die bösen Frauen oder "die bösen Männer".


    Die persönlichen Umstände und Lebensläufe sind doch so unterschiedlich und vielfälltig, dass niemals eine generelle Aussage gemacht werden kann.


    Dass es im Leben nicht immer so läuft iwe man sich das vorstellt und plant , weiss ich inzwischen auch nach mehr als 50 Lebensjahren, aber trotzdem versuche ich mich immer so zu verhalten, dass ich morgens noch in den Spiegel schauen kann. Gottseidank habe ich den Respekt vor mir und meinen Mitmenschen noch nicht verloren , seien es Männer oder Frauen.

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    Aber genau das ist doch der Punkt, an dem Fara und du komplett vernagelt sind - es geht nicht um FRAUEN oder MÄNNER, oder "weil du eine Frau bist" und "ich ein Mann bin"....

    Genau! Du hast heute kein Frauen "gegen" Männer mehr. Sondern es geht als Mann wie als Frau darum jemanden zum Partner zu finden, der nicht narzistisch, egozentrisch, duckmäuserisch, kindlich oder selbstverantwortungslos ist und selber das gleiche Paket anzubieten. Heute muss man sehr viel genauer auf das Mindset des Partners achten, wenn man eine lange Beziehung anstrebt als das vielleicht früher mal der Fall war, weil die meisten (egal ob Mann oder Frau) nicht mehr 10 Jahre warten um sich anderweitig umzusehen, nach dem Motto: Besser geht immer. Das ist eben die Konkurrenzgesellschaft von der viele nach wie vor glauben sie brächte die besten Ergebnisse hervor.

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    Ja, diese Meinung ist so veraltet, dass es allein in den letzten acht Jahren drei meiner Arbeitskollegen genauso ergangen ist, denen nun der Staat unter die Arme greifen muss, damit sie noch für alles aufkommen und sie selbst gerade noch so über dem Existenzminimum leben können %-| Schöne neue Welt, nicht wahr ? Bis auf die Tatsache, dass sie oft genug weder schön noch neu ist.

    Nach einer Scheidung müssen zwei Leute, die bisher nur einen Haushalt finanzieren mussten, zwei Haushalte finanzieren - mindestens einer davon, wenn Kinder da sind, nicht wesentlich kleiner als vorher (und wenn die Kinder übers WE zum Vater kommen und dort auch Platz haben sollen, reicht auch da mindestens aus diesem Grund keine Einzimmerwohnung). Zudem ist es oft wenigstens erst mal mit der Zeit schwieriger - in einem gemeinsamen Haushalt ist man flexibler, wenn es darum geht, einander zeitlich den Rücken freizuhalten, was bei Vorhandensein kleiner Kinder oft dazu führt, dass Arbeitszeiten zurückgeschraubt werden müssen. Wenn das Geld vorher nicht sehr reichlich war, dann wird es jetzt sehr knapp oder reicht gar nicht mehr. Ja, ist beschissen. Für alle Beteiligten.

    die Libido sinkt im Alter und das manche Frauen mit einer von Natur aus geringen Libido im fortgeschrittenen Alter dann gar keinen Bock mehr haben würde ich für normal halten. Das wird dem einen oder anderen Mann nicht anders gehen.

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    Ich glaube hier sind ganz viele Personen über 50 unterwegs, die noch ganz krass in Genderkategorien denken (Frauen sind so, Männer sind Trieb gesteuert,...) und noch altmodische Vorstellungen von Scheidung und so haben.

    und hier sind auch ein paar ü50 unterwegs, die nicht altmodisch denken, aber wissen, dass es durchaus zwar theoretische werte gibt - das leben einem aber dann doch manchmal dazwischen grätscht!

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    Aber einmal davon abgesehen, nach einer Scheidung sollten weder der Mann und auch die Frau sich nicht beklagen, falls sie zu Unterhaltszahlungen heran gezogen werden. Immerhin sollte jedem in einer Eheschließung bekannt sein, dass bei einer Trennung derjenige Unterhalt zu zahlen hat, der das höhere Einkommen während der Ehe erzielt. Aus welchem Grunde wird da nach Scheidungen immer so vehement gejammert? versteh ich irgendwie nicht.

    weil oftmals einer die Scheidung gar nicht will? Nutzt aber nix und zahlen muss er dann trotzdem?


    Doch, ich kann da schon Unmut verstehen.


    Danae,

    Wie kann es ihr gutgehen wenn es ihrem Partner schlecht geht?


    Das ist mir unbegreiflich. Und da ist jetzt wahlweise sie mit er zu ersetzen, mir ist egal, wer da wem was "verweigert", Sexentzug, Liebesentzug, was auch immer.


    Wie kann es mir mit einem Zustand gutgehen, von dem ich weiß, dass der Patner den ich liebe, darunter leidet?

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    Wie kann es mir mit einem Zustand gutgehen, von dem ich weiß, dass der Patner den ich liebe, darunter leidet?

    Exakt. Solange noch Liebe da ist werden Lösungen gesucht. Wenn die weg ist war sie entweder nie da ( Berechnung gibts ja auch) oder sie ging kaputt ohne das der Partner das realisiert hat. In so einem Chaos ist man immer zusammen und zumindest meiner Erfahrung nach geht das immer mit mangelnder Kommunikation einher oder das einer sich einfach einmal zuviel weigert das " wir müssen reden" ernstzunehmen.

    Was sexuelle Unlust in Beziehungen auch bedeutet: Es verschafft einen großer Umsatz in der Prostitutionsbranche. Irgendwo müssen ja die täglichen ca. 1,2 Millionen Männer herkommen (auch wenn der Link schon zielich alt ist, dürfte sich nichts Wesentliches geändert haben) - wobei das keinesfalls alles Singlemänner sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Ehefrauen oder Partnerinnen vom Treiben ihres Partners keinerlei Kenntnis haben. Irgendwo sucht sich die Lust einen Ausweg /auch wenn ich das in dieser Form irgendwie blöd finde).

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    Aus welchem Grunde wird da nach Scheidungen immer so vehement gejammert? versteh ich irgendwie nicht

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    Weil oftmals einer die Scheidung gar nicht will? Nutzt aber nix und zahlen muss er dann trotzdem?

    Das ist aber doch keine logische Begründung.


    Wenn man heiratet ist doch davon auszugehen, dass Mann und Frau sich über ihre zukünftigen Rollenverhältnisse in der Ehe einig sind, z.B. arbeitet die Frau halbtags, um sich um das gemeinschaftliche Kind zu kümmern und um auch zum Familieneinkommen beizutragen, und der Mann arbeitet ganztags. Geht natürlich auch umgekehrt, oder beide arbeiten nur halbtags oder beide arbeiten Vollzeit, ist aber doch immer eine vorhergehenden Absprache zwischen Mann und Frau. Beide sind über ihr Rollenverhältnisse in der Ehe einig. Es wird ja wohl kaum so sein, dass ein Ehepartner in der Ehe allein despotisch entscheidet, ob der andere Ehepartner mit zum Familieneinkommen beitragen soll oder nicht. Derjenige, der dann das höhere Einkommen aus seiner Erwerbstätigkeit bezieht ist sich doch bei gesundem Menschenverstand bewusst, dass er u. U. bei einer Scheidung der Ehe auch zu Unterhaltszahlungen verpflichtet ist. Ist er sich nicht darüber bewusst, hat er entweder keinen IQ und ist einfach nur selten doof.


    Möchten beide Eheleute aufgrund einer Scheidung der Ehe keine Unterhaltszahlungen an den geringer verdienenden oder während der Ehe erwerbslosen Ehepartner zahlen schließen sie vor der Ehe einen Ehevertrag, in dem dann auch Zahlungsmodalitäten bei einer eventuellen Trennung geregelt sind.


    Damit entfallen für den mehrverdienenden Ehepartner bei einer eventuellen Scheidung jedwede Unterhaltsansprüche und er hat dann auch keinen Grund nach der Scheidung einer Ehe rumzujammern oder rumzuflennen so wie das so viele Geschiedene und Unterhaltszahlungsverpflichtete immer wieder tun.


    Wer allerdings im Überschwang seiner Verliebtheitshorme heiratet und vorher nicht über eine eventuelle Trennung und damit verbundene eventuelle Unterhaltsverpflichtungen nachdenkt darf sich dann bitte aber auch nicht hinterher beklagen, dass er an den unterhaltsbegünstigten Ehepartner Zahlungen aufgrund seines während der Ehe erzielten höheren Einkommens zu leisten hat. Beide hätten vor der Eheschließung nur einen Ehevertrag abschließen müssen und könnten nach einer Scheidung weiter leben wie bisher, mit Ausnahme natürlich von Unterhaltszahlungen an eventuelle gemeinschaftliche Kinder - die aber ja wohl selbstverständlich sind!


    Dass eine Ehe aber nicht geschieden werden sollte so wie Süntje es schreibt, nur weil einer der Ehepartner das nicht will ist eines der dümmsten Argumente das ich jemals gelesen habe. Eine Ehe ist doch kein Hochsicherheitsgefängnis in dem ein unzufriedener Ehepartner bis an sein Lebensender ausharren muss nur weil der andere Ehepartner ihn nicht aus einer unglücklichen Ehe gehen lassen will. Das ist wirklich der allerletzte Quark den ich jemals gelesen habe.

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    Und das sind dann die hier wimmernden und völlig fertigen Männer, die voller Angst, sich bei einer Professionellen angesteckt zu haben, das ihren Frauen lieber schamhaft verschweigen.

    ... was aber jetzt hiermit so überhaupt gar nichts zu tun hat, nicht ?

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    Möchten beide Eheleute aufgrund einer Scheidung der Ehe keine Unterhaltszahlungen an den geringer verdienenden oder während der Ehe erwerbslosen Ehepartner zahlen schließen sie vor der Ehe einen Ehevertrag, in dem dann auch Zahlungsmodalitäten bei einer eventuellen Trennung geregelt sind.


    Damit entfallen für den mehrverdienenden Ehepartner bei einer eventuellen Scheidung jedwede Unterhaltsansprüche und er hat dann auch keinen Grund nach der Scheidung einer Ehe rumzujammern oder rumzuflennen so wie das so viele Geschiedene und Unterhaltszahlungsverpflichtete immer wieder tun.


    Wer allerdings im Überschwang seiner Verliebtheitshorme heiratet und vorher nicht über eine eventuelle Trennung und damit verbundene eventuelle Unterhaltsverpflichtungen nachdenkt darf sich dann bitte aber auch nicht hinterher beklagen, dass er an den unterhaltsbegünstigten Ehepartner Zahlungen aufgrund seines während der Ehe erzielten höheren Einkommens zu leisten hat. Beide hätten vor der Eheschließung nur einen Ehevertrag abschließen müssen und könnten nach einer Scheidung weiter leben wie bisher, mit Ausnahme :-x natürlich von Unterhaltszahlungen an eventuelle gemeinschaftliche Kinder - die aber ja wohl selbstverständlich sind!

    Und seit wann tun Menschen eigentlich vernünftige Dinge ? ;-D Ehevertrag - klar, das wäre die beste Idee und bietet sich vor allem dann an, wenn einer der beiden rein finanziell gesehen viel mehr in die Ehe mitbringt als der andere. Aber wie viele Leute machen das tatsächlich ? Ich hab damit natürlich keine eigene Erfahrung und mein Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis ist auch keineswegs repräsentativ, aber es sind doch relativ frisch verheiratete Pärchen dabei. Und da sind genau drei mit Ehevertrag dabei - bei einem Pärchen war von vornherein klar, dass so einer aufgesetzt werden muss und es lief alles problemlos ab. Bei den anderen beiden gab es riesige Streits und Dramen (inklusive einer fast abgesagten Hochzeit in einem der Fälle) nach dem Motto: "WAS ? Ehevertrag ? Du willst wohl, dass wir uns irgendwann trennen."