Urkundenfälschung wegen einer Abfindung in der Trennungszeit

    Hallo miteinander


    Ich habe mal eine Frage.


    Ich lebe seit 2 Jahren in Trennung und die Scheidung wird bald sein.


    Nun ist es so, das mein noch Mann eine neue hat.


    Er ist in eine andere Stadt zu ihr gezogen.


    Mein noch Mann hat 28 Jahre in einer Firma gearbeitet.


    Da er ja zu seiner neuen gezogen ist, hat er dort gekündigt.


    In der neuen Stadt hat er auch sofort eine neue Arbeit gefunden.


    Nun war es so das wir vor Gericht zum Gütetermin erscheinen mussten.


    Zuvor hat er mir über Handy eine Nachricht geschickt.


    '' Wenn du meinst, das du von meiner Abfindung etwas abbekommst dann hast du dich geschnitten , du bekommst davon keinen Cent. '' .... Nun wusste ich ja gar nicht das er eine Abfindung bekommen hat. Also hat er sich selber verraten. Wir ware 28 Jahre verheiratet. Bin dann zu meinem Anwalt und habe ihm das berichtet. Die Firma wurde angeschrieben und es kam dann auch ein Schriftstück in dem stand das keine Abfindung an meinem noch Mann gezahlt wurde. Mein noch Mann hat gute Beziehungen in der Firma. Da es wegen der Unterhaltszahlung geklärt ist, kann ich mir schon vorstellen das er eine Abfindung bekommen hat. Er hat sich ein Niegel Nagel neues Auto gekauft. Er selber hat ein Einkommen von dem man so über die Runden kommt. Also kein Reichtum. Wie kann ich noch im nachhinein Beweise bringen?


    Danke für die Antwort

  • 70 Antworten

    Ich denke, der springende Punkt ist der:

    Zitat

    Die Firma wurde angeschrieben und es kam dann auch ein Schriftstück in dem stand das keine Abfindung an meinem noch Mann gezahlt wurde

    Wie willst du denn das Gegenteil beweisen können? Wenn die Firma offiziell bestätigt, dass es keine Abfindung gab, ist ja stark davon auszugehen, dass es wirklich keine gab. Warum auch? Er hat freiwillig gekündigt.

    Ich glaube nicht , das man eine satte Abfindung erhält wenn man selber kündigt. Dies war sicherlich ein Versuchsballon um zeigen zu können...guck...nun willse davon auch noch.


    Und ein neuer Anwalt kann an der nicht vorhandenen Abfindung auch nix drehen. Was versprichst du dir davon?

    Vielleicht wollte er dich einfach nur ärgern.


    Wenn er selbst kündigt, halte ich es für ziemlich unwahrscheinlich, dass er eine Abfindung erhalten hat. Gerade weil er sich mit der Firma gut stand, wie du schreibst. Abfindungen werden i.d.R. bei Sozialplänen und Arbeitsplatzabbau gezahlt (also Kündigung durch den Arbeitgeber) oder bei einer Aufhebungsvereinbarung, wenn das Verhältnis zerrüttet ist und man den Arbeitnehmer auf eine eigene Kündigung drängt, damit das in seinem Lebenslauf besser aussieht.

    Zitat

    Wie kann ich noch im nachhinein Beweise bringen?

    Wenn die Firma die Aussage tätigt, dass keine Abfindung gezahlt wurde, dann wirst du keine Chance haben, etwas nachzuweisen. Das Gericht hätte keinen Grund, die Aussage der Firma anzuzweifeln. Und die Firma wäre auch sehr bescheuert, eine Falschaussage zu machen. Man müsste auf sein Konto gucken, ob eine verdächtige Zahlung eingetroffen ist. Da kenne ich aber die Praxis nicht.


    Lass dich nicht ärgern - in schmutzigen Scheidungen scheint das Erniedrigen mit "alternativen Fakten" wohl manchmal dazuzugehören, damit sich der andere den kurzen Augenblick des Triumphs genießt. Und wenn er nur konstruiert ist.

    Das wäre tatsächlich ein sehr großzügiger (Ex-)Arbeitgeber, wenn er bei Selbstkündigung und Verdienst (bzw. wohl entsprechender Stellung), mit dem man "so über die Runden kommt", eine Riesen-Abfindung erhält.


    Müssen im Scheidungsverfahren nicht die Entgeltnachweise vorgelegt werden? Zumindest fragen bei uns immer wieder Mitarbeiter, die sich im Scheidungsverfahren befinden, danach. Die kann man nicht so einfach fälschen.

    Zitat

    Er war sogar im Personal und Lohnbüro auf Du und Du

    Na und? Wenn du angeblich selbst dort gearbeitet hast, müsstest du wissen, dass ein (anständiger!) Personaler soetwas nicht macht. Warum auch? Handelt man sich nur Probleme ein...

    Kaum vorzustellen das sich jemand wegen ein paar Euro eines solchens Risikos aussetzt. Immerhin müsste man ihm die Abfindung dann direkt bar auszahlen und er müsste das neue Auto auch direkt bar bezahlen um irgendwelche Kontobewegungen zu vermeiden. Außerdem dürfte die nirgendwo in den Büchern der Firma auftauchen denn wenn da irgendwann wirklich was kontrolliert würde gäbe es massive Probleme.


    Ich denke nicht das sich irgend ne Firma so einem Risiko aussetzt nur weil man nen gutes Verhältnis mit dem Mitarbeiter hatte der gekündigt hat.

    Nein, was du möchtest ist keine Gerechtigkeit, sorry.


    Wenn er , wie du behauptest , krumme Dinger gedreht hat, hattest du während eurer Beziehung ausreichend Zeit einzugreifen bzw. zu handeln. Aber jetzt alte Kamellen, die du wahrscheinlich nicht mal beweisen kannst hervorzukramen...ist definitiv keine Gerechtigkeit.


    Und alles was dir rechtmäßig zusteht wird über Gericht geklärt.