Zitat

    Jemand betonte ganz deutlich die Selbstbestimmung des einzelnen.


    Sorry,aber Selbstbestimmung hat seine Grenzen.

    Äh, nein? Gerade das sexuelle Selbstbestimmungsrecht sollte meiner Meinung nach unumstößlich sein. Wo kämen wir denn da hin!?

    @ uvg

    Hallo!


    Fehlende Lust hat ja Gründe. Und die gilt es zu ergründen und sofern möglich GEMEINSAME zu beseitigen,zumindest sofern das Zufrieden sein beider Seiten das Ziel ist.


    Man kann sich nicht darauf ausruhen,keine Lust und basta. Es sei denn die Konsequenzen sind einem egal. Und ein Stück weit ist einem auch das Zufrieden sein des Partners egal.


    LG

    Zitat

    Gerade das sexuelle Selbstbestimmungsrecht sollte meiner Meinung nach unumstößlich sein.

    Das gilt aber für beide Seiten. D.h., man kann eine Entscheidung nur für/über sich selber treffen, nicht über den anderen. Der trifft seine eigene Entscheidung.

    @ Lian-Jill

    Dann muss man aber auch nicht klagen, wenn die totale Selbstbestimmung Konsequenzen hat.


    Und da hinkt es eben...


    Der eine Part sagt "Nein,keine Lust u basta" erwartet aber dass alles weiter läuft wie bisher.


    LG

    Fara, ich glaube, solche Dinge sind nicht so einfach.


    Es bedroht vermutlich die Persönlichkeit, wenn bestimmte für den anderen unabdingbare Eigenschaften fehlen oder weit entfernt scheinen, und oft ist ja der Grund dafür tief, tief verborgen. Da heran zu gehen, macht angst. Es betrifft nicht nur die Sexualität - "eingeklagtes" Verhalten, das für den anderen wichtig ist, weckt Schuldgefühle, die wiederum am liebsten verdrängt werden, weil es eben bedrohlich ist, sie in aller Konsequenz wahrzunehmen.


    Da bastelt man sich vielleicht lieber seine eigene Welt, in der man sich nicht "gezwungen" fühlen will, etwas zu verändern.

    @ Stuhlbein

    Genau!


    Und wenn beide stur mit der Stirn voreinander stehen und einer sagt " Sex gibt's nicht" ,der andere sagt " Sex möchte ich aber", dann gibt's ein großes Problem.


    Wenn beide stur bleiben und nicht fragen " Warum will der eine nicht?" Dann ist wohl große Unzufriedenheit u langfristig ggf das Aus vorprogrammiert.


    LG

    Zitat

    Das gilt aber für beide Seiten. D.h., man kann eine Entscheidung nur für/über sich selber treffen, nicht über den anderen. Der trifft seine eigene Entscheidung.

    Ja selbstverständlich, ich dachte, darüber besteht hier Einigkeit?

    @ NotMichealCaine

    Zitat

    Nichts! Deswegen tun wirs ja in diesem Faden!

    Ah, gut. Ich hatte dein Aussage irgendwie falsch gedeutet und es als versteckte Kritik wahrgenommen, dass Männer klare Kommunikation wollen.

    Ich verstehe noch nicht ganz, worauf du hinauswillst., Fara-1977.


    Dass man einem anderen nicht seine sexuellen Bedürfnisse abstreiten darf, ist klar. Aber das hat doch nichts mit dem sexuellen Selbstbestimmungsrecht der einzelnen Partner zu tun?


    Es soll ja auch Männer geben, die ihre Frauen am ausgestreckten Arm verhungern lassen, während sie sich den Sex im Puff holen und auch noch das Familienbudget damit belasten. Das wäre vielleicht mal eine ähnlich empörte Überschrift wert ;-) .

    @ Fara-1977

    Zitat

    Und wenn beide stur mit der Stirn voreinander stehen und einer sagt " Sex gibt's nicht" ,der andere sagt " Sex möchte ich aber", dann gibt's ein großes Problem.


    Wenn beide stur bleiben und nicht fragen " Warum will der eine nicht?" Dann ist wohl große Unzufriedenheit u langfristig ggf das Aus vorprogrammiert.

    Ich sehe das auch so. Sehe aber nicht, wo sich hier einer (in diesem Fall die Frau) mehr "herausnimmt" als der andere. Ich halte es für sehr selten, dass ein Beziehungspartner ohne jede Vorwarnung und ohne auch nur annähernd Gründe zu nennen, zumindest aber Andeutungen, bestimmt, dass er/sie ab jetzt keinen Sex mehr möchte. Vielleicht wurden Andeutungen gemacht und Zeichen gesendet, vom anderen jedoch nicht verstanden, und dann gibt man auf und sagt: Gut, dann eben gar nicht mehr.


    Ist dann natürlich letztendlich ein Kommunikationsproblem.


    Ich finde es aufschlussreich, was NotMichaelCaine geschrieben hat auf Seite 3 um 14 Uhr 12.


    Es dürfte wohl relativ häufig passieren, dass die Sexbedürfnisse der Partner auseinander gehen. Der Mann braucht den Sex anders als die Frau. Der Mann ist genervt, wenn die Frau mal "nur kuscheln" möchte und er ihr "den Rücken kraulen muss". Die Frau ist genervt, dass er nur Rein-Raus will und für Zärtlichkeiten anderer Art nichts übrig hat. (Mal beispielhaft.) Wenn man sich da gegenseitig nicht versteht, erliegt der Wunsch nach Intimität irgendwann. Das kann auch passieren, indem die Frau jedes Mal erst auf "Rücken kraulen" besteht und der Mann daraufhin jede Sexaktivität mit ihr einstellt, weil er darauf keine Lust hat. In dem Fall nimmt sich dann der Mann etwas heraus.

    Zitat

    Ja selbstverständlich, ich dachte, darüber besteht hier Einigkeit?

    Den Eindruck hatte ich nicht. Aber wenn es so ist, um so besser.


    (Hier ist übrigens ein Faden, wo darüber keine Einigkeit besteht. Ich würde das also nicht als selbstverständlich voraussetzen.)

    Zitat

    (Hier ist übrigens ein Faden, wo darüber keine Einigkeit besteht.)

    Interessant, dass du diesen Faden anführst. Gerade der ist für mich ein Beispiel, wie es aussehen kann, wenn jemand seinen Frieden damit gemacht hat. Für sich. Denn er hat ja die Wahl und hat sich entschieden, die Beziehung unter den Voraussetzungen weiterzuführen. Seine Frau würde ja verstehen, wenn er sich trennen würde. Sie sagt nur ganz klar, was für sie nicht in Frage kommt (offene Beziehung), weil sie damit nicht leben könnte und er hat dann die Wahl, wie er damit umgeht und kann eine entsprechende Entscheidung (Verzicht oder Trennung) für sich treffen.

    Zitat

    Das gilt aber für beide Seiten. D.h., man kann eine Entscheidung nur für/über sich selber treffen, nicht über den anderen. Der trifft seine eigene Entscheidung.

    Stuhlbein, Gratuliere, du hast es verstanden ;-)


    Fara, aus meiner Sicht verwechselst du Ursache und Wirkung. Natürlich ist es in gewisser Weise egoistisch, wenn jemand in einer Partnerschaft einseitig eine Entscheidung trifft, die auf beide Auswirkung hat. Das heißt dennoch nicht, dass er/sie diese Entscheidung nicht treffen darf, sondern nur, dass er/sie auch unangenehme Konsequenzen in Kauf nehmen wird müssen.


    Was ist eigentlich deine Empfehlung für "diese Frauen"? Allen Ernstes, dass sie die Beine breit machen sollen, obwohl sie Unlust oder gar Abscheu empfinden?

    Fara-1977


    Wenn man eine Heiratsurkunde unterschrieben hat bedeutet das ja nun einmal nicht, dass man auch gleichzeitig eine " Sexerfüllungsverpflichtungsvereinbarung " - das mit der Sexerfüllungsverpflichtungsvereinbarung ist ironisch gemeint, ich weise hiermit nur einmal kurz drauf hin, damit nicht schon wieder empörte Entrüstungsschreie bzg. meiner Ausdrucksweise aufkommen - mit abgeschlossen hat.


    Vor meiner Generation war, so ich es weiß - man mag mich da gerne korrigieren, falls es nicht so sein sollte - die Nichterfüllung des geschlechtlichen Verkehrs in der Ehe ein Scheidungsgrund, die Erfüllung des ehelichen Verkehrs konnte zwingend eingefordert werden.


    Diese Regeln gelten heutzutage nicht mehr, soll heißen, es wird als Straftat ausgelegt, falls einer der Ehepartner den ehelichen Verkehr erzwingt.


    Ich schreibe das vorab Aufgeführte um zu verdeutlichen, wie sich die Rechtssprechnung und damit einhergehend auch das Eigenbestimmungsrecht der Frauen im sexuellen Bereich während einer Ehe innerhalb weniger Jahre zu Gunsten der Frauen geändert hat.


    Wurden Frauen vor einigen Jahren während der Ehe vielleicht sexuell unterdrückt, ausgebeutet oder missbraucht, und konnten Männer das, was sie an sexuellen Wünschen vor einigen Jahren aufgrund ihres Ehestatus ggfs. auch unter Zuhilfenahme von Gewalt von ihren Ehefrauen einfordern, könnte das es einem Ehemann bei derartigem Handeln heutzutage als eine Straftat ausgelegt werden.


    Und mit der vorab genannten fortschreitenden Emanzipierung der Frauen auch während einer Ehe im sexuellen Bereich wurde Frauen natürlich auch bewusst, dass sie " Nein " sagen können und dürfen, falls ihnen nicht nach ehelichem Sex zumute ist, Frauen dies mittlerweile auch selbstbewusst und eigenbestimmt so händeln und auch so leben.


    Dass aber bei einigen Menschen - vermutlich auch bei dir ? - immer noch Klischeedenken bzgl. ehelicher sexueller Verpflichtungen seitens der Frauen vorhanden ist, obwohl Frauen mittlerweile selbstbestimmt über ihre Sexualität bestimmen können, bestätigt dein Thread - zumindest für mich - eindeutig.


    Allerdings sehe ich es so, dass, falls eine Frau ihrem Mann innerhalb deren Ehe mutwillig ohne jeglich erkennbaren Grund und ohne jedwede Erklärung bewusst sexuellen Kontakt verweigert, ein vernünftig und selbstbewusst denkender Mann solch eine Frau auf den Mond schießen sollte.


    Abschliessend möchte ich dir noch sagen, dass ich mich bei deinem Thread eigentlich nicht mehr einbringen wollte, ich es aber doch noch einmal getan habe, weil mich dein wirklich altmodisch denkend und klischeebehaftet gewähltes Thema in deinem Thread doch irgendwie erstaunt und auch leicht verärgert hat.