Vasektomie beim Mann, zu viel verlangt?

    Hi,


    ich treffe mich mehrmals pro Woche mit einem Mann Ende 40 zum Sex. Bislang verwendeten wir Kondome. Ich bin Anfang 30 und möchte mich nicht mit Hormonen vollpumpen. Ebenso wenig finde ich Kondome auf Dauer gut.


    Die einzige sinnvolle Lösung liegt für mich darin, dass er sich sterilisieren lässt. Als Beamter wird seine Krankenversicherung/Beihilfe die Kosten vermutlich auch tragen, Kinder will er nicht, ist ja auch eh zu alt.


    Wir streben auch eine langfriste sexuelle Beziehung an, also keiner hat vor das Ganze in absehbarer Zeit zu beenden.


    Findet ihr, dass ich als "nur" Sexpartnerin zu viel verlange? Ist ja vermutlich schon ein Eingriff in Vollnarkose mit gewissen Risiken?

  • 90 Antworten
    Zitat

    Findet ihr, dass ich als "nur" Sexpartnerin zu viel verlange?

    Ehrlich gesagt ja. Wenn da jetzt ne komplette Beziehung hinter stehen würde, die Familienplanung abgeschlossen ist usw. ok, aber nur für ne Bettgeschichte ? Da würde ich eher auf konventionelle und rückgängig zu machende hormonfreie Methoden wie eben ne Spirale o.ä. zurückgreifen.

    Zitat

    Ist ja vermutlich schon ein Eingriff in Vollnarkose mit gewissen Risiken?

    Nö, kann man ambulant ohne Vollnarkose machen...


    Finde ich trotzdem ganz schön viel verlangt für 'ne Affäre... Immerhin könntest ja auch du dich sterilisieren lassen, dann hättest du auch bei künftigen Sexpartnern Ruhe (jaja, ich weiß, der Eingriff ist größer, aber die einzige sinnvolle Lösung ist eine Sterilisation bei ihm ja auch nicht) oder der Einfachheit halber eine Spirale oder Kupferkette verwenden.

    Ja, auch ich finde das zu viel verlangt. Er mag zwar schon Ende 40 sein und ich bin jetzt auch kein Fan von soo alten Eltern, aber gerade für einen Mann ist es ja noch lange möglich, Kinder zu zeugen.


    Was, wenn er nun plötzlich seine Traumfrau kennen lernt, mit der er nun doch Kinder möchte?

    Zitat

    Kinder will er nicht, ist ja auch eh zu alt.

    Mit Ende 40 ist er zu alt? ;-D Mein Vater ist Anfang 50 und ich bekomme dieses Jahr überraschenderweise noch ein Halbgeschwisterchen :-@ x:)

    Zitat

    Findet ihr, dass ich als "nur" Sexpartnerin zu viel verlange?

    Natürlich ist das zu viel verlangt! Selbst innerhalb einer Beziehung fände ich es zum Beispiel zu viel, wenn mein fester Partner von mir zum Beispiel verlangen würde die Pille zu nehmen. Mit der Wahl des Verhütungsmittels müssen nicht nur beide Partner, sondern auch der- oder diejenige, der sie anwendet einverstanden sein.


    Hast du denn deinen Bettteiler schon mal gefragt, ob er von sich aus schon mal an eine Vasektomie gedacht hat?

    Zitat

    Mit Ende 40 ist er zu alt? ;-D Mein Vater ist Anfang 50 und ich bekomme dieses Jahr überraschenderweise noch ein Halbgeschwisterchen :-@ x:)

    Trotzdem ist es ja durchaus legitim, sich selbst eine Altersgrenze zu setzen, damit man zum Abitur der eigenen Kinder nicht mit dem Rollator erscheinen muss ;-)

    Naja trotzdem kann es ja passieren das er in 5 Jahren die Frau für ne richtige Beziehung trifft und mit ihr Kinder möchte. Andersrum kann man sich natürlich auch mit 30 schon sterilisieren lassen wenn man die Frau fürs Leben gefunden hat und beide sich einig sind keine Kinder zu wollen.


    Aber wie gesagt, für ne reine Bettgeschichte die Morgen vorbei sein kann wenn einer der Partner sich wirklich verliebt ?

    Ja, ist zu viel verlangt.


    1. Du bist nur eine Affäre.


    2. ER kann in zwei bis 10 Jahren die Frau für's Leben finden und Kinder wollen


    3. Du wirst die Frau seines Lebens


    4. Kosten roundabout 600.-, was seine PKV oder Beihilfe als elektiven Eingriff nicht zahlen wird, wobei ich das als Argument ehrlich gesagt seltsam finde.


    5. Rollator: mein Mann wurde mit mir das erste mal mit 50 Vater, unsere Tochter ist nun fast kein Teenie mehr und im Moment trainiert er für den Halbmarathon :) - ohne Rollator. kann man so nicht sagen.

    Na ja, ich finde man muss jetzt nicht gleich über die TE herfallen.


    Über Verhütung sollte in einer Beziehung, sei es auch nur eine Sexbezeihung Einigkeit erzielt werden. Es ist verständlich, dass sie ihren Körper nicht mit Chemie vollpumpen möchte. Andererseits bedeutet die Vasektomie einen Eingriff in den Körper des Mannes. Dies sollte man freiwillig tun und nicht unter dem Druck einer Sexpartnerschaft.


    Deshalb rate ich dazu zu reden und und alle Verhütungsmöglichkeiten zu diskutieren.

    Für die Verhütung ist in erster Linie jeder für sich selbst verantwortlich. Im Idealfall finden zwei Menschen, die regelmäßig einvernehmlich Sex miteinander haben (wollen) eine gemeinsame Lösung. Die Basis dazu könnte sein, dass keiner von beiden einseitig bei der Entscheidung benachteiligt wird. Ihr vorher voneinander wisst, wie man miteinander umzugeht, wenn euch eine Sexpanne passiert.


    Hier in eurem Fall kann es sinnvoll sein, wenn Dein Sexpartner für sich die Entscheidung selbst trifft, unabhängig davon wie lange oder oft ihr beide euren Sex genießen wollt. Für ihn ist es ein nachhaltiger Eingriff, den er besser nicht einzig aufgrund sexuell angeheizter Wunschvorstellungen trifft. Oder er es als Garantie dafür sieht, dass Du ihm als jüngere Sex-Partnerin durch den medizinischen Eingriff längere Zeit erhalten bleibst.


    Dies ist insbesondere für den Fall wichtig, dass es wider Erwarten nach dem Eingriff gesundheitliche Probleme gibt oder Du an einem Tag X auf einen anderen Mann triffst, in den Du Dich emotional romantisch verliebst. Je mehr die Entscheidung pro Vasektomie von Deinem Sexfreund selbst ausgeht, desto weniger gerät eure zwischenmenschliche Ebene bei Veränderungen des Status Quo in eine Schieflage.