Verliebe mich immer wieder in Kolleginnen

    Beim ersten Mal hielt ich es noch für Zufall, beim zweiten Mal wurde ich schon stutzig und obwohl ich es inzwischen besser wissen müsste, habe ich mich aktuell zum 5. Mal in eine Kollegin verliebt.


    Warum mich das stört? Weil es dadurch immer unnötig kompliziert wird im Joballtag und ich mich meinen Gefühlen da ziemlich ausgeliefert fühle. Ich hätte die Kolleginnen lieber als gute Freundinnen behalten, statt Verliebtheitsgefühle zu entwickeln.


    Es sind auch jedes Mal Frauen, die ich auf den ersten Blick gar nicht attraktiv finde. Es entwickelt sich immer über platonische Freundschaften und es "nervt" mich, dass meinerseits dann offenbar "immer" irgendwann eine romantische und sexuelle Komponente hinzu kommt, sobald ich sie ins Herz geschlossen habe.


    Langsam frage ich mich tatsächlich, ob ich überhaupt fähig bin, einfach nur mit einer Frau befreundet zu sein oder ob ich mich grundsätzlich verliebe, sobald ich jemanden näher an mich heran lasse.


    Privat pflege ich eher oberflächliche Bekanntschaften, weil ich mal sehr enttäuscht wurde von meiner ehemals besten Freundin, sprich sie hat mich für mein Empfinden ausgenutzt. Ich bin darüber hinaus beruflich und familiär stark eingespannt, so dass kaum freie Zeit für Freundschaften bleibt. Das heißt, mit ArbeitskollegInnen verbringe ich tatsächlich die meiste Zeit und daraus haben sich dann immer die Freundschaften und später die besagten Liebeleien entwickelt (also mit 2 Kolleginnen lief tatsächlich etwas).


    Kennt dieses Problem jemand? Also a) sich in KollegInnen zu verlieben und b) dass in platonischen Freundschaften quasi automatisch irgendwann romantische/sexuelle Gefühle entstehen?


    Es nervt mich aktuell, weil ich ununterbrochen an sie denke. Sie ist aber glücklich verheiratet und ich will nichts mit ihr anfangen. Ich hätte sie wirklich gerne einfach mal als gute Freundin in meinem Leben gehabt, aber offenbar bin ich dazu nicht in der Lage, sondern verknalle mich dann immer direkt.

  • 26 Antworten

    a) nein b) nein


    Zitat

    sondern verknalle mich dann immer direkt.

    das ist nicht normal, kann schon verstehen, dass dich das auf dauer belastet.


    bist du in der lage eine normale beziehung zu führen? weißt du wie man flirtet? bist du selbstsicher in der kennenlernphase?


    ich meine das jetzt nicht vorwurfsvoll @:)

    Bei mir ist es so, dass ich mich schnell zu jemandem hingezogen fühle, der mir vertraut ist und den ich regelmäßig sehe. So kann es auch sein, dass ich mich zu jemandem hingezogen fühle, der mein Kollege, Arzt, Therapeut etc. ist, einfach weil ich ihn täglich/jede Woche sehe und eine Bindung zu ihm besteht. Das vergeht dann aber auch schnell wieder, wenn ich denjenigen nicht mehr sehe oder etwas passiert, was ich an dem anderen doch nicht so sympathisch finde.


    Vielleicht geht es dir auch um das Vertraute und regelmäßige Sehen, was bei dir romantische Gefühle auslöst? Ich würde da eher versuchen, auf dein anfängliches Bauchgefühl zu hören. Und das sagt ja anscheinend am Anfang oft schon, dass es nicht so passt oder jemand nicht dein Typ ist. Vielleicht kannst du dich auch fragen, welche Werte dir im Leben wichtig sind. Und da passt sicher nicht jede beliebige Kollegin zu dir.

    TimFaber schrieb:

    bist du in der lage eine normale beziehung zu führen?

    Ja, ich habe sogar 18 Jahre lang eine ziemlich glückliche und erfüllte Beziehung geführt.


    TimFaber schrieb:

    weißt du wie man flirtet? bist du selbstsicher in der kennenlernphase?

    Ja, würde ich schon sagen, ich bin auch recht "erfolgreich" beim Flirten, das ist nicht das Problem. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, wenn ich wollte, dann könnte ich auch mit der aktuellen Kollegin im Bett landen, obwohl sie sich auf den ersten Blick in einer glücklichen Ehe befindet. Ich leg es aber nicht darauf an, weil ich mich nicht in eine bestehende Beziehung drängeln möchte, den Fehler habe ich einmal gemacht.


    Lebkuchenherzchen schrieb:

    Bei mir ist es so, dass ich mich schnell zu jemandem hingezogen fühle, der mir vertraut ist und den ich regelmäßig sehe. So kann es auch sein, dass ich mich zu jemandem hingezogen fühle, der mein Kollege, Arzt, Therapeut etc. ist, einfach weil ich ihn täglich/jede Woche sehe und eine Bindung zu ihm besteht. Das vergeht dann aber auch schnell wieder, wenn ich denjenigen nicht mehr sehe oder etwas passiert, was ich an dem anderen doch nicht so sympathisch finde.


    Vielleicht geht es dir auch um das Vertraute und regelmäßige Sehen, was bei dir romantische Gefühle auslöst?

    Ja, stimmt, damit triffst du den Nagel wohl auf den Kopf, denn mit einer Ärztin, die ich während einer Langzeitbehandlung mal über längeren Zeitraum nahezu täglich sah, habe ich ähnliche Gefühle entwickelt. Ich lag am Wochenende wach und dachte an sie, habe mich auf die Termine gefreut... Nachdem die Behandlung abgeschlossen war, konnte ich sie aber auch wieder vergessen. Da ist auf jeden Fall was dran. Danke dir!

    WurzelimLiebesraum schrieb:

    könnte es evtl eine Art Pansexualität sein? Da verliebt man sich in den Charakter eines Menschen.

    Was ja nicht schlechtes ist. Es gibt auch die Sapiosexualität, bei der man sich in die Intelligenz verliebt. Wenn man sich bewusst wird, dass der Körper auch nur etwas vergängliches ist und der Mensch ja primär durch seinen Charakter und Intelligenz geformt wird, kann man da doch von "wahrer Liebe" sprechen.

    @ TE

    Bist du männlich oder weiblich?

    Aus dem Gesamtkontext heraus vermute ich weiblich.


    Ja, ist schon komisch, dass Du Dich immer verliebst. Es gibt ja auch eine Art Verliebtheit ohne Sex. Früher hatte ich das öfter mal...da haben mich Leute mit ihrer Art und Dasein beflügelt, ohne, dass ich sexuelle Gedanken hatte.

    Aber bei Dir sind ja jedesmal Sexwünsche dabei. Das würde ich wohl mal mit einer Therapeutin besprechen, wenn Dich das nervt.

    Hier ist immer nur die Rede von besten Freundinnen.

    Ich kenne ehrlich gesagt kaum Männer die eine beste Freundin haben.

    Die meisten haben durchaus gute Freundinnen, aber das sind eher die guten Freundinnen der Partnerin, oder die bessere Hälfte des besten Freundes.

    Plüschbiest schrieb:

    Hier ist immer nur die Rede von besten Freundinnen.

    Es war die Rede von einer besten Freundin die ihn/sie mal schwer enttäuscht hat.


    Ist ja auch egal und soll hier nicht zum Thema werden ;-). Der/die TE wird sicher bald aufklären.


    Ich fand nur ganz einfach interessant wie man auf die Geschlechtereinschätzung kommt.


    Ich habe von Anfang an eher an einen Mann gedacht. Vor allem deswegen, weil ich die Wahrscheinlichkeit bei 5 weiblichen Kolleginnen von denen er/sie erzählt in die er/sie bisher verliebt war, alleine 2 sich auf ihn/sie eingelassen haben und er/sie der Meinung ist, die Dritte würde auch wenn er/sie sich Mühe geben würde.

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man(frau) sich in einem Arbeitsbereich bewegt in dem 5 Kolleginnen ebenfalls homosexuell veranlagt sind? Und selbst wenn: Warum wird das nicht thematisiert? ;-)

    (Nicht falsch verstehen, ich habe mir da gar keine Gedanken gemacht, das war für mich von Anfang an klar)