Zitat

    Ich glaube, dass Menschen über Verstellung zwar ihre Chancen erhöhen, einen Partner zu finden, die Wahrscheinlichkeit aber, einen eher unpassenden Partner zu finden, damit steigt.

    Seh ich auch so.


    Was die wissenschaftlichen Masstäbe angeht ist es natürlich schwieriger ähnlich vergleichbare Bedingungen bei Menschen zu schaffen wie in der Physik. Das geht nur über Masse, aber da kann natürlich auch die Fragestellung viel verfältschen.

    Zitat

    Die Konsequenzen sind eben oft nicht gewünscht.


    Was können die Konsequenzen sein? Fremdgehen und/oder Trennung. Beides wird logischerweise oft abgelehnt..

    Natürlich freut sich niemand über eine Trennung oder darüber betrogen zu werden und natürlich wäre es am Liebsten wenn man sich einfach durch Ähnlichkeit einig wäre. Aber ich sehe da doch einen wesentlich weiteren Spielraum an Optionen als du. Zum Einen natürlich die Option die Beziehung zu öffnen unter klar definierten Regeln, aber auch die Möglichkeiten wie weit die sexuelle Ablehnung geht auszuloten sind ja nicht auf "ficken oder nicht ficken" begrenzt. Vielleicht gehen andere Praktiken, vielleicht wäre Telefonsex eine Option oder Cam-Sex. Der Spielraum ist groß und weit.

    @ Fara-1977

    Zitat

    Aber das ist es ja,was ich so verwunderlich finde. Sex einstellen und erwarten alles läuft weiter und wenn es nicht so ist,von den Socken sein.

    Einfache Rechnung: auf eine Aktion folgt eine Reaktion.


    Stelle ich also den Sex ein, ist das die Aktion auf die es mit 100%iger Sicherheit eine Reaktion des Partners geben wird. Wie auch immer die aussehen wird. Keine Reaktion kann es nicht geben. Wer das erwartet, ist naiv.

    Es gibt auch die stillschweigend tolerierte Fremdgehpraxis. Die ist gar nicht so selten. Man wills nicht genau wissen und auch nicht so viel drüber reden.


    Eine Freundin von mir ist gerade diese Woche zu ihrem Mann zurückgekehrt, nachdem der 2. Versuch, mit ihrem 2. Lover eine Beziehung aufzubauen gescheitert ist. Er wusste immer, dass sie fremdgeht, aber sie machten kein Thema daraus bis vor kurzem. Aber nun sind sie wieder zusammen. Geht doch.^^

    Zitat

    Was die wissenschaftlichen Masstäbe angeht ist es natürlich schwieriger ähnlich vergleichbare Bedingungen bei Menschen zu schaffen wie in der Physik.

    Ja, ich kenne die Problematik- deswegen kann man sozialwissenschaftliche Erkenntnisse oft nur sehr grob werten und Kausalzusammenhänge wesentlich schwerer finden. Dadurch bleiben viele statistische Wertungen eher im Bereich der Hypothese/begründeten Vermutung (also sollte man mit Aussagen vorsichtig sein und sie eher als These deutlich kenntlich machen und nicht Wissen suggerieren). In der (klassischen) Physik kann ich ja in der Regel gezielt nur einen einzigen Parameter verändern und alle anderen Parameter nahezu gleich halten. In statistischen Betrachtungen der sozialen Welt ist das im Prinzip unmöglich.

    Zitat

    Er wusste immer, dass sie fremdgeht, aber sie machten kein Thema daraus bis vor kurzem. Aber nun sind sie wieder zusammen. Geht doch.

    Naja, da hätten sie die Beziehung auch gleich öffnen können und weniger Herumeierei betreiben müssen.

    Volle Zustimmung, weshalb ich auch diesen Mono-kausal-evolutionären Erklärungen eher skeptisch gegenüber stehe. Ich fand es vorallem deshalb interessant weil es offenbar ein drittel der Frauen nicht ereilt, die anderen aber alle in vergleichbaren Zeiträumen. Offenbar läuft da doch ein grundlegendes Programm ab dem man gezielt entgegen wirken muss wenn man will.

    @ Monika

    Findest du es gut,dass sie wieder zusammen sind??? :-o


    Sorry,aber mal ein bisschen fremd ...., testen ob ne Beziehung mit dem F...Freund gehen könnte,konnte nicht und dann ist der Alte wieder gut genug...


    Das geht für MICH gar nicht.


    Für deine Freundin u Mann offenbar wohl.


    LG

    sensibelman


    Nun sind wir wieder bei der Unlogik der Menschen. Für die beiden war es so vermutlich genau richtig, denn wenn das Thema: Fremdgehen, im Raum steht dann wollen die Menschen klare Kante haben. Dann muss man sich meist gleich entscheiden und nicht später. Eventuell ist man aber noch nicht soweit eine treffen zu können. Viele Menschen können besser mit halbgarem als klarem. Da muss man denen schon ihren eigenen Weg zubilligen. ;-)

    Zitat

    Offenbar läuft da doch ein grundlegendes Programm ab dem man gezielt entgegen wirken muss wenn man will.

    Naja, beim Menschen sind Handlungsprogramme weniger genetisch instinktiv angelegt (auch wenn diese mitwirken) sondern vielmehr sozial erlernbar und änderbar. Insofern halte ich einen Vergleich mit Affen für sehr problematisch (auch wenn Affen auch sozial lernen- aber deren Verhalten wesentlich stärker genetisch instinktiv vorgegeben ist).


    Wenn man das mit einem Computer vergleichen will: Ein Tier hat seine Daten viel stärker in einem starren "ROM", das genetisch fixiert ist, in einem Menschen werden große Datenmengen erst über die Wahrnehmung mit der Umgebung in einem flexiblen "RAM" abgespeichert.

    Das nehm ich auch an, aber bei einem so deutlichen statistischen Trend muss man schon davon ausgehen das da irgendwas wirkt dem man gezielt entgegen treten muss wenn man es anders haben will. Ohen Garantie das es klappt.

    Zitat

    Das nehm ich auch an, aber bei einem so deutlichen statistischen Trend muss man schon davon ausgehen das da irgendwas wirkt dem man gezielt entgegen treten muss wenn man es anders haben will. Ohen Garantie das es klappt.

    Naja erstens wurden da ja nicht alle Europäer befragt und außerdem kann man auch Mist erzählen. So dass erst mal die zugrunde liegenden Daten niht unbedingt stimmen müssen.


    Und zweitens kann es dann trotzdem noch sein, dass das Ergebnis nicht auf biologischen Fakten, sondern auf fehlgeleiteter Sozialisation basiert.


    Ganz logisch betrachtet müssten Frauen doch in der Zeit, wo sie fruchtbar sind, zumindest einmal im Monat extrem rallig sein. Weil die Evolution es ja will, dass man sich fortpflanzt. Obwohl das wohl auch kein umfassendes Bild abgibt, finde ich das schon deutlich nachvollziehbarer als die These, dass ganze zwei drittel der Frauen Sexmuffel sind. Das glaube ich mal so gar nicht. Und auch nicht, weil irgendeine Studie das rausgefunden haben will. Ich glaube viel eher, dass man sich die Studien heranzieht, die das eigene Verhalten erklären.


    Ich meine sonst müssten ja auch Männer nie gerne zweimal mit der gleichen Frau schlafen wollen wegen Gene verteilen und so.


    Also diese ganzen einseitigen Erklärungsversuche sind doch echt nicht ernst zu nehmen.

    also wenn ich mir um das Sexleben anderer Menschen Gedanken machen muss...was heißt hier "herausnehmen" wenn Mann oder Frau kein Sex in der aktuellen Beziehung will, dann muss er/sie dass mit Partner/in klären. Ich hatte mal nen Kerl am Start, der wenn die Wohnung seines Erachtens nicht sauber genug/das Essen nicht lecker genug/die Bügelwäsche nicht knitterfrei genug, mit Sexentzug reagierte...ganz genau zwei mal, dann war ich weg! Liegt bei jedem selbst und ich finde es doof, das alleine an den Frauen festzumachen!