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    Aber wenn es nur einem Part wurscht ist und dem anderen nicht...kann man dann nicht einfach soliden Gewohnheitssex haben?

    Kann man, aber man muss nicht wenn man nicht will. Und vielleicht will man nicht weil man sich damit ganz beschissen fühlt. Ich mag solchen Sex nicht, lieber hab ich keinen Sex als nen Gewohnheitsfick. Wenn du das kannst und willst und in Ordnung findest, gut, für mich ist das nichts.


    gauloise


    Was wäre denn deiner Meinung nach zielführend? ;-D ;-D

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    Derjenige der darauf verzichten könnte ( ohne tatsächliche Abneigung), der sozusagen so eine Achselzuckende Meinung dazu hat, wird doch nicht unglücklicher dadurch.

    Vielleicht aber heißt "auf Sex verzichten können" nicht das man sich gerne als Spermaklo benutzen lässt. Essen und trinken tu ich auch nur die Sachen die ich mag, wenn es fad und öd schmeckt dann ess ich es nicht oder nur um nicht zu verhungern.

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    Aber was soll an Gewohnheitssex schlimm sein?

    Wem es genügt, dann ist es OK- aber ich glaube, dass ist einer der Ursachen für nachlassende Libido. Libido ist mit Anregung verbunden, klar spielt unser Körper und Geist da von Natur aus mit- aber wenn die Seele da nicht leidenschaftlicher mit bei ist, sehe ich das längerfristig als Sackgasse- gähnende Langeweile- nun ist genug mit Gewohnheit ....

    Ach,sensibelman.....


    Klar, ist es nett wenn es nach 20 Jahren noch spannend ist...


    Aber jetzt mal "Butter bei die Fische": Die Partner kennen sich in und auswendig, jeder hat den anderen in all möglichen Situation Hunderte Male gesehen beim schnarchen,pupsen,rasieren...beide wissen wie der andere im Alltag und im Bett tickt wie ein Uhrwerk, optisch haben sich sicher beide etwas von der heißen Jugend entfernt, beide werden weniger Fkk tauglich.... ;-D alles ist bekannt und vertraut. Spannung weicht der soliden Vertrautheit. Klar,kann man mal Sexshop besuchen, Wäsche besorgen usw...aber das sind eher Ausnahmen, weil das große neue Sexding eben so nicht mehr da ist und dauerndes organisieren auch irgendwo ermüded und der Mensch als Gewohnheitstier eher in alte, ruhige Muster zurückfällt.


    Ich finde das auch alles nicht schlimm. Wenn man Sex nicht so mega aufbläst,sondern es als etwas alltägliches und nicht Mega-exotisches sieht,dann wird auch die Veränderung von "boah" zu "ok" nicht so negativ empfunden.


    LG

    @ danae

    Du hast eine merkwürdige Vorstellung.... "Spermaklo" klingt nicht nur unschön,sondern hat was missbrauchendes. "Spermaklo"...."benutzen"....das geht alles in diese Richtung.


    Warum fühlt man sich benutzt oder "beschissen" wenn man was alltägliches macht? Etwas das vielleicht sogar den anderen kurz glücklich macht?


    Du wäschst doch auch regelmässig Wäsche, spülst Geschirr etc? Bist du dann ein missbrauchter Haushaltssklave?


    Das sind doch auch ganz normale Tätigkeiten ohne viel drüber nachzudenken.


    Warum muss dann der Sex immer so aufgeblasen werden mit derart großen Attributen gefüllt werden? Da ist doch über kurz oder lang Enttäuschung, Langeweile etc vorprogrammiert. ;-)


    LG

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    alles ist bekannt und vertraut

    Um so leichter ist da Pep reinzubringen- da muss man nur mal vom gewohnten Trott abzuweichen- da reichen schon kleinere Dinge.


    Ja und Vertrautheit halte ich für sehr wertvoll in der Beziehung- das lässt vieles lockerer sein, kein angespanntes Nachdenken ...

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    beide werden weniger Fkk tauglich....

    Das ist eine komische Sicht für FKK: Präsentieren und Darstellen?


    Ich gehe nicht zum FKK zum Präsentieren und um mich darzustellen- ich genieße frische Luft, Wasser und Sonne ohne lästige Kleidung.


    Und meine Frau ist vor allem durch ihre Art besonders attraktiv (auch wenn sie es auch durch ihr Aussehen ist)- da ist etwas faltigere Haut kein Problem.

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    Klar,kann man mal Sexshop besuchen, Wäsche besorgen usw

    Ob du es glaubst oder nicht: Wir haben noch nie Sexspielzeug benutzt und meine Frau hat keine speziellen Dessous und wir haben noch nie etwas im Sexshop gekauft- trotzdem halte ich unseren Sex nicht für langweilig oder öde.


    Manchmal reicht einfach ein unverhofftes Streicheln (irgendwo) oder Drücken oder "Anheben" oder ein "auf das Schlafzimmerbett ziehen" aus ...

    Nö, ich hab keine Ahnung ob ich zu einer Mehrheit gehöre, aber das ist im Zweifelsfalle für meinen Mann auch egal. Denn es geht nicht draum recht zu bekommen oder zu haben sondern mit der individuellen Situation umzugehen die eben aus den Einstellungen der Betroffenen resultieren.


    Ich möchte keinen Sex der wie Abwasch ist. Ich finde Abwasch nervtötend und lästig, es ist eine lästige Pflicht. Etwas durch das ich eben durch muss weil es muss. Ich habe lange für meine Spülmaschine gespart damit ich eben nicht mehr muss. Ich will meinen Sex so nicht erleben. Das soll nichts sein durch das ich durch muss, das ich eben auf mich nehmen muss weil Alltag sonst nicht funktioniert. Sex mit meinem Partner soll nichts sein das ich so schnell als möglich an wen anders deligieren kann. Ich will meinen Partner nicht als Anlass für eine unangenehme Pflicht wahrnehmen.

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    Du wäschst doch auch regelmässig Wäsche, spülst Geschirr etc? Bist du dann ein missbrauchter Haushaltssklave?


    Das sind doch auch ganz normale Tätigkeiten ohne viel drüber nachzudenken.

    Für mich sind das lästige Pflichten, die ich nur tue, wenn es unbedingt sein muss und ich wende das absolute Minimum an Zeit dafür auf. Weil ich's ätzend finde, dass ich das überhaupt machen muss.

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    Du wäschst doch auch regelmässig Wäsche, spülst Geschirr etc? Bist du dann ein missbrauchter Haushaltssklave?

    Und wenn ich das hier immer alleine machen muss dann ist Haushaltssklave genau das Gefühl das hier aufkommt. Oder eher: aufkam. Inwzischen ist es gut verteilt. 8-) 8-)

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    gauloise**


    Was wäre denn deiner Meinung nach zielführend?

    Gar nichts? Weil jedes Paar, jede Beziehung anders ist. Und wenn sensibelman noch so oft was anderes erzählt: es gibt nicht den einen, allgemeingültigen Weg.


    Jemine, das ist mühselig hier. Besinnt euch doch vielleicht lieber auf das, was, ihr für euch selber wollt, was euer Partner will und versucht, einen Weg zu finden, der euch beiden guttut. Platitüden und perfekte Beispiele anderer Menschen werden euch nichts nützen.

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    Für mich sind das lästige Pflichten, die ich nur tue, wenn es unbedingt sein muss und ich wende das absolute Minimum an Zeit dafür auf. Weil ich's ätzend finde, dass ich das überhaupt machen muss.

    Da kenne ich noch mehr Menschen, denen das ganz genauso geht (mich und meine Frau eingeschlossen). Wenn Abwasch und Wäsche waschen wirklich Spaß machen würde, hätte man dafür keine Automaten erfunden.


    Aber Geschirrspülen und Abwasch kann man nicht mit zwischenmenschlichen Beziehungen vergleichen. Die Wäsche und das Geschirr hat keine Gefühle.


    Ich denke aber, ein wesentlicher Bestandteil einer liebenden Beziehung ist, dass man nicht nur sich selbst, sondern auch seine Partnerin glücklich sehen will- mich erfreut es, wenn meine Frau sich freut, mich macht es traurig, wenn meine Frau traurig ist. Ich weiß nicht genau warum, aber es ist so- ich vermute, dass das der tiefere Kern von Liebe ist.

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    Besinnt euch doch vielleicht lieber auf das, was, ihr für euch selber wollt, was euer Partner will und versucht, einen Weg zu finden, der euch beiden guttut.

    Sag ich doch die ganze Zeit. ;-D ;-D Nur darum geht es der Te ja gar nicht. Sie ist ja gar nicht betroffen, also konkret sondern sagt sie würde es gerne verstehen. Den Eindruck hab ich aber nicht. Also frag ich mich noch was das hier soll.