• Unglücklich im goldenen Käfig

    Hallo, gehe auf die Mitte 30 zu, bin verheiratet und habe zwei gesunde Kinder. Wir haben ein Eigenheim und mein Mann verdient gut. Aber ich bin einfach nur unglücklich! :°( Mein derzeitiges Leben mit den Kindern hier in unseren Kuhkaff geht mir wahnsinnig auf die Nerven. Mein Mann und ich leben quasi wie in einer WG. Es ist keine Liebe mehr da, nur noch…
  • 33 Antworten

    Ich halte professionelle Hilfe für dich, Neugierchen, auch für eine gute Idee. Genauso was Unterstützung


    bei der Kindererziehung angeht.


    Was ich persönlich allerdings fatal finde ist, "nur" wegen der Kinder zusammen zu bleiben. Gerade für die Kinder.


    Natürlich ist es schwer für sie, aber es ist etwas Klares. Kinder haben sehr feine Antennen für die Stimmungen der Eltern. Selbst wenn man ihnen "Heile Welt" vorspielt, werden sie das merken und wie sollen sie dann lernen ihrer Wahrnehmung zu trauen. :-/


    Was das Haus angeht, hier wurde ja schon geschrieben, das man es zB vermieten kann, oder als Wochenendhaus nutzen, wenn die finanziellen Möglichkeiten gegeben sind. Und für Kinder ist es in der Regel leicht, neue Kontakte zu anderen Kindern herzustellen.


    Ich würde euch wirklich von Herzen wünschen das ihr euch wieder zusammenrauft, denn ich finde auch, das Trennung


    sicher nicht der beste Weg ist, das funktioniert aber nur, wenn beide bereit dazu sind auch etwas dafür zu tun.


    Finde schön, was Juicy da geschrieben hat. Sich zu erinnern, weshalb ihr zusammengekommen seit, das ihr euch mal geliebt habt, Träume hattet?! Und selbst wenn sich die Träume und Vorstellungen heute geändert haben, kann man darüber reden.


    Aber es müssen beide wollen und beide müssen mit den Entscheidungen, die getroffen werden zufrieden sein!

    Zitat

    Mein Mann weiß, dass ich unglücklich bin. Er sagt, er ist auch unglücklich.

    Diese Situation hatten wir auch, als unsere Kinder klein waren. Wir haben ALLES in Frage gestellt, aber NIEMALS unsere Ehe. Wir haben damals eine Weile die Rollen getauscht, er hat (mit einer guten Abfindung) aufgehört, zu arbeiten, hat versucht, sich selbstständig zu machen, ich habe versucht, mein Referendariat nachzuholen, die Kinder bei einer Tagesmutter. Das hat ganz schön Bewegung in die Sache gebracht. ;-D


    Wir haben dann gemerkt, was wir wirklich wollten. Eine neue Arbeitsstelle für meinen Mann, Abbruch meines Refs, Umzug und ein drittes Kind waren die Folge. ;-)


    Und - wir sind immer noch und immer mehr glücklich miteinander. x:)


    Es muss nicht immer eine Trennung sein. :)*

    Zitat

    Wir haben damals eine Weile die Rollen getauscht,

    Interessanter und guter Ansatz :)^ Ich glaube, dass dadurch das Verständnis für den Partner und dessen festgelegte Rolle wesentlich steigt und man sich so auch wieder gut annähern kann.

    Doofe Frage am Rande: Wozu braucht man eine Entlastung bei den Kindern, wenn sie ganztags in Kiga & Schule betreut werden? Da hat man doch eigentlich am Tag Zeit genug sich mit sich selbst zu beschäftigen, seine Interessen zu verfolgen, sich weiterbilden oder einfach nur entspannen. Auch auf dem Dorf.


    Aber professionelle Hilfe würde ich schon empfehlen. Allerdings auf anderer Basis.


    Ich glaube ehrlich gesagt: Dir fehlt der Anreiz weil Du Dich langweilst. Was machst Du in der Zeit wo Deine Kinder fremdbetreut werden? Womit beschäftigst Du Dich dann?