• Vater hatte offenbar zweifelhafte Neigungen

    Ich habe diesen Beitrag jetzt schon x mal angefangen zu schreiben und dann doch wieder verworfen, weil ich hin und her gerissen bin, aber ich will jetzt doch mal versuchen, meine Gedanken mit eurer Unterstützung zu ordnen, weil es mir einfach keine Ruhe lässt. Mein Vater ist vor knapp 10 Jahren verstorben und ich vermisse ihn immer noch sehr. Wir hatten…
  • 140 Antworten

    Wenn es sich bei den Fotos um Nacktfotos irgendwelcher Kinder handelt dürfte es auch einem Juristen klar sein, dass da was strafrechtliches passiert ist.

    Oder erfüllt das Fotografieren nackter Kinder keinen Straftatbestand?

    Ich würde die Sache wohl auf sich beruhen lassen, wenn es um meinen Vater ginge, aber ich hätte kein gutes Gefühl, wenn ich an ihn denken würde.

    Ich würde mich immer fragen, was ist aus den Kindern geworden?

    Inwiefern könnte es Missbrauchsopfern helfen, sollten sie erfahren, dass Aufnahmen von ihnen auf einem Dachboden gefunden worden, aber nach 60 Jahren strafrechtlich nichts mehr passiert und der Täter verstorben ist?


    Das wurde hier teileweise etwas pauschal verurteilt, als hätte hier irgendjemand geschrieben, man sollte sowas generell unter den Teppich kehren, als wäre es egal, wenn Opfern nicht geglaubt wird. Natürlich nicht.


    Ich sehe hier gerade aber wirklich nicht, was ihr (weiss jetzt nicht alle Nicks die sich so äusserten) meint, was hier realistisch zugunsten evtl. Opfer erreicht werden kann?

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    Plüschbiest schrieb:

    Wenn es sich bei den Fotos um Nacktfotos irgendwelcher Kinder handelt dürfte es auch einem Juristen klar sein, dass da was strafrechtliches passiert ist.

    Oder erfüllt das Fotografieren nackter Kinder keinen Straftatbestand?

    Ich würde die Sache wohl auf sich beruhen lassen, wenn es um meinen Vater ginge, aber ich hätte kein gutes Gefühl, wenn ich an ihn denken würde.

    Ich würde mich immer fragen, was ist aus den Kindern geworden?

    Das allein nicht.

    Ich bin auch für ruhen lassen.

    Meine Überlegungen beruhen darauf, dass Ermittlungen o.ä. keinen Mehrgewinn für die Opfer bringen würden, außer dem Aufwühlen alter Traumata. Zumal das Bewusstsein, dass da noch Fotos geschossen worden sind, die 50 Jahre aufbewahrt worden sind UND jetzt erneut durch fremde Hände (auch Polizei sind fremde Hände, ebenso wie die TE) gehen eher eine erneute Traumatisierung auslösen würden. Ich denke, dass das für die Betroffenen wirklich wirklich nicht hilfreich wäre.

    Ich würde nichts sagen, wenn es noch strafrechtlich relevant sein könnte, aber im Grunde ist durch eine Aufdeckung nichts gewonnen, aber potenziell kann sehr viel Schaden angerichtet werden.

    Ich war selber mal Opfer eines sexuellen Übergriffs und ich habe relativ gut weggesteckt. Würde ich heute jedoch draufkommen, dass bei dem Vorfall Fotos / Videos entstanden sind, die immer noch existent sind, dann würde das den ganzen Übergriff nochmal in ein fürchterlicheres Licht rücken:-o

    Einfach, weil physische Beweise auftauchen, die den Prozess des (seligen) Vergessens bzw. der Verarbeitung wieder komplett zurücksetzen würden. Und dazu das Gefühl, im Bild immer weiter geschändet worden zu sein.


    Also ja, ich hinterfrage da auch die Handlungsmotivation der TE. "Sich besser fühlen" indem sich ganz viele andere dann auch schrecklich fühlen ist nicht so das Wahre.


    @TE

    Hast du denn jemanden, mit dem du deinen aktuellen Schock verarbeiten kannst? Mit dem du über dein Entsetzen reden kannst? Ich glaube nämlich, im Grunde brauchst du selber grad einfach einen seelischen Beistand und den wird dir die Polizei nicht bieten. Vielleicht kommst du dann auch zu anderen Schlüssen? :)*

    Also....

    Da es dich arg mitnimmt würde ich an deiner Stelle damit zur einer Opferschutz Beratung gehen!

    Du bist ja selbst auch Opfer geworden, wie du sagtest und in dem Zusammenhang wäre es für dich entlastend, jemanden zu haben mit dem du darüber reden kannst was dieser Fund für dich in Bezug auf deinen Vater bedeutet!


    Die Menschen, die z.B. beim weißen Ring arbeiten, begleiten ggf. auch zu Anwälten und Polizei und es ich denke, dass es sehr beruhigend sein kann, dann zwei Ohren mehr zu haben die zuhören können und mögliche Handlungsalternativen reflektieren können.


    Wenn du es jetzt "ruhen" lässt, musst du die Dinge unwiederbringlich vernichten.

    Wenn du das mit dir vereinbaren kannst, gut.

    Wenn du den geringsten Zweifel hast, wird es dich immer wieder einholen und belasten.


    Von daher ist mein Rat eine Beratung aufsuchen mit der überlegt wird, wie in deinem Sinne mit dem gefundenen Material verfahren werden kann.


    :)*

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    Das ist eine gute Idee.

    Ich frage mich die ganze Zeit, geht es nur um das Anfertigen von Fotos,

    oder steckt da noch viel mehr dahinter?

    Paul-Kling schrieb:

    Jetzt wissen wir aber nicht, was das Material ist.

    Richtig. Und schon deswegen sollten sich die ganzen Hobbyjuristen hier mal zurückhalten.


    War sehr klug von der TE, das nicht zu genau zu beschreiben, denn darum geht es doch gar nicht.

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    gato schrieb:

    Ich finde deine Motivation bei der Sache etwas merkwürdig. So richtig um Aufklärung geht es dir doch nicht, oder?

    Doch, genau darum geht es mir eigentlich. Ich finde, das so etwas zumindest familienintern aufgeklärt gehört, auch wenn (mögliche) Straftaten an sich eventuell schon verjährt sind.


    gato schrieb:

    Ist dir klar, das wenn damit ein Stein ins Rollen gebracht wird, du ungeahnte Konsequenzen heraufbeschwören könntest?

    Ja, wenn mir das nicht bewusst wäre bzw. wenn ich diesbezüglich keine Bedenken hätte, dann wäre ich mit dem Zeug wie gesagt schon schnurstracks zur Polizei gegangen. Komme ich hier denn so rüber, als würde ich mich einen Dreck um andere und die Folgen scheren? ":/ Gerade weil ich mir Gedanken um andere und in alle möglichen Richtungen mache, schreibe ich doch hier.


    gato schrieb:

    Deine Mutter muss sich rechtfertigen, was sie wusste, muss ihr Leben mit deinem Vater neu betrachten, mögliche Opfer erfahren neue Details, werden sich neue Fragen stellen und die Wahrheit werden sie trotzdem niemals erfahren. Du kannst damit viel zerstören, nur damit du dir nichts vorwerfen musst? Hat einen faden Beigeschmack.

    Mit "nichts vorwerfen" meinte ich in dem Zusammenhang eher, dass mir halt wohler wäre, wenn Fachleute das beurteilen und ich nicht einfach alleine nach Gutdünken entscheide, ob das weiter verfolgt werden muss oder nicht. Aber glaube mir, es liegt mir völlig fern, anderen damit zu schaden und ihnen am Ende einen Bärendienst zu erweisen. Genau aus dem Grund habe ich seit Wochen schlaflose Nächte und komme zu keinem rechten Ergebnis.


    CoteSauvage schrieb:

    Das finde ich den wesentlichen Punkt. Was heißt schon "nur"? Wenn ich sowas über meinen verstorbenen Vater entdeckt hätte und der Polizei übergeben hätte, die dann womöglich die Familie befragt, hätte das meine Mutter zerstört.

    Mit "nur" meinte ich nicht, dass die Folgen für meine Mutter zu vernachlässigen sind. Mit "nur" meinte ich vielmehr, dass das gefundene Material für mich persönlich SO eindeutig ist, dass ich im Grunde nicht an der strafrechtlichen Relevanz zweifle, sondern eben "nur" noch nicht tätig geworden bin, weil das dann wiederum Folgen für meine Mutter und die ganze Familie hat.

    Wenn ich solches Material bei einem Fremden gefunden hätte, würde ich z.B. keine Sekunde zweifeln. Ich hätte es sofort zur Polizei gebracht. Und da frage ich mich halt, ob ich jetzt nicht eigentlich auch in der Verantwortung bin.


    CoteSauvage schrieb:

    Deine Mutter wird das sicher zerstören, und auf der anderen Seite ist es extrem unwahrscheinlich, dass die Polizei etwas zutagefördert, das einem evtl Betroffenen weiterhilft. Was sollte die Polizei mit dem Material denn machen? Offenbar sind keine Verwandten von dir drauf, sonst wär die Sache für dich ja klar. Wie soll die Polizei dann irgendwelche potenziellen Opfer ermitteln?

    Na ja, ich habe da leider schon ein paar Vermutungen, wer die Betroffenen sein könnten. Ich selbst bin leider zu jung, um es 100%ig sagen zu können, aber diejenigen würden sich sicher selbst auf dem Material identifizieren können oder auch ihre Angehörigen. Daher meine Überlegung, erstmal selbst weiter zu forschen und alte Fotos zu vergleichen oder das Gespräch mit anderen Familienmitgliedern zu suchen.

    Allerdings bin ich ja nun mal kein Profi und ich will da auch keine alten Wunden aufreißen und mehr kaputt als gut machen, weil ich ja wirklich nicht wissen kann, was ich den Betroffenen damit antue. Daher die Überlegung, das in die Hände von Fachleuten zu legen.


    Madame Charenton schrieb:

    die Frage ist ob es eine Möglichkeit gibt deine Mutter da rauszuhalten, sehr schwierig

    Ja darüber habe ich auch schon viel nachgedacht. Ich glaube, das geht leider nicht wirklich. Als Tochter stellt sich mir außerdem die typische Frage, ob sie wirklich nichts davon gewusst hat. Ich gehe zwar fest davon aus und ich möchte sie auch vor Schaden bewahren, aber wenn es nun mal so war, dann sollten wir uns als Familie m.E. auch damit auseinandersetzen. Ist zwar scheiße nach all den Jahren und wird weh tun, aber die Betroffenen hatten ja auch keine Wahl. Wenn sich jemand von den Betroffenen dafür entschieden hätte, es zur Anzeige zu bringen, dann hätten wir uns schließlich auch damit auseinandersetzen müssen, ob uns das gefällt oder nicht.


    (Nur laut nachgedacht, final entschieden habe ich mich noch nicht).


    Sunflower_73 schrieb:

    Und nochmals, ganz nüchtern: Welcher Schritt JETZT macht noch Sinn und könnte etwas bewirken? Ganz nüchtern, ganz realistisch?

    Nun, ganz realistisch und nüchtern betrachtet stelle ich mir z.B. die Frage: Wenn jemand so weit gegangen ist, dass er nicht nur über Straftaten fantasiert, sondern diese offenbar tatsächlich begangen und davon Bildmaterial angefertigt hat, wie wahrscheinlich ist es, dass er damit in den 60er Jahren plötzlich aufgehört hat? Das was auf dem Material zu sehen ist, setzt ganz bestimmte Neigungen voraus, die man m.E. nicht einfach ablegen kann. Ich halte es deshalb für relativ wahrscheinlich, dass mein Vater auch später noch solche Dinge getan und auch aufgezeichnet hat. Er wird nur eben andere Medien genutzt haben und ich kann mir gut vorstellen, dass es noch viel mehr und auch aktuelleres Material z.B. auf Festplatten gab/gibt. Davon befinden sich auch noch einige im Nachlass, ich konnte sie nur noch nicht auslesen und möchte das jetzt eigentlich auch nicht mehr tun. Wenn, dann sollen das Fachleute machen. Und genau da stellt sich dann wieder die Frage, wie sinnvoll das nach all den Jahren noch ist, da er ja tatsächlich nicht mehr belangt werden und sich auch nicht entschuldigen kann. Ich denke halt, dass es trotzdem gut wäre, so etwas aufzuklären, weil es vielleicht Betroffene gibt, die seit Jahren damit hadern und sich z.T. fragen, ob sie sich das alles nur eingebildet haben oder dass ihnen sowieso niemand glauben würde usw. Mein Vater war wie gesagt ein recht angesehener Mann und ich kann mir gut vorstellen, dass das Betroffene abgehalten hat, ihn anzuzeigen.


    Man sieht ja z.B. was ins Rollen kommen kann, wenn endlich eine/r den Mund aufmacht, siehe Weinstein und Co. Wie viele Betroffene sich dann erst melden.


    sentera schrieb:

    Ich sehe sehr wohl einen Nutzen darin: Wahrheit ans Licht bringen und getanes Unrecht zumindest versuchen zu klären! Für dich und für die eventuell noch Lebenden. Und selbst wenn die Personen nicht mehr leben, wer sagt denn, dass die Kinder nicht unter den eventuellen Folgen eines elterlichen Traumas leiden mussten? Eventuell würde es für sie erklären, falls die Eltern komisch reagiert haben früher.


    Ja genau an solche Aspekte denke ich eben auch.


    sentera schrieb:

    Hast du eine verschwiegene Freundin, der du es erzählen kannst und die auf alle Fälle erstmal schweigen würde? Mit der du dich austauschen kannst und mit der du über deine Emotionen reden kannst, um dich zu ordnen?

    Ich habe eine Freundin, der ich zu 100% vertraue und ich bin mir sicher, dass sie dicht halten würde, aber da sie selbst vorbelastet ist, was Missbrauch angeht, möchte ihr das eigentlich nicht aufbürden.


    Ich denke, mein nächster Schritt wird tatsächlich sein, mich an einen Opferhilfe-Verein zu wenden und mich da beraten zu lassen. Danke für die Tipps!

    Ich denke dabei vor allem auch daran inwieweit das ganze heute noch ein funktionierender "Ring" sein kann, oftmals sind solche Leute auch gut vernetzt, auch wenn er jetzt 10 Jahre schon Tod ist, hat er sich eventuell ausgetauscht mit anderen, die noch Leben und eventuell weiterhin solche schlimme Dinge tun, oder verbreiten. Also finde ich es richtig das ganze aufzuklären! Denn es kann anderen weiterhelfen und sie schützen. Das wäre mein Gedanke dazu.

    Die tatsächliche strafrechtliche Relevanz der Bilder/indizien bei einer/m Anwalt*in für Sexualstrafrecht besprechen (ruhig jemand, der schon etwas älter ist und wo die Erinnerung an die 60er Jahre noch möglich ist) und klären. Und dann ggf. als Beweismaterial an die Polizei geben.


    Es gibt Straftaten mit sehr langen Verjährungsfristen und ja nicht nur dein Vater kann da involviert gewesen sein, sondern andere Täter noch leben.


    Z. B. bei sowas wie Nekrophilie (denkbare Neigung) steht ja auch potenzieller Mord mit im Raum. Und Mord verjährt nie.


    Und sonst: den Opfern z.B. von sexueller Gewalt (z.B. Kindern und Jugendlichen damals) kann es helfen zu erfahren, wenn ein Peiniger / Sexualstraftäter tot ist.


    Mir würde das keine Ruhe lassen und ich würde das in krassen Fällen weiter verfolgen.


    Und parallel kann man sich gedanklich nochmal in die 60er Jahre und sexuelle Revolution mit Recherchen begeben. Da wird es alte Filmbeiträge geben, Nachrichten, Zeitzeugenaussagen. Eventuell verändert sich dann die moralische Bewertung.

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    Mom I am a rich man schrieb:

    Daher meine Überlegung, erstmal selbst weiter zu forschen und alte Fotos zu vergleichen oder das Gespräch mit anderen Familienmitgliedern zu suchen.

    Allerdings bin ich ja nun mal kein Profi und ich will da auch keine alten Wunden aufreißen und mehr kaputt als gut machen, weil ich ja wirklich nicht wissen kann, was ich den Betroffenen damit antue. Daher die Überlegung, das in die Hände von Fachleuten zu legen.

    na das fände ich für dich nicht gut ...alte Bilder zu vergleichen, zu schauen wem dein Vater ev. etwas angetan hat. Damt beschäftigst du dich mit den negativen Sachen deines Vaters viel zu viel ...machst es zu deinem Ding, was es definitiv nicht ist.


    wenn dann gib es FAchleuten ... und lass los

    Mom I am a rich man

    Ich danke dir für deine offenen Antworten!

    Zitat

    Komme ich hier denn so rüber, als würde ich mich einen Dreck um andere und die Folgen scheren?

    Ich wollte das damit nicht ausdrücken, aber deine Motivation kam bei mir fraglich an. Dein neuer Beitrag klingt jetzt dagegen anders.

    Man merkt, dass dich das sehr beschäftigt. Ich denke daher, dass du auf jeden Fall bei Opferhilfe Organisationen und auch bei auf die Thematik spezialisierte Anwälte an der besseren Adresse bist als hier im Forum. Lass dich dort beraten, welche Handlungsalternativen und welche Aussichten es gibt. Das wird dir bei der Entscheidungsfindung sicher helfen.

    Ich würde keine Freunde damit hineinziehen und sie auch noch mit diesem Wissen belasten. Deren Hilfe kann auch nur begrenzt sein. Dafür gibt es professionelle Hilfe.


    Ich wünsche dir alles Gute, dass du die richtige Hilfe findest und das Thema für dich verarbeiten kannst!

    Ich wäre tief erschüttert, wenn ich so etwas über meinen Vater erfahren hätte. Es hätte mir komplett den Boden unter den Füssen weggerissen und meine Welt ins Wanken gebracht.


    Ich verstehe deine Ambivalenz sehr gut. Du bist selbst Betroffene, die damals geschwiegen hat (jetzt möchtest du vielleicht nicht mehr schweigen) und du hast Sorge um deine Mutter.


    Ich denke, du hast dir die Antwort bereits selber gegeben:

    Mom I am a rich man schrieb:

    Doch, genau darum geht es mir eigentlich. Ich finde, das so etwas zumindest familienintern aufgeklärt gehört, auch wenn (mögliche) Straftaten an sich eventuell schon verjährt sind.

    Mom I am a rich man schrieb:

    Ich gehe zwar fest davon aus und ich möchte sie auch vor Schaden bewahren, aber wenn es nun mal so war, dann sollten wir uns als Familie m.E. auch damit auseinandersetzen.

    Ich glaube, du solltest mit deiner Mutter reden. Es ist nicht ok, dass du alleinige Geheimnisträgerin bleiben musst. Es ist nicht ok, dass du diese schreckliche Familiengeschichte alleine tragen musst. Ich glaube viel eher, es ruft alles nach einer Auseinandersetzung mit der Thematik. Das Finden dieser Fotos war vielleicht nicht Zufall.


    Zwischen den Zeilen meine ich gelesen zu haben, dass die Kinder auf den Fotos evtl. sogar Verwandte sein könnten, die du aber im Moment nicht erkennst, vielleicht entfernte Cousinen, Cousins.


    Ich sage dir, wie ich es machen würde. Ich würde zuerst mit meiner Mutter sprechen und dann würde ich die Fotos in einer gemeinsamen Entscheidung entweder a) der Polizei übergeben, b) diesen Verwandten zur freien Entscheidung, was sie damit machen wollen, geben oder c) irgendwo in einem Wald tief begraben.


    Vielleicht würde ich mich vorher noch bei einer Opferberatungsstelle danach erkundigen, was ich - bei einer Übergabe an die Polizei - genau zu erwarten habe.


    Auf jeden Fall finde ich, dass die Mutter nicht geschont werden muss und du Familiengeheimnisse nicht alleine tragen musst!

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