Unterstütze ich meine Freundin nicht richtig?

    Hallo zusammen,


    Entschulding schon mal vorab für den langen Beitrag. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn sich der ein oder andere die Zeit nimmt, das Thema zumindest in Teilen zu lesen und eine Meinung abzugeben...


    Meine Freundin und ich (beide um die 30) sind seit gut 5 Jahren zusammen. Sie ist eine sehr liebe, einfühlsame und fürsorgliche, aber auch sehr verletzliche und hilfsbedürftige Person. Sie kommt aus dem Ausland, ihre Eltern haben wenig bzw. kein Geld aber trotzdem finanziell viele Opfer gebracht, um ihr das Studium in Deutschland zu ermöglichen. Vor zwei Jahren haben sie sogar ihre Wohnung verkauft und sind in ein kleineres Apartment gezogen, um sie weiter unterstützen zu können. Meine Freundin ist ein Einzelkind, sie wurde mit 12 Jahren überfahren und hat nur knapp überlebt. Das hat dazu geführt, dass ihre Eltern ihr immer alle Arbeit abgenommen und sie sehr behütet haben. Aber jetzt, da sie erwachsen ist und in einem anderen Land lebt, werden die Schäden dieser Erziehung sichtbar, da sie ohne fremde Hilfe überhaupt nicht zurecht kommt.


    In den ersten Jahren unserer Beziehung war es für mich kein Thema, sie zu unterstützen, sei es finanziell, bei Problemen im Studium oder bei Herausforderungen im Alltag. Ich habe ihr gegenüber aber auch immer deutlich gesagt, dass sie diese Sachen nach und nach selbst in die Hand nehmen muss und nicht so abhängig von mir sein darf. Sie hat mir zwar immer wieder versprochen, dass sie sich bessern wird, aber nach über 5 Jahren ist eigentlich alles beim Alten geblieben. Ich verdeutliche das mal anhand von ein paar Beispielen:


    Ihre Wohnung ist jede Woche aufs Neue komplett verdreckt: Wochenalte Mandarinenschalen und Verpackungsreste auf dem Boden und in Sesselritzen, Zahnseide und Wattestäbchen auf dem Esstisch, schmutziges Geschirr von mehreren Tagen in der Spüle, Kleider und alte Socken auf dem Boden, Lebensmittel mit Verfallsdatum vom letzten Jahr, die sich ganz unten in irgendwelchen Schränken befinden, überall halb leer getrunkene Flaschen auf dem Boden, etc. Da ich ein sehr ordentlicher Typ bin und großen Wert auf Sauberkeit lege, streiten wir uns darüber regelmäßig. Ich sage ihr deutlich, dass man mit 30 Jahren eine Wohnung nicht in so einem Zustand lassen kann; sie hält dagegen, dass sie keine Zeit zum Aufräumen hat, da sie von früh bis spät in der Uni ist und das Wochenende zum Entspannen braucht. Das mag ja sein, andere haben solche Probleme auch und halten ihre Wohnung trotzdem sauber. Am meisten regt mich auf, dass sie sich in der Wohnung nicht mal unwohl fühlt und sich darauf verlässt, dass ich alles für sie aufräume, so wie es ihre Eltern früher für sie getan haben.


    Hinzu kommt, dass sie in ihrem Studium einen Rückschlang nach dem anderen erleidet. Sie studiert eine Naturwissenschaft, spricht aber nur sehr schlecht Englisch (ist in ihrem Studienfach Arbeitsprache). Jede einzelne Hausarbeit ihres Masterstudiums musste ich quasi für sie schreiben (sie hat mir auf Deutsch gesagt, was sie schreiben möchte, und ich habe es auf Englisch für sie übersetzt). Da ich von ihrem Fach nicht die geringste Ahnung habe, musste ich viele Rückfragen stellen und war viele Wochenenden bis spät in die Nacht nur am Übersetzen. Und das, obwohl ich parallel dazu meine eigene Masterarbeit fertigstellen musste. Nach jeder Hausarbeit habe ich ihr gesagt, dass ich beim nächsten mal mehr Eigenleistung von ihr erwarte und ich nicht ihr Studium für sie zuende führen kann. Sie hat mir zwar jedes mal versprochen, beim nächsten mal mehr selbst zu schreiben, aber gehalten hat sie sich daran nie. Sie war immer auf meine Unterstützung angewiesen. Sie wurde wegen ihrer schlechten Englischkenntnisse und ihrer fehlenden Fachkenntnisse von einem Prof sogar aus dem Studiengang geschmissen. Nur dadurch, dass ich mich beim Studiengangverantwortlichen für sie stark gemacht habe, konnte sie das Studium überhaupt beenden.


    Letztes Jahr hat sie mit viel Glück eine Promotionsstelle gefunden, doch sie wurde kurz nach Ablauf der Probezeit wieder entlassen, angeblich aufgrund fehlender Fachkenntnisse. Da sie die Probezeit zu dem Zeitpunkt schon überstanden hatte, musste sie sich mit ihrem Prof. auf eine Vertragsaufhebung einigen. Sie wurde freigestellt, wird aber bis Ende Januar regulär bezahlt. Jetzt rückt Ende Januar immer näher und damit auch eine 3-monatige Sperrzeit für das Arbeitslosengeld. Seit Oktober gebe ich ihr deshalb 300 Euro pro Monat. Als ich ihr das Geld gegeben habe, sah sie mich ausdruckslos an und sagte nur: "Ist das alles? Wie soll ich davon leben?" Ich finde das so undankbar von ihr. Sie wird ja nach wie vor bezahlt und könnte Miete und Nebenkosten auch ohne meine Hilfe tragen. Dazu kommt, dass ich nun auch kein Geldscheißer bin. Sie hat mir gesagt, dass ihr für die drei Monate Sperrzeit selbst 3.000 Euro von mir nicht reichen würden und sie mehr braucht. Wenn ich ihr sage, dass ich nicht bereit bin, das zu bezahlen, wird sie fürchterlich hysterisch und wirft mir vor, dass ich sie auf der Straße lassen würde und macht mir Schuldgefühle, dass ich sie in einer schwierigen Situation im Stich lasse. Aber sie ist ja ständig in einer schwierigen Situation...


    Soweit nur ein paar Beispiele. Wie seht ihr das? Sind meine Probleme mit ihr gerechtfertigt oder hat sie recht, wenn sie mir unterstellt, dass ich sie im Stich lasse und sie nicht richtig unterstütze?


    Danke an alle, die es bis hierher geschafft haben, würde mich über Antworten freuen...

  • 42 Antworten

    Oh Gott. Was hat diese Frau an sich, daß du sie nicht schon längst in den Wind geschossen hast? Wie soll denn so eine parasitäre Beziehung auf Dauer weitergehen? Ist es deine erste Beziehung? Erlebst du solche Beziehungen im Verwandten- und Frendeskreis? Wohl eher nicht.


    DU bist nicht für sie verantwortlich und solltest DEIN Geld nicht in sie inverstieren. Allein schon der Spruch "ist das Alles?" würde jeden normalen Menschen aus der Wohnung treiben. Naja, die Wohnung ist ja sowieso eine Müllhalde und ich würde mich ekeln ohne Ende.


    Mit 30 sollte sie längst geschafft haben, ein eigenständiges Leben zu führen und nicht ständig ihre Probleme auf Andere abwälzen. Wenn ihr Geld fehlt, dann hat sie doch genug Zeit, sich einen anderen Job zu suchen. Zeit hat sie ja dafür dann.

    Hier sind mehrere Baustellen auf einmal. Du machst zuviel und nicht zu wenig für sie. Sie hat sich über die Zeit daran gewöhnt, dass du stets in die Bresche springst. Sie sollte wirklich auf sich allein gestellt sein mit 30 Jahren.


    1. Eine wie von dir beschriebene versiffte Wohnung würde ich nicht besuchen. Das sind weniger als normale Alltagsangelegenheiten. Abfall kommt in den Müll und wird nicht einfach aus der Hand fallen gelassen. Dafür ist sie verantwortlich und es braucht nicht viel. Wie regelt sie denn ihren restlichen Haushalt Wäsche, kochen, einkaufen?


    Lass sie dich besuchen und hoffentlich wird sie selber irgendwann merken, dass es so nicht geht. Da kann man nicht mal den Postboten an der Tür empfangen ;-)


    2. Englisch hat sie nicht lernen müssen, weil du den Übersetzer abgegeben hast. In ihrer weiteren Zukunft wird sie es aber noch mehr als im Studium benötigen. Da muss sie ran und hat jetzt Zeit dafür.


    3. Ihre Finanzen muss sie selber regeln. Sie bekommt doch ihr Gehalt trotz Freistellung - sollte reichen. Wo ist das Problem, dass du ihr Geld geben musst?


    Wie sieht überhaupt ihr Plan für die Zukunft aus? Gibt es da Ideen und Bewerbungsstrategien?


    4. Vielleicht liegt auch ein psychisches Problem vor, dass sie so vieles Schleifen lässt (und du es leider bisher übernommen hast). Das sollte vielleicht abgeklärt werden.


    Mit 30 Jahren sollte man wesentliche Dinge des Lebens selbstverantwortlich regeln können. Das geht beim Haushalt los und schließt eine Berufsplanung mit ein. Den Promotionsjob hat sie in den Sand gesetzt, jetzt heisst es auf zu neuen Ufern.


    Sicherlich liebst du sie, sonst hättest du sie bis dahin nicht so sehr unterstützt. Aber lass sie mehr auf eigenen Füßen unterwegs sein. Du musst nicht alles für sie übernehmen. Das hast du selbst erkannt und ihr gesagt. Jetzt solltest du es umsetzen :)z

    Generell gilt: Es gibt einen, der es macht und einen, der es mit sich machen lässt.


    1) Die Sache mit der Wohnung ist noch die, die ich am ehesten verstehe (da es bei mir auch immer unordentlich ist). Wenn es nicht ihr Bedürfnis ist, aufzuräumen und sie sich in ihrer Wohnung wohlfühlt, dann lass sie doch. Wenn du dich dort aber so unwohl fühlst, dann geh einfach nicht mehr hin und bitte sie, zu dir zu kommen oder euch außerhalb zu treffen. Ganz einfach.


    2) Ich bin nicht sicher, ob die Sache mit den Hausarbeiten überhaupt legal ist... ":/ Also dass du die quasi schreibst. Da wundert es mich auch nicht, dass sie ihren Job verloren hat - immerhin ist die Hälfte der Arbeit ja von dir. Ich spreche und schreibe übrigens fließend Englisch und habe das nicht gelernt, weil es mir plötzlich ins Hirn flog, sondern weil ich Englische Bücher gelesen und Englische Filme geschaut habe. Ja, ganz ohne Schule - ich war furchtbar schlecht in der Schule. Ich habs per Learning by Doing gelernt. Aber wenn man sich nicht mit einer Sprache auseinandersetzen muss, dann lernt man sie auch nicht. Und dann wird deine Freundin auch keinen neuen Job bekommen.


    3) Deine Freundin ist eine undankbare, egoistische Frau. Es gibt in der Tat genug Menschen, die auf andere angewiesen sind, wie z.B. auf die Eltern - das meine ich sowohl finanziell als auch mit anderen Dingen (bei dir z.B. das Übersetzen). Aber ganz viele Menschen sind dann unendlich dankbar, weil sie eben wissen, dass sie es sonst nicht auf die Reihe bekommen würden, vernünftig leben zu können. Und das scheint deine Freundin ja nicht einmal im Ansatz zu haben. Sie kommt mir vor wie ein kleines, sechsjähriges Mädchen, was nicht weiß, wo Geld herkommt und wie hart man dafür arbeiten muss.


    Mein Fazit: Bei der Wohnung ist es nicht dein Kram, aber bei allem anderen finde ich dein Verhalten eher schädlich als nützlich für sie. Wenn sie kein Geld mehr hat, dann wird der Staat sie nicht fallenlassen. Dann muss sie halt lernen, mit H4 klarzukommen und gegebenenfalls umzuschulen und einen Job zu machen, wo man Deutsch spricht. Und sich vielleicht auch eine kleinere Wohnung leisten, die dann aber auch leichter sauberzuhalten ist und wo man nicht unbegrenzt Platz hat, um Sachen rumliegen zu lassen. ;-)


    Also: Du tust ihr einen Gefallen, wenn du sie fallenlässt, zumindest finanziell und jobtechnisch, denn sie kommt ja in ihrem Job auf keinen grünen Zweig. Du bist für sie kein Partner, sondern ein Elternteil. Macht dich das wirklich dauerhaft glücklich? Wenn nicht, dann lass sie auf eigenen Füßen stehen. Und wenn sie dann die Beziehung beendet, dann weißt du, dass sie dich sowieso nicht deinetwegen, sondern nur wegen deines Geldes und deinem "Job" als ihr Lakai geliebt hat.

    @ TE:

    Wieso bist du mit ihr zusammen?? Ist es Liebe oder Gewohnheit und Abhängigkeit? Hast du Angst vor dem Alleinsein und dass du keine mehr findest?


    Alles, was du erzählst finde ich richtig übel. Vor allem aber ihre Unverschämtheit im Bezug auf dein Geld.


    Wieso gibst du ihr überhaupt Geld!!!???? Mir würde es nicht eine Minute durch den Kopf gehen, Geld für meinen Lebensunterhalt von meinem Freund zu fordern und dann noch sagen, dass es zu wenig ist. So eine Dreistigkeit muss man sich erst einmal erlauben. Aber du, als gutmütiger Trottel (sorry für die harten Worte), machst es ja mit.


    Sorry, wenn ich das so hart sage, aber du bist eindeutig der Idiot in dieser Konstellation. Wirst ausgenutzt, finanziell, für das Studium, wahrscheinlich putzt du noch bei ihr?? Deine "Das nächste Mal mache ich das nicht" bringt nix und ist nix wert, denn du machst es ja trotzdem alles immer wieder. Das weiß sie auch.


    Kannst du dir vorstellen, mit so einer Frau in 3, 5, 10 Jahren zusammen zu sein? Unter genau diesen Umständen? Denn machen wir uns nichts vor, sie ist 30 und wird sich nicht mehr im großen Maße ändern. Sie wird immer faul und chaotisch bleiben, bequem, sich so wenig Mühe mit Dingen machen wie nötig und nach deinem Geld gieren.

    Ich glaube leider auch, dass deine Freundin - warum auch immer - sehr starke Entwicklungsdefizite hat und nicht gewöhnt ist, für sich zu sorgen. Solche Prägungen lassen sich mit 30 auch nicht mehr einfach abschütteln. D.h. ich gehe davon aus, dass du dich "auf ewig" an ihr abarbeiten würdest.


    Ob eine "letzte Frist" noch Sinn macht, bezweifle ich fast, das wäre maximal der dünne Strohhalm. Aber viel Hoffnung habe ich nicht, dass du mit ihr jemals ein normales Leben führen wirst. Mehr kann ich dazu leider nicht beitragen. :-|

    Gruselig. Das Mädel wird sich nicht aus seiner Komfortzone rausbewegen, solange es nicht muss, einen eigenen Antrieb, selbständig zu werden, hat sie offenbar nicht. Also musst Du Dir überlegen, ob Du das Erbe der Eltern antreten und Dich um sie kümmern willst oder nicht - und "nicht" heißt, extrem deutlich Grenzen zu setzen, also beispielsweise eben nicht ihre Bude aufzuräumen (und wenn es Dich allzu sehr stört, sie eben nicht mehr zu betreten, wenn sie so aussieht), ihr kein Geld zu geben oder eine klare Ansage zu machen (bis dann und dann noch Geld, danach nicht mehr, und dann auch dran halten), ihr nicht mehr ständig unter die Arme zu greifen (bei den Übersetzungen beispielsweise hättest Du ihr gleich sagen können: Beim nächsten Mal helfe ich dir nicht mehr so massiv, schreiben musst du das Ding selbst, ich geb nur noch den Korrekturleser - und wenn das nicht geklappt hätte, weil sie Dir da Rotz hinwirft oder rumjammert, hättest Du Dich als Konsequenz ganz aus der Nummer rausziehen können und sie in Zukunft ganz allein machen lassen können).


    Kann durchaus sein, dass sie sich dann trennt, wenn Du nicht mehr nützlich bist, klar. Überleg halt, wie es sich anfühlen würde, wenn Du ihr noch ne ganze Weile 300 pro Monat zahlst und dann nicht mehr, und sobald von Dir nichts mehr zu erwarten ist, trennt sie sich. Halte ich, so wie das klingt, durchaus für möglich.

    Zitat

    Ich glaube leider auch, dass deine Freundin - warum auch immer - sehr starke Entwicklungsdefizite hat und nicht gewöhnt ist, für sich zu sorgen. Solche Prägungen lassen sich mit 30 auch nicht mehr einfach abschütteln.

    Ich halte es schon für möglich, aber halt nur, wenn sie selbst will. Und manchmal braucht es da den heilsamen Schock, dass einen eben nicht ständig jemand anders durchschleppt. Ob sie dann auf den eigenen Füßen landet und sich berappelt, oder ob sie jammernd und zeternd zum nächsten versorger oder zu den Eltern rennt, wird man dann sehen, aber in dem Fall ist man sie wirklich besser früher los als später, würde ich mal sagen.

    Die Vorposter haben dir ja schon lauter kluge Dinge mit auf den Weg gegeben. Ich kann auch weder nachvollziehen, warum Du mit dieser Frau zusammen bist, noch warum Du das alles mit dir machen lässt.


    1) So eine unglaublich egozentrische, undankbare Frau. Normal ist man für die genannten Dinge dankbar und versucht möglichst schnell alleine klar zu kommen. Sie fordert aber immer mehr. Mit solchen Leuten will ich persönlich nichts zu tun haben.


    2) Du hast ihr einen Bärendienst damit erwiesen, dass Du ihre Arbeiten geschrieben hast. Englische Facharbeiten schreiben ist sehr schwer. Aber es ist in ihrem Fach offenbar absolut notwendig. Wenn man das nicht kann (oder zumindest lernen will!), ist man da falsch. Es mangelt ihr ja sogar an den fachlichen Fähigkeiten. Dass sie ihr Studium in den Wind schießen kann, ist aber nicht dein Problem.


    Lies dir einfach nochmal den Faden durch, da steht ja schon vieles. Ich kann dir nur raten, verlass das sinkende Schiff.

    Ihr zwei habt euch beide in eine unselige Konstellation gegenseitiger Abhängigkeiten begeben. Dass dem so ist, zeigt bereits Deine Eingangsfrage zum Thread. Du hast das Gefühl verloren zu entscheiden, was angemessene Hilfe ist und an welcher Stelle reines Ausnutzen Deiner Gutmütigkeit innerhalb der Beziehung praktiziert wird.


    Eine Jahrzehnte zurückliegende Unfallgeschichte kann nicht als ewige Ausrede benutzt werden, wie ein Schmutzfink zu leben, angemessene Grundlagen des Zusammenlebens und der eigenen Fürsorge zu vernachlässigen. Hier scheint es mir fast so, als ob bereits in ihrer Heimat falsche Werte vorgelebt wurden. Selbst ein träger und fauler Mensch kann mit etwas Reifung erkennen, dass das eigene Leben aus den Fugen geraten ist.


    Sie hat sich mit ihrem Studium restlos übernommen, beherrscht dort die minimalen Anforderungen nicht, die zu ihrem Fachgebiet gehören. Zudem die fehlenden Sprachkenntnisse. Ihr Dasein ist darauf aufgebaut hier jemand zu finden der ihr den Lebensunterhalt ohne lange Diskussionen ermöglicht. Sie ging fest davon aus, dass Du dieser Jemand bist. Wäre etwas Einsicht auf ihrer Seite vorhanden, dass sie sich für einen Lebensweg entschieden hat, der an einem Hochleistungsstandort wie Deutschland mit sehr wenig Aufwand und Mühe nicht erlebbar ist, wäre ihr Handeln nach 5 Jahren ein anderes.


    Die Beziehung existiert noch, weil Du bisher ihre Spielregeln für Dich akzeptiert hast. Du Dir bisher nicht zutraust ihr konsequenter entgegenzutreten und partnerschaftliches Verhalten einzufordern. Sie hat sich an den Schlendrian gewöhnt und wird natürlich ihr "Gewohnheitsrecht" wie gehabt behalten wollen und entsprechend verteidigen gegen für sie ungünstig empfundene Veränderungen.


    Fahr sie ohne Zögern zur ARGE, damit sie dort ein Gespräch über ihr weiteren beruflichen Perspektiven führt und das nötige Übergangsgeld beantragt, um nicht wohnungslos zu werden. Dann fangen nämlich alle Probleme für Dich/euch erst richtig an. Du musst sie mit klaren Ansagen in die Eigenverantwortung bringen. Das Deine "Hilfe" bisher nicht die richtige war, zeigt sich an den Ergebnissen für ihr Leben. Sie hat ein Studium mit Ach und Krach Dank Deines massiven Engagements geschafft, das ihr vermutlich wenig bringen wird, weil die fachlichen/sprachlichen Voraussetzungen fehlen, um daraus für sich weiterführend berufliches Kapital aufzubauen.


    Mit Deiner bisherigen Strategie bist Du komplett gescheitert und es ist nicht absehbar, dass sich daran etwas ändert, wenn Du nicht lernst konsequent zu denken und danach zu handeln. Gib ihr an die Hand, wohin sie sich jetzt wenden muss, aber unterlasse sie weiter in dem Maße zu unterstützen wie bisher. Das bringt weder sie selbst noch euch als Paar weiter.

    Das ist ja eigentlich Betrug wenn jemand die Hausarbeit für jemand anderen schreibt (bzw. übersetzt), oder? ":/


    Wieso studiert sie, wenn sie nicht mal gut genug Englisch kann?


    Kann sie nicht normal arbeiten gehen, ohne ein Studium?


    Sie führt sich auf wie ein Teeny-Mädchen, das von Mutti noch das Zimmer aufgeräumt bekommt und Hilfe bei den Hausaufgaben benötigt und Taschengeld (die 300 Euro) erhält.


    Aber sie ist 30 Jahre alt!!


    Du bist kein Partner für sie, sondern ein Mutti-Ersatz.


    Was bekommst du eigentlich von ihr zurück?


    Siehst du euch als Partner auf Augenhöhe?


    Oder gefällst du dir irgendwie sogar in der Rolle als "guter Helfer in der Not"?


    (Bedenke aber, dass sie undankbar ist und alles für selbstverständlich nimmt bzw. immer mehr fordert. Eben wie ein Teenager gegenüber den Eltern)

    Dann frage ich mich, warum ein sich studiert verkaufender, intelligenter Mensch nicht bis 3 zählen kann.


    Es ist so wie es ist. Du bestimmst über Dein Leben, wie es verlaufen soll. Das nennt man Verantwortung.


    Wer mit einem Messe zusammen ist, der hat sich das ausgesucht.


    Wer hier Papi spielen will, hat sich das so ausgesucht.


    Wer anderen die Doktorarbeit schreibt/übersetzt (ist das eigentlich legal???) hat sich das so ausgesucht.


    Wer Goldesel spielen will, kann das ja tun, sollte sich dann aber nicht beklagen.


    Die Frau muß ja eine Kanone in sonstwas sein, dass man in so einer Abhängigkeit steckt. Auch das sucht man sich selbst aus.


    Ich, mit meiner unstudierten, nicht mal Abitur habenden Bildung hätte aber gnadenlos das Bild vor Augen: nö, so ein Leben brauche ich nicht, mein Leben soll so und so verlaufen und nicht anders. Bislang war jede Diskussion unfruchtbar, also: wech mid dat Schmarotzerli, Tschüssikowski.


    Sie hat es doch gut, sauguat sogar. Der Fehler liegt nicht bei ihr.


    Der Fehler liegt bei Dir, weil Du das so und nicht anders haben willst. Noch mal, das nennt man Verantwortung. Welche Antwort Du in diesem Fall bekommst, siehst Du, das zu ändern liegt in Deiner Person, nicht in ihrer. So einfach ist das .

    Vollste Zustimmung! Mehr kann man dazu nicht sagen.


    Ich wundere mich immer wieder, dass es Menschen gibt, die sowas mitmachen. Aber das nennt man wohl (emotionale) Abhängigkeit. Die Vermutung, dass es die erste Beziehung des TEs ist, liegt sehr nahe.


    Renne, so schnell du kannst. Du bist jung und kannst dir noch ein schönes Leben mit einer liebevollen, wertschätzenden Partnerin an deiner Seite aufbauen.

    Ich sehe hier auch wenig Chancen...


    Ihr Unfall mit dem alles so einfach erklärt wird ist nun 18 Jahre her, eine Zeit in der andere Menschen auch erwachsen werden.


    Ihr Studium war quasi sinnlos, es fehlen Fachkenntnisse und ohne deine massive Hilfe hätte sie es nicht alleine gepackt. Sie scheint alleine ja beinahe zu verwahrlosen wenn man nicht regelmäßig nach dem Rechten sieht.


    Und dann stellt sie auch noch Forderungen. Das geht überhaupt gar nicht.


    OK, sie hat ihr Masterstudium ja nun abgeschlossen. Da musste sie ja auch Klausuren schreiben usw. Also völlige Ahnungslosigkeit wird nun nicht vorliegen. Die Fage ist nur ob sich auf dieser Grundlage wenn sie nicht mal eine Hausarbeit auf Englisch schreiben kann ein Job in diesem Fachbereich finden und halten lässt.


    Solange die Dame nicht begriffen hat das sie ihren eigenen Arsch hoch kiriegen muss sehe ich ziemlich schwarz was ihre Zukunft angeht. Sie droht dauerhaft von dir abhängig zu bleiben. Und willst du das wirklich? Du hast keine gleichberechtigte Partnerin sondern ein unwilliges und undankbares Kleinkind. Du kannst sie nicht mehr erziehen. Und du sollst das auch gar nicht.


    Dieses ständige "Beim nächsten mal..." ist auch sinnmlos. Denn beim nächsten mal wirst du ihr wieder den Hintern abwischen, und beim übernächsten mal auch usw. Das weiß sie und darauf baut sie. Das ist aber keine Grundlage ein eigenverantwortliches Leben zu führen.


    Mir persönlich wäre so eine Baustelle im Leben echt zu viel. Habe schon genug eigene Baustellen.


    Du bist der gutmütige Trottel der sie durchfüttert. Ob du diese Rolle weiter spielen willst hängt nur von dir ab. Ein Lerneffekt wird sich wohl erst einstellen wenn sie mal deutlich auf die Nase fällt. Da hilfst du ihr eben nicht wenn du sie ständig auch einem weichen Kissen auffängst. Du würdest ihr viel ehr helfen wenn du sie mal fallen und den Schmerz spüren lässt.


    Und wenn sie gar nicht aufwacht gibt es immerhin noch HartzIV, eine schöne Sozialwohnung in der Platte und billigen Drehtabak...

    Wie läuft das eigentlich ab wenn ihr die Wohnung putzt?


    Hilft sie dann wenigstens mit oder sitzt sie vorm TV und schaut dir zu, wenn du ihre Essensreste wegwirfst und staubsaugst?


    Kommt dann wenigstens Mithilfe von ihr oder schaut sie echt zu, während du ihr alles machst?


    Meinst du ist sie einfach faul und bequem geworden durch das ständige Verwöhntwerden durch ihr Eltern und durch dich?


    Oder ist sie lethargisch und antriebslos (depressionsähnlich) und würde Therapie brauchen?


    Du bist natürlich kein Experte oder Arzt, aber einfach so von deinem Eindruck her?


    (Mein Eindruck ist eher dass sie zu verwöhnt ist, aufgrund der Reaktion auf die 300 Euro..... Du wärst ihr keinen einzigen Euro Unterstützung schuldig, und statt Dankbarkeit fordert sie mehr..... Sooooo respektlos.....)

    Hör auf ihre Wohnung zu putzen! Lass sie in ihre Dreck leben. Es ist ihre Entscheidung so zu leben.


    Hat sie kein oder wenig Geld, kann sie Wohngeld beantragen. Und sich um ein neuen Job kümmern. Kann sie kaum englisch, muss sie eben zum Sprachkurs. Die Volkshochschule ist billig.


    Du forderst ihre mangelnde unabhängigkeit. Das ist für euch beide schädlich. Für dich psychisch und finanziell.


    Ich würde ihr eine Ultimatum stellen. Leben in Ordnung bringen oder ist es aus. Du bist komplett co-abhängig. Warum ist sie mit dir zusammen? Abhängigkeit oder Liebe. Das würde ich auch hinterfragen.


    Also du unterstützt sie viel zu viel. Meiner 12 jährige ist unabhängiger als sie.


    Da sie kein Job hat, hat sie Zeit aufzuräumen und Bewerbungen zu schreiben.