• Vater hatte offenbar zweifelhafte Neigungen

    Ich habe diesen Beitrag jetzt schon x mal angefangen zu schreiben und dann doch wieder verworfen, weil ich hin und her gerissen bin, aber ich will jetzt doch mal versuchen, meine Gedanken mit eurer Unterstützung zu ordnen, weil es mir einfach keine Ruhe lässt. Mein Vater ist vor knapp 10 Jahren verstorben und ich vermisse ihn immer noch sehr. Wir hatten…
  • 140 Antworten

    Man könnte sich der Mutter gegenüber auch völlig naiv geben.

    Also erst einmal ein eher harmloses Foto zeigen und dann abwarten wie sie reagiert.

    Und dann kann man immer noch weiter sehen.

    Gato, die Mutter muss sich nicht rechtfertigen. Sie muss gar nichts. Und wieso sollte man überhaupt so auf sie zugehen, eine Rechtfertigung zu verlangen, weil sie angeblich muss?

    Die Erwartungshaltung "Sie muss sich rechtfertigen" ist ja total daneben. Klingt wie eine Unterstellung, sie habe es gewusst und gedeckt.

    mnef schrieb:

    Gato, die Mutter muss sich nicht rechtfertigen. Sie muss gar nichts. Und wieso sollte man überhaupt so auf sie zugehen, eine Rechtfertigung zu verlangen, weil sie angeblich muss?

    Die Erwartungshaltung "Sie muss sich rechtfertigen" ist ja total daneben. Klingt wie eine Unterstellung, sie habe es gewusst und gedeckt.

    Wenn die Sache bekannt wird, werden aber ggfs. einige auf sie zukommen und Antworten verlangen. Sie werden genau wissen wollen, ob sie etwas wusste und dann wird sie evtl. in die unangenehme Situation kommen, dass sie sich "rechtfertigen muss". Gerade wenn es in der Familie ein Thema ist, wird sie die Leute nur schwer ignorieren können. Natürlich muss sie nichts, aber es lässt sich nicht ausschliessen, dass sie genau das tun muss um sich zu verteidigen.

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    Die Sache ist vor Jahrzehnten passiert.

    Ich denke es war das schmutzige kleine Geheimnis des Vaters.

    Außer denen die da auf den Fotos zu sehen sind wird vermutlich niemand etwas wissen.

    Wäre ich die Tochter würde ich mich allerdings fragen, ob noch weitaus schlimmeres passiert ist, als die Fotos es vermuten lassen.

    gato schrieb:
    mnef schrieb:

    Gato, die Mutter muss sich nicht rechtfertigen. Sie muss gar nichts. Und wieso sollte man überhaupt so auf sie zugehen, eine Rechtfertigung zu verlangen, weil sie angeblich muss?

    Die Erwartungshaltung "Sie muss sich rechtfertigen" ist ja total daneben. Klingt wie eine Unterstellung, sie habe es gewusst und gedeckt.

    Wenn die Sache bekannt wird, werden aber ggfs. einige auf sie zukommen und Antworten verlangen. Sie werden genau wissen wollen, ob sie etwas wusste und dann wird sie evtl. in die unangenehme Situation kommen, dass sie sich "rechtfertigen muss". Gerade wenn es in der Familie ein Thema ist, wird sie die Leute nur schwer ignorieren können. Natürlich muss sie nichts, aber es lässt sich nicht ausschliessen, dass sie genau das tun muss um sich zu verteidigen.

    Das würde ich aber voneinander trennen.

    Wobei ich denke das gehört so oder so nicht an eine derart grosse Glocke, dass mehrere Leute zum Nachbohren kommen. Und selbst wenn sie das tun, denn ja mit Penetranz muss man rechnen: Auch dann muss sie nicht darauf eingehen.

    tja und das genau ist eben die Frage, will man das , dass mehrere Leute involviert werden , dass es Untersuchungen / Gerede gibt.


    Was bringt es , der Täter ist tot , die Opfer wissen was geschehen ist.


    Müssen jetzt unschuldige mit reingezogen werden ...die Mutter ?? warum muss sie es wissen ?


    Die TE ist nun doofer Weise mit reingezogen worden, nun muss sie es verarbeiten ...schafft sie es allein nicht, soll sie sich Gesprächspartner suchen ....es gibt auch Beratungsstellen für solche Art Felhandlungen, die haben viel Erfahrung

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    Da allerdings, wie hier schon gesagt wurde, der Besitz solchen Bildmaterials illegal ist, würde ich diese Dinge trotz allem der Polizei übergeben.

    Ich würde es wohl nicht einfach vernichten können. Die meisten Sexualdelikte passieren innerhalb der Verwandtschaft. Die Betroffenen wird das ihr ganzes Leben verfolgen. Auch, dass generell wohl viel unter den Teppich gekehrt wird und man an sich selbst zweifelt. Und das würde ich „durchbrechen“ wollen. Vermutlich sogar müssen, um wieder ruhig schlafen zu können.


    Wer weiß, welche Kreise das gezogen hat oder noch zieht. Bei solchen Aufnahmen wäre ich mir nicht sicher, was eventuell digitalisiert wurde.


    Weißer Ring, ggfs. ein Fachanwalt dafür, Polizei. Und für dich psychologische Unterstützung! Sowas will niemand finden müssen, erst recht nicht vom eigenen Vater. Tut mir sehr leid für dich.

    Mom I am a rich man schrieb:

    Daher die Überlegung, das in die Hände von Fachleuten zu legen.


    Mom I am a rich man schrieb:

    Ich denke, mein nächster Schritt wird tatsächlich sein, mich an einen Opferhilfe-Verein zu wenden und mich da beraten zu lassen.

    Nach dem was du insgesamt so geschrieben hast, würde ich das an deiner Stelle nun wohl so machen. Da ich hier nach wie vor kein hauptsächlich juristisches Problem sehe, würde ich an deiner Stelle eher eine psychologische Beratung aufsuchen - Opferberatung ist schon mal ein guter erster Anlaufpunkt, die arbeiten ja sicher auch mit Juristen mit Spezialkenntnissen dazu zusammen. Das erste wäre für mich mit diesen gemeinsam zu klären, ob und was man mit dem Ganzen aufrührt bzw aufrühren soll, also nach wie vor: Ob eine Initiative von dir bei anderen insgesamt wohl mehr Nutzen oder mehr Schaden anrichtet.


    Mein Hauptaugenmerk würde ich wohl auf die Mutter legen. Wie stabil ist deine Mutter denn? Ich denke, wenn ich sowas heute finden würde, würde ich das meiner Mutter nicht sagen. Und da ich das Material nicht verwerten könnte, ohne dass meine Mutter von der ganzen Sache erfährt, würde ich es dementsprechend wohl nicht verwerten.

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    Auf der persönlichen Ebene: ja, beraten lassen. Wie es schon etliche hier gesagt haben.


    Die Sache hat auch eine allgemein-politische Ebene, auf der man hier auch noch weiter diskutieren könnte. Man sieht, wie schwierig es ist, alte Missbrauchsgeschichten aufzubereiten, wenn man selber mit im System drinsteckt. Hier ist das System die Familie. Wenn andere gesellschaftliche Systeme betroffen sind, insbesondere Kirche, aber auch Pädagogik oder Vereine, liegt der Impuls nahe, zu sagen: Unbedingt aufarbeiten! Und dieser Impuls ist auch nicht falsch. Nur in der konkreten Umsetzung, wenn man damit konkreten Menschen weh tut, wird es höllisch schwierig.

    Steht denn überhaupt fest, dass der Vater der Täter ist und nicht nur im Besitz der Fotos war oder sie aufbewahrt hat?

    Zwergenfrau schrieb:

    Wer weiß, welche Kreise das gezogen hat oder noch zieht. Bei solchen Aufnahmen wäre ich mir nicht sicher, was eventuell digitalisiert wurde.

    Es muss ja nicht mal was verbotenes sein. Es stirbt langsam die Generation, die nicht nur eine Kiste mit Bildern im Nachlass hat. Ich (Eva) habe beim Tot meines Vaters einen PC zum "abwickeln" gehabt. Habe gedacht, einfach platt machen geht nicht, könnten ja noch wichtige Dinge drauf sein. Es ist schwer Anleitungen zu finden, wie man sich in der Situation verhalten sollte. Und jetzt nicht wieder mit dem Argument schnüffeln kommen. Es kamen in meinem Fall Zahlungsaufforderungen auch für sexuelle Dienstleistungen per Mail.

    Mit der, mindestens anderen Sichtweise auf meinen Vater , musste ich auch fertig werden.

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    Mom I am a rich man schrieb:

    Also unter Schnüffel verstehe ich etwas anderes, als einen Nachlass zu sortieren. Ich habe die Sachen schließlich geerbt und kann nichts dafür, wenn sich darunter auch solches Material befindet. Oder soll man als Erbe etwa alles ungesehen wegwerfen?

    Wenn es um Dinge geht, wie Verträge, Bilder von ihm. Wenn es um Dinge geht, die er mir vorher nicht gezeigt hat, würde ich das als einen absoluten Einbruch in die Intimsphäre eines Menschen sehen und Verletzung seiner Würde. Das sind für mich nicht nur Tagebücher. Man kann nicht alles in ein Tagebuch packen, damit andere auch wissen, dass es sie nichts angeht.

    Umgekehrt sage ich - wenn denn jemand nun eine Lade meines Schreibtisches oder eine Schranktür aufmacht und etwas findet, womit er Probleme hat - selber Schuld. Ich würde ihn auch nicht aufklären, wenn ich leben würde, weil es ihn nichts angeht. Ich sehe da keine Aufhebung, nur weil ich dann tot wäre oder eben ich etwas finde, das offensichtlich einen großen Interpretationsspielraum gibt.

    Mom I am a rich man schrieb:

    Also das meine ich jetzt nicht vorwurfsvoll und ich danke für eure Einschätzung und offenen Worte. Ich hatte ja nach Meinungen und Input gefragt, aber ich bin irgendwie entsetzt. Das macht im Moment echt viel mit mir, wenn die Mehrheit hier schreibt, man solle einen solchen Fund vernichten und abhaken.

    Naja, es ist recht kryptisch, was du schreibst, daher geht man halt von seinen eigenen Assozitationen aus, was persönlich so schlimm sein könnte und auch strafrechtlich relevant. Es gibt ja nicht so viele Dinge, die nach 60 Jahren noch strafrelevant sind. Viele Straftaten verjähren ja. Es hängt ja auch davon ab, ob für dich die Strafrelevanz eine Rolle spielt oder deine persönlichen Grenzen, die nicht unbedingt übereinstimmen müssen. Die Frage wäre ja noch, ob es zum Zeitpunkt des Geschehens eine strafrechtliche Relevanz hatte, und ob es da überhaupt etwas publik zu machen gäbe, aber wie schon erwähnt, so kann das nur ein Anwalt klären.

    Mom I am a rich man schrieb:

    Puh. Ich nehme diesen Beitrag bzw. diese Worte jetzt mal stellvertretend für alle, die inhaltlich ähnliches ausgesagt haben. Abhaken, vernichten, das Thema ruhen lassen. Krass.

    Das Thema würde mich nicht groß aufregen. Ich fände es eher interessant, sofern es tatsächlich Material wäre, das irgend eine interessante Interpretation zulässt. Das, was du bisher beschrieben hast, würde mich jetzt nicht wirklich dazu bringen. Die Interpretation einiger geht ja irgendwie in Richtung kinderpornographischer Bilder von vor 60 Jahren und das würde ich jetzt nicht groß spannend finden, wobei es auch da noch sicher Interpretationsmöglichkeiten gibt, an die ich wahrscheinlich gar nicht denke.

    Mom I am a rich man schrieb:

    Ich glaube, ich muss hier jetzt eine kurze Pause einlegen und nochmal in mich gehen. Denn mich wühlt das total auf. Zum einen der Fund und zum anderen die Reaktionen. Ich schrieb ja, dass ich selbst eine "Betroffene" bin, wenngleich ich mich an keinen Missbrauch durch meinen eigenen Vater erinnern kann. Aber ich habe als junge Frau sexuelle Gewalt erfahren, die ich nie zur Anzeige gebracht habe, weil es keine Zeugen gab und ich mir kaum Chancen vor Gericht ausgemalt habe. Wahrscheinlich triggert mich das deshalb gerade so stark, denn wenn ich mir vorstelle, dass es dazu doch irgendwelche Beweise von damals geben könnte und die irgendwer unter den Teppich kehrt, weil es 20 Jahre her ist... Es ist zwar nicht direkt vergleichbar, deshalb möchte ich da wie gesagt auch nix reinprojizieren, aber ich hätte nicht gedacht, dass die meisten einen solchen Fund wohl nicht publik machen würden.

    Damit machst du noch eine kryptische Schiene auf. Du hast Bilder gefunden und wirst von eigenen Erlebnissen getriggert. Ob das nun etwas miteinander zu tun hat, ist eben fraglich. Du hingegen scheinst aber zumindest latent die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass dein Vater dich auch irgendwie sexuell missbraucht haben könnte. Also viel Kopfkino von dir, von wohl unverarbeiteten eigenen Erlebnissen.


    Nach wie vor habe ich keine Vorstellung, was du mit so einem Fund meinst.

    Du hast etwas gefunden, das für dich das Bild, das du von deinem Vater hast im Nachhinein verändert oder verändern würde, wenn du sicher wärst, dass es das ist, was du glaubst, dass es das ist. Soviel ich verstanden habe, gehst du aber offensichtlich stark davon aus, dass es das wäre.


    Aus meiner Sicht: Wenn er ein liebevoller Vater gewesen wäre, würde es für mich im Nachhinein auch nichts daran ändern. Er war ja ein liebevoller Familienvater.

    Würde sich im Nachhinein herausstellen, dass er ein Straftäter war, würde es auch nichts daran ändern, dass er ein liebevoller Vater war. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Schlaflose Nächte würde es mir auch nicht bereiten.


    Mom I am a rich man schrieb:

    Doch, genau darum geht es mir eigentlich. Ich finde, das so etwas zumindest familienintern aufgeklärt gehört, auch wenn (mögliche) Straftaten an sich eventuell schon verjährt sind.

    Naja, dafür muss es doch etwas Handfestest geben, dass es da tatsächlich etwas zum Aufklären gibt und das sehe ich zumindest nach deinen Angaben nicht. Du weißt nicht einmal, ob die Dinge für deinen Vater relevant waren, kommst aber scheinbar nur zu einem einzigen Verdacht.


    Mom I am a rich man schrieb:

    Ja, wenn mir das nicht bewusst wäre bzw. wenn ich diesbezüglich keine Bedenken hätte, dann wäre ich mit dem Zeug wie gesagt schon schnurstracks zur Polizei gegangen. Komme ich hier denn so rüber, als würde ich mich einen Dreck um andere und die Folgen scheren? ":/ Gerade weil ich mir Gedanken um andere und in alle möglichen Richtungen mache, schreibe ich doch hier.

    Es bleibt für mich kryptisch. Du meinst, es sei Material, das die Polizei interessiert, aber das kann hier keiner wissen. Wenn dir das also so wichtig ist, dann kläre das einfach rechtlich ab.

    Mom I am a rich man schrieb:

    Mit "nichts vorwerfen" meinte ich in dem Zusammenhang eher, dass mir halt wohler wäre, wenn Fachleute das beurteilen und ich nicht einfach alleine nach Gutdünken entscheide, ob das weiter verfolgt werden muss oder nicht. Aber glaube mir, es liegt mir völlig fern, anderen damit zu schaden und ihnen am Ende einen Bärendienst zu erweisen. Genau aus dem Grund habe ich seit Wochen schlaflose Nächte und komme zu keinem rechten Ergebnis.

    Ist für mich in diesem Stadium viel zu weit hergeholt. Es steht doch nicht einmal fest, ob dein Vater etwas getan hat und wenn ja, ob es strafrechtlich relevant war.


    Mom I am a rich man schrieb:

    Genau aus dem Grund habe ich seit Wochen schlaflose Nächte und komme zu keinem rechten Ergebnis.

    Schlaflose Nächte hast du wohl eher aufgrund deines eigenen Kopfkinos.

    Melete schrieb:

    Aus meiner Sicht: Wenn er ein liebevoller Vater gewesen wäre, würde es für mich im Nachhinein auch nichts daran ändern. Er war ja ein liebevoller Familienvater.

    Würde sich im Nachhinein herausstellen, dass er ein Straftäter war, würde es auch nichts daran ändern, dass er ein liebevoller Vater war. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Schlaflose Nächte würde es mir auch nicht bereiten.

    Man weiß aber immer noch nicht, was auf den Bildern zu sehen war. Waren es "nur" nackte Kinder in der Badewanne, oder ein Vater, der z.B. ein kleines Mädchen penetriert? Wie du selbst sagtest, drückt sie sich recht kryptisch aus, und man kann nur raten. Aber wenn eindeutiger Geschlechtsverkehr zwischen deinem Vater und einem kleinen Mädchen zu sehen wäre, was bei der Geschichte hier eventuell denkbar ist und dein Vater somit ein Straftäter wäre, würde es dir keine schlaflosen Nächte bereiten?

    unschön wäre es aber schon, wenn ich eine Kiste mit Nacktfotos im Nachlass meines Vaters finden würde ..sowas will man einfach nicht wissen und klar geht da das Kopfkino an

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