Frag ihn ein letztes mal, ist ja jetzt immerhin schon sehr bald und sag ihm, dass du alleine fährst, wenn er jetzt keine klare Ansage macht. Dann brauchst du dich nicht mehr drüber ärgern und er hat auch wieder seine Ruhe.

    Er meint halt, es würde doch auch ein zwei Tage vorher reichen. Er weiß ja, dass nichts extra gebucht werden muss - es also keinen "offiziellen" Grund gibt für eine Frist. Ich finde das aber unfreundlich.


    Als ich meinte, dass er sich wohl einfach nicht trauen würde, zu mir nein zu sagen, war er fast beleidigt, dass ich ihm nicht zutrauen würde seine Meinung zu äußern.

    Offenbar empfindet Dein Freund die Chemie mit Dir und Deinen Eltern/der Familie nicht als so passend, wie Du den Eindruck hast. Solche Konstellationen (Mit den Eltern in Urlaub fahren, ja nein) können ganz schönen Druck ausüben & es würde mich nicht wundern, wenn Du Deine Erwartungshaltung diesbezüglich sehr deutlich kommunizierst. Ob bewusst oder unbewusst. Das Argument mit dem Gratis-Wohnen könntest Du auch anders herum betrachten: Es wäre gut möglich und in Ordnung, wenn es Deinem Freund unangenehm wäre, alles bezahlt zu bekommen. Vor allem, wenn er die Idee eines Urlaubs mit Dir und Deiner Familie offenbar nicht einmal besonders mag.


    Nebenbei: Du solltest Dir das nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Wenn er nicht mit Dir + Familie in den Urlaub fahren will, heißt dass nicht gleichzeitig, dass er entweder Dich oder Deine Familie wenig wertschätzt. Manchmal hat man einfach keinen Bock auf sowas. Und das muss auch okay sein.

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    Er weiß ja, dass nichts extra gebucht werden muss - es also keinen "offiziellen" Grund gibt für eine Frist.

    Ich finde, damit hat er nicht so wirklich unrecht. Auch wenn es mir an deiner Stelle durchaus auch lieber wäre, wenn er Stellung beziehen könnte. Kann er aber nicht, ganz offensichtlich.


    Von seiten deiner Familie aus gibt es wohl keine Deadline bis zu der er sich entschieden haben muss, also musst du, wenn das für dich ein wichtiger Punkt ist, für ihn eine Deadline aufstellen bis zu der er sich entschieden haben muss, sonst fährst du eben so und so alleine.

    Wir waren schon mehrmals mit meinen Eltern weg. Das war für ihn nie ein Problem - auch das mit dem bezahlen.


    Ja, leider ist das typisch. Vielleicht nervt es mich deshalb so stark weil es nicht zum ersten mal vorkommt.


    Es ist für ihn schon zu viel verlangt eine Woche vorher ein Wochenendausflug zu planen (also mal übers Wochenden ein Kurztrip zu machen) da kann er sich auch nicht "so schnell" entscheiden. Mit dem Ergebnis, dass wir garnicht weg gehen. Das Verhalten nervt mich einfach.

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    für ihn eine Deadline aufstellen bis zu der er sich entschieden haben muss, sonst fährst du eben so und so alleine.

    das habe ich mir ja auch schon überlegt - aber ich denke das würde sehr viel Stress geben, dass ich ihn so unter "Druck" setze

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    Hast du ihm das schon mal deutlich gesagt? Will oder kann er dir nicht entgegen kommen?

    Ja habe ich. Er meint nicht, dass es nötig ist das "soweit" im vorraus zu wissen.


    Icht nur mir ist diese EIgenschaft aufgefallen, selbst sein Vater meinte mal zu mir, dass das ich ihm da mal in die richtige Richtung schubsen müsste....

    Anscheinend bist du mehr die Planerin und dein Freund eher der spontane nichtplanerische Typ.


    Ich bin auch eher die Planerin und könnte mit entscheidungsschwachen Menschen (so würde ich das nennen ;-D ) als Partner nicht klarkommen und hätte auch keine Lust mich so weit zu verbiegen. Gibt ja genügend Männer die so ticken wie ich, und alleine kann ich auch gut.


    Wenn man will, dann kann man es aber lernen, mit so einer Haltung klarzukommen. Du hast ja schon den richtigen Schritt gemacht, indem du für dich entschieden hast mitzukommen, egal ob dein Freund mitfährt oder nicht :)^ Jetzt fehlt dir nur noch die nötige Gelassenheit um es deinem Freund zu überlassen ob er mitkommt oder nicht. Seine Gründe sind zumindest nicht aus der Luft gegriffen (ich zB hätte schon lange keine Lust mehr mit meiner Familie wegzufahren obwohl ich mit denen ganz gut auskomme, und kurz nach dem Auszug von zuhause wäre ich ganz sicher nicht mit ihnen weggefahren, da war erst mal Abnabeln angesagt), und es gibt gerade bei diesem Urlaub keinen sachlichen Grund, warum er das nicht spontan entscheiden kann.


    Schwieriger wird das später werden, wenn es zB um eine Flugreise geht. Da ist es albern, selber zeitig zu buchen und der Partner soll dann halt versuchen "nachzubuchen" wenn er sich ein paar Tage vor Abflug entscheidet. Wenn ihr da so unterschiedlich tickt, aber zusammen Urlaub machen wollt, werdet ihr euch gemeinsam ein Procedere dafür suchen müssen.

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    Er meint halt, es würde doch auch ein zwei Tage vorher reichen. Er weiß ja, dass nichts extra gebucht werden muss - es also keinen "offiziellen" Grund gibt für eine Frist. Ich finde das aber unfreundlich.

    Ich verstehe ihn gut. Da es keinen Grund gibt, sich festzulegen (buche etc.), kann er sich spontan entscheiden, wenn es soweit ist. Dass für ihn einiges dagegen spricht ist klar, aber andererseits gibts sicher auch einiges, was dafür spricht und das sitzt er jetzt aus. Ich an seiner Stelle würde einfach absagen (da dir ja eine Entscheidung so wichtig ist), zur Not kann er sich ja kurz vorher noch umentscheiden. Wäre so meine Strategie, da ja kein anderer davon richtig betroffen ist (Reservierung etc.)

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    Wenn man will, dann kann man es aber lernen, mit so einer Haltung klarzukommen. Du hast ja schon den richtigen Schritt gemacht, indem du für dich entschieden hast mitzukommen, egal ob dein Freund mitfährt oder nicht :)^ Jetzt fehlt dir nur noch die nötige Gelassenheit um es deinem Freund zu überlassen ob er mitkommt oder nicht. Seine Gründe sind zumindest nicht aus der Luft gegriffen (ich zB hätte schon lange keine Lust mehr mit meiner Familie wegzufahren obwohl ich mit denen ganz gut auskomme, und kurz nach dem Auszug von zuhause wäre ich ganz sicher nicht mit ihnen weggefahren, da war erst mal Abnabeln angesagt), und es gibt gerade bei diesem Urlaub keinen sachlichen Grund, warum er das nicht spontan entscheiden kann.

    Ja ich verstehe was du meinst....aber es ist für mich einfach nur schwer verständlich und irgendwie finde ich es doof, wenn er mit dem verhalten "durch" kommt. Ich finde das nämlich einfach nur "asozial". Vorallem weil er keine wirklichen Gründe hat warum er das erst so kurz vorher entscheiden kann. die Entscheidungsgrundlage ist die Selbe.

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    Ich verstehe ihn gut. Da es keinen Grund gibt, sich festzulegen (buche etc.), kann er sich spontan entscheiden, wenn es soweit ist. Dass für ihn einiges dagegen spricht ist klar, aber andererseits gibts sicher auch einiges, was dafür spricht und das sitzt er jetzt aus. Ich an seiner Stelle würde einfach absagen (da dir ja eine Entscheidung so wichtig ist), zur Not kann er sich ja kurz vorher noch umentscheiden. Wäre so meine Strategie, da ja kein anderer davon richtig betroffen ist (Reservierung etc.)

    Ja so sieht er das auch. Ich finde die Denke aber einfach asozial und unfreundlich. Das ist so ein Trittbrettfahrerverhalten, das ich nicht gut finde. Würde sich jeder so verhalten gäbe es garkein Urlaub. Außerdem finde ich es einfach unfair mir gegenüber. Er weiß doch, dass mir es wichtig ist das zu wissen. Ich bin nicht soo spontan und wüsste gerne wie ich mir den Urlaub vorzustellen habe. Außerdem müsste ich das mit meinen Schwestern abklären wer uns mitnehmen könnte. Er will nämlich nicht mit meinem Vater mitfahren weil der risikoreich fährt. Eine Schwester müsste also einen Umweg fahren um uns früh morgends abzuholen. Mir wäre das jetzt nicht soo angenehm und mir wäre es recht, wenn ich das früh abklären könnte.

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    Er weiß ja, dass nichts extra gebucht werden muss - es also keinen "offiziellen" Grund gibt für eine Frist. Ich finde das aber unfreundlich.

    Das hat die FE jetzt damit ja noch mal verdeutlicht:

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    Außerdem müsste ich das mit meinen Schwestern abklären wer uns mitnehmen könnte. Er will nämlich nicht mit meinem Vater mitfahren weil der risikoreich fährt. Eine Schwester müsste also einen Umweg fahren um uns früh morgends abzuholen. Mir wäre das jetzt nicht soo angenehm und mir wäre es recht, wenn ich das früh abklären könnte.

    Es bedeutet ja schon einen gewissen Planungsaufwand, eine Mitfahrgelegenheit zu finden. Da ja kein eigenes Auto vorhanden ist, ist zumindest die An- und Abreise schon etwas, wo sie auf andere Leute angewiesen sind. Und alleine das relativiert meiner Meinung nach dieses "es gibt ja keinen Grund, sich 'ne Woche vorher schon festzulegen". Ich hätte keinen Bock, dass ich mein Auto fertig gepackt habe und dann plötzlich am Vorabend ein Anruf kommt, dass doch zwei Leute mehr ins Auto passen müssen und ich dann auch noch einen Umweg fahren soll.

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    Nun heißt es " wir haben dann zu 6. ein Klos - das sind mir zu viele".

    den Punkt verstehe ich total gut. Und dennoch ist es ein Argument, mit dem man andere auch verletzen kann. Vielleicht ist er deshalb so zögerlich. Ein "ich hab keine Lust" wäre sehr unhöflich, ein "ich kann mir nicht mit 6 Leuten Bad und Klo teilen" würde auch ggf verletzen, das "die Laktoseintoleranz deiner Schwester nervt / beeinträchtigt die Kochmöglichkeiten" ist noch pingeliger.... blöde Situation! Ich kann nur von mir sprechen, mich würde es massiv beeinträchtigen, mir ein Bad7Klo mit 6 Luten zu teilen, insbesondere morgens wäre es der Horror für mich. Wenn noch jemand Stuhlgang hatte, könnte ich mir nicht ohne würgen die Zähne putzen..... ich würde unter den beengten Umständen nicht mitfahren.