moonlight79

    Zitat

    Ich habe auf einmal n total schlechtes Bild

    Ob das schlechte Bild nun stimmt, oder nicht, auf jeden Fall bewahrt es dich davor, dich auf eine unglückseelige Affaire einzulassen und sei froh, dass du nicht mehr länger von der rosaroten Brille total geblendet wirst.

    moonlight

    Zitat

    Ich habe leider keine Zeit, alles durchzulesen, muss aber unbedingt noch was loswerden. Gestern Abend haben wir zusammen trainiert, danach wollte er vorbeikommen und n bißchen quatschen. Wenn er nicht kommt, wollte er anrufen. So, was war das Ende vom Lied!? Er hat weder angerufen, noch ist er gekommen. kam mir ganz schön verarscht vor. War gespannt auf seine Ausrede!!!!!

    Also, ob er es sich leicht macht oder nicht, hat doch nichts mit Deiner momentane Situation zu tun.


    Fakten:


    Er ist verheiratet, er will nicht, dass es zwischen Euch zu ernst wird. Das sind die Rahmenbedingungen und Du machst sie mit. Er braucht überhaupt keine Ausrede - er ist verheiratet, das heißt, jegliche Erwartung Deinerseites, dass er sich sogar innerhalb dieses Rahmens, der minimal ist, Dir gegenüber auch keine Sicherheit bieten will. Was zwischen diesem Raster für die Verliebtheit zu Dir übrigbleibt, das will er genießen und sich sicher nicht Deine Vorwürfe anhören, die völlig aus der Luft gegriffen sind, da Du ja die Fakten kennst. Ein Vorwurf - warum hast Du mich angerufen, ist absolut überflüssig, denn die Antwort kennst Du ja - wozu muss er Dir das wiederholen? Willst Du ihm ein schlechtes Gewissen machen? Ist doch lächerlich. Er hat kein schlechtes Gewissen Dir gegenüber, dass er verheiratet ist. Es ist Dir doch völlig klar, dass vor Dir die Familie in der Schlange steht und wenn Zeit übrigbleibt, dann kommst Du drann. Du weißt ganz genau, dass die Aussichten einer Affäre für die Frau als Geliebte keinerlei Aussichten auf eine zukünftige Zweierbeziehung sind - bis auf Ausnahmen, außerdem willst Du auch keine Zweierbeziehung mit ihm. Das hast Du ja klar und deutlich geschrieben. Du willst auch nicht von ihm lassen, also gibt es Dir immer noch mehr, wenn Du Dich über ihn aufregen kannst, als dass Du ihn in den Wind schießt. Du kannst ihm weiterhin Vorwürfe machen, aber es ist absolut sinnlos, denn somit zerstörst Du auch die Zeit, die ihr miteinander verbringen könntet und Dir mag das vorteilhaft erscheinen, aber er wird sich das sicher nicht lange anhören, wenn er endlich alle abgewimmelt hat, dass er Dich sehen kann, damit er sich jemandem gegenüberfindet, der ihm Vorhaltungen macht.


    Es ist ganz klar, warum er das macht - weil er es will und weil es ihm ein Bedürfnis ist und das braucht man ihm gar nicht vorzuwerfen, denn jeder macht das so, auch Du. Du machst doch auch nichts anderes, als das, was Dir ein Bedürfnis ist.

    Ja, auf der einen Seite magst Du ja Recht haben Kleio! Habe ihm auch gesagt, dass ich nicht das Recht habe ihm Vorwürfe zu machen, weil ich mich selber drauf eingelassen habe... ich habe ihm das alles gesagt, weil ich mich so getäuscht habe in ihm, weil er sich ständig wiederspricht. Am Anfang redet er von Vertrauen in einer Beziehung, von Liebe zu seiner frau und plötzlich ist alles anders!! Deswegen rege ich mich auf und über seine Verhalten mir gegenüber. Ich habe ihm klar und deutlich gesagt, dass es bei mir immer intensiver wird und dass ich Angst habe, dass ich da nicht wieder raus komme! Er hatte eigentlich immer alles verstanden, hat drüber nachgedacht, sagt, es seien Gefühle und ein Kribbeln da, er mag mich, schätzt mich und und und ... Doch wenn er plötzlich meint, er kann kommen wann er möchte, mich einfach küssen, anfassen,... Das regt mich einfach auf, denn ich habe ihm gesagt, dass das dadurch alles nur schlimmer wird und trotzdem macht er es und sagt noch nebenbei auf die Frage, warum er das so kann/macht, dass er gelernt hat, wichtiges von unwichtigem zu trennen. Somit hat er mir quasi offenbart, dass ich wohl der unwichtige Teil in seinem Leben bin!! Ist ja klar, dass über seine Familie nichts kommt, doch einen kleinen Platz dachte ich, hätte ich schon! Dann meine Frage bzw. meine Aussage, dass ich jetzt also weiß, wie er mich sieht sagte er nur, dass ich ihm auf jeden Fall auch wichtig bin, dass er gerne mit mir die Zeit verbringt,...


    Ich habe mich echt getäuscht, aber ich weiß, dass ich es hier beenden muss, weil ich mir selber ziemlich verarscht vorkomme... Ich bin sooooooooooooooooooooooooo froh, dass noch nicht mehr gelaufen ist!!!!! Dann würde ich mich so klein und schmutzig fühlen... Er weiß, wie ich dazu stehe und er weiß genauso gut wie ich, dass es alles noch schlimmer werden würde, doch trotzdem versucht er mehr... Genau deshalb mache ich ihm die Vorwürfe, weil er mir eigentlich doch was vorspielt. Er kann nicht sagen, er küsst mich, weil Gefühle da sind und drei Tage später sagt er (indirekt), dass er mich eigentlich nur flachlegen will!!!


    Was ist n das, wie soll man den Mann noch verstehen. Habe momentan frei und bin wieder zu Hause bei meiner Mutter. Ich wollte versuchen, evl. eine Woche hierzubleiben und ihn nicht zu sehen. Will ihm dann sagen (er ruft best. Montag an), dass ich es nicht mehr kann und mitmachen will. Einfach nur aus Spaß kann man keine Familie zerstören und andere Menschen verletzen. Ich muss das erst ma verdauen, dass ich mich sooo getäuscht habe. Ich bin eine Erfahrung reicher!!! Mensch und er kann auch immer noch so gut reden und einem Honig um den Mund schmieren!!!

    moonlight79

    Zitat

    Ich habe mich echt getäuscht, aber ich weiß, dass ich es hier beenden muss, weil ich mir selber ziemlich verarscht vorkomme...

    Ich gebe Kleio auch recht, aber sehe auch an mir selber, dass da die "richtige Theorie", die Kleio benannt hat, oft in der Praxis nicht so einfach ist. Das Zauberwort heißt "Selbsttäuschung". Ich neige dazu, den anderen so zu sehen, wie er meinen Vorstellungen entspricht und bin dann enttäuscht und mache ihm Vorwürfe, wenn sich herausstellt, das es nicht so ist.


    Ich finde, bei Kleio klingt es immer so logisch und damit irgendwie einfach und klar, aber sich das wirklich so klar zu werden, dass man auch danach klar handelt, ist m.E. noch mal ein ganz anderes Problem.


    Ich glaube, er entspricht nicht deinen Vorstellungen davon, wie du geliebt werden willst. Würdest du ihn einfach so akzeptieren, wie er ist, dann würdest du das nehmen, was du bekommen kannst, aber du willst eben mehr und das bekommst du nicht.


    In meinen Augen verhält er sich auch falsch. Aber das sind meine Augen und nicht seine. Selbst wenn du mit deinen Vorwürfen Recht hast, was bringt das? Dadurch wird er sich nicht ändern. Es könnte nur einen positiven Nebeneffekt haben. Du brauchst nicht mehr darüber nachzudenken, ob du dich weiter drauf einläßt oder nicht, weil du ihn erfolgreich vergraulst und damit loswirst und er dir sozusagen die Entscheidung abnimmt. Ich denke aber, dass es für das eigene Selbstwertgefühl besser ist, wenn man die Entscheidung selber trifft.

    Zitat

    Einfach nur aus Spaß kann man keine Familie zerstören und andere Menschen verletzen.

    Doch, das kann man, aber du nicht! Leider habe ich aber den Eindruck, dass es Menschen, die nicht so einen ethischen Anspruch haben, im Leben besser geht.

    moonlight79

    Zitat

    Ich habe mich echt getäuscht, aber ich weiß, dass ich es hier beenden muss, weil ich mir selber ziemlich verarscht vorkomme... Ich bin sooooooooooooooooooooooooo froh, dass noch nicht mehr gelaufen ist!!!!! Dann würde ich mich so klein und schmutzig fühlen... Er weiß, wie ich dazu stehe und er weiß genauso gut wie ich, dass es alles noch schlimmer werden würde, doch trotzdem versucht er mehr... Genau deshalb mache ich ihm die Vorwürfe, weil er mir eigentlich doch was vorspielt. Er kann nicht sagen, er küsst mich, weil Gefühle da sind und drei Tage später sagt er (indirekt), dass er mich eigentlich nur flachlegen will!!!


    Was ist n das, wie soll man den Mann noch verstehen. Habe momentan frei und bin wieder zu Hause bei meiner Mutter. Ich wollte versuchen, evl. eine Woche hierzubleiben und ihn nicht zu sehen. Will ihm dann sagen (er ruft best. Montag an), dass ich es nicht mehr kann und mitmachen will. Einfach nur aus Spaß kann man keine Familie zerstören und andere Menschen verletzen. Ich muss das erst ma verdauen, dass ich mich sooo getäuscht habe. Ich bin eine Erfahrung reicher!!! Mensch und er kann auch immer noch so gut reden und einem Honig um den Mund schmieren!!!

    Wenn Du diesen Thread durchliest, dann wirst Du feststellen, dass sich da nichts an Deiner Einstellung geändert hat. Als die Sprache auf Dein Selbstbewusstsein kam, hast Du geschreiben, dass Du eine selbständige und selbstbewusste Frau bist. Er hat einfach noch Deine Grenze nicht erreicht, denn Du regst Dich ja ständig darüber auf, wie er mit Dir umgeht und Du triffst Dich trotzdem mit ihm. Ich will Dich damit auch nicht aufregen, aber wenn ich mich an seine Stelle versetze, dann sehe ich überhaupt keinen Grund für ihn mit Dir anders zu verfahren. Du setzt ihm absolut keine Grenzen und damit meine ich innerhalb diesem Rahmen, der Eure Zweisamkeit betrifft und seine Ehe nicht berührt. Du gehst nicht her und sprichst Klartext: Das und das will ich - bist Du bereit mir das zu geben, wenn nicht, wie willst Du es. Soetwas gibt es bei Euch nicht, wenigstens hast Du nichts darüber geschrieben. Du sitzt und wartest auf ihn, wie einen Erlöser. Fakt ist, bei diesem Mann bist Du keine selbstbewusste Frau. Bei ihm schaffst Du es, Dich in seine Hände zu begeben und ihm die Veranwortung für Dein Wohlergehen zu übergeben - so definiere ich nicht Selbstbewusstsein. Wenn Du Dich nicht auf die Hinterfüße stellst, verlierst Du Dich. Willst Du das? Natürlich ist es Deine Entscheidung, aber dann gibt es keinen Grund für Dich, Dich darüber aufzuregen, dass er nicht wenigstens anruft, wenn er nicht kommen kann. Du kannst es ihm auch noch aus einem anderen Grund nicht vorwerfen, nämlich, weil Du ja keine Ansprüche stellst, weil Du ihm ja nicht den Kopf gewaschen hast, oder hast Du ihm etwa gesagt, dass er Dich gefälligst das nächste Mal anzurufen hat, wenn er zugesagt hat, weil er sich sonst gar nicht mehr bei Dir zu melden braucht??


    Ich bin jetzt dieser Mann. Ich habe Dir klipp und klar gesagt, dass ich eine Familie habe und dass ich natürlich in Dich verliebt bin ist ja klar, denn Deine Frische wird mich sicher anziehen. Auf meinen Schultern lastet natürlich die Verantwortung für die Familie und meine Frau trägt das Packerln natürlich auch mit und die strahlt auch keine Frische aus. Du bist unbelastet, mit Dir kann ich mein Hobby betreiben, etc. etc. Ist doch logisch, dass ich Dich anziehend finde und noch mehr schmeichelt es mir, dass so ein frisches Wesen sich in mich verliebt - das steigert mein Selbstvertrauen. Was zeigst Du mir? Du zeigst mir, dass Du mich so annimmst, wie ich bin, mit meinen Sorgen, mit meiner Familie und Du einfach jede Gelegenheit suchst, um mit mir allein zu sein. Du bringst Aufregung, Abenteuer in mein Leben und erhellst meinen Alltag und genau dafür bin ich in Dich verliebt. Etwas andere ist es nicht, denn wenn Du mir genauso mit Deinem Sorgenpackerl am Rücken entgegenkommst, wie meine Frau, dann wirst Du uninteressant, denn so eine hab ich ja schon zu Hause. Wo liegt das Problem? Was gibt es da noch an meiner Einstellung zu verstehen? Ich habe Dir doch klar gesagt, dass ich meine Frau nicht verlassen will, genauso weiss ich auch von Dir, dass Du mich auch nicht haben willst, denn dann würden wir uns ja auch nicht mehr treffen, da ich das auch nicht will. Du stellst keine Ansprüche - blöd werde ich sein, um nicht zuzugreifen. Deine Eifersuchtsvorwürfe schmeicheln meiner Eitelkeit noch mehr - was bin ich doch für ein toller Hengst! ;-) Soweit mein Vorstellungsvermögen und das ist sicher weit von der Realität entfernt, denn es betrifft nur das Unterbewusstsein. Das wird er sich sicher nicht bewusst denken. Aber Menschen "funktionieren" nun einmal so (Ausnahmen bestätigen die Regel, aber er ist keine). Du befriedigst einfach seine Bedürfnisse.

    wieauchimmer

    Zitat

    Ich gebe Kleio auch recht, aber sehe auch an mir selber, dass da die "richtige Theorie", die Kleio benannt hat, oft in der Praxis nicht so einfach ist. Das Zauberwort heißt "Selbsttäuschung". Ich neige dazu, den anderen so zu sehen, wie er meinen Vorstellungen entspricht und bin dann enttäuscht und mache ihm Vorwürfe, wenn sich herausstellt, das es nicht so ist.

    Nun, Kleio hat diese Praxis auch in einem vergangenen Leben einmal betrieben, mit Selbsttäuschung, etc. Wie Du auch aus Deiner Erfahrung weißt, bringt es nichts, sich ständig zu kontrollieren, denn wenn der Partner nicht genug Selbstbewußtsein hat, kann man sich bis zur Unendlichkeit verbiegen, es wird ihm nicht reichen. Ob und wie das Ende einer Beziehung sein wird, das kann man nicht wissen, aber wie diese Beziehung auch endet, so will ich, dass sie darum so endet, weil meine Persönlichkeit und die des anderen nicht zusammenpassen - wenn ich mich selbst betrüge oder mich verstelle, dann endet sie aufgrund einer Rolle von mir. ;-D

    Zitat

    Ich finde, bei Kleio klingt es immer so logisch und damit irgendwie einfach und klar, aber sich das wirklich so klar zu werden, dass man auch danach klar handelt, ist m.E. noch mal ein ganz anderes Problem.

    Das ist reine Übungssache - genau wie man darin geübt ist, ständig die Verständnisvolle zu spielen. Es ist viel einfacher und für mich wenigstens auch viel befriedigender so zu sein, wie ich bin. ;-D

    wieauchimmer

    PS: Ich sehe einfach keinen Grund, mir ständig den Kopf über einen Menschen zu zerbrechen, warum er sich so verhält wie er es tut, warum er etwas sagt, was er sagt, wenn es nicht auf Gegenseitigkeit beruht und dann ist es nicht nötig, weil man mit Aufrichtigkeit sich doch viel besser verständigen und auch verstehen kann. Das erinnert mich irgendwie an Kindererziehung. ;-D

    Nein, so wie er ist will ich ihn ganz bestimmt nicht! Ich kann und will ihn aber ja auch nicht ändern. Hätte eigenlich nur genießen wollen, aber jetz merke ich, dass ich eigentlich schon viel zu tief drin bin. Ich will einfach nicht auf ihn reingerfallen sein!! Das ist es glaub ich, warum ich nicht alles beenden oder abbrechen will. Ich will vielleicht was anderes hören!!!


    Er hat diesen ethischen Anspruch wahrscheinlich wohl nicht!! Das schlimme ist, dass es ihm wirklich gut dabei geht, was er macht. Er sagt, er hätte noch nie zuvor während seiner Ehe eine Affaire mit einer Frau gehabt. Dafür geht er aber ziemlich locker damit um. Vergraulen tue ich ihn mit meinen Vorwürfen nicht, denn er reagiert immer ziemlich sachlich und lässt trotzdem nicht locker, im Gegenteil! Er meldet sich danach noch viel öfter, fragt wie s mir geht, geht auf mich ein,.... Vielleicht ist s für ihn noch eine zusätzliche Herausforderung!!


    Ich muss es irgendwie immer loswerden, wenn er vor mir steht und sich so kindisch verhält. Wenn es bei ihm nicht nur der pure Spass wäre, dann könnte ich mit allem besser umgehen! Dann könnte ich es verstehen, dass er so handelt (mich küsst usw. ). Ist es nur geilheit oder was ist es!? Manchmal steht er da, guckt


    Ja, er sagt zwar, dass Gefühle da sind, aber ich glaube, er kann das, einfach genießen und irgendwann n Schluss-strich ziehen. Er ist so ein Typ Mann, wo man sich noch mal umdrehen muss, wenn man ihn auf der Straße sieht, weil er sowas interessantes hat...

    @ kleio

    Du müsstest diesen Mann kennen und ich glaube JETZT, dass er verdammt gut schauspielen kann! Aber jetzt meckert nicht, denn ich habe es wenigstens noch früh genug herausgefunden und bin mit ihm noch nicht ins Bett gestiegen.


    Zum Thema Selbstbewusstsein; als ich ihn kennengelernt habe, war ich weit unten, wegen meiner vorherigen Beziehung und er hat mich da irgendwie rausgeholt, mich aufgebaut, mich abgelenkt,... Das war natürlich total schön und zwar lange Zeit. Er hatte immer die richtigen Worte, da kann es schon passieren, dass man diesen Menschen als besonderes sieht. Seine tollen Worte sind mir aber zum Verhängnis geworden!! Ist das Schwäche oder mangelndes Selbstbewusstsein!? Wenn ich das nicht hätte, wäre ich schon dem Sex mit ihm verfallen ;-D


    Auf das Thema "Frau verlassen" redet er immer in Rätseln! Ja, ich will es nicht, dass er sie verlässt! Er sagt aber darauf immer, dass er nicht weiß, wie lange seine Ehe noch hält... Ich will ihn einfach besser verstehen! Er kann mich doch nicht so getäuscht haben! Aber vielleicht ist es ganz gut so!!

    Kleio

    Zitat

    wenn ich mich selbst betrüge oder mich verstelle, dann endet sie aufgrund einer Rolle von mir.

    Das Betrügen besteht ja gerade daraus, dass man glaubt, durch die Rolle, die man übernimmt, könnte es passen und halten. Das Problem ist nur, dass es nicht mehr zu mir selbst passt. Dabei ist aber das Dumme: Aus irgendwelchen Gründen verliebe ich mich ja in einen Mann, also hat mich seine Art ja irgendwie gereizt. Es hat also in dem Moment gepasst, dass ich z.B. die Überlegenere war und er der kleine Junge, denn ich glaube, sonst hätte ich mich nicht in ihn verliebt.


    Also scheint mir ja diese Rolle, die mir am Ende aber gar nicht mehr passt, irgendwie zu gefallen. Es hängt also an mir, mich zu fragen, wieso will ich eine solche Rolle spielen, die mir gar nicht gefällt. Wenn ich das nicht rausbekomme, dann werde ich mich, fürchte ich, immer wieder in solche Typen verlieben.

    Zitat

    Das ist reine Übungssache

    Womit hast du das Training angefangen?

    Kleio

    Ich hab schon in meiner Kindheit gewühlt, aber finde da nichts. Bin weder überbehütet worden, noch vernachlässigt. Ok, mein Vater war auch nicht so sehr der Starke, aber meine Mutter ihm gegenüber auch nicht dominant und erzieherisch.

    @ wieauchimmer:

    "Was will ein attraktiver 30jähriger Afrikaner von einer aus der Form geratenen ,mittellosen,schwierigen 52jährigen Alleinerziehenden?"-Das hast Du weiter oben geschrieben.


    Ich find das hört sich schon ziemlich ätzend an.Sicher kann man das so sehen,aber die Eigenschaften Deiner(Freundin??)sind doch sehr negativ beschrieben.So als ob es mit diesen Eigenschaften nun wirklich keine Möglichkeit gibt,dass ein 30jähriger Afrikaner sich in DIESE Frau verlieben könnte.Manche Sachen muss man sicher realistisch sehen,aber in dieser Form ist mir das etwas zu heftig,das musste ich doch mal loswerden.


    @moonlight:also für meine Begriffe bist Du schon um einiges weiter als am Anfang dieses Threads!

    moonlight79

    Zitat

    Du müsstest diesen Mann kennen und ich glaube JETZT, dass er verdammt gut schauspielen kann! Aber jetzt meckert nicht, denn ich habe es wenigstens noch früh genug herausgefunden und bin mit ihm noch nicht ins Bett gestiegen.


    Zum Thema Selbstbewusstsein; als ich ihn kennengelernt habe, war ich weit unten, wegen meiner vorherigen Beziehung und er hat mich da irgendwie rausgeholt, mich aufgebaut, mich abgelenkt,... Das war natürlich total schön und zwar lange Zeit. Er hatte immer die richtigen Worte, da kann es schon passieren, dass man diesen Menschen als besonderes sieht. Seine tollen Worte sind mir aber zum Verhängnis geworden!! Ist das Schwäche oder mangelndes Selbstbewusstsein!? Wenn ich das nicht hätte, wäre ich schon dem Sex mit ihm verfallen

    Von meiner Warte aus brauche ich diesen Mann nicht zu kennen, egal ob er wortgewandt, charmant ist und dabei noch wie eine griechische Statue ausschaut, wenn er meine Grenzen nicht respektiert, kann er mir mit seiner Wortgewandtheit nicht verkaufen, dass er in mich verliebt ist. Wenn seine Worte seiner Handlung nicht entsprechen, dann ist für mich sein Verhalten ausschlaggebend. ;-D

    wieauchimmer

    Zitat

    Das Betrügen besteht ja gerade daraus, dass man glaubt, durch die Rolle, die man übernimmt, könnte es passen und halten. Das Problem ist nur, dass es nicht mehr zu mir selbst passt. Dabei ist aber das Dumme: Aus irgendwelchen Gründen verliebe ich mich ja in einen Mann, also hat mich seine Art ja irgendwie gereizt. Es hat also in dem Moment gepasst, dass ich z.B. die Überlegenere war und er der kleine Junge, denn ich glaube, sonst hätte ich mich nicht in ihn verliebt.

    Ja, da stimme ich Dir zu – ich war eine Meister des Selbstbetrugs, aber ich habe das nicht wahrgenommen, dass ich mich da selbst betrüge. Ich wollte einfach nur Aufmerksamkeit, gemocht werden und habe irgendwann ein Glanzbild dessen erreicht, was bei einer (ich war 25) jungen Frau als attraktiv galt. Ich habe an dieser Rolle 2 Jahre gefeilt und ich war perfekt – verständnisvoll, charmant, immer freundlich, äußerlich natürlich dem Traum der meisten Männer entsprechend, also lange Haare, engelhaftes Gesicht, weiblich gekleidet, etc. etc. und ich habe das auch eine Zeitlang genossen im Mittelpunkt zu stehen. Mein Glück war, dass ich irgendwann da saß und absolut unzufrieden war und mich fragte, was der Grund war und es war eben genau das, dass die Menschen einfach auf diese Rolle reagierten und ich die überhaupt nicht mochte, also die Menschen, die auf mich reagierten. Aber wer soll den auf eine Frau reagieren, die leicht und unbeschwingt mit Small Talk durchs Leben geht reagieren als Menschen, die Small Talk lieben?

    Zitat

    Also scheint mir ja diese Rolle, die mir am Ende aber gar nicht mehr passt, irgendwie zu gefallen. Es hängt also an mir, mich zu fragen, wieso will ich eine solche Rolle spielen, die mir gar nicht gefällt. Wenn ich das nicht rausbekomme, dann werde ich mich, fürchte ich, immer wieder in solche Typen verlieben.

    Du machst das bewusst? Also ich habe das Gefühl bei Dir – und berichtige mich bitte, wenn es nicht zutrifft – dass Du nicht den Vorwurf bekommen möchtest stur zu sein, oder engstirnig, oder dass es Dir an Großmut oder Verständnis fehlt. Stimmt das?;-D

    Zitat

    Womit hast du das Training angefangen?

    Schrittweise habe ich angefangen, als mir bewusst wurde, dass ich aufgrund meines Verständnisses immer ausgenutzt wurde und das Problem war, dass ich einfach alles verstanden habe und weil ich ja alles verstanden habe, war das für mich natürlich ein Grund das Verhalten eines anderen auch zu akzeptieren und ihm natürlich zu helfen. Irgendwann saß ich dann da und war unglaublich traurig, dass ich immer ausgenutzt wurde, dabei bot ich selber die Grundlage dafür. Ich glaube bei mir war wirklich der Knackpunkt festzustellen, dass nur weil ich die Handlungen andere verstehe, also Verständnis habe, nicht unbedingt heißen muss, dass ich das gutheiße oder gar damit leben will. Das hat bei mir auf jeden Fall dazu geführt, dass ich nach wie vor alles verstehe, mich aber dieses Verständnis nicht mehr in die Verantwortung zieht, dann auch damit leben zu müssen. Es ging also auch Hand in Hand mit der Erkenntnis, für wen bin ich und wann verantwortlich. Ich glaube ich hatte das Gefühl, dass ich, nur weil ich verstanden habe, aus welchen Gründen der Betreffende mich verletzte, ich seine Persönlichkeit begriff, dass er ja nicht anders damit umgehen konnte, ich die schmerzhaften Folgen für mich als weniger bewertet habe, da ich es ja ertragen konnte und der andere ja nicht. Mir wurde einfach klar, dass nur weil ich mehr erkannte, mehr Zusammenhänge begriff, ich mir auch mehr Verantwortung zusprach als anderen. Daraus ergaben sich Fragen, wie: Habe ich mehr Verantwortung, wenn ich mehr begreife als jemand, der weniger begreift. Muss ich mir mehr zumuten als andere, nur weil ich mehr ertragen kann? Die Schritte waren eigentlich Schritte, die letztlich mit einem Satz zu sagen sind: Erkenne Dich selbst. Nachher war es kein Problem mehr, nachdem ich mein Selbst definiert hatte, den überflüssigen "Schrott" aus meinem Kopf entfernt hatte, das sich schlechtes Gewissen nennt, auch danach zu handeln, also auch nach außenhin zu mir zu stehen. Schwer war es eher herauszufinden, wann ich etwas tat, was mich nachher an mir ärgerte. Wenn ich mal die Quelle hatte, war die Analyse der Situation nicht mehr schwierig und die "Umkonditionierung" auch nicht, weil es eigentlich eine Rückkehr zu mir selbst war.;-D

    Zitat

    Ich hab schon in meiner Kindheit gewühlt, aber finde da nichts. Bin weder überbehütet worden, noch vernachlässigt. Ok, mein Vater war auch nicht so sehr der Starke, aber meine Mutter ihm gegenüber auch nicht dominant und erzieherisch.

    Naja, es ist ja nicht so, dass man sich nur die Mutter zum Vorbild nimmt. Was warst Du denn für ein Kind? Welche Kinderanekdoten oder -geschichten gibt es von Dir? Das war mir z. B. sehr hilfreich. Ich habe meine Eltern gelöchert, wie ich als Kind war, wie meine Mutter mich sah, wie mich mein Vater sah, was meine Mutter mit mir machte, was mein Vater mit mir machte, denn wo kann man sein "reines" Ich am leichtesten finden, als in der Kindheit. Ich war z. B. als Kind neugierig, immer zu irgendwelchem Schabernack bereit, sowieso fröhlich und das, was ich über mich erfahren habe, wie ich mit Geboten umgegangen bin, wie ich auf Strafandrohungen reagiert habe, das hat mir sehr geholfen – ich "das Kind" hat meinem erwachsenen "Ich" unglaublich viel geholfen. Da war z. B. eine Geschichte, die meine Mutter mir immer mit Stolz erzählte: Wenn ich als kleines Kind etwas wollte, brauchte sie mir nur zu sagen, die "Kleio" braucht das nicht. Ich wiederholte diesen Satz und damit war die Sache gegessen. Das war in ihrer Situation natürlich ein Geschenk, denn wir waren arm wie Kirchenmäuse und sie war natürlich glücklich, dass sie kein Kind hatte, das sich dann brüllend irgendwohin setzte, und solange keine Ruhe gab, bis es das bekam, was es wollte. Ich merkte das gar nicht, das ich irgendwann von mir selber zu allem sagte, das brauche ich nicht, ich komme ohne dem auch aus. Aber wenn Du bedenkst, wozu diese Einstellung führen kann. Es führte schon in meiner Jugend dazu, dass ich nicht ins Kino zu gehen brauchte, weil es jedes Mal in einem Streit zwischen meinen Eltern endete, wenn ich mit 16/17 irgendwohin wollte, also brauchte ich nicht ins Kino zu gehen, nicht in die Disco. In meiner ersten Beziehung brauchte ich mein Erspartes nicht, wofür ich Jahrelang in meinen Ferien und dann während meines Studiums gearbeitet habe. Andere sind blank, wenn sie studieren, ich habe mir etwas gespart, nur dass ich das Geld dann nicht brauchte, um es in unsere Wohnung zu stecken. Ich brauchte dieses Geld dann auch nicht, als ich meinen Freund mit samt der Wohnung verließ. Ich brauchte keine neuen Kleider, man sah ihnen ja nicht an, dass ich sie bekommen habe. Ich brauchte mein Taschengeld nicht und lieh es meinem Vater. Die Liste wäre endlos weiterzuführen. Natürlich brauche ich nicht mehr als einen Tisch, einen Sessel, ein Teller, ein Bett. Nein, aber wo war mein Wille geblieben? Natürlich habe ich mir dann als ich angefangen hatte zu arbeiten, Kleidung gekauft. Irgendwann ertappte ich mich, dass ich vor meinem Kleiderkasten stand und ein schlechtes Gewissen hatte, da ich das ja alles nicht brauchte – die Hälfte hätte gereicht. Irgendwann erzählte mir meine Mutter wieder diese Geschichte und auf einmal wurde es mir klar. Andere Erzählungen aus meiner Kindheit zeigten mir aber, dass es sehr wohl Dinge gab, die ich wollte und von denen man mich dann auch nicht abhalten konnte. Dieser Wesenszug aber meldete sich nicht an. Es waren halt keine Dinge, die Geld kosteten. Auch heute sind es kaum Dinge, die mich Geld kosten, die ich will, aber es gibt Dinge, die Geld kosten, die ich nicht brauche, die ich aber einfach haben WILL. Mittlerweile sagt meine Mutter diesen Satz auch nicht mehr, denn damals war es ein Segen für alle, und sie ist ja auch schon mit größtem persönlichen Verzicht aufgewachsen, sie ist freiwillig mit 10 Jahren arbeiten gegangen und sie braucht auch heute noch nichts. Sie gönnt sich aber mittlerweile wenigstens die Sachen, die Du und ich doch für halbwegs normal halten, 3x im Jahr Kaffee trinken gehen, 3x im Jahr zum Friseur gehen, auch etwas zum Anziehen kaufen, wenn noch etwas im Kasten hängt. Eigentlich ein ganz "unschuldiger" Satz, und wozu er führen kann, überhaupt wenn man einen Partner hat, der ja so viel braucht und dessen Glück davon abhängig ist.;-)

    EDE

    Zitat

    @wieauchimmer:


    "Was will ein attraktiver 30jähriger Afrikaner von einer aus der Form geratenen, mittellosen,schwierigen 52jährigen Alleinerziehenden?"-Das hast Du weiter oben geschrieben.


    Ich find das hört sich schon ziemlich ätzend an. Sicher kann man das so sehen, aber die Eigenschaften Deiner (Freundin??) sind doch sehr negativ beschrieben. So als ob es mit diesen Eigenschaften nun wirklich keine Möglichkeit gibt, dass ein 30jähriger Afrikaner sich in DIESE Frau verlieben könnte. Manche Sachen muss man sicher realistisch sehen, aber in dieser Form ist mir das etwas zu heftig, das musste ich doch mal loswerden.

    Ich hatte auch eine Freundin, die sich immer denselben Typ Mann angelacht hat und das sah ein Blinder mit dem Krückstock, dass die nicht in sie verliebt waren, sondern nur das Eine wollten. Natürlich kann sich ein 30jähriger (Afrikaner oder nicht) in eine 50jährige Frau verlieben, aber nicht, wenn sie einen nach dem anderen an Land zieht. Dann ist das Musterverhalten der Frau für wieauchimmer klar, genau wie mir das Musterverhalten meiner Freundin klar war, weil ich sie kannte und die hat auch immer wieder den selben Typ Mann angeschleppt, braungebrannt (mal Europäer mal Latinos), muskulös, zwischen 18 – 25, jeden Abend unterwegs und nur ja nicht arbeiten. Was sollen die schon von einer 27jährigen Frau wirklich wollen? Ich war damals auch 27 und ich habe meinen Mann damals kennen gelernt, er war 23 und ein ganz anderer Typ, als jene, die meine Freundin, nach ihren Worten, aufgegabelt hat. Die Aussage bezieht sich hier also überhaupt nicht auf die Landeszugehörigkeit oder das Alter der Betreffenden, sondern ihre spezifischen Charakterzüge.;-D