• Verliebt in Kollegen, er auch in mich - er ist Familienvater

    Hallo, seit drei Monaten befinde ich mich im Rahmen meiner Ausbildung im Praktikum, wo ich vor Ort und von meiner Ausbildungsstätte auch betreut werde. Mein Betreuer am Praktikumsplatz ist 11 Jahre älter als ich, verheiratet und Vater zweier Kinder. Er ist vom Typ her recht locker und dabei auch streng. Wir verstehen uns ganz gut. In den vergangenen…
  • 84 Antworten
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    Trotzdem fällt es mir schwer, dass ich mich in einen verheirateten Mann verliebt habe. Ich empfinde das als verwerflich. Obgleich ich auf sein Angebot, wir können uns ja am Wochenende mal treffen, nicht eingegangen bin.

    Ich wollte kurz noch etwas zu diesem Absatz anmerken:


    Ich denke, dass man die eigenen Gefühle nicht immer beeinflussen kann und dann ev. auch etwas fühlt, dass man selbst als moralisch verwerflich empfindet - z. B. das Verliebtsein in einen verheirateten Mann. Die Hauptsache ist allerdings, wie man selbst zu diesen Gefühlen steht und wie man mit ihnen umgeht. :-)

    Findet ihr, es wäre eine angemessene Reaktion, wenn mein Betreuer mir weiterhin von seinen Kids erzählt, dass ich mich dann zurückhalte, nichts dazu sage und auch sonst auf Abstand gehe, also unsere Unterhaltungen auf das Minimum an Planung reduziere?


    Für mich und für die Situation erscheint es mir einerseits förderlich, so dass ich mich und sie sich entspannt. Andererseits habe ich Sorge, dass ich dann als diejenige da stehen könnte, die ihn vera* hat, so dass sich unser Verhältnis dadurch erst verschlechtert.


    Übrigens hat er in den vergangenen zwei Mails von "unseren Kindern", damit sind eigentlich die gemeint, die wir gemeinsam betreuen, geschrieben... ohne Anführungszeichen. Am Anfang hieß es noch "die Kinder der Gruppe x". Komisch finde ich das wirklich, zumal die übrigen Kollegen nicht von "ihren Kindern" oder so reden...


    Sollte ich da auch etwas machen?

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    Sollte ich da auch etwas machen?

    Du sollst nichts und du musst nichts. Etwas "gefährlich" finde ich deine Interpretationen bzgl. seines Verhaltens. Deine Deutungen sind deine Deutungen. Es können alles Fehlinterpretationen und Fehldeutungen von dir sein, womöglich Wunschvorstellungen oder sonst was. Ein halbwegs vernünftiger, normal tickender Mann, schmeißt nicht sein Familienleben wegen einer Praktikantin über den Haufen, ansonsten würde er kaum mehr als für eine Affäre taugen.


    Es gibt ein altes und sich immer wieder bewährendes Sprichwort: Never fuck the company.


    Falls du etwas an ihm interessant und anziehend findest, dann suche dies bei anderen Männern, die frei für dich sind, den Stress mit seiner Ex-Familie willst du dir nicht antun, ansonsten wärst du für mich ein dummes Mädchen.

    Meine Frage war, kurz gefasst, wie ich mich geschickt aus der "Affäre" (haha, ist ja keine) ziehen kann, ohne dass es zu unnötigem Ärger kommt.


    Ich kann die Situation genauso fehl deuten wie alle anderen hier, die meinen, dass ich das täte...

    Du definierst deine Grenzen, hältst sie ein und gut. Du bist ihm nichts schuldig. Alle Nettigkeiten und was auch immer hat er freiwillig getan. Manchmal gibt es so überraschend freundliche und aufmerksame Menschen, dass man sofort denkt, die müssten mehr von einem wollen. Muss aber gar nicht so sein, manche sind einfach so.

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    ... manche sind einfach so.

    Weil ihnen die eigene Arbeit dann auch mehr Spaß macht. Jungen Leute etwas beizubringen kann sehr trockenes Brot sein, da schlagen einem oft Unmotiviertheit und Interesselosigkeit entgegen. Wenn er gemerkt hat, dass man mit mehr "Zugänglichkeit" bessere "Ergebnisse" erzielt, dann ist es eben so.


    Wenn du es genau wissen willst, dann sprich ihn doch einfach mal auf seine "Methode" an.

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    Findet ihr, es wäre eine angemessene Reaktion, wenn mein Betreuer mir weiterhin von seinen Kids erzählt,

    du scheinst wirklich noch etwas jung zu sein, aber kalr doch, warum darf er nicht von seinen KIndern erzählen. Plaudere fröhlich mit ihm über Gott und die Welt auch über sein Privatleben ( falls es nicht zu privat wird...aber von Kindern zu erzählen ist nicht zu privat, machen viele auf Arbeit).


    Nur treffen solltest du dich mit ihm nicht undwenn du merkst er wird anzüglich , das zurückweisen...da hilft ach mal nett eine Hand die dir zu privat auf dem Oberschenkel (nur so als beipsiel liegt) , nett aber wortlos zurückzuschieben.


    Wenn du nicht mehr denkst er will was von dir und du auch nicht mehr bisschen verknallt bist, kann man ganz normalen KOntakt miteinander haben... aber nie alleine außerhalb der Arbeit ( das wäre für ihn eine Aufforderung, dass du Interesse an einer Affäre hättest.)

    Nachdem du in ihn verknallt bist, würde ich dir raten, auf Distanz zu gehen. Das kann man tun ohne dass das eine "Aussage" beinhaltet.

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    .da hilft ach mal nett eine Hand die dir zu privat auf dem Oberschenkel (nur so als beipsiel liegt) , nett aber wortlos zurückzuschieben.

    Wieso wortlos? Wortlos ist missverständlich. Mal angenommen er deutet das als "Jetzt möchte ich das nicht, sondern erst später in einem anderen Rahmen." Dann wäre das doof. Also sollte die auch ganz konkret sagen: "Das möchte ich nicht! >:( " oder "Das geht mir eindeutig zu weit! >:( " und ihren Ärger über seinen Annäherungsversuch auch zum Ausdruck bringen. Und sich vielleicht noch direkt woanders hinsetzen oder zumindest ein Stück wegrücken.

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    Nachdem du in ihn verknallt bist,

    Sehe ich auch so.


    genevieve24: Wenn du nicht verknallt wärst, würdest du dich ganz einfach entspannen und nicht so stark auf jedes Detail achten. Der "normale" Umgang käme dann von ganz allein. Scheint er aber nicht zu kommen. Du achtest auf die "wir" und "uns", und Themen wie Kinder, Planung sprechen irgendwie einen Punkt in dir an.

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    würde ich dir raten, auf Distanz zu gehen.

    Was meinst du da konkret?

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    Das kann man tun ohne dass das eine "Aussage" beinhaltet.

    Sorry, ich finde, das kann man nicht. Körpersprache ist auch Kommunikation. Nur eben nicht verbal, sondern non-verbal und sie überlässt ihm dann die Interpretation. Er wird seine "Aussage" dann selbst reindeuten. Im schlechtesten Fall denkt er "Sie zieht sich zurück, weil ich mir nicht genug Mühe gegeben habe. Also sollte ich meine Anstrengungen intensivieren." Und diese Entwicklung wäre ja fatal für sie, denn er würde das Gegenteil von dem bewirken, was sie will.


    Ich verstehe nicht, warum so viele Frauen denken, sie könnten ohne Worte schon irgendwie das Richtige ausdrücken.


    Welchen Vorteil soll es für genevieve24 haben, wenn sie so indirekt und missverständlich wortlos kommuniziert? Sie möchte doch gerade eine Aussage machen! Wer ablehnen will, der muss das auch verbal tun!

    @ genevieve24

    Ich fände es richtig, wenn du mit ihm ein Vier-Augen-Gespräch auf Arbeit ausmachst, dort kurz umreißt, dass du Bedenken hast, dass zwischen dir und ihm das vorher kollegiale Verhältnis zu persönlich wird. Aber dass du diese Entwicklung nicht möchtest. Und dass du dir wünschst, dass dies auf kollegialem Niveau bleibt, so wie es zu anderen Kolleginnen auch ist. Dann weiß er Bescheid. Du schätzt ihn als Kollegen, aber dabei sollte es auch bleiben.


    Und der andere Teil der Entspannung liegt doch bei dir selbst: nicht mehr jedes seiner Worte auf die Goldwaage legen, nicht mehr ihn durchanalysieren, ihm gegenüber auch deine Rechte durchsetzen: pünktlich Feierabend, keine Wochenendarbeit mehr, Kommunikation nur auf Arbeit statt Mails/Anrufe außerhalb der Arbeit. Das Wochenende ist zur Erholung da. Und dir dort genügend Ablenkungen schaffen. Mit anderen ausgehen, dein Leben für dich genießen. Vielleicht auch für dich ein paar Tage Urlaub nehmen, um für dich den Abstand zu schaffen. Als PraktikantIn hat man ja auch Urlaubstage.

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    Was meinst du da konkret?

    Ich meine damit eigentlich nichts "Konkretes", siehe

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    Das kann man tun ohne dass das eine "Aussage" beinhaltet.

    Sich beim Mittagessen in der Kantine neben einen anderen Kollegen setzen, ihn nicht auf irgendwas ansprechen sondern nur normal-sachlich-kurz antworten wenn er was fragt, nicht zum Kaffeetrinken gehen um die Uhrzeit wenn er geht, usw.

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    Sie möchte doch gerade eine Aussage machen!

    Nee, ich denke nicht dass sie das möchte.

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    Ich verstehe nicht, warum so viele Frauen denken, sie könnten ohne Worte schon irgendwie das Richtige ausdrücken.

    Es gibt sogar Männer, die für sowas ein Gespür haben. Deswegen versuche ich es insbesondere unter Kollegen erst mal so, und wenn der Mann das so nicht kapiert, wird ein Gang raufgeschaltet. Zu einem 4-Augen-Gespräch rate ich ihr schon deswegen nicht, weil sie das nicht hinkriegen wird, da sie in den Mann verknallt ist. Abgesehen davon finde ich sowas unter Kollegen unangenehm. Bevor ich zu einem Kollegen sage "Hey, ich steh nicht auf dich, dass du es weißt!" versuche ich, ihm das auf weniger peinliche Weise beizubringen, und das gelingt mir auch meist.

    Zitat

    Nee, ich denke nicht dass sie das möchte.

    Wie sie es ausdrückte, möchte sie sich "geschickt zurückziehen, ohne dass es zu unnötigem Ärger kommt." Na gut, das ist interpretationslastig.

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    Es gibt sogar Männer, die für sowas ein Gespür haben.

    Das mag ja sein. Aber mit denen gibt's eher keine Probleme, weil diese eben das Gespür für die Situation ja schon haben. :-)

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    Deswegen versuche ich es insbesondere unter Kollegen erst mal so, und wenn der Mann das so nicht kapiert, wird ein Gang raufgeschaltet. Zu einem 4-Augen-Gespräch rate ich ihr schon deswegen nicht, weil sie das nicht hinkriegen wird, da sie in den Mann verknallt ist.

    Und wieso soll sie es da nicht hinkriegen?

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    Abgesehen davon finde ich sowas unter Kollegen unangenehm. Bevor ich zu einem Kollegen sage "Hey, ich steh nicht auf dich, dass du es weißt!" versuche ich, ihm das auf weniger peinliche Weise beizubringen, und das gelingt mir auch meist.

    Das glaub ich dir. Aber wenn genevieve24 ein Naturtalent in dieser subtilen Kommunikation wäre, hätte sie diesen Faden nicht gebraucht. ;-)

    Zitat

    Übrigens hat er in den vergangenen zwei Mails von "unseren Kindern", damit sind eigentlich die gemeint, die wir gemeinsam betreuen, geschrieben... ohne Anführungszeichen. Am Anfang hieß es noch "die Kinder der Gruppe x". Komisch finde ich das wirklich, zumal die übrigen Kollegen nicht von "ihren Kindern" oder so reden...


    Sollte ich da auch etwas machen?

    Was willst du da machen? Kannst ihm ja nicht seine Wortwahl verbieten. Überhöre es und gut ist's. Wie lange bist du denn noch Praktikantin?


    Führe den Smalltalk weiter, wie man eben Smalltalk führt, und damit sollte es sich erledigt haben. Ich sehe keinen Anlass sich "aus der Affäre zu ziehen", dafür ist einfach zu wenig (=gar nichts) passiert.


    Wenn du Spielchen und Tricks willst, erzähl halt mal von deinem "neuen Freund in den du unendlich verliebt bist und nur noch Augen für ihn hast" ;-D Wenn er keine Totalmeise hat, schlägt er sich dann alles, was er eventuell hofft, aus dem Kopf.

    Ich finde, du machst da ein zu großes Ding drauß. Falls das mit dem Kollegengespräch, dass du zufällig mitgehört hast (Ich persönlich kann es ehrlich gesagt nicht glauben, dass das zuuufällig einen Tag nach dem Eingangsbeitrag und nachfragen von Usern genau so passiert ist ;-) )


    Und das:

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    Ich finde es halt komisch, wenn jemand, der nur sexuell an einem Menschen interessiert ist, was für mich kein ernsthaftes Interesse an der Person bedeutet, sie vor einem Kollegen, der ihm höher gestellt ist, verteidigt. Das hat mich am Montag eben sehr überrascht und ins Wanken gebracht... ihn ja wohl auch ;-)

    Ist nichts besonderes. Genausowenig wie kleine Berührungen, manche Menschen sind so. Ich habe auch so einen Kollegen, er macht das generell so. Oder denkst du etwa er denkt "ooooh ich muss die Praktikantin ansprechen, juhuuu ich kann wieder auf ihre Schulter tippen!" :-X


    Er ist auch nur ein Mensch, kann sein, dass sich, sollte da was sein, die Sache in 2-3 Wochen wieder erledigt hat.


    Ansonsten: Erzähl von einem imaginären Freund. Als Praktikantin bist du eh nicht ewig dort.

    Zitat

    Ich fände es richtig, wenn du mit ihm ein Vier-Augen-Gespräch auf Arbeit ausmachst, dort kurz umreißt, dass du Bedenken hast, dass zwischen dir und ihm das vorher kollegiale Verhältnis zu persönlich wird.

    nein, um Gottes Willen nicht :|N Sie blamert sich bis auf die Knochen....er wird sagen: da hast du abr was fehlinterpretiert


    Sie ist / war in ihn verknallt. Das würde ich ihm nie erzählen....aus Gründen der Selbstachtung und um das guute Arbeitsverhältnis, was besteht nicht kaputt zu machen.


    Einfach Abstand halten und gut ist. Wenn er dann doch aktiver werden sollte, schon mal sagen: du, das möchte ich nicht.


    In der Abstufung sehe ich es wie CoteSauvage , erst noverbal versuchen , dann Gang hchschalten und verbal.