Verlassen worden - sie braucht Abstand

    Hallo,


    ich bin nun 25 Jahre alt und meine erste richtige Freundin hat sich gerade nach 4 1/2 Jahren von mir getrennt.


    "Sie braucht Abstand und weiß nicht mehr ob sie mich noch liebt". Im gleichen Moment sagt sie aber sie liebt mich noch. Ich verstehe das leider gar nicht.


    Versucht sie sich da rauszureden ohne mich zu kränken?


    Sie möchte es nicht nochmal versuchen, nicht darum kämpfen oder sonst etwas unternehmen, einfach nur Abstand.


    Ich habe in letzter Zeit wohl Depressionen, habe auch ADs verschrieben bekommen (die ich aber vorerst nicht nehmen möchte) und vermute seit längerem das sie ein ähnliches Problem hat.


    Sie meinte auch das es ihr aktuell sehr schlecht geht.


    Eigentlich wollten wir heute Nachmittag etwas unternehmen (gestern hat sie sich noch darüber gefreut und wollte mich besuchen), aber anstelle etwas zu machen hat sie sich einfach getrennt.


    Was bedeutet das alles? Ist nun alles Vorbei? Soll ich mich wieder mal bei ihr melden? Aktuell möchte sie das nicht.


    Ich habe mich auch schon seit längerem von meinem Freundeskreis abgewandt (in dem sie nun verankert ist, sozusagen) und ich fühle mich alleine.


    Ich bitte um einen Rat um besser mit der Situation umzugehen. Ich weiß das alles besser wird aber... ich weiß nicht ob ich das möchte. Ich möchte mich nicht in eine andere Richtung bewegen...


    Danke

  • 12 Antworten
    Zitat

    Ich habe in letzter Zeit wohl Depressionen, habe auch ADs verschrieben bekommen (die ich aber vorerst nicht nehmen möchte)

    Warum nimmst du die dir verschriebenen Medikamente nicht? Immerhin wurden sie dir sicher nicht grundlos verschieben.

    Zitat

    vermute seit längerem das sie ein ähnliches Problem hat

    Hoffentlich hast du ihr deswegen keine Vorwürfe gemacht. Erst mal vor der eigenen Haustüre kehren.

    Zitat

    Sie meinte auch das es ihr aktuell sehr schlecht geht.

    Hättest du die Kraft, den Willen und die Geduld sie dabei zu stützen?

    Zitat

    Was bedeutet das alles? Ist nun alles Vorbei?

    Kann man nicht sagen ohne beide Seiten gehört zu haben.

    Zitat

    Soll ich mich wieder mal bei ihr melden? Aktuell möchte sie das nicht.

    Im zweiten Satz steht die Antwort.

    Zitat

    Ich habe mich auch schon seit längerem von meinem Freundeskreis abgewandt

    Zitat

    fühle mich allein

    Tja, dass scheint wohl deine eigene Schuld zu sein, oder?

    Zitat

    Ich möchte mich nicht in eine andere Richtung bewegen.

    Dieser letzre Satz ist der wichtigste. Willst du an deiner Situation, an der Situation mit deiner (Ex-)Freundin usw. etwas ändern musst du schon den eigenen Arsch hoch kriegen. Du kannst nicht die Welt ändern. Du kannst nur dich selbst ändern.


    Ja, ich schätze auch hdas du depressiv bist. Wenn du das natürlich nicht ändern willst kann dich niemand dazu zwingen. Glück und Zufriedenheit muss man sich hart erarbeiten, dass kommt einem nicht zugeflogen wie im Märchen.

    Hallo, danke für eure Antworten.

    Zitat

    Warum nimmst du die dir verschriebenen Medikamente nicht? Immerhin wurden sie dir sicher nicht grundlos verschieben.

    Die Medikamente nehme ich nicht da mich meine Hausärztin gestern zum Psychiater geschickt hat und dieser mir nach 5 Minuten diese verschrieben hat. Ich würde eher die Ursache beheben anstelle der Symptome.

    Zitat

    Hoffentlich hast du ihr deswegen keine Vorwürfe gemacht. Erst mal vor der eigenen Haustüre kehren.

    Nein, natürlich nicht, verstehe nicht warum ich ihr Vorwürfe machen sollte? Als sie heute sagte ihr geht es auch so mies habe ich ihr Hilfe angeboten, in welcher Form auch immer. Ich wollte das gemeinsam durchstehen.

    Zitat

    Hättest du die Kraft, den Willen und die Geduld sie dabei zu stützen?

    Aus diesem Grund denke ich, ja, habe ich.

    Zitat

    Tja, dass scheint wohl deine eigene Schuld zu sein, oder?

    Natürlich ist das meine Schuld - sie hat sich vor ein paar Wochen auch gewünscht das ich mehr "rauskomme" und was mit Leuten unternehme. Ich habe auch versucht das zu ändern, sie meinte auch sie merkt das ich mich total um sie bemühe. Umso weniger verstehe ich jetzt den Abbruch.

    Zitat

    Dieser letzre Satz ist der wichtigste. Willst du an deiner Situation, an der Situation mit deiner (Ex-)Freundin usw. etwas ändern musst du schon den eigenen Arsch hoch kriegen. Du kannst nicht die Welt ändern. Du kannst nur dich selbst ändern.


    Ja, ich schätze auch hdas du depressiv bist. Wenn du das natürlich nicht ändern willst kann dich niemand dazu zwingen. Glück und Zufriedenheit muss man sich hart erarbeiten, dass kommt einem nicht zugeflogen wie im Märchen.

    Ich will das natürlich ändern, bin ja aus eigenen Intentionen zum Arzt gegangen. Aber... nach einer "5 Minuten Diagnose" wollte ich nicht unbedingt Medikamente nehmen.


    Habe mich aber noch nicht ganz entschieden, wollte ironischer Weise erstmal mein Leben auf die Reihe kriegen, mich weniger im Job verausgaben und auf mich achten. Diesen Entschluss habe ich gestern gefasst. (Soll aber nicht heißen das ich keine Zeit für/mit ihr hatte.)


    _

    Zitat

    Du doch wohl auch nicht...

    Wie darf ich das verstehen? Ich habe ihr gesagt das ich für Sie da bin, musste ihre Entscheidung aber natürlich akzeptieren...

    Zitat

    "Sie braucht Abstand und weiß nicht mehr ob sie mich noch liebt". Im gleichen Moment sagt sie aber sie liebt mich noch. Ich verstehe das leider gar nicht.


    Versucht sie sich da rauszureden ohne mich zu kränken?

    Ich kann Dir nur raten, ihr das zu glauben, was sie sagt. Sie weiß nicht, ob sie Dich noch liebt. Deshalb braucht sie Zeit und Abstand, um das für sich herauszufinden. Das solltest Du respektieren.


    Wie groß Deine Chancen sind, kann ich nicht einschätzen. Meiner Ansicht nach wirst Du eine Zeitlang mit der Unsicherheit leben müssen, wenn Du es nicht ganz vergeigen willst. Wie schätzt Du Dich da ein? Meinst Du, Du hältst diese Ungewissheit aus?


    Außerdem meine ich, Dir könnte es auch gut tun, wenn ihr auf Abstand geht, weil Du anscheinend auch nicht so genau weißt, was Du willst.


    Irre ich mich da? Weißt Du, was Du willst? Hast Du da klare Vorstellungen?

    Zitat

    Ich kann Dir nur raten, ihr das zu glauben, was sie sagt. Sie weiß nicht, ob sie Dich noch liebt. Deshalb braucht sie Zeit und Abstand, um das für sich herauszufinden. Das solltest Du respektieren.

    Okay. Du hast da wohl einen guten Punkt getroffen. Ich wusste es einige Zeit auch nicht, aber durch meine teils negativen Gedanken hat sich das hin und hergeschoben. Vor allem in letzter Zeit hatten wir so schöne Gespräche und immer wieder neues übereinander Erfahren, und das nach langer Zeit.


    Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht wie lange so eine Zeitspanne sein kann. Je länger desto befremdlicher wird es ja. Ich hoffe, ich halte es aus. Ich lese schon seit Stunden wie ich damit umgehen kann, wie ich das auffassen kann. Ich weiß nicht ob sie sich wünscht das ich um sie kämpfe oder ob sie wirklich genug davon hat.


    Habe gerade gehört das sie bei ner Freundin ist und selbst nicht weiß was Sache ist... Ich weiß nicht was ich falsch gemacht habe, einen wirklichen Grund konnte/wollte sie mir nicht nennen und das macht mich fertig.


    Kannst du

    Zitat

    Außerdem meine ich, Dir könnte es auch gut tun, wenn ihr auf Abstand geht, weil Du anscheinend auch nicht so genau weißt, was Du willst.


    Irre ich mich da? Weißt Du, was Du willst? Hast Du da klare Vorstellungen?

    noch etwas genauer ausführen bitte? Wieso weiß ich nicht was ich will? (Ich will dir nicht deine Aussage streitig machen, ich will es nur für mich verstehen. Ich tue mir teilweise schwer mein eigenes Verhalten zu interpretieren)

    Zum ersten möchte ich Dir Mut machen, bei Deiner Einstellung zu bleiben. Ich würde auch keinem Arzt trauen, der keine tiefergehende Amnese gemacht hat. Das ist für mich kein Arzt-Patienten-Verhältnis, wenn nach einem 5 min Gespräch die Packung Antidepressiva steht.


    Es ist gerade bei der Therapie von Depressionen genauer hinzusehen, wo die Ursachen liegen, die können sehr vielfältig sein. Da gilt zu prüfen, ob Ernähung, Lebensführung oder in der Vergangenheit tiefer liegende Problematiken liegen. Das ist nicht nach 6 Minuten ergründet und dann schluckt man ein paar lustige Pillen und alles wird gut.


    Das habe ich vor über einem Jahrzehnt in einer akuten Trauersituation in dieser Form abgelehnt und es nie bereut. Man kommt da raus, wenn man für sich ein paar Regeln einhält. Zum einen eine gute Selbstreflexion beherrscht, nichts beschönigt an der aktuellen Situation und knall hart in die Selbstkritik gehen kann, wenn sie erforderlich ist.


    Das schließt ärztliche Begleitung auf keinen Fall aus, sie können Gutes tun, aber es muss vom Vertrauensverhältnis her passen.


    Versuche Dich erst einmal in der Selbstanalyse, wann fingen die Probleme an, dass Du lethargisch geworden bist. Wie sieht es im Job aus, fühlst Du Dich überfordert? Wie ist die Tagesstruktur, läuft da etwas unrund? Gab es größere soziale Probleme mit der Familie, Freunde oder ist die allgemeine Lebenssituation gerade zu mies?


    Wie sieht der Umgang mit PC, Handy und TV aus? Gibt es genug Abwechslung oder bist Du von Haus aus, gern mal etwas antriebslos?


    Schon einmal über ein großes Blutbild nachgedacht? Eventuell ein Schilddrüsentest, ob sie richtig arbeitet oder Probleme hat. Ursachen für depressive Phasen können sehr vielfältig sein, oder auch Mischformen aus Ursachen haben.


    Redet Du gern über Probleme oder frisst Du eher alles in Dich rein, weil es Dir schwerer fällt Emotionen nach außen zu transportieren?


    Was die Situation mit Deiner Freundin angeht. Derzeit würde ich ihren Wunsch nach Abstand respektieren. Ihr müsst, wenn es euch als Einzelindividuen nicht gut geht derzeit nicht gut füreinander. Da gilt erst einmal heraus zu finden, wo liegen die Ursachen, für den jetzigen Ist-Zustand.


    Wer als Einzelmensch unzufrieden ist, kann meist als Partner nicht genug Energie aufbringen, um Paarprobleme in Angriff zu nehmen. Versucht vordergründig erst einmal für euch selbst positive Impulse zu finden, die die eigene Zufriedenheit mit dem Alltagsleben ermöglichen.


    Den Abstand würde ich dann allerdings auch konsequent einhalten, weil Dich jedes Hin und Her erneut in eine schlechte Phase bringt, dieser Krampf zwischen Hoffnung und Bangen, ist derzeit Gift für Deine Psyche. Es ist besser jeder für sich tut erst einmal etwas für das eigene Wohlergehen.


    Wenn ihr später noch einmal miteinander das Gespräch sucht, hat es eine andere Grundlage als gegenwärtig. Und bitte nicht das Wort Schuld mit einfließen lassen. Jeder Mensch kann in ein schlechtes Fahrwasser geraten und mit sich selbst Probleme bekommen. Daran ist nichts falsch oder schuldig zu finden. Wichtig ist allerdings, dass ihr euch beide Hilfe holt und konsequent dran bleibt, dass es wieder aufwärts geht. Dafür wünsche ich alles Gute. :)* @:)

    Danke für deine aufmunternden Worte. Gerade habe ich (fast?) für mich beschlossen doch die Medikamente zu nehmen um schneller auf ein passendes Level zu kommen. Du hast wichtige Punkte angesprochen (aus diesen Gründen habe ich auch geschrieben ich muss mein Leben auf die Reihe bekommen):


    Schlechte Ernährung, dauernd 50 Stunden Woche ohne Pausen und ständig mehrere Dinge gleichzeitig erledigen und vor jedem rechtfertigen, auch in der Freizeit keine Lust mal "Pause" zu machen (ich könnte ja etwas versäumen).


    Die extreme Arbeitssituation hat sich nun zwar gebessert, ich bringe aber einfach keine Leistung mehr...


    Auslöser für die akuten Probleme war der Job, da bin ich mir sicher. Ich war zuvor zwar schon eher verschlossen aber seit das so extreme Züge annahm komme ich einfach nicht mehr klar. PC und Handy sind beruflich als auch privat mein Leben. Deswegen dachte ich mit einer "Bereinigung" einiger Umstände könne ich das auch ohne Medikamente lösen. Sobald ich auch nur eine Nachricht von Arbeitskollegen bekomme macht mich das fertig.


    Schilddrüsentest habe ich vor einigen Jahren gemacht, da war alles in Ordnung (habe einige der Problemchen eh schon länger).


    Ich fresse alles, soweit ich zurückdenken kann, in mich hinein...


    Nun gut, ich werde Sie nach zwei Wochen mal zu einem Gespräch bitten um Ihre Situation genauer zu erfragen. Vielleicht ist sie schon bereit mir mehr darüber zu erzählen...

    Zitat

    Kannst du

    Zitat

    Außerdem meine ich, Dir könnte es auch gut tun, wenn ihr auf Abstand geht, weil Du anscheinend auch nicht so genau weißt, was Du willst.


    Irre ich mich da? Weißt Du, was Du willst? Hast Du da klare Vorstellungen?

    noch etwas genauer ausführen bitte? Wieso weiß ich nicht was ich will?

    1. Du fragst uns hier um Rat ("Soll ich mich wieder mal bei ihr melden?"), weil Du nicht genau weißt, was Du willst.


    2. Du bist Dir nicht sicher nicht, ob Du um sie kämpfen willst. Deshalb machst du es von ihrem Wunsch abhängig.


    Oder allgemeiner gesagt: Deine Art, Deine Entscheidungen von anderen abhängig zu machen, erweckt bei mir den Eindruck, Du weißt nicht genau, was Du willst.


    Aber meine Frage war ehrlich gemeint. Ich könnte mich da durchaus irren, weil ich Dir nicht hinter die Stirn sehen kann. Vielleicht weißt Du innerlich auch ganz genau, was Du willst.


    Ok?

    Danke, nun weiß ich was du mich hier fragen wolltest.


    Ich will kämpfen, aber ich will ihren Wunsch nach Abstand auch respektieren, wenn ich mich ihr aufzwinge ist es weder für Sie noch für mich das wahre.


    Es steht überall man soll beiden die Zeit gönnen um nicht noch mehr Abstand zu erzwingen. Im innersten will ich aber keine Zeit abwarten, ich will sie, um auch mit ihr gemeinsam wieder eine schöne Zeit zu haben.


    Andererseits schreckt es mich das ihre Gefühle abflauen, wir beide haben uns ja, vor allem in letzter Zeit, so wohlgefühlt.

    Leider ist mein bereits geschriebener Text in den Analen des Internets verschwunden. Also noch einmal, aber etwas kürzer.


    Du erwähnst eine dauerhafte 50 Stundenwoche, dass hieße bei einer 5 Tage-Woche, ca 10 Stunden Arbeitszeit, ist das richtig? Oder arbeitest Du an 6 Tagen in der Woche?


    Zudem hast Du erwähnt, dass Handy und PC auch im privaten Bereich bei Dir eine große Rolle spielen, und Du sobald ein Kollege Dich antextet sofort unter Stress stehst.


    Ich frage mich, wie in Deiner Alltagsstruktur noch eine feste Partnerin Platz gefunden hat? Lebt ihr zusammen in einer Wohnung oder hat jeder noch einen eigenen Lebensmittelpunkt?


    Weiterhin hast Du erwähnt, dass Du so lange Du zurück denken kannst, alle Probleme in Dich rein gefressen hast, also darüber nicht offen kommunizierst. Wie sollten sich diese Probleme lösen, wenn sie für andere in Deinem sozialen Umfeld unausgesprochen geblieben sind?


    Welche Gemeinsamkeiten hast Du mit Deiner Freundin geteilt, wenn Handy und PC auch in der Zeit nach dem Feierabend "Dein Leben" waren? Gab es für Deine Freundin noch genügend Aumerksamkeit, ruhige Gespräche, Nähe und Zuwendung? Wie sahen eure Paaraktivitäten aus, welche Hobbies und Interessen habt ihr noch aktiv geteilt?


    Mir scheint, dass viele Deiner Probleme hausgemacht sind, und in Deinem persönlichen Einflussbereich liegen. Gegen schlechte Ernährung kannst Du durchaus etwas aktiv tun, und sie kann durchaus Einfluss auf Deine Psyche haben, wenn Dir wichtige Mineralien und Vitamine fehlen, weil Deine Ernährung einseitig und unausgewogen ist. Es gibt gute Kurse über die Krankenkassen (zum Teil sogar kostenlos), die neue Anregungen und Schwung in den Küchen- und Ernährungsplan bringen.


    Zudem solltest Du darüber nachdenken, wie Du Dein Arbeits- und Freizeitverhalten Deinen persönlichen Bedürfnissen besser anpassen kannst. Mit 25 Jahren stehtst Du mitten im belastenbaren Leistungsalter und solltest noch nicht innerlich ausgebrannt sein.


    Gibt es die Möglichkeit mit dem Arbeitgeber über aktive Veränderungen Deiner Arbeitsaufgaben/Tätigkeitsfeld zu sprechen und positive Veränderungen damit zu erreichen?


    Zudem wäre ein Tipp über den Umgang mit Social-Media nachzudenken. Bleibt genug Zeit zur Entspannung, Treffen mit Freunden und Familie, wenn eine Dauerpräsenz von Handy und PC in Deinem Leben stattfindet? Gibt es genügend Freizeitaktivitäten, die Abwechslung in Dein Leben bringen?


    Welche "Problemchen" blieben bisher in Deinem Leben unbearbeitet und wurden aufgeschoben, statt aktiv angegangen?


    So lange es in Deinem Leben keine aktive Veränderungen an den von Dir benannten Baustellen gibt, sehe ich wenig Chancen, dass Dein Verhältnis zu Deiner Freundin neu belebt werden kann. Auch ein Gespräch in 2 Wochen wird daran wenig ändern. Mir scheint eher, dass Du in die Flucht gehst, und weiter verdrängst was Du in Deinem Leben aktiv verändern müsstest.


    Es gilt nicht die Sorgen Deiner Freundin, die durchaus mit Dir und Deinem Verhalten ihr gegenüber einher gehen können zu bereden, sondern für Dich selbst Lösungen zu finden für das was in Deinem Leben unrund läuft. So lange alles beim "Alten" in Deinem Leben bleibt, wird auch eure Paarbeziehung keine positive Dynamik erfahren. Daran ändern weder Antidepressiva etwas noch ein Gespräch in 2 Wochen befürchte ich.


    Versuche Dich zu entschleunigen, deutlich weniger technische Reize in dich aufzusaugen und aktiver in die Entspannungsphase nach Feierabend zu kommen und vorallem offener dafür zu werden über Deine Sorgen und Probleme zu reden. Alles Gute auf Deinem Weg. :)*

    Danke das du dir nochmal die Mühe gemacht hast.


    Eins vorweg - war gerade bei ihr und wir haben alles besprochen. "Abstand brauchen" heißt in dem Fall für immer. Sie hat auch jemand anderen kennengelernt und den gestern, nachdem sie sich betrunken hat, geküsst. Ich bin froh das sie so ehrlich mit mir darüber gesprochen hat. Sie möchte wohl nichts mit ihm anfangen, 'darf es aber gerne tun' wenn sie das möchte (natürlich darf sie das, aber ich meine das sie sich aufgrund meiner Lage nicht verstecken muss oder sonstiges). Ich habe mir nur gewunschen das nicht direkt am Anfang zu sehen.

    Zitat

    Du erwähnst eine dauerhafte 50 Stundenwoche, dass hieße bei einer 5 Tage-Woche, ca 10 Stunden Arbeitszeit, ist das richtig? Oder arbeitest Du an 6 Tagen in der Woche?


    Zudem hast Du erwähnt, dass Handy und PC auch im privaten Bereich bei Dir eine große Rolle spielen, und Du sobald ein Kollege Dich antextet sofort unter Stress stehst.

    Ja, 50 Stunden auf 5 Tage, was ja eigentlich eh nicht so viel ist im Vergleich zu anderen... Ja. Meine gesamte Freizeit habe ich mich vorm PC verkrochen, zumindest wenn sie nicht da war.


    Sie hat noch bei ihren Eltern gelebt, war aber fast jeden Tag bei mir. Durch ihre Schichtarbeit ging das.

    Zitat

    Weiterhin hast Du erwähnt, dass Du so lange Du zurück denken kannst, alle Probleme in Dich rein gefressen hast, also darüber nicht offen kommunizierst. Wie sollten sich diese Probleme lösen, wenn sie für andere in Deinem sozialen Umfeld unausgesprochen geblieben sind?

    Ich weiß nicht. Wir hatten bei diversen Streits uns schon oft auf "offener sein" geeinigt, worin wir uns beide sehr schwer taten. Vor allem in letzter Zeit konnte ich ihr das aber gut zeigen was sie auch gemerkt hat. Sie meinte aber ihr Gefühl war dann trotzdem nicht mehr vorhanden. Ich weiß das ich das akzeptieren muss, und auch wenn es egoistisch klingt, es schmerzt mich einfach so nicht mehr geliebt zu werden. Wir teilen uns auch den gleichen Freundeskreis (obwohl ich dort ja nicht mehr wirklich oft war). Eigentlich habe ich außer der Familie keinen mehr. Wir werden uns also wieder sehen. Das ist für mich in Ordnung, wird aber wahrscheinlich schwer werden...

    Zitat

    Mir scheint, dass viele Deiner Probleme hausgemacht sind, und in Deinem persönlichen Einflussbereich liegen. Gegen schlechte Ernährung kannst Du durchaus etwas aktiv tun, und sie kann durchaus Einfluss auf Deine Psyche haben, wenn Dir wichtige Mineralien und Vitamine fehlen, weil Deine Ernährung einseitig und unausgewogen ist. Es gibt gute Kurse über die Krankenkassen (zum Teil sogar kostenlos), die neue Anregungen und Schwung in den Küchen- und Ernährungsplan bringen.

    Ja, ein sehr großer Teil ist hausgemacht, das stimmt... Ich fühle mich aber teilweise so fremd das ich keine Kraft finde etwas dagegen zu tun, obwohl ich das aber möchte.

    Zitat

    Zudem solltest Du darüber nachdenken, wie Du Dein Arbeits- und Freizeitverhalten Deinen persönlichen Bedürfnissen besser anpassen kannst. Mit 25 Jahren stehtst Du mitten im belastenbaren Leistungsalter und solltest noch nicht innerlich ausgebrannt sein.


    Gibt es die Möglichkeit mit dem Arbeitgeber über aktive Veränderungen Deiner Arbeitsaufgaben/Tätigkeitsfeld zu sprechen und positive Veränderungen damit zu erreichen?

    Ja, das sollte ich sein, deswegen weiß ich nicht woran das denn liegt. Wieso ich so zugrunde gehe. Die anderen schaffen das ja auch. Ich habe zwar wirklich eine Tätigkeit die eigentlich niemand gerne macht in diesem Bereich aber das muss doch gehen... Ich versuche zwar einen Job zu finden der mich etwas mehr in die Natur bringt aber irgendwie rät mir jeder davon ab. ("Du hast doch so einen gut bezahlten Job, direkt in deiner Nähe" usw). Ich weiß das es damit nicht getan ist, auch meine Freizeit muss sich ändern...

    Zitat

    Zudem wäre ein Tipp über den Umgang mit Social-Media nachzudenken. Bleibt genug Zeit zur Entspannung, Treffen mit Freunden und Familie, wenn eine Dauerpräsenz von Handy und PC in Deinem Leben stattfindet? Gibt es genügend Freizeitaktivitäten, die Abwechslung in Dein Leben bringen?

    Nun, ich bin in einem Verein aktiv, seit kurzem auch im Vorstand, aber ich bin dem darinter liegenden Hobby seit einem dreiviertel Jahr nicht nachgekommen weil ich es nicht mehr schaffe. Ich überlege auch schon mich davon zurückzuziehen aber... ich weiß nicht ob das jetzt gerade 'meine Entscheidung' ist.

    Zitat

    Welche "Problemchen" blieben bisher in Deinem Leben unbearbeitet und wurden aufgeschoben, statt aktiv angegangen?

    Naja, am meisten belastet mich das "soziale". Ich bin ein zurückhaltender und nicht sehr offener Mensch. Ich habe versucht auf andere zuzugehen aber, das war dann irgenwie nicht ich. In Gruppensituationen fühle ich mich schnell sehr unwohl.


    Wir beide waren sehr unsichere Menschen, sie jedoch sehr gesellig.


    Auch wenn ich jetzt einsehe dass das mit uns wirklich nicht gepasst hat (auch wenn es mir extrem schwer fällt das zuzugeben, es ist aber definitiv so) fühle ich mich alleine gelassen. Ihr tut es leid das es mir weh tut, und auch umgekehrt.


    Mir bleibt jetzt noch weiters die Angst vor der Zukunft. Aber das geht wohl schon zuweit. Ich habe Angst ein solch jämmerlicher Lappen zu bleiben.


    Irgendwie bade ich gerade im Mitleid aber die Angst ist schon lange da.


    Danke das ihr mir weitergeholfen habt. Ich bin doch erstaunt wie viel wahres aus den wenigen Dingen, die ich geschrieben habe, hervorging...